The Elder Scrolls 6 und meine Hoffnungen

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Enlagom
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The Elder Scrolls 6 und meine Hoffnungen

Beitrag von Enlagom » 28. Mär 2016, 11:36

Ich oute mich mal als großer TES Fan, bzw. Bethesda Fan.
Ich bin in die Serie mit Oblivion eingestiegen, habe danach mit großer Begeisterung Skyrim gespielt (dank der vielen Mods noch immer)
und zwischenzeitlich habe ich auch Morrorwind nachgeholt (immer noch fantastisch).
Entsprechend habe ich bereits jetzt, auch wenn noch nichts angekündigt wurde, große Vorfreude auf ein TES6.

Außerdem auch große Lust auf einen schönen Spekulationsthread darüber.
Gerade in Hinsicht auf Fallout 4, und in welche Richtung das ging, habe ich aber auch mittelgroße Befürchtungen.

Mein Worst Case Szenario:
Bethesda geht den Weg, den sie mit F4 gingen, weiter. Das würde bedeuten:
- Kein Rollenspiel mehr, dafür ein überholtes Kampfsystem
- Ein voll vertonter Protagonist, dafür aber auch nur eine spielbar Rasse und Dialoge zum fremd schämen
- Eine "epische" Geschichte, so was wie: Ich suche meinen Vater/Mutter/Sohn/Tochter, dafür aber keine schönen Nebengeschichten mehr, und keine Lore, in die das ganze eingebettet ist

"Best case":
Bethesda besinnt sich auf die Stärken von Morrowind, und schaut sich die beliebtesten Mod für Skyrim an:
- Alle Rassen spielbar, kein vertonter Protagonist, dafür stellen sie ein paar Autoren ein, die viele kleine und größere interessante Geschichten erzählen
- Der Rollenspielanteil wird wieder ausgebaut. Das bedeutet mehr Komplexität und das Vertrauen darin, daß nicht alle Spieler zu dumm sind, diese zu verstehen oder zu schätzen.
Außerdem ein Level- System, das vielleicht nicht voll animiert (wie das Perk System in F4) ist, dafür aber das Gefühl schafft, tatsächlich etwas im Spiel zu erreichen
- Sie schaffen es (wäre dann das erste Mal) ein gutes User Interface zu bauen

Keine Angst hätte ich bei der Welt. Egal ob es in Valenwood, Elsweyr (mein Favorit; ich mag die Kahjit) oder Hammerfell spielen wird, ich glaube sie werden es wieder schaffen eine faszinierende,
mystische Welt mit vielen Sehenswürdigkeiten zu bauen. Auch glaube ich, daß sie es schaffen viel Dynamik in ihre Open World zu packen.
Schwierigkeiten habe ich dagegen immer mit der Größe der Welt, die dann auch gerne viele Zufallsevent/quests mit sich bringt.
Ich persönlich hätte lieber eine kompaktere Welt mit größeren Details und weniger generischen Inhalten (wahrscheinlich Wunschdenken).

Was glaubt ihr, welchen Wege Bethesda gehen wird? Oder auch wo ein TES 6 spielen wird? Was sie mit der Story machen werden?

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Max
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Re: The Elder Scrolls 6 und meine Hoffnungen

Beitrag von Max » 28. Mär 2016, 11:52

Enlagom hat geschrieben:Ein voll vertonter Protagonist, dafür aber auch nur eine spielbar Rasse und Dialoge zum fremd schämen
Die Vertonung des Protagonisten hat mir prinzipiell ziemlich gut gefallen. Das ist mir damals schon beim Sprung von Bioshock zu Bioshock Inifinite aufgefallen, dass mich ein Spiel viel mehr packt, wenn der Protagonist eine Stimme hat. Das ganze bei Elder Scrolls umzusetzen, wäre aufgrund der verschiedenen Rassen natürlich aufwendiger. Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass Bethesda dafür die Rassenwahl streichen würde. Da würde man wohl eher auf eine Vertonung verzichten. Das Optimum aus meiner Perspektive wäre natürlich, wenn man den Protagonisten vertonen würde, und dabei die Rassen berücksichtigt und Unterschiede herausarbeitet. Dass man diesen Aufwand auf sich nimmt, wage ich aber zu bezweifeln.
Enlagom hat geschrieben:Eine "epische" Geschichte, so was wie: Ich suche meinen Vater/Mutter/Sohn/Tochter, dafür aber keine schönen Nebengeschichten mehr, und keine Lore, in die das ganze eingebettet ist
Wenn Bethesda schon wieder eine "Ich suche X"-Geschichte nimmt, dann würde mich das auch wirklich ärgern. Mich hat es schon bei Fallout 4 enorm gestört, dass die Ausgangslage nur eine leicht modifizierte Version von Fallout 3 war.
Enlagom hat geschrieben:Sie schaffen es (wäre dann das erste Mal) ein gutes User Interface zu bauen
Die Hoffnung habe ich lange aufgegeben. Dadurch, dass man Bethesda-Spiele bald auch auf der Konsole modden kann, befürchte ich sogar, dass sie dem zukünftig noch weniger Priorität einräumen.

Ich freue mich auch unheimlich auf ein neues Elder Scrolls. Bei keiner anderen Spielereihe kann ich so effektiv mal für ein paar Stunden aus dem Alltag flüchten, wie bei Elder Scrolls. Durch die Welten von Tamriel zu wandern, hat etwas sehr entspannendes und beruhigendes, finde ich.

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Enlagom
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Re: The Elder Scrolls 6 und meine Hoffnungen

Beitrag von Enlagom » 28. Mär 2016, 12:05

Noch zum vertonten Protagonisten: Ich habe nicht grundsätzlich dagegen. Das Problem ist aber, daß der Charakter vorgegeben ist. Ich kann mir bei F4 keinen eigenen Avatar bauen,
der ist immer Anwältin oder ein Ex-Soldat. Dazu kam bei F4 noch, daß es sehr viel weniger Auswahlmöglichkeiten bei Dialogen gab (wohl auch dem Umfang geschuldet).

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tobias
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Re: The Elder Scrolls 6 und meine Hoffnungen

Beitrag von tobias » 28. Mär 2016, 23:49

Bethesda steht mit The Elder Scrolls meiner Meinung nach vor einem zunehmenden Problem. Dieses ist, dass man sich zunehmend weniger von den Produkten der Konkurrenz abhebt. Morrowind war damals noch eine Offenbarung. Oblivion war in vielerlei Hinsicht auch noch Spielen der Konkurrenz weit voraus. Skyrim hob sich dagegen schon nicht mehr so extrem von der Konkurrenz ab. Mit diesem relativen Abstieg des Vorsprungs verbunden war auch einer hinsichtlich der Kreativität. Morrowind war tatsächlich ein abgedrehter Ort mit Dunkelelfen und deren fremder Kultur. Oblivion reduzierte das schon etwas auf eine mittelalterliche Welt mit Elementen der High-Fantasy und der Römer. Bei Skyrim gab es dann schließlich Wikinger und Drachen...

Ich glaube, dass man bei Bethesda dieses Problem aber nicht wirklich sieht, denn in den Verkaufszahlen, Reviews und Preisen spiegelt es sich nicht wieder.

Bei Fallout sah man diese Aufweichung ebenso. Der erste und zweite Teil der Reihe waren ja abgesehen von dem konkreten Inhalt des Spiels identisch. Der ursprünglich dritte Teil wurde ja nicht mehr fertig und Bethesda stampfte diesen neu aus dem Boden. Tatsächlich behielt man viele Elemente von Fallout nicht mehr nur bei, sondern schaffte es auch erfolgreich diese in eine 3D-Umgebung mit Open World zu transportieren. Vielleicht besser als dies der ursprüngliche Entwickler jemals konnte. Erst das von großen Teilen der ursprünglichen Entwickler gemachte New Vegas zeigte dann wie vergleichsweise flach der dritte Teil in vielerlei Hinsicht war. Technisch war New Vegas schon mit Release überholt. Aber gut, das war auch ein ausgelagertes Projekt und wohl kein AAA.

Der vierte Teil rückte Fallout dann noch mehr in die Open World und stellte noch mehr Annehmlichkeiten bereit, ging damit aber noch weiter weg vom ursprünglichen Rollenspiel. Aber auch hier sehe ich nicht, dass man dafür irgendwie abgestraft worden wäre. Tatsächlich wurde sich gemeinhin meist mehr darüber beschwert, dass die Engine so alt sei. Hier wurde das erste Mal sehr deutlich, wie sehr der technische Vorsprung von Bethesda dahin geschmolzen ist.

Irgendwann wird Bethesda aber mal vor dem Problem stehen, dass weder Story, noch Gameplay (das war schon immer eher mau) oder Technik ihre Titel noch abheben. Über die grausame Steuerung der Produkte dieser Firma sprechen wir mal nicht.

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tobias
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Re: The Elder Scrolls 6 und meine Hoffnungen

Beitrag von tobias » 29. Mär 2016, 00:01

Enlagom hat geschrieben:Was glaubt ihr, welchen Wege Bethesda gehen wird? Oder auch wo ein TES 6 spielen wird? Was sie mit der Story machen werden?
Mehr Streamline und Mainstream. All das hat uns Fallout 4 gezeigt: mehr Open World, mehr Shooter, mehr Crafting und weniger Rollenspiel. Dazu auch weniger abgefahrene Sachen.

Irgendwas bei den Elfen wäre vorstellbar oder bei den Bretonen. Wüste (also bei den Redguard oder Khajiit) kannst du ebenso vergessen wie Sümpfe mit Echsen.

Akavir wäre recht interessant und würde als anderer Kontinent viel Raum bieten. In Oblivion wurde es ja mehrfach angeschnitten. Aber ich glaube nicht das man das machen wird.

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derFuchsi
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Re: The Elder Scrolls 6 und meine Hoffnungen

Beitrag von derFuchsi » 4. Apr 2016, 12:14

Enlagom hat geschrieben:Ich oute mich mal als großer TES Fan, bzw. Bethesda Fan.
Ich bin in die Serie mit Oblivion eingestiegen, habe danach mit großer Begeisterung Skyrim gespielt (dank der vielen Mods noch immer)
Dito.
Großer Fan wäre zu viel aber ich finde die geschaffenen Welten immer wieder beeindruckend.
Oblivion war mein erstes Werk. Den Anblick wenn man endlich aus dieser drögen Kanalisation raus ist, herrlich. War psychologisch auch geschickt inszeniert. "Ich will endlich was von der Welt sehen!" aber erst mal zappeln lassen.
Skyrim ist halt ein schöner Spielplatz.
Originelle Quests statt generische "Sammele 20 hiervon und töte 10 davon" würde ich mir wünschen plus ordentlichen Mod Support und grafisch natürlich eine Schippe oben drauf. Wobei sich das Werk dann mit einem gemoddeten Skyrim vergleichen lassen müsste, das wird hart ;).
tobias hat geschrieben:...Wüste (also bei den Redguard oder Khajiit) kannst du ebenso vergessen wie Sümpfe mit Echsen.
Wüste hat mit Mad Max aber wohl auch funktioniert.
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Brutos08
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Re: The Elder Scrolls 6 und meine Hoffnungen

Beitrag von Brutos08 » 4. Apr 2016, 17:48

Welchen Weg wird Bethesda gehen? Ganz ehrlich: keine Ahnung aber bevor wir uns tatsächlich auf einen Elder Scrolls Teil freuen können wird wahrscheinlich noch einige Zeit ins Land gehen, nicht nur wegen Fallout 4 sondern vermutlich auch wegen der anderen 3 bisher geheimgehaltenen Großprojekte.

Meine Vermutung ist, dass sie auch für TES 6 wieder an der Engine schrauben werden und das grundlegende Gameplay noch weiter verfeinern, wie es meiner Meinung nach auch bei Fallout 4 der Fall war. Ein besseres Interface erhoffe ich mir erst gar nicht, zumal ich mir nicht einmal sicher bin ob sie tatsächlich Verbesserungen, wie wir sie bisher nur von Mods kennen auch tatsächlich umsetzen würden, selbst wenn sie es wollten. Da blicke ich einfach auf die Vergangenheit zurück: Morrowind, Oblivion, etc. hatten alle grundlegend sehr ähnliches Interfaces, und bisher gab es keines das an die Qualität eines Mod-Interfaces herankommt.

Was den Handlungsort angeht so hoffe ich, es geht Richtung Südwesten zu den Khajit und Bosmer, ein Skyrim 2 wie es Gerrüchten hieß wäre der absolute Albtraum, nicht etwa weil das Setting mies war, sondern weil sie dann im Grunde das selbe Gelände nochmal in verschönert machen würden, der Spieler kennt also bereits die Gegend und das Setting wird dementsprechend auch wenig neue Reize bieten, es würde demnach alles von der Story abhängen.

Wenn ich schon beim Thema Story bin, muss ich auch über die Verkörperung des Spielers, den Protagonisten, sprechen: Gegen einen Protagonisten mit einer Stimme habe ich grundsätzlich nichts aber wie von euch bereits angesprochen gibt es hier eine Reihe von Problemen bzw. Hürden, die Bethesda für ein gutes Spielerlebnis meistern müsste. Ich gehöre ja noch zu den wahnsinnigen, die Spiele grundsätzlich nicht in OV sondern gerne in deutsch hören, bzw. spielen und bei keinem AAA Spiel der letzten Jahre hatte ich so große Probleme mit der deutschen Vertonung wie mit Fallout 4, nicht nur weil sprachliche Akzente fehlten, sondern auch aufgrund der Besetzung der Sprecher, insbesondere wenn man in Fallout 4 einen männlichen Charakter spielt: So erhält man die Stimme von Bernd Vollbrecht, der ohne Frage ein guter, erfahrener Synchronsprecher ist, nur passt er für mich überhaupt nicht auf die Rolle eines jungen Mannes. Zumal ich das Problem habe zwar wie Antonio Banderas zu klingen, der entsprechende Grad an Begeisterung aber wiederum durch die festgeschriebene Art des Charakters bzw. seine fehlende Vielfalt weitgehend ausbleibt oder um es anders zu sagen: dieser charmant schurkenhafte Charakter den ich von Filmen wie Zorro kenne, wird durch den Dialog nicht ausgeschöpft. Vielleicht bin ich aber in dem Fall auch nur zu stark vorbelastet, da ich die Sprecher häufig bestimmten Rollen bzw. Schauspielern zuordne.

So ist meine Hoffnung für TES 6, dass Bethesda hier nicht nur am Dialog feilt, sondern ihn insbesondere im Vergleich zu Fallout auch deutlich überarbeitet. Denn mal ehrlich wozu brauche ich auch 3 verschiedene Dialogoptionen, wenn sie alle zum gleichen Ergebnis führen, wie es auch schon im Podcast angesprochen wurde. Und das möchte ich noch einwenden: der Unterschied zwischen der englischen und deutschen Ausgabe beträgt Welten, insbesondere da Akzente und sprachliche Nuancen besser zur Geltung kommen und allgemein besser zum jeweiligen Charakter passen zumal die Lippenbewegungen in der deutschen Fassung vollkommen asynchron oder im Falle einiger NPCs sogar gar nicht vorhanden sind.

Aber zurück zur Story: Bitte, bitte keine persönlichen Stories mehr, diese benötigen Emotionen, die weder adäquat dargestellt werden können noch in bisherigen Teilen vermittelt wurden, vielleicht auch weil man sich nicht zu sehr in Extreme oder mittlerweile (oder immer noch?) extravagante Themen verstricken möchte aber genau so wenig interessant wäre die ölfunddrölfzigste "Rette die Welt!" Geschichte, eine Story die aus der Spielwelt entsteht und dem Spieler tatsächlich einen Grund gibt die Hauptquests zu spielen wäre da vermutlich besser. Bei der Gelegenheit: Wenn man mich in einem Spiel schon zum größten Helden oder gar zu einem Anführer macht, warum zum Geier gibt man mir dann nicht auch die Macht darüber zu entscheiden, was ich als Anführer machen möchte. Ich weiss das Spiel würde dadurch zwar komplexer aber die Rolle die man in so einem Spiel angeblich einnimmt wäre zumindest keine Farce mehr. Oder man betrachtet die andere Seite: ich komme im Spiel nur voran, wenn ich mich einer Fraktion anschließe, darum erhoffe ich mir von einem neuen Bethesda Titel, dass sie dort einen Anführer einsetzen der die nötigen Kapazitäten vermittelt, die ein entsprechender Anführer haben sollte, oder wenn er schon seine Kapazitäten nicht zum Ausdruck bringt dann soll das doch wenigstens durch ein charismatisches Auftreten oder auch mal gute Gründe für einen Beitritt in die jeweilige Fraktion ausgeglichen werden.

Mehr noch würde ich mir wünschen, dass man den generischen Quatsch wie sammle 50 hiervon und erledige Banditen hier und dort ausdünnt und das nicht indem man Orte von der Karte streicht, sondern indem man auch diesen Quests eine gewisse Grundlage bzw. Tiefe gibt - es wäre sogar schon eine enorme Verbesserung wenn man den Namen des jeweiligen gesuchten Banditen oder gar nur der Opfer gesagt bekommt, was der getan hat und wo dieser möglicherweise aufzufinden ist, oder noch besser wo Leute zuletzt überfallen wurden, so dass man dort erst eine Spur aufnehmen muss. Aber nie wieder möchte ich so einen grauenvollen NPC haben wie Preston Garvey, der einem on sight das Questlog auf die nur liebloseste Art und Weise zumüllt. Und ein Zusatz noch zum Thema lieblos: neben der grundsätzliche Überarbeitung der Dialoge, wäre es auch gut wenn das Spiel etwas lesbarer wird, insbesondere jedoch im Hinblick auf seine Quests - grade in Fallout 4 ist mir aufgefallen, dass ein gewisser Fortschritt in einer Quest, eine andere Quest behindert und sei es nur, dass ich diese grade abgeben möchte ohne direkt über die nächste Quest belehrt zu werden.

Kurz gesagt erhoffe ich mir, dass Bethesda mehr Liebe in die Story, die Nebenquests und die Geschichten am Rand steckt. Meine Befürchtung ist jedoch, dass eher das Gegenteil passiert und sich das Spiel höchstens noch durch DLCs und Mod-Support profiliert und eine Story bestenfalls in irgendwelchen staubigen Büchern in einem generischen Dungeon nachzulesen ist.

Und zum Schluss ganz wichtig: Ich möchte nie wieder in einen Dungeon voller Spinnen gehen müssen, schon gar nicht wenn sich besonders riesige zu mir abseilen und den Nacken springen. Ich gebe zu das war immer wieder einer dieser Momente "Oh Shit" Momente, die ich mir von einem Dungeon wünsche, aber bei Riesenspinnen hört der Spaß auch schonmal auf ;).
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Re: The Elder Scrolls 6 und meine Hoffnungen

Beitrag von Soulaire » 4. Apr 2016, 20:00

Nach TESO und Fallout4 hat Bethesda einiges bei mir gutzumachen.
Werde deshalb erst gar nicht versuchen irgendwelche Erwartungen an das Spiel zu haben, wenn es denn irgendwann rauskommt. Vielleicht kommt ja auch eher der nächste Fallout-Teil........

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Re: The Elder Scrolls 6 und meine Hoffnungen

Beitrag von Dober » 5. Apr 2016, 00:24

Bethesda wird ihren Weg nicht ändern und die Reihen weiter vercasualisieren bzw. "streamlinen". Sie haben damit großen Erfolg und es wäre dumm wenn sie von dem Weg abweichen würden. Ich habe mich nicht über das vereinfachte Fallout 4 gewundert, sondern über die merkwürdige Erwartungshaltung der Fans. TES wurde von Morrowind bis Skyrim ebenso gestreamlined und die Leute haben es abgefeiert. Die Spielepresse tut der Spielerschaft auch keinen Gefallen ein Skyrim auf einen 96er Metacritic-Schnitt zu heben.

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Re: The Elder Scrolls 6 und meine Hoffnungen

Beitrag von Nachtfischer » 5. Apr 2016, 09:46

Dober hat geschrieben:Die Spielepresse tut der Spielerschaft auch keinen Gefallen ein Skyrim auf einen 96er Metacritic-Schnitt zu heben.
Ehrlich gesagt ist für mich mittlerweile eine Wertung von 60-80 in der Regel interessanter als alles darüber. Denn letzteres heißt in aller Regel einfach "massenmarkttauglich und technisch gut gemacht". Und davon brauche ich einfach nichts mehr in meinem Spielerleben. Die Spiele, die sich auch mal trauen, bestimmten Leuten (oft insbesondere denen, die das tatsächliche Spielen bei Spielen gar nicht so sehr mögen) nicht zu gefallen, bekommen beinahe automatisch 10-15 Punkte weniger, sind aber dann auch die, die tatsächlich spielerisch interessant sein könnten.

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Re: The Elder Scrolls 6 und meine Hoffnungen

Beitrag von Turbotaste » 7. Apr 2016, 12:13

Ich sehe da auch wenig Hoffnung auf einen guten nächsten Teil, leider muss ich sagen, als alter Morrowind Fan.

Die Bethesda Rollenspiele stehen da zwischen den Stühlen und machen irgendwie nix richtig.

Links von Bethesda steht From Software, die es geschafft haben, ein derart gutes Nahkampfsystem zu erstellen und über die Jahre zu verfeinern, dass ich mir die Kämpfe in Skyrim einfach nicht mehr geben kann. Da wirkt nichts genau oder dynamisch. Die Kämpfe sind einfach derbe langweilig und fühlen sich absolut "floaty" an. Es gab zwar Verbesserungen von Morrowind bis Skyrim, gut ist da aber noch lange nichts. Das liegt zum Teil wohl auch an der Ego-Perspektive, da diese bei Schwertkämpfen immer weniger Übersicht bieten wird als 3rd Person.

Und rechts von Bethesda steht CD Project, die letztes Jahr mit Witcher 3 bewiesen haben, dass man eben doch spannende Quests inszenieren kann, die über den Quatsch eines Elder Scrolls Titels hinausgehen. Die Hauptstory von Skyrim war einfach ne Frechheit. Spätestens bei zeitreisenden Drachen war bei mir Schluss...
Das heißt nicht, dass Witcher 3 der Weisheit letzter Schluss in Sachen Dialoge, Story und Questdesign ist, aber ab und an (Bloody Baron!) blitzt da doch immer wieder ein Funken Genialität auf, den Bethesda nicht mal ansatzweise erreicht.

So sitzt da Bethesda jetzt und Fallout 4 hat ja gezeigt, dass es sie irgendwie nicht zu kümmern scheint. Selben Kram noch mal runterspulen, nur bisschen langweiliger. Bei den Skyrim Verkaufszahlen hätte ich es als Bethesda-Chef ja vielleicht auch nicht anders gemacht aber als Spieler sind mir deren Titel inzwischen leider reichlich gleichgültig. Und das würde sich auch erst dann ändern, wenn man sich nach links oder rechts bewegt....

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Re: The Elder Scrolls 6 und meine Hoffnungen

Beitrag von Max » 7. Apr 2016, 12:38

Sie machen nichts richtig? Was ist denn mit der Spielwelt?

Ich würde einfach sagen, dass die Spiele jeweils einen anderen Fokus haben. Bei den Spielen von From Software liegt der Fokus auf dem Gameplay, bei CD Project liegt er in der Erzählung und bei Bethesda liegt er in der Spielwelt. Ich würde nicht behaupten, dass Bethesda da zwischen den Stühlen steht, sondern schlichtweg eine dritte Kategorie in der Ausrichtung bildet. Dann ist es meines Erachtens am Ende eher eine Frage von "Welche Art von Spiel bevorzuge ich", als eine Qualitätsfrage.

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Re: The Elder Scrolls 6 und meine Hoffnungen

Beitrag von Turbotaste » 7. Apr 2016, 13:02

Ich finde die Spielwelten von Bethesda-Spielen nie so gut wie es ihnen nachgesagt wird.
Nehmen wir Skyrim: die Landschaft ist zumeist nicht sonderlich spektakulär, die Dungeons wiederholen sich alle naselang und die gigantische Hauptstadt hat gefühlte 10 NPC's. Auf mich wirkt da immer alles so 08/15 Fantasywelt. Dieser ganze Unterbau mit tausendjähriger Geschichte und mehreren Kontinenten ist erst mal reizvoll, aber im Spiel merke ich davon meist wenig, außer ich lese die rumliegenden Bücher. Die sind mir dann aber zu schlecht geschrieben und zu langatmig, so dass ich schnell die Lust verliere.
Vergleicht man Fallout 3 mit New Vegas, zieht Bethesda da auch den kürzeren und zwar um Meilen.
Letztlich ist sowas natürlich immer subjektiv, aber für mich war die letzte interessante Welt aus einem Bethesda-Titel die von Morrowind, einfach weil sie so anders war. Das würde ich mir wieder wünschen, aber da steht wahrscheinlich der Massenanspruch im Weg.

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Re: The Elder Scrolls 6 und meine Hoffnungen

Beitrag von Max » 7. Apr 2016, 13:07

Mir geht es weniger um die Ästhetik der Spielwelt, sondern darum, dass die Spielmechanik in Bethesda-Spielen die Open World überhaupt unterstützt. In Bethesda-Spielen bringt mir Erkundung was. Ich stoße so auf neue Quests, erhalte interessante Gegenstände und erlebe durch das Environmental Storytelling kleine Geschichtchen (durch Terminal-Einträge in Fallout usw.).

Mit Piranha Bytes kann ich das nicht vergleichen, weil ich von denen bisher nichts gespielt habe. Aber Witcher 3 bietet sich hier gut als Gegenbeispiel an. Dort bringt mir Erkundung nichts, das Spiel unterstützt das Open-World-Konzept schlichtweg nicht. Hinter den Fragezeichen steckt immer dasselbe (Ghulnester, etc.) und abseits davon ist nirgends was zu entdecken. Die Quests erhalte ich an den Tafeln innerhalb der Städte. Ich habe schlichtweg nichts davon, einfach mal Querfeldein in den Wald zu laufen. Das ist bei Bethesda-Spielen anders.

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Re: The Elder Scrolls 6 und meine Hoffnungen

Beitrag von Turbotaste » 7. Apr 2016, 13:14

Stimmt, das Entdecken neuer Quests ist tatsächlich besser gemacht, auch wenn ich meine mich zu erinnern, auch in wither 3 mal auf die oder andere quest gestoßen zu sein.
Die qualität der quests, die man dann bewältigt, ist dann schon wieder ne andere Sache. Da hat witcher zwar auch ne menge filler-quatsch, aber wenn sie ne questreihe durchdesignen, dann steckt da auch richtig was drin.

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Re: The Elder Scrolls 6 und meine Hoffnungen

Beitrag von Max » 7. Apr 2016, 13:28

Das stimmt, erzählerisch ist Witcher 3 sicherlich auf einem anderen Level.

Am schönsten wäre es, wenn es ein Spiel geben würde, das die Qualitäten von Elder Scrolls und Witcher 3 vereint.

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Re: The Elder Scrolls 6 und meine Hoffnungen

Beitrag von Turbotaste » 7. Apr 2016, 13:39

Ordentliches Kampfsystem obendrauf und wir haben die eierlegende Wollmilchsau :)
Man wird noch träumen dürfen.

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Re: The Elder Scrolls 6 und meine Hoffnungen

Beitrag von Enlagom » 7. Apr 2016, 16:20

Ich gestehe zu meiner Schande, daß ich noch nie einen Ultima Teil gespielt habe..
Aber um nochmal den Witcher 3 Vergleich zu bemühen: Von der Spielwelt würde ich ein Skyrim und auch ein Fallout 4 über die reine Spielwelt von Witcher 3 stellen.
Witcher 3 ist wunderschön, aber so dermaßen statisch, daß ich es schnell satt hatte, abseits von Quests, irgend etwas zu erkunden.
Am Ende ist die übertrieben große Witcher 3 Map Staffage, die es nicht gebraucht hätte, weil sie kaum genutzt wurde. Das war für mich in Witcher 2, mit seinen abgesteckten Arealen, besser gelöst.
Den Eindruck habe ich von den Bethesda Open Worlds nicht, dort habe ich auch kein Problem auf die Schnellreise zu verzichten, weil auf dem Weg zur nächsten Quest immer wieder überraschendes, machmal blödes oder unpassendes, öfter aber auch immersives passiert.
Ob einem die Welt an sich interessant genug ist, würde ich als Geschmackssache abhaken. Fallout 4 war mir schnell langweilig, zum einen weil Boston für mich nicht viel hergibt, zum anderen weil
es eben schon wieder eine zerstörte Postapokalypse (mit frischen Lebensmitteln in Supermarts - nach 200 Jahren) war. Eine Bergwelt wie in Skyrim liegt mir das sehr viel mehr, auch wenn dort
zu viel generisch war.
Den Unterbau von Elder Scrolls finde ich übrigens sehr grandios. Aber es wäre in allen vergangenen Spielen, ich kenne sie zumindest seit Morrowind, auch sehr viel mehr drin gewesen.
Shoddycast hat übrigens die Lore hier schön zusammengefasst: https://www.youtube.com/playlist?list=P ... Z4UBaDLKS5
Es gab zwar einiges an Nebenquests, zb die Daedra Quests von Skyrim, die sich damit beschäftigt haben, aber jede dieser Geschichten könnte auch sehr viel spannender geschrieben werden.
Das ist so ein Punkt den ich wirklich gerne in zukünftigen Teilen sehen würde. Kleine, gut geschriebene Quests in einer dynamischen Welt. Ich kann, und ich glaube vielen langjährig "gedienten"
Rollenspielern geht es gleich, gern auf die xte Weltenretter-Geschichte verzichten. Wie Literatur schon oft genug gezeigt hat, entstehen denkwürdige Erzählungen sehr oft aus belanglosen
kleinen, alltäglichen Geschichten. Sic parvis magna - Großes aus kleinen Ursprüngen (wie wir ja schon in Uncharted gelernt haben ;)) würde ich mir wünschen.
Warum nicht einfach mal nur ein Besucher sein, in einer Fantasywelt, anstatt der one in a million, auf den alle Augen gerichtet sind?
Als Realist erwarte ich mir das zwar nicht von Bethesda, aber einen Schritt in diese Richtung würde ich mir wünschen.

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tobias
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Re: The Elder Scrolls 6 und meine Hoffnungen

Beitrag von tobias » 29. Jun 2016, 14:13

Enlagom hat geschrieben:Was glaubt ihr, welchen Wege Bethesda gehen wird? Oder auch wo ein TES 6 spielen wird? Was sie mit der Story machen werden?
Mehr Streamline und Mainstream. All das hat uns Fallout 4 gezeigt: mehr Open World, mehr Shooter, mehr Crafting und weniger Rollenspiel. Dazu auch weniger abgefahrene Sachen.

Irgendwas bei den Elfen wäre vorstellbar oder bei den Bretonen. Wüste (also bei den Redguard oder Khajiit) kannst du ebenso vergessen wie Sümpfe mit Echsen.

Akavir wäre recht interessant und würde als anderer Kontinent viel Raum bieten. In Oblivion wurde es ja mehrfach angeschnitten. Aber ich glaube nicht das man das machen wird.

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Re: The Elder Scrolls 6 und meine Hoffnungen

Beitrag von Textsortenlinguistik » 29. Jun 2016, 15:20

Mein persönlicher worst-case: Wenn das Crafting, Siedlungen bauen und Bürgermeister spielen aus Fallout 4 seinen Weg in TES findet.
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