[Sammelthread] Das Magazin mit Sebastian

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Vinter
Foul Tarnished
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[Sammelthread] Das Magazin mit Sebastian

Beitrag von Vinter »

Hallo,

hier einmal der Sammelthread für das Magazin mit Sebastian. Viel Spaß!
Ankündigungssaison 2021:

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Ricer
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Re: [Sammelthread] Das Magazin mit Sebastian

Beitrag von Ricer »

Hallo Pod-Team,

wieso habt ihr euch gegen den Zugriff auf die Primärquelle der Studie "Growing Up with Grand Theft Auto: A 10-Year Study of Longitudinal Growth of Violent Video Game Play in Adolescents" entschieden? Als Podcast hinter einer Paywall fand ich die Kritik des "Versteckens von Daten" hinter einer "deftigen" Paywall etwas merkwürdig. 59 Dollar sollten doch kein Problem für das Projekt sein und alle Fragen, die Sebastian hatte, hätten geklärt werden können, anstatt sich nur auf Sekundärquellen und das Abstract zu beziehen.

Viele Grüße!

Sub-N-Casbar
Beiträge: 4
Registriert: 11. Feb 2018, 14:04

Re: [Sammelthread] Das Magazin mit Sebastian

Beitrag von Sub-N-Casbar »

Hallo,

die Tatsache, dass sich Herr Stange in der neuesten Ausgabe des Magazins "fast schon einen Fortbestand illegaler Geschäftspraktiken", die gegen geltendes EU-Recht verstossen, wünscht, finde ich doch arg befremdlich.
Ich hoffe im Team denken nicht alle so.

Rigolax
Beiträge: 342
Registriert: 20. Feb 2018, 15:53

Re: [Sammelthread] Das Magazin mit Sebastian

Beitrag von Rigolax »

Wenn ich das richtig verstehe, erstreckt sich das Geblocking-Verbot in der EU (bzw. dem EWR) aktuell eh (noch) nicht auf rein digitale Käufe mit Urheberrechtsbezug (also Streaming, E-Books, Games in Shops wie Steam (und rein online vertriebene Keys?)) (vgl. etwa https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Sac ... -node.html oder https://www.consilium.europa.eu/de/poli ... -blocking/).

Bei den Strafen hier ging es ja wohl um kartellrechtlich-vertragliche Absprachen zum Etablieren von Blocking, wohl (primär?) auch im Trägermedien-Kontext (also Boxed/Retail). Aber ich hab das nicht 100% durchblickt, ehrlich gesagt, finde den Fall insgesamt (noch) recht verwirrend, auch vielleicht, weil Mitarbeiter der EU-Komission so zitiert werden, dass es primär als Sieg für Verbraucher dargestellt wird und die Sache damit einen Spin bekommt. (Hier die Meldung der Kommission: https://ec.europa.eu/commission/pressco ... /ip_21_170)

Direkt auf Steam findet noch Preisdifferenzierung innerhalb der EU statt. So zahlt man in der polnischen Region für Cyberpunk 2077 aktuell 199,00zł, umgerechnet etwas unter 44€: https://steamdb.info/app/1091500/ In der tschechischen Region bezahlt man interessanterweise aber in Euro und da auch den Standardpreis von fast 60€ offenbar. Früher gab es ja mehrere €-Regionen auf Steam, seitdem diese weg sind, wird wohl dort nur noch preislich differenziert, wenn es (noch) eine eigene Währung gibt. Inwiefern das auf rechtlichen Erwägungen basiert oder nicht vorauseilender Gehorsam ist, der €-Preis ggf. besonders reguliert wird, weiß ich nicht, scheint mir etwas merkwürdig alles.

Also grundsätzlich stimme ich aber zu, dass es für entsprechende Staaten mit geringerer Durchschnittskaufkraft (auch z.B. Portugal), gelinde gesagt, suboptimal ist, wenn sie Preise wie in Deutschland hinblättern müssen. Also wenn das der Effekt oder nur Nebeneffekt der Single-Digital-Market-Doktrin ist, weiß ich nicht, ob’s das so wert ist.

Sub-N-Casbar
Beiträge: 4
Registriert: 11. Feb 2018, 14:04

Re: [Sammelthread] Das Magazin mit Sebastian

Beitrag von Sub-N-Casbar »

Es sagt ja niemand, dass in Portugal die Preise erhöht werden müssen. Sie könnten ja auch in Deutschland billiger werden.

Vielleicht wäre das ganze Thema mal eine eigenständige Diskussion wert. The Panel ?!?

Rigolax
Beiträge: 342
Registriert: 20. Feb 2018, 15:53

Re: [Sammelthread] Das Magazin mit Sebastian

Beitrag von Rigolax »

Sub-N-Casbar hat geschrieben:
25. Jan 2021, 17:25
Es sagt ja niemand, dass in Portugal die Preise erhöht werden müssen. Sie könnten ja auch in Deutschland billiger werden.

Vielleicht wäre das ganze Thema mal eine eigenständige Diskussion wert. The Panel ?!?
Ändert doch aber nichts daran, dass die Preise die wirtschaftlichen Realitäten dennoch ignorieren würden, selbst wenn es insgesamt billiger wäre, also tendenziell es weiterhin unfair wäre, selbst wenn ein AAA-Spiel EU/EWR-weit 40€ zu Release kosten würde, weil 40€ im Schnitt in DE weniger „wert“ sind als in Polen oder Portugal.

Solange der Preis auch nicht regelrecht diktiert wird, wird sich tendenziell an den Wirtschaftsräumen mit höherer Kaufkraft orientiert werden; da sind die weniger stark situierten Länder außen vor, sowohl bevölkerungsmengenmäßig als auch in Bezug auf deren Kaufkraft. Wenn jetzt aber China Teil des EWR wäre und man einen einzelnen Preis insgesamt festsetzen würde, dann würde es wohl billiger werden für alle.

Ich bin eigentlich Pro-EU, find den europäischen Gedanken super, aber mir ist schleierhaft, was das bringt, ob hier nicht Realitäten aus ideellen Gründen ignoriert werden. Mir ist dahingehend auch nicht klar, was der Einwand an dem eingangs wiedergegeben Zitat ist: Was legal/illegal ist, muss ja auch nicht per se gut/schlecht sein im Sinne einer Moral (Kohlberg?).

Aber ja, bietet vermutlich genug Stoff für eine eigene Diskussion.

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Gonas
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Registriert: 2. Okt 2016, 14:47

Re: [Sammelthread] Das Magazin mit Sebastian

Beitrag von Gonas »

Sub-N-Casbar hat geschrieben:
25. Jan 2021, 17:25
Es sagt ja niemand, dass in Portugal die Preise erhöht werden müssen. Sie könnten ja auch in Deutschland billiger werden.

Vielleicht wäre das ganze Thema mal eine eigenständige Diskussion wert. The Panel ?!?
Werden sie aber nicht, ziemlich sicher. Heißt es können sich schlicht weniger Leute Spiele kaufen.

Und wenn sie diese nicht mehr kaufen können beziehen sie diese illegal was noch deutlich 'schlimmer' wäre als sie durch Geoblocking günstiger zu erwerben. Man muss persönlich nicht mit jedem Gesetz mitgehen, man kann sie auch kritisch sehen und verstehen, dass andere sie nicht berücksichtigen.

Das heißt natürlich nicht, dass man dies selbst aktiv unterstützt oder betreibt. Verstehe Stange da sehr gut.

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bluttrinker13
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Re: [Sammelthread] Das Magazin mit Sebastian

Beitrag von bluttrinker13 »

Ricer hat geschrieben:
8. Jan 2021, 22:01
Hallo Pod-Team,

wieso habt ihr euch gegen den Zugriff auf die Primärquelle der Studie "Growing Up with Grand Theft Auto: A 10-Year Study of Longitudinal Growth of Violent Video Game Play in Adolescents" entschieden? Als Podcast hinter einer Paywall fand ich die Kritik des "Versteckens von Daten" hinter einer "deftigen" Paywall etwas merkwürdig. 59 Dollar sollten doch kein Problem für das Projekt sein und alle Fragen, die Sebastian hatte, hätten geklärt werden können, anstatt sich nur auf Sekundärquellen und das Abstract zu beziehen.
Ist ja eigentlich nicht mehr Thema, da der Artikel nun open source ist, aber hier noch mal ein Hinweis für die Zukunft, wenn wieder ein relevanter Artikel hinter einer Verlagspaywall liegt:
Fix mal die Autoren anschreiben und um einen preprint oder ein pdf bitten. Wenn die Chancen auf publicity haben, sagen die wenigsten Nein, und man bekommt vom Verlag nach publication immer ein Kontingent freier prints zum Verschicken an Kollegen und andere.

( Das wäre imo besser, als den gierigen Verlagen in der Wissenschaftsbranche noch Geld zusätzlich in den Rachen zu schmeissen. Die verdienen nämlich schon mehr als genug, mit ihren University-subscriptions, ohne viel dafür zu tun. Spreche aus Erfahrung. ;) )

Gamdlaf der Blaue
Beiträge: 23
Registriert: 23. Dez 2017, 00:01

Re: [Sammelthread] Das Magazin mit Sebastian

Beitrag von Gamdlaf der Blaue »

Sub-N-Casbar hat geschrieben:
25. Jan 2021, 14:55
Hallo,

die Tatsache, dass sich Herr Stange in der neuesten Ausgabe des Magazins "fast schon einen Fortbestand illegaler Geschäftspraktiken", die gegen geltendes EU-Recht verstossen, wünscht, finde ich doch arg befremdlich.
Fand diesen Teil auch etwas seltsam. Mein frei verfügbares Haushaltseinkommen ist auch unter dem genannten Betrag - ist das jetzt ein Grund für mich, für Spiele weniger zu bezahlen?

Finde aber auch die Regelung wie sie mir hier erklärt wurde befremdlich. In einem IKEA in Tschechien kostet die gleiche Sperrholzplatte weniger als in Österreich, in Dänemark kostet Netflix mehr als in Spanien. Ist das etwa alles nicht legal?

Edit: Okay, habe nochmal reingehört und es geht ums Geoblocking. Die Tischplatte verstehe ich jetzt. Aber beim Netflix-Beispiel ist mir der Unterschied nicht ganz klar.

Rigolax
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Re: [Sammelthread] Das Magazin mit Sebastian

Beitrag von Rigolax »

Gamdlaf der Blaue hat geschrieben:
25. Jan 2021, 19:45
Die Sperrholzplatte darf in dem Brick-and-Mortar-IKEA in Tschechien weniger kosten als in Österreich, sobald der IKEA die Platte aber in einem Online-Shop zum Versand anbietet, dürfen Kunden aus Österreich nicht per Geoblocking daran gehindert werden, zu den preislichen Konditionen einzukaufen, die für Kunden aus Tschechien gelten (man muss also die Wahl haben, wie ein Tscheche behandelt zu werden als Österreicher). (EDIT: Abgesehen von zusätzlichen Versandkosten vermutlich, also ich meinte den Preis der Platte an sich)

Bei Netflix gibt es afaik noch keine solchen strikten Regeln wie beim Tischplattenversandbeispiel, man muss aber als Spanier, der sich zeitlich begrenzt in Dänemark aufhält, sein spanisches Netflix-Abo aktuell weiter nutzen dürfen.

Zum anderen Punkt: Hängt vermutlich damit zusammen, dass eine Person in einem Land A genau dieselbe (relative) Wirtschaftsleistung verrichten könnte wie eine Person im Land B, beide aber rein aufgrund ihrer Lokalität nur unterschiedlich auf Konsumgüter zugreifen könnten. Das scheint intuitiv ja unfair, also im kapitalistischen Sinne, I guess.

Gamdlaf der Blaue
Beiträge: 23
Registriert: 23. Dez 2017, 00:01

Re: [Sammelthread] Das Magazin mit Sebastian

Beitrag von Gamdlaf der Blaue »

Rigolax hat geschrieben:
25. Jan 2021, 20:28

Bei Netflix gibt es afaik noch keine solchen strikten Regeln wie beim Tischplattenversandbeispiel, man muss aber als Spanier, der sich zeitlich begrenzt in Dänemark aufhält, sein spanisches Netflix-Abo aktuell weiter nutzen dürfen.
Mein Wissensstand ist der, dass man das Netflix-Angebot aufrufen kann, in welchem Land man sich befindet. Die kurze Google Suche "netflix vpn" scheint das zu bestätigen.
Also werden einem Dänen, der nach Spanien fährt, seine teureren Inhalte temporär geblockt. Und ich kann als Österreicher für den gleichen Abopreis nicht dieselben Inhalte aufrufen, wie ein zB Italiener.
Vielleicht stehe ich am Schlauch, aber ein Gesetz, dass es verbietet für einen Inhalt unterschiedliche Preise anzubieten ohne hier Anstoß zu nehmen wirkt schon absurd. Wenn Valve jetzt ein Bundle aus einem Spiel und 2 Pacman-Klonen macht und die regional in unterschiedlichen Konstellationen anbietet, müsste es sich doch die Millionenstrafen sparen können?

Rince81
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Re: [Sammelthread] Das Magazin mit Sebastian

Beitrag von Rince81 »

Gamdlaf der Blaue hat geschrieben:
26. Jan 2021, 00:45
Mein Wissensstand ist der, dass man das Netflix-Angebot aufrufen kann, in welchem Land man sich befindet.
Genau das ist der Fall.
Die "Gesendet von meinem HTC11 Life mit Tapatalk"-Signatur

Rigolax
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Re: [Sammelthread] Das Magazin mit Sebastian

Beitrag von Rigolax »

Gamdlaf der Blaue hat geschrieben:
26. Jan 2021, 00:45
(...) Also werden einem Dänen, der nach Spanien fährt, seine teureren Inhalte temporär geblockt. (...)
Der Däne muss sein dänisches Abo mit dänischen Inhalten temporär in Spanien weiternutzen können, soweit ich weiß.

Aus dem Netflix-FAQ (fett von mir):
Wenn Sie in ein anderes Land ziehen, in dem Netflix angeboten wird, gibt es einige Dinge zu berücksichtigen (...) Wenn Sie von einem Land in der Europäischen Union in ein Land außerhalb der Europäischen Union umziehen, werden Sie vielleicht feststellen, dass sich die zur Verfügung stehenden Auswahlmöglichkeiten ändern. In Ländern der Europäischen Union bieten wir Ihnen für einen begrenzten Zeitraum die gleichen Inhalte an wie in Ihrem vorherigen Heimatland.
https://help.netflix.com/de/node/24853
Gamdlaf der Blaue hat geschrieben:
26. Jan 2021, 00:45
(...) Vielleicht stehe ich am Schlauch, aber ein Gesetz, dass es verbietet für einen Inhalt unterschiedliche Preise anzubieten ohne hier Anstoß zu nehmen wirkt schon absurd. Wenn Valve jetzt ein Bundle aus einem Spiel und 2 Pacman-Klonen macht und die regional in unterschiedlichen Konstellationen anbietet, müsste es sich doch die Millionenstrafen sparen können?
So wie ich den Status quo verstehen, darf je nach EU/EWR-Staat auf Steam für dasselbe Angebot ganz unterschiedlich viel verlangt werden: rein hypothetisch also bei einem AAA-Spiel in Ungarn 1/3 des Preises in Schweden und dabei auch der Store-Regionswechsel mittels Geoblocking aktiv zu verhindern versucht werden. Steam fällt afaik (aktuell) nicht unter die Digital-Single-Market-Regelung, da es als rein digitaler audiovisueller Anbieter (noch) ausgenommen ist.

Wäre Steam ein Online-Versandhändler von Spielen auf Trägermedien, dürften sie nicht je nach festgestelltes Herkunftsland des Kunden unterschiedlich viel Geld für dasselbe Produkt verlangen bzw. genauer gesagt, per Geoblocking verhindern, dass sich Kunden das beste Angebot raussuchen. Man darf dabei wohl auch nicht nach bloßen Zugang zu Produkten diskriminieren ohne höheren Grund (beispielsweise Unzulässigkeit des Produkts in einem bestimmten Land), eine Umgehung mit solchen Bundles wäre also wohl nicht möglich, da auch schon per se unzulässig.

(EDIT: Zur Klarheit noch vielleicht: Bei den EU-Kommissionsstrafen nun ging es ja um geoblockte Keys bzw. Verträge/Absprachen zum Geoblocking von Keys, siehe auch meinen Post weiter oben. Ist alles wohl etwas diffizil.)

MikeMike
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Re: [Sammelthread] Das Magazin mit Sebastian

Beitrag von MikeMike »

Wer sich für die Begründung der EU-Komission interessiert, dem sei die Lektüre der von Sebastian verlinkten Pressemitteilung in den Shownotes empfohlen.

Letztlich ist das verbot von geoblocking innerhalb des EWR ein konsequenter Schritt. Wenn zum Beispiel öffentliche Bauvorhaben europaweit ausgeschrieben werden (müssen), macht man sich ja auch das innereuropäische Lohngefälle zunutze.

Auf lange Sicht betrachtet kann das Projekt Europa aus meiner Sicht nur funktionieren, wenn sich das Wohlstands und Lohnnievau in den Mitgliedsländern harmonisiert (was sicherlich nicht jedem gefallen wird). Wenn die Lebenshaltungskosten überall gleich sind, dann können auch alle nur noch für den gleichen Lohn arbeit anbieten, was wiederum dazu führt, dass es egal ist von wo in der EU die Arbeit angeboten wird.

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lipt00n
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Re: [Sammelthread] Das Magazin mit Sebastian

Beitrag von lipt00n »

Das Magazin hat sich von meinem least favorite zu meinem Lieblingsformat gemausert, weil ich die durchschnittliche Länge gut finde und das super in meinen Alltag passt. Außerdem ist dieser News-Querschlag immer sehr interessant.

Danke Sebastian, bitte weiter so =)
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JPS
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Re: [Sammelthread] Das Magazin mit Sebastian

Beitrag von JPS »

Bin ich eigentlich der Einzige, der sich an den persönlichen Einschätzungen von Sebastian zu verschiedenen Themen stört?

In Folge #99 z.B. daran wie er ausführt, dass die PS3/PSP/Vita-Store Abschaltung für die meisten Kunden ohnehin kein Problem wäre und es eher ums Prinzip geht.

Beim Thema mit der CMOS-Batterie wiederholt er mehrfach, dass das eher theoretischer/hypothetischer Natur und ein Gedankenspiel ist und das - wenn überhaupt - erst in Jahrzehnten zum tragen kommt, wenn die Konsole "asbach uralt" ist und es nur noch darum geht, dass unser Enkel die Spiele nutzen könnten. Die Sony-Server sind außerdem noch lange Online, wenn wir die Lust an den Spielen schon längst verloren haben.

Als Enthusiast fühle ich mich bei solchen Einschätzungen so als hätte ich mich gerade in einen Mainstream-Talk im Media-Markt verirrt, statt einen Podcast für die Kernzielgruppe abonniert zu haben.

Ich bräuchte diese persönlichen Einschätzungen in einem News-Format jedenfalls nicht.

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Gonas
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Re: [Sammelthread] Das Magazin mit Sebastian

Beitrag von Gonas »

JPS hat geschrieben:
27. Apr 2021, 03:30

Ich bräuchte diese persönlichen Einschätzungen in einem News-Format jedenfalls nicht.
Wenn diese klar als persönliche Einschätzungen zu erkennen sind finde ich das völlig in Ordnung, bei einigen Themen sogar hilfreich.

Und in den genannten Fällen hat er sicherlich Recht. Natürlich wird es eine kleine Gruppe geben die damit ein Problem haben wird, aber die extrem große Mehrheit wird von diesen Problemen nie direkt betroffen sein.

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Re: [Sammelthread] Das Magazin mit Sebastian

Beitrag von Voigt »

Grundsätzlich habe ich nix dagegen, dieses mal fand ich es bloß persönlich auch etwas zu repetativ. Einmal persönliche Meinung sagen ist ja ok, aber drei- oder noch mehrmal finde ich dann leicht störend in einer sonst eher kurz knackigen Newssendung.
Nich so schlimm, dass ich von mir alleine ein Post darüber erstellt wurde, aber da es jetzt angesprochen wurde, auch mal meinen Senf dazugeben.

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JPS
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Re: [Sammelthread] Das Magazin mit Sebastian

Beitrag von JPS »

Gonas hat geschrieben:
27. Apr 2021, 11:08
Und in den genannten Fällen hat er sicherlich Recht. Natürlich wird es eine kleine Gruppe geben die damit ein Problem haben wird, aber die extrem große Mehrheit wird von diesen Problemen nie direkt betroffen sein.
Wird es dadurch aber zu einem "theoretischen Problem" und einem "Gedankenspiel", wovon er dann so sehr überzeugt ist, dass er es direkt mehrfach unterbringen und noch durch Untertreibungen des Ausmaßes "kleinreden" muss? ("bis dahin haben wir ohnehin kein Interesse mehr an den Spielen", "Asbach Uralt", "unsere Enkel", "in Jahrzehnten").

Tatsächlich ist es doch eher so, dass das sobald Sony den Dienst einstellt, was sie jetzt mit dem Vita- und PS3-Store bereits versucht haben und mit dem PSP-Store durchziehen, mit jedem Tag mehr Systeme dem Problem zum Opfer fallen. Und davon sind wir dann durchaus auch selbst betroffen, wenn wir nochmal ein solches Spiel nutzen wollen.

Die Geschichte hat uns durchaus gelehrt, dass Genres einem Wandel unterliegen und nicht jeder persönliche Klassiker eine brauchbare Neuauflage bekommt. Wer z.B. noch gerne Arcade Racer im Stil von PGR, Burnout und Ridge Racer spielen will, wird nicht daran vorbeikommen auch mal eine alte Konsole anzuwerfen oder auch im Shoot 'em Up Bereich, mit einer bereits jetzt kleinen Zielgruppe, haben es viele Spiele noch nicht von ihrer ursprünglichen Plattform (z.B. XBOX 360 oder PS1+2) herunter geschafft.

Man mag nun annehmen, dass Sony den grundsätzlichen Store und somit auch die für den Zeitabgleich nötigen Server noch Jahrzehnte betreibt, aber der Markt ist durchaus schnelllebig und niemand weiß ob Sony in 15 Jahren noch in der aktuellen Form am Markt vertreten sein wird und wie lange sie diese Dienste weiterlaufen lassen, wenn diese evtl. nicht mehr von künftigen Konsolen benötigt werden.
Zuletzt geändert von JPS am 27. Apr 2021, 12:40, insgesamt 1-mal geändert.

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Gonas
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Re: [Sammelthread] Das Magazin mit Sebastian

Beitrag von Gonas »

JPS hat geschrieben:
27. Apr 2021, 12:25
Gonas hat geschrieben:
27. Apr 2021, 11:08
Und in den genannten Fällen hat er sicherlich Recht. Natürlich wird es eine kleine Gruppe geben die damit ein Problem haben wird, aber die extrem große Mehrheit wird von diesen Problemen nie direkt betroffen sein.
Wird es dadurch aber zu einem "theoretischen Problem" und einem "Gedankenspiel", wovon er dann so sehr überzeugt ist, dass er es direkt mehrfach unterbringen und noch durch Untertreibungen des Ausmaßes "kleinreden" muss? ("bis dahin haben wir ohnehin kein Interesse mehr an den Spielen", "Asbach Uralt", "unsere Enkel", "in Jahrzehnten")
Ja, kann die Kritik nachvollziehen, war mir da auch zu viel. Auch weil es ja nicht nur um interessierte Kunden geht, sondern um die weitere Existenz diese Computerspiele und Kunstwerke. Wenn es nichts mehr gibt worauf ich ein Kunstwerk betrachten kann existiert es nicht mehr. Das ist bei Computerspielen generell ein ziemliches Problem.

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