Runde #299: Cyberpunk 2077

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Rick Wertz
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Re: Runde #299: Cyberpunk 2077

Beitrag von Rick Wertz »

Raptor 2101 hat geschrieben:
14. Jan 2021, 08:13
Der direkte Vergleich mit dem alten DeusEx fällt mir schwer, da die spiele zu unterschiedlich sind und da zu viel Jahre dazwischen liegen. Kurz ich will mir meine Nostalgischen Erinnerungen nicht zerschießen, indem ich DeusEx wirklich noch mal spiele. Bei HumanRevolution und Mankind Devided sieht es anders aus. Da zieh ich ein Cyberpunk jederzeit vor.
Deus Ex ist auch heute noch ein fantastisches Spiel, insbesondere mit coolen Mods wie Biomod oder Shifter die das Skillsystem verbessern muss es sich nicht verstecken. Viele unsichtbare Entscheidungen mit tatsächlichem Einfluss auf die Handlung und keine ewige Laber-/Scriptmissionensimulation wie das mich sehr anödende Cyberpunk.

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AwkwardBanana
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Re: Runde #299: Cyberpunk 2077

Beitrag von AwkwardBanana »

Raptor 2101 hat geschrieben:
14. Jan 2021, 09:57
Ich glaube die sitzt da der NostalgieVerklärung auf. Spiel DeusEx noch mal, oder Vampire (wichtig ohne Patches ...). Da war auch nicht alles rosig. Besonders in den Reboots. Es gab einige gute Info-Happen, der Großteil war aber auch einfach nur mittelmäßiger Fluff.

Ob man Jackie mag oder nicht, man muss Cyberpunk zugestehen, dass es versucht, den spieler abzuholen und in die Welt hinein zu holen. So sehr ich Deus Ex liebe und so viel Zeit, wie ich im DemoLevel/Freiheitsstatue verbracht habe, das zieht nicht ansatzweise so rein, wie bei Cyberpunk. DeusEx wurde damals mehrfach vorgeworfen, dass es dauert bis die Story ins rollen kommt. Gleiches galt für Thief.

Das einzige was mir an Cyberpunk fehlt ist, dass ich Smasher mit einer Beleidung wie "Flatlander" ins jenseits befördern kann...
Guthwulf hat geschrieben:
14. Jan 2021, 10:18
Denke ich auch. Wenn ich Deus Ex sage, meine ich übrigens das Original aus dem Jahr 2000, nicht den Reboot mit Human Revolution in 2011. Und das war zu Release genauso wie Vampire Bloodlines auch voller technischer Probleme sowie hatte eine Menge Zugeständnisse (geschnittener Content, eingedampfte Gameplaysysteme, Storycontent etc.) an den Releasetermin. Grad Deus Ex musste eine Menge Streichen (Stichworte: White House, Pirate Island, Hongkong, diversen NYC Content, Space Station und Moon Base). Die Kürzungen betrafen auch das Story Telling. World Building und Gameplaysysteme. Deus Ex war mit dem flexiblen Gameplay und vergleichsweise offenen Levels (für seine Zeit) exzellent und genießt daher zu Recht einen Kultstatus. World Building oder Story waren aber nicht die große Stärke des originalen Deus Ex. Das hat z.B. der Reboot sehr viel besser gemacht und da ist auch Cyberpunk in seiner Releaseversion um Welten besser.
Ich glaube es ist wie ihr sagt wirklich einfach so, dass Cyberpunk nicht so richtig meinen Geschmack trifft. Adam Jensen taugt mir persönlich als Protagonist einfach mehr. V ist aber natürlich besser JC "What a shame, he was a good man, what a rotten way to die" Denton. So eine Flatlander Woman Nummer wäre in der Tat großartig.

Zumindest bei Deus Ex bin ich gar nicht sooooo nostalgisch verklärt, dass hatte ich erst vor kurzem mit der GMDX Mod gepielt. Ich tue mich aber schwer bei so älteren Spielen meine nostalgische Verklärtheit abzulegen, ich versuche sie mir sogar eher noch zu bewahren, weil ich so überhaupt vieles heute noch gut spielen kann, wenn ich Baldurs Gate oder Arcanum nach objektiven Gesichtspunkten bewerten würde, oha da wäre einiges im Argen. Da muss man bei Diskussionen über die Qualität eines Spiels aber differenzieren da habt ihr schon recht.

Raptor 2101
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Re: Runde #299: Cyberpunk 2077

Beitrag von Raptor 2101 »

Rick Wertz hat geschrieben:
14. Jan 2021, 14:08
Deus Ex ist auch heute noch ein fantastisches Spiel, insbesondere mit coolen Mods wie Biomod oder Shifter die das Skillsystem verbessern muss es sich nicht verstecken. Viele unsichtbare Entscheidungen mit tatsächlichem Einfluss auf die Handlung und keine ewige Laber-/Scriptmissionensimulation wie das mich sehr anödende Cyberpunk.
Du vergleichst ein Spiel mit Patches und FanMods mit einem Spiel zum Release. Davon abgesehen kann man Cyberpunk vorwerfen eine "Scriptmissionensimulation" zu sein (mir ist das Argument nicht ganz klar aber gehen wir mal drauf ein ...) aber doch bitte nicht DeusEx als "positives" Gegenbeispiel. Der Höhepunkt in der Reihe war, dass Paul am Ende auftauchte, wenn man ihn retten konnte (und das man zusammengeschissen wurde, wenn man in der Damentoilette war). Die Nachfolger haben das ganze dann noch abgebaut, bis man in HumanRevolution am ende nur Knöpfchen drücken musste und in MankindDevided haben sie sich "Levelübergreifende" Konsequenzen gleich ganz gesparrt.

Als DIsclaimer: ich fand alle 3 Spiele super und mag sie wirklich. Ich kann das Argument der Scriptmissionen halt nicht nachvollziehen. Alles was du in SingleplayerSpielen bekommst sind Scriptmissionen.
AwkwardBanana hat geschrieben:
14. Jan 2021, 15:19
Zumindest bei Deus Ex bin ich gar nicht sooooo nostalgisch verklärt, dass hatte ich erst vor kurzem mit der GMDX Mod gepielt. Ich tue mich aber schwer bei so älteren Spielen meine nostalgische Verklärtheit abzulegen, ich versuche sie mir sogar eher noch zu bewahren, weil ich so überhaupt vieles heute noch gut spielen kann, wenn ich Baldurs Gate oder Arcanum nach objektiven Gesichtspunkten bewerten würde, oha da wäre einiges im Argen. Da muss man bei Diskussionen über die Qualität eines Spiels aber differenzieren da habt ihr schon recht.
Ich versuch sie mir auch zu bewahren. Deswegen hab ich ein paar Spiele zwar physisch vorliegen aber die werden nicht mehr angepackt. Ich will mir die Helden meiner Jugend nicht kaputt machen :ugly:

Rick Wertz
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Re: Runde #299: Cyberpunk 2077

Beitrag von Rick Wertz »

Raptor 2101 hat geschrieben:
14. Jan 2021, 21:10
Als DIsclaimer: ich fand alle 3 Spiele super und mag sie wirklich. Ich kann das Argument der Scriptmissionen halt nicht nachvollziehen. Alles was du in SingleplayerSpielen bekommst sind Scriptmissionen.
Der Unterschied ist, dass ich in Deus Ex interessantes Gameplay erlebe während Cyberpunk mich in erster Linie pausenlos mit Dialogen zulabert (selbst während der Gameplaysequenzen) und ich hauptsächlich belanglose wenig interaktive Scriptsequenzen spiele.

Raptor 2101
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Re: Runde #299: Cyberpunk 2077

Beitrag von Raptor 2101 »

Rick Wertz hat geschrieben:
14. Jan 2021, 22:08
Der Unterschied ist, dass ich in Deus Ex interessantes Gameplay erlebe während Cyberpunk mich in erster Linie pausenlos mit Dialogen zulabert (selbst während der Gameplaysequenzen) und ich hauptsächlich belanglose wenig interaktive Scriptsequenzen spiele.
Ok jetzt versteh worauf du hinaus willst. Fairer weise muss man sagen, das seit DeusEx sich kein Spiel mehr auf diese Mühe gegeben hat. Alleine das DeusEx zwei Wege hat um Türen zu öffnen (MultiTool/LockPick). Auch die Art wie die Perks funktionieren wurde so selten bis gar nicht angegangen. Ich kann aber auch nachvollziehen, warum das heute keiner mehr macht. Der Grad an Leveldesign und Polisch, den will heute keiner mehr gehen. Den ging aber nicht mahl mehr Invisible War oder irgendein anderer Ableger oder LookAlike von DeusEx.

Belanglose Skriptsequnzen würde ich aber Cyberpunk nicht vorwerfen. Eher das sie auch Konsolenspieler ansprechen wollen und die keine 12 F-Tasten haben ;)

Rick Wertz
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Re: Runde #299: Cyberpunk 2077

Beitrag von Rick Wertz »

Raptor 2101 hat geschrieben:
15. Jan 2021, 07:48
Alleine das DeusEx zwei Wege hat um Türen zu öffnen (MultiTool/LockPick).
Eigentlich sogar vier Arten, die GEP gun und das Dragon's Tooth sword müssen auch als Werkzeug erwähnt werden ;)

Raptor 2101
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Re: Runde #299: Cyberpunk 2077

Beitrag von Raptor 2101 »

Rick Wertz hat geschrieben:
15. Jan 2021, 12:07
Eigentlich sogar vier Arten, die GEP gun und das Dragon's Tooth sword müssen auch als Werkzeug erwähnt werden ;)
Mit beiden bekommst du nicht alle Türen auf, dann hast du noch Hacking. Die Spiel hatte schon sehr viele unterschiedliche Mechaniken. Ich habe es schon lange aufgegeben auf einen Nachfolger der das Ausbaut oder sogar erweitert. Ich bin schon froh wenn ein Spiel dicht, da dran kommt. In der Liste der DeusEx "Thronfolger" kommt Cyberpunk am dichtesten an dieses Gefühl heran und fügt dem ganzen noch genug hinzu, dass es für mich bisher der beste Vertreter in der Neuzeit ist.

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jayda
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Re: Runde #299: Cyberpunk 2077

Beitrag von jayda »

Verrückt wie unterschiedliche Spielweisen auch einen komplett anderen Eindruck vermitteln können.
Ich habe Cyberpunk gestern durchgespielt, mit 120std Laufzeit + alle nennenswerten Nebenmissionen gemacht, und höre erst jetzt den Podcast.

Während ich den Bugs etc nur zustimmen kann, komme ich mit Andres Story Fazit zu Johnny auf keinen grünen Zweig. Aus meiner Sichtweise fehlt da gar nichts am Ende, denn ich hab mit Johnny und V knapp über einen Monat verbracht und Geschichten erlebt. Es war kein tränenreiches Ende, aber ich bin vollzufrieden rausgegangen.
Was ich aus dem Podcast mitgenommen habe, ist das man sich die Geschichte anscheinend kaputt macht, wenn man einfach nur die Mainstory "durchballert".


Raptor 2101
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Re: Runde #299: Cyberpunk 2077

Beitrag von Raptor 2101 »

jayda hat geschrieben:
15. Jan 2021, 16:30
Verrückt wie unterschiedliche Spielweisen auch einen komplett anderen Eindruck vermitteln können.
Ich habe Cyberpunk gestern durchgespielt, mit 120std Laufzeit + alle nennenswerten Nebenmissionen gemacht, und höre erst jetzt den Podcast.

Während ich den Bugs etc nur zustimmen kann, komme ich mit Andres Story Fazit zu Johnny auf keinen grünen Zweig. Aus meiner Sichtweise fehlt da gar nichts am Ende, denn ich hab mit Johnny und V knapp über einen Monat verbracht und Geschichten erlebt. Es war kein tränenreiches Ende, aber ich bin vollzufrieden rausgegangen.
Was ich aus dem Podcast mitgenommen habe, ist das man sich die Geschichte anscheinend kaputt macht, wenn man einfach nur die Mainstory "durchballert".
Das Spiel leidet extrem unter Zeitdruck beim spielen. Einige Quest versumpfen irgendwann und wirken unfertig, spielt man weiter (ohne erstmal ersichtlichen grund) werden die Quest wieder aufgenommen und meist zu einem interessanten ende geführt. Sogar dieses Dalemain Quest hat einen passend Abschluss (imho). Man kann halt in dem Spiel 80% der Story verpassen ...

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Lurtz
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Re: Runde #299: Cyberpunk 2077

Beitrag von Lurtz »

philoponus hat geschrieben:
16. Jan 2021, 08:33
Jason Schreier:

https://www.bloomberg.com/news/articles ... us-rollout
Anthem's developers talked about "BioWare magic" -- an unwavering belief that with enough hard work and crunch, their games would come together. CD Projekt was similar. When asked about unrealistic deadlines, directors would say they'd be fine. They made The Witcher 3, after all
https://mobile.twitter.com/jasonschreie ... 5836408832

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Lurtz
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Re: Runde #299: Cyberpunk 2077

Beitrag von Lurtz »

Raptor 2101 hat geschrieben:
16. Jan 2021, 08:59

Das Spiel leidet extrem unter Zeitdruck beim spielen. Einige Quest versumpfen irgendwann und wirken unfertig, spielt man weiter (ohne erstmal ersichtlichen grund) werden die Quest wieder aufgenommen und meist zu einem interessanten ende geführt. Sogar dieses Dalemain Quest hat einen passend Abschluss (imho). Man kann halt in dem Spiel 80% der Story verpassen ...
Was heißt Zeitdruck, die Story treibt einen einfach so sehr an und ist so kurz, dass man damit einfach durch ist bevor die Wartezeit bis man den Abschluss der ganzen anderen Storyline überhaupt bekommen hat.
Das Spiel hat da imo eine ganz komische Struktur und Pacing, die über den üblichen fake Zeitdruck in Open World Spielen hinausgeht.

Raptor 2101
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Re: Runde #299: Cyberpunk 2077

Beitrag von Raptor 2101 »

Lurtz hat geschrieben:
16. Jan 2021, 09:29
Raptor 2101 hat geschrieben:
16. Jan 2021, 08:59

Das Spiel leidet extrem unter Zeitdruck beim spielen. Einige Quest versumpfen irgendwann und wirken unfertig, spielt man weiter (ohne erstmal ersichtlichen grund) werden die Quest wieder aufgenommen und meist zu einem interessanten ende geführt. Sogar dieses Dalemain Quest hat einen passend Abschluss (imho). Man kann halt in dem Spiel 80% der Story verpassen ...
Was heißt Zeitdruck, die Story treibt einen einfach so sehr an und ist so kurz, dass man damit einfach durch ist bevor die Wartezeit bis man den Abschluss der ganzen anderen Storyline überhaupt bekommen hat.
Das Spiel hat da imo eine ganz komische Struktur und Pacing, die über den üblichen fake Zeitdruck in Open World Spielen hinausgeht.
du kannst nach dem Abschluss der MainStory immer noch alle questes abschließen. Vom Spiel wird dir da kein Stein in den weg gelegt. Und auch sonst bestraft das Spiel kein Verzögerung. Du kannst die MainStoryQuest so lange herauszögern wie du willst.

Inkognito
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Re: Runde #299: Cyberpunk 2077

Beitrag von Inkognito »

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“I have some friends who lost their families because of these sort of shenanigans.”

"As the launch date drew closer, everyone at the studio knew the game was in rough shape."

Die Firma ist durch und durch mit Lug und Betrug zersetzt.
Top, das wir einen Mann bei einem reichweitenstarken Medium haben, der die Wahrheit journalistisch aufarbeitet und kommuniziert.

Die Welt braucht CD Projekt, so wie sie die East India Company und chinesische Loagais braucht.

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Guthwulf
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Re: Runde #299: Cyberpunk 2077

Beitrag von Guthwulf »

Lurtz hat geschrieben:
16. Jan 2021, 09:29
Raptor 2101 hat geschrieben:
16. Jan 2021, 08:59
Das Spiel leidet extrem unter Zeitdruck beim spielen. Einige Quest versumpfen irgendwann und wirken unfertig, spielt man weiter (ohne erstmal ersichtlichen grund) werden die Quest wieder aufgenommen und meist zu einem interessanten ende geführt. Sogar dieses Dalemain Quest hat einen passend Abschluss (imho). Man kann halt in dem Spiel 80% der Story verpassen ...
Was heißt Zeitdruck, die Story treibt einen einfach so sehr an und ist so kurz, dass man damit einfach durch ist bevor die Wartezeit bis man den Abschluss der ganzen anderen Storyline überhaupt bekommen hat.
Das Spiel hat da imo eine ganz komische Struktur und Pacing, die über den üblichen fake Zeitdruck in Open World Spielen hinausgeht.
Öhm... ich spiele nu 125 Stunden an meinem Playthrough. Abgesehen von einer kurzen Verunsicherung Anfang Akt 2 hab ich keinen Zeitdruck gefühlt. Bei mir greifen Sight Seeing, Rumexperimentieren mit den verschiedenen Spielsystemen, Nebenaktivitäten, Gigs, Zufallsencounter, Side Stories und Hauptstories wunderbar organisch ineinander. Würd das sogar als eine der großen Stärken des Spiels bezeichnen. Bin immer wieder überrascht wie super das ineinander passt, wie lange einen Charaktere "begleiten" und wie viele thematische sowie inhaltliche Querbezüge es gibt. Wer nur durch die Hauptstory durchhastet, dürfte nen komplett anderes (und schlechteres) Spielerlebnis haben. Bissel wie damals bei Alien Isolation. Wer möglichst effizient und schnell "vorankommen" möchte oder gar das Spiel zu einem bestimmten Stichtag beendet haben muss, für den funktioniert es viel schlechter. Der Weg ist das Ziel. :whistle:
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jayda
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Re: Runde #299: Cyberpunk 2077

Beitrag von jayda »

Raptor 2101 hat geschrieben:
16. Jan 2021, 08:59
jayda hat geschrieben:
15. Jan 2021, 16:30
Verrückt wie unterschiedliche Spielweisen auch einen komplett anderen Eindruck vermitteln können.
Ich habe Cyberpunk gestern durchgespielt, mit 120std Laufzeit + alle nennenswerten Nebenmissionen gemacht, und höre erst jetzt den Podcast.

Während ich den Bugs etc nur zustimmen kann, komme ich mit Andres Story Fazit zu Johnny auf keinen grünen Zweig. Aus meiner Sichtweise fehlt da gar nichts am Ende, denn ich hab mit Johnny und V knapp über einen Monat verbracht und Geschichten erlebt. Es war kein tränenreiches Ende, aber ich bin vollzufrieden rausgegangen.
Was ich aus dem Podcast mitgenommen habe, ist das man sich die Geschichte anscheinend kaputt macht, wenn man einfach nur die Mainstory "durchballert".
Das Spiel leidet extrem unter Zeitdruck beim spielen. Einige Quest versumpfen irgendwann und wirken unfertig, spielt man weiter (ohne erstmal ersichtlichen grund) werden die Quest wieder aufgenommen und meist zu einem interessanten ende geführt. Sogar dieses Dalemain Quest hat einen passend Abschluss (imho). Man kann halt in dem Spiel 80% der Story verpassen ...
Den Zeitdruck schaffst du dir doch wohl eher selber oder nicht?

Deshalb meinte ich ja unterschiedliche Spielweisen. Bei so großen Spielen versinke ich häufig drin, benutze kaum die Schnellreise, mache erst Nebenquests die mich interessieren usw. Wobei ich hier anmerken muss, dass ich mich am Anfang auch schwergetan habe. Hauptsächlich wegen meiner Spielweise und weil ich nicht erstmal ein wenig der Mainstory gefolgt bin.
Dementsprechend hatte ich ein echt schon gut bis geiles Spielerlebnis. Wenn man aber nur die Mainstory durchhastet sieht das Ganze auch schon wieder anders aus.
Mich hat es abgeholt andere wiederum nicht. So ist das nun mal :mrgreen:

Noch eine Anmerkung:
Ich hab das Spiel nicht auf 100% gebracht, mich interessiert der sich wiederholende Quatsch nicht :D.

Nachtrag:
Vor allem die Delamain Quest fand ich richtig gut! Es hat mich echt überrascht, dass der sich so viel später nochmal gemeldet hat.
Ist mir so bisher noch in keinem Spiel untergekommen. Ich empfand es als mal was anderes interessantes, dadurch wirkte die Welt sogar lebendiger und dynamischer.

Guthwulf hat geschrieben:
16. Jan 2021, 13:58
Lurtz hat geschrieben:
16. Jan 2021, 09:29
Raptor 2101 hat geschrieben:
16. Jan 2021, 08:59
Das Spiel leidet extrem unter Zeitdruck beim spielen. Einige Quest versumpfen irgendwann und wirken unfertig, spielt man weiter (ohne erstmal ersichtlichen grund) werden die Quest wieder aufgenommen und meist zu einem interessanten ende geführt. Sogar dieses Dalemain Quest hat einen passend Abschluss (imho). Man kann halt in dem Spiel 80% der Story verpassen ...
Was heißt Zeitdruck, die Story treibt einen einfach so sehr an und ist so kurz, dass man damit einfach durch ist bevor die Wartezeit bis man den Abschluss der ganzen anderen Storyline überhaupt bekommen hat.
Das Spiel hat da imo eine ganz komische Struktur und Pacing, die über den üblichen fake Zeitdruck in Open World Spielen hinausgeht.
Öhm... ich spiele nu 125 Stunden an meinem Playthrough. Abgesehen von einer kurzen Verunsicherung Anfang Akt 2 hab ich keinen Zeitdruck gefühlt. Bei mir greifen Sight Seeing, Rumexperimentieren mit den verschiedenen Spielsystemen, Nebenaktivitäten, Gigs, Zufallsencounter, Side Stories und Hauptstories wunderbar organisch ineinander. Würd das sogar als eine der großen Stärken des Spiels bezeichnen. Bin immer wieder überrascht wie super das ineinander passt, wie lange einen Charaktere "begleiten" und wie viele thematische sowie inhaltliche Querbezüge es gibt. Wer nur durch die Hauptstory durchhastet, dürfte nen komplett anderes (und schlechteres) Spielerlebnis haben. Bissel wie damals bei Alien Isolation. Wer möglichst effizient und schnell "vorankommen" möchte oder gar das Spiel zu einem bestimmten Stichtag beendet haben muss, für den funktioniert es viel schlechter. Der Weg ist das Ziel. :whistle:

This !
+1 :lol:

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Re: Runde #299: Cyberpunk 2077

Beitrag von Raptor 2101 »

jayda hat geschrieben:
16. Jan 2021, 15:05

Den Zeitdruck schaffst du dir doch wohl eher selber oder nicht?
Wenn du aus dem "du dir" ein "der Spieler" machst, stimme ich dir zu. Wen du meine Post verfolgst, dürfe klär werden, das ich eher genießend durchs Spiel gegangen bin. Hab zwar keine 120h wie Guthwulf auf der Uhr aber am Ende waren es auch 70 ;)

Was ich nur sagen wollte ist, dass es dem Spiel zum Nachteil gereicht wird, dass es dem Spieler nicht seinen besten Content aufzwingt.

Auf der anderen Seite finde ich es schade, das sie im Spiel kein Zeitlimit haben. Es ist schon ein bisschen unglaubwürdig, wenn in einer Szene V quasi stirbt und ihm nur noch wenige Stunden bescheinigt werden und ich kurz darauf unbeschwert einen Achterbahnfahrt genieße... ein Zeitlimit von x IngameTagen bis der BioChip seine Arbeit vollrichtet hat, in der man Zeit hat seinen Kram zu erledigen, fände ich authentischer. (Gerne such als Option anwählbar)

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Re: Runde #299: Cyberpunk 2077

Beitrag von IpsilonZ »

Auch aus dem Jason Schreier Thread (https://twitter.com/jasonschreier/statu ... 0882312192)
Das erklärt finde ich sehr schön wie dieser "freiwillige Crunch" funktioniert. "Du willst keine Überstunden machen? Okay.. müssen es halt deine Kolleg*innen ausbaden)
- One CDPR developer told their manager that they didn't want to work overtime, as their CEO had said would be OK. Fine, their manager said, but one of their other coworkers would just have to work extra hours to make up for them. Several other developers shared similar stories
(und meine Güte, diese zwei Threads sind so verwirrend . Jetzt dachte ich erst ich bin im Spielerlebnis-Thread gelandet. Ich hoffe das bleibt ne Ausnahme, warum auch immer es diese gebraucht hat..)

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Re: Runde #299: Cyberpunk 2077

Beitrag von Raptor 2101 »

IpsilonZ hat geschrieben:
16. Jan 2021, 19:48
Auch aus dem Jason Schreier Thread (https://twitter.com/jasonschreier/statu ... 0882312192)
Das erklärt finde ich sehr schön wie dieser "freiwillige Crunch" funktioniert. "Du willst keine Überstunden machen? Okay.. müssen es halt deine Kolleg*innen ausbaden
Überrascht dich das jetzt? Ich habe mir von 2010 bis 2019 jedes Jahr mindestens 2 meistens eher 3 bis 4 Monatsgehälter an "Mehrarbeit" (wichtig das sind keine angeordneten Überstunden!) auszahlen lassen 2020 ist aus bekannten gründen dann flach gefallen. Und ja das habe ich alles freiwillig gemacht... genau mit der gleichen Begründung, sonst ist mein Arbeitskollege drann. In meinem unternehmen gibt es einen starken Betriebsrat und der hat auf die Auszahlungen auch ein Auge und jada jada. Ich kenne weder einen Kunden noch einen Mitbewerber bei dehnen das nicht so ist. Es gab mal Abteilungen und oder Mitbewerber ... die wurden halt ausgelagert, outgesourced oder konnten sich im Markt nicht behaupten.

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Re: Runde #299: Cyberpunk 2077

Beitrag von IpsilonZ »

Raptor 2101 hat geschrieben:
16. Jan 2021, 19:57
Überrascht dich das jetzt? Ich habe mir von 2010 bis 2019 jedes Jahr mindestens 2 meistens eher 3 bis 4 Monatsgehälter an "Mehrarbeit" (wichtig das sind keine angeordneten Überstunden!) auszahlen lassen 2020 ist aus bekannten gründen dann flach gefallen. Und ja das habe ich alles freiwillig gemacht... genau mit der gleichen Begründung, sonst ist mein Arbeitskollege drann. In meinem unternehmen gibt es einen starken Betriebsrat und der hat auf die Auszahlungen auch ein Auge und jada jada. Ich kenne weder einen Kunden noch einen Mitbewerber bei dehnen das nicht so ist. Es gab mal Abteilungen und oder Mitbewerber ... die wurden halt ausgelagert, outgesourced oder konnten sich im Markt nicht behaupten.
Nein, überraschen tut es mich keinesfalls. Aber grad da viele meinten, dass es bei CDPR ja halb so wild gewesen sei, weil man halt mal ne Woche etwas gecruncht hätte und davor ja alles freiwillig war, ist es gut (Oder interessant. Oder wichtig) das noch mal so bestätigt zu bekommen.

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