Runde #302: Demon's Souls

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whitespace
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Re: Runde #302: Demon's Souls

Beitrag von whitespace »

Voigt hat geschrieben:
21. Jan 2021, 15:19
Das nimmt bloß erstmal die Anfangsfrustration, weil das Spiel von Anfang an etwas vergebender im Kampf ist, ohne den Kampf selbst zu ändern.
Im Verlauf des Spieles zieht dann sogar der Schwierigkeitsgrad relativ gesehen stärker an, da dann das Normal Soullevel, und Soullevel in solch einem Easy Mode sich stärker angleichen, und daher eh zum Ende hin quasi exakt das selbe Spielerlebniss rauskommt.

Im Endeffekt ist ein Easy Modus immer nur ein Lazy Modus, da es das trainieren zum besserwerden abkürzt und einfach bloß Frust dahingehend vermeidet.

Zu deinem anderen Punkt, wie kommst du darauf dass alle Dark Souls Spieler auch im regulären Modus die selbe Erfahrung wie du hatten? Wie gesagt ich fand Dark Souls eher zu leicht, und selten hatte ich Angst vor dem Tod. Passiert halt hin und wieder mal, aber fast immer kann ich eh die Seelen sammeln, und wenn nicht, isses auch kein Beinbruch.
Pontiff Sulyvahn in Dark Souls 3, der oft als der erste wirklich harte Boss in Dark Souls gilt, habe ich direkt im ersten Anlauf ohne Vorahnung gelegt. Das fand ich dann auch eher langweilig. Trotzdem find ich insgesamt die Dark Souls Reihe schon eine nette Spielereihe die man so als Action-RPG ruhig gespielt haben kann, weil es paar Sachen anders macht.
Ich hab den ersten und den dritten nie fertig gespielt. Bin aber dazu geneigt durch die ganzen Diskussionen hier mich nochmal dran zu setzen :D

Voigt
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Re: Runde #302: Demon's Souls

Beitrag von Voigt »

Ich sehe sehr allein auf der Flur wenn ich sage, dass ich Dark Souls Remastered und Dark Souls 2 ungefähr auf der selben Stufe sehe, Dark Souls 3 aber mit Abstand schwächsten Teil.

Mich stört es nicht in Dark Souls 2 eher gegen menschliche Ritter Gegner/Bosse zu kämpfen, dafür war das Spiel mit Fackeln nett und Manila als Hauptdorf. Auch Umgebung war nett. Für mich fällt es bloß ab, sobald man in diesen Nebelgebiet und insbesondere Schwarze Burg kommt, das find ich meh.

Dark Souls 1 hat mit Abstand das beste Anfangsgebiet, wo alles cool verbunden ist, fällt etwas ab sobald man Wächter beschwört und Teleportation freischaltet.


Dark Souls 3 hat zuviel vom Gleichen, (3 Sumpfgebiete, glaube 2 Kirchen und mehrere unterirdische Gänge Dungeons). Dazu ist es ziemlich einfach und sehr kurz (24h gebraucht um Dark Souls 3 zum ersten mal durchzuspielen, und dabei viel zu erkunden. Dark Souls Remastered zu spielen wo ich es schon kannte waren hingegen 50h), dazu sei aber gesagt habe bisher nicht den Dark Souls 3 DLC gespielt.

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Andre Peschke
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Re: Runde #302: Demon's Souls

Beitrag von Andre Peschke »

whitespace hat geschrieben:
21. Jan 2021, 14:54
Ich verstehe garnicht wie Leute daran Spaß haben können, wenn man ein Spiel in den Retard Modus schalten kann, der die gesamte Spielmechanik aushebelt.
Ich hatte dich schon im TLOU 2 Thread wegen deiner unreflektierten, aggressiven Art ermahnt. Jetzt ist Schluss. Gesperrt.

Andre

Insanity
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Re: Runde #302: Demon's Souls

Beitrag von Insanity »

Heretic hat geschrieben:
21. Jan 2021, 14:21
In diesem Sinne: Gebt mir Optionen, liebe Entwickler, selbst wenn dann die von euch vorgesehene Spielerfahrung flöten geht! Meine persönliche Spielerfahrung kann euch doch genauso schnurzpiepegal sein wie mir eure Intention! Dann gebt ihr mir Spaß und ich euch mein Geld.
Im Prinzip ist den Entwicklern deine persönliche Spielerfahrung ja bereits schnurzpiepegal, weil sie dir die Optionen ja eben NICHT bieten. :D

Ich möchte noch ein emotionales Argument bringen, Heretic. Wir sind, dem Musikthread zu Folge, beides Metaller, auch wenn die Sparte, die du hörst, glaube, ich, etwa ein bis zwei Oktaven unter der Sparte angesiedelt ist, die ich so höre. :) Aber reden wir über eine Band, bei der die meisten langhaarigen Bombenleger zusammenkommen: Metallica.

Meine These ist für den Genreaffinen ganz einfach:
Dark Souls = The First Four
Dark Souls Light = Load

Wie gut hat der Band im Sinne ihres musikalisches Schaffens die Anbiederung an den Massenmarkt getan?

Vielleicht ist es schlicht eine Befürchtung in dieser Art, warum der Easymode von vielen „Die hard“ ( ;) )-Fans mit so viel Sorge gesehen wird. :)
Chuck Norris kann eine Schwingtür zuschlagen!

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Heretic
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Re: Runde #302: Demon's Souls

Beitrag von Heretic »

Insanity hat geschrieben:
21. Jan 2021, 16:11
Im Prinzip ist den Entwicklern deine persönliche Spielerfahrung ja bereits schnurzpiepegal, weil sie dir die Optionen ja eben NICHT bieten. :D
Stimmt. Mögen sie in der Hölle schmoren! :mrgreen:
Insanity hat geschrieben:
21. Jan 2021, 16:11
Ich möchte noch ein emotionales Argument bringen, Heretic. Wir sind, dem Musikthread zu Folge, beides Metaller, auch wenn die Sparte, die du hörst, glaube, ich, etwa ein bis zwei Oktaven unter der Sparte angesiedelt ist, die ich so höre. :) Aber reden wir über eine Band, bei der die meisten langhaarigen Bombenleger zusammenkommen: Metallica.

Meine These ist für den Genreaffinen ganz einfach:
Dark Souls = The First Four
Dark Souls Light = Load

Wie gut hat der Band im Sinne ihres musikalisches Schaffens die Anbiederung an den Massenmarkt getan?
Es hat ihnen sehr gut getan, denn das Black Album, das schon wesentlich gemäßigter und zugänglicher war als die Vorgänger (die ich ebenfalls bevorzuge) war ihr erfolgreichstes. Ich gehe mal davon aus, dass die Band in ihrer "Load/Reload"-Phase Lust auf einen Stilwechsel hatte, das Ergebnis aber, aus welchen Gründen auch immer, eher meh ausgefallen ist. Für den Erfolg wäre ja höchstwahrscheinlich ein zweites Black Album der beste Weg gewesen. Vielleicht hatten sie nach den ersten fünf Alben ihr Pulver einfach verschossen, wer weiß?

Im Allgemeinen finde ich es gut, wenn Musiker sich weiterentwickeln. Entweder gehe ich mit, oder ich springe ab. Dasselbe gilt für Spieleentwickler. Letztere haben aber mehr Möglichkeiten, ihr Erzeugnis einer breiteren Masse an Leuten schmackhaft zu machen. ;)
Insanity hat geschrieben:
21. Jan 2021, 16:11
Vielleicht ist es schlicht eine Befürchtung in dieser Art, warum der Easymode von vielen „Die hard“ ( ;) )-Fans mit so viel Sorge gesehen wird. :)
Gut möglich. Hab' ich weiter oben im Thread bereits eingeräumt. Aber ich habe ja nie nach einem "Omi-, Stützrad-, Retard- oder Lazy Man"-Modus verlangt, der dem Spiel jeglichen Anspruch raubt. Ich verlange gar nichts, ich hätte nur gerne. Ich habe lediglich meinen Unmut darüber kundgetan, dass unterschiedliche Schwierigkeitsgrade bei Soulslikes so kategorisch abgelehnt werden (nicht von allen hier, aber von einigen). Und das aus Gründen, die ich zwar größtenteils verstehen, aber nur bedingt nachvollziehen kann.

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mrz
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Re: Runde #302: Demon's Souls

Beitrag von mrz »

Bin gerade bei der Debatte mit dem Schwierigkeitsgrad. Bin da auch elitist mit git gud Mentalität. Ich habe mich noch nie darüber beschwert bzw soviel Gejammer um den Schwierigkeitsgrad eines XCOM oder die Komplexität von Paradox Spielen gesehen.
Ich fand sogar Mario & Rabbids Kingdom Battle anspruchsvoll und dachte Bei Fire Emblem Three Houses der erste Kampf sei so ein "Default Loss für Story", den man nicht gewinnen kann bis dann Game Over auf dem Bildschirm stand.

und Dom's Argument is halt Quatsch "Ohne Easy Mode raubt man den Leuten die Spielerfahrung". Nein man, mit Easy Mode raubst du ihnen die Spielerfahrung. Großer Teil der Spielerfahrung von den Souls Spielen ist das Überkommen von unmöglich scheinenden Herausforderungen und die Welt soll Verzweiflung und Verderben vermitteln. Dem ist dann einfach nicht so. Und es werden ja nur nicht die "eingeschränkten" sondern auch die bequemen und faulen den easy Mode wählen und dann kommen lauter Kritiken und Stimmen von Leuten "Also ich kann ja gar nicht verstehen wieso da so ein Hehl drum gemacht wird und das ganze Tratra um diese Souls Spiele is ja nur Marketing. Und so verwässert man dann das Bild der Reihe.
Bei Souls gibt halt das eine Spiel.

Wenn du Hitman auf easy spielst und einmal als Deckungsshooter durch marschierst hat sich die die Spielerfahrung eines Hitmans auch nicht erschlossen, obwohl du die Credits gesehen hast und nicht so oft gestorben bist. Souls mit easy Mode wäre Hitman als Deckungsshooter. Geht halt die Idee des Spiels verloren.

Is nicht für jeden. Aber muss ja auch nicht alles für jeden sein. Habe mich noch nie darüber beschwert, dass Paradox Spiele nicht simpel genug für mich sind. Gibt ja soviele die daran Spaß haben. Ich möchte diese Spielerfahrung auch. Guess what, die haben Spaß dran eben wegen der Komplexität. Ansonsten würden sie Farmville spielen.

Und ich finde es ganz schön, dass auch noch Spiele für Leute gemacht werden, die seit über 25 Jahren spielen und nicht immer wieder bei Null angefangen wird. Genau so schön war es, dass Tom Holland's Spiderman nicht schon wieder ne Origin Story bekommen hat.

Und wenn du das erste Mal spielst, fang halt nicht mit Souls an. Sondern mit Super Mario Bros. Man fängt in der Schule auch mit der Lesefibel und Fu & Fara, Uta und Olaf an und nicht mit Kant und Berthold Brecht

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Wudan
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Re: Runde #302: Demon's Souls

Beitrag von Wudan »

Ich finds wirklich erstaunlich wieviele Leute hier so ernsthaft besorgt um die Spielerfahrung anderer sind.

Es würde ihnen zwar nichts weggenommen werden und sie hätten immernoch die selbe Spielerfahrung wie vorher, aber allein schon die Gefahr dass andere Leute damit eine andere, nicht so "großartige" Spielerfahrung haben könnten mit dem Spiel, verbietet zusätzliche Schwierigkeitsmodi ganz und gar. Man muss quasi andere Spieler davor beschützen sich die Spielerfahrung weniger frustrierend zu gestalten.

(Im Ernst, diesen Altruismus nehm ich euch nicht ab. Im Gegenteil find ich die fast schon religiöse Verbohrtheit mancher Leute bei diesem Thema geradezu befremdlich..)

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mrz
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Re: Runde #302: Demon's Souls

Beitrag von mrz »

Was hat das mit Religiöser Verbohrtheit zu tun? Wieso sollte Souls für jeden zugänglich sein, aber wenn ich zu doof für Paradox oder XCOM bin is das halt so? Warum darf nicht jeder seine Niesche haben? Wieso muss alles Vanille sein?

PS: Ich google bei jedem Spiel, was denn der "Richtige Schwierigkeitsgrad" ist und die "richtige Experience" sei bevor ich es spiele - damit ich es eben "richtig spiele".

Größtes Dilemma war halt sowas wie Metro. Alle sagen Ranger Hardcore. Mochte icht nicht. Hab dann nach Jahren mal Spartan Hardcore probiert und fand's super.

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Fährmann
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Re: Runde #302: Demon's Souls

Beitrag von Fährmann »

mrz hat geschrieben:
21. Jan 2021, 20:09
Was hat das mit Religiöser Verbohrtheit zu tun? Wieso sollte Souls für jeden zugänglich sein, aber wenn ich zu doof für Paradox oder XCOM bin is das halt so? Warum darf nicht jeder seine Niesche haben? Wieso muss alles Vanille sein?
Ich kann den Vergleich nicht ganz nachvollziehen. In XCOM bin ich nicht wirklich drin, aber als ich es mal angespielt hab, glaube ich mit ziemlicher Sicherheit unterschiedliche Schwierigkeitsgrade gesehen zu haben. Bei Paradox-Spielen ist sich die Community ziemlich einig, dass die Spiele unter ihrer großen Unzugänglichkeit leiden. Man sitzt da in einem Baumhaus, in dem man nicht wirklich sein möchte.

Dieses Proklamieren, Dark Souls für sich haben zu wollen, kenne ich wirklich nur von der DS Community. Und ich kann Wudans Argument sehr nachvollziehen: Du hast ja Dark Souls immer noch für dich, selbst wenn das Spiel einen easy mode hat. Deine Nische ist dir nicht verloren gegangen. Du teilst sie nur mit mehr Leuten, die einen Zugang zum Spiel gefunden haben.

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Heretic
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Re: Runde #302: Demon's Souls

Beitrag von Heretic »

mrz hat geschrieben:
21. Jan 2021, 20:09
Größtes Dilemma war halt sowas wie Metro. Alle sagen Ranger Hardcore. Mochte icht nicht. Hab dann nach Jahren mal Spartan Hardcore probiert und fand's super.
Dann ist's doch gut, dass es neben dem Ranger Hardcore-Modus auch den Spartan Hardcore-Modus gibt.

imanzuel
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Re: Runde #302: Demon's Souls

Beitrag von imanzuel »

Naja, es wurde ja hier schon genügend Gründe genannt, warum man "diese" Erfahrung nicht mit anderen Leuten teilt, wenn die im Easy-Mode spielen. Oder welche Folgen dieser Easy-Mode für die ganze Reihe hat. Korrigiert mich wenn ich falsch liege, aber The Surge 1, The Surge 2, Sekiro, Bloodborne, Lords of the Fallen, Code Vein, Nioh 1, Nioh 2, Ashen (und der Rest fällt mir nicht) sind alles Souls-Like, ohne Schwierigkeitsgrad. Ja dieses ähm Genre hat eins gemeinsam, den nicht veränderbaren Schwierigkeitsgrad. Vielleicht hat das doch seinen Sinn? Wer weiß ;)

Abgesehen davon: Hotline Miami 1, Hotline Miami 2, Gothic, Mario, Zelda, MGS5, Metroid, Ni no kuni, Dead Rising, nahezu alle Rogue-Likes (ja Hades nicht ich weiß!!! :P ) usw. haben auch alle keine unterschiedliche Schwierigkeitsgrade. ;) Zu sagen das ist so ein Souls-Exklusivding stimmt dann nicht ganz.
Notiz für mich
2021: 1. RE8 9/10 2. DSP 9/10 3. Loop Hero 8/10 4. LN2 7/10 5. Returnal 6/10 6. Valheim 5/10 7. NieR 4/10 8. Medium

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Wudan
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Re: Runde #302: Demon's Souls

Beitrag von Wudan »

mrz hat geschrieben:
21. Jan 2021, 20:09
Was hat das mit Religiöser Verbohrtheit zu tun? Wieso sollte Souls für jeden zugänglich sein, aber wenn ich zu doof für Paradox oder XCOM bin is das halt so? Warum darf nicht jeder seine Niesche haben? Wieso muss alles Vanille sein?
Ich bin weder in Xcom noch in Paradox aber angenommen ich wäre es, um bei dem Beispiel zu bleiben: Vielleicht finde ich die totale Komplexität in Paradox Spielen super und das ist genau mein Ding mich da wochenlang reinzufuchsen. Aber es ist mir vollkommen Latte wie du dir das Spiel moddest um das Spiel für dich angenehmer zu gestalten. Es tangiert mich wirklich überhaupt nicht ob andere Leute sich die Gegner leicht modden oder von mir aus im Godmode durchwalzen. Wenn es so für sie schöner ist - gut. Was hat das mit mir und meiner Spielerfahrung zu tun? Gar nichts! Deswegen kann ich diese Argumentation bei DS auch nicht nachvollziehen.

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mrz
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Re: Runde #302: Demon's Souls

Beitrag von mrz »

Fährmann hat geschrieben:
21. Jan 2021, 20:21
mrz hat geschrieben:
21. Jan 2021, 20:09
Was hat das mit Religiöser Verbohrtheit zu tun? Wieso sollte Souls für jeden zugänglich sein, aber wenn ich zu doof für Paradox oder XCOM bin is das halt so? Warum darf nicht jeder seine Niesche haben? Wieso muss alles Vanille sein?
Ich kann den Vergleich nicht ganz nachvollziehen. In XCOM bin ich nicht wirklich drin, aber als ich es mal angespielt hab, glaube ich mit ziemlicher Sicherheit unterschiedliche Schwierigkeitsgrade gesehen zu haben. Bei Paradox-Spielen ist sich die Community ziemlich einig, dass die Spiele unter ihrer großen Unzugänglichkeit leiden. Man sitzt da in einem Baumhaus, in dem man nicht wirklich sein möchte.

Dieses Proklamieren, Dark Souls für sich haben zu wollen, kenne ich wirklich nur von der DS Community. Und ich kann Wudans Argument sehr nachvollziehen: Du hast ja Dark Souls immer noch für dich, selbst wenn das Spiel einen easy mode hat. Deine Nische ist dir nicht verloren gegangen. Du teilst sie nur mit mehr Leuten, die einen Zugang zum Spiel gefunden haben.
Naja. Klar wird dir was weggenommen. Die Exklusivität. Wenn's mehr Leute haben, is es weniger wert.
Wudan hat geschrieben:
21. Jan 2021, 20:40
mrz hat geschrieben:
21. Jan 2021, 20:09
Was hat das mit Religiöser Verbohrtheit zu tun? Wieso sollte Souls für jeden zugänglich sein, aber wenn ich zu doof für Paradox oder XCOM bin is das halt so? Warum darf nicht jeder seine Niesche haben? Wieso muss alles Vanille sein?
Ich bin weder in Xcom noch in Paradox aber angenommen ich wäre es, um bei dem Beispiel zu bleiben: Vielleicht finde ich die totale Komplexität in Paradox Spielen super und das ist genau mein Ding mich da wochenlang reinzufuchsen. Aber es ist mir vollkommen Latte wie du dir das Spiel moddest um das Spiel für dich angenehmer zu gestalten. Es tangiert mich wirklich überhaupt nicht ob andere Leute sich die Gegner leicht modden oder von mir aus im Godmode durchwalzen. Wenn es so für sie schöner ist - gut. Was hat das mit mir und meiner Spielerfahrung zu tun? Gar nichts! Deswegen kann ich diese Argumentation bei DS auch nicht nachvollziehen.
Ich spiele Spiele halt gerne so "wie sie gedacht sind". Es gibt meiner Auffassung nach ein "richtig" und "falsch".

Und nein, richtig ist nicht das was Spaß macht. Richtig ist es wie es der Designer möchte. Wie gesagt - man kann Hitman als Deckungsshooter spielen. Dann hat man aber keine Ahnung von Hitman und sollte nichts über das Spiel sagen bzw eine Meinung dazu haben. Und genau das wird passieren mit Easy Mode. Es wird sehr viele Meinungen zu den Souls Spielen geben, von Leuten, die es nicht richtig gespielt haben und keine Meinung dazu haben können.

Ich kenne mich mit Rundentaktik zu wenig aus um eine Meinung zu haben und das ist in Ordnung so.

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Soulaire
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Re: Runde #302: Demon's Souls

Beitrag von Soulaire »

glaube es wäre wertvoll, wenn sich einige hier, die ihr Unverständnis äußern, sich mal etwas zur Entwicklungsgeschichte von Demons Souls durchlesen. Welche großen Anstellungen From Software unternehmen musste, damit Demons Souls in dieser Form überhaupt auf den Markt kommt. Sie spielten dem Publisher z.B eine komplette Fake-Variante von dem Spiel vor, die "leichter" war.
Und selbst als Sony sich frühzeitig dazu entschied das Spiel nicht zu promoten und es nur in Japan zu veröffentlichen, entschied sich From Software trotzdem an ihrer Vision festzuhalten. Es wäre um ein vielfaches einfacher gewesen optionale Schwierigkeitsgrade einzubauen, sowie das Spiel mit langen Tutorials etc an den westlichen Markt anzupassen. Vor allem wäre das die finanzielle sinnvollere Entscheidung gewesen, aber man hat sich dagegen entschieden und wurde letztendlich auch damit belohnt.
Ich finde es einfach nur respektlos diese Entscheidung dadurch zu diskreditieren, dass man auf die bösen Fans zeigt und eine Elitarismus-Diskussion aufmacht, Es hat halt einen sehr faden Beigeschmack wenn man so ein einzigartiges Design nicht akzeptiert, sondern an eine Massenmarkt-Gamedesign Philosophie anpassen will. Aber das liegt vor allem daran dass man Spiele nicht als etwas Eigenständiges akzeptieren will. Man will zwanghaft nicht verstehen, dass man die Dinge in diesen Spielen selber herausfinden muss wie zum Beispiel der Koop oder das Stamina-System funktioniert.
Aber es kommen immer wieder aussagen wie "aber das Gameplay/Spielerlebnis wäre doch das Gleiche wenn es mir jemand vorher richtig erklären würde". nein wäre es nicht. deswegen ist es auch so schädlich, wenn man diese Spiele in ihre Einzelteile versucht zu zerlegen.

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XfrogX
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Re: Runde #302: Demon's Souls

Beitrag von XfrogX »

Wudan hat geschrieben:
21. Jan 2021, 19:56
Ich finds wirklich erstaunlich wieviele Leute hier so ernsthaft besorgt um die Spielerfahrung anderer sind.

Es würde ihnen zwar nichts weggenommen werden und sie hätten immernoch die selbe Spielerfahrung wie vorher, aber allein schon die Gefahr dass andere Leute damit eine andere, nicht so "großartige" Spielerfahrung haben könnten mit dem Spiel, verbietet zusätzliche Schwierigkeitsmodi ganz und gar. Man muss quasi andere Spieler davor beschützen sich die Spielerfahrung weniger frustrierend zu gestalten.

(Im Ernst, diesen Altruismus nehm ich euch nicht ab. Im Gegenteil find ich die fast schon religiöse Verbohrtheit mancher Leute bei diesem Thema geradezu befremdlich..)
Es geht nicht um die Erfahrung der anderen, sondern um meine. Und ja ich hätte die Spiele auf leicht gestellt, währe wahrscheinlich wie bei den meisten Spielen dann entweder gescheitert oder hätte sie weg gelegt und damit hätte man mich ausgeschlossen.

Klar mag es die tugendhaften geben die sich trotzdem durch beißen, genau wie es sicher irgendwo Entwickler gibt die es schaffen könnten gute Schwierigkeitsstufen zu machen. Aber beides ist doch wenn wir ehrlich sind nicht die Norm.

Wenn es darum geht das jeder zugang bekommen soll, müsste einfach ja nahe an spielt sich von selbst sein, den sonst wird es immer Leute geben die trotzdem scheitern. So wie es auch immer noch viele Leute gibt die sagen mir ist das Spiel (mittlerweile) zu leicht.

Es geht um das durchkämpfen, darum das aufgeben einfach ist und weiter kommen eine Qual und ich würde sogar wetten das je schlechter der Spieler am Anfang ist, umso beeindruckender wird es für ihn sein wenn er es geschafft hat.

Und das man es selbst mit schlechtesten startbedingungen schaffen kann worde auch schon oft bewiesen. Klar dauert es dann länger, aber genau das ist doch was das Spiel vermitteln will. Und zwar viel mehr als das alle Leute mal die schöne Landschaft sehen können oder die Bosse schlagen dürfen.
Wenn das Hauptziel nicht diese Erfahrung wäre, sondern eine Geschichte wie z.b. uncharted dann ist es richtig und wichtig das Spiel bis zum god Mode zugänglich zu machen, damit jeder diese geschichte erlebt.

Aber wenn die Geschichte von den souls spielen das wichtige wäre, würde ich auch sagen vor dem easy Mode, müsste man dann mal fordern das sie ihre Geschichte zugänglicher erzählen, Texte verständlicher, sie nicht in items verstecken die man vielleicht nicht findet ...
aber das ist alles für die Erfahrung souls erstmal ziemlich egal.

Von daher ja ich finde es blöd wenn man mir die Spiele Erfahrung kaputt machen möchte. Zumal sehr fraglich ist, wieviele das überhaupt sind, also denen wo man einen easy Mode baut der sie genauso kämpfen lässt wie jetzt die Spieler ohne. Den schon jetzt hat man ja alles von Leuten wie mir die Monate brauchen und sicher 1000tode und weit über 100 Stunden zum bewältigen brauchen bis zu Leuten die sowas direkt in einem Drittel von mir schaffen.

dadadave
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Re: Runde #302: Demon's Souls

Beitrag von dadadave »

DieTomate hat geschrieben:
21. Jan 2021, 11:01
Andre Peschke hat geschrieben:
21. Jan 2021, 09:32
Ich kann auch dieses "dann werde ich am Ende selber schwach"-Argument verstehen. Aber das lässt sich IMO ja mechanisch lösen. Man könnte zB dafür ein Difficulty-Lock einbauen: Jeder, der von sich befürchtet, am Ende zu undiszipliniert zu sein, darf bei Spielstart den Easy-Mode dauerhaft deaktivieren zB.
"Achtung! Der Schwierigkeitsgrad kann später im Spiel nicht mehr geändert werden."

"Oh... Hm, ne. Da gehe ich lieber auf Nummer sicher und wähle Easy."
- Person, die wahrscheinlich auch Normal packen würde
+1

(meinen langen OP mit der Argumentation, weshalb das Spiel für alle verändert wird, wenn es zum sich den Bedürfnissen des Spielenden apassenden Objekt wird und weshalb es keine Lösung wäre, den Spieler einen Schwierigkeitsgrad auswählen zu lassen und ihn dann darauf festzunageln, scheint ja kaum einer gelesen, geschweige den widerlegt zu haben, darum versuch ich's zur Abwechslung mal einfach mit knapp gefasster Zustimmung) :lol:

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mrz
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Re: Runde #302: Demon's Souls

Beitrag von mrz »

Und auch Dom's Argument mit "Ja, die, die ich hab Spielen lassen, kämpfen mit Steuerung und Kamera" - ja guess what - dann sollten sie vllt nicht Souls spielen. Sondern erstmal Firewatch oder so, wo man sich ohne Bedrohung im dreidimensionalen Raum bewegen kann. Oder Astro's Play Room.

dadadave
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Re: Runde #302: Demon's Souls

Beitrag von dadadave »

XfrogX hat geschrieben:
21. Jan 2021, 21:28
Wudan hat geschrieben:
21. Jan 2021, 19:56
Ich finds wirklich erstaunlich wieviele Leute hier so ernsthaft besorgt um die Spielerfahrung anderer sind.

Es würde ihnen zwar nichts weggenommen werden und sie hätten immernoch die selbe Spielerfahrung wie vorher, aber allein schon die Gefahr dass andere Leute damit eine andere, nicht so "großartige" Spielerfahrung haben könnten mit dem Spiel, verbietet zusätzliche Schwierigkeitsmodi ganz und gar. Man muss quasi andere Spieler davor beschützen sich die Spielerfahrung weniger frustrierend zu gestalten.

(Im Ernst, diesen Altruismus nehm ich euch nicht ab. Im Gegenteil find ich die fast schon religiöse Verbohrtheit mancher Leute bei diesem Thema geradezu befremdlich..)
Es geht nicht um die Erfahrung der anderen, sondern um meine. Und ja ich hätte die Spiele auf leicht gestellt, währe wahrscheinlich wie bei den meisten Spielen dann entweder gescheitert oder hätte sie weg gelegt und damit hätte man mich ausgeschlossen.

Klar mag es die tugendhaften geben die sich trotzdem durch beißen, genau wie es sicher irgendwo Entwickler gibt die es schaffen könnten gute Schwierigkeitsstufen zu machen. Aber beides ist doch wenn wir ehrlich sind nicht die Norm.

Wenn es darum geht das jeder zugang bekommen soll, müsste einfach ja nahe an spielt sich von selbst sein, den sonst wird es immer Leute geben die trotzdem scheitern. So wie es auch immer noch viele Leute gibt die sagen mir ist das Spiel (mittlerweile) zu leicht.

Es geht um das durchkämpfen, darum das aufgeben einfach ist und weiter kommen eine Qual und ich würde sogar wetten das je schlechter der Spieler am Anfang ist, umso beeindruckender wird es für ihn sein wenn er es geschafft hat.

Und das man es selbst mit schlechtesten startbedingungen schaffen kann worde auch schon oft bewiesen. Klar dauert es dann länger, aber genau das ist doch was das Spiel vermitteln will. Und zwar viel mehr als das alle Leute mal die schöne Landschaft sehen können oder die Bosse schlagen dürfen.
Wenn das Hauptziel nicht diese Erfahrung wäre, sondern eine Geschichte wie z.b. uncharted dann ist es richtig und wichtig das Spiel bis zum god Mode zugänglich zu machen, damit jeder diese geschichte erlebt.

Aber wenn die Geschichte von den souls spielen das wichtige wäre, würde ich auch sagen vor dem easy Mode, müsste man dann mal fordern das sie ihre Geschichte zugänglicher erzählen, Texte verständlicher, sie nicht in items verstecken die man vielleicht nicht findet ...
aber das ist alles für die Erfahrung souls erstmal ziemlich egal.

Von daher ja ich finde es blöd wenn man mir die Spiele Erfahrung kaputt machen möchte. Zumal sehr fraglich ist, wieviele das überhaupt sind, also denen wo man einen easy Mode baut der sie genauso kämpfen lässt wie jetzt die Spieler ohne. Den schon jetzt hat man ja alles von Leuten wie mir die Monate brauchen und sicher 1000tode und weit über 100 Stunden zum bewältigen brauchen bis zu Leuten die sowas direkt in einem Drittel von mir schaffen.
+1

Die Vorstellung, dass es in der Schwierigkeitskeitsdiskussion irgendwie ausschliesslich um das Erlebnis anderer geht, um Gatekeeping oder sonst irgendeinen Quatsch, und nicht um das eigene Spielerlebnis, die scheint ja echt nicht totzukriegen sein, da perlt jedes Argument ab, das ist wie Teflon.

Ich hab den Verdacht, dass das was mit dem negativen Image des Hardcore-Gamers zu tun hat. Der darf keine guten Gründe für seine Positionen haben, irgendwo muss in Wahrheit eine niedere Absicht dahinter stecken....

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Soulaire
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Re: Runde #302: Demon's Souls

Beitrag von Soulaire »

es ist ja schon bezeichnend dass Dom von der Kamerasteuerung spricht aber dann wahrscheinlich die Lebensbalken anpassen will und die Kamera so lassen will. Sinn?

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echtschlecht165
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Re: Runde #302: Demon's Souls

Beitrag von echtschlecht165 »

ich glaub die wenigsten bis niemand hier würden Easymodes verbieten oder haben angst um ihr baumhaus, aber inzwischen zeigen seitenweise Diskussion, warum wohl from software einen teuffel tun wird, ihre spiele zu entschärfen. Es sei denn sie wollen dass in 2 Jahren niemand mehr drüber spricht.
Ich hoffe auf weitere geile spiele, aber so hardcore wie sekiro muss auch wieder nicht sein :-)

PS: Die Erfahrung und geilheit dieser spiele liegt halt für mich auch in ihrer Mysteriösität. Nix in dieserm Spiel ist ohne Lore. Das macht vieles umständlich, aber auch die sogenannte "Erfahrung" aus....zumindest bei mir.
Ich würd das spiel wenifer geil finden, hätte es anstatt der umständlichen, aber in die Welt völlig integrierten Soapstones, eine Multiplayerlobby wo ich 2 Reiter habe : PVP und Coop.
Ähnlich verhält es sich mit den vielen Mysteriösen Items, den Samen um seine Heiltränke zu verstäreken, die halt nicht Heiltrank , sondern Estus heissen.
Das Spiel zwingt einen an jeder Ecke, sich damit zu beschäftigen, jegliche Hilfe würde da meine Erfahrung schmälern. Und das weiss auch From.
Zuletzt geändert von echtschlecht165 am 21. Jan 2021, 22:13, insgesamt 2-mal geändert.
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