Runde #241: Death Stranding - Das denkwürdigste AAA-Spiel dieser Generation - An die Wand gefahren

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Andre Peschke
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Re: Death Stranding - Alle einsteigen in den Hype Train

Beitrag von Andre Peschke »

gnadenlos hat geschrieben:
17. Nov 2019, 15:17
aber gleichzeitig auch genügend überzeichnete Punkte, bei denen man auch an Wortlaut und Stimme bemerkt hat, dass das jetzt nicht Eure echte Meinung widerspiegelt.
Beispiele?

Andre

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gnadenlos
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Re: Death Stranding - Alle einsteigen in den Hype Train

Beitrag von gnadenlos »

Dee'N'bee hat geschrieben:
17. Nov 2019, 10:58
Also mich hat Death Stranding mit allen seinen Facetten abgeholt. Auch die Story, auch die Welt, auch die Charaktere...all das hat dafür gesorgt dass ich mich in diesem Spiel hab fallen lassen können, wie in kaum einem Spiel davor.

Meine Güte...ich les sogar alles was die Datenbank her gibt, das mach ich sonst nie.
Das mit den Texteinträgen geht mir auch so - lese sonst auch in keinem Spiel solche Texte durch (ganz schlimm die Bücher in Skyrim), die Länge von kurzen Emails macht sie hier aber gut zugänglich und arbeitet die Story und Charaktere noch etwas besser heraus.

Ansonsten kann ich die Story abschließend leider noch nicht einschätzen, weil ich noch nicht durch bin. Den Holzhammer für Begriffsstutzige hätte ich zwar nicht gebraucht, wenn ich mir Lets Plays anschaue und Foren lese, wurde er - zumindest was die Erklärungen der Spielmechanik und Steuerung angeht - aber eher noch zu sanft geschwungen, um alle Spieler zu erreichen.

qxtc
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Re: Death Stranding - Die Doppelfolgen

Beitrag von qxtc »

Hmm, für mich klang die negativ Folge authentischer, mag aber auch mein Bias sein. Viele der Kritikpunkte würden bei mir halt sofort zum Abbruch führen und da kann auch nichts "intressantes" mehr irgentwas retten.

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gnadenlos
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Re: Death Stranding - Die Doppelfolgen

Beitrag von gnadenlos »

ganga hat geschrieben:
17. Nov 2019, 12:34
Coole Idee, aber zweimal fast zwei Stunden zu einem Spiel dass ich schon als für mich uninteressant eingeordnet habe ? Ne da bin ich raus. Eure Meinung hätte mich schon interessiert aber in der Zeit höre ich lieber 3-4 andere Podcasts.
Hör Dir einfach den positiven an - wenn dann doch wieder Interesse geweckt wurde, kannst Du den negativen noch anhängen.

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johnnyD
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Re: Death Stranding - Alle einsteigen in den Hype Train

Beitrag von johnnyD »

Andre Peschke hat geschrieben:
17. Nov 2019, 11:38
Peter hat geschrieben:
17. Nov 2019, 07:41
Also bei mir führt das nur dazu, dass ich mir das nicht anhören werde. Mir sind in vielen Fällen schon die 2h-Besprechungungen zu lang. Bei dem Spiel hätte ich mir das noch angehört, aber 4h? Nee, danke.
Absolut fair. Ich wollte experimentieren mit dem, was eine Spielebesprechung leisten kann, weil es mir sehr passend erschien. Aber mir war klar, dass das auch auf Ablehnung stoßen wird. Wer bei meinem Quatsch nicht mitspielen mag, hat mein Verständnis. Auf gewisse Weise, wird die gewählte Form dadurch nur noch passender. :D

Andre
Ich kann dem Experiment durchaus etwas abgewinnen (danke für den Hinweis, ich Blindfisch hab den Thread wohl schlicht übersehen), verdeutlicht allerdings mMn auch die "Macht" von zB Influencern, die öffentliche Meinung tatsächlich zu beeinflussen und in eine gewünschte Richtung zu lenken. Denn ließe man nun einen der beiden weg, gäbe es ggf weniger Interessenten oder eben mehr; hättet ihr 1 Million Abonnenten... den Rest kann man sich ja denken ;)

Bin grad beim positiven... :) Postman mit Kevin Costner spaltet ja ähnlich
Zuletzt geändert von johnnyD am 17. Nov 2019, 15:42, insgesamt 1-mal geändert.
"Wenn man den Sumpf trocken legen will, darf man nicht die Frösche fragen!"

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gnadenlos
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Re: Death Stranding - Alle einsteigen in den Hype Train

Beitrag von gnadenlos »

Andre Peschke hat geschrieben:
17. Nov 2019, 15:25
gnadenlos hat geschrieben:
17. Nov 2019, 15:17
aber gleichzeitig auch genügend überzeichnete Punkte, bei denen man auch an Wortlaut und Stimme bemerkt hat, dass das jetzt nicht Eure echte Meinung widerspiegelt.
Beispiele?
Puh, das ist jetzt natürlich schwierig ohne die 2 Stunden noch einmal zu hören. Jedenfalls fand ich es so deutlich, dass ich mich auch im negativen Podcast nie ärgern musste, was ich wohl gemacht hätte, wenn ich Euch alle Aussagen 100%ig als gefühlten Spieleindruck abgenommen hätte. ;)

Im positiven hat man Euch einfach die Begeisterung angemerkt, während im negativen - außer den genannten Punkten (Holzhammer, Product Placement, Zwischensequenzen) - alles eher ironisch oder formelhafter (Gegenpol bilden) herüber kam - teilweise musstet Ihr ja sogar selbst fast lachen, als der andere zu einem Diss ausgeholt hat.

Dee'N'bee
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Re: Death Stranding - Alle einsteigen in den Hype Train

Beitrag von Dee'N'bee »

gnadenlos hat geschrieben:
17. Nov 2019, 15:26
Dee'N'bee hat geschrieben:
17. Nov 2019, 10:58
Also mich hat Death Stranding mit allen seinen Facetten abgeholt. Auch die Story, auch die Welt, auch die Charaktere...all das hat dafür gesorgt dass ich mich in diesem Spiel hab fallen lassen können, wie in kaum einem Spiel davor.

Meine Güte...ich les sogar alles was die Datenbank her gibt, das mach ich sonst nie.
Das mit den Texteinträgen geht mir auch so - lese sonst auch in keinem Spiel solche Texte durch (ganz schlimm die Bücher in Skyrim), die Länge von kurzen Emails macht sie hier aber gut zugänglich und arbeitet die Story und Charaktere noch etwas besser heraus.
Bücher? In Skyrim? Du meinst doch die durch die man Fähigkeitspunkte bekommt oder? :lol:
Hab alle Geschichtsbücher gekonnt ignoriert.

Ich feier Skyrim heute immer noch und spiele es immerwieder mal zwichendurch, doch was in Tamriel sonst so los ist, davon hab ich keine Ahnung. Ist eigentlich echt schade. Doch mir war es einfach oft zu anstrengend.

Ein Spiel wo ich vor kurzem auch alles gelesen habe war Quantumbreak. Da musste man das auch tun, sonst hätte man kaum etwas verstanden. Was dort extremst anstrengend war. Weise Minischrift auf schwarzem Hintergrund. Nachdem ich dort was gelesen hatte und an meine Zimmerwand geschaut habe, hab ich immernoch die Linien auf der Wand gesehen :shock:

Würde mir für die kommende Generation eine Onboard-Lösung wünschen. Gibt ja halbwegs gute Sprachassistenten die einem was vorlesen.

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Andre Peschke
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Re: Death Stranding - Alle einsteigen in den Hype Train

Beitrag von Andre Peschke »

gnadenlos hat geschrieben:
17. Nov 2019, 15:41
Im positiven hat man Euch einfach die Begeisterung angemerkt, während im negativen - außer den genannten Punkten (Holzhammer, Product Placement, Zwischensequenzen) - alles eher ironisch herüber kam - teilweise musstet Ihr ja sogar selbst fast lachen, als der andere zu einem Diss ausgeholt hat.
Ich hab nichts dort gesagt, dass ich nicht irgendwann während des Spielens genau so empfunden habe. Wenn wir gelacht haben, dann vielleicht über das konkrete Ranting des anderen - was aber ja auch normal immer passiert. Beide Folgen sind, wie gesagt, 100% ehrlich. Nur werden Dinge ausgelassen und andere Dinge stärker betont.

Wird sich nicht mehr auseinanderdröseln lassen, ob es nun Sender oder Empfänger ist. In meiner Innenperspektive war da aber kein Schauspiel, sondern nur eine andere Auswahl dessen, was präsentiert wurde und wie es gewichtet wurde. Ich halte beides für legitime Reviews. Wenn ich mich aber dafür entscheiden müsste, dass nur eines davon unter meinem Namen erscheinen darf, dann gäbe es einen eindeutigen Kandidaten. ^^

Andre
PS: Aber u.a. genau wegen solcher Diskussionen, ist diese Darreichungsform ja IMO interessant.

PartTimeIndie
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Re: Death Stranding - Die Doppelfolgen

Beitrag von PartTimeIndie »

Ich wollte Fragen ob Hideo Kojima auf euch abgefärbt hat, da ihr in dieser doppelfolge alles 3-4 mal sagt. Die Idee ist sehr klever aber die umsetzung ist teilweise nicht so toll (genau wie bei Kojima). Ich konsumiere eigentlich fast euren gesamten Kontent und normalerweise würde ich mich extrem über extra content freuen weil ich oft keine podcasts mehr zum hören habe, allerdings bin ich mir nicht sicher ob ich die 2. Folge beenden kann. Nach ca 3/4 der ersten Folge wollte ich nurnoch die Zweite hören um die Punkte zu hören die ihr wegelassen habt. Ich bin jetzt noch nicht sehr weit in der Zweiten Folge aber bisher (auch nach der Einleitung) habe ich das alles bereits gehört. nur eben nicht so ausführlich und in einen Positiveren Kontext. Ich finde auch das der Positive Podcast sich etwas gezogen hat. Hätte es viel besser und irgendwie auch passender gefunden, wenn ihr in einem eigentlich nur die Positiven und im anderen nur die Negativen Punkte besprochen hättet und beide Podcasts dann kürzer gehalten hättet. Insgesamt ist das allerdings meckern auf einen sehr hohen Niveau ich war nur erst so froh extra podcast material zu haben und jetzt bin ich mir nichtmehr sicher ob ich das fertig hören kann.

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Andre Peschke
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Re: Death Stranding - Die Doppelfolgen

Beitrag von Andre Peschke »

PartTimeIndie hat geschrieben:
17. Nov 2019, 16:08
Ich wollte Fragen ob Hideo Kojima auf euch abgefärbt hat, da ihr in dieser doppelfolge alles 3-4 mal sagt. Die Idee ist sehr klever aber die umsetzung ist teilweise nicht so toll (genau wie bei Kojima).
Mein Eindruck und meine Hoffnung war, dass wir da genug Varianz hatten. Aber klar, dass das in dieser Hinsicht in die Hose gehen kann. IMO wird an den Dopplungen eben deutlich, wo Dinge aus unserer Sicht immer genannt werden müssen, aber sich vielleicht in ihrer Gewichtung unterscheiden. Ich fand das spannend. Aber ich kann voll verstehen, wenn man mir hier sagt: "Nur in deinem Kopf, Andre". :D

Das ist halt die Sache mit irgendwelchen kreativen Einfällen - da ist das Risiko eben höher, dass es nicht ankommt. Ich bin hier aber selbst sehr zufrieden gewesen. Es ist das geworden, was es sein sollte. Wenn es mehrheitlich nicht ankommt: #schade, aber nicht schlimm - machen wir so schnell nicht wieder.

Aber nochmal: Keiner der beiden Podcasts ist unvollständig. Ohne diesen Kunstgriff, wäre aber nur einer von den beiden erschienen.

Andre

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Enlagom
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Re: Death Stranding - Die Doppelfolgen

Beitrag von Enlagom »

An sich eine schöne Idee mit den zwei Sichtweisenpodcasts.
Aber, sorry Leute, ich habe beim "Negativ"podcast abgebrochen.
Nicht wegen dem Inhalt, sondern wegen eurer Fäkalsprache.
Sowas brauche und will ich nicht.
Ist mir in letzter Zeit bei euch nur manchmal aufgefallen, aber was in dieser Folge an "scheiße", "angekotzt" und co. vorkommt ist mir persönlich zu viel.
schö Sonntag noch. Markus

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CheeseChurch
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Re: Death Stranding - Die Doppelfolgen

Beitrag von CheeseChurch »

Eine großartige Idee, diese zweie Podcasts! Chapeau für diesen Einfall!

Bin selbst noch im dritten Kapitel des Spiels aber ich kann so viele Dinge aus beiden Podcasts unterschreiben.
Ich bilde mir dann meine endgültige Meinung wenn ich mit dem Spiel durch bin.

Die Fäkalsprache ist mir auch etwas negativ aufgestoßen. Ist meiner Meinung nach nicht nötig, beim nächsten Mal bitte weg lassen.
the funniest thing about this particular signature is that by the time you realize it doesn't say anything it's to late to stop reading it

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Guthwulf
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Re: Death Stranding - Die Doppelfolgen

Beitrag von Guthwulf »

Andre Peschke hat geschrieben:
17. Nov 2019, 16:15
Aber ich kann voll verstehen, wenn man mir hier sagt: "Nur in deinem Kopf, Andre". :D
Nö, nicht nur in deinem :) Ich find die Idee obskur, polarisierend und kreativ... also genauso wie Death Stranding selbst.

Hab nu auch beide gehört. Den "negativen" Podcast fand ich von der Wortwahl auch gewöhnungsbedürftig. Kann auch mal ruppig mit deftigen Schimpfwörtern zur Sache gehen, aber da habt ihr für meinen Geschmack bissel übertrieben. Das beraubt der Argumentation dann gefühlt vor allem auch jede Sachlichkeit. Als jemand, der von Death Stranding begeistert ist , gefällt mir natürlich der "positive" Podcast erheblich besser. Von den Kritikpunkten kann ich durchaus einige, aber auch nicht alle und vor allem nicht immer in der Schwere nachvollziehen. Ich war auch bissel verwirrt, weil einige eurer Aussagen für mich widersprüchlich wirkten. Progression is toll... Progression is sinnlos... ja was denn nu? ;)

Vielleicht bin ich ja dumm, aber ich hab bisher nicht den Eindruck, das man mir alles übererklärt. Klar, Kojima is gerne mal Holzhammer, pseudophilosophisches Geschwurbel und bissel platt, aber darauf kann ich mich einlassen. Mich hält vor allem das Setting und das Gameplay. Übrigens die Kämpfe gegen die BT sowie das Durchschleichen finde ich bisher großartig. Auch das ist für mich eine Abfolge interessanter Entscheidungen und die Spannung entsteht vor allem aus dem Zwiespalt eigentlich schnell durch den Regen zu müssen und andererseits wirklich langsam vorgehen zu müssen oder eben den Kampf zu riskieren. Aber da spiele ich wohl anders, als ihr. Ich möchte immersiv in die Welt eintauchen und werde niemals anfangen, das System zu "gamen" oder "cheese taktiken" einzusetzen. Ich geh einfach mit dem Flow. Mein Sam is außerdem kein Feigling, der wegrennt, wenn mal was schiefgeht :D

Die Schilder der anderen Spieler kann man übrigens abschalten und ja, die Menüführung hat ihre Macken, aber das sind für mich am Ende nur Kleinigkeiten. Am stärksten würde ich noch das Monster Energy Productplacement kritisieren und die "Selbstverliebtheit" von Kojima, wie er uns alle seine coolen Celebritiy Freunde als "Charaktere" präsentiert und den Gamern auf der Metaebene ständig "zuzwinkert". Dadurch macht er in der Tat bissel die Immersion kaputt. Die Entscheidung, auf die viel besser zu Irland passende Landschaft, künstlich den "Amerika" Stempel zu kleben und in gerne mal stumpfen Hurrapatriotismus zu verfallen, hat mir bir auch für ein bissel Augendrehen gesorgt. Aber das kann ich so halbwegs vom Marketingstandpunkt verstehen. In meinem Kopf überhöre ich einfach das Wort "Amerika". Und am Ende zieht mich die Welt und das Gameplay mehr als genug zurück ins Spiel. Aber ich kann nachvollziehen, dass das Spiel polarisiert. Trotzdem bin ich sehr dankbar für seine Existenz.
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gnadenlos
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Re: Death Stranding - Die Doppelfolgen

Beitrag von gnadenlos »

Das mit der Fäkalsprache hat sicher auch zu meiner Einschätzung von oben beigetragen, dass die negative Variante deutlich erzwungener und weniger glaubwürdig wirkt.

Aber das ist IMO einfach ein Problem, wenn man zwei Stunden lang eine Ansicht vertreten muss, deren Gesamtstimmung/-aussage man nicht wirklich vertritt. Dann fängt man zwangsläufig an seine wenigen Kritikpunkte zu übersteigern (auch durch die Kraftausdrücke) und damit auch für den Zuhörer schwer nachvollziehbar überzubewerten. Würde man die Mängel nüchtern darstellen, wäre es am Ende einfach nicht negativ genug.

Trotzdem finde ich die Grundidee interessant, aber in dem Format, bei dem man das nicht ausführlich ausformulieren und mehrfach überarbeiten kann und mit zwei Spielern denen das Spiel gefallen hat, schwer glaubwürdig umzusetzen. In Textform hätte man z.B. eine breitere Anzahl an Kritikpunkten und deren Häufigkeit/Gewichtung aus negativen Reviews zusammentragen können und diese dann so lange umformulieren, bis sie sich nach einer nicht übertriebenen eigenen Meinung anhören.

Wobei ich es auch gar nicht so verkehrt finde, dass man doch recht schnell und deutlich gemerkt hat, wie Ihr das Spiel wirklich empfunden habt. Zwei komplett glaubwürdige und gegenläufige Reviews würden ja keine wirkliche Ergänzung zu den bereits vorhandenen positiven und negativen Reviews darstellen, sondern zumindest in einem dieser Reviews nur den Gesamteindruck von Dritten wiedergeben.
Zuletzt geändert von gnadenlos am 17. Nov 2019, 18:44, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Death Stranding - Die Doppelfolgen

Beitrag von PartTimeIndie »

Andre Peschke hat geschrieben:
17. Nov 2019, 16:15
Aber ich kann voll verstehen, wenn man mir hier sagt: "Nur in deinem Kopf, Andre". :D
Ich habe jetzt mal bischen weiter gehöt und es wird besser nach einer Weile. Die wiederholung am Anfang war mir dann nur zu lange.

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Andre Peschke
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Re: Death Stranding - Die Doppelfolgen

Beitrag von Andre Peschke »

gnadenlos hat geschrieben:
17. Nov 2019, 17:48
Das mit der Fäkalsprache hat sicher auch zu meiner Einschätzung von oben beigetragen, dass die negative Variante deutlich erzwungener und weniger glaubwürdig wirkt.
:D Wenn ihr wüsstet, wie ich normal rede und was davon "natürlicher" ist.

Andre

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holymoe4237
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Re: Death Stranding - Die Doppelfolgen

Beitrag von holymoe4237 »

Eine fantastische Doppelfolge, welche die Zweischneidigkeit subjektiver Videospiel-Reviews in der Post-Produkttest-Ära sehr gelungen beleuchtet.

Für mich ein bisschen das Stanley's Parable zum Themenbereich feuilletonistische Reviews :D

Sensei
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Re: Death Stranding - Die Doppelfolgen

Beitrag von Sensei »

Super Idee - und meine Hochachtung für dieses Wagnis und das Durchhaltevermögen das auch so durchzuziehen!
  • Insgesamt wirkte(n) diese Bewertung etwas unstrukturiert. Mal ist euch hier noch was eingefallen, dann seid ihr da ein einem Detail hängen blieben - und habt dafür anderes ganz weg gelassen. Ich kann ja gut verstehen dass man ein Review eher fließen lassen und nicht nur Details nacherzählen und Abhaken will. Aber ein paar sachen hätte ich, gerade bei einem 4h Review, dann schon erhofft:
    - wie war die synchronisation? Habt ihr auf deutsch gespielt?
    - es gibt mehrere Diskussionen darum, ob oder in wie weit Death Stranding jetzt ein "wahrer walking-simulator" in einer Ahnenreihe mit Firewatch, The Vanishing of Ethan Carter etc ist.
    - Musik? Dazu gab es vlt 2 Sätze. Muss man ja nicht abhaken, aber für mich ist diese kleine Meisterwerk schon eine extra erwähnung wert. Insb. im Zusammenhang mit 'mediative gaming' etc.
    - Synthese!
    Ihr habt quasi eine These und eine Antithese an den Mann gebracht - mir fehlt aber noch ein kurzes zusammen bringen beider Teile zu einer Synthese, zu einem "richtigen" Fazit. So dass man weiß wo ihr wirklich steht. Gerade auch für die Leute die nur eine dieser beiden Teile hören wollten. Imo werde ich jetzt etwas zwischen den Stühlen sitzen gelassen :/
    (ja ihr habt euch bemüht im Fazit jeweils näher zueinander zu kommen und durchscheinen zu lassen wo ihr steht. Aber mir fehlt trotzdem eine zusätzliche 10-15min Folge die alles noch einmal zusammen bringt [auch wenn man dann noch mehr Dopplungen bei hätte.])

    Nicht krum nehmen - das sind nur die Sachen die mir aufgefallen sind.
    TROTZDEM bin ich jetzt so sicher wie noch nie das mein Geld bei euch genau richtig liegt :D

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Guthwulf
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Re: Death Stranding - Die Doppelfolgen

Beitrag von Guthwulf »

Sensei hat geschrieben:
17. Nov 2019, 19:29
Synthese!
Ihr habt quasi eine These und eine Antithese an den Mann gebracht - mir fehlt aber noch ein kurzes zusammen bringen beider Teile zu einer Synthese, zu einem "richtigen" Fazit. So dass man weiß wo ihr wirklich steht. Gerade auch für die Leute die nur eine dieser beiden Teile hören wollten. Imo werde ich jetzt etwas zwischen den Stühlen sitzen gelassen :/
(ja ihr habt euch bemüht im Fazit jeweils näher zueinander zu kommen und durchscheinen zu lassen wo ihr steht. Aber mir fehlt trotzdem eine zusätzliche 10-15min Folge die alles noch einmal zusammen bringt [auch wenn man dann noch mehr Dopplungen bei hätte.])
Dem würd ich zustimmen...
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holymoe4237
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Re: Death Stranding - Die Doppelfolgen

Beitrag von holymoe4237 »

@Nachfrage nach einer Synthese
Ich finde, das ist jedem Hörer, der sich auf beide Folgen einlassen will, selbst zuzutrauen, diese Synthese zu ziehen. Notfalls kann man ja auch einfach beide Fazits nacheinander hören.
Ich finde, eine extra Zusammenfassung am Ende hätte der Idee des Formats widersprochen.

(Bei nebeneinanderstehenden Pro/Contra-Artikeln in Zeitungen gibt es ja auch keinen solchen Abschluss. Das bleibt dem mündigen Leser überlassen.)

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