Runde #323: Die Anatomie des Hype

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Salvatore2910
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Runde #323: Die Anatomie des Hype

Beitrag von Salvatore2910 »

Die Hype Diskussion fand ich sehr Interessant. Ein wirklich absolut Super Podcast, den zu hören mir sehr viel Spaß gemacht hat. :)
Ich hatte auch den Eindruck, die Folge hätte noch eine Stunde länger sein können, wenn der Podcast dann nicht zu lang geworden wäre.

Für mich persönlich ist Hype, wie ihr schon angesprochen habt, je nach Kontext positiv oder negativ.
Aber von der Definition her, würde ich der „übertriebenen Freude“ absolut zustimmen.
Wenn ich sage eine Spiel Hyped mich, meine ich damit durchaus, dass ich mich übertrieben darauf freue. Und zwar übertrieben in dem Sinn, dass ich auf Grund der mir zur Verfügung Stehenden Informationen mich gar nicht so sehr darauf freuen sollte, weil unklar ist wie gut das Spiel im Endeffekt ist. Aber ich habe trotzdem eine so große Vorfreude darauf, dass ich es zum Beispiel Vorbestelle weil ich glaube, dass es nur gut werden kann.
Ging mir zuletzt bei Sekiro so, wo sich die Prognose für mich zum Glück auch erfüllt hat.

Auf der anderen Seite benutze ich das Wort Hype auch, wenn mir ein Spiel wirklich viel Freude macht obwohl ich absolut sehen kann dass es einige Schwächen hat die Wirklich stören können. Aber ich habe dann so viel Spaß beim spielen, dass ich die Schwächen quasi „vergesse“ und ganz einfach nur Freude beim Spiel habe.
Auch dann sage ich, das Spiel mich aktuell hyped.

Ging mir zuletzt mit Outriders so, das wollte ich erst gar nicht spielen und dann haben mich Freunde dazu überredet (ist ja im Game pass) und es hat mir von uns allem am meisten und längsten Spaß gemacht. Auch wenn der Hype relativ „schnell“ verflogen ist. Nach so etwa 80h hat mich Outriders dann verloren.

Und negativ eben das besagte, der Hype um das Spiel nervt mich. Was aber im Endeffekt nur heist, dass ich den Hype eben nicht teile.
Oder auch der Hype um das Spiel war so groß, dass es mich hinterher enttäuscht hat. Da passt Cyberpunk 2077 als Beispiel für mich. Kein schlechtes Spiel aber längst nicht so gut wie ich es mit vom Hype erwartet habe.

Zum gesteuerten Hype möchte ich sagen, dass ich den auch wahrnehme. Aber genau das hat mir den Hype für die meisten Spiele eben kaputt gemacht. Ich entwickle nicht mehr wirklich schnell übertriebene Vorfreude auf ein Spiel, weil ich lernen musste, dass die Versprechen eben zu mindestens 90% übertrieben sind.
Ich entwickle Hype eigentlich nur noch bei Fortsetzung wo der Vorgänger richtig gut war (Horizon Zero Dawn) oder eben wenn ich dem Studio zutraue, dass es Spiele macht die mir persönlich bisher immer gefallen haben. (From Software seit Dark Souls).

Nur meine 2 Cents dazu, wie ich den Hype Begriff verstehe und verwende.

Zum Thema online Diskussionen. Ich bin im allgemeinen der Meinung, das man Meinungen sie im Internet stehen nicht all zu ernst nehmen sollte, wenn man sich nicht sicher ist von was für einer Person diese Meinung geäußert wurde. Die meisten Leute reflektieren einfach nicht was sie ins Internet schreiben und das führt sehr schnell zu extremen Ausdrucksweisen, die derjenige in einem direkten Gespräch so gar nicht verwenden würde. (Ja mir ist das paradox der Aussage bewusst, dass ich hier auch nur anonym eine Meinung ins Internet schreibe :ugly: )

Nochmal großes Lob an euch war eine super Folge in der viele verschiedene Positionen besprochen wurden. :D :clap:
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Felidae
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Re: Runde #323: die Anatomie des Hype

Beitrag von Felidae »

Mensch, André - die "Unendliche Geschichte" hat Petersen verbrochen, nicht Emmerich. :)
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Andre Peschke
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Re: Runde #323: die Anatomie des Hype

Beitrag von Andre Peschke »

Felidae hat geschrieben: 13. Jun 2021, 09:47 Mensch, André - die "Unendliche Geschichte" hat Petersen verbrochen, nicht Emmerich. :)
Oh, stimmt! Irgendwie dachte ich, Emmerich Unendliche Geschichte, Petersen das Boot. Aber dann hat Emmerich ja wirklich nur Crap gemacht. :D

(Teilweise unterhaltsamen Crap)

Andre
schreckofant
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Re: Runde #323: die Anatomie des Hype

Beitrag von schreckofant »

Also ich würde Hype immer negativ einordnen. Selbst wenn ich selber sage ich bin gehyped, weiß ich das das keine gute Form der Vorfreude ist.
Bisschen wie wenn man zugibt Nikotinsüchtig zu sein, aber gerne raucht.😅
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EchnaTron
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Re: Runde #323: die Anatomie des Hype

Beitrag von EchnaTron »

Ich glaube, ich geh heute mal schnell zu meinem veganen Vertrauensrestaurant und esse ne leckere Hyperbowl ^^.
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Andre Peschke
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Re: Runde #323: die Anatomie des Hype

Beitrag von Andre Peschke »

EchnaTron hat geschrieben: 13. Jun 2021, 11:19 Ich glaube, ich geh heute mal schnell zu meinem veganen Vertrauensrestaurant und esse ne leckere Hyperbowl ^^.
Wunder dich nicht, wenn du morgen mit ner Battlefield 6 Vorbestellung und 500 FifaPoints aufwachst!

Andre
lovecraftFTW
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Re: Runde #323: die Anatomie des Hype

Beitrag von lovecraftFTW »

ich glaube insgeheim weiß jeder, dass diese Hype-Industrie diesem Medium schadet.
wir leben in einer "falsch" aufgeklärten Welt. Zwar liegen uns die meisten wichtigsten Fakten und Zusammenhänge vor, allerdings sehen wir kaum eine Möglichkeit der Veränderung oder gar eine Alternative, sondern akzeptieren den Status Quo quasi als unumstößliches "Naturgesetz".

bei den sogenannten Gamern ist es besonders tragisch, die sie immer wieder betonen wie sehr sie sich mit Spielen identifizieren und wie wichtig sie ihnen sind. Tatsächlich aber geht es nur um den nächsten Hype, der durchs Dorf getrieben wird. für neue Spiele scheint oft nur wenig Interesse zu bestehen. jährliche IPs hingegen, egal wie oft sie das Gleiche machen, stehen hoch im Kurs. die Hype-Industrie und die Franchisierung hängen daher stark zusammen. wie im Podcast schon gesagt wurde, sind viele nun Fans von Marken und Firmen, eine kritische Auseinandersetzung mit dem einzelnen Spiel findet nicht mehr statt. viel mehr werden irgendwelche Aktienkurse herangezogen um den Erfolg eines Spieles zu bewerten.

eine kleine Sache ist mir noch aufgefallen (nicht als Angriff gemeint).
Andre redet jeweils bei BioMutant und bei Cybperpunk 2077 darüber, dass es ja keinen direkten Schaden durch den Hype gab, ohne zu sagen auf was er sich genau bezieht. man könnte annehmen es geht um die Qualität der Spiele oder um die Integrität des Mediums. Aber nein, es geht wie selbstverständlich um die Wirtschaftlichkeit der Unternehmen und die Spiele selbst werden nur als Mittel zum Zweck angesehen.
...aber jeder der sich in dieser Blase befindet, nimmt diese Perspektive halt unterbewusst ein, da beeinflusst vom Diskurs aus dem Spielejournalismus, Twitter und Co.

es mag heutzutage verrückt klingen, aber es gab mal eine Zeit (in der ich selbst noch nicht geboren war) wo nicht alles der Wirtschaftlichkeit untergeordnet wurde. man referenziert so oft auf den Film, dabei könnte man nicht weiter weg von der Kultur und dem Selbstverständnis der 60er oder 70er sein. Und Kultur ist das Stichwort, welche vor allem im Spielejournalismus geprägt wird bzw. aktuell aber gar nicht existiert. man vergleicht sich als Spieljournalismus lieber mit Influencern, die das Medium häufig nur zur Selbstdarstellung nutzen. man lässt sich ja leider nicht mal an seinen eigenen Worten messen. z.B wie oft ein Heiko Klinge schon betont hat, dass Spiele ja auch Kunst seien. Im Gegenzug tut er inhaltlich aber alles dafür, dass man sich möglichst weit davon entfernt. Auch übrigens eine Erkenntnis aus dem Poststrukturalismus, dass das System immer kleine Mengen an Gegengift produziert (wie das ständige Erwähnen das Spiele ja auch Kunst seien). Ein System was für jeden erkenntlich von einer einzigen Ideologie getrieben ist, löst einen Widerspruch in sich aus und zerstört sich selbst :D.
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Andre Peschke
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Re: Runde #323: die Anatomie des Hype

Beitrag von Andre Peschke »

lovecraftFTW hat geschrieben: 13. Jun 2021, 15:34 Andre redet jeweils bei BioMutant und bei Cybperpunk 2077 darüber, dass es ja keinen direkten Schaden durch den Hype gab, ohne zu sagen auf was er sich genau bezieht.
Doch, hab ich! Es ging um die Verkaufszahlen - soweit hast du mit deinen weiteren Ausführungen auch recht. Nur: Es ging um die Frage, ob es die Hoffnung geben kann, dass Unternehmen aus dem Schicksal dieser Spiele die Lektion lernen müssen, ob man es mit dem Hype auch übertreiben kann. Und da für Unternehmen nur $$$ am Ende die relevante Messgröße sein wird, sprechen wir halt darüber.

Vermutlich war da die Fragestellung nicht eindeutig genug rübergebracht. Und davon ab, ist dein Beitrag so oder so interessant. Wollte das nur korrekter einordnen, als es mir im Podcast gelungen ist.

Andre
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Pvt.Noob
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Re: Runde #323: die Anatomie des Hype

Beitrag von Pvt.Noob »

War ein wenig enttäuscht, als ihr über Telegram geredet habt. Telegram ist einfach nur ein Instant Messanger wie WhatsApp und ist nicht mit Twitter oder Facebook vergleichbar. Mich wundert es immer wieder, dass Telegram zu einer Social Media Plattform "erhoben" wird, aber WhatsApp nicht. Dabei kann man in WhatsApp genauso Gruppen bilden wie in Telegram.
Leider haben die öffentlich Rechtlichen (Walulis und Co.) dann Telegram in ein sehr schlechtes Licht gerückt und haben es so dargestellt, als ob sich da nur Nazis und Coronaleugner tummeln würden. Dabei gibt es in WhatsApp sicherlich die gleichen Gruppen.

In meinem Bekanntenkreis sind sehr viele auf Telegram umgestiegen, als damals WhatsApp von Facebook gekauft wurde und kein Bock hatte auf das, was daraus resultieren könnte. Der Messenger an sich hat auch einfach viele coole Features, wovon WhatsApp dann in den letzten Jahren einige von kopiert hat.
Voigt
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Re: Runde #323: die Anatomie des Hype

Beitrag von Voigt »

Seit wann sind WhatsApp Gruppen kein Social Media?
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schneeland
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Re: Runde #323: die Anatomie des Hype

Beitrag von schneeland »

Hat Telegram nicht, anders als z.B. WhatsApp, auch die Möglichkeit als Nachrichtenverteiler zu fungieren? Wenn ich Fragen und Antworten zu Kanälen richtig interpretiere, geht das ohne Nutzerbegrenzung und mit Kanalnamen statt privatem Konto. Das hat dann m.E. schon nochmal eine andere Qualität als WhatsApp.
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WyverTrim
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Re: Runde #323: die Anatomie des Hype

Beitrag von WyverTrim »

Warum hat Jochen denn die wahre Geschichte zu seiner Verletzung erzählt? Ich dachte ja, er würde uns eine erfundene Geschichte erzählen und richtig übertreiben?
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Andre Peschke
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Re: Runde #323: die Anatomie des Hype

Beitrag von Andre Peschke »

WyverTrim hat geschrieben: 13. Jun 2021, 17:28 Warum hat Jochen denn die wahre Geschichte zu seiner Verletzung erzählt? Ich dachte ja, er würde uns eine erfundene Geschichte erzählen und richtig übertreiben?
Er kann halt nicht anders.
Pvt.Noob hat geschrieben: 13. Jun 2021, 16:38 War ein wenig enttäuscht, als ihr über Telegram geredet habt.
Naja, wir haben ja vorausgeschickt, dass wir KEINEN Plan davon haben. Wir haben dann ja nur beschrieben, dass wir es aber nur daher kennen, dass irgendwer jetzt bei Telegram ist, weil ihn selbst Twitter/Youtube/Facebook nicht mehr ertragen hat. Daher kommt mein Eindruck von Telegram.

Dazu stolpert man über Artikel wie den hier: https://www.spiegel.de/netzwelt/apps/te ... 26d5551596

Und ja, SPON ist nicht mehr so das Meeegaaaa-Qualitätsmerkmal. Aber ähnliches begegnete mir halt schon hier und da.

Ich fand, dadurch das der Kontext "keine eigene Erfahrung" klar war und es nur darum ging, warum wir da erstmal eher kein gutes Gefühl bei haben, sollte das niemanden groß aus der Fassung bringen.

Andre
Rince81
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Re: Runde #323: die Anatomie des Hype

Beitrag von Rince81 »

schneeland hat geschrieben: 13. Jun 2021, 16:58 Hat Telegram nicht, anders als z.B. WhatsApp, auch die Möglichkeit als Nachrichtenverteiler zu fungieren? Wenn ich Fragen und Antworten zu Kanälen richtig interpretiere, geht das ohne Nutzerbegrenzung und mit Kanalnamen statt privatem Konto. Das hat dann m.E. schon nochmal eine andere Qualität als WhatsApp.
Vor allem hat Telegram die Möglichkeit die eigene Rufnummer bei der Teilnahme an Gruppen auszublenden, WhatsApp zeigt diese immer mit an. Daher gibt es solche großen Gruppen von Nazis und Coronaleugnern bei WhatsApp nicht...
Die "Gesendet von meinem HTC11 Life mit Tapatalk"-Signatur
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Smutje187
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Re: Runde #323: die Anatomie des Hype

Beitrag von Smutje187 »

Hat nur mittelbar etwas mit Hype zu tun, aber vor Kurzem gab es im Podcast „Behind the Bastards“ (André wird ihn vielleicht kennen?) eine Serie zu den Dulles-Brüdern, die eine große Teilnahme an der politischen Entwicklung der USA hatten, obwohl sie nicht stark im Rampenlicht standen und ein nachhaltig negativer Einfluss, der sich massiv unter anderem auch in heutigen politischen Diskussionen wiederfindet ist das schwarz-weiß-Argumentieren: Wer nicht für uns ist, ist gegen uns und ein Libtard/Trumptard/Snowflake/Alt-Right etc. (siehe auch alles nach 9/11: Der Zweck heiligt die Mittel, nationale Sicherheit muss sich nicht erklären und wenn du kein Staatsfeind sein willst, marschierst du gefälligst mit).

Jetzt wäre es aus soziologischer Sicht interessant, inwiefern sich das jetzt auf andere Bereiche des Lebens auswirkt, aber Kundschaft, die ein Produkt nicht mehr nur als Konsumgut wahrnimmt, sondern es auch noch aktiv gegen Kritiker verteidigt (Vor gefühlt 10-12 Jahren war das Apple-Aposteln vorbehalten), ist wohl das Platinachievement des User Experience-fokussierten Marketings :ugly:
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Pvt.Noob
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Re: Runde #323: die Anatomie des Hype

Beitrag von Pvt.Noob »

Andre Peschke hat geschrieben: 13. Jun 2021, 18:03 Naja, wir haben ja vorausgeschickt, dass wir KEINEN Plan davon haben. Wir haben dann ja nur beschrieben, dass wir es aber nur daher kennen, dass irgendwer jetzt bei Telegram ist, weil ihn selbst Twitter/Youtube/Facebook nicht mehr ertragen hat. Daher kommt mein Eindruck von Telegram.

Dazu stolpert man über Artikel wie den hier: https://www.spiegel.de/netzwelt/apps/te ... 26d5551596

Und ja, SPON ist nicht mehr so das Meeegaaaa-Qualitätsmerkmal. Aber ähnliches begegnete mir halt schon hier und da.

Ich fand, dadurch das der Kontext "keine eigene Erfahrung" klar war und es nur darum ging, warum wir da erstmal eher kein gutes Gefühl bei haben, sollte das niemanden groß aus der Fassung bringen.

Andre
Nervt mich mittlerweile nur ein wenig, gerade weil ich sowas schon des Öfteren lesen musste. Finde es sehr fragwürdig zu sagen, dass ein Dienst nur oder zumindest zum größten Teil von Nazis und Co. verwendet wird, der über 500 Millionen Nutzer hat. Natürlich findet sich auch sowas dort, wie halt überall.
Jochens Aussage, dass jemand, der Telegram nutzt, bei ihm direkt in die Nazischublade wandert, finde ich da schon ziemlich krass.
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ragdel
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Re: Runde #323: die Anatomie des Hype

Beitrag von ragdel »

Was der Bauer nicht kennt…

Aber Telegram hat halt wirklich einen überaus schlechten Ruf durch die Presse.

Kann das daher auch keinen übel nehmen, wenn er das einfach für Bahre Münze nimmt.

Es ist halt in manchen Bereichen der Go To Messenger. Aber in der Allgemeinheit halt Unbekannter als Facebook Messenger oder WhatsApp . Gerade bei älteren
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Jochen Gebauer
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Re: Runde #323: die Anatomie des Hype

Beitrag von Jochen Gebauer »

Pvt.Noob hat geschrieben: 13. Jun 2021, 21:17Jochens Aussage, dass jemand, der Telegram nutzt, bei ihm direkt in die Nazischublade wandert, finde ich da schon ziemlich krass.
Aber so wie Jochen seine Aussage formuliert, ist es doch erkennbar ein "ich kenne Telegram immer nur über die Nazi-Schiene, also assoziere ich mit einem Telegram-User erst einmal instinktiv diese Verbindung" und kein "wer Telegram benutzt, ist ein Nazi" ;)
Tommes
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Re: Runde #323: die Anatomie des Hype

Beitrag von Tommes »

Zu eurer Frage, ob es Kernspintomographen in klein gibt: es gibt sie! Ich hatte im vergangenen Jahr das Missvergnügen, einen für meinen linken Daumen zu brauchen und der Sportarzt meines Vertrauens hat so einen vergleichsweise kleinen Aparat nur für Hände, Knie und Füße. Schon ein Kopf würde nicht reinpassen. Dafür kostet das Ding auch nur ungefähr den Gegenwert eines Einfamilienhauses.

Die Schmerzen im Daumen, teilweise durch Computerspiele verursacht, war übrigens schon einmal der Anlass für einen Themenvorschlag von mir. Das habe ich damals für eine Idee von Weltklasse gehalten, fand aber aus unerfindlichen Gründen bei euch keinen Abnehmer dafür. Ungerechte Welt... :snooty:

Gute Besserung an Jochen, hoffentlich geht es bei dir schneller als bei mir.
Mastertronic
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Re: Runde #323: die Anatomie des Hype

Beitrag von Mastertronic »

Intellektuell sehr ansprechende und unterhaltsame Folge. Mein erster Kontakt mit dem Begriff Hype datiert auf das Jahr 1988. Public Enemy Song: Don't believe the hype.. kennt vermutlich niemand heute mehr, aber passt ja auch heute noch zu Cyberpunk und Co.
Jochens Bayern wegen Quatar Ablehnung kann ich in Teilen nachvollziehen, obwohl ich selber Bayern Fan bin. Die Quatar Liaison reicht aber auch nicht aus um meine 35 jährige Anhängerschaft zu beenden - analog also zu Jochens Freund.
Auch im Hinblick auf die WM nächstes Jahr komme ich in den gleichen Konflikt. Habe aber auch z.B. die olympischen Spiele in Peking verfolgt oder auch die WM in Russland , die ja im Ranking der Unrechtsstaaten sich bei Quatar ganz gut einreihen.
Folgerichtig dürfte man dann ja Sportereignisse nur noch in "lupenreinen" Demokratien ansetzen, was aber dem verbindenden Aspekt des Sportes entgegenwirkt und auch etwas das Geschmäckle der Überhöhung der Weststaaten über den Rest der Welt inne hat.

Findet die WM nächstes Jahr dann auch ohne Dich statt, Jochen ?
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