Microsofts UWP/Windows Store move

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Dostoyesque
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Microsofts UWP/Windows Store move

Beitrag von Dostoyesque »

Scary times. Bin mir nicht sicher, ob hier der worst case dargestellt wird oder ob das ein realistischer Ausblick auf die Zukunft ist. Schwierig einzuschätzen.

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Max
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Re: Microsofts UWP/Windows Store move

Beitrag von Max »

Microsoft hat bereits darauf reagiert und erklärt, dass UWP von jedem Store unterstützt werden könne und offen sei.
In response to Sweeney’s allegations, Kevin Gallo, corporate vice president of Windows at Microsoft, told the Guardian: “The Universal Windows Platform is a fully open ecosystem, available to every developer, that can be supported by any store."

Quelle: http://www.theguardian.com/technology/2 ... -microsoft
Mal abwarten, wie sich das entwickelt. Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass es so dramatisch sein wird, wie Sweeney das darstellt. Zumindest dass Microsoft ihre eigenen Marken wie Quantum Break nur in ihrem Store anbietet, finde ich absolut legitim. Ansonsten ist der Brief viel Geschreie, aber letztlich alles nur Spekulation. Zumal Sweeney ja sogar selbst einräumt, dass sich Apps sehr wohl auch ohne den Store installieren lassen. Dass das erst in den Einstellungen eingeschaltet werden muss, fair enough, das kann man durchaus anprangern.

Abgesehen davon: Nur weil es UWP gibt, hindert das keinen Entwickler daran, Spiele weiterhin so wie bisher als Programme zu entwickeln. Im Grunde ändert sich eigentlich genau nichts, daher eine recht seltsame Aufregung, wie ich finde.

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Max
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Re: Microsofts UWP/Windows Store move

Beitrag von Max »

Das könnte passieren, ja. Das hat allerdings nicht nur Nachteile, weil der Store natürlich dafür sorgt, dass alle Apps aktuell gehalten werden. Sicherheitstechnisch ist das durchaus relevant, weil enorm viele Leute sich mit Sicherheitspdates nie auseinandersetzen.

Aber ich verstehe die Bedenken. Generell sind geschlossenere Systeme im Trend, aber es hat natürlich einen faden Beigeschmack, wenn ein einst recht offenes System immer weiter in diese Richtung geht. Ich bin gespannt, ob sich UWP-Apps am Ende wirklich auch über Steam und andere Stores verkaufen lassen.

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Leonard Zelig
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Re: Microsofts UWP/Windows Store move

Beitrag von Leonard Zelig »

Max hat geschrieben:Microsoft hat bereits darauf reagiert und erklärt, dass UWP von jedem Store unterstützt werden könne und offen sei.
In response to Sweeney’s allegations, Kevin Gallo, corporate vice president of Windows at Microsoft, told the Guardian: “The Universal Windows Platform is a fully open ecosystem, available to every developer, that can be supported by any store."

Quelle: http://www.theguardian.com/technology/2 ... -microsoft
Mal abwarten, wie sich das entwickelt. Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass es so dramatisch sein wird, wie Sweeney das darstellt. Zumindest dass Microsoft ihre eigenen Marken wie Quantum Break nur in ihrem Store anbietet, finde ich absolut legitim. Ansonsten ist der Brief viel Geschreie, aber letztlich alles nur Spekulation. Zumal Sweeney ja sogar selbst einräumt, dass sich Apps sehr wohl auch ohne den Store installieren lassen. Dass das erst in den Einstellungen eingeschaltet werden muss, fair enough, das kann man durchaus anprangern.

Abgesehen davon: Nur weil es UWP gibt, hindert das keinen Entwickler daran, Spiele weiterhin so wie bisher als Programme zu entwickeln. Im Grunde ändert sich eigentlich genau nichts, daher eine recht seltsame Aufregung, wie ich finde.
Aber wenn es so weit kommt, dass neben Microsoft einige weitere wichtige Publisher ihre Spiele nur noch im Windows-Store vertreiben, wäre Microsoft in einer Position um Scherze wie "DX13 nur noch für Anwendungen im Windows-Store" durchzuziehen und damit ein echtes Store-Monopol zu schaffen, das durch die Verzahnung mit dem Betriebssystem in eine düstere Zukunft führen könnte, in der ein Windows-PC ähnlich abgeschottet und entmündigend wie ein Apple-Smartphone läuft. Warum die User allen Ernstes zusätzliche Nachteile (kein echter Fullscreen, keine Mods etc.) in Kauf nehmen sollen, nur weil es Microsoft gerade so schön in den Businessplan passt, bleibt offen.

Wie geht man mit Fremdinteressen um? Klassiker Sky, das Go gezielt gegen einfachen TV-Betrieb blockt. Die wollen das nicht. Eine Win10-App gibt es bereits, auf der One gibt es von Go weiterhin keine Spur. Kontrolle ist alles. Keinen Fettnapf auslassen, aber schön von der Arbeit anderer 30% haben wollen.
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Andre Peschke
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Re: Microsofts UWP/Windows Store move

Beitrag von Andre Peschke »

Das Problem ist vermutlich wirklich weniger der IST-Zustand, sondern die mögliche Zukunft. Microsoft verschenkt Win10 ja nicht zum Spaß - irgendwoher muss die Kohle später kommen. Free-2-Play auf Betriebssystem-Ebene, sozusagen. Die Vermutung liegt nahe, das unter anderem der Windows-Store da zum Konzept gehört. Das sie Exklusivtitel ihrer Konsole dorthin bringen, passt da ins Bild. Microsoft hat auch in der Vergangenheit bewiesen, dass sie versuchen durchaus Leute zum Wechsel zu "zwingen", wie zB damals als...ich glaube es war DX10 nicht mehr für alte Betriebssysteme verfügbar war.

Insofern ist es zumindest im Hinblick auf die Unternehmenshistorie und die Möglichkeiten, die sich ergeben könnten, wenn der Windows-Store erfolgreich wird, ein Szenario das man sich mal durch den Kopf gehen lassen sollte. Das der Windows-Store scheinbar im Vergleich zu Steam zB auch abgekapselter ist was Zugang zu Files etc angeht, der Vorsprung bei etablierten Games-Libraries der Kunden etc lässt natürlich generell hoffen, dass der Store erstmal im Spielebereich kein Land sieht.

Andre

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Max
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Re: Microsofts UWP/Windows Store move

Beitrag von Max »

Leonard Zelig hat geschrieben:Aber wenn es so weit kommt, dass neben Microsoft einige weitere wichtige Publisher ihre Spiele nur noch im Windows-Store vertreiben, wäre Microsoft in einer Position um Scherze wie "DX13 nur noch für Anwendungen im Windows-Store" durchzuziehen und damit ein echtes Store-Monopol zu schaffen, das durch die Verzahnung mit dem Betriebssystem in eine düstere Zukunft führen könnte, in der ein Windows-PC ähnlich abgeschottet und entmündigend wie ein Apple-Smartphone läuft.
Das wäre natürlich katastrophal. Wobei DirectX so bedeutend ist, dass ich nicht glaube, dass da die Wettbewerbsbehörden mitspielen würden, wenn Microsoft das verzapfen würde.
Andre Peschke hat geschrieben:Das Problem ist vermutlich wirklich weniger der IST-Zustand, sondern die mögliche Zukunft. Microsoft verschenkt Win10 ja nicht zum Spaß - irgendwoher muss die Kohle später kommen. Free-2-Play auf Betriebssystem-Ebene, sozusagen. Die Vermutung liegt nahe, das unter anderem der Windows-Store da zum Konzept gehört. Das sie Exklusivtitel ihrer Konsole dorthin bringen, passt da ins Bild.
Das ist ja prinzipiell ein bisschen dem Konsolen-Konzept ähnlich. Die Grundlage (in diesem Fall Windows 10) wird ohne Gewinn vertrieben, das Geld soll durch die darauffolgende Software reingeholt werden.

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Malvitus
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Re: Microsofts UWP/Windows Store move

Beitrag von Malvitus »

Ich glaube nicht so wirklich an das Szenario. Immerhin haben das auch schon Ubisoft und EA versucht mit ihren eigenen Stores. Das Ende vom Lied. Die Assassins Creeds landen doch wieder bei Steam mit einer nichts halbes und nichts ganzes Lösung.

Ich als Programmierer verstehe jetzt auch nicht so ganz die Kritik von dem Herren, weil in dem Interview halt auch leider nichts konkretes steht. Klar versucht Microsoft einen eigenen Store jetzt auch auf dem PC zu etablieren. Ich denke das müssen Sie einfach auch, weil Steam ordentlich Druck ausübt und Geld in Linux reinbuttert.

Aus meiner Sicht is die UWP weniger dafür gedacht den PC abzuschotten sondern den ganzen Mist aufzuräumen, den sie da gebaut haben. Bei Windows XP war das noch kein Problem. Da gabs PCs und die Xbox. Heutzutage ist Microsoft ja auch bei Smartphones und Tablets dabei und hat jetzt 3 oder 4 fragmentierte Platformen, die sie jeweils mit eigenen Betriebssystemen und viel schlimmer noch mit eigenen APIs und Frameworks versorgen müssen. Und die Crux ist. Entwickel ich was für den PC, läufts nur auf dem PC. Das ist gerade angesichts der App-Not auf Windows Phone äußerst ungünstig. Ich glaube durch die UWP wollen Sie dem so ein bisschen entgegensteuern. Wird ein Spiel für Xbox entwickelt, läufts auch auf dem PC und eventuell Tablet. Das könnte für Indie Entwickler Recht interesannt sein, die ja in der Regel nicht unbedingt die schnellsten sind, was portierungen angeht. Entwickel ich mein Indie Spiel für UWP, läufts auf PC, XBox, Windows Phone und Windows Tablets. Für mich als Entwickler klingt das erstmal ziemlich attraktiv.

Natürlich will Microsoft Entwickler an ihre Platform binden. Das ist ja vollkommen logisch. Das ganze ist ja auch der Grund warum sie Windows 10 kostenlos anbieten. Diese Platform muss für mich als Entwickler ja auch attraktiv sein. Wenn ich Windows 10 also verschenke, baue ich die Anzahl der potenziellen App Käufer aus und über Prozente bekomme ich als Microsoft auch wieder was vom Kuchen ab.

Ich verstehe auch nicht so ganz inwiefern das ganze irgendwas schließen soll. Die Platform an sich mag zwar geschlossen sein, aber der PC an sich ist ja weiterhin offen und wird es auch bleiben. Wenn UWP mir irgendeine Auflage macht die mir nicht passt, entwickeln ich das ganze eben so und vertreib es irgendwo anders.

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Malvitus
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Re: Microsofts UWP/Windows Store move

Beitrag von Malvitus »

Axel hat geschrieben:
Malvitus hat geschrieben:Wenn ich Windows 10 also verschenke, baue ich die Anzahl der potenziellen App Käufer aus und über Prozente bekomme ich als Microsoft auch wieder was vom Kuchen ab.
Ob das mal nicht nach hinten los geht. Am Ende ist das genauso Katastrophal wie bei den Android und iOS Stores wo im Endeffekt kaum jemand für kostenpflichtige Apps bezahlt. Obwohl das viele Leute haben, kaufen die wenigsten dort irgendwas. Noch schlimmer: Es gibt auf den Plattformen keinerlei Qualitätskontrolle. Will man das wirklich auch auf dem PC etablieren?
Es geht nicht darum, das auf dem PC zu etablieren damit man sowas auch auf dem PC hat, sonder es geht darum die "Windows Store" Platform zu erweitern, um sie attraktiver zu machen. Im Mobile Markt ist das schwer, bei den Konsolen siehts auch recht mau aus. Auf der anderen Seite ist Windows auf vielen Pcs bereits vertreten, was es sehr leicht macht, dort Marktanteile zu gewinnen. Logisch, das man erstmal den einfachen Teil des Kuchen nimmt.

Das mit der Qualitätskontrolle verstehe ich allerdings nicht. Die gibts sowieso nicht auf dem PC. Es kann also höchstens besser werden. Und ganz fehlt die Kontrolle ja auch nicht und da wird ja auch dran gearbeitet. Ich weiß beispielsweise das Google an einigen Methoden interessiert ist, Malware automatisch erkennen. Das ganze befindet sich allerdings noch in der Forschung.

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Syn-IQ
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Re: Microsofts UWP/Windows Store move

Beitrag von Syn-IQ »

Axel hat geschrieben:Ob das mal nicht nach hinten los geht. Am Ende ist das genauso Katastrophal wie bei den Android und iOS Stores wo im Endeffekt kaum jemand für kostenpflichtige Apps bezahlt. Obwohl das viele Leute haben, kaufen die wenigsten dort irgendwas. Noch schlimmer: Es gibt auf den Plattformen keinerlei Qualitätskontrolle. Will man das wirklich auch auf dem PC etablieren?
Mit den unterschiedlichen App-Stores kenne ich mich zu wenig aus um die Qualitätssicherung beurteilen zu können, aber auf dem PC ist die doch sowieso kaum bis gar nicht vorhanden oder? Bei Steam kommt tagtäglich so viel Mist raus, der eindeutig nur darauf abzielt ein paar Euro durch Impulsivkäufe zu generieren: siehe Cat Simulator. Und auch bei AAA-Titeln kann es ja gehörig nach hinten losgehen. Bei der spielerischen Qualität des Inhalts sowieso, aber auch Bugs (Assassins Creed: Unity) oder Performance (Far Cry: Primal für PC)
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derFuchsi
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Re: Microsofts UWP/Windows Store move

Beitrag von derFuchsi »

Gaming auf dem PC ist zu kompliziert. PC Gaming muss "konsolisiert" werden.
http://www.gulli.com/news/27202-pc-gami ... 2016-03-08
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Malvitus
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Re: Microsofts UWP/Windows Store move

Beitrag von Malvitus »

derFuchsi hat geschrieben:Gaming auf dem PC ist zu kompliziert. PC Gaming muss "konsolisiert" werden.
http://www.gulli.com/news/27202-pc-gami ... 2016-03-08
Das Argument kann ich allerdings durchaus nachvollziehen. Das ist ja an sich nichts schlechtes. Das bedeutet ja nur, das man hin zum: "Disk rein und los gehts" will, was ich durchaus befürworte. Den Trend gibt es auch schon seit Jahren. Nennt sich Steam. Steam installiert das Spiel automatisch und alle dependencies, die man braucht. Finde ich persönlich recht praktisch.

Was der hardcore "PC Gamer" in meinen Augen mal lernen muss ist, dass er nicht gleich alles verteufelt was in Richtung Konsole geht. Die Konsolen Menüs finde ich beispielsweise viel ansprechender als die langweilige Steam Bibliothek. Es gibt durchaus das ein oder andere, was man sich bei den Konsolen abschauen darf, vor allem hinsichtlich Komfort und Bedienung.

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Max
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Re: Microsofts UWP/Windows Store move

Beitrag von Max »

Dieses Kontrollding ist aber doch hauptsächlich eine Gefühlssache, die wenig mit dem zu tun hat, was der Nutzer dann auch letztendlich nutzt. Der Grund, warum OS X-Nutzer (wie auch iOS-Nutzer) sich bevormunden lassen, ist, dass sie sich fast ausnahmslos gar nicht bevormundet fühlen, weil sie von der vermeintlichen Freiheit, wäre sie denn vorhanden, nie Gebrauch machen würden.

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Malvitus
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Re: Microsofts UWP/Windows Store move

Beitrag von Malvitus »

Axel hat geschrieben:Nicht verallgemeinern. Ich beispielsweise checke jedes einzelne Update doppelt und dreifach, deswegen gibt es bei mir keine automatischen Updates. Häufig sind alte Versionen, gerade bei Programmen, einfach auch besser, schlanker und somit performancesparender. Ich möchte einfach wissen, was es für Dateien auf meiner Festplatte gibt, wohin Verbindungen aufgebaut werden, usw. Nenn mich Paranoid, aber das bin ich bei meinem PC tatsächlich.
Entschuldige wenn das jetzt ein bisschen rau rüber kommt, aber damit bist du einfach in einer Minderheit, die gefühlt nichtmal an der 1% Marke kratzt. Ich will jetzt auch garnicht damit anfangen was daran gut oder schlecht ist, aber es ist einfach unumstößlicher Fakt, das die Leute sich nicht mit den tiefen technischen Details auseinandersetzen wollen und das ist ja auch okay. Ich möchte auch nicht wissen müssen wie genau mein Auto funktioniert, damit ich fahren darf. Es reicht für mich zu wissen wie ich es bediene.

Niemand will dir etwas wegnehmen. Der PC wird immer eine freie Platform bleiben. Warum? Weil du immer die Wahl hast dich für etwas anderes zu entscheiden und es im Notfall selbst zu machen. Du hast kein Bock auf Windows? Auf gehts nach Linux Land. Oder schreib dir dein eigenes OS. Mach was du willst. Du willst alles kontrollieren? Okay, kannst du. Will das jeder? Nein. Zur Freiheit des PCs als Platform gehört auch das man ihn so konfigurieren kann, das er wie eine Konsole funktioniert. Und das ist doch auch okay. Keine hat Lust C programmieren zu lernen, damit er auf dem PC spielen kann.

Es ist ja auch nicht so, dass Mac User sich bevormunden lassen wollen. Mac OS X bietet einfach von Haus aus viel Komfort und hat viele kleine Ideen, die den Umgang im Alltag erleichtern. Ich persönlich nutze es nicht und ich kann das meiste auch mit Windows erreichen, mal mehr oder weniger umständlich. Trotzdem muss ich einfach neidlos annerkennen, dass OS X sich stellenweise besser bedienen lässt. Das erreicht man allerdings manchmal nur auf Kosten von "Freiheiten". Es gibt halt einfach einen Trade-off, bei dem jeder seinen Schwerpunkt anders setzt.

Nur weil es "geschlossene" System auf dem PC gibt, bedeutet das nicht, das der PC ein geschlossenes System wird. Es ist okay, solche Systeme zu kritisieren, aber man sollte auf dem Teppich bleiben. Es gibt einfach Sachen die bei Konsolen besser funktionieren und diese Sachen auf den PC zu übertragen halte ich für durchaus sinnvoll.

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Malvitus
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Re: Microsofts UWP/Windows Store move

Beitrag von Malvitus »

Axel hat geschrieben: Und ja, ich weiß, dass ich damit in der Minderheit bin. Denoch macht das meine Kritik nicht wertloser, im Gegenteil.
Für die Big Player macht es deine Kritik auf jeden Fall wertloser. In der Geschichte von Firmen wurde glaube ich noch nie auf die Wünsche einer geschäftlich irrelevanten Minderheit. Aber der Reihe nach.

Niemand WILL an der Config Datei rumschrauben. Das man das trotzdem gerne mal muss, weil der Entwickler vergessen hat eine wichtige Option hinzuzufügen ist ein anderes Problem. Was das Thema Modding angeht, gebe ich dir Recht, das ist so wie es aussieht unerwünscht, bzw. nicht berücksichtigt. Vielleicht tut sich da ja noch was. Es wäre durchaus schade um die ReShader Mods ( und seien wir mal ehrlich, ohne ofizielle Modding Tools beschränkt sich die modding szene mittlerweile darauf).

Irgendwie habe ich das Gefühl, die Leute werfen hier einiges durcheinander. UWP ist zunächst mal ein Framework, das den Vorteil bietet dass meine Apps sich sehr leicht von Windows 10 auf Phone, Xbox One und umgekehrt portieren lassen. Das Ding an sich ist erstmal geschlossen. Das hat aber erstmal nichts mit Windows 10 zu tun, außer das Windows 10 unterstützt wird. Unter Windows 10 laufen also weiterhin alle Win32 executables. Sprich ich habe eine geschlossene Plattform innerhalb einer offenen Platform. "Disk Rein und Spiel los" funktioniert genauso wie, "Hexeditor an und ran an die Binary". Wenn der Spiele Hersteller kein Bock auf das Geschlossene hat, steht es ihm weiterhin frei eine normale Win32 executable zu erstellen und das Spiel traditionell auch auf Xbox zu portieren. Und Microsoft wird nie nie und niemals im Leben den Support für Win32 in den nächsten 20 Jahren aufgeben. Dann können sie sich von 90% der Geschäftskunden verabschieden und sich ihre Support Verträge gleich mit in die Haar schmieren

Ich habe mich noch nicht genauer zu UWP eingelesen und wage deswegen kein Urteil hinsichtlich irgendwelchen technischen Details. Allerdings sehe ich nicht das Microsoft den PC gefangen nehmen will, sonder eher primär dass die ihr Platform Wirr warr aufräumen möchten ähnlich wie Apple das gerade tut und dabei fallen PC Exklusive Features wie beispielsweise Modbarkeit natürlich erstmal unter den Tisch. Und ich muss zugeben, aus den Augen eines kleine Entwickler klingt "Entwickle einmal für UWP, bekomme 4 Target Platforms" ziemlich sexy. Man darf nicht vergessen. Microsoft gerät gerade ziemlich unter Druck. Der Smartphone Markt läuft nicht, die Xbox One ist nicht so erfolgreich und Valve hat ihnen das PC Geschäft vor der Nase weggeschnappt.

Daher würde ich erstmal sagen, abwarten, Bier trinken und mal schauen wie sich das ganze entwickelt. Für mich als Spieler eröffnet sich erstmal eine Möglichkeit das Xbox-Exclusives verstärkt auf den Pc kommen, was ja prinzipiell erstmal nicht schlecht ist. Und am Ende wirds sowieso so wie immer sein, der Pc-ler pickt sich die Rosinen raus und lässt das andere links liegen.

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Max
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Re: Microsofts UWP/Windows Store move

Beitrag von Max »

Malvitus hat geschrieben:Microsoft gerät gerade ziemlich unter Druck. Der Smartphone Markt läuft nicht, die Xbox One ist nicht so erfolgreich und Valve hat ihnen das PC Geschäft vor der Nase weggeschnappt.
Zumindest was den Consumer-Markt angeht, haben sie momentan Probleme. Das Cloud-Geschäft läuft für Microsoft bombastisch und generell haben die ja den Bärenanteil ihrer Gewinne mit dem Business-Bereich gemacht, nur ist das eben nichts, was Microsoft ins Auge der Öffentlichkeit bringen würde. Deswegen ist die Xbox-Marke auch so wichtig für das Unternehmen, weil das die einzige Consumer-Marke der jüngeren Vergangenheit ist, die sie erfolgreich etabliert haben. Die Surface-Marke scheint zwar auf einem guten Weg zu sein, dafür hat man es bis heute nicht geschafft, die Lumias zu etablieren. Und von dem Zune-Debakel will ich gar nicht erst anfangen. Dass sie die enorme Verbreitung von Windows auf dem PC nun dazu nutzen wollen, das App-Angebot auf den Smartphones und der Xbox auszuweiten, ist absolut logisch. Eine einheitliche Plattform wie UWP ist in der Hinsicht ein guter und logischer Schachzug.

Dass das auf dem eigentlich bisher recht offenen Windows-PC dann auch so abgesperrt ist, berührt mich persönlich zwar nicht, da ich ohnehin auf Konsole spiele und auch von geschlossenen Systemen nicht wirklich genervt bin. Ich kann aber durchaus verstehen, wo Axels Kritik herkommt. Es ist halt etwas anderes, ob man von vornherein ein geschlossenes System hat, oder aber Stück für Stück Einschränkungen vorgenommen werden. Aber letztlich ist das ja auch alles noch Spekulation, vielleicht entwickelt sich der Store in Hinblick auf File-Zugriff ja noch etwas weiter.

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tobias
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Re: Microsofts UWP/Windows Store move

Beitrag von tobias »

Andre Peschke hat geschrieben:Das Problem ist vermutlich wirklich weniger der IST-Zustand, sondern die mögliche Zukunft. Microsoft verschenkt Win10 ja nicht zum Spaß - irgendwoher muss die Kohle später kommen.
Die Frage ist wie viel Microsoft überhaupt mit Upgrades von Endnutzer-Lizenzen verdient hatte und wie viel sie dadurch einsparen, dass alle auf der gleichen Basis sind, da sie nicht zig Systeme gleichzeitig patchen müssen.

Zudem ist ein vorinstalliertes Windows auf dem gekauften PC ist nicht geschenkt. Für die OEM-Lizenz hat der Anbieter des Rechners nämlich etwas bezahlt. Von so Dingen wie die Kosten für die Lizenzierung der Treiber, für die Lizenzen von Microsoft Office und Visual Studio, etc. nicht zu sprechen.

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tobias
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Re: Microsofts UWP/Windows Store move

Beitrag von tobias »

Malvitus hat geschrieben:Ich habe mich noch nicht genauer zu UWP eingelesen und wage deswegen kein Urteil hinsichtlich irgendwelchen technischen Details. Allerdings sehe ich nicht das Microsoft den PC gefangen nehmen will, sonder eher primär dass die ihr Platform Wirr warr aufräumen möchten ähnlich wie Apple das gerade tut
An sich ist UWP eigentlich nur eine logische Konsequenz von .NET und der Windows-Politik der letzten Jahre. Einen besonders fiesen Plan mag ich da ehrlich gesagt noch nicht erkennen. Es ist ein Framework welches entwickelte Anwendungen portabler macht. Übrigens anders als Apple ist Microsoft zunehmend darum bemüht auch andere Plattformen zu unterstützen. So lassen sich inzwischen Anwendungen auch recht gut zu Andriod und iOS sowie OS X und Linux portieren.

Apple arbeitet übrigens eher daran so proprietär wie möglich zu bleiben. Wer mal ein geschlossenes System sehen will soll sich ein Gerät von Apple kaufen. Nur mit dem Unterschied, dass man sich das dort schönredet.

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tobias
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Re: Microsofts UWP/Windows Store move

Beitrag von tobias »

Malvitus hat geschrieben:Microsoft gerät gerade ziemlich unter Druck. Der Smartphone Markt läuft nicht, die Xbox One ist nicht so erfolgreich und Valve hat ihnen das PC Geschäft vor der Nase weggeschnappt.
Nur ist beides für Microsoft nicht zentral. 2015 waren der Umsatz und die Aktiva von Microsoft so groß wie nie zuvor und das auf der Basis von Produkten die einfach benutzt werden und oft unumgänglich sind. Anders als etwa bei Apple, wo morgen der Hype auch vorbei sein kann und das Kartenhaus in sich zusammenfällt.

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Max
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Re: Microsofts UWP/Windows Store move

Beitrag von Max »

Microsoft hat heute auf der BUILD-Keynote UWP-Versionen von Age of Empires 2 und Witcher 3 gezeigt, die trotzdem mit Steam verbunden waren. Somit scheint klar zu sein, dass UWP nicht Windows-Store-exklusiv ist, womit sich der Rant von Sweeney erledigt hätte.

Hieronymus
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Re: Microsofts UWP/Windows Store move

Beitrag von Hieronymus »

Bei dem Thema habe ich häufig das Gefühl das oft populistische Schlagzeilen gegen Microsoft verbreitet werden, was zuletzt sicher häufig auch deswegen gelingt, weil es für das gros der User nicht ersichtlich ist was Microsoft dort technisch genau treibt und vor allem warum Sie das tun.
Nun, die Details brauchen und sollten die meisten Leuten auch nicht kennen, nichts desto trotz meine Sicht dazu…

Eine einheitliche, strukturierte App-Plattform ist genau das, was Windows aus meiner Sicht seit Jahren fehlt... Ich meine, wir alle kennen doch das Phänomen des „vermüllten“ Windows, das immer langsamer und instabiler wird.
Nun, woher kommt das? In aller Regel durch schlecht programmierte oder mit der eigenen Software/Hardware Konfiguration inkompatible Dritthersteller Software, die das System instabil machen kann.
Okay, kein Problem, Software nicht kompatibel, dann deinstallier ich sie einfach… Und da fängt es an schwierig zu werden, denn die allermeisten Deinstaller arbeiten nicht sauber, lassen Ressourcen wie Bibliotheken, Registry-Einträge, Arbeitsdateien des zu deinstallierenden Programms oder gar Treiber auf dem System zurück, was langfristig einfach dazu führt das Windows ständig versucht nicht kompatible oder nicht vorhandene Dinge auszuführen oder zu laden.

Derartige Probleme gibt es mit Windows seit eh und je, das weiß auch Microsoft und ist nun schon seit geraumer Zeit dabei, eine Lösung dafür zu entwickeln.

Angefangen haben sie damit zu Zeiten von Windows Phone 7/8 und Windows 8, wo die so genannte Windows Runtime eingeführt wurde, eine relativ restriktive API die den Entwicklern im Gegensatz zu Win32 keinen direkten Zugriff auf tiefgreifende Systemfunktionen oder Hardware gibt, das Programm kann also „nichts kaputt machen“.
Verpackt wurden diese zu Beginn noch „Metro-Style“ Apps (später auch Modern Apps, Universal Apps, Windows Store Apps) genannten Programme sowie alle zur Ausführung benötigten Ressourcen in sogenannte appX Pakete, diese appX Pakete wiederrum wurden über den Windows App Store vertrieben. Wenn man nun eines dieser Programme installiert und gestartet hat, so wurde dieses Programm innerhalb der besagten Windows Runtime ausgeführt. Das heißt, wenn dieses Programm nun durch schlechte Programmierung oder ähnliches abstürzt, kann es nicht das gesamte System mitreisen, da schwerwiegende Fehler durch die Windows Runtime abgefangen werden.
Wenn ich eine solche App nun deinstallieren möchte, entfernt der Deinstaller alle Ressourcen die im ursprünglichen appX Paket enthalten waren sowie alle temporären Dateien die das Programm im Laufe der Zeit so angelegt hat. Anders als bei „klassischen“ Programmen sind diese Dateien nicht mehr quer im System verstreut, sondern liegen an einer durch die Windows Runtime fest definieren Stelle, somit ist nun also gewährleistet das Programme sauber und ohne jegliche Rückstände deinstalliert werden können.

Microsoft hat damit also ein App-System geschaffen das dem von Apples iOS ziemlich ähnlich ist, Apps können nur aus einem mehr oder weniger kontrollieren Store bezogen werden, eine saubere de/installation ist einfach möglich.
Unter Windows Phone ist dies bis heute die einzige Möglichkeit Apps zu beziehen.
Unter Windows Desktop gibt es diese neue Möglichkeit über den Windows Store und weiterhin die „klassische“ Möglichkeit Apps zu installieren.
Zu welchen Problemen der klassische Weg führt, wurde weiter oben besprochen.

Jetzt steht Microsoft vor dem Problem, das sie auf der einen Seite die sicheren und stabilen Windows Runtime Apps haben, auf der anderen Seite stehen die klassischen eher unsicheren, „unsauberen“ und tendenziell eher problembehafteten Win32 Programme, die im Gegensatz zu den Windows Runtime Apps aber mehr Leistung bringen können und von sehr vielen Drittherstellern für Windows angeboten werden.
Wie kann man also diese alten Win32 Programme in das neue stabile System integrieren? Nun, man könnte sie theoretisch statt für Win32 für Windows Runtime programmieren, was praktisch bei vielen Programmen aber an der eingeschränkten Leistungsfähigkeit der Windows Runtime sowie dem immensen Aufwand scheitern würde. Denn z.B. Adobe würde niemals anfangen Photoshop von Grund auf neu zu programmieren, niemals.
Nun hat Microsoft sich für dieses Problem eine Lösung überlegt. Die klassischen Win32 Programme werden in kompakte virtuelle Maschinen verpackt, die wiederum für den Benutzer nicht sichtbar in das laufende Windows eingebunden werden. Das Programm das nun innerhalb dieser virtuellen Maschine läuft, kann seine Dateien und Registry Einträge weiter lustig dorthin schreiben wo es möchte, der Hersteller der Anwendung muss also keine grundlegenden Änderungen am Code des Programms vornehmen. Kann dieses Programm nun weiterhin mein System vermüllen oder es zum Absturz bringen? Ja das kann es, allerdings nicht das eigentliche Betriebssystem, sondern nur jenes, das in erwähnter virtueller Maschine läuft. Möchte man dieses Programm nun entfernen, so wird einfach der Container der entsprechenden virtuellen Maschine gelöscht, es gibt keinerlei Rückstande am eigentlichen Betriebssystem, eine saubere Deinstallation.

Diese beiden Technologien, Windows Runtime Apps und in Container verpackte Win32 Apps, bündelt Microsoft nun unter dem Namen UWP Universal Windows Platform Apps.


Okay… Aber was haben nun Spiele damit zu tun?
Spiele die z.B. bei Steam vertrieben werden, sind rein technisch gesehen Win32 Apps, bringen also häufig genau die Probleme mit sich die oben beschrieben werden.
Die Vorzüge dieser neuen Plattform habe ich weiter oben erläutert, warum also sollten die Entwickler diese nicht nutzen wollen? Tim Sweeney meint, die Vorteile der UWP könnten nur in Kombination mit dem Windows Store genutzt werden, was genau nicht der Fall ist.
Alle Apps für die UWP werden als appX Paket bereitgestellt, egal ob sie dann aus dem Windows Store, von irgendeiner Website, einer DVD oder sogar aus Steam stammen.
Die Grundlagen für dieses Sideloading von Apps hat Microsoft bereits mit dem 1511 Update von Windows 10 gelegt, das sollte dem Herrn Sweeney also bekannt sein. Die von Ihm geforderte Öffnung der Plattform existiert also bereits.

Die Technologie Win32 Apps für die UWP Plattform anzubieten wird wohl erst ab Sommer generell verfügbar sein, einen ersten Vorgeschmack gab es ja bereits vor wenigen Wochen mit Rise of the Tomb Raider, bei dem, berechtigterweise, diverse Unzulänglichkeiten vorhanden waren. Wie Probleme mit Spiel-Overalys, Vollbildmodi etc., hervorgerufen durch den Container, in dem das Programm nun läuft. Wobei Microsofts Phill Spencer hier ja Verbesserung angekündigt hat.

Grundsätzlich geht Microsoft mit UWP also in die richtige Richtung und sorgt damit lediglich dafür das System stabiler und sicherer zu machen und schottet es keineswegs ab. Immer schön unterscheiden, zwischen UWP Apps und dem Microsoft Store.
UWP Apps -> Gut, eine neue sichere und saubere Möglichkeit Apps zu installieren
Microsoft Store -> Eine zentrale Anlaufstelle für alle „die sich nicht auskennen“, inkl. Automatischer Updates etc. Alle anderen haben genauso wie früher alle Möglichkeiten sich Apps aus alternativen Quellen zu besorgen.
Axel hat geschrieben:Windows 10 kommt mir allgemein nicht auf den Rechner. Ich kann mit dem ganzen Trend hin zu geschlossenen Computersystemen nichts anfangen. Schon bei Windows 7 stören mich einige Einschränkungen, die man erst mühsam abschalten muss. Windows 10 ist dahingehend eine einzige Katastrophe. Es bleibt zu hoffen, dass dieses OS allgemein boykottiert wird.
An welcher Stelle ist Windows 10 denn weiter geschlossen als Windows 7?
Leonard Zelig hat geschrieben:Warum die User allen Ernstes zusätzliche Nachteile (kein echter Fullscreen, keine Mods etc.) in Kauf nehmen sollen, nur weil es Microsoft gerade so schön in den Businessplan passt, bleibt offen.
Das mit dem Fullscreen etc. hat mit dem Businessplan nichts zu tun, sondern technische Gründe. Aber an dem Thema sind sie wohl dran...
Andre Peschke hat geschrieben:Das Problem ist vermutlich wirklich weniger der IST-Zustand, sondern die mögliche Zukunft. Microsoft verschenkt Win10 ja nicht zum Spaß - irgendwoher muss die Kohle später kommen. Free-2-Play auf Betriebssystem-Ebene, sozusagen. Die Vermutung liegt nahe, das unter anderem der Windows-Store da zum Konzept gehört. Das sie Exklusivtitel ihrer Konsole dorthin bringen, passt da ins Bild. Microsoft hat auch in der Vergangenheit bewiesen, dass sie versuchen durchaus Leute zum Wechsel zu "zwingen", wie zB damals als...ich glaube es war DX10 nicht mehr für alte Betriebssysteme verfügbar war.
Das Microsoft Windows 10 verschenkt hat allem nach was man so mitbekommt 2 Hauptgründe.
Punkt eins ist das sie so versuchen die Fragmentierung aus dem Markt zu kriegen, das heißt wenn idealerweise irgendwann jeder auf Windows 10 geupgradet hat, muss nur noch ein Betriebssystem mit Patches versorgt werden. Denn auch Microsoft hat festgestellt das heutzutage niemand mehr Geld für ein OS ausgibt, und man sich ewig an alte Systeme klammert. Das Windows 7 ein zweites Windows XP wird, wo nach Supportende noch über 30% Marktanteil vorhanden ist, versucht man auch mit dieser Upgrade Strategie zu verhindern.
Punkt zwei ist Microsofts unbedeutender Marktanteil im Smartphone-Sektor von weniger als 5%.
Microsoft hat zu Beginn den Smartphone Trend verpennt und ist mit seinem System gestartet, als die Konkurrenz aus dem Hause Apple und Google bereits mit prall gefüllten App Stores aufwarten konnte. Problem an der Stelle ist ganz einfach das Entwickler für eine Mobile Plattform die niemand nutzt keine Apps entwickeln möchten, eben weil kaum Jemand ein Windows Phone nutzt. Die Kunden hingegen möchten keine Windows Phones nutzen, eben weil es keine Apps gibt. Ein Teufelskreis.
Genau diesen Teufelskreis möchte Microsoft mit dem Kostenlosen Windows 10 Upgrade für Desktops durchbrechen. Moment, wo ist da der Zusammenhang?
Die oben angesprochenen Windows Runtime UWP Apps sind mit geringen Code Anpassungen auf dem Windows Desktop und auf Windows Phone/Mobile lauffähig.
Mit dem kostenlosen Windows 10 Upgrade holt Microsoft also potentiell hunderte Millionen Kunden auf seine Store Plattform, was den Store wiederrum für Entwickler attraktiv macht, wodurch wiederrum potentiell mehr Apps im Store landen, was Windows Phone/Mobile für Endkunden wieder attraktiver macht, was für Microsoft mehr Marktanteile im heute so wichtigen Smartphone-Geschäfft bedeuten könnte.
Also ja, der Store gehört durchaus zum Konzept, aber auch um Windows Mobile attraktiver zu machen.

Gehen wir bei DirectX mal etwas weiter in die Vergangenheit...
Windows XP wurde im Jahr 2001 mit DirectX 8.1 ausgeliefert, DirectX 9.0 gab es dann im Jahr 2002, in Kombination mit dem kostenlosen Service Pack 1 für Windows XP, das neben dem neuen DirectX auch noch diverse andere Veränderungen am Betriebssystem mit sich brachte.
Wie sieht die Situation heute aus? Du kannst kostenlos von Windows 7/8 auf Windows 10 upgraden und bekommst dadurch unter anderem ein neues DirectX.
Bevor jetzt jemand kommt „das ist aber ein anderen Windows…“, Wortklauberei, in beiden Fällen sind es Updates für eine existierende Codebasis.
Gut natürlich ist das ein „Zwang“, aber aus meiner Sicht keiner der negative Folgen mit sich bringt, damals wie heute.
Max hat geschrieben:Microsoft hat heute auf der BUILD-Keynote UWP-Versionen von Age of Empires 2 und Witcher 3 gezeigt, die trotzdem mit Steam verbunden waren. Somit scheint klar zu sein, dass UWP nicht Windows-Store-exklusiv ist, womit sich der Rant von Sweeney erledigt hätte.
Natürlich hat sich der Rant erledigt, auch schon vor der Build. Deswegen, leider schaffen es Leute wie Sweeny, die es eigentlich besser wissen sollten, immer wieder mit Falschinformationen Schlagzeilen zu machen.
Zuletzt geändert von Hieronymus am 3. Apr 2016, 08:10, insgesamt 1-mal geändert.

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