Runde #302: Demon's Souls

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whitespace
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Re: Runde #302: Demon's Souls

Beitrag von whitespace »

IpsilonZ hat geschrieben: 19. Jan 2021, 23:23 Wenns zig andere Instrumentenbauer schaffen das Bespielen ihrer Instrumente zu vereinfachen und anpassbar zu machen und es nur ein paar gibt, die es immer noch erschweren obwohl es anders ginge, dann doch, dann würde ich sowas zumindest erwarten.
Und es gibt ja auch zig verschiedene Optionen bei Gitarren. Irgendwie funktioniert die Metapher nicht wirklich.. ^^
Hä? Welche Instrumentenbauer schaffen es das Instrument leichter zu bespielen, zu vereinfachen und anpassbar zu machen? Hat sich an Klavier, Gitarre, Flöte, Harfe etwa etwas geändert? Außerdem ist in diesem Vergleich nicht das Instrument das Spiel, sondern die Musik. Das Instrument wäre die Konsole. Das geht schon auf, wenn man es nicht versucht absichtlich falsch zu verstehen.
mockturtle hat geschrieben: 19. Jan 2021, 23:43 Lol, nein funktioniert nicht gut.
Vielleicht könnten wir diese elitären Jazzer fragen, warum sie immer so komplizierte Akkordfolgen und Rhythmen haben müssen. Diese moderne Beatmusik kommt doch auch mit drei Akkorden und Snare auf zwei und vier hin, da können doch viel mehr Leute mitmachen.
Nee passt auch nicht so richtig :lol:
Doch, passt eigentlich sehr gut. Wenn dir komplizierte Akkordfolgen sowieso nicht gefallen, brauchen wir doch garnicht darüber reden. Wenn dir ein Soulslike garnicht gefällt und du ein Assassins Creed bevorzugst, brauchen wir auch darüber nicht reden.
Heretic hat geschrieben: 20. Jan 2021, 10:54 Eine Gitarre zwingt dich nicht, filigranen Progrock auf ihr zu zelebrieren. Du darfst auch ein paar Punkakkorde runterschrubben. ;)
Dann sind wir doch einer Meinung! Wenn dir der Progrock zuviel ist, mach was einfacheres. Das Instrument ist hier nicht Demonsouls, sondern die Musikstücke. Gehst du zu Steve Vai hin und sagst "Ey, macht doch mal leichter - Ich kann nur Powerchords!!"?
Zuletzt geändert von whitespace am 20. Jan 2021, 15:10, insgesamt 1-mal geändert.
Voigt
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Re: Runde #302: Demon's Souls

Beitrag von Voigt »

Andre Peschke hat geschrieben: 20. Jan 2021, 14:40
Voigt hat geschrieben: 20. Jan 2021, 14:39 Aber auch als Konsument kenne ich das Problem der begrenzten Ressourcen bei der Spieleentwicklung. Dafür würde ich denken das für ein schlechteren Spielemodus Ressourcen abgezogen wurden, wodurch sogar auch der reguläre Spielemodus etwas weniger geschliffen wurde.
Möglich. Habe ich im Podcast ja auch selbst genannt. Aber ist das wahrscheinlich? Wenn man als Highlevel in ein Anfangsgebiet zurückkehrt merkt man ja: Das ist schon Easymode. Sollte also einfach über Anzahl ausgeschütteter Seelen / Start-Stats zu regeln sein und was das an Entwicklungszeit kostet...

Und selbst unter der Maßgabe, würde man ja sagen: "Ja, das ist ne gute Idee, aber NUR wenn From Software dafür extra Budget bereitstellt". Man würde nicht sagen: "DAS DARF NICHT SEIN!"
Einfach mehr Ressourcen zum Spieler schmeißen erinnert mich an Spartaner Modus von Metro 2033 Redux. Steht krass dem entgegen was Metro sein wollte, und was dir im Tutorial am Anfang gesagt wurde (geh sparsam mit Munition um, suche Umgebung ab).

Direkt gestört hat mich die Existenz des Spartaner Modus nich, nur dass ich im Normal Modus in Redux auch zu viel Mun hatte, und das folgende Teile wie Last Light und wohl noch viel mehr Exodus noch viel Actionreicher wurden, und weit weg von Survivalhorror.


Daher ist eher abstrakte Sorge, glaube auch eher noch beim ersten Dark Souls, als From Software gerade überhaupt groß wurde und sich dem westlichen Markt geöffnent hat.
Jetzt haben wir ja zumindest Dark Souls 2 und 3, sowie Bloodborne und Sekiro, und ja auch non- From Software Soulslike Kopien.
Daher Sorge nich so groß dass man seine coole Spielenische verliert durch marktanbiedernde Verweichlichung wo Schwierigkeitsgrad erster Schritt wäre.
Manche bleiben aber stark dabei und argumentieren scharf gegen jeglichen Schritt aus der Nische, solange zumindest From Software eh auch selbst so denkt.

Ich selber sage aber ja auch: Wenn es dir zu schwer ist, du kein Bock auf Grind hast, und dir From Softwares Intention egal ist, lad einfach Cheatengine, scanne nach deinen Seelen, gebe dir 50k oder 100k oder sowas, und dann level einfach damit, sodass du genügend HP und Stamina hast, dass das Spiel sehr verzeihend wird, und genug Geschick/Stärke dass du auch gut Schaden machst.

Mir doch egal wie du es spielst. ^^
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Re: Runde #302: Demon's Souls

Beitrag von Andre Peschke »

Soulaire hat geschrieben: 20. Jan 2021, 14:57 Es wird ja immer so getan als würden die Souls-Fans die Entwickler davon abhalten so etwas einzubauen.
Weiß nicht ob das der Fall ist, im Podcast war es das nicht. Da hat Dom gesagt, er versteht diese Position der Spieler nicht, das kategorisch abzulehnen.

Wenn wir uns hier in der Diskussion darauf einigen können, dass erstmal nix dagegen spricht: Cool. Dann ist der Keks ja gegessen und man kann darüber sprechen, welche Umsetzung am besten wäre oder einfach warten, was From Software so macht.
Voigt hat geschrieben: 20. Jan 2021, 15:09 Einfach mehr Ressourcen zum Spieler schmeißen erinnert mich an Spartaner Modus von Metro 2033 Redux. Steht krass dem entgegen was Metro sein wollte, und was dir im Tutorial am Anfang gesagt wurde (geh sparsam mit Munition um, suche Umgebung ab).
Ich sehe logisch keinen großen Grund, warum es auf der Ebene nicht laufen kann. Denn:

1. Wird ja immer (korrekt) ins Feld geführt, dass man sich eben durch Beharrlichkeit / Grinding etc das Spiel leichter machen kann.
2. Ist ja unstrittig, dass aber der Grad zu dem man Grinden muss von Spieler zu Spieler schon jetzt unterschiedlich ist. Da gibt es sowieso schon eine Spanne unterschiedlicher Spielerfahrungen.
3. Am Ende ist der Schwierigkeitsgrad ja eine Funktion der Fehlertoleranz. Sprich: Wenn mich der Skelettkrieger zu Anfang mit zwei Schlägen tothaut, kann ich mir nur zwei Fehler beim Blocken erlauben. Wie lange ein Spieler braucht, die Angriffsmuster / nötigen Spielerreaktionen einzustudieren, ist ebenfalls sehr unterschiedlich. Daher gibt es schon jetzt einen erheblichen Unterschied, wie lange ein Spieler braucht, bis Spielfortschritt eintritt.

Ergo sehe ich nicht, warum zB ein Easymode in den man mit höheren Startwerten startet und somit dem Spieler von Anfang an eine höhere Fehlertoleranz (stirbt erst nach 4 Schlägen o.ä.) nicht funktionieren sollte.

Wie gesagt: Mir geht's um die kategorische Ablehnung von Spielerseite, wo ich mich frage, wie sie zu legitimieren wären (zusätzlich zu den genannten Faktoren). Heißt nicht, dass es dann in der nachfolgenden Diskussion, WIE so ein Easymode aussehen könnte viele legitime Vorbehalte geben kann. Gefährlich wird es zB bei den Umgebungshindernissen, wie zB Kämpfe auf einem schmalen Grat am Abgrund oder dergleichen. Wenn man also fordern würde: "Easymode ja, aber keine Veränderungen am Leveldesign" -> Das fände ich nachvollziehbar. Aber auch solche Passagen wären ja durch die beschriebene Maßnahme erleichtert.
Voigt hat geschrieben: 20. Jan 2021, 15:09 Ich selber sage aber ja auch: Wenn es dir zu schwer ist, du kein Bock auf Grind hast, und dir From Softwares Intention egal ist, lad einfach Cheatengine, scanne nach deinen Seelen, gebe dir 50k oder 100k oder sowas, und dann level einfach damit, sodass du genügend HP und Stamina hast, dass das Spiel sehr verzeihend wird, und genug Geschick/Stärke dass du auch gut Schaden machst.

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Re: Runde #302: Demon's Souls

Beitrag von Voigt »

Ist halt die Sache, finde tendenziell ja schon Dark Souls im Design zu leicht, da es dieses Grinding gibt. Am liebsten sollten nur nicht-respawnende Bosse und Minibosse Seelen geben.

Aber anderseits habe ich dir schon zugestimmt, wie gesagt von mir aus sollen Spieler sich ja ruhig 50k Seelen cheaten, wenn die das wollen, und damit sich hochstatten, damit die mehr Fehlertoleranz bekommen.

Wenn From Software selbst sowas anbieten würde, wäre ich nur leicht besorgt, dass die in Zukunft allgemein das Spiel leichter machen, wie schon für mich Dark Souls 3 (ohne DLC bisher) deutlich einfacher als sogar das erneut gespielte Dark Souls Remastered.


Ignorierend, dass das Spiel von der Konsole kommt, und dort weiterhin stark verankert ist: Mir doch egal wenn Konsolenspieler nich die Möglichkeit zum einfachen Cheaten haben, da sind die ja auch voll selber Schuld! ^^
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Re: Runde #302: Demon's Souls

Beitrag von imanzuel »

Andre Peschke hat geschrieben: 20. Jan 2021, 15:23 1. Wird ja immer (korrekt) ins Feld geführt, dass man sich eben durch Beharrlichkeit / Grinding etc das Spiel leichter machen kann.
...
Wie gesagt: Mir geht's um die kategorische Ablehnung von Spielerseite, wo ich mich frage, wie sie zu legitimieren wären...
(Sekiro mal ausgeklammert)

Ich verstehe halt nicht warum in der Diskussion immer nur über Schwierigkeitsgrad, Schwierigkeitsgrad, Schwierigkeits diskutiert wird. Ich habe meine Haltung ja durch oben genannte Gründe klar gemacht, ich halte davon gar nichts, gehöre ergo zu denen dazu die den ablehnen. Ändert jetzt nichts dran das ich From Software-Spiele mit Schwierigkeitsgrade trotzdem weiterhin spielen werde (genau so wie alle andere Spiele auch), aber das ist meine klare Haltung dazu.

Aber warum wird immer nur über die Einstellung des Schwierigkeitsgrades geredet, wenn man von einem "Easy-Mode" spricht? Andre, du hast es ja schon selbst angesprochen, wenn die einen Easy-Mode einbauen würde, wie könnten die das machen? Und da wäre meine Idee, regelt das nicht über einen Schwierigkeitsgrad im Spiel bzw. zu Spielbeginn sondern anders. Irgendwie mit Gameplay-Mechaniken. Irgendwas interessantes oder innovatives. Wie wäre es denn zum Beispiel mit...

Koop.

Ups.

Hat es ja schon. Warum wird das immer vergessen? Das wurde hier schon so oft erwähnt. "Ist einem das Spiel zu schwer, spielt es Koop. Oder ruft einen NPC." Man muss sich ja nicht mal bis zu Unsterblichkeit grinden. Ruft einfach einen NPC. Das Spiel hat schon jetzt so viele Hilfsmöglichkeiten. Man muss diese nur nutzen.

Koop ist ein unfassbarer Easymode. Damit kann man sich das Spiel so sehr vereinfachen. Und durchgehend wird dieser ignoriert.
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Re: Runde #302: Demon's Souls

Beitrag von meieiro »

Mir ist gerade die optimale Lösung für das Schwierigkeitsproblem eingefallen.
Microtransactionen. Wenn ich nicht weiterkomme, kaufe ich mir einfach 10.000 Seelen für 5€(bitte nicht ernst nehmen)
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Andre Peschke
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Re: Runde #302: Demon's Souls

Beitrag von Andre Peschke »

imanzuel hat geschrieben: 20. Jan 2021, 15:43Andre, du hast es ja schon selbst angesprochen, wenn die einen Easy-Mode einbauen würde, wie könnten die das machen? Und da wäre meine Idee, regelt das nicht über einen Schwierigkeitsgrad im Spiel bzw. zu Spielbeginn sondern anders. Irgendwie mit Gameplay-Mechaniken.
Eine Veränderung des Gameplays gilt es ja zu vermeiden. Das soll ja erhalten werden bzw. sonst haben die Fans natürlich einen Grund, wenn sie das erstmal ablehnen.
imanzuel hat geschrieben: 20. Jan 2021, 15:43 Irgendwas interessantes oder innovatives. Wie wäre es denn zum Beispiel mit...

Koop.

Ups.

Hat es ja schon. Warum wird das immer vergessen?
Vielleicht, weil es ein untererklärtes, kompliziertes Kacksystem ist. ;)

Ich hab auf der Switch zB noch kein einziges Summon-Sign entdeckt. Was aber auch daran liegt, dass ich sehr wenig in Human-Form unterwegs bin, weil ich die Humanity zum Kindlen von Bonfires bunker. ^^

Aber in der Theorie... vielleicht? Ich hab den Soapstone noch nicht benutzt, ich will das allein schaffen. :D

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whitespace
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Re: Runde #302: Demon's Souls

Beitrag von whitespace »

Andre Peschke hat geschrieben: 20. Jan 2021, 15:23 Wie gesagt: Mir geht's um die kategorische Ablehnung von Spielerseite, wo ich mich frage, wie sie zu legitimieren wären (zusätzlich zu den genannten Faktoren).
Ich würde es nicht kategorisch ablehnen nennen. Für mich machts halt ein typisches "Soulslike" Spiel aus, dass es für alle gleichermaßen Bockschwer ist und eben keine Differenzierung dazwischen gibt.
Schwierigkeitsgrade machen für mich dann Sinn, wenn es eine gute und geradlinige Story erzählt, die einen gravierenden Abriss erfährt wenn ich an einem Abschnitt nicht weiter komme.
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IpsilonZ
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Re: Runde #302: Demon's Souls

Beitrag von IpsilonZ »

imanzuel hat geschrieben: 20. Jan 2021, 15:43 (...)Koop.

Ups.

Hat es ja schon. Warum wird das immer vergessen? Das wurde hier schon so oft erwähnt. "Ist einem das Spiel zu schwer, spielt es Koop. Oder ruft einen NPC." Man muss sich ja nicht mal bis zu Unsterblichkeit grinden. Ruft einfach einen NPC. Das Spiel hat schon jetzt so viele Hilfsmöglichkeiten. Man muss diese nur nutzen.

Koop ist ein unfassbarer Easymode. Damit kann man sich das Spiel so sehr vereinfachen. Und durchgehend wird dieser ignoriert.
Aber hier können die Spiele halt auch etwas arschlochig sein. Ich kenne jemanden der nicht an Gundyr vorbeikommt. Nach mehreren Neustarts, mehreren Stunden etc. Und da geht Koop dann auch nicht. ^^
Grundsätzlich stimme ich zu. Koop ist ne tolle Option. Aber ist auch nicht perfekt. Dazu brauchts natürlich auch noch Internet.. ^^

Allgemein wäre ich auch eh gegen nen Easy Mode und stattdessen Optionen wie bei Celeste.
- Spielgeschwindigkeit
- Ausdauerverbrauch an/aus
- Marker der verdeutlicht wann man nen Parry machen muss.
- man verliert keine Seelen wenn man stirbt
- Vll. ein Symbol das unblockbare Attacken ankündigt.
- God-mode
- Spawnen am Rand des Abgrunds nach einem Sturz
etc. Wären jetzt nur ein paar Optionen, die ich mir so zusammengesponnen habe (und auch nicht extrem durchdacht sind btw). Und ja, die meisten dieser Optionen würden MEIN Spielerlebnis extrem trüben. Aber ich würde sie auch nicht nutzen und so könnte man verschiedene Probleme gezielt angehen anstatt einfach nen easy mode zu machen.
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Re: Runde #302: Demon's Souls

Beitrag von Andre Peschke »

whitespace hat geschrieben: 20. Jan 2021, 16:05 Ich würde es nicht kategorisch ablehnen nennen. Für mich machts halt ein typisches "Soulslike" Spiel aus, dass es für alle gleichermaßen Bockschwer ist und eben keine Differenzierung dazwischen gibt.
Es ist aber ja derzeit eben nicht für alle "gleich schwer". Für mich ist Dark Souls jetzt, nachdem ich Demon Souls gespielt habe, auf einmal VIEL einfacher, weil ich die Systeme schon in großen Teilen kenne und sogar einige Gegner-Patterns identisch sind.

Für jemanden mit besserer Reaktionsfähigkeit wie meinen Bruder sind manche Gegner schon beim ersten Kontakt ekelerregend einfach. Der kann da einfach hin und parieren, wo ich erst das Bewegungsmuster auswendig lernen muss.

Der Schwierigkeitsgrad ist ja gerade ein Faktor, der ein wenig Ausgleich schaffen kann.

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Re: Runde #302: Demon's Souls

Beitrag von Voigt »

Andre Peschke hat geschrieben: 20. Jan 2021, 16:11 Für jemanden mit besserer Reaktionsfähigkeit wie meinen Bruder sind manche Gegner schon beim ersten Kontakt ekelerregend einfach. Der kann da einfach hin und parieren, wo ich erst das Bewegungsmuster auswendig lernen muss.
Ich würde sagen Reaktionsfähigkeiten haben ziemlich wenig damit zu tun, meine sind ziemlich unterdurchschnittlich, bin hier so bei 250 ms ~ 300 ms https://humanbenchmark.com/tests/reactiontime
Trotzdem habe ich einige Bosse in Dark Souls, und noch viel mehr Dark Souls 2 und 3 beim ersten Try einfach gelegt. Glaube viel ist Geduld und Auffassungsgabe dabei. Soviele Angriffsmuster haben die Bosse garnich, kommt drauf an wie schnell man intuitiv die richtige Ausweich oder Blocktaste drückt wenn das Muster gefahren wird, und wie sehr man Ausdauer dafür aufspart.
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Re: Runde #302: Demon's Souls

Beitrag von imanzuel »

Andre Peschke hat geschrieben: 20. Jan 2021, 16:01 Vielleicht, weil es ein untererklärtes, kompliziertes Kacksystem ist. ;)
Schau, da stimme ich zu. :D Genau so wie das World Tendency. Ich habe null Probleme wenn die das anständig erklären. Man muss ja nicht so billige Tutorial-Textfenster einbauen, aber irgendwo in der Spielwelt einen Stein, wo das mit Text beschrieben ist, da gibt es bestimmt zig schöne Möglichkeiten. Das ist allerdings ein Punkt, wo ich absolut null Einwände hätte, wenn From Software die zugänglicher macht.

Ansonsten ein anderes Beispiel, wie man das über Gameplay einfacher machen kann: So etwas wie Calamity Ganon in Breath of the Wild. Lass ein Boss mit 100% starten, und wenn man irgendetwas macht (einen speziellen Gegner z.B. besiegen) wird die HP auf 75% reduziert. Das muss ja nicht trivial sein. Solche Mechaniken gibt es ja schon in Souls-Like Spiele. In Nioh z.B. kämpft man gegen einen Boss, wo 3 Feuerschalen sind. Diese kann man in der Welt finden (die durchaus gut versteckt sind), aktiviert man diese spawnen da keine Gegner mehr im Bosskampf, was diesen sehr viel einfacher macht. Demons Souls hat mit dem einen Bosskampf in der Kirche (wo man den Typ beim Schlüssel besiegen muss) so etwas ähm im Ansatz drin, nur das man den überhaupt erst besiegen muss, damit man den Kampf schaffen kann. Lass doch den Bosskampf einfach 3x wiederbeleben, oder wenn man den Typ besiegt hat nur einmal. Diese Gameplay-Erleichterungen sollen ja nicht geschenkt sein, sondern das sollte man auch erstmal herausfinden. Hardcole-Spieler finden das halt dann alleine heraus (oder besiegen den Boss 3x), denen wo es zu schwer ist können ja in einen Guide schauen oder Online nachfragen ;)
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Re: Runde #302: Demon's Souls

Beitrag von Andre Peschke »

Voigt hat geschrieben: 20. Jan 2021, 16:32 Ich würde sagen Reaktionsfähigkeiten haben ziemlich wenig damit zu tun, meine sind ziemlich unterdurchschnittlich, bin hier so bei 250 ms ~ 300 ms https://humanbenchmark.com/tests/reactiontime
Trotzdem habe ich einige Bosse in Dark Souls, und noch viel mehr Dark Souls 2 und 3 beim ersten Try einfach gelegt.
Es geht ja nicht drum, ob man Bosse legen kann. Was ich nicht kann ist: Sehen, der Gegner setzt einen Angriff an, sehen, dass jetzt der richtige Moment zum Parieren ist und das dann so schnell umsetzen, dass das sofort sitzt.

Ich muss das machen wie Konter im Boxen: Am besten den mir bereits vertrauten Angriff gezielt provozieren oder eben zumindest sehen: "Ah, das wird diese Animation werden... da muss ich jetzt hier an der Stelle".

Von mir aus hat das auch mit Rhytmusgefühl / Antizipationsfähigkeit zu tun. Ist ja wurscht, welcher Skill es am Ende ist. Er ist sehr ungleich verteilt und ergo ist auch der Schwierigkeitsgrad für Menschen schon jetzt sehr unterschiedlich.

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Re: Runde #302: Demon's Souls

Beitrag von whitespace »

Andre Peschke hat geschrieben: 20. Jan 2021, 16:11 Es ist aber ja derzeit eben nicht für alle "gleich schwer". Für mich ist Dark Souls jetzt, nachdem ich Demon Souls gespielt habe, auf einmal VIEL einfacher, weil ich die Systeme schon in großen Teilen kenne und sogar einige Gegner-Patterns identisch sind.
Das ist aber ein Trugschluss, da das Spiel ja nur für dich einfacher wurde und nicht generell. Du tust dir nur aufgrund deiner gewonnenen Erfahrung aus einem anderen Spiel leichter.
Mit "gleich schwer" meine ich ja, dass für jeden die gleichen Grundvoraussetzungen gegeben sind. Ob du jetzt ein Veteran aus einem anderen Game bist oder nicht, spielt ja keine Rolle. Wenn für jemand das das erste Spiel dieses Genres ist, wird er hier seine Erfahrungen sammeln und es beim nächsten Spiel auch leichter haben.
Andre Peschke hat geschrieben: 20. Jan 2021, 16:11 Für jemanden mit besserer Reaktionsfähigkeit wie meinen Bruder sind manche Gegner schon beim ersten Kontakt ekelerregend einfach. Der kann da einfach hin und parieren, wo ich erst das Bewegungsmuster auswendig lernen muss.

Der Schwierigkeitsgrad ist ja gerade ein Faktor, der ein wenig Ausgleich schaffen kann.

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Ob jemand anderes jetzt talentierter ist, egal ob von der Physis oder der Reaktion oder egal was, ist mM. nach kein Argument. Ich ändere ja auch nicht die Regeln, nur weil der eine beim Schach 10 Züge voraus denken kann und der andere nur 3.
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Re: Runde #302: Demon's Souls

Beitrag von echtschlecht165 »

für die 3 oder weniger Züge Denker wie mich gibts dann Autochess oder Poker :-D
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Re: Runde #302: Demon's Souls

Beitrag von whitespace »

imanzuel hat geschrieben: 20. Jan 2021, 16:37 Ansonsten ein anderes Beispiel, wie man das über Gameplay einfacher machen kann: So etwas wie Calamity Ganon in Breath of the Wild. Lass ein Boss mit 100% starten, und wenn man irgendetwas macht (einen speziellen Gegner z.B. besiegen) wird die HP auf 75% reduziert. Das muss ja nicht trivial sein. Solche Mechaniken gibt es ja schon in Souls-Like Spiele. In Nioh z.B. kämpft man gegen einen Boss, wo 3 Feuerschalen sind. Diese kann man in der Welt finden (die durchaus gut versteckt sind), aktiviert man diese spawnen da keine Gegner mehr im Bosskampf, was diesen sehr viel einfacher macht. Demons Souls hat mit dem einen Bosskampf in der Kirche (wo man den Typ beim Schlüssel besiegen muss) so etwas ähm im Ansatz drin, nur das man den überhaupt erst besiegen muss, damit man den Kampf schaffen kann. Lass doch den Bosskampf einfach 3x wiederbeleben, oder wenn man den Typ besiegt hat nur einmal. Diese Gameplay-Erleichterungen sollen ja nicht geschenkt sein, sondern das sollte man auch erstmal herausfinden. Hardcole-Spieler finden das halt dann alleine heraus (oder besiegen den Boss 3x), denen wo es zu schwer ist können ja in einen Guide schauen oder Online nachfragen ;)
So einen Ansatz gab es ja damals in WoW Wrath of the Lichking ja auch schon, wo du viele "Hardmodes" nur über gewisse Mechaniken erreicht hast und vice versa.
So etwas finde ich einen sehr spannenden Ansatz, da du als Spieler und eben dein Skill gefragt sind, wie schwer der Encounter ist und skaliert daran. Es ist mM. nach auch viel immersiver.
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Re: Runde #302: Demon's Souls

Beitrag von Andre Peschke »

whitespace hat geschrieben: 20. Jan 2021, 16:46 Mit "gleich schwer" meine ich ja, dass für jeden die gleichen Grundvoraussetzungen gegeben sind.
Das ist aber eben nicht "gleich schwer", sondern nur "gleiche Schwierigkeitsgrad-Settings". Und da ist die Frage legitim: Warum soll es auf die gleichen Settings ankommen, anstatt auf die gleiche Erfahrung?
whitespace hat geschrieben: 20. Jan 2021, 16:46Ob jemand anderes jetzt talentierter ist, egal ob von der Physis oder der Reaktion oder egal was, ist mM. nach kein Argument. Ich ändere ja auch nicht die Regeln, nur weil der eine beim Schach 10 Züge voraus denken kann und der andere nur 3.
Schachcomputer haben Schwierigkeitsgrade. Schach hat das ELO-System, um vergleichbar starke Spieler zu paaren.

Und Demon Soul's ist kein Wettbewerbsspiel, sondern Singleplayer.

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Re: Runde #302: Demon's Souls

Beitrag von Sebastian Solidwork »

Ich möchte kurz anmerken, dass es auch Singleplayer-ELO gibt. bzw. ähnliche adaptive Systeme im Singleplayer.
ELO heißt nicht zwangsweiße Multiplayer.

Ein Beispiel ist die sogenannte Gummiband-KI einiger Rennspiele die diese immer interessant für den Spieler hält.
„Schönheit ist auch immer ethisches Empfinden.“

Umweltschutz beginnt im Geldsystem.
Fix the system!

Der Sinn des Lebens ist, dass Menschen voller Sinn das niemals wissen müssen. - Gunter Dueck in Omnisophie
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Re: Runde #302: Demon's Souls

Beitrag von whitespace »

Andre Peschke hat geschrieben: 20. Jan 2021, 16:58 Und Demon Soul's ist kein Wettbewerbsspiel, sondern Singleplayer.
Demon Souls und "Soulslike" Spiele generell sind genauso wenig nur "Singleplayer" Spiele, wie der Aufstieg zum Himalaya "nur eine Wanderroute" ist, um mal bei deiner Analogie zu bleiben. :)
Ich kann bei meinem Spiel vom Spieler schon einen gewissen Skill voraussetzen.
Andre Peschke hat geschrieben: 20. Jan 2021, 16:58 Das ist aber eben nicht "gleich schwer", sondern nur "gleiche Schwierigkeitsgrad-Settings". Und da ist die Frage legitim: Warum soll es auf die gleichen Settings ankommen, anstatt auf die gleiche Erfahrung?
Weil die "Erfahrungswerte von Spielern" zu facettenreich und breit gesprochen ist, um da etwas konkret abzudecken und manche Spiele absolviert zu haben tatsächlich ein Milestone sein kann, den man sich dann anheften kann.

Es ist ja überall so, egal ob man es kompetitiv oder nicht macht. Vllt. war Schach ein schlechtes Beispiel, sehe ich ein. Aber du hast ja selbst schon ein sehr gutes Beispiel gebracht mit der Wanderung auf den Himalaya. So habe ich es vorhin auch gemeint mit dem erlernen eines Instrumentes. Da fängst du ja auch nicht mit dem Gitarren Solo von Dragonforce, Steve Vai oder Jazz zu spielen an.
Ich meine, da ist der Berg jetzt ein schlechtes Beispiel, weil der kann sich nicht leichter beim Aufstieg machen. Aber Ich sage zu einem Künstler ja auch nicht "mach doch mal einfachere Musik, die is mir zu schwer".
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Re: Runde #302: Demon's Souls

Beitrag von Andre Peschke »

whitespace hat geschrieben: 20. Jan 2021, 17:17Aber du hast ja selbst schon ein sehr gutes Beispiel gebracht mit der Wanderung auf den Himalaya.
Jopp, dann sind wir aber eben wieder bei der Exklusivität. Weil: Wenn es allein um den Pokal geht, dann kann man auch dem Spieler ein spezielles Achievement geben, mit dem er beweisen kann, dass er es auf "Hard" geschafft hat.

Es geht also dann darum, dass das "Durchspielen" allein eine unanfechtbare Auszeichnung ist. Eine singuläre Leistung, die eben nur durch Skill (und/oder Beharrlichkeit) erreichbar ist. Da gibt es keine "echte" Abkürzung. Klar, es gibt Koop und man kann Strategy-Guides lesen, so wie man sich von einem Guide auf den Himalaya schleppen lassen kann. Aber am Ende müssen halt alle die ganz hoch wollen fast ersticken und erfrieren, also passt das schon. Dark Souls als Mensa für Spieler. ;)

Und wie im Podcast gesagt: Ich kann das verstehen. Ich kann aber auch Dom verstehen, wenn er sagt: Es ist nicht die Sternstunde der Menschlichkeit, wenn einem das wichtiger ist, als die Erfahrung auch anderen zugänglich(er) zu machen. Aber man kann Altruismus auch legitimerweise ablehnen, finde ich. Man kann auch einfach mal eine egoistische Forderung aufstellen, ohne gleich ein schlechter Mensch zu sein. Man sollte nur eben nicht so tun, als wäre es etwas anderes.

Andre
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