Runde #267: In der Taverne

Alles, was nicht in ein anderes Forum gehört: Hier rein
Forumsregeln
Datenschutzerklärung: https://www.gamespodcast.de/datenschutzerklaerung/
Impressum: https://www.gamespodcast.de/impressum/

Forenregeln und zukünftige Weltverfassung
ART 1: Behandle andere Nutzer mit Respekt.
ART 2: Do NOT piss off the Podcasters

Lies bitte weitere Hinweise hier: viewtopic.php?f=4&t=2789
Dronach
Beiträge: 3
Registriert: 26. Jul 2017, 11:30

Re: Runde #267: In der Taverne

Beitrag von Dronach »

Floki hat geschrieben:
19. Mai 2020, 10:14
Wenn ich an meine Zeit in Köln denke und mir die Trinkhallen (alleine das Wort) vor Augen rufe, war es nicht besser.
Als Düsseldorfer muss ich da aber anmerken, dass es hier wie in Köln Hausbrauereien gibt, die von der lokalkulturellen Bedeutung durchaus ähnlich zu gewichten sind wie die bayrischen Biergärten.
Bei den Trinkhallen gebe ich dir aber recht. Im Ruhrgebiet wiederum haben die aber meiner Erfahrung nach einen besseren Ruf als so eine Art "Wasserloch" für die Nachbarschaft.

Zur Folge:
Ich mochte sie nicht sonderlich, weil mir der Gesprächsfluss gefehlt hat (auch von Doms Seite). Irgendwann hat André relativ lange monologisiert und im Anschluss kam Dom mit einem völlig neuen Themenbereich an (genaueres weiß ich jetzt nicht). Kam bei mir einfach etwas holprig an.

ganga
Beiträge: 155
Registriert: 2. Aug 2017, 20:11

Re: Runde #267: In der Taverne

Beitrag von ganga »

zetdeef hat geschrieben:
19. Mai 2020, 08:35
[...]
In Games sieht das wiederum anders aus. Ich mag es von einem Abenteuer zurückzukehren und erstmal in die Taverne gehen, was zu essen zu trinken und ggf. einem Minispiel zu fröhnen.
Aktuell spiele ich z.B. Kingdom Come Deliverance und es hat schon was von irgendeiner "Töte Banditenanführer Schniedelwutz" -Quest in die nächste Taverne zu gehen, beim Würfeln ein paar Groschen zu verdienen bevor man in sein Gemach zurückzieht um vllt. noch ein Buch zu lesen.

[...]
In KCD ging mir das genauso. Gerade das erste Drittel des Spiels fühlte ich mich im Wald echt unwohl, da ich wusste dass ich leichte Beute für Banditen wäre. Und nicht nur einmal bin ich panisch vor denen weggelaufen. Da war ich immer extrem froh wenn man zum Beispiel zur Schänke am Waldesrand kam und wusste, jetzt bin ich hier in Sicherheit. Dazu die gesellige Atmosphäre, das hatte schon was.

In der Realität bin ich auch kein Kneipengänger. Die einzige "Kneipe" die ich mal regelmäßig besucht habe war ein größeres Irish Pub in Darmstadt, da gab es wöchentlich ein Pub Quiz, das war immer ein ziemlicher Spaß. Ansonsten gehe ich wahrscheinlich keine zweimal im Jahr in eine Kneipe.

Insgesamt fand ich die Folge etwas durchwachsen, ich hatte den Eindruck, dass Dom doch deutlich am meisten Lust auf das Thema hatte. Nichtsdestotrotz waren ein paar interessante Punkte dabei. Hab André innerlich total zugestimmt, als er meinte dass ihn die Taverne als reiner Quest-abhol-Ort nervt. Ging mir neulich in (dem imo recht durchschnittlichen) the Outer Worlds mal wieder so. Da kommt dann nach Stunden des normalen Quests abarbeitens irgendwann wieder die neue (Hub-)Welt, in der man erstmal 1-2 Stunden lang alle NPCs abklappert. Fürs Pacing nicht so geil.

edit:
@André
du meinst in Mass Effect wahrscheinlich das Flux

Benutzeravatar
philoponus
Beiträge: 1170
Registriert: 4. Apr 2017, 18:18
Kontaktdaten:

Re: Runde #267: In der Taverne

Beitrag von philoponus »

Rick Wertz hat geschrieben:
22. Mai 2020, 01:43
Das echte Problem mit dem Biertalk ist meines Erachtens, dass er immer länger wird. Persönlich bin ich für die Möglichkeit des Überspringens sehr dankbar.

Es scheint aber generell bei vielen Podcast so zu sein dass das unwesentliche Geplauder mit der Zeit immer mehr wird; den Biertalk wieder auf eine vernünftige Länge einzudämmen oder das Gimmick ganz aufzugeben wäre sicherlich nicht verkehrt.
Den Bier-Talk überspringe ich seit es diese Möglichkeit gibt und zwar immer.

Benutzeravatar
echtschlecht165
Beiträge: 1648
Registriert: 9. Jan 2017, 13:26

Re: Runde #267: In der Taverne

Beitrag von echtschlecht165 »

ich trinke gerne Bier, aber den Biertalk überspringe ich auch meistens.
Es schmerzt vorallem bei Andre, ihn über Genuss und Lebensmittel reden zu hören :-D
In Stein gemeißelt

ThomasBonn
Beiträge: 1
Registriert: 28. Mai 2020, 16:09

Re: Runde #267: In der Taverne

Beitrag von ThomasBonn »

Dom, du wolltest doch Vorschläge für Tavernenspiele haben. Eines, das, naja, sagen wir mal "in die Nähe" kommt (oder zumindest in die richtige Richtung schaut), heißt "Coffee Talk": https://store.steampowered.com/app/914800/Coffee_Talk/

Man baut kein Tavernenimperium auf, sondern führt lediglich eine Bar, in der man Gespräche mit den Anwesenden führt. Außerdem lernt man ihre Vorlieben und Geschichten kennen. Ist ganz nett, kann man mal spielen. Ich hab ein paar Mal gelacht.

Benutzeravatar
Dom Schott
Beiträge: 167
Registriert: 7. Mai 2018, 13:18

Re: Runde #267: In der Taverne

Beitrag von Dom Schott »

ThomasBonn hat geschrieben:
28. Mai 2020, 16:18
Dom, du wolltest doch Vorschläge für Tavernenspiele haben. Eines, das, naja, sagen wir mal "in die Nähe" kommt (oder zumindest in die richtige Richtung schaut), heißt "Coffee Talk": https://store.steampowered.com/app/914800/Coffee_Talk/

Man baut kein Tavernenimperium auf, sondern führt lediglich eine Bar, in der man Gespräche mit den Anwesenden führt. Außerdem lernt man ihre Vorlieben und Geschichten kennen. Ist ganz nett, kann man mal spielen. Ich hab ein paar Mal gelacht.
Sehr gut, das liegt sogar schon auf meiner Festplatte rum, danke für diese Erinnerung! :D
Katzen sind super, Zitronenlimo auch und Archäologie ebenfalls.
https://twitter.com/R3nDom

Benutzeravatar
tyr
Beiträge: 17
Registriert: 12. Sep 2017, 12:50

Re: Runde #267: In der Taverne

Beitrag von tyr »

Gonas hat geschrieben: Also das Thema mag toll sein, ja, aber die Folge war es nicht. Warum holt man drei Leute zusammen zu einem Sonntagspodcast wenn nur eine Person wirklich etwas beitragen kann?

...

Besonders schwierig finde ich, dass Enderal nicht angesprochen wurde (vermutlich weil es keiner gespielt hat :( ). Ja, es ist eine Skyrim Mod und Skyrim hat schon recht passable Tavernen, Enderal hat aber die für mich bei weitem am besten funktionierenden. Die Klangkulisse ist super, die grafische Umsetzung ok und das Highlight bei dem ich absolut fassungslos bin, dass es nicht extra erwähnt wurde sind Tavernenlieder. Diese sind in diesem Fall so schön eingesungen und so glaubhaft in die Welt integriert, dass ich immer wieder beim huschen durch eine Taverne doch innehalte und mir das Lied einige Minuten anhöre, oder vielleicht das nächste auch noch. Schließlich hat man es sich durch den ganzen Tag Kämpfen doch mal verdient. Ein wunderschönes Gefühl.
...
100% Zustimmung, wobei ich das eher so sehe, dass das Verhältnis, 1:2, von Tavernenliebhaber zu "Tavernenignorierer" Mist ist. Ich hätte da Andre durch jemanden mit einer anderen Sicht ausgetauscht also im Optimalfall jemand mit neutraler Sicht, also jemand der Tavernen in Spiel X liebt und in Spiel Y hasst oder so...
Jisatsu90 hat geschrieben: Also für mich war der Podcast enttäuschend und einer der schlechtesten Runden.
Nicht wegen des Themas, sondern vor Allem wegen der Gesprächspartner.
Leute, wenn ihr keine Lust habt euch auf ein Thema ein zu lassen, dann redet doch nicht darüber.
Während Dom (von ihm kam wohl auch der Vorschlag) versucht hat das Thema interessant zu besprechen, wurde von André und Sebastian jedes Argument und jedes Gesprächsthema mit einem "Nein" abgekanzelt.
Das empfand ich nicht nur Dom gegenüber unfair, sondern auch für den Hörer schwierig zu hören.
Als Andre & Seb meinten, dass sie in Spielen gerne als erstes die Toiletten "testen", also Spiegelbild etc anschauen war es mir direkt klar:

Doms Perspektive ist: Ich lasse mich auf das Spiel ein und schaue, wie ich gemeinsam mit dem Spiel ein möglichst tolles Erlebnis habe.
Andre & Seb scheinen mir eher so ran zugehen: "Na komm Spiel, ich hab nicht ewig Zeit und du hast mich 50€ gekostet, zeig mir was du kannst", was eher eine Auseinandersetzung zwischen dem Spieler und dem Spiel gleicht. Also hier ziehen Spiel und Spieler nicht am selben Strang.
Dass daraus keine allzu schöne Diskussion entstehen kann, ist doch klar. Das beste kann dann allenfalls ein "Ich verstehe, warum man so denken kann, aber selbst denke ich nicht so" sein => das ist öde IMHO und genau das, was hier im Podcast geschehen ist.

Meine Perspektive ist hier auch etwas anders, da ich Tavernen vor allem als LARP-Tavernen im echten Leben kenne.
... Das näher auszuführen sprengt hier den Rahmen, aber grundsätzliche suche ich wie Dom bei einer Taverne in Games nach einen heimeligen Ort, der mir glaubhaft Ruhe & Zerstreuung bietet.

Zu Enderal ebenfalls 100%ige Zustimmung und wenn ich einen Wunsch für wenn Jochen dann mal zurück kommt frei hätte, dann das ihr dem Spiel mal eine Chance gibt. Ich meine die Community des besten Spieleforums der Welt (TM) irrt doch nicht:
bluttrinker13 hat geschrieben: Endlich sagt's mal eine(r). Bei den Tavernenliedern von Enderal war ich echt baff, und das als jemand welchen man mit Folk sonst jagen kann, wie gut die gemacht sind und wie klar. Echt schön.
Aber da gibt es viele Dinge in dem Spiel, die so ein gefühltes AAA-Niveau haben, was die Detailliebe und Gewissenhaftigkeit angeht.

Generell absoluter lapsus, dass das game immernoch keinen Platz im Podversum bekommen hat.
Maschendraht hat geschrieben: ... Die Tavernenlieder in Enderal sind nicht nur ein musikalisches Highlight, sie unterstreichen auch, wie tief die dortige Religion in der Gesellschaft verwurzelt ist. Es sind nämlich teilweise religiöse Lehr-Lieder, die die Menschen zum richtigen Verhalten anleiten sollen. Und das, obwohl die Kneipe/Taverne ja eigentlich als Ort des Rückzugs aus den Zwängen des Alltags gilt. Gleichzeitig erzählen die Lieder schöne Geschichten und sind musikalisch so gut, dass es glaubwürdig ist, dass sich Leute das beim Feierabendbier gerne anhören.
https://www.youtube.com/watch?v=l-GASKS ... cP&index=1
limericks hat geschrieben:Die aus Enderal hatte ich ganz vergessen aber jetzt fällts mir wieder ein dass ich angesichts der Lieder dort völlig von den Socken war. Nicht nur in dieser Hinsicht wischt die Mod mit Skyrim den Boden auf.
(außerdem gibt es auch einen Thread zu dem Game, der hier leider irgendwo verstaubt)
Zuletzt geändert von tyr am 31. Mai 2020, 19:38, insgesamt 1-mal geändert.

Benutzeravatar
tyr
Beiträge: 17
Registriert: 12. Sep 2017, 12:50

Re: Runde #267: In der Taverne

Beitrag von tyr »

Floki hat geschrieben:
19. Mai 2020, 10:14
...
NACHTRAG und nen bisschen off topic: Als ich das von Dom hörte mit den WoW Roleplay Servern und den XXX Dialogen in der Kneipe kam mir direkt wieder die facepalm und die Erkenntnis, wie freakig das Medium Spiele teilweise ist. Ähnlich wie bei Ninas Format damals über diese XXX Games. Ich gestehe mir einfach zu, dass ich das naserümpfend belächel. Klar, man kann auch alles tolerant abnicken, aber hier werden irgendwie meine Verständnisgrenzen überschritten. Ich weiß, #weißercismann und so. :-D
Und hier werden irgendwie meine Verständnisgrenzen überschritten:
Dass du das für "freakig" hältst, zeigt mir mal wieder, wie unterschiedlich wir Menschen sind, vor allem unsere Erlebnisse bzw Erfahrungen.

Als ebenfalls "#weißercismann" ist mir schon etwas länger bewusst das die Instinktreaktion naserümpfend Belächeln einfach irrational ist und mich persönlich und meine Umwelt im Leben nur behindert. Stichwort selbsterfüllende Prophezeiung.

Für mich persönlich finde ich es einfach nicht erstrebenswert Unverständnis, Belustigung, Überraschung o.ä. aus dem Fakt, das ich etwas nicht mag was andere mögen, zu ziehen. Dieses Verhalten hat bei mir früher fast immer dafür gesorgt, das sich Vorurteile gebildet und verfestigt haben, die v.a. zur klassischen "Wir gegen die Anderen"-Frontenbildung in meinem Kopf geführt haben.

Gerade als Teil einer Gruppe/Subkultur, die sich ja als "anders" profiliert hatte (das war bei Videospielen noch der Fall in meiner Jugend, heute bestimmt etwas anders, ich war aber auch mal Teil der Rock/Metal-Szene) war mir das folgende irgendwann einfach nur zuwider:

Ich bin in dieser Gruppe/Subkultur, eben weil ich etwas mag, was der "dumme Mainstream" nicht mag. Oft genug musste ich mir anhören "das ist ja nur eine Phase" oder "werfe doch nicht deine Freizeit weg" und Naserümpfen war oft auch dabei. Das zu hören bzw. zu erleben war einfach keine schöne Erfahrung.

Gleichzeitig zeigen viele "Mitglieder" dieser Gruppe/Subkultur wiederum das selbe Verhalten gegenüber anderen Gruppen/Subkulturen. Das ist doch total unlogisch! Meine unschöne Erfahrungen an andere weitergeben ist doch totaler Kindergarten!

Ja ich weiß, das ist menschlich, jeder haut gerne auf irgendjemandem ein. Aber ich finde es widerlich, weshalb ich mittlerweile einen großen Bogen um alles und jeden mache, der sich dadurch profiliert, dass er/sie XYZ nicht mag und/oder versteht. Wer so beschränkt und stolz darauf ist, überschreitet meine Verständnisgrenzen.


...Sorry für den Rant, wollte auch niemanden persönlich angreifen und der meiste Teil war jetzt nicht direkt auf das Zitat von oben gerichtet, aber ich lese aus solchen Antworten nun mal:
XYZ gefällt mir nicht, ich toleriere es, ABER normal ist das doch nicht!
Und wie zum Teufel soll eine solche Aussage irgendeiner Diskussion helfen?

Floki
Beiträge: 127
Registriert: 25. Dez 2019, 15:41

Re: Runde #267: In der Taverne

Beitrag von Floki »

tyr hat geschrieben:
31. Mai 2020, 19:35
Floki hat geschrieben:
19. Mai 2020, 10:14
...
NACHTRAG und nen bisschen off topic: Als ich das von Dom hörte mit den WoW Roleplay Servern und den XXX Dialogen in der Kneipe kam mir direkt wieder die facepalm und die Erkenntnis, wie freakig das Medium Spiele teilweise ist. Ähnlich wie bei Ninas Format damals über diese XXX Games. Ich gestehe mir einfach zu, dass ich das naserümpfend belächel. Klar, man kann auch alles tolerant abnicken, aber hier werden irgendwie meine Verständnisgrenzen überschritten. Ich weiß, #weißercismann und so. :-D
Und hier werden irgendwie meine Verständnisgrenzen überschritten:
Dass du das für "freakig" hältst, zeigt mir mal wieder, wie unterschiedlich wir Menschen sind, vor allem unsere Erlebnisse bzw Erfahrungen.

Als ebenfalls "#weißercismann" ist mir schon etwas länger bewusst das die Instinktreaktion naserümpfend Belächeln einfach irrational ist und mich persönlich und meine Umwelt im Leben nur behindert. Stichwort selbsterfüllende Prophezeiung.

Für mich persönlich finde ich es einfach nicht erstrebenswert Unverständnis, Belustigung, Überraschung o.ä. aus dem Fakt, das ich etwas nicht mag was andere mögen, zu ziehen. Dieses Verhalten hat bei mir früher fast immer dafür gesorgt, das sich Vorurteile gebildet und verfestigt haben, die v.a. zur klassischen "Wir gegen die Anderen"-Frontenbildung in meinem Kopf geführt haben.

Gerade als Teil einer Gruppe/Subkultur, die sich ja als "anders" profiliert hatte (das war bei Videospielen noch der Fall in meiner Jugend, heute bestimmt etwas anders, ich war aber auch mal Teil der Rock/Metal-Szene) war mir das folgende irgendwann einfach nur zuwider:

Ich bin in dieser Gruppe/Subkultur, eben weil ich etwas mag, was der "dumme Mainstream" nicht mag. Oft genug musste ich mir anhören "das ist ja nur eine Phase" oder "werfe doch nicht deine Freizeit weg" und Naserümpfen war oft auch dabei. Das zu hören bzw. zu erleben war einfach keine schöne Erfahrung.

Gleichzeitig zeigen viele "Mitglieder" dieser Gruppe/Subkultur wiederum das selbe Verhalten gegenüber anderen Gruppen/Subkulturen. Das ist doch total unlogisch! Meine unschöne Erfahrungen an andere weitergeben ist doch totaler Kindergarten!

Ja ich weiß, das ist menschlich, jeder haut gerne auf irgendjemandem ein. Aber ich finde es widerlich, weshalb ich mittlerweile einen großen Bogen um alles und jeden mache, der sich dadurch profiliert, dass er/sie XYZ nicht mag und/oder versteht. Wer so beschränkt und stolz darauf ist, überschreitet meine Verständnisgrenzen.


...Sorry für den Rant, wollte auch niemanden persönlich angreifen und der meiste Teil war jetzt nicht direkt auf das Zitat von oben gerichtet, aber ich lese aus solchen Antworten nun mal:
XYZ gefällt mir nicht, ich toleriere es, ABER normal ist das doch nicht!
Und wie zum Teufel soll eine solche Aussage irgendeiner Diskussion helfen?
Erst hatte ich mich über Dein Feedback gefreut, dann driftete Dein Rant immer mehr ab und mündete in "Kindergarten", "widerlich" und "beschränkt". Wow, scheinbar wurdest Du hier getriggert und wirst direkt persönlich. Nun gut, auch wenn wir nun ganz schön off topic gehen:

Zum einen ist es mir vollkommen egal, ob ich mich als Gamer [hier beliebige Szene einfügen]fühlen sollte und könnte. Hier kann man doch schon das generelle Schubladen-Denken in Frage stellen: Jeder ist lediglich ein Mensch, der bspw. zockt, auf Festivals geht oder eine bestimmte Musikrichtung hört. Und manche Leute masturbieren, während sie einen in einem Online Spiel mit Comic Grafik chatten.
Und du echauffierst Dich ernsthaft über ein Naserümpfen oder Belächeln bzgl. letzerer Gruppe? Würde ich mit Mistforken und Fackeln losziehen, würde ich Dir beipflichten, aber so wird es doch nur absurd. Auch wenn Du jetzt vermutlich mein generelles Denken und die Filter in Frage stellen wirst. Die "Arroganz" nehme ich mir als Mensch einfach raus.
Wenn generell Gruppen ein Belächeln(!) nicht aushalten können, ist es deren Problem ("Ein Geisterfahrer? Hunderte...").
Was ich aber mitnehme, ist die Frage: Ist der Trend alles, wirklich alles grenzenlos zu umarmen, ein Phänomen, ein next Level oder vermeintliche, moralische Überlegenheit, die lediglich der eigenen Ego Befriedigung dient (darauf basiert ja auch ganz Twitter)? Da muss ich noch drüber nachdenken, daher danke ich Dir doch am Ende für Deinen Kommentar.

Benutzeravatar
Gonas
Beiträge: 493
Registriert: 2. Okt 2016, 14:47

Re: Runde #267: In der Taverne

Beitrag von Gonas »

Floki hat geschrieben:
2. Jun 2020, 10:11
Und du echauffierst Dich ernsthaft über ein Naserümpfen oder Belächeln bzgl. letzerer Gruppe? Würde ich mit Mistforken und Fackeln losziehen, würde ich Dir beipflichten, aber so wird es doch nur absurd. Auch wenn Du jetzt vermutlich mein generelles Denken und die Filter in Frage stellen wirst. Die "Arroganz" nehme ich mir als Mensch einfach raus.
Das halte ich für eine im Alttag vielleicht verständliche, aber trotzdem unangebrachte moralische Herabsetzung. Diese "Arroganz" ist nie zu begrüße. Ja, kein Mensch ist frei von sowas, er hat immer Abneigungen und projiziert sie auf damit verbundene Menschen, aber wenn du dir dessen schon so bewusst bist gibt es keinen Grund diese Antipathie auch noch offen zur Schau zu stellen (und damit tendenziell herabzuwürdigen).

Klar, du bist da jetzt alles andere als ein Extrembeispiel. Was du geschrieben hast war jetzt nicht besonders schlimm, aber trotzdem empfand auch ich es als unangebracht und mindestens nicht konstruktiv für eine Diskussion in einem Forum.
Floki hat geschrieben:
2. Jun 2020, 10:11
Wenn generell Gruppen ein Belächeln(!) nicht aushalten können, ist es deren Problem ("Ein Geisterfahrer? Hunderte...").
Was ich aber mitnehme, ist die Frage: Ist der Trend alles, wirklich alles grenzenlos zu umarmen, ein Phänomen, ein next Level oder vermeintliche, moralische Überlegenheit, die lediglich der eigenen Ego Befriedigung dient (darauf basiert ja auch ganz Twitter)? Da muss ich noch drüber nachdenken, daher danke ich Dir doch am Ende für Deinen Kommentar.
Ich denke tyr geht es weniger um 'nicht aushalten', sondern um die generelle Einstellung die er offen ansprechen und in Frage stellen wollte. Das er diese nicht gut findet hat er deutlich formuliert. Übrigens ist das 'belächeln' für mich nicht mal das Problem, das beschreibt 'nur' Erhöhung über den anderen, das 'naserümpfen' macht es zu etwas unangenehmen, ekligen an dem man Anstoß nehmen sollte.
Und nein, niemand will jeden grenzenlos umarmen. Zum einen gibt es durchaus große moralische Grenzen in unserer Gesellschaft (welche das jetzt sind und wo die Trennlinie ist führt hier zu weit), zum anderen hat niemand von dir gewollt, dass du 'alle umarmst'. Aber nicht beiläufig auf die Füße treten wäre nett.

Floki
Beiträge: 127
Registriert: 25. Dez 2019, 15:41

Re: Runde #267: In der Taverne

Beitrag von Floki »

Ich denke ein Kernproblem ist sicherlich, dass wenn eine Meinung als "nicht konstruktiv" empfunden wird, ist sie gleich zu diskreditieren. Das finde ich ehrlich gesagt mehr als fragwürdig (hier fallen mir starke Parallelen zu Fridy for Future Bewegungen auf). Hier wird sich selbst auf ein erhöhtes Level mittels der unantastbaren Universalakzeptanz gehoben, von der aus Meinungen verurteilt werden.
Zur Klarstellung: Ich habe eine Gruppe von Leuten gemeint, von euch wird eine persönliche Meinung diskreditiert. Keine Sorge, ich kann nachts noch gut schlafen, sehe es aber auch nicht als notwendig, dass eine Meinung direkt hinterfragt werden sollte, ob sie konstruktiv ein Thema voranbringt, denn da kommen wir zum nächsten Problem: Wer urteilt darüber, ob es konstruktiv genug ist? Die Antwort kann ich mir schon irgendwie denken...

Benutzeravatar
tyr
Beiträge: 17
Registriert: 12. Sep 2017, 12:50

Re: Runde #267: In der Taverne

Beitrag von tyr »

Floki hat geschrieben:
2. Jun 2020, 10:11

Erst hatte ich mich über Dein Feedback gefreut, dann driftete Dein Rant immer mehr ab und mündete in "Kindergarten", "widerlich" und "beschränkt". Wow, scheinbar wurdest Du hier getriggert und wirst direkt persönlich.
1. Ja, das hat mich getriggert, das zu bestreiten wäre ja wohl realitätsverweigernd.
2. Ich habe, um eben keine Ad-Hominem Argumente auf zu machen und nicht dich persönlich anzugreifen, in dem Text vor allem meine Erfahrungen, Sichtweisen bzw. Gefühle geschildert. Mein Ziel war anstatt "Dass du Y erzählt ist doch scheiße" zu "Ich finde Y hat in meinem Leben keinen Platz mehr und ist generell in einer Diskussion fehl am Platz, und meiner Meinung nach geht Z, was du erzählst, in die Richtung von Y" zu kommen.
Floki hat geschrieben:
2. Jun 2020, 10:11
Nun gut, auch wenn wir nun ganz schön off topic gehen:
Als ob das hier nicht üblich ist, siehe zB die Bier-Talk Diskussion in diesem Thread...
Floki hat geschrieben:
2. Jun 2020, 10:11
Zum einen ist es mir vollkommen egal, ob ich mich als Gamer [hier beliebige Szene einfügen]fühlen sollte und könnte. Hier kann man doch schon das generelle Schubladen-Denken in Frage stellen: Jeder ist lediglich ein Mensch, der bspw. zockt, auf Festivals geht oder eine bestimmte Musikrichtung hört. Und manche Leute masturbieren, während sie einen in einem Online Spiel mit Comic Grafik chatten.
Und du echauffierst Dich ernsthaft über ein Naserümpfen oder Belächeln bzgl. letzerer Gruppe? Würde ich mit Mistforken und Fackeln losziehen, würde ich Dir beipflichten, aber so wird es doch nur absurd. Auch wenn Du jetzt vermutlich mein generelles Denken und die Filter in Frage stellen wirst. Die "Arroganz" nehme ich mir als Mensch einfach raus.
Das ist mir vollkommen egal, dein Denken geht mich nix an. Aber damit hausieren zu gehen, d.h. es in die Öffentlichkeit hinaus zu tragen, finde ich daneben. Weil ich persönlich noch nie eine sinnvolle Diskussion auf einer solchen Basis gesehen habe, deswegen hier meine Aussage aus dem ersten Post nochmal verfeinert:

Wie zum Teufel soll eine solche Arroganz irgendeiner Diskussion helfen?

Floki hat geschrieben:
2. Jun 2020, 10:11
Wenn generell Gruppen ein Belächeln(!) nicht aushalten können, ist es deren Problem ("Ein Geisterfahrer? Hunderte...").
Ach, das alte Argument...
Ich würde nie behaupten, dass die Mehrheit an Menschen ein Belächeln nicht aushalten kann.
Ich behaupte nur, dass wenn wir bewusster mit solchen Reaktionen (u.a. Belächeln) umgehen würden, wir weniger nutzlose Frontenbildung hätten.
Weil ich mir nicht vorstellen kann, dass es eine Welt gibt, in der solche Reaktionen beim Gegenüber einen Mehrwert haben. Und in einer Diskussion bzw. in einem Gespräch ein Verhalten zu zeigen, dass nur mir selbst dient ist halt.... sinnlos?
Ja ich weiß, ich kann niemanden das Recht absprechen so zu handeln, aber ich kann fordern dass gebildete, erwachsene Menschen das aber bitte in dem vollen Bewusstsein machen, gerade keinen sinnvollen Beitrag für andere zu leisten.
Floki hat geschrieben:
2. Jun 2020, 10:11
Was ich aber mitnehme, ist die Frage: Ist der Trend alles, wirklich alles grenzenlos zu umarmen, ein Phänomen, ein next Level oder vermeintliche, moralische Überlegenheit, die lediglich der eigenen Ego Befriedigung dient (darauf basiert ja auch ganz Twitter)? Da muss ich noch drüber nachdenken, daher danke ich Dir doch am Ende für Deinen Kommentar.
Hah, du versuchst den Spieß um zudrehen, bin ich also auch eigentlich nur an "Ego Befriedigung" interessiert?
EDIT: Der Satz hier drüber ist bitte mit einem ;) zu lesen, ich will hier an sich kein bösen Blut und so sachlich wie möglich bleiben :)
Ich würde sagen nicht in dem Maße, das du dir hier erdenkst.

Es geht niemals ums grenzenlose umarmen. Es geht ums ignorieren. Es geht darum, die eigene Meinung für sich zu behalten, wenn es wahrscheinlich ist, dass diese dem anderen nix bringt. Ja ich weiß, das ist in Zeiten von Twitter "quasi undenkbar", aber deswegen noch lange nicht sinnlos.

(Gruß an alle jene, die wie ich hier schon öfter Antworten entworfen haben , nur um sie dann doch zu verwerfen, da man nichts wirklich aussagekräftiges beizutragen hatte ;) )

Es geht darum, dass es keine sinnvolle Diskussion darüber gibt, ob Leute masturbieren, während sie einen in einem Online Spiel mit Comic Grafik chatten. Es geht darum, dass Arroganz nur zu mehr Arroganz führt, und ich finde es gibt schon jetzt zu viel davon auf der Welt.
Und für mich persönlich geht es darum, dass ich daran gewachsen bin und nun gefühlt besser mit meiner Umwelt klar komme.

Ich ziehe meine "Ego Befriedigung" daraus, dass ich froh bin meine Zeit und Atemluft nicht mehr für das Belächeln/Naserümpfen/Aufrecht-Erhalten-der-eigenen-Arroganz zu verschwenden.

Antworten