Das Magazin Spezial: Blockchain, NFT, etc

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Jon Zen
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Re: Das Magazin Spezial: Blockchain, NFT, etc

Beitrag von Jon Zen »

Guthwulf hat geschrieben: 14. Jan 2022, 22:43 Du hast "NFT Items" geschrieben. Das NFT ist aber nunmal nicht das Item. Es ist nur nen Zettel. Du hast diesen Zettel gekauft, nicht das Item. Das Unternehmen kann nun nix mehr mit dem Zettel machen, aber es kontrolliert weiterhin vollumfänglich das Item und hält alle Rechte am Item, kann es jederzeit verändern, kopieren, löschen oder neue NFTs für dieses Item herausgeben. Der Besitz deines NFT gibt dir keinerlei Rechte über das Item.
Es kommt auf den NFT Ersteller an:

https://www.cmshs-bloggt.de/tmc/rechtli ... oken-nfts/
Für den Käufer eines NFT besonders interessant ist die Frage, welche Rechte er am „digitalen Original″ eigentlich erhält. Eigentumsrechte gibt es nur bei (körperlichen) Sachen und damit nicht an digitalen Werken. Hierfür kommen lediglich Nutzungsrechte in Betracht, die jedoch einzeln eingeräumt werden müssen.
Dem Eigentum am ähnlichsten sind „ausschließliche sowie zeitlich, räumlich und inhaltlich unbeschränkte, übertragbare, unterlizenzierbare und vermietbare Nutzungsrechte″. Diese könnten noch ergänzt werden um Bearbeitungsrechte oder verschiedene Nutzungsarten, wie etwa das Recht zum Druck auf Papier.
Es ist zu erwarten, dass die NFT-Industrie hier bald mit Standards aufwartet, sodass jedem Käufer auf einen Blick klar ist, was er eigentlich erwirbt. Aus Investorensicht wäre schließlich zu vermeiden, dass plötzlich ein Dritter „dasselbe Original″ erwirbt, nur eben mit anderen Nutzungsrechten (eine Abgrenzung wäre etwa territorial möglich).

Guthwulf hat geschrieben: 14. Jan 2022, 22:43 Du wirfst da wild Sachen durcheinander.
:?:
Ich glaube, du liest völlig an dem vorbei, was ich schreibe.
Wenn ich "NFT Items" verwende, beschreibe ich den Zweck des NFTs innerhalb eines Spiels. Statt Items kann man auch "Skins" schreiben, aber Skins umfassen nur einen Teil der käuflich zu erwerbenden Individualisierung in Spielen. Dass Items nicht als Asset in der Blockchain gespeichert wird, sollte hier jedem klar sein.
Valve zeigt alleine bei Counterstrike seit August 2013, dass man mit einer liberalen Einstellung zum Itemhandel - auch ohne rechtliche Sicherheit - die Umsätze hoch halten kann.
Die anderen großen Player auf den Markt haben ebenfalls nicht in ihrem eigenen System ihren Markt zerstört (oder wie EA bei Fifa: In aller Wissen Regelmäßigkeit). Der Argwohn dahinter ist unlogisch. Der Entwickler hat nichts davon seinen eigenen Markt zu zerstören.
Neue Player haben es entsprechend schwierig hohe Preise zu erzielen.

Ich habe mich weder für, noch klar gegen NFTs positioniert, sondern Zustände beschrieben. Deswegen verstehe ich nicht, wieso du so scharf auf mich schießt. :(

HerrReineke hat geschrieben: 14. Jan 2022, 22:39 Gerade von dieser wirtschaftswissenschaftlichen Seite habe ich aber keine Ahnung, fände aber den Blick von Expter:innen z.B. auf solche Whitepaper super spannend.

Ja, das fände ich auch sehr spannend.
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Guthwulf
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Re: Das Magazin Spezial: Blockchain, NFT, etc

Beitrag von Guthwulf »

Jon Zen hat geschrieben: 14. Jan 2022, 23:38
Guthwulf hat geschrieben: 14. Jan 2022, 22:43Du hast "NFT Items" geschrieben. Das NFT ist aber nunmal nicht das Item. Es ist nur nen Zettel. Du hast diesen Zettel gekauft, nicht das Item. Das Unternehmen kann nun nix mehr mit dem Zettel machen, aber es kontrolliert weiterhin vollumfänglich das Item und hält alle Rechte am Item, kann es jederzeit verändern, kopieren, löschen oder neue NFTs für dieses Item herausgeben. Der Besitz deines NFT gibt dir keinerlei Rechte über das Item.
Es kommt auf den NFT Ersteller an:
https://www.cmshs-bloggt.de/tmc/rechtli ... oken-nfts/
Für den Käufer eines NFT besonders interessant ist die Frage, welche Rechte er am „digitalen Original″ eigentlich erhält. Eigentumsrechte gibt es nur bei (körperlichen) Sachen und damit nicht an digitalen Werken. Hierfür kommen lediglich Nutzungsrechte in Betracht, die jedoch einzeln eingeräumt werden müssen.
Dem Eigentum am ähnlichsten sind „ausschließliche sowie zeitlich, räumlich und inhaltlich unbeschränkte, übertragbare, unterlizenzierbare und vermietbare Nutzungsrechte″. Diese könnten noch ergänzt werden um Bearbeitungsrechte oder verschiedene Nutzungsarten, wie etwa das Recht zum Druck auf Papier.
Es ist zu erwarten, dass die NFT-Industrie hier bald mit Standards aufwartet, sodass jedem Käufer auf einen Blick klar ist, was er eigentlich erwirbt. Aus Investorensicht wäre schließlich zu vermeiden, dass plötzlich ein Dritter „dasselbe Original″ erwirbt, nur eben mit anderen Nutzungsrechten (eine Abgrenzung wäre etwa territorial möglich).
Den Blog kenne ich. Verstehe nicht, was du mit dem Zitat sagen willst. Der bestätigt, doch genau meinen Punkt (derzeit keine Rechte und viele Unklarheiten, in Zukunft sind vielleicht Standards "zu erwarten"...)?

EDIT / ERGÄNZUNG: Es ist natürlich richtig, dass man als Rechteinhaber dem Käufer eines NFTs mit dem Kauf des NFTs (also dem "Echtheitszertifikat") zusätzlich auch bestimmte z.B. Nutzungs-Rechte einräumen oder zusichern kann. Das passiert z.B. bei digitalen Kunstwerken (z.B. Nutzung zu persönlichen, nicht-kommerziellen Zwecken sowie Einbettung auf Webseiten und Apps). Wenn diese Rechteübertragung nicht über einen sauberen (z.B. Lizenz-)Vertrag erfolgt, ist die Durchsetzbarkeit dieser Rechte mehr als fraglich. Dafür braucht man aber keine NFTs und aus dem NFT (also dem "Echtzeitszertifikat") selber ergibt sich kein Anspruch auf Irgendwas. Bei Spielen kenne ich solche Rechteübertragungen zusammen mit dem Kauf von NFTs eh nicht. Da wird im Regelfall jede Rechteübertragung für das im NFT referenzierte digitale Gut ausgeschlossen (siehe das Beispiel weiter oben im Thread).
Guthwulf hat geschrieben: 14. Jan 2022, 22:43Ich glaube, du liest völlig an dem vorbei, was ich schreibe.
Wenn ich "NFT Items" verwende, beschreibe ich den Zweck des NFTs innerhalb eines Spiels. Statt Items kann man auch "Skins" schreiben, aber Skins umfassen nur einen Teil der käuflich zu erwerbenden Individualisierung in Spielen. Dass Items nicht als Asset in der Blockchain gespeichert wird, sollte hier jedem klar sein.
Der NFT hat genauso wenig einen Zweck innerhalb eines Spiels, wie es eine Quittung oder ein Echtzeitszertifikat hätte. Und du erwirbst eben gerade keine Individualisierung im Spiel käuflich. Du erwirbst einen (in der Blockchain gespeicherten und mit rechtlich nicht bindenden Zusicherungen des Unternehmens verbundenen) Verweis auf eine Individualisierung im Spiel käuflich. Die Rechte an der Individualisierung im Spiel selber bleiben beim Unternehmen.
Jon Zen hat geschrieben: 14. Jan 2022, 23:38Ich habe mich weder für, noch klar gegen NFTs positioniert, sondern Zustände beschrieben. Deswegen verstehe ich nicht, wieso du so scharf auf mich schießt. :(
Alles gut! Es ist nicht meine Intention, auf dich "scharf zu schießen". Ich erläutere nur (ganz entspannt und hoffentlich sachlich), warum ich an einigen Stellen anderer Meinung bin bzw. deine Darstellung nicht teile. Das ist natürlich kein persönlicher Angriff.
Zuletzt geändert von Guthwulf am 15. Jan 2022, 00:50, insgesamt 7-mal geändert.
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Smutje187
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Re: Das Magazin Spezial: Blockchain, NFT, etc

Beitrag von Smutje187 »

„Es ist zu erwarten, dass die NFT-Industrie hier bald mit Standards aufwartet, sodass jedem Käufer auf einen Blick klar ist, was er eigentlich erwirbt. Aus Investorensicht wäre schließlich zu vermeiden, dass plötzlich ein Dritter „dasselbe Original″ erwirbt, nur eben mit anderen Nutzungsrechten (eine Abgrenzung wäre etwa territorial möglich).“ — aber der Sinn von NFT ist doch die Unabhängigkeit von einem „Herausgeber“, sonst bräuchte man kein NFT, sondern könnte die Verwaltung direkt beim „Herausgeber“ belassen und wie soll denn der „Herausgeber“ versichern, dass andere Verarbeiter des NFT in ihrer Software die selbe Zusage bezüglich Originalität befolgen? Richtig, gar nicht, weil das gar nicht im Sinne des Designs von NFT ist.

Wenn man ganz ehrlich wäre, würde man die ganze Ebene von digitaler „Originalität“ aus NFT-Diskussionen herauslassen, weil das lediglich eine Projektion von Wunschvorstellungen ist, aber nicht im geringsten von NFT erzwungen wird. Und dass jetzt Leute plötzlich NFT rechtliche Ansprüche zusprechen wollen ist so weit von der Idee liberaler NFT entfernt, wie man sich nur vorstellen kann. Aber vielleicht braucht’s tatsächlich eine NFT-Zentralbank, bis der letzte Hypster merkt, dass man Dezentralisierung nicht verstanden hat.
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derFuchsi
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Re: Das Magazin Spezial: Blockchain, NFT, etc

Beitrag von derFuchsi »

Wer sich nicht so in sozialen Medien herumtreibt und das verpasst hat. Hier die beste Erklärung zu NFTs
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