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Re: Runde 248: Andre & Dom: Schwerverbrecher

Verfasst: 6. Jan 2020, 14:25
von Pawuun
In meinem zweiten oder dritten Civ VI-Spieldurchgang wollte ich unbedingt das Achievement "Wissenschaftssieg" erreichen bzw. überhaupt so eine Art von Sieg, der militärische Weg erschien mir zu profan, hatte ich ja schon. Ich kam dann leider irgendwann an den Punkt, an dem einer meiner Kontrahenten mir fast uneinholbar voraus war, was die Siegkonditionen für den Wissenschaftssieg anging. Da habe ich mich dann entschlossen Atombomben auf seine Raumhäfen zu werfen, damit er mir den Sieg nicht vor der Nase wegschnappt und als erster auf dem Mars landet. Und so erlangte ich dann meinen Wissenschaftssieg. Absolut verhältnismäßige Maßnahme. :ugeek:

Re: Runde 248: Andre & Dom: Schwerverbrecher

Verfasst: 6. Jan 2020, 14:58
von Symm
Wir haben damals als High Level in Kal-Online mal 40 bis 50 hohe Mobs vor das Startgebiet gelockt und vor den 2 einzigen Ausgängen abgestellt. So konnte niemand das Gebiet unter Level 20 verlassen ohne sofort zu sterben.
Aus heutiger Sicht war das richtig fies.
Zur kleinen Verteidigung. In dem Spiel gabs auf unserem Level gar nix mehr zu tun. Keine Raids, kein Open PvP oder sowas.
Irgendwann haben wir die dann auch wieder gekillt. Denn es gab sowas wie Respawn nicht. Wenn die einmal standen, dann standen sie da bis zum weekly Maintaince.
Das war noch 2003 oder so in der preWoW Zeit.

Re: Runde 248: Andre & Dom: Schwerverbrecher

Verfasst: 6. Jan 2020, 15:07
von Voigt
Coole Folge, muss sagen ich fand es richtig süß von Andre wie verängstigt er war, dass die Community schlechter von ihm denkt, wenn er böse Taten zugibt.

Da kann ich nur eure Worte zu euch zurück zitiern:
"Da wäre etwas mehr Vertrauen ins uns doch wünschenswert, schade" :P

Ansonsten wegen eigener Schandtaten, bin meist eigentlich ein guter. Nur die profane Gewalt in Strategiespielen, wie abstrakt retro in Siedler II wie bereita angesprochen, oder etwas realer Deutschland in HoI IV zum Sieg im 2. WK führen.

Re: Runde 248: Andre & Dom: Schwerverbrecher

Verfasst: 6. Jan 2020, 15:41
von johnnyD
Ich möchte mal die Gelegenheit zum Lob an Dom nutzen, nachdem ich grad die Folge gestartet habe: die Wahl auf dich zur Verstärkung des Teams bzw zur Kompensation von Jochen kann ich nur begrüßen!
Die Art der Herangehensweise an Themen, die angenehme Stimme, der Humor und die Liebe zum Detail merkt man bereits an den Horror Folgen, die ich immer als Außenstehender sehr genieße (insbesondere da ich selbst mit Horror egal ob Film oder Spiel nichts anfangen kann).

Fun Fact und nicht böse werten: jedesmal einen Kurzen bei dem Wort "spannend" macht jede Folge zum idealen Trinkspiel ;).

Aber genug der Scherze, freu mich auf das laufende Quartal im Zusammenspiel mit André und Sebastian zzgl Gäste (und gute Besserung!) :)

Re: Runde 248: Andre & Dom: Schwerverbrecher

Verfasst: 6. Jan 2020, 16:03
von Desotho
Symm hat geschrieben:
6. Jan 2020, 14:58
Wir haben damals als High Level in Kal-Online mal 40 bis 50 hohe Mobs vor das Startgebiet gelockt und vor den 2 einzigen Ausgängen abgestellt. So konnte niemand das Gebiet unter Level 20 verlassen ohne sofort zu sterben.
...
Das war noch 2003 oder so in der preWoW Zeit.
Wobei man da durchaus auch auf den Hersteller zeigen darf. Sowas ging schon in Ultima Online lange vor 2003.
Ist natürlich denkbar, dass das von dem einfach als valide angesehen wurde.

Gibt da auch zu UO eine nette Story wo Garriott irgendwie pissed war, weil ein PK Speiler gekillt hat. Und der meinte dann nur: ich mache nur wozu Du mir die Möglichkeit gegeben hast.

Die Möglichkeit an sich zu sowas ist auch cool, allerdings sollte ein MMO dann den Spielern ein Toolset an Umgehungen/Gegenmaßnahmen zu Verfügung stellen.
In UO hat man als Neuling erstmal nur Dreck gefressen. Danach war man aber gegen (fast) alles gewappnet.

Re: Runde 248: Andre & Dom: Schwerverbrecher

Verfasst: 6. Jan 2020, 17:09
von Andre Peschke
Voigt hat geschrieben:
6. Jan 2020, 15:07
Coole Folge, muss sagen ich fand es richtig süß von Andre wie verängstigt er war, dass die Community schlechter von ihm denkt, wenn er böse Taten zugibt.

Da kann ich nur eure Worte zu euch zurück zitiern:
"Da wäre etwas mehr Vertrauen ins uns doch wünschenswert, schade" :P
Also... ich hielt es für sinnvoll und thematisch passend, dass mal kurz diese emotionale Seite ehrlich anzusprechen. Denn die Befürchtung missverstanden zu werden, wird genau diesen Diskurs über Spiele und Gewalt mit Sicherheit behindern oder einschränken. Mal abgesehen davon, dass es ja auch allgemein gewünscht ist, dass wir uns gegenüber euch allen auch öffnen. Die Ausstrahlung der Folge und die öffentliche Reflektion über die Angst missverstanden zu werden, verstehe ich eher als einen Beweis meines Vertrauens. Es ging dabei auch nicht darum, dass ich in Hitman Leichen gestapelt habe, sondern zB um die Nazi-Diskussion, wo man 20 Minuten später dann eben denkt: "War da eine unglückliche Formulierung dabei?"

Das du daraus einen Vorwurf ableitest, ist nicht beruhigend. ^^

Andre

Re: Runde 248: Andre & Dom: Schwerverbrecher

Verfasst: 6. Jan 2020, 17:46
von johnnyD
Gewidmet Enrico und Claudia, was hab ich gelacht :D. Danke für die Folge :clap:

Re: Runde 248: Andre & Dom: Schwerverbrecher

Verfasst: 6. Jan 2020, 19:11
von Donout
Tolle Folge. Dominik - du machst deine Sache richtig gut!
Andre sowieso :p

Re: Runde 248: Andre & Dom: Schwerverbrecher

Verfasst: 6. Jan 2020, 20:23
von Mastertronic
Sehr coole Folge und natürlich seid Ihr in bester Gesellschaft.... Immer den kleinen Informanten-Scheisser bei "Law of the West" abgeknallt, Tamagotchi mit Wonne verhungern lassen und vieles mehr..

Re: Runde 248: Andre & Dom: Schwerverbrecher

Verfasst: 6. Jan 2020, 21:09
von Corvus
Ich hoffe doch die folge wurde vor der Weihnachtsfolge aufgenommen und das ist der einzige grund warum der neue Jochen hier fälschlicherweise als Dom angesprochen wurde. :ugly:

Ich finde ein Singleplayer Spiel wo man wirklich "böse" sein kann, gab es bisher nicht. In der Regel kann man sich wie ein Arsch verhalten, aber wirklich böse ist das selten.
Selbst wenn man sich Kotor anguckt, dann ist man eher wie Jochen 1 es immer so schön sagte "ein rassistsches Arschloch" aber kein böser und ein Starkiller in the force unleashed wechselt im laufe der story zu den guten.

Agent47 ist jetzt auch kein bekloppter Serienmörder (also zumindest solange ihn Andre nicht spielt :ugly: ) sondern eher ein empathieloser Soziopath und ich meine selbst da wurde ja schon in mehreren Podcasts erarbeitet dass aufgrund der verkommenen Zielobjekte immer noch eine leichte rechtfertigung für das Handeln angeboten wird.

Ich überlege jetzt gerade ob es noch ein Spiel gab, wo man das wirklich durchziehen konnte und würde vermutlich am ehesten so Sachen wie Fallout 1 & 2 sowie Wasteland 2 in den Ring werfen. Beide haben die quasi alle möglichkeiten gegeben einen bösen zu spielen. Aber das kann auch die nostalgische verklärung sein. Eben so würde ich sagen dass man bei Rollenspielen die auf P&P vorlagen basieren eher böse Charaktere spielen kann, auch wenn das meistens so klischeeböse alà "Ich press die bauern bis auf bluts aus" oder "ich bring alle um" ist.


Zu dem Problem gewisse Pixelmassen umzubringen:
Ich bin da so wie Andre gepohlt, wirkliche Probleme etwas zu erschießen hatte ich eigentlich nur damals bei Dying Light als ich auf die Kinderzombies getroffen bin. Das war echt hart.

Re: Runde 248: Andre & Dom: Schwerverbrecher

Verfasst: 6. Jan 2020, 21:28
von Desotho
Corvus hat geschrieben:
6. Jan 2020, 21:09
Ich hoffe doch die folge wurde vor der Weihnachtsfolge aufgenommen und das ist der einzige grund warum der neue Jochen hier fälschlicherweise als Dom angesprochen wurde. :ugly:
Beide waren schon immer ein und dieselbe schizophrene Person!

Re: Runde 248: Andre & Dom: Schwerverbrecher

Verfasst: 6. Jan 2020, 21:37
von Stasya
Dom kann gar nicht böse sein, Dom ist doch eine männliche Crazy Cat Lady ;) haben wir doch vor einigen Folgen gelernt!

Also als Charakter in RPGs bin ich eigentlich immer ekelhaft nett und diplomatisch. Kann gar nicht anders, ist ein innerer Zwang.
Mit dem Auto Passanten jagen ist da schon das Maximum.

Dafür scheine ich der einzige Mensch hier zu sein, der gezielt versucht, sämtliches Viehzeug zu töten und STUNDEN damit zubringt, jedes noch so seltene Tier zu erlegen. Außer Fische, ich hasse Angelminispiele aller Art. Und Fische sind eklig. Bäh.
Selbst bei Nutztieren probiere ich zumindest immer aus, ob ich sie verletzen kann und wie meine Umgebung darauf reagiert, wenn ich Kuh Hildegard mit Pfeilen spicke, Waldi trete oder versuche das Schaf mit dem Schwert zu scheren.
Und wenn ich daran denke, wie ich die Grenzen meiner reitbaren Untersätze austeste... :ugly:
Und in Zoospielen kann man so viele tolle Sachen anstellen. Notfalls mit den Besuchern.

(Im echten Leben bin in übrigens Tierfreund, Vegetarier und habe schon ein schlechtes Gewissen, wenn ich im Sommer nervige Fliegen erschlage um endlich schlafen zu können!)

Re: Runde 248: Andre & Dom: Schwerverbrecher

Verfasst: 6. Jan 2020, 22:58
von HerrReineke
Habe die Folge selbst noch nicht gehört, aber böse Taten in Spielen? Ich werfe Tyanny in den Raum: Hach, wie habe ich mich gefreut und amüsiert, als ich gemerkt habe, dass ich den Kerl tatsächlich von meinem gewaltigen Turm runtertreten kann :ugly:

Ansonsten habe ich echt oft das Problem, dass ich zwar gerne böse spiele bzw. spielen würde, aber dabei eher so ne Art sadistischer Robin Hood bei rauskommt: Bei KotoR war mein Charakter tief böse und warf mit Blitzen nur so um sich. Aber die eigene Crew und arme Menschen wurden behandelt wie die eigenen Kinder. Aber böse zu Bösen sein: Liebend gern! Das führte am Ende meines ersten Durchgangs zu dem kuriosen Ergebnis, dass mein Sith-Ich (jedenfalls äußerlich xD) natürlich das gute Ende zu sehen bekam :D

Über weitere Schandtaten muss ich erstmal nachgrübeln... :think:

Re: Runde 248: Andre & Dom: Schwerverbrecher

Verfasst: 6. Jan 2020, 22:59
von sleepnt
Herrliche Folge! Habe sie glatt ein zweites Mal gehört...

Es ist Ansichtssache was man dann als böse bezeichnet. Auch wenn ich zuvor etwas anderes behauptete, dass ich eigentlich keinen bösen Charakter spiele, dann aus den mehrfach genannten Gründen, dass Spiele es nicht zulassen bzw. nicht gute verpacken.

Streng genommen tut man ständig böses aus einer gewissen Sicht. Aber in meiner Wahrnehmung interagiere ich nur mit dem Spiel - ich interagiere nicht mit der Welt, die es mir bietet. Ich nehme es also gar nicht als innerhalb der Spielwelt gesetzte Handlung, geschweige denn böse Handlung, wahr.

Wenn ich jedoch das Spiel immersiv spiele, dann kann ich das sehr gut. Habe aber anscheindend nicht Skrupel, wie andere - die Tiere in RDR2 taten mir nicht sonderlich leid. Ich kann reale Gewalt in jeglicher Form gar nicht ab - aber fiktive lässt mich kalt.

Re: Runde 248: Andre & Dom: Schwerverbrecher

Verfasst: 7. Jan 2020, 05:04
von Voigt
Andre Peschke hat geschrieben:
6. Jan 2020, 17:09
Voigt hat geschrieben:
6. Jan 2020, 15:07
Coole Folge, muss sagen ich fand es richtig süß von Andre wie verängstigt er war, dass die Community schlechter von ihm denkt, wenn er böse Taten zugibt.

Da kann ich nur eure Worte zu euch zurück zitiern:
"Da wäre etwas mehr Vertrauen ins uns doch wünschenswert, schade" :P
Also... ich hielt es für sinnvoll und thematisch passend, dass mal kurz diese emotionale Seite ehrlich anzusprechen. Denn die Befürchtung missverstanden zu werden, wird genau diesen Diskurs über Spiele und Gewalt mit Sicherheit behindern oder einschränken. Mal abgesehen davon, dass es ja auch allgemein gewünscht ist, dass wir uns gegenüber euch allen auch öffnen. Die Ausstrahlung der Folge und die öffentliche Reflektion über die Angst missverstanden zu werden, verstehe ich eher als einen Beweis meines Vertrauens. Es ging dabei auch nicht darum, dass ich in Hitman Leichen gestapelt habe, sondern zB um die Nazi-Diskussion, wo man 20 Minuten später dann eben denkt: "War da eine unglückliche Formulierung dabei?"

Das du daraus einen Vorwurf ableitest, ist nicht beruhigend. ^^

Andre
Ich werde mich niemals beschweren, dass ihr offen über euer Gemüt redet, oder offen darüber dass ihr Angst habt. War bloß eine spaßige Spitze dass ihr diese sorgenvolle Gefühle habt, so wie wir als Community auch manchmal sorgenvolle Gefühle zum Projekt haben. Wo diese Sorge auch manchmal bekundet wird, mit aber dem Gedanken dass wir Vertrauen in euer Projekt haben. Das die Sorgen aufkommen sind ja ganz normal, sowas hatten wir ja schonmal.
Da nur das Zitat mit Augenzwinkern zurückgegeben, was du uns dann öfter sagst, wir kennen euch und wissen wie etwas gemeint war.

Re: Runde 248: Andre & Dom: Schwerverbrecher

Verfasst: 7. Jan 2020, 12:27
von meieiro
Mir gehts vorallem bei Rollenspielen immer so, dass ich mal den bösen Weg ausprobieren will, aber dann bringe ich es irgendwie immer nicht über mich das komplett durchzuziehen und lande doch wieder auf der gute Seite.
Das bösteste was mir einfällt ist aus StarWars: The old Republic. Wo ich als böser Darth Maul Verschnitt erst den Jedi-Meister getötet und dann seinen Padawan davon überzeugt habe auf die dunkle Seite zu wechseln und mir zu dienen.

Ansonsten werfe ich noch Dungeon Keeper in den Ring. Dort spielt man den Bösen, der ganze schöne Welt zerstört. Wobei das in dem Fall natürlich vom Spiel vorgegeben wird.

Re: Runde 248: Andre & Dom: Schwerverbrecher

Verfasst: 7. Jan 2020, 13:33
von Textsortenlinguistik
Als Entschuldigung für das frevelhafte Übergehen von Overlord fordere ich mindestens ein Altbier zu dem Spiel ein! :>

Dom hat mir sehr gut gefallen, man merkt langsam deutlich die angesammelte Podcast-Erfahrung. :)

Dickes Minus an André für den spontanen GoT-Spoiler-Monolog. :naughty:

Re: Runde 248: Andre & Dom: Schwerverbrecher

Verfasst: 7. Jan 2020, 16:39
von Jon Zen
Hat hier noch jemand das Browsergame "Die Stämme" gespielt?

Man startet mit ca. 20.000 anderen User mit einem kleinen Dorf, verbündet sich mit anderen Spieler zu sogenannten Stämmen und wächst immer weiter, indem man die Dörfer der anderen Mitspielern erobert. Um zum Hai, in dieser Ursuppe zu werden, musste man sich so manchen dreckigen Trick behifllich machen. Habe einige wunderbare Erinnerungen und Lehren daraus mitgenommen. :lol: :twisted:

Re: Runde 248: Andre & Dom: Schwerverbrecher

Verfasst: 7. Jan 2020, 22:54
von toxic_garden
zwei Sachen kamen mir direkt in den Sinn:

- zum Einen liebe ich es, wenn ich Gegner vergiften kann. Meistens halte ich dann minimalen Abstand und schaue zu, wie das Gift langsam am Lebensbalken nagt, ohne weiter zu attackieren. Dieser spannende Moment von "naaa, reicht die Vergiftung, damit du umfällst oder muss ich dir doch noch mal zur Sicherheit ins Gesicht schießen?". Super befriedigend!!

- a propos "ins Gesicht schießen": wenn ich die Wahl habe, eine Quest zu erfüllen, indem ich taktisch klug und ohne größere Gewalt vorgehe, ist das lediglich im ersten Drittel des Spiels eine Option. Danach muss der Questgeber damit leben, dass die Dialoge immer nach dem selben Schema ablaufen.

Quest Guy: "Du kannst das Ziel einfach umbringen. Oder, um Aufsehen zu vermeiden, schleichst du dich einfach durch die Gänge bei.... "
Ich: "warte kurz hier"
*Schussgeräusche ertönen in der Ferne*
"So. Quest erledigt. Was wolltest du eben noch sagen?"
Quest Guy: "nene, schon gut. Hat sich erübrigt. *seufz*"

Re: Runde 248: Andre & Dom: Schwerverbrecher

Verfasst: 8. Jan 2020, 05:44
von Phazonis
Corvus hat geschrieben:
6. Jan 2020, 21:09
Ich finde ein Singleplayer Spiel wo man wirklich "böse" sein kann, gab es bisher nicht. In der Regel kann man sich wie ein Arsch verhalten, aber wirklich böse ist das selten.
Was mir vorallen auffällt ist das wirkliches Selbstbestimmtes Böse sein meist nur in abstrakten Spielen möglich ist. Zum Beispiel konnte ich meine Zerstörungsträume in Stellaris gut ausleben.

Ich dachte mir dann eines Tages wir starten mal einen Run mit einem Machinenreich als Exterminatoren, also als Reich was alles organsiche Leben auslöschen will. Ich dachte dabei es wird schwierig werden, da jedes organische Reich dich natürlich als Feind sieht und ich wollte eigentlich nur mal sehen wie weit ich komme.

Das Spiel geht los und ich starte in einer relativ abgelegenen Region der Galaxis und darf mich erstmal in Ruhe aufbauen. Mit der Zeit kamen die ersten diplomatischen Kontakte und siehe an organische Maden. Jede Menge davon sogar und sie alle können mich nicht leiden, aber noch viel besser sie können sich untereinander auch nicht leiden. Das wird spaßig.

Nach ausreichender Expansion wurden dann die ersten taktischen Kriege angezettelt, ich meine was kann ich dafür, wenn sich zwei organische Reiche bekämpfen und ich als friedensstiftender Dritter dann erst das eine und dann das andere vernichte? Spätetens wenn nach einem Jahr die Bewohner durch einen Prozess, bei dem mir das Spiel versichert, dass er nicht (zu) schmerzvoll ist, zu Energie verarbeitet wurden ist Ruhe.

So expandierte ich fröhlich vor mich hin. Nutze jeden Zwist der organischen Lebewesen aus um mein Territorium zu vergrößern und nahm nebenbei noch ein paar kleine Reiche mit, ich meine die vermisst ja niemand. Das ging fröhlich weiter bis ins Endgame, als die gute halbe Galaxie unter meiner Kontrolle war und mitten in meinem Terrotorium die große Endgame Herrausforderung spawnte. Ein kollektivistischer organsicher Alienschwarm. Das mussten natürlich erstmal die 5 großen Kriegsflotten hingeschickt werden um den Bereich zu befrieden, denn diese Galaxis hat schon eine Geißel und die bin ich.

Ich habe mich dann immer mal gefragt, ob die organischen Lebewesen mal darüber nachdachten, dass ihre ständigen Streitereien über sowas banales wie Ideologien, nicht vielleicht hinderlich waren die große Bedrohung vom Rand der Galaxis zu bekämpfen, die aus ist sie alle umzubringen... Naja sie haben 1 Jahr Zeit darüber nachzudenken während ich ihren Planeten einnehme und sie zu Energiecredits verarbeite. Ich meine die Flotten unterhalten sich nicht von alleine und ohne meine organischen Batterien klafft ein großes Loch in meiner Bilanz. :twisted: