Cyberpunk 2077 - das Spielerlebnis

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Leonard Zelig
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Re: Cyberpunk 2077 - das Spielerlebnis

Beitrag von Leonard Zelig »

Jon Zen hat geschrieben:
27. Dez 2020, 20:26
Leonard Zelig hat geschrieben:
27. Dez 2020, 16:17
Ich habe die Untertitel in den Optionen deaktiviert, weil ich auf Deutsch spiele, aber in letzter Zeit erscheint trotzdem regelmäßig eine Untertitelzeile, die dann einfach stehen bleibt und nicht verschwindet. Die einzige Lösung, die aber nur temporär ist, ist es die Untertitel in den Optionen wieder zu aktivieren und dann zu deaktivieren. Ist das erste Mal, während der Taximissionen mit Delamain passiert.

Außerdem hatte ich folgenden Bug bei der "Lightning Breaks"-Mission, der sich aber durch die Schnellreise beheben ließ:
https://forums.cdprojektred.com/index.p ... .11043398/
Leider "muss" man die Untertitel in CP anschalten, weil das "passive Übersetzungsprogramm" nur die Untertitel übersetzt. Ein Beispiel ist der Streit der Arasaka Bosse im 1. Kapitel, den man mit ausgeschalteten Untertiteln nicht versteht.
Deshalb habe ich sie seitdem angeschaltet. -.-
Dafür hab ich sie auch kurz eingeschaltet, aber die letzten Stunden hatte ich keine vergleichbaren Szenen mehr.
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Golmo
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Re: Cyberpunk 2077 - das Spielerlebnis

Beitrag von Golmo »

Ich bin jetzt auch durch. Platin und alle Enden gesehen.
Na ja. Gutes Action Open World Game, schlechtes RPG.
Die Story konnte gegen Ende auch nicht mehr wirklich Fahrt aufnehmen. Kein Twist oder sonst irgendein "AHAAAA" Moment. Alles, wie das ganze Spiel - ziemlich auf der Schiene.

Im Prinzip haben sie 3 verschiedene Anfänge (ca. 1 bis 2 Stunden Spielzeit) dann ist alles für 40-60 Stunden exakt gleich ohne jegliche Auswirkungen und dann gibt es nochmal 3 verschiedene Enden die mit Epilog usw. auch 1-2 Std. Spielzeit haben.

Bin kein Fan von mehreren Enden. Welches ist nun das "richtige" ?
Welches war die ursprüngliche Version des Story Schreibers?

Richtig befriedigend ist auf jeden Fall keines der Enden.

Welches fandet ihr den noch am besten?

imanzuel
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Re: Cyberpunk 2077 - das Spielerlebnis

Beitrag von imanzuel »

Golmo hat geschrieben:
27. Dez 2020, 23:02
Ich bin jetzt auch durch. Platin und alle Enden gesehen.
Wie lange hast du dafür gebraucht? (also Spielzeit)
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Golmo
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Re: Cyberpunk 2077 - das Spielerlebnis

Beitrag von Golmo »

imanzuel hat geschrieben:
27. Dez 2020, 23:33
Golmo hat geschrieben:
27. Dez 2020, 23:02
Ich bin jetzt auch durch. Platin und alle Enden gesehen.
Wie lange hast du dafür gebraucht? (also Spielzeit)
Mein Savegame vor dem Point of No Return lag bei 89 Stunden.
Da hatte ich also nur noch die Enden zu spielen. Also kann man pro Ende nochmal 1-2 Stunden dazu rechnen.
Denke so 95-100 Stunden für Platin. Aber ich hab auch alles andere als Effektiv gespielt :D
Zum Ende hin dann aber doch etwas an Speed zugelegt und auch viele Dialoge nur gelesen und nicht ausgesprochen gehört.

imanzuel
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Re: Cyberpunk 2077 - das Spielerlebnis

Beitrag von imanzuel »

Hmm hast du ein Erfolge-Guide verwendet? Weil manche Erfolge schließen sich ja gegenseitig aus, wenn man nicht aufpasst (z.B. das man 16 Punkte in Body braucht oder 18 in Int/Tech).

Bei mir siehts aktuell so aus

Bild

und ich brauch noch einen Durchgang, weil ich schon Level 50 bin und in Body nur 5 Punkte drin habe :ugly:
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Guthwulf
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Re: Cyberpunk 2077 - das Spielerlebnis

Beitrag von Guthwulf »

Golmo hat geschrieben:
27. Dez 2020, 23:47
Mein Savegame vor dem Point of No Return lag bei 89 Stunden.
Hmm... wann kommt denn der Point Of No Return?

Ich bin in Akt 2 noch ziemlich am Anfang (bisher nur "Automatic Love" Hauptquest gemacht), bei 63 Stunden Spielzeit, habe 9 von 44 Achievements, Level 26 und Street Cred 50. Alles ohne Guide oder Walkthrough. Bisher hauptsächlich in zwei Bezirken aktiv gewesen.

Ist Akt 2 gar nicht so lang? Dachte, das wäre der "Hauptteil" des Spieles.
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imanzuel
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Re: Cyberpunk 2077 - das Spielerlebnis

Beitrag von imanzuel »

Hab den Point of No Return noch nicht gesehen, der kommt auf jeden Fall erst nachdem man die "3 Hauptmissions-Pfade" in Akt 2 beendet hat.
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Golmo
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Re: Cyberpunk 2077 - das Spielerlebnis

Beitrag von Golmo »

Ich schau mir die Erfolge eigentlich grundsätzlich vorher mal kurz an und linse dann - ohne Spoiler - auch noch mal in einen Trophäen Leitfaden. Daher hatte ich das mit den Punkten zum Glück noch rechtzeitig gemerkt aber es entsprach eh meiner Skillung. Bin voll auf Intelligenz und dann halt Konstitution.

Gibt aber auf jeden Fall einige verpassbare Erfolge und auch Enden. Wenn man da nicht alle Nebenmissionen macht und teilweise sogar auf eine bestimmte Art, kann man sich da viel verbauen. Es ist aber auch möglich alles in 1 Durchgang zu erledigen (mit halt Savegame for dem Point of no Return).

Die Quest vor dem Point of no Return heisst Nocturne OP55N1. Es kommt aber sogar eine Warnmeldung im Spiel - man läuft also nicht unwissend auf diesen Punkt hin. Die reine Hauptstory ist relativ kurz für ein RPG.

Besonders ärgerlich - vorsichtshalber in Spoilern - es verrät aber nicht wirklich etwas über die Story, lediglich über das Spiel "nach" der Story:
SpoilerShow
Der Point of No Return ist zeitgleich auch der Wiedereinstieg nach der Story. Es gibt kein nahtloses Spiel danach sondern es wird das alte Savegame geladen. Looten in den letzten Missionen ist also völlig nutzlos - das ist richtig doof!

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philoponus
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Re: Cyberpunk 2077 - das Spielerlebnis

Beitrag von philoponus »

Guthwulf hat geschrieben:
27. Dez 2020, 23:54
Golmo hat geschrieben:
27. Dez 2020, 23:47
Mein Savegame vor dem Point of No Return lag bei 89 Stunden.
Hmm... wann kommt denn der Point Of No Return?
Das Spiel warnt einen vor diesen Punkt.

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Guthwulf
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Re: Cyberpunk 2077 - das Spielerlebnis

Beitrag von Guthwulf »

Wroooom Wrooom... :dance: Nur Fliegen is schöner... oder so ähnlich... :lol:

Bild

In der Wüste Mad Max Feeling und in der Stadt... uhm... keine Ahnung.... :shifty:

Bild
Zuletzt geändert von Guthwulf am 28. Dez 2020, 17:08, insgesamt 1-mal geändert.
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skade
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Re: Cyberpunk 2077 - das Spielerlebnis

Beitrag von skade »

So, ich hab das Spiel jetzt über Weihnachten gespielt (nicht durch, hab bisher 2 von 3 Zweigen). Ich spiele auf Reflex, mit ein bisschen Crafting und Tech. Platform ist der PC, über Geforce Now (was _überraschend_ gut funktioniert).

Meine bisherigen Eindrücke:
* Ich mag die Charakterzeichnung am Anfang, sie wird aber jetzt schon flacher. Der Prolog war sehr cool, jetzt ists nur noch "gut" bis "sehr gut".
* Ich bin grosser Freund davon, wieviel Arbeit sie sich mit "kleinen" Animationen gegeben haben. Gerade Viktor (der Ripperdoc aus den Trailern) hat sehr angenehme Animationen (z.B. das rumrollen vor dem Behandlungstisch). Etwas größerer Spoiler (nach dem Prolog lesen):
SpoilerShow
Ganz groß an der Stelle ist Viktor, wenn er auf der Beerdigung von Jackie in 2-3 Sätzen erzählt, _warum_ er mit Jackie so ein gutes Verhältnis hat. Und das wirklich ergreifend, in Sprache und Animation.
* Das Gunplay und das Gameplay sind schon ganz gut, angemessen für das Spiel
* Ich laufe gerne mal nen Kilometer zu ner Queste zu Fuss, einfach, weil die Kulisse so gut ist
* Es macht durchaus Spass, mal die Stadt einfach zu erkunden, auch wenn sie wirklich nur stark Kulisse ist
* Die Grafik und vor allem das Raytracing sind angenehm. Am Anfang dachte ich noch so "meh", aber nachdem ich ein paar mal über Schatten "gestolpert" bin, die ich aus meinen bisherigen Render-Sehgewohnheiten nicht kannte, fand ichs sehr gut
* Die Story-Sequenzen sind in den ruhigen Momenten am Besten und es lohnt sich, auch durchaus mal in die Hintergründe zu schauen. Zum Beispiel empfehle ich mal in der Motel-Szene, auf die Schatten im Fenster zu achten. Ein gewisser Besucher kommt früher als gedacht. Ein Diner bleibt auch im Gedächtnis.
* Die Story ist leider recht straight-forward bis jetzt und nutzt aus dem Setting vor allem Tropes. Das geht schon klar, weils gute Tropes sind, aber es fügt bisher wenig hinzu.
* Ich habe nicht das Gefühl, viel kontrollieren zu können. Ja - es gibt Schlüssenentscheidungen, aber die scheinen mir recht wenige.
* Mir gefällt durchaus, dass die Seitenmissionen kleine Stories erzählen, aber die sind keinenfalls so bahnbrechend, wie in vielen Reviews beschrieben. Aber es hilft schon viel, dass alle Orte unterschiedlich aussehen und wieviel Zeit da reingeflossen ist, dass jede woanders stattfindet!
* Mir gefällt sehr gut, dass die Stadt sehr vertikal ist - und damit meine ich nicht die Hochhäuser, sondern auch die Straßen: Da gehts nen Hügel hoch und wieder runter, Straßen schlängeln sich und am Fluss ist ein Slum. Immer, wenn man mal nach oben kommt, gibts auch ne coole Aussicht! (Eine Ausnahme unten)
* Die Verkehrssimulation ist zwar nur zur Schau, aber dafür werden auch auf weite Entfernungen Passanten und Fahrzeuge angezeigt, was gerade bei Stadtpanoramen sehr cool ist! Beim genaueren Hinsehen ists nicht total fein, aber wenn man den Blick "schweifen" lässt, ist das sehr grandios!
* Manchmal ist das Spiel im kleinen richtig Elegant und belohnt einen manchmal für den Schalk im Nacken bei kleinen Dialogen, gerade wenn man das SMS-Feature nutzt. Leider etwas abgeschwächt dadurch, dass man schwer so richtig daneben greifen kann.

Leider ists momentan für mich ein "death by thousand papercuts".
* Die Charakterbäume motivieren mich nicht. Hab momentan 10 perk-points frei und irgendwie keinen Grund, die auszugeben.
* Ich laufe regelmässig in Physikbugs - Treppen runtergehen verursacht gerne mal Fallschaden.
* Ich hab zum x-ten mal Bugs, in denen das Spiel nen Status einfach beibehält.
** Den von Jochen beschriebenen "kann keine Waffe ziehen"-Bug hatte ich mehrfach (Schnellreise hilft bei mir).
** Während einer der langen Cutscenes mit Rockkonzert brach das (sehr kurze) Rock-Soundsample im Hintergrund nicht ab und legte sich über den ganzen Rest (inklusive einiger Sequenzen, in denen andere Musik spielte). Da ich in der Sequenz weder speichern noch laden durfte, hab ichs halt durchgehalten.
** Genauso hielten bei mir mehrere Effekte (z.B. Probleme mit den Cyberaugen) an, obwohl sie weg sein sollten. Auch hier: Schnellreise scheint einen reset auszulösen.
** Irritierenderweise scheint manchmal der Status von Gegnern beim Zurücksetzen auf einen Checkpoint mitgenommen zu werden. (Sie sind plötzlich feindlich)
** Gehackte und freundliche Kameras beschliessen plötzlich, mich wieder zu sehen (obwohl ihr Status beim Versuch, sie wieder zu hacken "freundlich" ist)
* Bei den Hochleveligen Sidequests fehlen immer häufiger ganze Audiosamples, gerade bei einer Auftragsgeberin.
* Es ist schwer zu bewerten, was Gegner denn so an Ausrüstung tragen, deswegen machts auch keinen Sinn, sich da irgendwie einzurichten.
* "Breach" ist zu stark, vor allem, weil es nichts kostet
* Das Crafting ist ziemlich nervig, obwohls eigentlich schön simpel ist - aber ich fands bisher schwer, an gute Rezepte zu kommen.
* Shops: Ripperdocs und Shops abklappern ist nervig, vor allem, weil deren Verkauf random ist. Allerdings wieder cool, dass jeder anders aussieht. Gerade der Ripperdoc in Pacifica hat mir sehr gefallen.
* Die Welt ist ziemlich auf den Boden konzentiert. Kommt man zum ersten Mal _richtig_ hoch hinaus und kann aus dem 40sten oder 100sten Stock auf die Stadt schauen, sieht man ein _ziemlich_ peinliches Hafenviertel.
* Vor allem finde ich aber traurig, dass es zum Beispiel überall imposante Brücken zwischen den Hochhäusern gibt, ich da aber noch nie durch konnte. Ich frage mich ein bisschen, ob nicht "ein Stadviertel, dafür mehr Vertikalität" mehr mein Geschmack gewesen wäre.
* Background bringt meines Erachtens sehr wenig über den Spielverlauf. Schade.
* Lineare Story zu Beginn, dann Branch in mehrere Subquesten, dann zurück zu einer - so langsam nervts mich. Ist okay, aber nachdem sie den Mund so voll genommen hatten über ihr Storytelling, hatte ich höhere Erwartungen.
* Wenig Storytelling ausserhalb der Theater-Sequenzen. Schade :/.

Ich hab am Ende einen Story-Kritikpunkt. Ich habe kurz vorher Deus Ex gespielt und muss ehrlich sagen: es ist bisher das bessere Cyberpunk-Spiel. Einfach deshalb, weil Jensen _mitten_ im Konflikt steht und viel mehr Bezüge zwischen Dialogen bestehen. Viele Dialoge in Deus Ex drehen sich auch darum, wie Adam Jensen behandelt wird - er kann sogar regelmässig anmäkeln, wie er behandelt wird - oder Gesprächspartner beschweren sich, wie er sie behandelt. V fragt die Welt aus, aber selten bauen die Dialoge ein Verhältnis auf. Deus Ex spricht viel stärker Thematiken wie die Gesundheitsversorgung von Augmentierten an, was Cyperpunk vor allem in eine Nebenqueste und Logs verbannt.

Am Ende hab ich noch eine Axt mit der Genderthematik zu grinden, leider. Generell vorweg: ich finds gut, dass sich das Spiel nicht scheut, Nacktheit zu zeigen und auch Rotlicht-Themen und Exploitation in die Hauptstory einzubauen.

Ich hab da leider 2 Kritikpunkte. Der erste ist der allgemeine Umgang mit Frauen im Spiel: das ist sehr Blade-Runner-Esque. Frauen geschieht dauernd Leid und sie sind _dauernd_ ein eher elaborater Motivationstreiber. Ich hab bisher noch keinen männlichen Charakter gesehen, der soviel Leid auf sich ziehen musste wie die (mehreren!) anderen Frauen im Spiel. Vergleicht mal das Schicksal von männlichen Storytreibern und Frauen im Spiel. Frauen finden wir nackt und gehackt in der Badewanne oder (Achtung, recht starker Spoiler):
SpoilerShow
im Falle von Evelyn: gehackt, das Hirn zerstört, mehrfach vergewaltigt (klar angesprochen und angedeutet), an Menschenhändler und Snuff-Film-Produzenten verkauft, gerettet, um danach Suizid zu begehen. Alles Dinge, die wir nur nachverfolgen können.
Schade, das sind halt Frauenfiguren aus den 80ern und durchaus ein klassischer Cyberpunk-Trope, aber das wär schon cool gewesen, wenn das anders wäre. Das zieht sich durchs Spiel: z.B. sind auch die meisten Werbebanden _eindeutig_ an Männer gerichtet. Versteht mich da nicht falsch, ich will das Spiel da nicht verdammen, aber das ist halt schlecht aus den Vorlagen übernommen. Es wird halt auch nie thematisiert - eventuell ist die Zukunft ja nur hyper-sexistisch, aber naja... Das ist auf dem Niveau eines Hans-Joachim-Alpers-Roman, teuer erzählt.[1] Oder halt eben Blade Runner, in dem die Frauencharaktere am Ende nur Motivationshülsen sind.[2] Und ja, es gibt auch Gegenbeispiele, die auch lobend erwähnt werden müssen - wie Misty und Mama, die allerdings halt Nebencharactere sind.

Das zweite ist etwas kleiner: ja, das Spiel hat sowas wie eine Transgender-Option, via Voice- und Genitalkonfiguration.[3] Ich dachte mir, ich probier das mal aus - hatte bisher kein Spiel, das mir das anbot, also warum nicht? Der Wert bisher: annähernd 0. Es wird kein Bezug drauf genommen, _ich_ kann keinen Bezug darauf nehmen und alle Zwischensequenzen, in denen das von Belang wäre: achten garnicht drauf :). Das geht soweit, dass zum Beispiel im Spiegel an meinem Character nichts von der Wahl zu sehen ist - in Cutscenes hab ich bisher auch wenig entdeckt. Insofern frag ich mich einfach, warum die Option da ist. Warum ist der Punkt etwas kleiner? Ich find schon gut, das CDPR sich mal ungelenk an das Thema rangewagt hat und will da jetzt nicht das große Fass aufmachen. Aber auf der anderen Seite find ichs schade, dass das offenbar dann als erstes auf dem Schneidetisch gelandet ist. Mir fällt dabei auch auf, dass das wohl auch kein Reviewer mal gespielt hat, sondern nur den Charakter-Editor gelobt hat.

Zusammengefasst habe ich durchaus meinen Spass, gerade beim Erkunden und Bestaunen, woraus ich schon immer viel Spass ziehe. Im Großen und Ganzen betrachtet find ichs nicht den grossen Wurf und vor allem wirds dem Hype - gerade um die Story - ganz und garnicht gerecht. Zu tropy und in gewohnten Mustern, sowohl beim Gameplay als auch bei der Erzählung.

[1]: Hans Joachim Alpers hat mehrere Shadowrun-Romane geschrieben (Deutschland in den Schatten) und ist hatte eine *ähem* bildhafte Sprache, wenns um Sex ging. Das war halt mit 14 cool, aber das Spiel ist ab 18.
[2]: Ja, Rachael kriegt schon 5 Minuten, um mal über sich zu reden, aber nicht viel mehr.
[3]: Das ist auch ne eher schlechte Definition von Transgender, aber - baby steps.
Zuletzt geändert von skade am 28. Dez 2020, 19:48, insgesamt 1-mal geändert.

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Andre Peschke
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Re: Cyberpunk 2077 - das Spielerlebnis

Beitrag von Andre Peschke »

skade hat geschrieben:
28. Dez 2020, 17:08
Mir fällt dabei auch auf, dass das wohl auch kein Reviewer mal gespielt hat, sondern nur den Charakter-Editor gelobt hat.
Hatte ich nicht erzählt, dass mein V weibliche Genitalien hatte, aber in den Sex-Szenen dann die männliche Animation zu sehen war, weil ich eben den männlichen Körper hatte? Auf meinem Notizzettel stand zumindest "das Spiel respektiert meine Genitalien nicht!" ;) : D

Evtl hab ich das schon in der Viertelstunde gesagt oder es kam nicht zum Zuge.

Andre

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Re: Cyberpunk 2077 - das Spielerlebnis

Beitrag von skade »

Andre Peschke hat geschrieben:
28. Dez 2020, 18:55


Hatte ich nicht erzählt, dass mein V weibliche Genitalien hatte, aber in den Sex-Szenen dann die männliche Animation zu sehen war, weil ich eben den männlichen Körper hatte? Auf meinem Notizzettel stand zumindest "das Spiel respektiert meine Genitalien nicht!" ;) : D
Evtl hab ich das auch überhört (war viel Gespräch). Mir war das vor allem bei anderen Reviews aufgefallen, das nur die Option angesprochen wurde.

Bei der umgekehrten Situation ists übrigens ähnlich weird.

Ich will da auch garnicht das große Fass aufmachen - das ist so der Fall, wo es halt kritisiert werden _muss_, weils halt einfach nicht gut umgesetzt ist, aber hey, okay.
Danke, dass du das ausprobiert hast!

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Re: Cyberpunk 2077 - das Spielerlebnis

Beitrag von lnhh »

Andre Peschke hat geschrieben:
28. Dez 2020, 18:55
skade hat geschrieben:
28. Dez 2020, 17:08
Mir fällt dabei auch auf, dass das wohl auch kein Reviewer mal gespielt hat, sondern nur den Charakter-Editor gelobt hat.
Hatte ich nicht erzählt, dass mein V weibliche Genitalien hatte, aber in den Sex-Szenen dann die männliche Animation zu sehen war, weil ich eben den männlichen Körper hatte? Auf meinem Notizzettel stand zumindest "das Spiel respektiert meine Genitalien nicht!" ;) : D

Evtl hab ich das schon in der Viertelstunde gesagt oder es kam nicht zum Zuge.

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Nephtis
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Re: Cyberpunk 2077 - das Spielerlebnis

Beitrag von Nephtis »

Gestern mal soweit alle bis dahin verfügbaren Nebenbeschäftigungen in Watson gemacht. (Bin schon Street Level 36 und bin erst am Anfang Akt 2. Charakter Level allerdings nur 16)

Selbst die Fixer Aufträge / Polizei Aufträge unterscheiden sich so MASSIV in ihren Storys & Aufgaben, echt schade. Auch hier merkt man das die mehr machen wollten, aber keine Zeit mehr hatten. D.h. am Ende muss man echt alles machen um die kleinen Perlen zu finden.

Trotzdem habe ich insgesamt Spaß an dem Spiel auch wenn keine 5 Minuten vergehen ohne das irgendwo ein Bug auftritt. Das reißt einen immer mal wieder aus der Immersion. Ich hoffe inständig das z.B. noch das Verhalten der NPCs bei einem Schusswechsel und das Verhalten der Polizei angepasst wird. Finde es auch blöd das keine Polizei bzw. Polizeiautos in Nightcity herumfahren und patrouillieren. Auch das Spawnen der Polizei ist sehr schlecht umgesetzt.
Zudem finde ich nach 20h das Hacking imho unsinnig umgesetzt. Ehrlich gesagt braucht man das alles gar nicht. Wenn man ne gute epische / legendäre Waffe hat ballert man einfach alles um. Wozu soll ich dann also Hacking benutzen oder schleichen und das Spiel künstlich in die Länge ziehen? Kommen da noch so richtig geile Hacking Skills dazu im Laufe des Spiels? Aktuell nutze ich Kurzschluss und diesen Waffenglitch.

Mein Verstand sagt eigentlich "WARTE EIN HALBES JAHR BIS DAS SPIEL FERTIG IST!!!!!!!", aber trotzdem muss ich immer mal wieder rein schauen und weiter spielen. Also macht CP2077 ja doch auch viel richtig. :ugly:

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philoponus
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Re: Cyberpunk 2077 - das Spielerlebnis

Beitrag von philoponus »

Nephtis hat geschrieben:
30. Dez 2020, 09:24

Zudem finde ich nach 20h das Hacking imho unsinnig umgesetzt. Ehrlich gesagt braucht man das alles gar nicht. Wenn man ne gute epische / legendäre Waffe hat ballert man einfach alles um. Wozu soll ich dann also Hacking benutzen oder schleichen und das Spiel künstlich in die Länge ziehen? Kommen da noch so richtig geile Hacking Skills dazu im Laufe des Spiels? Aktuell nutze ich Kurzschluss und diesen Waffenglitch.
Aber auch umgekehrt: Ich habe inzwischen 20 Punkte in Intelligenz und kann mit Hacks völlig anstrengungslos Camps leeren ohne auch nur einen Schuss abzugeben.

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Golmo
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Re: Cyberpunk 2077 - das Spielerlebnis

Beitrag von Golmo »

Wenn man voll auf die Hacks geht ist es wirklich albern einfach.

- Ping einsetzen damit alle Gegner sichtbar und auch durch Wände hackbar sind
- Breach Protokoll mit allen Varianten hochladen (Gegner haben weniger Resistenzen usw.)
- Verseuchung einsetzen die von einem Gegner auf den nächsten springt.

Kein Gegner sieht einen und noch bevor man die Location überhaupt betreten hat liegt alles auf dem Boden.

Dennis Diel
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Re: Cyberpunk 2077 - das Spielerlebnis

Beitrag von Dennis Diel »

Nach 50 Stunden stellt sich mir die Frage, warum ich nicht mehr hacken kann? Nicht, dass ich das Feature jemals genutzt hätte, aber es fällt mir auf. Betätige ich L1 passiert nix mehr. Jemand eine Idee?

imanzuel
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Re: Cyberpunk 2077 - das Spielerlebnis

Beitrag von imanzuel »

Wenn es kein Bug ist: Eventuell das Implantat ausgetauscht? (im Cyberware Menü oben Rechts, weiß den Punkt nicht genau)
Notiz für mich
2021: 1. DSP 9/10 2. LN2 7/10 3. Valheim 5/10 4. Medium 1/10

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Leonard Zelig
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Re: Cyberpunk 2077 - das Spielerlebnis

Beitrag von Leonard Zelig »

Bin mittlerweile bei 28 Stunden Spielzeit und die Neben- und Mainquests ziehen im zweiten Akt zum Glück deutlich an in puncto Qualität. Hab zwar immer mal wieder Bugs, die dazu führen dass ich einen älteren Autosave laden muss, aber bisher ließ sich noch alles beheben. Mit meinen Entscheidungen war nicht immer so ganz zufrieden
SpoilerShow
hab die Voodoo-Boys unfreiwillig ausradiert und werde dadurch wohl ein paar Nebenquests verpassen
, aber mit dem zweiten Durchgang werde ich trotzdem noch warten. Vielleicht Ende 2022 auf der PS5 mit allen Story-DLCs schön auf dem 4K-Fernseher. Bis zum nächsten Spiel von CD Projekt RED (kann ja eigentlich nur The Witcher 4 sein) dauert es bestimmt noch drei bis fünf Jahre.
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