Die Crysis-Krise (ft. Jürgen Krauß)

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Andre Peschke
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Re: Die Crysis-Krise (ft. Jürgen Krauß)

Beitrag von Andre Peschke » 8. Nov 2019, 20:31

Also: Ich hab mir das jetzt nochmal angehört und muss inzwischen zugeben, dass ich euch recht gebe. Ich hab's dann nochmal Jochen hören lassen, der da bisher noch nicht beteiligt war, und der war auch der Ansicht: wir nehmen das offline.

Wir schauen, dass Jochen und ich in der kommenden Woche dazu auch nochmal Stellung beziehen. Sorry, dass das erst im zweiten Anlauf geklappt hat. Der Teil geht auf meine Kappe.

Andre

JayTheKay
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Re: Die Crysis-Krise (ft. Jürgen Krauß)

Beitrag von JayTheKay » 8. Nov 2019, 20:42

Andre Peschke hat geschrieben:
8. Nov 2019, 20:31
Also: Ich hab mir das jetzt nochmal angehört und muss inzwischen zugeben, dass ich euch recht gebe. Ich hab's dann nochmal Jochen hören lassen, der da bisher noch nicht beteiligt war, und der war auch der Ansicht: wir nehmen das offline.

Wir schauen, dass Jochen und ich in der kommenden Woche dazu auch nochmal Stellung beziehen. Sorry, dass das erst im zweiten Anlauf geklappt hat. Der Teil geht auf meine Kappe.

Andre
Ihr dürft natürlich mit euren Folgen machen was ihr wollt, aber ich finde es schade, dass ihr Folge gleich offline nehmt. Ich hab dieses Projekt immer als etwas verstanden, das den Zuhörer für mündig hält und für den man sich nicht selbst beschränken muss um keine falschen Eindrücke zu erzeugen. Weil man als Zuhörer weiß, dass soetwas nicht eure Meinung ist sondern eben eine Perspektive eines Mitarbeiters der PCA auf einen Vorfall, nicht mehr und nicht weniger.
Ja, man hätte die Folge anders machen können aber ich finde sie nach wie vor interessant und relevant, denn wo sonst kann man denn über solche rassistischen Vorfälle der damaligen Zeit erfahren? Die korrekte Einordnung sollte man wirklich dem Zuhörer zutrauen.
Zuletzt geändert von JayTheKay am 8. Nov 2019, 20:59, insgesamt 1-mal geändert.
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Andre Peschke
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Re: Die Crysis-Krise (ft. Jürgen Krauß)

Beitrag von Andre Peschke » 8. Nov 2019, 20:44

JayTheKay hat geschrieben:
8. Nov 2019, 20:42
Ihr dürft natürlich mit euren Folgen machen was ihr wollt, aber ich finde es schade, dass ihr Folge gleich offline nehmt. Ich hab dieses Projekt immer als etwas verstanden, das den Zuhörer für mündig hält und für den man sich nicht selbst beschränken muss um keine falschen Eindrücke zu erzeugen.
Das würde ich weiter für gültig halten. Die Tonalität an der Stelle erzeugt einfach einen völlig falschen Eindruck davon, was wir für "okay" halten. Und es hat dann Vorrang, dass kein Inhalt bei uns online steht, den wir so nicht vertreten können.

Andre

Herrmann
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Re: Die Crysis-Krise (ft. Jürgen Krauß)

Beitrag von Herrmann » 8. Nov 2019, 20:46

Andre Peschke hat geschrieben:
8. Nov 2019, 20:44
JayTheKay hat geschrieben:
8. Nov 2019, 20:42
Ihr dürft natürlich mit euren Folgen machen was ihr wollt, aber ich finde es schade, dass ihr Folge gleich offline nehmt. Ich hab dieses Projekt immer als etwas verstanden, das den Zuhörer für mündig hält und für den man sich nicht selbst beschränken muss um keine falschen Eindrücke zu erzeugen.
Das würde ich weiter für gültig halten. Die Tonalität an der Stelle erzeugt einfach einen völlig falschen Eindruck davon, was wir für "okay" halten. Und es hat dann Vorrang, dass kein Inhalt bei uns online steht, den wir so nicht vertreten können.

Andre
Wie wäre es mit einem "Vorwort" zur sonst guten Folge?

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schneeland
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Re: Die Crysis-Krise (ft. Jürgen Krauß)

Beitrag von schneeland » 8. Nov 2019, 20:57

Herrmann hat geschrieben:
8. Nov 2019, 20:46
Wie wäre es mit einem "Vorwort" zur sonst guten Folge?
Am Ende ist das natürlich die Entscheidung der Podcaster, aber so etwas würde ich auch für eine gute Lösung halten.
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Andre Peschke
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Re: Die Crysis-Krise (ft. Jürgen Krauß)

Beitrag von Andre Peschke » 8. Nov 2019, 21:14

Herrmann hat geschrieben:
8. Nov 2019, 20:46
Wie wäre es mit einem "Vorwort" zur sonst guten Folge?
Bissl schwierig. "Hey, das hier fanden wir nicht okay so. Hier ist es wieder, aber wir sagen euch vorher, dass es nicht okay ist!". ^^

Ich glaub, da machen wir dann nur nochmal den gleichen Fehler und versuchen was zu retten, das nicht gut zu retten ist. Man kann die Passage ja auch leider nicht schneiden, weil das ja der zentrale Punkt der Anekdote ist.

Andre

Voigt
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Re: Die Crysis-Krise (ft. Jürgen Krauß)

Beitrag von Voigt » 8. Nov 2019, 21:28

An sich ist die Folge ja auch nicht ausm Internet gelöscht, auch wenn jetzt ThePod sich das eventuell wünschen würde.

Keine Ahnung wie es die Smartphone Podcast Clienten machen, ob die die Folgen jetzt wieder rauslöschen, wo die auch ausm Feed raus ist, oder einfach liegen lassen bis man die selber manuell löscht.
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Textsortenlinguistik
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Re: Die Crysis-Krise (ft. Jürgen Krauß)

Beitrag von Textsortenlinguistik » 8. Nov 2019, 21:54

Puh, es ist euer Hausrecht die Folge offline zu nehmen, aber ich empfinde das auch als überzogen.
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Pod-Admin
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Re: Die Crysis-Krise (ft. Jürgen Krauß)

Beitrag von Pod-Admin » 8. Nov 2019, 21:58

Jochen hier.

Das Problem der Folge ist ein fundamentales: Der rassistische Humor wird weder kritisch hinterfragt noch kritisch eingeordnet, sondern kumpelhaft als "haha, so war das damals eben"-Anekdote durchgewunken*. Und das geht nicht. Das ist zu wenig.

Wenn laut Gast vier redaktionelle Kontrollinstanzen bei der PC Action offenbar keine Einwände gegen primitiv-rassistischen Scheißdreck hatten, dann ist es verdammt nochmal unsere journalistische Pflicht, zu fragen, wie zum Teufel so etwas eigentlich passieren konnte. Warum schrieben Menschen, die keine Rassisten sind oder waren, trotzdem rassistischen Quatsch - und wie rechtfertigten sie das vor sich selbst? Das hätte die Folge mindestens leisten müssen. Stattdessen entlässt sie dumme Türken-Witze durch die Hintertür von "heute würde man das ja nicht mehr schreiben". Das ist zu wenig. Das beschämt mich. Hier haben unsere eigenen Kontrollmechanismen versagt.

Die Folge ist nicht offline, weil sie Gegenwind bekam. Sie ist offline, weil sie im Kontext unserer eigenen journalistischen Standards nie hätte online gehen dürfen. Prinzipien sind nur etwas wert, wenn man sich auch dann daran hält, wenn sie unangenehm werden.

* Es ist mir natürlich klar, dass Sebastian nichts durchwinken will. Dass sein Lachen häufig ungläubiges Erstaunen und keine Zustimmung ist. Aber ich kenne Sebastian jetzt schon seit vielen Jahren und kann die Nuancen einordnen. Das muss für den "normalen" Hörer nicht gleichermaßen gelten. Ich weiß, wie es intendiert war, und dass die Intention keine boshafte war, im Gegenteil. Aber Intention und Wirkung sind leider nicht das selbe.

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Gawain
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Re: Die Crysis-Krise (ft. Jürgen Krauß)

Beitrag von Gawain » 8. Nov 2019, 22:39

Andre Peschke hat geschrieben:
8. Nov 2019, 20:31
Also: Ich hab mir das jetzt nochmal angehört und muss inzwischen zugeben, dass ich euch recht gebe. Ich hab's dann nochmal Jochen hören lassen, der da bisher noch nicht beteiligt war, und der war auch der Ansicht: wir nehmen das offline.
Pod-Admin hat geschrieben:
8. Nov 2019, 21:58
Das Problem der Folge ist ein fundamentales: Der rassistische Humor wird weder kritisch hinterfragt noch kritisch eingeordnet, sondern kumpelhaft als "haha, so war das damals eben"-Anekdote durchgewunken*. Und das geht nicht. Das ist zu wenig.
Die Folge ist nicht offline, weil sie Gegenwind bekam. Sie ist offline, weil sie im Kontext unserer eigenen journalistischen Standards nie hätte online gehen dürfen. Prinzipien sind nur etwas wert, wenn man sich auch dann daran hält, wenn sie unangenehm werden.
Danke und tausend Mal Danke euch beiden! Das ist die Art Reaktion auf Rassismus, die ich mir von so vielen Menschen wünschen würde. Mit einer klar formulierten Grenze, mit Selbstkritik (ich selbst habe auch schon ungewollt rassistisch und sexistisch agiert - ich bin ein weißer Mann, die Chance, dass ich das nie getan hätte, lag bei exakt 0%), mit Konsequenzen, mit einem Zeichen, was okay ist, und was nicht.
Mit erstarkender AfD und "Das wird man ja wohl noch sagen dürfen" auch in den großen Leitmedien war ich in letzter Zeit so verzweifelt, und heute kann ich mal wieder durchatmen und ans Gute glauben.

Danke. Wirklich. Tausend Mal Danke!

-------------
Pod-Admin hat geschrieben:
8. Nov 2019, 21:58
Es ist mir natürlich klar, dass Sebastian nichts durchwinken will. Dass sein Lachen häufig ungläubiges Erstaunen und keine Zustimmung ist. Aber ich kenne Sebastian jetzt schon seit vielen Jahren und kann die Nuancen einordnen. Das muss für den "normalen" Hörer nicht gleichermaßen gelten. Ich weiß, wie es intendiert war, und dass die Intention keine boshafte war, im Gegenteil. Aber Intention und Wirkung sind leider nicht das selbe.
Dem will ich auch zustimmen. Ich unterstelle Sebastian für die Gesprächsführung auch gar keine böse Absicht - das ist ein Gespräch, wie es ständig geführt wird, weil man oft gar nicht bemerkt, was für eine Dynamik da entsteht. Und dass er solche Ressentiments nicht vertritt oder gut findet, weiß jeder, der euch und ihm seit Jahren zuhört, eben weil er so etwas sonst nicht sagt.

Meine Kritik galt da eher der Relativierung der Folge trotz Kritik. Und meine Kritik war auch harsch und teils zu hart formuliert euch gegenüber - das tut mir leid. Ich hätte da mal durchatmen sollen und nicht im Moment, in dem die Folge endete, hier schreiben sollen.

-------------
Pod-Admin hat geschrieben:
8. Nov 2019, 21:58
Prinzipien sind nur etwas wert, wenn man sich auch dann daran hält, wenn sie unangenehm werden.
Ich möchte dieses Zitat von Jochen nochmal hervorheben. So geht Zivilcourage, so gehen Prinzipien (idealerweise).

DANKE!

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Gawain
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Re: Die Crysis-Krise (ft. Jürgen Krauß)

Beitrag von Gawain » 8. Nov 2019, 22:46

SebastianStange hat geschrieben:
8. Nov 2019, 17:41
Hey Gawain! Boah, deine Reaktion und deine Interpretation des Podcasts empfinde ich schon als etwas hart. Mein Lachen angesichts des Extrakastens war nicht Zustimmung, war kein "Ja, genau richtig", sondern eher Fassungslosigkeit. Gepaart mit Erstaunen.
Moin Sebastian. ich will mich da auch für den Ton ein wenig entschuldigen - nach so vielen Jahren guter Arbeit war das too much. In der Sache bleibe ich bei jedem Wort, aber der Ton war nicht okay. Der Post entstand direkt nach dem Hören der Folge, da hätte ich dann doch nochmal durchatmen sollen und ein wenig abwarten.. sorry!
Dass du den Ressentiments nicht zustimmst, sie nicht selbst vertrittst, weiß ich - ich war viel mehr enttäuscht davon, dass du nicht Stop gesagt hast, keine Grenze gezogen hast, die Folge online belassen hast.. was alles deine Entscheidung ist und dein gutes Recht! Ich fand es nur schade.
SebastianStange hat geschrieben:
8. Nov 2019, 17:41
Und es heute scharf zu verurteilen, das wäre doch auch irgendwie Heuchelei. Ich hab schließlich mitgemacht. Und mir, wie alle anderen auch, damals nix dabei gedacht.
Wenn es Heuchelei wäre, seine vergangenen problematischen Äußerungen im Nachhinein kritisch zu hinterfragen und da auch Position zu beziehen, könnte kein weißer Mensch je Rassismus verurteilen, und niemand könnte Selbstkritik üben. Es ist doch gerade wichtig, auch sich selbst kritisch zu hinterfragen. Das muss ja nicht öffentlich sein, aber wenn die Sprache so drauf kommt, wenn die Situation quasi wiederkommt wie hier im Gespräch, wäre das ja die Chance, sich anders zu entscheiden als damals und sich kritisch zu äußern.
SebastianStange hat geschrieben:
8. Nov 2019, 17:41
Da waren Frauen- oder Fremdenhass nicht die Triebfeder dahinter. Motiviert hat uns lediglich der möglichst krasse Effekt, die Grenzüberschreitung.
Das weiß ich, etwas anderes hätte ich dir nie unterstellt! Das Problem ist eher, dass das eben dadurch normalisiert wird. Dass solche Äußerungen positiv konnotiert werden, wenn man sie als "mutige" oder jedenfalls "lustige" "Grenzüberschreitung" darstellt. Dann hätten solche Äußerungen ja einen positiven Effekt.
Und Entrenchment sei Dank graben sich solche Äußerungen ins Gehirn, und durch Wiederholung solcher "Witze" werden solche Ressentiments normalisiert, als "das wird man ja wohl noch sagen dürfen" skizziert, als nicht schlimm. Sie sollten aber ja schlimm sein.

Danke, dass du so ruhig auf meine doch sehr wütende Nachricht reagiert hast, und der Ton tut mir leid!

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Gawain
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Re: Die Crysis-Krise (ft. Jürgen Krauß)

Beitrag von Gawain » 8. Nov 2019, 22:52

Peninsula hat geschrieben:
8. Nov 2019, 17:51
Ich möchte in dem Zusammenhang noch an die Vavra-Diskussion erinnern
Bin da völlig deiner Meinung!

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toxic_garden hat geschrieben:
8. Nov 2019, 19:02
Bei 90% deines Beitrags habe ich nur müde gelächelt, aber "nehmt die Folge vom Server und entschuldigt euch öffentlich"? Srsly? Weil die Welt gefälligst deinem moralischen Imperativ zu folgen hat? Get your shit together.
Wenn du bei Kritik an Rassismus nur müde lächelst und mit "get your shit together" meinst, dass rassistische Folgen natürlich online bleiben sollten, haben wir einander glaub ich nicht viel zu sagen :)

--------------
Leonard Zelig hat geschrieben:
8. Nov 2019, 18:32
Mir war die PC Action immer zu niveaulos, aber ich glaube nicht, dass die Redakteure dort Rassisten waren. (...) Vielleicht war man da 2007 einfach zu naiv und gutgläubig, als man dachte Rassismus sei kein gesamtgesellschaftliches Problem mehr, sondern etwas über das man sich lustig machen kann.
Du hast mich da missverstanden - meine Kritik galt nicht der PC Action von 2007. Also doch, klar, das Blatt war eine Katastrophe, und sollte einfach vergessen werden.
Meine Kritik galt aber den Äußerungen von 2019, der (nicht vorhandenen) Einordnung des damaligen Vorfalls, der ausbleibenden Rassismus-Bezeichnung, der Kritik daran, wie damals vier Leute das durchlassen konnten.. das, was Jochen schrieb also. Dass die PC ACtion so war, ist das eine, und darüber kann man auch berichten. Die Frage ist nur, wie man darüber berichtet.

Leonard Zelig hat geschrieben:
8. Nov 2019, 18:32
Eine Sonntagsfolge zum Thema Rassismus in der Gamerszene mit beispielsweise Wolfgang als Gast wäre sicher nicht verkehrt, aber ich glaube da sollte man lieber auf die Entwicklungen der letzten Jahre schauen und jetzt hier nicht auf Sebastian und seine Folge als Sündenbock draufhauen. Gibt da einen guten Artikel aus dem Jahr 2014 zum Thema #GamerGate bei Deadspin
Absolut deiner Meinung!

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Leonard Zelig
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Re: Die Crysis-Krise (ft. Jürgen Krauß)

Beitrag von Leonard Zelig » 8. Nov 2019, 23:04

Voigt hat geschrieben:
8. Nov 2019, 21:28
An sich ist die Folge ja auch nicht ausm Internet gelöscht, auch wenn jetzt ThePod sich das eventuell wünschen würde.

Keine Ahnung wie es die Smartphone Podcast Clienten machen, ob die die Folgen jetzt wieder rauslöschen, wo die auch ausm Feed raus ist, oder einfach liegen lassen bis man die selber manuell löscht.
Bei Patreon kann man sie noch herunterladen, hab ich gerade mal ausprobiert.
"The whole problem with the world is that fools and fanatics are always so certain of themselves, but wiser people so full of doubts."

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Re: Die Crysis-Krise (ft. Jürgen Krauß)

Beitrag von Andre Peschke » 8. Nov 2019, 23:17

Leonard Zelig hat geschrieben:
8. Nov 2019, 23:04
Bei Patreon kann man sie noch herunterladen, hab ich gerade mal ausprobiert.
Ah, stimmt, thx. Fixed.

Andre

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Desotho
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Re: Die Crysis-Krise (ft. Jürgen Krauß)

Beitrag von Desotho » 8. Nov 2019, 23:40

Eieieie .. bin ja froh dass ich sie schon gehört habe. Was hier mal wieder abgeht ...
El Psy Kongroo

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Re: Die Crysis-Krise (ft. Jürgen Krauß)

Beitrag von Gawain » 8. Nov 2019, 23:43

Desotho hat geschrieben:
8. Nov 2019, 23:40
Eieieie .. bin ja froh dass ich sie schon gehört habe. Was hier mal wieder abgeht ...
Rassismus verharmlosen ist jetzt nicht so super..

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schneeland
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Re: Die Crysis-Krise (ft. Jürgen Krauß)

Beitrag von schneeland » 9. Nov 2019, 00:01

Korrekt. Aber man muss auch nicht jedes Mal die ganz große Keule auspacken. Aber das hatten wir ja vorher schon.
Ich halte die Entfernung für Überzogen und bin umgekehrt sogar ein bisschen enttäuscht, dass so eine Folge nicht einfach als Ausweis einer anderen und weniger sensiblen Zeit stehen bleiben kann. Aber wenn sich das The Pod-Team nicht mit der Folge wohlfühlt, dann ist es selbstverständlich ihr gutes Recht, sie offline zu nehmen.
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Gawain
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Re: Die Crysis-Krise (ft. Jürgen Krauß)

Beitrag von Gawain » 9. Nov 2019, 00:07

schneeland hat geschrieben:
9. Nov 2019, 00:01
Korrekt. Aber man muss auch nicht jedes Mal die ganz große Keule auspacken. Aber das hatten wir ja vorher schon.
Ich halte die Entfernung für Überzogen und bin umgekehrt sogar ein bisschen enttäuscht, dass so eine Folge nicht einfach als Ausweis einer anderen und weniger sensiblen Zeit stehen bleiben kann. Aber wenn sich das The Pod-Team nicht mit der Folge wohlfühlt, dann ist es selbstverständlich ihr gutes Recht, sie offline zu nehmen.
Das Problem war ja gar nicht, dass das damals geschrieben wurde. Darüber kann und sollte man ja berichten.
Das Problem war doch, dass die beiden Gesprächspartner 2019 keine Einordnung vornahmen. Dass das nicht als rassistisch benannt wurde. Dass da nicht vorkam, dass die Yerlis zurecht sauer waren. Dass solche rassistischen Witze zurecht heute nicht mehr verwendet würden. Dass beim "Ehrenmord"-"Witz" nicht Stop gesagt wurde. Dass kein Widerspruch auf "Das waren ja gar keine schlimmen Äußerungen, und nach einer Entschuldigung hätte das für die Yerlis auch gut sein sollen!" folgte. Dass der ganze Rassismus von damals aus heutiger Sicht keinen Widerspruch erfuhr.
Das Problem war nicht der Rassismus 2007.
Das Problem war der Rassismus 2019.

Und komplett rassistische Äußerungen online zu lassen, als "lustige Anekdotenfolge, das war ja nicht schlimm, hätte auch mal gut sein sollen für die Yerlis!", wäre schlicht inakzeptabel.
Eine Folge mit einem journalistischen Bericht über das Geschehen damals, der herausstellt, dass das vielleicht doch schlimm war, und rassistisch, und so auch damals inakzeptabel war, könnte ja sehr gut online sein.

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Jon Zen
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Re: Die Crysis-Krise (ft. Jürgen Krauß)

Beitrag von Jon Zen » 9. Nov 2019, 00:59

Gawain hat geschrieben:
9. Nov 2019, 00:07
Dass der ganze Rassismus von damals aus heutiger Sicht keinen Widerspruch erfuhr.
Das Problem war nicht der Rassismus 2007.
Das Problem war der Rassismus 2019.
Der Folge aktiven Rassismus vorzuhalten, ist zu hart.

Letztlich handelt das Gespräch über eine Nacherzählung von "Witzen", die damals als übertrieben klischeebedienend verstanden werden wollten, aber als Rassismus von den Yerlis und auch heute als verletzend bis rassistisch wahrgenommen wurden/werden. Deswegen kann ich auch deine Reaktion nachvollziehen, nur eben nicht in dieser Schärfe, weil es wichtig ist, zu differenzieren.

Ob man solche Witze machen kann, hängt mit der Gesundheit der Gesellschaft zusammen. In Zeiten, wo auf der ganzen Welt rassistische Parteien erstarken oder regieren, stellt eine Übertreibung dieser Aspekte (die "Witze" haben Klischees weiter übertrieben) keinen Humor mehr dar, weil man sich als normal denkender Mensch vermeiden möchte, solche Parteien auch nur passiv zu tolerieren. In den 2000ern dachten wir, dass wir schon weiter wären, waren wir aber nicht. Trotzdem waren sie auch schon damals dumm.
Gäbe es in unserer Gesellschaft keine Diskriminierung mehr, könnte man Witze über das Äußere machen, ohne dass sie geschmacklos oder verletzend sein müssten. Aber auch dann bestünde wieder die Gefahr, dass man die Diskriminierung in einer nächsten Generation damit wiederbeleben könnte... Das ist eine extrem komplexe Thematik.
Zuletzt geändert von Jon Zen am 9. Nov 2019, 04:40, insgesamt 1-mal geändert.
https://steamcommunity.com/id/Jon-Zen/ | Unsere Biervorräte schwinden dahin, Sire!

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screamingblood
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Re: Die Crysis-Krise (ft. Jürgen Krauß)

Beitrag von screamingblood » 9. Nov 2019, 01:18

... ein Vorschlag zur Güte? Können wir einfach alle kurz durchatmen, uns einig sein, dass hier niemand The Pod und schon gar nicht Sebastian für rassistisch hält und es einfach nur unterschiedliche Wahrnehmungen darüber gab, wie schlimm die fehlende Reflexion in der Sendung war? (Zumal ich schon beim Hören das Gefühl hatte, dass es Sebastian unangenehm war, aber er sich da vielleicht genau so in dem Format gefangen sah, wie ich es für ein schwieriges für eine detailierte, kritische Reflexion halte.) Ja, auch ich hätte mir da zumindest einen kritischen Satz oder zwei gewünscht, und vollständige Zitate aus heutiger (und eigentlich auch damaliger - aber es sollte halt alles furchtbar edgy-witzig sein, dass das keine Absicht war, sollte auch klar sein...) Sicht schlichtweg rassistischer Witze wären auch schön gewesen, wenn die draußen geblieben wären, aber darum ist die Folge ja nun auch gelöscht. Sebastian hat hoffentlich nicht zu sehr auf den Deckel gekriegt, da stelle ich mich zur Not auch schützend davor, gegen Peschke und Gebauer komm ich an ( :ugly: ), alle drei haben aus der Situation etwas mitgenommen, und wenn wir ganz viel Glück haben, gibt es ja auch bald mal eine "Heft in die Hand"-Folge zur PCA mit Ex-Autoren und einer wirklich kritischen Einordnung. Ich würde die gespannt hören und mich freuen, da einen detailierten Einblick zu bekommen, wie zum Geier solche Sachen damals durchrutschen konnten.

Und jetzt bitte, bitte, Frieden, Leute, wir streiten hier doch nicht über "Rassismus" und "kein Rassismus", sondern nur über die Frage, wie verständlich es ist, dass man in so einem Format ggf. ad hoc nicht die richtigen kritischen Worte findet. Und Gawain hat sich für den überzogenen Tonfall im ersten Post bereits entschuldigt, also begraben wir das Kriegsbeil?

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