Pixelgrafiken - Ich kann sie nicht mehr sehen! Oder: Warum sind heutige Indies so langweilig?

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Axel
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Pixelgrafiken - Ich kann sie nicht mehr sehen! Oder: Warum sind heutige Indies so langweilig?

Beitrag von Axel »

Wem geht es ähnlich? Eigentlich mag ich ja Pixelgrafiken, wenn sie gut gemacht sind. Das heißt, wenn sie das Nostalgiegefühl alter Systeme transportieren oder wenn sie richtig schön detailreich sind.

Die an alten Apple Heimcomputern angelehnte Grafik im kommenden World of Horror? Wunderschön:
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Die vom NES inspirierten Spiele des mexikanischen Studios JoyMasher wie etwa Odallus? Immer her damit!
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Und dann wäre noch 198X zu nennen. Spielerisch meh, aber ein Pixel-Grafikporn in einer eigenen Liga:
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Drei unterschiedliche Gattungen an tollen Pixelgrafiken, die eine Gemeinsamkeit haben: Sie sind die Ausnahme. Für mich sind über 95% sämtlicher Pixelgrafiken im Indiebereich langweilig, ja eigentlich auch generisch. Spiele wie Dead Cells etwa: Warum wird Dead Cells so gehypt?

Und damit kommen wir zum eigentlichen Problem, was ich habe:
Nicht nur, dass ein Spiel wie Dead Cells grafisch einschläfernd ist. Es ist so schrecklich aus allen Hype-Themen zusammengestöpselt: Metroidvania, check. Rogue-Lite, Check. Soulslike Kampfsystem, check. Und der Hype ist sicher. Doch von einer eigenen künstlerischen Vision ist nicht viel zu merken. Und so ist das derzeit bei vielen Indiespielen: Pixelgrafiken, weil sie vergleichsweise billig zu realisieren sind und irgendein „Nostalgiegefühl“ befriedigen sollen, ohne sich jedoch festzulegen welches. Dazu kommen die immer gleichen ausgetreten Spielmechaniken, alles wirkt langweilig und beliebig. In der Präsentation wie auch im spielerischen Inhalt!

Was waren das noch für Zeiten, als ich in The Path in eine surrealen Alptraumwelt entführt wurde. Sieht zwar heute nicht mehr so schön aus wie damals, aber das Artdesign sticht auch heute noch heraus. Oder als ich damals meinen ersten iPad bekam und mit Smash Hit eine spielerisch wie audiovisuelle geile Erfahrung machen durfte. Dasselbe Studio sollte ein paar Jahre später eines der bis heute coolsten Synthwave-Spiele veröffentlichen, nicht nur musikalisch sondern eben auch vom visuellen Standpunkt aus gesehen.

Heute dagegen herrscht meiner Ansicht nach generischer Stillstand in allen Aspekten, besonders auch bei Plattformern - eigentlich meinem Lieblingsgenre. Früher hat man sich mal richtig mühe gegeben wie in Giana Sisters: Twisted Dreams oder Mark of the Ninja. Beide mit tollen audiovisuellen Präsentationen. Und beide auch schon wieder geschlagene 7 Jahre alt. Warum gibt es HEUTE im Indiebereich kaum mehr sowas zu sehen?
Und warum macht Shin‘en etwa mit The Touryst ein ödes simples Adventure mit semiguten Geschicklichkeitspassagen und bestenfalls mittelmäßiger Voxel-Optik, wo sie es doch so viel geiler können?

Wenn wir in die Geschichte der Indiespiele der letzten 15 Jahre schauen, dann sehen wir so viele tolle Konzepte, Stile und Ideen. Von Cubis über Superhot bis hin zu Hidden Folks. Man könnte noch viele Titel aufzählen.

Es scheint so, dass man sich mittlerweile auch im Indiebereich der Arbeitsweise von großen Publishern angenähert hat. Yacht Games melkt sein Shovel Knight. Images and Forms schreiben auf jedem Spiel „Steamworld“ ran oder WayForward macht kaum mehr was anderes als die immer gleichen Shantae Spiele. Während andere Entwickler jeden Trend hinterherlaufen. Und nur wenige verwirklichen noch eigene Visionen. Ich finde das ungemein schade alles.
Der obige Beitrag stellt allein meine Meinung dar. Auch wenn ich es vielleicht nicht jedes einzelne Mal dazu schreibe, weil ich es vergesse: es ist dennoch nicht als Verallgemeinerung gemeint. Du sollst selbstverständlich eine andere Meinung haben. :)

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Alienloeffel
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Re: Pixelgrafiken - Ich kann sie nicht mehr sehen! Oder: Warum sind heutige Indies so langweilig?

Beitrag von Alienloeffel »

Ich verstehe durchaus wenn man mit der "typischen" Indie Pixel Grafik nichts anfangen kann, das ist an sich nichts spezielles mehr.
Deine Kritik in Richtung Dead Cells und Shovel Knight verstehe ich aber nicht. Bei ersterem erkennt man doch auf jeden Fall die Vision, schnelles aber doch variables Gameplay mit einer Dungeoncrawler'esquen Struktur zu verbinden. Die Grafik ist da vermutlich auch gut fürs Budget, aber ja echt nicht hässlich oder generisch. Das Spiel würde in einer 3D Grafik nicht gut aussehen denke ich. Dead Cells wird/wurde so abgefeiert, weil es eben verdammt gut ist und viele Elemente zu einer sehr guten Erfahrung zusammenführen. Da ist die Optik einfach nicht alles. Wenn du das nicht magst ist das ja ok, aber das mindert die Qualität des Spiels nicht.
Bei Shovel Knight ist die Pixelgrafik durch die Hommage an alte 2D Spiele wie Megaman sehr bewusst gewählt. Zudem kam Shovel Knight vor einigen Jahren raus, da war das durchaus noch ein Hingucker (soweit ich mich erinnere). Dass Yacht Club Games aus der Marke ein Franchise machen will/macht hat ja erstmal nichts mit der Grafik zu tun. Gerade Yacht Club und Images and Form machen doch seit längerer Zeit aufregende Sachen, die sich (bisher) nicht gleich anfühlen. Gerade die beiden studios sind doch sehr spannend gerade.

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Guthwulf
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Re: Pixelgrafiken - Ich kann sie nicht mehr sehen! Oder: Warum sind heutige Indies so langweilig?

Beitrag von Guthwulf »

Kommt halt immer auf die Perspektive an.

Ich bin PC-Kind und mit frühen Adventures, Rollenspielen sowie Space- und Ego-Shootern aufgewachsen. Also Zeug wie Monkey Island, Nordlandtrilogie, Ultima, Wing Commander, Doom etc. Entsprechend fehlt mir völlig der Nostalgiefaktor für Pixelgrafiken und wichtiger noch für Plattformer. Kann mit Plattformern nix anfangen und gefühlt 80% aller Indietitel sind irgendeine Variation eines Plattformers gerne mit Rogue Lite und Metroidvania Elementen. Ich kann die nicht mehr sehen, egal ob Pixelgrafik oder nicht.

Was Pixelgrafik selber angeht, sehe ich mangels Nostalgiefaktor darin vor allem technisch rückständige Grafik und hätte die Grafik lieber hochaufgelöst statt pixelig. Ich liebe tolle 2D Grafik aber eben lieger hochaufgelöst und detailliert. Ich verstehe, dass es eine Budgetfrage oder eine bewusste künstlerische Entscheidung ist, aber wenn ich die Wahl hätte, würde ich das fraglos vorhandene Talent der Grafiker lieber auf hochaufgelöste als auf niedrig aufgelösten Pixelbrei anwenden. Ich gucke Filme ja auch nicht mehr auf VHS sondern im Full HD Stream. Ich versteh aber, das man das auch anders sehen kann.

Insofern such ich mir halt meine Spiele und freu mich für die Leute, die mit den Pixelgrafiken was anfangen können.

Der Markt ist groß genug, das jeder "seine" Nische findet.
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Desotho
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Re: Pixelgrafiken - Ich kann sie nicht mehr sehen! Oder: Warum sind heutige Indies so langweilig?

Beitrag von Desotho »

Geile Pixelart macht mich nach wie vor an. Das funktioniert halt irgendwie immer :)

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Leonard Zelig
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Re: Pixelgrafiken - Ich kann sie nicht mehr sehen! Oder: Warum sind heutige Indies so langweilig?

Beitrag von Leonard Zelig »

Ich bin 1997 mit dem N64 zum Zocken gekommen und meinen ersten PC habe ich im Jahr 2000 bekommen. Daher habe ich absolut keine Retro-Gefühle bei Pixelgrafik. Ich finde ein Curse of Monkey Island optisch viel ansprechender als Monkey Island 1&2. Von daher bevorzuge ich 2D-Spiele wie Ori and the Will of the Wisps, welche die Vorteile der neuen Technik nutzen und nicht zwanghaft auf eine Pixeloptik setzen, die ja nur existierte weil die technischen Limitationen keine hübscheren Spiele zuließen.
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Guthwulf
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Re: Pixelgrafiken - Ich kann sie nicht mehr sehen! Oder: Warum sind heutige Indies so langweilig?

Beitrag von Guthwulf »

@Desotho
Schönes Beispiel. Die großen Portraits der Charaktere im Hintergrund find ich auch toll. Die kleinen Pixelbreisprites im Vordergrund hätte ich aber lieber in hoher Auflösung ohne erkennbare Pixelblöcke. Können ja künstlerisch gerne den gleichen Stil haben, nur eben ohne sichtbare Pixelbrei.
Leonard Zelig hat geschrieben:
29. Feb 2020, 14:25
Ich bin 1997 mit dem N64 zum Zocken gekommen und meinen ersten PC habe ich im Jahr 2000 bekommen. Daher habe ich absolut keine Retro-Gefühle bei Pixelgrafik. Ich finde ein Curse of Monkey Island optisch viel ansprechender als Monkey Island 1&2. Von daher bevorzuge ich 2D-Spiele wie Ori and the Will of the Wisps, welche die Vorteile der neuen Technik nutzen und nicht zwanghaft auf eine Pixeloptik setzen, die ja nur existierte weil die technischen Limitationen keine hübscheren Spiele zuließen.
Genau das! Insb. letzter Satz :clap: :dance:
Zuletzt geändert von Guthwulf am 29. Feb 2020, 14:29, insgesamt 1-mal geändert.
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tsch
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Re: Pixelgrafiken - Ich kann sie nicht mehr sehen! Oder: Warum sind heutige Indies so langweilig?

Beitrag von tsch »

Axel, hier mal eine ernst gemeinte Kritik an deinen Beiträgen/Threads: Wenn du eine Diskussion starten möchtest, dann mach das doch bitte ohne andauernd eine Agenda durchpushen zu müssen. Ich habe auf diesen Thread geklickt, weil ich durchaus finde, dass das eine Diskussion ist, die man machen kann.

Wenn ich allerdings dann deine Beispiele lese, dann verliere ich instant die Lust irgendwie darauf einzugehen, weil du keine plakativen Beispiele für ein reales Problem bringst, sondern auf populäre Spiele scheißen möchtest, die dir missfallen und den eigentlichen Diskussionspunkt nur als Vorwand dafür missbrauchst. Wenn das der Startpunkt einer Diskussion ist, dann finde ich es sehr frustrierend auch nur irgendwie darauf einzugehen, was du schreibst.

Alle von dir genannten Spiele sind in der Spielekritik (und der Mehrheit der Spieler) speziell für ihren tollen, einzigartigen Look gelobt worden. Ich finde es ebenso absurd Giana Sisters: Twisted Dreams als positives Beispiel zu nennen, während Shantae oder die Steamworld-Spiele Negativbeispiele sein sollen. Alles 3 keine klassischen Pixelspiele und gerade Steamworld ist doch bekannt für den einzigartigen Look.

Möchtest du ernsthaft kritisieren, dass z.B. die Designer von Image & Form ihren eigenen Stil gefunden haben und diesen nun iterieren? Seine eigene Signatur gefunden zu haben bedeutet nicht generell Stillstand, wie man insbesondere an den Steamworld-Spielen sieht - ganz im Gegenteil sogar. Eine eigene Signatur zu finden, ist wahrscheinlich das Ziel von so ziemlich jedem Kreativen, wenn man mal zu Zeichnern, Musikern, Filmregisseuren usw. schaut. Kritikwürdig wäre es dann, wenn man einfach einen generischen Pixelook nimmt und sich gar keine Gedanken mehr macht, was sonst möglich wäre, weil Pixellook ja ohnehin funktioniert.

Wenn dein einziges Anliegen ist aufzuschreiben, welche Spiele du magst und welche nicht, dann würde ich dir einen Blog oder so nahelegen - oder deine Meinung in einem jeweiligen Thread zu äußern.

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Guthwulf
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Re: Pixelgrafiken - Ich kann sie nicht mehr sehen! Oder: Warum sind heutige Indies so langweilig?

Beitrag von Guthwulf »

tsch hat geschrieben:
29. Feb 2020, 14:28
Axel, hier mal eine ernst gemeinte Kritik an deinen Beiträgen/Threads: Wenn du eine Diskussion starten möchtest, dann mach das doch bitte ohne andauernd eine Agenda durchpushen zu müssen. (...) Wenn ich allerdings dann deine Beispiele lese, dann verliere ich instant die Lust irgendwie darauf einzugehen, weil du keine plakativen Beispiele für ein reales Problem bringst, sondern auf populäre Spiele scheißen möchtest, die dir missfallen und den eigentlichen Diskussionspunkt nur als Vorwand dafür missbrauchst. Wenn das der Startpunkt einer Diskussion ist, dann finde ich es sehr frustrierend auch nur irgendwie darauf einzugehen, was du schreibst.
Öhm... Der Startpunkt einer Diskussion ist ein Meinungsbeitrag, der offensichtlich damit auch eine "Agenda" hat (nämlich das Vertreten eben jener Meinung). Dir muss die "Agenda" natürlich nicht gefallen, aber dann kannst du mit deinen Gegenargumenten sachlich in die Diskussion mit einsteigen. Wenn du hingegen keine Lust hast, auf die Argumente des anderen einzugehen (oder dessen Startpunkt nicht akzeptierst), dann wäre es vielleicht besser, den Thread zu ignorieren. Aber ich sehe da keinen Anlass für deine Kritik (oder den Ton indem du diese schreibst).
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Axel
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Re: Pixelgrafiken - Ich kann sie nicht mehr sehen! Oder: Warum sind heutige Indies so langweilig?

Beitrag von Axel »

Alienloeffel hat geschrieben:
29. Feb 2020, 13:14
Deine Kritik Shovel Knight verstehe ich aber nicht.
Das Spiel selbst ist gut, keine Frage. Ist auch hervorragend. Aber meine Kritik ist: Die machen jetzt gefühlt tausend weitere Spiele mit der „Marke“. Sowas finde ich dann irgendwie immer doof. Wie bei einer Band, die alle zwei Jahre das gefühlt gleiche Album produziert. Ich würde mir da mehr Leute in der Gamingbranche wünschen, die auch mal was anderes nach nem Erfolg machen und nicht immer wieder versuchen mehr vom selben zu produzieren. Das kann schiefgehen wie bei Shin‘en und Touryst. Aber, sie versuchen es wenigstens und schieben jetzt nicht noch zig ähnliche Spiele wie Fast RMX hinterher. Meine Kritik kommt aus der Angst heraus, dass sich Marken- und Franchise-Denken mehr und mehr bei den Indies festsetzt.

Deswegen fande ich damals ja damals Warren Spector so cool: Der System Shock und Deus Ex Designer macht ein Disney-Spiel! Und ein geiles dazu!
Zuletzt geändert von Axel am 29. Feb 2020, 15:00, insgesamt 2-mal geändert.
Der obige Beitrag stellt allein meine Meinung dar. Auch wenn ich es vielleicht nicht jedes einzelne Mal dazu schreibe, weil ich es vergesse: es ist dennoch nicht als Verallgemeinerung gemeint. Du sollst selbstverständlich eine andere Meinung haben. :)

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tsch
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Re: Pixelgrafiken - Ich kann sie nicht mehr sehen! Oder: Warum sind heutige Indies so langweilig?

Beitrag von tsch »

Guthwulf hat geschrieben:
29. Feb 2020, 14:33
tsch hat geschrieben:
29. Feb 2020, 14:28
Axel, hier mal eine ernst gemeinte Kritik an deinen Beiträgen/Threads: Wenn du eine Diskussion starten möchtest, dann mach das doch bitte ohne andauernd eine Agenda durchpushen zu müssen. (...) Wenn ich allerdings dann deine Beispiele lese, dann verliere ich instant die Lust irgendwie darauf einzugehen, weil du keine plakativen Beispiele für ein reales Problem bringst, sondern auf populäre Spiele scheißen möchtest, die dir missfallen und den eigentlichen Diskussionspunkt nur als Vorwand dafür missbrauchst. Wenn das der Startpunkt einer Diskussion ist, dann finde ich es sehr frustrierend auch nur irgendwie darauf einzugehen, was du schreibst.
Öhm... Der Startpunkt einer Diskussion ist ein Meinungsbeitrag, der offensichtlich damit auch eine "Agenda" hat (nämlich das Vertreten eben jener Meinung). Dir muss die "Agenda" natürlich nicht gefallen, aber dann kannst du mit deinen Gegenargumenten sachlich in die Diskussion mit einsteigen. Wenn du hingegen keine Lust hast, auf die Argumente des anderen einzugehen (oder dessen Startpunkt nicht mags), dann wäre es vielleicht besser, den Thread zu ignorieren. Aber ich sehe da keinen Anlass für deine Kritik (oder den Ton indem du diese schreibst).
Ich glaube, dass ich einen sehr sachlichen Ton gewählt habe und den Rest würde ich einfach mal auf Text + Interpretation schieben ;) . Falls "darauf scheißen" oder so den Eindruck geweckt haben, dann möchte ich klarstellen, dass das einfach mein normaler Ausdruck ist. Mein Ziel war nicht Axel persönlich zu attackieren, sondern wie er diesen Thread einleitet.

Ich kritisiere ebenso nicht, dass er eine Meinung hat - die durchaus Startpunkt einer Diskussion sein kann, sondern dass er ein Thema diskutieren möchte (Pixelgrafiken laut Titel), wo er dann aber gar nicht seine Meinung erläutert, sondern random irgendwelche ganz verschiedenen Indie-Titel in gut und schlecht einteilt. Ich greife also ganz konkret seine Argumente an, die ich nicht logisch nachvollziehbar finde.

Darauf könnte ich jetzt noch weiter eingehen, aber ich glaube, die meisten dürften schon verstehen was ich meine. Sonst können wir das auch gerne über PN klären, weil ich den Thread auch nicht an mich reißen möchte mit einer Offtopic-Diskussion...

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Axel
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Re: Pixelgrafiken - Ich kann sie nicht mehr sehen! Oder: Warum sind heutige Indies so langweilig?

Beitrag von Axel »

tsch hat geschrieben:
29. Feb 2020, 14:44
Ich kritisiere ebenso nicht, dass er eine Meinung hat - die durchaus Startpunkt einer Diskussion sein kann, sondern dass er ein Thema diskutieren möchte (Pixelgrafiken laut Titel), wo er dann aber gar nicht seine Meinung erläutert, sondern random irgendwelche ganz verschiedenen Indie-Titel in gut und schlecht einteilt. Ich greife also ganz konkret seine Argumente an, die ich nicht logisch nachvollziehbar finde.
Ja, das Ausgangsposting ist vielleicht etwas wirr. Weil ich auch wirre Gedanken beim erstellen hatte (ich neige sehr häufig zu wirren und scheinbar unzusammenhängenden Gedankengängen). Erst wollte ich tatsächlich nur einen Thread zum Thema Pixelgrafiken machen. Eingeleitet mit drei guten Beispielen. Und warum mir der sonstige typische „Indie-Stil“ nicht mehr wirklich gefällt. Als Random Beispiel kam mir dann Dead Cells in den Sinn. Und dann viel mir auf: Das wird ja bestimmt nicht nur wegen der Grafik so gehypt, sondern weil es aus einem Baukasten aus Trendthemen zusammengezimmert wird. Dass die Industrie ja so tickt, hat Ralf Adam im Post Mortem eindrucksvoll beschrieben. Und dann viel mir ein: Eigentlich waren Indies früher mal frischer und kreativer. Abwechslungsreicher und interessanter.

Also so kam eins zum nächsten zum anderen. So liest sich dann auch das Eingangsposting: Wirr, unstrukturiert. Fällt mir jetzt auch auf. Aber vielleicht können wir ja in der weiteren Diskussion die Gedankenfetzen entwirren und einzeln diskutieren. :)
Der obige Beitrag stellt allein meine Meinung dar. Auch wenn ich es vielleicht nicht jedes einzelne Mal dazu schreibe, weil ich es vergesse: es ist dennoch nicht als Verallgemeinerung gemeint. Du sollst selbstverständlich eine andere Meinung haben. :)

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Axel
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Re: Pixelgrafiken - Ich kann sie nicht mehr sehen! Oder: Warum sind heutige Indies so langweilig?

Beitrag von Axel »

Guthwulf hat geschrieben:
29. Feb 2020, 14:20
Was Pixelgrafik selber angeht, sehe ich mangels Nostalgiefaktor darin vor allem technisch rückständige Grafik und hätte die Grafik lieber hochaufgelöst statt pixelig.
Aber auch Du bist ja mit frühen PC-Spielen aufgewachsen: Löst dann so ein Spiel wie Thimbleweed Park keine Nostalgie aus? Dessen Bilder durchaus mit viel Liebe zum Detail glänzen und als Stilmittel halt die alte Maniac Mansion Ansicht nutzt.

Oder Wadjet Eye Adventures: http://www.wadjeteyegames.com/
Die ja von 2-3 Leuten gemacht werden und es dafür schon sehr cool ist, welchen Detailgrad die ganzen Bilder und Szenarien erreichen.
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IpsilonZ
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Re: Pixelgrafiken - Ich kann sie nicht mehr sehen! Oder: Warum sind heutige Indies so langweilig?

Beitrag von IpsilonZ »

Ich hab das Gefühl, dass du da aber auch sehr gezielt die Beispiele raus suchst die ins Bild passen.
Es fällt natürlich immer auf Geschmack zurück aber es gibt immer noch massig Spiele, die in meinen Augen sehr spannend und alles andere als generisch aussehen. Gris zum Beispiel ist ein in meinen Augen wunderschönes Spiel. The Outer Wilds ebenfalls. Und gibt noch viele andere die gut und nicht generisch aussehen, wie Disco Elysium, Ape Out oder Blazing Chrome. Oh, und Eastshade muss ich noch spielen.. <3
Ich hab mich mal umgeschaut was bald so kommt und da sind Spiele wie Cloudpunk, Book of Travels oder Maquette. Finde ich auch alle recht individuell und hübsch.

Natürlich werden auch viele auf irgendwelche Trends aufspringen. Im Moment sinds 2D Metroidvanias, vor einigen Jahren waren es größtenteils top down Rogue Likes und dann immer wieder 2D Adventures und JRPGs. Aber das ändert ja nichts daran, dass es genauso auch ne große Auswahl an anderen Spielen gibt.
Axel hat geschrieben:
29. Feb 2020, 14:54
(...)Das wird ja bestimmt nicht nur wegen der Grafik so gehypt, sondern weil es aus einem Baukasten aus Trendthemen zusammengezimmert wird. (...)
Dead Cells ist überhaupt nicht mein Spiel und ich finds auch optisch nicht interessant. Aber kann man nicht trotzdem einfach akzeptieren, dass es wohl ein wirklich gut gemachtes Spiel ist und es deswegen Leute toll fanden? Ich finds irgendwie etwas respektlos den Fans dieses Spiels zu unterstellen, dass sie das Spiel gut finden weil es halt alle momentanen Trends erfüllt.
Es ist ein gutes Spiel, das manchen nicht gefällt und dessen Elemente viele schnell nicht mehr spannend finden.

Dass es einige generische Spiele gibt und einige Entwickler die Trends hinterherrennen (wie es schon immer war) ändert für mich nichts daran, dass die Indie Szene auf mich immer noch sehr frisch und kreativ wirkt.

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Re: Pixelgrafiken - Ich kann sie nicht mehr sehen! Oder: Warum sind heutige Indies so langweilig?

Beitrag von Rince81 »

Axel hat geschrieben:
29. Feb 2020, 15:09
Aber auch Du bist ja mit frühen PC-Spielen aufgewachsen: Löst dann so ein Spiel wie Thimbleweed Park keine Nostalgie aus? Dessen Bilder durchaus mit viel Liebe zum Detail glänzen und als Stilmittel halt die alte Maniac Mansion Ansicht nutzt.

Oder Wadjet Eye Adventures: http://www.wadjeteyegames.com/
Die ja von 2-3 Leuten gemacht werden und es dafür schon sehr cool ist, welchen Detailgrad die ganzen Bilder und Szenarien erreichen.
Bei mir absolut 0,0%, dabei komme ich vom Amiga 500. Ich liebe die ersten Monkey Island Teile und Spiele die gerne mal wieder und habe früher auch Maniac Mansion gespielt. Aber für den heutigen uniformen Pixelgrafiklook der Indies habe ich noch nie was übrig gehabt.
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tsch
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Re: Pixelgrafiken - Ich kann sie nicht mehr sehen! Oder: Warum sind heutige Indies so langweilig?

Beitrag von tsch »

Axel hat geschrieben:
29. Feb 2020, 14:54
Ja, das Ausgangsposting ist vielleicht etwas wirr. Weil ich auch wirre Gedanken beim erstellen hatte (ich neige sehr häufig zu wirren und scheinbar unzusammenhängenden Gedankengängen). Erst wollte ich tatsächlich nur einen Thread zum Thema Pixelgrafiken machen. Eingeleitet mit drei guten Beispielen. Und warum mir der sonstige typische „Indie-Stil“ nicht mehr wirklich gefällt. Als Random Beispiel kam mir dann Dead Cells in den Sinn. Und dann viel mir auf: Das wird ja bestimmt nicht nur wegen der Grafik so gehypt, sondern weil es aus einem Baukasten aus Trendthemen zusammengezimmert wird. Dass die Industrie ja so tickt, hat Ralf Adam im Post Mortem eindrucksvoll beschrieben. Und dann viel mir ein: Eigentlich waren Indies früher mal frischer und kreativer. Abwechslungsreicher und interessanter.

Also so kam eins zum nächsten zum anderen. So liest sich dann auch das Eingangsposting: Wirr, unstrukturiert. Fällt mir jetzt auch auf. Aber vielleicht können wir ja in der weiteren Diskussion die Gedankenfetzen entwirren und einzeln diskutieren. :)
Danke für die Klarstellung :) . Wie schon im ersten Post geschrieben - und wieso ich erst auf den Thread geklickt habe, finde ich Pixelgrafik als Thema auch interessant. Du zeigst mit deinen 3 Beispielen auf jeden Fall auch herausragende Beispiele, was möglich wäre. Wenn du das ganze Thema Indie angehen möchtest, dann wird es wahrscheinlich aber sehr unübersichtlich. Du beschränkst dich in deinem Ausgangspost ja schon auf 2D-Titel.

Und selbst bei den 2D-Titeln muss man eigentlich wieder krass unterscheiden. Yacht Club Games, Image & Form und Wayforward sind ja schon eher aus ihren Indie-Wurzeln herausgewachsen und sind einfach kleine Entwicklungsstudios, wie man sie früher noch öfter hatte. Vielleicht gehe ich mal auf 3 Entwickler ein wenig ein, weil ich zu denen auch einigermaßen gut informiert bin:

Yacht Club Games - Ist deswegen schon sehr einzigartig, weil viele der Spiele ja eigentlich nur Erweiterungen sind, die sie in ihrem Kickstarter versprochen haben (All The Shovel Knight Games Explained - Noclip). Deswegen ist irgendwo dann auch klar, dass alle die gleiche Grafik nutzen. Spielerisch haben sich diese aber alle unterschieden - von Card Game bis Smash-Alternative. Die neu angekündigten Spiele (dieses Puzzle-Game und Shovel Knight Dig) nutzen nun einen neuen Artstyle, wo aber die Essenz von Shovel Knight noch durchschimmert (was ich positiv finde - Signatur des Künstlers).

Image & Form - Die machen ja keinen klassischen Pixellook sondern fast schon eher Comic-Grafik, was ich als Comic-Liebhaber sehr cool finde, weil es im Prinzip ein bisschen wie ein Comic-Artist ist, den man wiedererkennt. Jetzt ist es aber nicht immer der exakt gleiche Stil, sondern man erkennt einen generellen Fortschritt in der Qualität (von Steamworld Dig bis hin zu Steamworld Quest), aber auch eine Anpassung an das jeweilige Setting. Steamworld Quest unterscheidet sich z.B. im Detail wieder sehr zu Steamworld Heist.

Wayforward - Zugegebenermaßen der Entwickler, mit dem ich am wenigsten anfangen kann, weil ich dort den Stil einfach nicht sehr ansprechend finde und dieser sich auch stark ähnelt zu den letzten paar Shantae-Spielen, die ja auch spielerisch immer sehr ähnlich sind. Während Yacht Club Games und Image & Form also häufig hin und her springen, bleibt Wayforward (zumindest mit Shantae) ziemlich vorherhsehbar. Wenn ich mich richtig erinnere, entstand Yacht Club Games sogar aus ehemaligen Wayforward-Entwicklern, die aber was Neues schaffen wollten.
Zuletzt geändert von tsch am 29. Feb 2020, 15:33, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Pixelgrafiken - Ich kann sie nicht mehr sehen! Oder: Warum sind heutige Indies so langweilig?

Beitrag von Axel »

IpsilonZ hat geschrieben:
29. Feb 2020, 15:15
Dead Cells ist überhaupt nicht mein Spiel und ich finds auch optisch nicht interessant. Aber kann man nicht trotzdem einfach akzeptieren, dass es wohl ein wirklich gut gemachtes Spiel ist und es deswegen Leute toll fanden? Ich finds irgendwie etwas respektlos den Fans dieses Spiels zu unterstellen, dass sie das Spiel gut finden weil es halt alle momentanen Trends erfüllt.
Das habe ich so ja garnicht gesagt. Kann ja jeder damit Spaß haben, wie er will. Ich wollte ja auf was anderes hinaus: Wieso ist das Hinterherhecheln nach irgendwelchen Trends und Marken auch im Indiebereich angekommen? Einer probiert irgendwas, hat damit Erfolg und die nächsten 3-4 Jahre kann man sich an Clones nicht mehr retten! Das sorgt dafür, dass es keine Entwicklungen geben kann. Weder auf narrativer Ebene, noch auf spielmechanischer Ebene und in der audiovisuellen Präsentation ebenfalls nicht. Darauf möchte ich hinaus, dass diese typischen Denkweisen großer Publisher und deren Probleme mittlerweile auch im Indiebereich zu finden sind.
Der obige Beitrag stellt allein meine Meinung dar. Auch wenn ich es vielleicht nicht jedes einzelne Mal dazu schreibe, weil ich es vergesse: es ist dennoch nicht als Verallgemeinerung gemeint. Du sollst selbstverständlich eine andere Meinung haben. :)

meieiro
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Re: Pixelgrafiken - Ich kann sie nicht mehr sehen! Oder: Warum sind heutige Indies so langweilig?

Beitrag von meieiro »

Axel hat geschrieben:
29. Feb 2020, 15:33
IpsilonZ hat geschrieben:
29. Feb 2020, 15:15
Dead Cells ist überhaupt nicht mein Spiel und ich finds auch optisch nicht interessant. Aber kann man nicht trotzdem einfach akzeptieren, dass es wohl ein wirklich gut gemachtes Spiel ist und es deswegen Leute toll fanden? Ich finds irgendwie etwas respektlos den Fans dieses Spiels zu unterstellen, dass sie das Spiel gut finden weil es halt alle momentanen Trends erfüllt.
Das habe ich so ja garnicht gesagt. Kann ja jeder damit Spaß haben, wie er will. Ich wollte ja auf was anderes hinaus: Wieso ist das Hinterherhecheln nach irgendwelchen Trends und Marken auch im Indiebereich angekommen? Einer probiert irgendwas, hat damit Erfolg und die nächsten 3-4 Jahre kann man sich an Clones nicht mehr retten! Das sorgt dafür, dass es keine Entwicklungen geben kann. Weder auf narrativer Ebene, noch auf spielmechanischer Ebene und in der audiovisuellen Präsentation ebenfalls nicht. Darauf möchte ich hinaus, dass diese typischen Denkweisen großer Publisher und deren Probleme mittlerweile auch im Indiebereich zu finden sind.
Aber das ist ja kein neues Thema. Nach Doom gab es jede Menge Doom-Klone. Diablo-Klone gab es ohne Ende. Wenn irgendwas erfolgreich ist, dann wird es auch Nachahmer geben. Aber es gibt doch mit Sicherheit noch jede Menge orginelle Indie Spiele. Mir fällt da jetzt spontan Disco Elysium ein. Habe ich nicht gespielt aber nach allem was ich mitbekommen habe ist das sehr orginell und auch sehr gut. Solche Perlen wirds doch genug geben.

zum Thema: Ich habe den ganzen Hype um die Pixel-Grafik noch nie verstanden. Ich habe mir noch bei keinem Indie-Pixel-Spiel gedacht. Oh das ist ja hübsch.

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Desotho
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Re: Pixelgrafiken - Ich kann sie nicht mehr sehen! Oder: Warum sind heutige Indies so langweilig?

Beitrag von Desotho »

Das ist meiner Ansicht nach aber auch im Indiebereich nicht neu und auch nicht verwunderlich. Die Leute machen eben gerne das was a) zu funktionieren scheint und b) sie selbst geil finden.
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sleepnt
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Re: Pixelgrafiken - Ich kann sie nicht mehr sehen! Oder: Warum sind heutige Indies so langweilig?

Beitrag von sleepnt »

Ich bin mit SNES und Gameboy groß geworden und habe schon damals den Sprung zur 3D-Grafik nicht als positiv wahrgenommen. 3D-Steuerung war grausig und die Optik war krude. Daher habe ich TLoZ - Ocarina of Time nie als gut empfunden, obwohl es innovativ war und Standards gesetzt hat.

Und so wie die Grafik besser wurde, wurde die Lesbarkeit schlechter. Heute kann in der äußerst detailreichen Grafik ohne zusätzliche Unterstützung interaktive Objekte nicht mehr erkennen. Einblendungen oder Detectiv-Vision (Witcher Sense o.ä.) sind die Folge.

Daher empfinde ich pixeloptik als angenehme. kruder pixeloptik auf NES-Niveu kann ich nichts anfangen, da ich halt mit SNES großgeworden bin. Daher wirkt das für mich zu grob. SNES war einfach die Höhe des 2D und sieht heute noch toll aus. Junge 3D-Titel bis in die frühen 2000er sehen heute zu großteilen einfach nur schlecht aus - teilweise sogar schon damals.

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Alienloeffel
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Re: Pixelgrafiken - Ich kann sie nicht mehr sehen! Oder: Warum sind heutige Indies so langweilig?

Beitrag von Alienloeffel »

Axel hat geschrieben:
29. Feb 2020, 15:33
IpsilonZ hat geschrieben:
29. Feb 2020, 15:15
Dead Cells ist überhaupt nicht mein Spiel und ich finds auch optisch nicht interessant. Aber kann man nicht trotzdem einfach akzeptieren, dass es wohl ein wirklich gut gemachtes Spiel ist und es deswegen Leute toll fanden? Ich finds irgendwie etwas respektlos den Fans dieses Spiels zu unterstellen, dass sie das Spiel gut finden weil es halt alle momentanen Trends erfüllt.
Das habe ich so ja garnicht gesagt. Kann ja jeder damit Spaß haben, wie er will. Ich wollte ja auf was anderes hinaus: Wieso ist das Hinterherhecheln nach irgendwelchen Trends und Marken auch im Indiebereich angekommen? Einer probiert irgendwas, hat damit Erfolg und die nächsten 3-4 Jahre kann man sich an Clones nicht mehr retten! Das sorgt dafür, dass es keine Entwicklungen geben kann. Weder auf narrativer Ebene, noch auf spielmechanischer Ebene und in der audiovisuellen Präsentation ebenfalls nicht. Darauf möchte ich hinaus, dass diese typischen Denkweisen großer Publisher und deren Probleme mittlerweile auch im Indiebereich zu finden sind.

Wenn Dead Cells den Trends hinterher hechelt, warum stach es dann so heraus? Und wo sind die ganzen Dead Cells Klone? Oder von was ist es der Klon?
Das stimmt halt einfach nicht.
Dead Cells hat das Rad nicht neu erfunden, aber schon ein neues Auto gebaut.
Und wo gibt es da die "typischen Probleme" der großen publisher? Es gab einen ersten dlc kostenlos und den zweiten nun für fünf Euro. Das ist nicht gewöhnlich.

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