Diskussion: GOTD 2010-2019

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HerrReineke
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Re: Diskussion: GOTD 2010-2019

Beitrag von HerrReineke »

Der offizielle Nominierungsthread zu den The Pod Game of the Decade 2010 - 2019 ist hiermit eröffnet :mrgreen: Dort bitte nur eure persönlichen Top10 eintragen. Diskussionen und Fragen dann weiterhin hier in diesem Thread ;)
Heretic hat geschrieben:
9. Dez 2019, 19:42
Daher finde ich es immer gut, wenn man nicht nur eine nackte Liste hingeklatscht bekommt, sondern zu jedem Titel noch eine kurze (gerne höchst subjektive und nicht gezwungen objektive) Erläuterung bekommt, warum der Titel einen Platz in der Liste verdient hat. Wenn dann ein "Doom" wegen seines perfekt flutschenden Gameplays gelobt wird, kann ich das auch nachvollziehen, wenn ich selbst mit dem Genre nichts anfangen kann.
:text-goodpost:
Ja, das finde ich auch fantastisch. Schreibt hier also sehr gerne zu euren Top10 GOTD 2010-2019 rein, warum ihr so gestimmt habt :handgestures-thumbupleft:
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Klagsam
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Re: Diskussion: GOTD 2010-2019

Beitrag von Klagsam »

Zumindest meine Top 3 haben ihren Platz weil sie mich tierisch gehooked haben. Opus Magnum weil es schlicht das beste Spiel der Welt ist, Slay the Spire weil ich lange kein Single Player mit solch einem gigantischen Wiederspielwert hatte und Elex weil es das einzige Rollenspiel ist, das ich bis zum Ende durchgehalten habe ohne irgendwann gelangweilt aufzuhören

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Jon Zen
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Re: Diskussion: GOTD 2010-2019

Beitrag von Jon Zen »

Bevor ich meine Topspiele erläutere, erst eimal 2 Toptitel, die mir zeitweise extrem viel Spaß machten, aber mich durch Bugs extrem verägert haben, weswegen sie nicht auf der Liste stehen:

1. Skyrim
Dort gibt es den Fall, dass man in ein Gefängnis gesteckt wird. Nun muss man einen Aufstand mitanführen und ausbrechen. Wirklich äußerst gelungen. Sobald man aber aus dem Gefängnis ausgebrochen ist, kämpfen die anderen Gefangenen gegen die Stadtwachen, macht man das auch bekommt man einen für immer negativen Ruf in dieser Stadt, ohne es beheben zu können. Beides (der Immersions-/Logikbruch im Ausbruch + der Rufbug) hat mich so genervt, dass ich deswegn das Spiel abgebrochen habe und nie mehr weiterspielte.

2. Total War Three Kingdoms
Das mit Abstand beste Total War Spiel, leider mit Speicherbugs. Mein Spielstand wurde nach ca. 50 Stunden so zerschreddert, sodass es immer an der gleichen Stelle abstürzte, trotz unzähliger Savegames.

3 Titel, bei denen ich überlegte, ob ich sie rausnehmen soll:

1. Hearthstone
Pay-to-win. Um das Spiel im Matchmaking mit mehreren Decks gut spielen zu können (Metadecks), muss man mehrere hundert Euro pro Jahr investieren. Dass Blizzard die Preis dann noch erhöhte und die günstigen Addons durch neue Kartenpakete ersetze, machte das Spiel um weitere 50% teurer.
Ein Unding.
Allerdings ist das Spiel als solches extrem gut (trotz der hohen Kosten) und auch der Arena-Modus hätte von mir eine Nominierung verdient gehabt, mit dem ich durch gutes Spielen Profit generierte.

2. Counter Strike: Global Offensive

Hier ist das Problem, dass jahrelang scheinbar nur ein Praktikant das Spiel betreute. Da kam zu wenig, um es Service Game zu nennen. Die wichtigsten Wünsche (besserer Anti-Cheat, 128 Tick Server) wurden noch immer nicht realisiert. Dafür kamen Skin Kisten heraus, die Valve hunderte Millionen bescherte (ohne dass die Spieler dafür eine rechtliche Sicherheit besitzen). Das Spiel wird und wurde auf's Heftigste gemolken. Immerhin gab es eine neue Engine für das Spiel und mittlerweile wird wieder mehr daran gearbeitet - aber mit zu wenig Leuten.
Zum Beispiel wurde der Wingman Modus (2v2) eingeführt, um ihn sogleich wieder zu vergessen. Die Maps sind immer noch nicht gebalanct, obwohl der Modus Potenzial hätte.
Dass man die Karte Cobblestone mit einer nicht-kompetitiven Halloween Variante ersetzte, um sie dann nicht zu verbessern und dann aus dem Matchpool zu streichen, nehme ich Valve ebenso noch übel, habe ich doch dort über 1000 Matchmaking Spiele gespielt.
Dass ich es trotzdem großartig finde, es das geniale Spielprinzip, die Spielmechaniken und die externen Dienstleister, die Valves versagen versuchen auszugleichen z.B. über ein motivierenderes Matchmaking System, Anticheats und Teamligen.

3. XCOM Enemy Unknown Complete Pack

Der Grund, warum ich das Spiel großartig finde, liegt an der Mod Long War, die das Spiel grundlegend verändert. Die Vanilla Variante hätte es nicht in meine Top 10 geschafft.
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JanTenner
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Re: Diskussion: GOTD 2010-2019

Beitrag von JanTenner »

Jon Zen hat geschrieben:
10. Dez 2019, 00:00
1. Skyrim
Dort gibt es den Fall, dass man in ein Gefängnis gesteckt wird. Nun muss man einen Aufstand mitanführen und ausbrechen. Wirklich äußerst gelungen. Sobald man aber aus dem Gefängnis ausgebrochen ist, kämpfen die anderen Gefangenen gegen die Stadtwachen, macht man das auch bekommt man einen für immer negativen Ruf in dieser Stadt, ohne es beheben zu können. Beides (der Immersions-/Logikbruch im Ausbruch + der Rufbug) hat mich so genervt, dass ich deswegn das Spiel abgebrochen habe und nie mehr weiterspielte.
Vielleicht stehe ich auf dem Schlauch - aber wo ist der Immersions-/Logikbruch?
Du meinst wahrscheinlich 'dediziert' wenn du 'dezidiert' schreibst :ugly:

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Tattus
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Re: Diskussion: GOTD 2010-2019

Beitrag von Tattus »

Ich habe eine Frage zum Release.

Zählt der weltweit erste Release, also zB Japan, oder der europäische oder beide?
Ich nehme mal an, dass Gotd und Goty da einheitlich gehandhabt werden, oder?

imanzuel
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Re: Diskussion: GOTD 2010-2019

Beitrag von imanzuel »

Daher finde ich es immer gut, wenn man nicht nur eine nackte Liste hingeklatscht bekommt, sondern zu jedem Titel noch eine kurze (gerne höchst subjektive und nicht gezwungen objektive) Erläuterung bekommt, warum der Titel einen Platz in der Liste verdient hat.
1. Zelda Breath of the Wild
In Zeiten wo irgendwie gefühlt alles groß und Open World sein muss revolutioniert Nintendo das mit den simpelsten Mittel. Ubisoft soll sich mal davon eine Scheibe von abschneiden. Abgesehen davon ist es wohl für mich das "beste Spiel" aller Zeiten, wobei es da bei mir um Platz 1 immer noch mit OoT streitet (die Kindheitserinnerungen halt...)

2. Minecraft
Wenn ich irgendwelche AFK-Clicker Spiele weglasse das wohl am meisten gespielte Spiel von mir. Im Prinzip das selbe wie bei BotW, extrem simples Prinzip überragend umgesetzt, dazu die Mods, die Spiele im Spiel, usw. Wenn ich auf eine einsame Insel stranden würde und ich nur ein Spiel mitnehmen darf, Minecraft wäre es. So etwas wie Langeweile in dem Spiel gibt es für mich nicht :D

3. Dark Souls
Dark Souls halt. Auch wenn die Nachfolger (bzw. Bloodborne) gewisse Elemente interessanter oder besser machen, das Original (Demons Souls mal weggelasen) bleibt halt das Original, mit dem besten Level-Design, großartiger Story, super Kampfsystem, usw.

4. Witcher 3
Die Charaktere, die Story, die Welt - ich denke Witcher 3 ist ein perfektes Beispiel dafür, dass in einem Videospiel nicht alles perfekt sein muss, man aber durch überragende Elemente Schwächen massiv verdecken kann. Und nebenbei zeigt es, wie man AAA-Open World macht.

5. God of War (4 / 2018er Version)
Wenn es ein nahezu perfektes Spiel gibt, dann ist es imo God of War. Bis auf das Levelsystem, worauf ich hätte verzichten können, war das Spiel nahezu perfekt (die oben genannte Spiele haben mir da aber einfach besser gefallen). Sound, Grafik, Musik, Story, Charaktere, Kampfsystem -> Top.

6. The Last of Us
Die ersten 20 Minuten (der Prolog) sind für mich der mit Abstand beste Opener der Videospielgeschichte. Alles was danach kommt ist nicht wirklich viel schlechter. Gut, die Sache mit Ellie und nicht entdeckt werden stört, aber das wäre auch so mein einziger Kritikpunkt an dem Spiel :ugly:

7. Super Mario Odyssey
Es ist Mario. Kreativ, unterhaltsam, großartig. Die Story könnte besser sein, aber die Elemente, warum man ein Mario im 64/Sunshine-Design spielt, sind alle da, und die sind super umgesetzt worden.

8. Sekiro
Beste (Nah-)Kampfsystem, auch besser als Dark Souls und Co.

9. Yakuza Zero
Also wer Kiryus Dance-Moves nicht ehrt... :mrgreen:

10. Kingdom Come
Von den Wertungen her müssten hier eigentlich etliche andere Spiele vor KC:D stehen (ich würde dem Spiel vielleicht eine 8/10 oder so geben), aber das Spiel, ich glaube in 10 Jahren werde ich mich am ehestern noch an dieses Spiel erinnern können. Die Kloster-Quest, der besoffene Pfarrer, der Henker usw. Trotz seiner massiven Schwächen fand ich das Spiel absolut großartig.
Notiz für mich
Top-Spiele 2020: 1. Half Life: Alyx (10/10) 2. Ori 2 (9/10) 3. Doom Eternal (8/10) 4. Resident Evil 3 (8/10) 5. Nioh 2 (8/10) 6. Persona 5 Royal (7/10) 7. SOR 4 (7/10) 8. TLoU 2 (7/10) 9. DBZ: Kakarot (6/10) 10. FF VII Remake (5/10)

JanTenner
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Re: Diskussion: GOTD 2010-2019

Beitrag von JanTenner »

Einige, der bisher schon nominierten Spiele, sind für mich klassische Honorable Mentions... So Dinge wie Her Story, The Stanley Parable oder aber auch Edith Finch. Klar, die haben mal was anders gemacht bzw sich etwas getraut und das kann man schon anerkennen - aber ansonsten waren sie halt nur 'ganz nett' und weit davon entfernt 'beste Spiele' zu sein.
Eventuell geht es bei der Nominierung solcher Spiele aber auch mehr darum, dass man sich selbst gerne als Connaisseur, mit exquisitem Geschmack, sieht bzw so wahrgenommen werden möchte. Womöglich würden ganz andere Spiele gewählt werden, wenn die Abstimmung nicht öffentlich wäre.

Disclaimer: Diese haltlose Unterstellung, für die ich natürlich keinerlei Beweise habe, soll lediglich als Diskussionsgrundlage dienen ;)
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Jon Zen
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Re: Diskussion: GOTD 2010-2019

Beitrag von Jon Zen »

JanTenner hat geschrieben:
10. Dez 2019, 08:01
Jon Zen hat geschrieben:
10. Dez 2019, 00:00
1. Skyrim
Dort gibt es den Fall, dass man in ein Gefängnis gesteckt wird. Nun muss man einen Aufstand mitanführen und ausbrechen. Wirklich äußerst gelungen. Sobald man aber aus dem Gefängnis ausgebrochen ist, kämpfen die anderen Gefangenen gegen die Stadtwachen, macht man das auch bekommt man einen für immer negativen Ruf in dieser Stadt, ohne es beheben zu können. Beides (der Immersions-/Logikbruch im Ausbruch + der Rufbug) hat mich so genervt, dass ich deswegn das Spiel abgebrochen habe und nie mehr weiterspielte.
Vielleicht stehe ich auf dem Schlauch - aber wo ist der Immersions-/Logikbruch?
Man ist mitten im Gefängnisausbruch, gelangt durch einen Ladebildschirm nach draußen, eigentlich hat sich nichts geändert, alle kämpfen weiter, aber plötzlich ist die Quest zu Ende. Man verliert die Aggro der Wachen (nur der Spielcharakter alle anderen NPCs nicht) und es ist so, als wäre nie etwas passiert.
Logisch wäre es, dass man die Stadt mit seinen Mitgefangenen erobert oder sich aus der Stadt herauskämpft, um dann zu fliehen.
Ich habe damals nicht gemerkt, dass die Quest vorbei war und mich immesiv verhalten, indem ich den anderen Häftliingen half und die Wachen tötete.

Daher mein Kritikpunkt:
Man wird von jetzt auf gleich aus dieser Quest herausgerissen, ohne dass es dafür einen Grund gibt und wenn man sich immersiv verhält, also weiterkämpft, bestraft das Spiel den Spieler durch einen nicht mehr lösbaren Bug, der mir in meinem Spielstand erst viel später aufgefallen ist als ich in die Stadt zurückkehrte. Ich hätte das Spiel nur weiterspielen können, wenn ich die Stadt für den Rest des Spiels gemieden hätte.

Natürlich ist das ein extrem subjektives Erlebnis und die meisten haben nichts Vergleichbares erlebt. Dennoch zeigt die Quest die Problematik der statischen Welt auf, die auf ein ambitioniertes Questdesign trifft - das kann ich solange verzeihen und auch honorieren, aber wenn es mein 40 Stunden Savegame buggy macht, fällt das Spiel für mich aus der GOTD Wahl heraus.
Hätte ich das Spiel nicht zu Release gespielt, wäre der Bug vielleicht nicht aufgetreten.

Ähnliches gilt vermutlich auch für viele ME:3 Spieler: Weil sie es zum Release spielten, erlebten sie das "unsägliche" Ende, was die ganze Triologie für sie schlechter machte, insbesondere Teil 3. :(
Ich hatte hier Glück, weil ich es erst viel später inklusive der z.T. tollen DLCs (ich liebe Shepards Wohnung) spielte. Deswegen ist es für mich sogar etwas besser als Teil 2, weil dessen "Hauptstory" (finde alle Crewmitglieder, mache sie glücklich und löse deren Probleme) ein Filler ist.
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HerrReineke
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Re: Diskussion: GOTD 2010-2019

Beitrag von HerrReineke »

JanTenner hat geschrieben:
10. Dez 2019, 12:49
Einige, der bisher schon nominierten Spiele, sind für mich klassische Honorable Mentions... So Dinge wie Her Story, The Stanley Parable oder aber auch Edith Finch. Klar, die haben mal was anders gemacht bzw sich etwas getraut und das kann man schon anerkennen - aber ansonsten waren sie halt nur 'ganz nett' und weit davon entfernt 'beste Spiele' zu sein.
Eventuell geht es bei der Nominierung solcher Spiele aber auch mehr darum, dass man sich selbst gerne als Connaisseur, mit exquisitem Geschmack, sieht bzw so wahrgenommen werden möchte. Womöglich würden ganz andere Spiele gewählt werden, wenn die Abstimmung nicht öffentlich wäre.

Disclaimer: Diese haltlose Unterstellung, für die ich natürlich keinerlei Beweise habe, soll lediglich als Diskussionsgrundlage dienen ;)
Da ich gleich alle drei von dir genannten Spiele in meiner (noch nicht finalen) Top10 aufgeführt habe, fühle ich mich mal angesprochen :ugly: Würde deiner steilen These auch aus mehreren Gründen widersprechen wollen:

1) Für mich persönlich waren diese Spiele viel besser, als einige andere, die ich gespielt habe, und die auch in den Platzierungen anderer Leute auftauchen. Sie waren in meiner Empfindung auch weit entfernt von "ganz nett", denn an diese erinnere ich mich immer noch - an vieles andere was ich gespielt habe aus den letzten 10 Jahren... puh, keine Ahnung mehr :think: Und wenn mich ein Spiel sich vergessen lässt, ist es für mich automatisch raus.
2) Ich spiele schlicht nicht extrem viele verschiedene Spiele und neben einigen Evergreens sind es vor allem kurze, spannende und häufig eher storygetriebene Titel.
3) Ich habe keine Konsolen. Einige - angeblich supertolle - Spiele fallen damit für mich sofort raus. BotW, GoW, H:ZD... Vieles, was ich sonst so unter den Nominierten bisher finde, spielt für mich einfach keinerlei Rolle.
4) Auch viele andere große Serien, habe ich nie wirklich gespielt, weil es mich nicht reizt. Ich habe z.B. nie ein Assassins Creed mehr als 10-15 Minuten gespielt :D
5) Als Connaisseur hätte ich niemals CS:GO so hoch nominiert :ugly:
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Feamorn
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Re: Diskussion: GOTD 2010-2019

Beitrag von Feamorn »

JanTenner hat geschrieben:
10. Dez 2019, 12:49
Einige, der bisher schon nominierten Spiele, sind für mich klassische Honorable Mentions... So Dinge wie Her Story, The Stanley Parable oder aber auch Edith Finch. Klar, die haben mal was anders gemacht bzw sich etwas getraut und das kann man schon anerkennen - aber ansonsten waren sie halt nur 'ganz nett' und weit davon entfernt 'beste Spiele' zu sein.
Eventuell geht es bei der Nominierung solcher Spiele aber auch mehr darum, dass man sich selbst gerne als Connaisseur, mit exquisitem Geschmack, sieht bzw so wahrgenommen werden möchte. Womöglich würden ganz andere Spiele gewählt werden, wenn die Abstimmung nicht öffentlich wäre.

Disclaimer: Diese haltlose Unterstellung, für die ich natürlich keinerlei Beweise habe, soll lediglich als Diskussionsgrundlage dienen ;)
Für eine "Diskussionsgrundlage" ist das aber schon eine ganz schön steile Unterstellung... Hätte man durchaus auch anders handhaben können.

Zumal das bei dir am Ende ja auch nur ein "ich mag die nicht so" ist.

Aber zum eigentlichen Punkt.
Tatsächlich habe ich Her Story bei mir drin, weil das eines der Spiele ist, über die ich nach dem Spielen am meisten nachgedacht habe und die mir wirklich eine "neue" Erfahrung verschafft haben. Dahingegen habe ich Skyrim irgendwann raus geworfen, obwohl ich das Spiel toll finde und wahnsinnig viel Zeit damit verbracht habe.
Ich habe meine Liste am Ende eben nicht ausschließlich danach aufgestellt, was mir "nur" Spaß gemacht hat, sondern was ich auf die ein oder andere Art bemerkenswert und, idealerweise, auch "neu" fand. Und da stechen eine Edith Finch und ein Her Story für mich eben schon deutlich hervor, was das Storytelling und dessen Vermählung mit der Spielmechanik angeht. Ein Skyrim hatte ich vorher, mehr oder minder, schon einmal mit Morrowind und Oblivion, die beiden genannten hatte ich vorher so noch nie.
Am Ende wird der entscheidende Faktor für die Titel meiner Liste eine Funktion aus Spielspaß, Immersion und Kreativität sein. Deshalb habe ich Dark Souls auch ganz oben in der Liste, obwohl ich andere Spiele weiter unten für sich vermutlich sogar lieber mochte, aber da ist der Ausschlag in allen Bereichen so hoch, dass die Summe eben für mich (vermutlich, ist ja noch nicht final) den besten Titel der Dekade ergibt.

Ich würde unheimlich viele "große" Titel von denen in den bisherigen Listen einige kamen zum Beispiel niemals in diese Liste packen. Ich hatte z.B. auch viel Spaß mit Horizon, aber als ich mich gefragt habe, "war das irgendwie besonders", dann kann ich das maximal für die endgültige Politur bejahen, und das ist, mir persönlich, zu wenig für eine Nominierung. Trotzdem unterstelle ich niemandem irgendetwas, der die für sich in seine Liste nimmt.

Und damit nochmal zurück zu deiner Eröffnung. Ich finde es ehrlich gesagt schon ärgerlich, so anzufangen. Das ist für mich pure Konfrontation, nicht wirklich konstruktiv. Warum fragst Du nicht einfach, warum die Leute jene Titel nominiert haben, anstatt gleich die Unterstellung aufzumachen? Zumal Du dir der Problematik ja selber bewusst bist, wie Du schreibst. Das macht es aber in meinen Augen nicht besser.
Ich hänge mich da gerade etwas dran auf, weil ich mit solch einer Grundlage schon wieder etwas weniger Lust habe, überhaupt eine Diskussion zu führen...

imanzuel
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Re: Diskussion: GOTD 2010-2019

Beitrag von imanzuel »

JanTenner hat geschrieben:
10. Dez 2019, 12:49
aber ansonsten waren sie halt nur 'ganz nett' und weit davon entfernt 'beste Spiele' zu sein.
Ich denke das ist ein grundsätzliche Frage, wie bzw. was man an Videospiele bewertet. Disclaimer: Abgesehen von der doch recht harschen Formulierung ( :ugly: ) stimme ich da aber grundsätzlich zu, Walking Sims oder Spiele mit relativ wenig Input (ich weiß nicht wie man Her Story sonst beschreiben soll) fallen bei meiner definitiv von "beste Spiel" halt grundsätzlich schon raus - weil mir da das "Spiel" fehlt.

Ja, das ist eine komische Frage. Ich vermute, wenn man ein Spiel(film) hätte, wo 2 Stunden geht, alle 10 Minuten einen Input machen muss (Bsp Antwort A oder B), und das wars - wenn das die mit Abstand beste Story, mit top Entscheidungsfreiheit, geniale Charaktere hat, dann wäre das für einige, vermutlich sogar sehr viele ein sehr gutes Spiel. Für mich nicht. Weil mir fehlt da einfach das Spiel. Gameplay First. Alles andere ist Sekundär.

(die genannten Spiele fand ich übrigens gar nicht so schlecht (irgendwo zwischen 7-8 von 10), allerdings wäre ein Edith Finch z.B. ganz weit weg von GotY oder sogar ein GotD bei mir)
Notiz für mich
Top-Spiele 2020: 1. Half Life: Alyx (10/10) 2. Ori 2 (9/10) 3. Doom Eternal (8/10) 4. Resident Evil 3 (8/10) 5. Nioh 2 (8/10) 6. Persona 5 Royal (7/10) 7. SOR 4 (7/10) 8. TLoU 2 (7/10) 9. DBZ: Kakarot (6/10) 10. FF VII Remake (5/10)

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Feamorn
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Re: Diskussion: GOTD 2010-2019

Beitrag von Feamorn »

imanzuel hat geschrieben:
10. Dez 2019, 13:46
JanTenner hat geschrieben:
10. Dez 2019, 12:49
aber ansonsten waren sie halt nur 'ganz nett' und weit davon entfernt 'beste Spiele' zu sein.
Ich denke das ist ein grundsätzliche Frage, wie bzw. was man an Videospiele bewertet. Disclaimer: Abgesehen von der doch recht harschen Formulierung ( :ugly: ) stimme ich da aber grundsätzlich zu, Walking Sims oder Spiele mit relativ wenig Input (ich weiß nicht wie man Her Story sonst beschreiben soll) fallen bei meiner definitiv von "beste Spiel" halt grundsätzlich schon raus - weil mir da das "Spiel" fehlt.

Ja, das ist eine komische Frage. Ich vermute, wenn man ein Spiel(film) hätte, wo 2 Stunden geht, alle 10 Minuten einen Input machen muss (Bsp Antwort A oder B), und das wars - wenn das die mit Abstand beste Story, mit top Entscheidungsfreiheit, geniale Charaktere hat, dann wäre das für einige, vermutlich sogar sehr viele ein sehr gutes Spiel. Für mich nicht. Weil mir fehlt da einfach das Spiel. Gameplay First. Alles andere ist Sekundär.

(die genannten Spiele fand ich übrigens gar nicht so schlecht (irgendwo zwischen 7-8 von 10), allerdings wäre ein Edith Finch z.B. ganz weit weg von GotY oder sogar ein GotD bei mir)
Aber Du hast gerade bei Her Story doch massig "Input" zu leisten. Du musst zum einen zuhören, selbst Stichworte bestimmen und mit denen wieder suchen. Ich sehe den Kritikpunkt, dass das zu wenig "Spiel" ist irgendwie nicht so recht, wenn ich ehrlich bin. Das ist halt eine völlig andere Art "Input" als sonst bei vielen Spielen üblich, aber eben doch keine Abwesenheit von Interaktion, ganz im Gegenteil. Das ist auch kein "virtueller Film", wie man das zum Beispiel einem Detroit Become Human viel eher "vorwerfen" könnte, wo die Anzahl der Verzweigungen wenn nicht unbedingt deutlich weniger, doch wenigstens sehr viel offensichtlicher ist. Zumal auch der "Endzustand" nicht so richtig definiert ist.

Ich finde, man kann durchaus diese Art der Interaktion und Spielführung kritisieren, und sie mag einem auch nicht gefallen, aber zu sagen, dass es zu wenig "Spiel" ist, finde ich ungerechtfertigt. (Her Story liegt bei mir übrigens vor Edith Finch, weil es für mich eben gerade im "Gameplay" sehr viel besser abschneidet.) Und bietet eben meilenweit mehr Gameplay als die "üblichen" Walking-Sims wie Gone Home etc.
Und tatsächlich ist dieses "Gameplay" wie in Her Story am Ende für mich sehr viel interessanter und fordernder als etwa ein Skyrim (was bei mir viel mehr über Exploration und, außerhalb der Interaktion mit humanoiden NSCs und dem Kampf, Immersion punktet).

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Soulaire
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Re: Diskussion: GOTD 2010-2019

Beitrag von Soulaire »

JanTenner hat geschrieben:
10. Dez 2019, 12:49
Einige, der bisher schon nominierten Spiele, sind für mich klassische Honorable Mentions... So Dinge wie Her Story, The Stanley Parable oder aber auch Edith Finch. Klar, die haben mal was anders gemacht bzw sich etwas getraut und das kann man schon anerkennen - aber ansonsten waren sie halt nur 'ganz nett' und weit davon entfernt 'beste Spiele' zu sein.
Eventuell geht es bei der Nominierung solcher Spiele aber auch mehr darum, dass man sich selbst gerne als Connaisseur, mit exquisitem Geschmack, sieht bzw so wahrgenommen werden möchte. Womöglich würden ganz andere Spiele gewählt werden, wenn die Abstimmung nicht öffentlich wäre.

Disclaimer: Diese haltlose Unterstellung, für die ich natürlich keinerlei Beweise habe, soll lediglich als Diskussionsgrundlage dienen ;)
sehe es genau andersrum. für mich sind Spiele wie Assassins Creed oder Tomb Raider maximal nur nett. Weil sie anders als die genannten keine besonderen Stärken haben, sondern ziemlich viele solide formelhafte Aspekte ineinander vereinen. Das funktioniert auch nur so wegen einem Riesen-Budget was da hinter steckt.

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echtschlecht165
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Re: Diskussion: GOTD 2010-2019

Beitrag von echtschlecht165 »

Natürlich muss eine Topliste der Dekade subjektiv sein. Aber hier muss ich mal die objektiv besten spiele des jahrzehnts vorstellen, weil es einfach so ist.

1. Europa universalis 4
Weil es mich viel zu viel Zeit gekostet hat, und weil man ein neapolitanisches Weltreich schmieden kann.

2. Trials Fusion
Weil mich dieses einfache geniale mopedspiel, bei dem man nichtmal lenken kann, fast ebenso viel Zeit kostete, und einen verhornten daumen einbrachte

3. Kerbal Space Programm
Weil man asteroidenfussball Am Mond spielen kann.

4. Hitman
Weil man als pestdoktor verkleidet in einer italienischen traumstadt Leute häckselt

5. Rimworld
Weil man durch Schlangen ausgebissene Augen durch bionische superaugen ersetzen kann
In Stein gemeißelt

Andreas29
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Re: Diskussion: GOTD 2010-2019

Beitrag von Andreas29 »

Peninsula hat geschrieben:
9. Dez 2019, 07:58
Andreas29 hat geschrieben:
9. Dez 2019, 03:37
Um auf den Thread zurückzukommen: Am meisten Spaß in diesem Jahrzehnt hatte ich wahrscheinlich mit "Doom 2016". Aber andererseits, was z.B. den Anspruch angeht, wäre da "Edith Finch" zu erwähnen. Beide sehe ich irgendwie als Spiel des Jahrzehnts, aber aus vollkommen unterschiedlichen Gründen.

Das ist mein Problem mit Toplisten.
Ich finde dein Problem gut nachvollziehbar. Aber du hast es ja bereits vor Diskussionsbeginn geschafft, zwei mögliche Spiele des Jahrzehnts für dich herauszusuchen. Damit bist du glaube ich schon deutlich weiter als viele andere. Eine letzte Entscheidung zwischen deinen zwei Kandidaten dürfte doch im Laufe der Diskussion schaffbar sein.
Ich glaube Du hast meinen Beitrag nicht richtig verstanden. Für mich sind BEIDE auf die eine oder andere Art Spiele des Jahrzehnts. Doom hatte einen unglaublich flüssiges actionreiches Gameplay und ich war selten in einem Spiel so sehr in dieser sagenumwobenen "Zone". Das war wie ein Rausch.
Edith Finch hat mich zutiefst berührt, wie es Spiele nur sehr sehr sehr selten können.
Ich kann auch noch ein drittes Spiel des Jahrzehnt hinein werfen: The Witcher 3. Da habe ich mehr Zeit rein versenkt als in alle anderen Singleplay-Storyspiele bisher. Da war es dann eher die Welt und das Abenteuer.

Ich habe ein Problem mit der Vergleichbarkeit. Für mich stellt sich die Frage: "Ist Edith Finch besser als Doom?" nicht. Oder "ist Doom besser als Witcher 3". Es sind VOLLKOMMEN unterschiedliche Spiele, die ich alle gleich schätze, aber eben aus unterschiedlichen Gründen.

Deswegen auch das Filmbeispiel: Natürlich ist "Es war einmal in Amerika" aus cineastischer Sicht der bessere Film als "Ghostbusters". Aber für letzteren habe ich eben nostalgische Gefühle, die ihn immer in meinem Herzen bleiben lässt.

Deswegen habe ich bei solchen Listen immer das Problem, dass sich in mir ALLES sträubt nicht vergleichbare Dinge in ihnen qualitativ zu listen.
Zuletzt geändert von Andreas29 am 10. Dez 2019, 20:25, insgesamt 1-mal geändert.

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Vinter
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Re: Diskussion: GOTD 2010-2019

Beitrag von Vinter »

Ich denke, so eine Liste behauptet auch keine Vergleichbarkeit. Es geht einzig um die Frage, welche Spiele - aus welchen Gründen auch immer - uns im Gedächtnis geblieben sind. Welche haben uns besonders viel Spaß gemacht, welche besonders beeindruckt, welche haben das Medium weiterentwickelt oder irgendeinen anderen höchst subjektiven Eindruck hinterlassen. Es geht einzig um die Frage, an welche Spiele wir uns gerne zurückerinnern.

Rince81
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Re: Diskussion: GOTD 2010-2019

Beitrag von Rince81 »

JanTenner hat geschrieben:
10. Dez 2019, 12:49
Eventuell geht es bei der Nominierung solcher Spiele aber auch mehr darum, dass man sich selbst gerne als Connaisseur, mit exquisitem Geschmack, sieht bzw so wahrgenommen werden möchte. Womöglich würden ganz andere Spiele gewählt werden, wenn die Abstimmung nicht öffentlich wäre.
Die Frage ist jetzt auch, was ist ein GotD-Kandidat? Ich habe in meiner Liste Assassis Creed: Unity drin. Das ist nicht besser als Odyssee - trotzdem imho der "wichtigere" Titel. Es ist für mich der erste echte "Next Gen" Titel den ich gespielt habe - mit ner Frisch gekauften 970GT am PC und ohne die ganzen technischen Probleme die viele hatten - sogar mehr als das, Ubisoft wollte bei dem Titel mehr als die Konsolen am Ende liefern konnten. :ugly:
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Naitomea
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Re: Diskussion: GOTD 2010-2019

Beitrag von Naitomea »

Andreas29 hat geschrieben:
9. Dez 2019, 03:37
Das ist mein Problem mit Toplisten.
Das Problem könnte man ja umgehen, indem man mehrere Titel ohne Ranking nennen kann. Wurde hier offenbar leider anders geregelt.

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HerrReineke
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Re: Diskussion: GOTD 2010-2019

Beitrag von HerrReineke »

Naitomea hat geschrieben:
10. Dez 2019, 21:14
Das Problem könnte man ja umgehen, indem man mehrere Titel ohne Ranking nennen kann. Wurde hier offenbar leider anders geregelt.
Da ich für unsere GOTY bereits ausgerechnet hatte, dass ungewichtete Nominierungen zu einer deutlichen Erhöhung von Doppel- und Mehrfachplatzierungen führen würde (bzw. geführt hatte), haben wir dies bewusst auch bei der GOTD-Abstimmung als Modus ausgeschlossen.

Wir hatten auch überlegt z.B. eine bestimmte Punktezahl zur freien Verteilung auf beliebig viele Titel als Modus zu wählen (womit man auch allen Titeln gleich viele Punkte hätte geben können), aber auch das hatte aus unserer Sicht am Ende potenziell mehr Nach- als Vorteile und haben deshalb den "klassischen" Weg der GOTY-Abstimmung weiterverfolgt.

Vorschläge und Anregungen für die nächste GOTY und GOTD (:ugly:) sind natürlich gern gesehen ;)
Quis leget haec?

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Dicker
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Re: Diskussion: GOTD 2010-2019

Beitrag von Dicker »

Ich bin ja auch einer derjenigen, der Her Story in seiner Top Ten hat und auch wenn das Spiel nur 3h lang ist und weit weg von AAA, so beschert es einem eine Erfahrung, die ich so in der Form nie wieder hatte und mir extrem positiv in Erinnerung geblieben ist. Das muss ein Spiel erstmal schaffen.

Meine Liste ist sehr subjektiv. Was soll sie auch sonst sein, da ich mir nicht anmaße, die Genialität eines Spiels voll zu erfassen, geschweige denn überhaupt alle relevanten Spiele dieses Jahrzehnts gespielt zu haben.

Was mir bei der Zusammenstellung aufgefallen ist. Ich erinnere mich stärker an Spiele, die kürzer zurück liegen, was zu einem leichten ungleichgewicht führen kann. Ich hab es versucht etwas auszugleichen, aber eine Top Ten der Jahre 2005-2015 sähe bestimmt ganz anders aus.
(ich kann mich nicht daran erinnern, dass es so Listen für die 00er Jahre gab)

1) Witcher 3
Ich habe mit keinem SP Spiel so viel Zeit verbracht, bei keinem so viele Fotos gemacht, bei keinem so gerne die Welt erkundet (ja auch bei BotW nicht, es kommt aber nah dran). Das Kampfsystem mag nicht perfekt sein, man mag öfters überlevelt sein, aber wenn es das Spiel schafft, dass das einem einfach egal ist und einen nach 150h immer noch überraschen kann, dann ist da einfach etwas verdammt richtig gelaufen.

2) Bloodborne
Mit Dark Souls verbinde ich eine Hassliebe. Ich konnte meine Liebe zu den SoulsBourne Spielen erst im 2. Anlauf (und das war Bloodborne) entdecken. Es ist immer ein gutes Zeichen, wenn man ein Spiel nach dem Durchspielen direkt noch mal spielen will. Bloodborne ist so ein Spiel. Dazu das geniale Design, das fordernde und aggressive Kampfsystem und nicht zu vergessen einen der besten DLC seit langem. Dark Souls mag mehr Freiheiten bieten, Bloodeborne ist für mich aber das stimmigere Gesamtpaket.

3) Zelda BotW
Zelda erfindet die Open World neu. Wirklich. Ich habe mich so gerne in dieser Welt verloren und bin auf Entdeckungstour gegangen, wie selten in einem Spiel davor. Aufgrund ein paar Mängeln (Schreine zu anspruchslos, Regen!, Waffenhaltbarkeit, Story, Welt etwas leer) bleibt ihm aber der Top-Platz verwehrt.

4) Portal 2
Portal 1 war schon genial, Portal 2 macht quasi alles besser. Die Rätsel, der Humor, der Koop Modus, der generelle Umfang. Wenn man jemandem die Faszination Videospiele erklären will, Portal 2 wäre ein sehr gutes Beispiel.

5) Diablo 3
Ich war auch verwundert, aber als ich näher darüber nachdachte, kam einem Diablo immer passender für die Top 10 vor. Ich habe das Spiel so oft in den vergangenen Jahren ausgekramt und wieder einen neuen Run mit einem neuen Charakter gestartet, bis ich sie alle durch hatte, dass ich locker auf 200h komme. Und ich hatte immer Spaß. Wenn das mal kein Grund für die Top 10 ist, weiß ich auch nicht.

6) Civilization 5
Civ 5 hat mir gezeigt, wie genial Globalstrategie sein kann. Und wenn es auch nicht perfekt ist, es ist das bis dato beste und ausbalancierteste 4X Spiel, das ich spielen durfte.

7) Horizon Zero Dawn
Eigentlich ist HZD Open World Standardkost. Eigentlich. Denn es hat Mecha-Dinos und schafft das Kunststück, dass sich das nicht so bescheuert anfühlt, wie es klingt, sondern sich harmonisch in eine tolle Welt einfügt. Auch wenn die Open World Erkundung wenig belohnt, das wuchtige und spaßige Kampfsystem, die tolle SciFi Story und die geniale Grafik machen das alles wett. Mein einziges platiniertes PS4 Spiel. Ich habe jede Minute genossen.

8) Life is Strange
LiS hat es geschafft mich zu rühren, wie kein Videospiel davor. Das Gameplay ist nichts besonderes, die ruhige Atmosphäre, die Charakter und die emotionale Story mit ihren kleinen und großen Entscheidungen machen das Spiel aber zu einem meiner eindringlichsten Spieleerfahrungen der letzten Jahre. Ich habe meinen Geschwistern sogar eine Mail geschrieben, sie sollen dieses Spiel spielen (und die spielen wirklich wenig), so gut hat es mir gefallen. Objektiv ist es aber kein gutes "Spiel", weshalb es etwas weiter unten in der Rangliste steht.

9) Her Story
Her Sotry schafft es, was heutzutage nur sehr wenige Spiele schaffen. Es bietet mir eine neue und interessante Spielerfahrung. Eine, die ich so noch nie gesehen habe, die einen überrascht, fesselt und extrem befriedigend zurücklässt. Auch wenn es nur 3h lang ist, auch wenn man das Gameplay als limitiert beschreiben mag, es funktioniert in dem was es sein will perfekt. Und wenn das mal kein Grund für die Top Ten ist.

10) Hollow Knight
Ich kann mit 2D Sidescroller wenig anfangen. Ich hab mit Super Mario und Co meine Probleme, mit Super Metroid bin ich nie warm geworden. Aber dieses Spiel hat mich sofort verschlungen. Die Atmosphäre, die Metroidvania Aspekte, die Progression, das Spiel macht alles richtig. Das einzige, was man ihm vorwerfen kann, ist, dass es 20-30% seines Inhalts im optionalen Ende versteckt, das ich nie gesehen habe.

Und ganz knapp aus den Top Ten ist Titanfall 2 gefallen. Das Spiel rotiert bei mir seit 1,5 Jahren regelmäßig im Laufwerk und ist damit mein meistgespieltes Spiel in 2018 und 2019. Der Multiplayer hat mich einfach voll abgeholt. Und dabei ist die SP Kampange auch verdammt gut.

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