Aufruf: Meilensteine eures Spielerlebens

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Tommes
Beiträge: 32
Registriert: 8. Dez 2020, 22:44

Aufruf: Meilensteine eures Spielerlebens

Beitrag von Tommes »

Hallo Gemeinde,
mich hat in letzter Zeit die Frage beschäftigt, was mich in vier Jahrzehnten als Video- bzw. Computerspieler immer bei der Stange gehalten hat. Ich glaube, die Antwort liegt in diesen seltenen, ganz besonderen Spielerfahrungen, die der eigenen Spiele-Biografie etwas ganz Neues hinzugefügt haben.

Konkret meine ich damit aber nicht z. B. das erste Open World Spiel oder sonst ein Spiel, das zu seiner Zeit in irgend einer Weise neu oder originell war, sondern Spiele, die meine Spielerfahrung ganz subjektiv sprunghaft erweitert haben. Bei mir persönlich fällt z. B. das erste Deus Ex in diese Kategorie, das erste und zweite Half Life aber nicht. Rückblickend ist Half Life 2 definitiv ein Meilenstein, aber in meinem subjektiven Erleben damals war es einfach ein abwechslungsreicher Shooter.

Das können aber auch technologische Sprünge sein, wie es damals die beschleunigte 3D-Grafik für mich war.

Mein Aufruf gilt also allen Foristen, die ganz persönlichen Meilensteine zu nennen und vielleicht auch stichwortartig das zu Benennen, was das Besondere jeweils war.

Meine persönlichen Meilensteine in mehr oder weniger chronologischer Reihenfolge ohne Anspruch auf Vollständigkeit:
1. Pong (unterhielt nur ein paar Minuten lang aber, meine Güte, Spielen auf dem Fernseher!)
2. Snake auf dem Spielautomaten (ich war damals ein Gott in diesem Spiel)
3. Elite auf dem C64 (das erste Spiel, das ich nicht mehr weglegen wollte)
4. Doom 1 und 2 (Ballern, bis der Arzt kommt war mir damals völlig neu, Wolfenstein war an mir vorüber gegangen.)
5. 3D-Beschleunigte Grafik in Unreal und Dark Forces II (Ich glaube, es war das zweite Dark Forces? Jedenfalls war dieser Sprung von der Klötzchengrafik aus, z. B. Duke Nukem 3D zu Unreal, mit Worten kaum zu beschreiben)
6. Fallout 2 (Mein erstes Rollenspiel. Das erste Fallout habe ich nie gespielt. Wahnsinnig toll, dieses Gefühl, vom Niemand zum Unbesiegbaren zu werden.)
7. Deus Ex (Diese Freiheit in den Leveln war damals was ganz Besonderes. Einer der extrem seltenen Fälle, in denen ich ein Spiel zweimal mit mehreren Jahren Abstand gespielt habe.)
8. Homeworld (Anscheinend bin ich einer von einer Million Menschen, die diese Steuerung eingängig fanden. Echtzeit-Strategie im Weltall - ich habe es geliebt!)
9. Assassin´s Creed 2 (Diese Parcour-Einlagen waren damals seit Langem mal wieder was Neues. Das erste Assassin´s Creed habe ich nicht gespielt.)
10. VR (Das ist ein Sprung, der noch weit über das hinaus geht, was damals die 3D-Beschleuniger bewirkt haben. Kann leider nur jemand bemerken, der es ausprobiert.)
10.1 Beat Saber (Muss man probiert haben - absolut genial)
10.2 Robo Recall(Doom wird zur Lachnummer)
10.3 Lone Echo (Damit kommen Nicht-Milliardäre dem Aufenthalt im All so nahe wie möglich.)
10.4 Asgards Wrath
10.5 Superhot VR (Die definitiv beste Art, dieses Spiel zu erleben.)
11. Horizon: Zero Dawn (Die Roboterviecher und die Welt sind toll, aber das wirklich Besondere war für mich die Story. Die hat mich umgehauen.)
12. Dark Souls (André und Dom haben mich angefixt und - hui! Das ist wirklich anders.)
13. Death Stranding (Wieder ist der Podcast "Schuld". Ohne den hätte ich dieses außergewöhnliche Erlebnis verpasst.)

Ich würde mich freuen, wenn ein paar Leute sich hier beteiligen würden und bin gespannt, welches eure persönlichen Meilensteine sind.

[Edit]
Einige von euch geben im Sinne des Kontext ihr Geburtsjahr an. Gute Idee: ich bin Jahrgang 1966. Bin ich damit Ältestenpräsident oder gibt es hier noch einen Silver-Gamer, der älter ist?

[Edit 2]
Ich finde die bisherigen Beiträge mega-interessant! Einen beträchtlichen Teil der Spiele kenne ich nicht mal dem Namen nach und ich dachte, ich würde mich auskennen. :whistle: Zum Teil liegt das wohl an meinem Desinteresse an sämtlichen MMO´s, Mobile-Games, Free-To-Play-, Sport- und Rennspielen sowie allem, was von Nintendo kommt.

[Edit 3]
Into the Breach (Wie konnte ich das vergessen? Ganz großer Spielspaß braucht keine aufwändige Grafik. Eine absolute Perle.)
Zuletzt geändert von Tommes am 16. Mär 2022, 23:40, insgesamt 5-mal geändert.
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Desotho
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Re: Aufruf: Meilensteine eures Spielerlebens

Beitrag von Desotho »

Auch hier keine Vollständigkeit und die Reihenfolge kann auch nicht stimmen.
Gerade zu Beginn war die eine Säule das NES bei meiner Großtante und die andere der Amiga 500 beim Bruder meines besten Freunds und das hat sich teils auch überschnitten.

- Super Mario Bros.: Das war einfach das Spiel, was uns damals total gehooked hat und das wir immer und immer wieder spielen wollten. Alles andere am NES ist dagegen verblasst.
- Stunt Car Racer: 3D Grafik und in gewisser Weise realistische Physiksimulation, das war einfach für mich eine Revolution zu der Zeit
- Sim City :Der Einstieg für mich in ein Genre abseits von dem Arcade lastigeren Sachen
- Civilization: Ich kann mich noch erinnern, dass ich damals erstaunt feststellte dass ich 6 Stunden am Stück ein Spiel spielen konnte. Am Rechner abhängen war ja nicht das Thema. Oft haben wir aber die Spiele gewechselt und viel Zeit ging für Anwendungen wie Deluxe Paint drauf
- The secret of monkey island Das war tatsächlich das erste Adventure was ich in die Finger bekommen habe. Und für mich die Erkenntnis: Spiele können ja auch sowas wie Story! Den Nachfolger habe ich dann sogar als Original gekauft :)
- Might and Magic IV: Vorher war ich der Meinung Rollenspiele sind doof (durchaus begründet anhand der RPGs die ich davor in der Hand hatte). Might and Magic (war auf einer Pearl Magazin CD) hat mir den Reiz verständlich gemacht
- Ultima Online: Absurdes Spiel. Allein die Vorstellung dafür online sein zu müssen. Und das Haus zerfiel, wenn man es 7 Tage nicht besucht hat. Absurd. Aber eines Tages kam ich aus dem Urlaub und der Chef und die Kollegen sprachen eine Sprache die ich nicht verstand. Ich fand dann raus: Sie spielten Ultima Online. Also habe ich mir das Ultima 9 Bundle mit UO geholt (war ja Ultima 9 dabei) um mitreden und ihnen sagen zu können wie scheisse dieses UO ist.
Ich habe Ultima 9 praktisch gar nicht gespielt ... dafür hing ich jahrelang an der MMO Nadel und Ultima Online war das vielleicht beste MMO dass es je gab.

Ev. füge ich später noch Sachen hinzu.
Zuletzt geändert von Desotho am 15. Mär 2022, 12:31, insgesamt 2-mal geändert.
El Psy Kongroo
Patruso
Beiträge: 70
Registriert: 20. Dez 2021, 19:58

Re: Aufruf: Meilensteine eures Spielerlebens

Beitrag von Patruso »

Mein Geburtsjahrgang ist 1988, das ist ja bei solchen Listen nicht ganz unerheblich.

Gorillas (vermutlich mein erstes Spiel digitaler Art überhaupt)
Prince of Persia (1989, aber viel später gespielt, meistens bei einem Freund - weiß noch nicht einmal, ob ich es selbst hatte)
SuperMarioLand (ich kannte auf dem gameboy sonst noch nix anderes... und konnte das irgendwie stundenlang spielen)
Pokemon Blau (war damals einfach Pflicht... erstes Mal, dass ich "mit" anderen gespielt habe, wenn auch nur über das Linkkabel)
King's Quest - Mask of Eternity (immer nur beim besten Freund gespielt; das erste Mal, dass mich das World-Building in Spielen fasziniert hat)
Age of Empires 2 (das erste Spiel, dass ich unabhängig von Freunden stundenlang vor dem PC gespielt habe - angefacht durch meine Geschichtsbegeisterung)
Titanic - Adventure out of Time (ja, ich bin halt bei manchen Sachen ein krasser Nerd)
Gothic 2 (das erste Gothic ist auf meiner Kiste noch nicht gelaufen... habe dann das 2. zusammen mit meinem ersten richtig "guten" PC bekommen und nix verstanden, aber gerne stundenlang rumgeirrt)
Pharao (ein geniales Aufbauspiel, mal sehen wie gut das Remaster wird - leider wird es ja kein echtes Remake)
Anno 1503 (das erste Spiel, auf das ich "gehyped" war. Leider war es dann deutlich schwächer als einige seiner Nachfolger)
Stronghold (wenn es davon mal einen guten neuen Teil gebe, ich würde alles andere liegen lassen)
Morrowind (eine unglaubliche Faszination...)
Schlacht um Mittelerde (es ist so ein Jammer, dass wegen der ganzen Lizenz-geschichten so wenige gute Tolkien-Spiele entstanden sind)
Civilization 5 (das erste Spiel, dass ich zusammen mit meinem heutigen Mann gezockt habe :) Hunderte Stunden...)
Der Herr der Ringe Online (habe wohl kein Spiel länger gezockt... so langsam ist die Luft bei mir raus. Aber es gibt keine andere Möglichkeit diese Welt zu begehen...)
Assassin's Creed (Ezio Trilogie) (die Formel Parkour in einer historischen Stadt würde heute noch gut ziehen, wenn man es nicht mit einer scheinbar fast völlig losgelösten Fantasy-Story vermengt hätte)
Horizon Zero Dawn (wenige Spiele bieten so ein cinematisches Erlebnis)
Divinity Original Sin 2 (hatte mit dieser Form von Rollenspielen immer nicht so viel anfangen können, ich mag eigentlich keine Spiele in einer Gruppe, aber hat mich dann total gefangen)
Red Dead Redemption 2 (wäre mein Lieblingsspiel, wenn die (tolle) Story in ihrer Linearität nicht so mit den Freiheit der Welt brechen würde)
Kingdom Come Deliverance (schwieriges Umfeld, die Open-World trifft aber einen guten Mittelweg zwischen Formeln und Sandbox)
Crusader King 3 (es gibt kein besseres Mittelalter-Spiel)
Mass Effect Legendary Edition (erst letztes Jahr nachgeholt und verliebt in die Charaktere)

und jetzt vielleicht Elden Ring? Schauen wir mal :)
Man sieht, dass ich zwischen 2007 und so 2014 wenig gespielt habe... tatsächlich war ich wirklich eine Zeitlang fast ganzr aus aus dem "Gaming". Seither ballt es sich wieder ;)
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echtschlecht165
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Registriert: 9. Jan 2017, 13:26

Re: Aufruf: Meilensteine eures Spielerlebens

Beitrag von echtschlecht165 »

ich bin 1980er Baujahr und habe 3 ältere Brüder (1968-1972), dank denen ich eigentlich keine Zeit kannte, in der es keine Computerspiele gab.
Angefangen hats bei mir mit dem C64, wir hatten zwar auch eine Magnavox Odysee daheim, aber die verstaubte nur noch zu der Zeit, als der C64 das Haus betrat.

Ich versuche mal meine Meilensteine aus dem Gedächtnis zu schreiben (je eher mir das SPiel einfällt, desto wichtiger wars wohl damals für mich):

1. Pitstop 2 - Das Spiel war der Auslöser für meine Lust an Autorennspielen, die bis heute anhält. und auch die einzige Konstante in meinem Computerspielleben darstellt.
2. Wintergames - Endlose Duelle mit den Brüdern und Freunden. Ich denke, wir waren gute Kunden von Quickshot.
3. The Last Ninja - Diese Lebensechte Grafik und die Musik beeindruckte damals schon sehr.
4. Maniac Manison oder Zack MacCracken - Ich weiss nicht, welches Spiel zuerst da war, aber das Gameplay und die Grafik waren damals beeindruckend.
Maniac Mansion konnte ich sogar durchspielen mit viel Zeit und Try and Error
5. Microprose Soccer - Damit begann auch meine bis heute andauernde Liebe zu Sportspielen aller Art.
6. Elite - Dank der älteren Brüder schaffte ich sogar als kleiner Knirps die ein oder andere Landung, und hab das spiel sogar verstanden
7. Bards Tale - Mein wohl erstes Rollenspiel, wo ich auch eigentlich noch viel zu Jung war. Aber dank den Brüdern einen guten EInstieg schaffte.

Dann kam die frühe PC Zeit, bzw gab es auch einen Amiga 500 im Haus:

8. Civilization - Ich liebe Geschichte und ich liebe Geografie, auch zu Kindeszeiten schon. Dementsprechend geliebt habe ich CIV und seither alle Teile gespielt. Nur seit es EU4 gibt, kann ich CIV nicht mehr so gerne spielen.
9. Defender of the Crown - Geschichte und Geografie........ <3
10. Lotus Esprit - Ein richtig gutes Rennspiel auf dem Amiga war das
11. Need for Speed - Der Anfang der Spiele, wo man auf "echten" Strassen der Polizei davonfährt.....dieses Genre mag ich bis heute

auf der PS1 (die ich nicht selbst besass, aber ein Freund, bei dem ich damals "wohnte")

12. Tekken 3 - Mit Lei und Hwoarang und Eddy wurde ich richtig gut, wie selten in einem Spiel danach. Das wurde wohl wopchenlang durchgezockt in meiner Erinnerung
13. Tony Hawk - Ich bin damals selbst Skateboard gefahren......das war ein richtig gutes Spiel mit gutem Soundtrack.

Dann kam ein kleines Loch (späte Pubertät, Studium, kein Gaming PC und kein Geld):

14. Online Billard auf games.orf.at - Auch da wurde ich richtig gut, und hatte auf der Rangliste von ORF längere Zeit einen Top10 Platz inne. Ich habe Jahrelang nix anderes gespielt ausser.....
15. Wordox auf Flipside.de bzw später gametwist.de - EIne Art PVP Scrabble, wo ich auch ziemlich gut war. Erst als die ihr Wörterbuch updateten und Abkürzungen wie CD oder PC zuliessen, war ich raus.

Mit Spielen begann es dann erst wieder mit der PS3 und einem Gamesfähigen Laptop den ich mir ca. 2010 wieder zulegte, Meilensteine seither waren für mich:
16. Minecraft - Der inbegriff für Sandbox für mich. das ist wohl mein meistgespieltes Game der letzten 10 Jahre beoi mir.
17. Kerbal Space Program - Ich war immer schon Space Fan, und dieses Game zeigte mir erst, zu welchen Simulationen moderne Rechner fähig waren, gleichzeitig ist es auch ein tolles Spiel.
18. Europa Universalis4: Meine Liebe zu Landkarten und Geschichte liessen mich 2000h da drin versenken.
19. Trials - Diese Mopedserie ist eins der besten Spiele mit der geilsten Physik der Welt
20. Hitman Trilogie (2016) - passt ü+berhaupt nicht zum Rest meines Spieleportfolios, aber diese Spiele bieten imo die schönsten Levels der Welt, und das Gameplay ist so einzigartig. Ein Social Stealth Puzzle
21. Morrowind - Das war mein erstes Open World SPiel für mich. Das Gefühl alles machen zu können, war überwältigend, und Elder Scrolls mag ich deshalb bis heute sehr

PS: Sim City (Teil 1 bis 4) muss hier in diese Liste auch noch rein.
Seit ich das das erste mal spielte, mag ich die Serie. Mit Sim City 1 habe ich gut Englisch gelernt. Welcher andere Volksschüler wusste damals schon, was Commercial ist, und wie man es richtig ausspricht?

Und auch die ganze Colin McRae Serie begleitet mich seit mittlerweile Jahrzehnten. Ich habe zwar nicht alle Teile gespielt, aber bestimmt einen Grossteil. Jedenfalls kenne ich das erste Colin McRae als auch Dirt Rally :-)
Zuletzt geändert von echtschlecht165 am 15. Mär 2022, 16:48, insgesamt 1-mal geändert.
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HerrReineke
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Re: Aufruf: Meilensteine eures Spielerlebens

Beitrag von HerrReineke »

90er-Jahrgang und wirklich spannend, sich diese Gedanken mal zu machen, was einen eigentlich so besonders geprägt hat:

Unbekanntes DOS-Rennspiel: Ich habe keine Ahnung, was für ein Rennspiel es war. Ich kann mich nur erinnern, dass es in Farbe war, es hat die Anmutung von einem arcadigen Offroad-Rennspiel aus der Verfolgerungsperspektive mit so einer Art Renn-Buggy und mein Vater hat das Spiel in DOS gestartet, obwohl der PC schon unter einem grafischen Windows lief - entweder 3.1 oder sogar schon 95 :lol: Das dürfte mit mein erster Kontakt zu Computerspielen gewesen sein, auch wenn da meistens noch als Zuschauer.

Pokemon Blau: Definitiv das Spiel, dass ich auf dem Gameboy Pocket, den ich als einzigen Gameboy je hatte, am meisten gespielt habe. Klassiker wie Tetris waren mir ziemlich egal, fast alles andere ging ebenfalls an mir vorbei. Der Gameboy existierte für mich über all die Jahre hinweg fast immer nur für Pokemon. Erst Blau, später dann noch Silber.

Siedler 2 und Anno 1604: Auf beide Spiele hat mich mein damals bester Freund gebracht, bei dem zuhause wir entweder wertvolle PC-Zeit darauf verbrachten und stundenlang über die richtigen Platzierungen von Gebäuden diskutierten, oder noch ganz klassisch massenhaft Lego spielten, wenn die PC-Zeit dann doch abgelaufen war :lol:

Age of Empires 2: AoE2 lag damals unserem ersten richtigen "Familien-PC" bei und war ab dann mein Suchtspiel. Als dann - es wird vermutlich Weihnachten 2000 gewesen sein - das Christkind auch noch die Erweiterung gebracht hat, war es endgültig vorbei :D Aber auch hierbei merkte ich meine "Vorprägung" durch Anno und Siedler und warum ich in AoE eigentlich immer schlecht war: Ich baue lieber die Siedlungen, igel mich ein, ziehe große Armeen hoch und stelle mich dann dem Gegner. Am besten auf der Karte "Dunkler Wald" mit dem Belagerungs-Onager "heimlich" durch den Wald schlagen und dann die gegnerische Verteidigung umgehen. Herrlich :D

The Elder Scrolls III: Morrowind: Für mich der Einstieg in die Welt der Rollenspiele. Super faszinierend, auch wenn ich damals noch vieles nicht ansatzweise verstanden habe. Insbesondere die Hauptquest habe ich nie weit gespielt und mich damals schon der Faszination der Welt hingegeben - um Jahre später dann ebenso mit Oblivion sowie Skyrim (jeweils bei Release) ebenfalls die 100-Stunden-Marke zu knacken :mrgreen:

Star Wars: Knights of the old Republic: Das ewige Rumgelatsche auf Taris ist zwar eigentlich mega nervig, aber irgendwie liebe ich dieses Spiel trotzdem sehr :romance-inlove:

RollerCoaster Tycoon: Es wurde ja auch schon Pharao genannt, was ich ebenfalls sehr ausgiebig gespielt habe, aber noch mehr hat mich das erste RollerCoaster Tycoon geprägt. Habe es aber auch erst sehr spät entdeckt: Als Vollversion der CBS im Oktober 2004.

Counter-Strike 1.6: DAS Spiel mit dem ich mit Abstand die meiste Zeit verbracht und Stunden um Stunden darin versenkt habe, vermutlich insgesamt eine mittlere vierstellige Anzahl :ugly: Inzwischen dann doch auf CS:GO umgestiegen und dort inzwischen auch auf über 1.700 Stunden :whistle:

Deus Ex: Auch so ein Spiel, dass ich erst vergleichsweise spät nachgeholt habe, dass mir von seiner Art und Herangehensweise aber enorm gefallen hat. Dazu diese herrlich verquere Verschwörungs-Geschichte :D

Minecraft: Noch so ein Zeitfresser in meiner Spieleliste. Dazugekommen noch in der Beta, irgendwann Anfang 2011. Hat mich bis heute nicht komplett losgelassen, weil es so wundervoll "nebenher" funktioniert.

Stardew Valley: Apropos "nebenher". Ich sollte eigentlich nochmal an meiner Farm weiterbauen :think:

What remains of Edith Finch: Die "Walking-Sim", die bei mir wirklich richtig krass funktioniert hat. Einfach genial.

Desto länger ich darüber nachdenke, desto mehr Spiele kommen mir in den Sinn, aber ich glaube die größten "Meilensteine" in meiner Spielerbiographie dürften es gewesen sein, :think:
Quis leget haec?
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Axel
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Re: Aufruf: Meilensteine eures Spielerlebens

Beitrag von Axel »

Jahrgang 1984, kurz nach dem Fall der Mauer ganz generell die ersten aktiven Erinnerungen.

3 in 1: Super Mario Bros, Nintendo World Cup, Tetris Das Spielmodul, dass 1991 bei meinem NES mit beilag! Also gleich drei geile Spiele, die mich wochenlang gefesselt hatten!

Snake, Rattle & Roll Mein erstes Spiel in quasi 3D! Was ne sehr coole Wirkung auf mich hatte, eine Spielfigur nicht nur nach links und rechts zu steuern, sondern auch nach hinten und vorne.

Kirbys Adventure Die Fähigkeit die Fähigkeiten sämtlichster Gegner zu kopieren, hat mir damals regelrechts das Hirn weggepustet, so fasziniert war ich davon!

The Secret of Monkey Island Eines meiner ersten PC-Spiele und mein erstes Adventure, Bestseller Games sei Dank (kennt die Zeitschrift noch jemand?). Diese Stimmung, diese Musik, diese wunderschönen Grafiken. Andere haben zu der Zeit schon Doom und ähnlichen Gewaltkram gespielt. Das hat mich irgendwie nie angesprochen. Aber das hier, das war so wunderschön!

Tony & Friends in Kelloggs Land Werbespiele waren bei uns, die wenig Geld für den PC hatten, unglaublich beliebt! Sie waren kostenlos und zumeist ja auch nicht schlecht. Mein Lieblingsvertreter ist da immer noch Tony & Friends von Factor 5, den Turrican Machern. So riesige Levels voller Geheimnisse hatte ich auf den Konsolen vorher nie gesehen!

Zeek The Geek Ein unscheinbares, unbekanntes Windows 3.11 Spiel, welches meine bis heute währende Liebe für Casual-Puzzle-Spiele begründete! Immer noch ein absolut geniales, unverwüstliches Spielkonzept!

Twisted Metal 1-3 Was für andere Mario Kart 64 war, war für nen Schulkumpel und mich Twisted Metal auf der guten alten Playstation! Ein absoluter Multiplayer-Kracher sondersgleichen!

Final Fantasy X Es sollte tatsächlich bis zur PS2 dauern, die ich 2001 vom ersten eigenen Geld kaufte, bis ich durch FFX meine Liebe zu JRPGs entdeckte! Dann bei einem damligen A&V sämtlichste JRPGs der PSX-Ära nachgeholt!

New Super Mario Bros Nicht unbedingt das Hauptspiel, aber die beigelegten Minispiele haben mich damals, es war mein erstes Spiel gemeinsam mit dem DS gekauft, weggeblasen. Was für coole Sachen man mit dem Touchscreen machen konnte! Wie geil!!!

Crazy Penguin Catapult Mein erstes Spiel auf dem iPod Touch. Ein Vorläufer des Angry Birds Spielprinzips und was habe ich diese Reihe geliebt! Überhaupt waren die iOS Spiele zwischen 2008 und 2012 häufig sooo gut! Einfache, kleine arcadige Puzzle-Spiele!
Zebras sind selbstgefällige, bräsige Angeber die sich am liebsten selber reden hören und sowas kann ich auf den Tod nicht ausstehen! Für 'n Pferd hat's nicht gereicht, aber einen dick auf Streifen machen!
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Ironic Maiden
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Re: Aufruf: Meilensteine eures Spielerlebens

Beitrag von Ironic Maiden »

Ich hatte bis ich Anfang 20 war keinen eigenen PC und habe deswegen zwar kontinuierlich, aber nie wirklich exzessiv viel gespielt. Als ich dann irgendwann genug Geld für Unterhaltungselektronik hatte, wurde dann auch relativ schnell die verfügbare Zeit knapp. Deswegen spiele ich zwar schon lange, aber meine Spielebildung ist trotzdem eher überschaubar...

Sternenschweif (DSA Nordlandtrilogie war das erste Spiel, das ich wochenlang am Stück mehrere Stunden täglich gespielt habe. (Herbstferien und Eltern und Bruder im Urlaub, dadurch nahezu unbegrenzt viel Zeit.) Ich hatte keine Ahnung was das Spiel von mir wollte, aber solide DSA-Regelkenntnisse und zum Nachschlagen die "Orkland"-Box vom P&P-Regelwerk neben mir. Und ich hatte solchen Spaß, obwohl meine Charaktere ständig krank wurden, weil ich vergessen hatte, ihnen warme Jacken zu kaufen. Ich denke, dass ich seitdem sehr schmerzfrei bin, was die Unfairness von Spielen angeht und seitdem liebe ich Welten, in denen ich das Gefühl habe, dass unter der Oberfläche Prozesse ablaufen, die ich nicht immer mitbekomme.

Baphomets Fluch 1 und Syberia haben dann eine lang anhaltende Liebe zum Adventure eingeläutet. Beide hatten so eine wunderbare Atmosphäre und ich fand es fantastisch, mir die Geschichte durch Nachdenken erspielen zu können und nicht ständig zu sterben oder in einem ständigen Wettkampf zu sein.

Vampire: The Maskerade - Bloodlines habe ich mittlerweile vier oder fünf Mal durchgespielt. Das war das erste Spiel, bei dem ich wirklich eine emotionale Reaktion auf NPCs hatte und immer noch habe. Ich freue mich, wenn ich Gary besuchen kann und verabscheue VV aus tiefstem Herzen. So einen Bezug zu so papierdünnen Figuren hatte ich seitdem auch nicht wieder.

Scratches war das erste - und bisher einzige - Spiel, bei dem ich so viel Angst bekommen habe, dass ich meinen Freund bitten musste, mit im Zimmer zu bleiben, bis die Sequenz vorbei war. Bis auf einzelne Momente bei "Phasmophobia" ist das auch nicht wieder passiert.

Dishonored war das erste Spiel, bei dem ich wirklich den Ehrgeiz entwickelt habe, es so gut wie möglich - sprich ohne entdeckt zu werden und mit möglichst wenig Todesopfern - zu spielen. Sonst bin ich eher unambitioniert, hauptsache es läuft, aber da habe ich wirklich viel Mühe reingesteckt. Warum das gerade dieses Spiel geschafft hat, weiß ich nicht.

Skyrim habe ich mir mit der PS3 zusammen gekauft, als ich beschlossen habe, das ich es mir jetzt leisten kann, Geld für sowas rauszuhauen und außerdem - ein Hoch auf das Lehrer-Sein - drei Wochen Weihnachtsferien habe. Seitdem liebe ich es, mir vor den Ferien ein großes Spiel zu kaufen, und dann wirklich für lange Zeit darin zu versinken. Plus, "Skyrim" vermittelt mir wirklich das Gefühl, jetzt auf Abenteuer auszuziehen.

Red Dead Redemption 2 hat mich in der ganzen Langsamkeit und Kleinteiligkeit (und der Wichtigkeit regelmäßiger Mahlzeiten für den SC) massiv an die Nordlandtrilogie erinnert und es war zudem das erste Spiel, bei dem ich wirklich ernsthaft von der Geschichte überzeugt war. Gerade weil ich nie gedacht hätte, dass man eine klassische Tragödie als interaktive Handlung erzählen kann und das den Plot besser und nicht schlechter macht.

Phasmophobia: Ich hatte nie Lust drauf, mit anderen zu spielen, weil ich keinerlei Ehrgeiz habe und auch ein Hobby wollte, für das ich keine anderen Menschen brauche. Aber im Lockdown habe ich dann mit drei Freundinnen mit "Phasmophobia" angefangen und wir spielen jetzt seit 1,5 Jahren einmal die Woche mehrere Stunden. Das hat mir gezeigt, dass die Kombination aus den richtigen Leuten und dem richtigen Spiel mich doch dazu motivieren kann, in der Hinsicht über meinen Schatten zu springen.

Wahrscheinlich gibt es noch etliche Spiele mehr, aber das sind so die, die mir als persönliche Meilensteine zuerst einfallen und damit müssen sie für mich wohl auch besonders relevant gewesen sein.
Arnold94
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Re: Aufruf: Meilensteine eures Spielerlebens

Beitrag von Arnold94 »

Medal of Honor 1 ( ps1): hab das damals mit meinem Vater zusammen gesuchtet.

Skyrim: am Releasetag am 11.11.2011 von nem Kumpel geschenkt bekommen und spiel es noch heute!

Comoany of Heroes 1 & 2: Meine liebsten RTS Spiele die ich nur durch Zufall fand, weil CoH 1 mal im Mediamarkt um 2€ herum lag.

Assassins Creed 4 & Odyssey: weil mich diese Spiele vom geschichtlichen Setting am meisten ansprechen, Odyssey spiele ich sogar jetzt gerade wieder.
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Guthwulf
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Re: Aufruf: Meilensteine eures Spielerlebens

Beitrag von Guthwulf »

Jahrgang 1978 (im Osten aufgewachsen, Videospiele daher erst nach der Wende). Das wird ne lange Liste und ich vergesse garantiert immer noch was. Spontan würde ich folgende Titel auflisten:

Monkey Island 2 (1991): Das is also ein "richtiges" Spiel? So cool und lustig! Und dann die tolle Piratengeschichte, die es erzählt!

Wing Commander 2 (1991): SPAAAAAACE!!! Und diese Grafik!!! Mein armer Rechner.

Ultima VII: THe Black Gate (1992): Woah... Rollenspiele sind wie in eine andere Welt eintauchen und was man hier alles machen kann. Alles so interaktiv!

Syndicate (1993): Ich mag Cyberpunk. Aber es war vor allem prägend, weil es mein erstes Spiel war, dass ich ganz legal mit Packung und allem im Regal stehen hatte. War nen Geschenk von meinem Opa und ist die einzige Spielepackung, die bis heute im Regal steht.

Quake 2 (1997): Allein das Intro. Wie bei Aliens und dann die coole SciFi Ballerorgie auf dem Mars. Der erste Shooter, der mich so richtig gepackt hatte. Danach sogar Multiplayer ausprobiert.

Baphomets Fluch 2 (1997): Monkey Island war ja schön und gut, aber das hier wirkte wie eine "richtige" Geschichte bzw. ein Film. Das Pariser Setting, das Mysterium um die Tempelritter, die "realistische" Grafik usw.

Fallout (1997): Postapocalypse, Atmosphäre, Setting, Rollenspielentscheidungen, rundenbasierte Kämpfe. Hat mir gezeigt, wie gut ein westliches Rollenspiel sein kann. Fallout 1 und 2 mag ich auch bisher deutlich mehr als alle anderen Infinity Engine Spiele.

Final Fantasy 7 PC (1997): Das ist also ein japanisches Rollenspiel? Wie verrückt. Ich will mehr!!! Meine erste Berührung mit Final Fantasy und der Welt der japanischen Rollenspiele.

Falcon 4.0 (1998): Ich meine... alleine das 1000 Seiten Handbuch, geschrieben von einem echten Ausbilder und strukturiert nach der echten Pilotenausbildung. Sehr einschüchternd aber total beeindruckend.

System Shock 2 (1999): Cyberpunk, Science Fiction, Horror, bissel wie Alien (ich will ein richtiges ALIEN SPIEL!!!), Shodan und die Mischung aus Rollenspiel und Shooter. Hat mir gezeigt wie absurd immersiv und atmosphärisch Spiele sein können.

The Longest Journey (1999): Das blieb emotional so sehr hängen, wie kein Spiel zuvor. Hab es inzwischen bestimmt 10 Mal durchgespielt und komme auch heute immer wieder gerne darauf zurück. Kann ich rational nicht so richtig erklären.

Anarchy Online (2001): Hat mir die Augen geöffnet wie toll MMORPGs sein können. Hatte vorher zwar schon kurz Ultima Online gespielt, aber hier blieb ich richtig hängen. Zum ersten Mal auch in ner Gilde, Erfahrung als Gildenleiter, Events und Rollenspiel organisieren. Und natürlich: Cyberpunk!!!

Elderscrolls: Morrowind (2002): Das Wasser! Die Musik! Die Grafik! Die First Person Perspektive! Ich bin ja richtig "in" der Welt! Open World! Cooool...

Yakuza 3 (2010): Erste Berührung mit der Reihe und ich war hin und weg. Fühlte sich wie ein "Tokyo Urlaub" im Gangstermileu an. All die Elemente, die bis heute die Reihe so einzigartig machen. War für mich nen echter Augenöffner.

Read Dead Redemption (2010): Hat mir gezeigt, wie toll Open World Spiele (abseits von Elderscrolls) sein können und das selbst ich als Westernmuffel mich darin verlieren kann.

Journey (2012): Einfach den Podcast dazu hören. Wurde davon damals emotional umgehauen.

The Last Of Us (2013): Schon wieder so ein emotionaler Augenöffner. Außerdem cooles Zombie Postapocalypse Setting in einer unglaublich detailverliebt gestalteten und erzählten Geschichte. Und dann natürlich das legendäre Ende!

Alien Isolation (2014): Konnte mir nicht vorstellen, dass so ein perfektes Spiel existieren kann, aber hier war es. Die einzig wahre Fortsetzung von Alien (einem meiner Lieblingsfilme). Unglaublich, wie sie die Welt der Filme zum Leben gebracht haben und wie nervenzerreißend dicht die Spannung war.

Black Desert Online (2016): Modernes Sandbox MMO und das beste Kampfsystem, dass ich je in einem MMO gesehen habe. Hatte meine Liebe für MMOs neu entfacht und komme ich bis heute immer mal wieder zurück, wenn ich Sehnsucht habe.

Divinity: Original Sin II (2017): Hat meine Liebe für "Retro"-ISO-Rollenspiele neu entfacht und erinnert mich der unglaublich interaktiven Welt stark an gute alte Ultima Tage. Dazu das Kampfsystem, der Humor, die Rollenspielmöglichkeiten und die unzähligen kreativen Wege, wie man seine Charaktere weiterentwickelt.

Cyberpunk 2077 (2020): Ja ja... ich weiß. Trotzdem: Die Stadt! Die Atmosphäre! Die Geschichte(n)! CYBERPUNK!!! Mein neues "Spaziergehspiel", in dem ich mich gerne einfach mal ne halbe Stunde durch die Straßen treiben lasse und dem Leben zugucke oder die Architektur bewundere. Dabei kann man auch noch schön ein paar Fotos knipsen und was zu Essen kaufen. Am Schluss dann noch an den Strand gesetzt und dem Rauschen der Wellen lauschen.

EDIT und PS.: VR war natürlich auch so ein prägendes Erlebnis. Da würde ich vor allem Lone Echo, Superhot VR und Beat Saber nennen.

PPS.: Mann... und Sternenschweif Trilogie, Civilization 2, Master Of Orion2, Vampire Bloodlines und sogar Forza Horizon 3 hätte ich auch noch nennen sollen...
guthwulf04 (Steam), dreosan (PSN), Guthwulf06 (Xbox), Guthwulf16 (Switch: SW-7403-8257-5609)
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Dicker
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Re: Aufruf: Meilensteine eures Spielerlebens

Beitrag von Dicker »

Spannender Thread. Die Biographien sind schon alle sehr unterschiedlich. Ich versuche mich etwas kürzer zu halten und nur Spiele aufzulisten, die dem Grundsatz entsprechen, dass ich meine Wahrnehmung von anderen Spielen mit "vor Spiel XY" und "nach Spiel XY" unterteilen kann, weil sie so prägend waren

Zelda Ocarina of Time: Mein ersten 3D Spiel, in dem ich wirklich komplett versunken bin. Seiner Zeit damals voraus und vollgestopft mit tollen Mechaniken, Dungeons und einer mir unbekannten spielerischen Freiheit.

Starcraft: 3 komplett unterschiedliche Rassen, perfekt ausbalanciert. Eine epische Geschichte mit unglaublich toll aussehenden Cutscenes und eine perfekte Spielbarkeit.

Metroid Prime: Hat mich damals dem Metroidvania Genre näher gebracht und ist auch heute noch 20 Jahre später super spielbar.

Warcraft 3: An Starcraft kam erst wieder Warcraft 3 dran, nein stieß es vom Thron. Hier habe ich das erste mal ganz intensiv online gespielt. Tolle Erfahrung.

Gothic 1+2: Das war das nächste Level, was die Immersion in der Spielwelt anging. Die ganze Stimmung, die Aufs Maul Sprüche, die Möglichkeit sich für eine Fraktion zu entscheiden und so gefühlt einen Großteil des Spiel zu "verpassen", ganz toll.

Half Life 2: Ich erinnere mich noch an die E3 Demo und wie ich mir dachte, das ist Fotorealismus. Dazu ist das Spiel noch ganz hervorragend und hat mit der Gravity Gun etwas, das ich seitdem nie wieder so gut in Spielen gesehen habe.

Resident Evil 4: Daran kam lange kein Action Spiel ran. Diese Grafik, die perfekte Spielbarkeit. Es gibt einen Grund, warum es auf alles und jeden geportet wurde.

Mass Effect: Eine Spielwelt, die sich das erste mal nicht so gamey und reduziert anfühlte, sondern ein ganzen Universum zu entdecken mit klug geschriebenen Charakteren, interessanten Rassen und einer Lore, die Potential für so viel mehr bot.

Dark Souls: Auch wenn ich die Faszination erst so richtig mit Bloodborne begriffen habe, dieses Spiel habe ich zuerst gespielt und verstanden was Hassliebe zu einem Spiel sein kann.

Witcher 3: Was ein Biest von einem Spiel, fast schon zu gut, um wahr zu sein, so müssen heute Rollenspiele aussehen

Zelda BotW: Die Neuerfindung der Open World und auch die Neuerfindung von Zelda. Kein perfektes Spiel, aber eines, das meine Sicht auf Spiele sehr geprägt hat

The Last of Us Part II: Ich mag das Spiel nicht so gerne wie viele andere. Aber allein für seine Art eine Geschichte zu erzählen und mit Perspektivwechseln schafft es einen zu berühren wie selten ein Spiel davor.

Half Life Alyx: Das Spiel, das mir gezeigt hat, was für ein Potential in VR steckt.

Elden Ring: Ja, ich bin noch nicht durch, aber der Effekt ist der selbe, wie damals bei BotW. Jetzt schon ein moderner Klassiker
Otis
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Re: Aufruf: Meilensteine eures Spielerlebens

Beitrag von Otis »

Reihenfolge nicht unbedingt authentisch, ich schreibe, was mir einfällt:
  • Maniac Mansion, mein erstes Spiel, soweit ich mich erinnere. Und ich habe mich als Bübel ziemlich gegruselt. Bin seit damals bis heute Adventure-Fan. An MM habe ich ewig mit zig Anläufen gesessen. Gab ja auch keine Lösung online damals.
  • New Zealand Story,weiß nicht mal, warum sich mir das so eingeprägt hat, aber nehme das mal stellvertretend für all die schrägen, kleinen Amiga-Spiele, die ich in der Zeit gespielt habe, meist ohne sonderlich weit zu kommen. Flood, James Pond, Giana Sisters, Rainbow Islands … so viele vergessene Perlen, die wahrscheinlich nicht halb so gut waren, wie sie in meiner verklärten Erinnerung spuken.
  • Gameboy, wie jetzt, Kackspiele kosten genauso viel wie gute? Aber war schon ein Wahnsinnsteil. Hauptsächlich Jump&Runs gespielt. Und Tetris, au Backe, ich habe davon geträumt. Wiederholt. Von fallenden, eckigen Blöcken. :shock:
  • Final Fantasy VII, mein erstes JRPG, eine weitere Langzeitliebe entfacht. Ein ganzer Planet zu erkunden (ja, ich weiß) diese durchgeknallte Story und dazu das Materia-System. Wucht. Mittlerweile etwas erkaltet, aber ab und zu überkommt sie mich doch noch.
  • Baldur's Gate … Und westliche RPGs muss ich jetzt auch noch spielen? Seufz. Die Freiheit, seine Leute selber zu entwickeln und verschiedene Lösungswege zur Auswahl zu haben, war schon toll.
  • Thief: The Dark Project, völlig geflasht und mit dem Stealth-Genre meine zweite Games-Leidenschaft entdeckt. War auch eines der ersten Spiele, wo ich wirklich das Gefühl hatte, mich in einer richtigen Spielwelt zu bewegen. Dazu kommen dann später noch die immersiv sims (Deus Ex ect.), die ich aber eben auch wie Stealther zocke.
  • Silent Hill 2, hat mich komplett verschlungen und mein drittes Standbein in Sachen Lieblingsgenres gestartet: Survival-Horror. Bis heute Schwerpunkt für mich. Mich gleichzeitig nicht weiter trauen und unbedingt heraus finden wollen, was denn nun mit Mary ist … genial.
Das waren wohl die prägendsten Spiele für mich. Was mich mal interessieren würde … was war bloß mein erstes Open World Game?
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Indii
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Re: Aufruf: Meilensteine eures Spielerlebens

Beitrag von Indii »

Hier sind meine, aus dem Kopf, in etwa in der Reihenfolge, in der ich sie persönlich erlebt habe. Und ohne Garantie auf Vollständigkeit.

C64: Die Zeit verschwimmt bei mir, aber das war definitiv bis Anfang der 90er (bin Jahrgang 1985) der einzige Computer, der mir zur Verfügung stand. Und wir hatten so viele Spiele dafür, keines Original... Woran ich mich am meisten erinnere: Bubble Bobble, ein Fußball- und eine Karate-Spiel, die beide auf einem Modul waren, Friday The 13th und Burger Time.

Indiana Jones and the Curse of Atlantis: Ich hatte eine Sammlung mit Monkey Island 2, Day of the Tentacle und Indy IV. Und meine Fresse, Indy IV fand ich so gut. Hab das auch schon als etwa 10jähriger fast ohne Hilfe durchgespielt, weil ich da einfach so lange dransaß.

SimCity 2000: Das erste Spiel, das ich mir von meinem eigenen Geld gekauft habe, die Windows-Version. Kann sein, dass ich bis heute kein Spiel länger gespielt habe, nach Stundenzahl.

Dungeon Keeper: Das erste Spiel, dass ich nach Previews und Tests in Spielemagazinen unbedingt zum Erscheinen haben wollte. Hab es dann zum 12. Geburtstag bekommen. Meine Eltern waren nicht so streng in Sachen Altersfreigabe. Hat mich auch nicht enttäuscht und ist bis heute das einzige Spiel, das ich fünfmal durchgespielt habe. Ich hab auch erst viel später mitbekommen, dass viele Dungeon Keeper für ziemlich schwierig halten. Fand ich nicht, ist also bis heute mein kleines Angeber-Spiel.

Diablo II: Bis dahin hatte ich Rollenspiele komplett ignoriert, was mich bis heute ärgert. Ein guter Freund hatte schon vorher Might & Magic VI, Lands of Lore 3 und anderes gespielt. Aber ich war erst bei Diablo II so richtig dabei. War halt auch leicht zu verstehende Einstiegskost. Bin dann irgendwann auf Level 8X im dritten Akt auf Hölle hängengeblieben, aber bis dahin waren es bestimmt 100 richtig gute Stunden.

Lord of the Rings Online: Ich hab auch WoW eine Weile gespielt, aber bei LotRO bin ich jahrelang hängengeblieben. Die Öffnung der Minen von Moria wird mir ewig als Event in Erinnerung bleiben.

Red Dead Redemption: Für das Spiel habe ich eine Xbox 360 gekauft, meine erste Konsole. Ich hatte auch schon andere Rockstar- und Open-World-Spiele gepielt, aber das hier war das erste, bei dem es so richtig geklickt hat. Online habe ich nie gespielt, aber ansonsten alles gemacht, was man in dem Spiel machen konnte.

Ultima IX: Das Spiel steht hier, weil ich es ungefähr 2017 erst gespielt habe. Ist bis heute eines meiner liebsten Spielerlebnisse, trotz aller Mängel, die das Spiel hat, sowohl technischer als auch inhaltlicher Natur. Ich könnte da einen ganzen Essay drüber schreiben, aber die Kurzversion ist: Die offene Welt vor den ganzen Open Worlds ist faszinierend, jeder Ort hat Charakter und trotz aller Hemdsärmeligkeiten bei der Umsetzung sind die Spielmechaniken faszinierend.

Snowrunner: In den vergangenen vier Jahren ist jeweils ein Spiel erschienen, das ich auf meine Top 10 aller Zeiten setzen würde: Death Stranding, Snowrunner, Disco Elysium - Final Cut und jetzt Elden Ring. Drei dieser Spiele sind einfach richtig gute und originelle Vertreter ihres jeweiligen Genres. Aber Snowrunner hat mir eine ganz neue Welt an Spielen eröffnet. Bis auf den Vorgänger Mudrunner gibt es kein Spiel mit einem ähnlichen Konzept. Ist natürlich ein Spiel für eine ganz spitze Zielgruppe (von der ich nicht mal wusste, dass ich Teil bin, bevor ich es ausprobiert habe), macht in der Nische aber alles richtig. 500 Stunden und für den aktuellen DLC muss ich noch Zeit finden.
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Heretic
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Re: Aufruf: Meilensteine eures Spielerlebens

Beitrag von Heretic »

Ich bin Baujahr 1974, dementsprechend ging's mit dem C64 los:

Bruce Lee - Eigentlich nur ein recht simples Jump'n'Run, aber früher haben wir das rauf und runter gespielt.
Pitstop 2 - Für damalige Verhältnisse war das Ding eine Formel 1-Hardcore-Simulation! :D
Choplifter - Mit dem Hubschrauber Geiseln einsammeln. Simpel, aber spaßig.
Space Taxi - Siehe Choplifter. Allerdings waren hier echte Flugkünste gefordert.
Karateka - Der Urahn von "Prince of Persia". Man kloppt sich zur Prinzessin durch.
The Last Ninja - Muss man wohl nichts mehr dazu schreiben.
Die Epyx-Games - "Winter Games" und "Summer Games" waren geil. "World Games" und "California Games" nur noch teilweise.
Racing Destruction Set - Rennstrecke selber bauen und dann drüberbrettern. Herrlich!

Amiga:

Stunt Car Racer - Geoff Crammond hatte Rennspiele schon früh drauf.
Lotus Esprit Turbo Challenge - Viel besser als "Out Run"!
Dragonflight + Amberstar - Die Rollenspiele von Thalion habe ich echt geliebt.
Dungeon Master - Für das Spiel habe ich damals kurzzeitig meinen Amiga gegen einen Atari ST getauscht.
Die Sierra-Adventures (King's Quest, Leisure Suit Larry, Gabriel Knight, Phantasmagoria) - Ich war mehr Sierra als LucasArts. :D

PC:

Sternenschweif-Trilogie - Schönstes Wetter draußen - ich saß mit runtergelassenen Rolläden in der Bude und spielte Attics Meisterwerke.
Gothic 1-3 - Ja, auch Tei 3 habe ich ewig und mit Spaß gespielt.
TES Morrowind - War immer knapp hinter "Gothic". Aber nur ganz knapp.
Tomb Raider - Mein erstes Spiel mit 3Dfx-Grafikpower.
Dark Project: Der Meisterdieb - Schleichen in Perfektion.
Unreal - Das Spiel an sich fand ich nur ok, aber die Grafik!
System Shock 2 - Beim Kreischen der Affen krieg' ich heute noch Gänsehaut.
Baldur's Gate 2 + Thron des Bhaal - Eine epische Heldenreise.
Planescape: Torment - Eine epische, abgedrehte Antiheldenreise.
Divine Divinity - Hab' ich zuerst als Diablo-Klon abgehakt, aber das Ding konnte mehr.
Dungeon Keeper 1 + 2 - Bin kein Stratege, aber Kerker hab' ich gerne gebaut und verteidigt.
Vampire the Masquerade: Bloodlines - Auch heute noch ein Meisterwerk.
Der Herr der Ringe Online - Viele Ecken und Kanten, inzwischen veraltet, aber Mittelerde-Feeling pur.
The Witcher 3 - Atmosphärisch ganz weit vorne.
The Walking Dead - Bindeglied zwischen klassischem Adventure und Walking Simulator.
What Remains of Edith Finch - Gameplay ist nicht immer nötig.

Viel zuviele Spiele, und ich habe garantiert noch einige Meilensteine vergessen.
Grumbledook
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Re: Aufruf: Meilensteine eures Spielerlebens

Beitrag von Grumbledook »

Ich versuche mal, es klein und übersichtlich zu halten...

The Legend of Zelda - Link's Awakening ist in meiner Erinnerung das erste Spiel, das ich "richtig" gespielt und auch beendet habe. Ich hab in meiner Kindheit viele Spiele ziemlich anarchisch gespielt, die eigentlich Zielvorgaben ignoriert, gecheatet wie sonst was und wollte oft nur die Welten erkunden oder verrücktes Zeugs machen.

Age of Empires 2 war mein erstes PC-Spiel und ein echter Augenöffner, weil ich Strategiespiele damals von den Konsolen überhaupt nicht kannte und das faszinierend fand, was sich damit alles an coolem Historienzeugs nachbauen lies.

Baldur's Gate hat sich mir, wie wohl vielen anderen, erst nach nach dem glorreichen zweiten Teil erschlossen, den ich ohne jedes Vorwissen gespielt habe. Es ist ist - sehr subjektiv natürlich - mein persönliches greatest of all times und trifft exakt meinen sweet spot zwischen spielerischer Freiheit und einer Art frühen Open World und der atmosphärischen aber sehr linearen Erzählstruktur moderner Rollenspiele.

Morrowind gar nicht mal wegen der großen Freiheit, sondern in erster Linie wegen eines Worldbuildings, das für mich bis heute unerreicht bleibt. Das war das erste Spiel, in dem ich das Gefühl hatte, in einer "echten" Welt mit eigener Geschichte, Kultur und Religion unterwegs zu sein, die unabhängig von mir existiert und nicht nur als Kulisse für die (unterschätzte) Hauptstory existiert.

World of Warcraft war für mich wie für viele andere die erste Begegnung mit einem MMORPG und was ich damals mit einer allen Unkenrufen zum Trotz größtenteils coolen Community an naiver Begeisterung erlebt habe, war schon cool. Wir haben uns gegenseitig geholfen, uns mit einer Spielerfahrung vertraut zu machen, die für die meisten gleichermaßen neu wie faszinierend war.

Crusader Kings 2 und 3 sind mittlerweile wohl meine Spiele mit den meisten Stunden auf der Uhr und eine Art eigenwilliger Genremix, den ich vorher nicht kannte und die irgendein Bedürfnis in mir befriedigen, von dem ich bis dato gar nichts wusste. In CK-Partien fühl ich mich nur immer halb in einem Computerspiel und halb als würde ich ein Buch lesen.
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Vinter
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Re: Aufruf: Meilensteine eures Spielerlebens

Beitrag von Vinter »

Super Mario Land. Nicht das erste Videospiel, dass ich je gespielt habe, aber definitiv der Aufbruch mit dem Gameboy.

Link's Awakening. Der Augenöffner. Videospiele können viel mehr sein als von links nach rechts rennen? Da sind ja Dörfer, Menschen, Geheimnisse, eine ganze Insel zur freien Erkundung, man kann sich verirren, man kann Dinge tun, die nicht vorgesehen sind. Wow. Danach war nichts mehr wie vorher.

Secret of Mana. Link's Awakening, aber in groß und bunt. Das große Sehnsuchtsspiel, als ich noch keinen Super Nintendo hatte und für lange Zeit definitiv mein Lieblingsspiel. (Natürlich sind Secret of Mana und Zelda bei näherer Betrachtung ziemlich unterschiedlich, aber das, was mich an Videospielen fasziniert hat, hatten beide: Fremde Welten zum erkunden.)

Super Metroid Ich fand Metroid 2 schon auf dem Game Boy spannend, aber war damals noch zu jung, um da wirklich fortschritt zu erzielen. Für Super Metroid war ich dann aber im richtigen Alter. Das Spiel war Begründer meiner bis heute anhaltenden Leidenschaft für Metroidvanias - was auch wenig überrascht, ist es schließlich im Prinzip nur Zelda in der Seitenperspektive.

Super Mario 64 Dazu muss man kaum was sagen. Das erste Mal 3D und das erste Mal 3D Mario. Sensationell.

World of Warcraft Das Spiel, das ich ohne jeden Zweifel am längsten und meisten gespielt habe. Von 2005 bis 20011 ein fester Bestandteil meines Lebens. Ich war vorher schon an MMORPGs interessiert, seitdem ich in der GameStar die Ultima Online Tagebücher gelesen habe. Vor WoW hab ich auch schon UO auf einem Freeshard gespielt, aber WoW war dann der große Wurf für mich und das Genre - bis sie das Spiel dann irgendwann genügend verschlimmbessert hatten.

Dark Souls Der zweite große Titel, der alles verändert hat und gleichzeitig die Rückbesinnung auf Link's Awakening. Bei Dark Souls fühlte ich mich plötzlich wieder wie der achtjährigen Junge, der mit großen Augen staunend durch virtuelle Welten ging. So eine Nervösität und Unruhe, das Gefühl, nicht zu wissen, was hinter der nächsten Ecke auf einen wartet, das Gefühl, ein Spiel nicht zu durchschauen hatte ich seit Link's Awakening nicht mehr gespürt. Eine transformative Erfahrung.

Breath of the Wild Schon wieder Link's Awakening: Breath of the Wild war im Grunde das, was ich als Kind in Link's Awakening entdeckt hatte, nur auf einer Skala, die einen Erwachsenen mit 25 Jahren Videospielgeschichte noch beeindruckt. Einfach nur ein riesiges fremdes Land, dass ich erforschen kann. Besonders klasse: Es hat kein unnötiges Gedöns. Das Spiel startet und nach 2 Minuten ist man mittendrin im Abenteuer. Mehr hab ich in Videospielen nie gewollt.

Wenn ich mir die Liste so anschaue, dann ziehen sich zwei Aspekte ganz offensichtlich stringent durch meine Favoriten: a) Es geht um die Entdeckung fremder Welten und b) Gameplay first. Auch wenn ich viele Storyspiele wertschätze, so favorisiere ich am Ende doch die Spiele, die sich primär durch ihr Gameplay und emergent Storytelling auszeichnen und weniger durch eine eingebettete Geschichte.
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Mauswanderer
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Re: Aufruf: Meilensteine eures Spielerlebens

Beitrag von Mauswanderer »

Wenn ich mir hier einige Postings anschaue, stelle ich wieder einmal fasziniert fest, wie unterschiedlich Spielerhistorien sein können. Obwohl ich auch schon näher an der Vierzig bin als an der Dreißig, habe ich viele der bisher schon genannten Titel nie gespielt oder erst später nachgeholt. Ich habe Videospiele als Kind sehr früh schätzen gelernt, aber viele meiner prägenden, frühen Spielerfahrungen fanden mangels Hardware und/oder Software außerhalb des Elternhauses statt. Dazu hatte ich erst ab der Oberstufe einen festen spielenden Freundeskreis und auch in der Familie gab immer nur sehr wenige Video- und Computerspieler, weswegen das Hobby für mich lange eine sehr eigene und irgendwie auch von Zufällen geprägte Entwicklung genommen hat. Bin damit rückblickend aber sehr zufrieden. :D

Also, meine persönlichen Meilensteine, oder zumindest eine Auswahl davon (nicht unbedingt chronologisch, IBM PC wenn nicht anders angegeben):

LHX Attack Chopper
Meine Eltern hatten einen PC und auch einige Spiele (ich glaube, die hatte ein Onkel einfach mal als "Sicherheitskopien" mitgebracht), und dieses war kurioserweise wohl das, was ich als Kind am liebsten sehen und später auch selbst ausprobieren wollte. Ich weiß nicht mehr, ob ich da wirklich ganze Missionen verstanden und abgeschlossen habe, aber starten, fliegen und schießen ging irgendwann auf jeden Fall. Ich kann mir heute übrigens nicht erklären, wie meine Eltern das PC-Speaker-Gedudel im Wohnzimmer ertragen haben. :ugly:

The Magical Quest Starring Mickey Mouse (SNES)
Mein erstes eigenes Spiel auf meiner ersten eigenen Hardware.

Myst
Hat mich grafisch umgehauen. Die Implikation mangelnder Bewegungsfreiheit aufgrund der vorgerenderten Grafik war mir glaube ich noch gar nicht so richtig bewusst gewesen, weswegen die visuelle Klarheit ihre volle Wirkung entfalten konnte.

Baphomet's Fluch
Das erste Adventure mit Sprachausgabe, das ich selber durchgespielt habe, und damit für mich wohl das erste Spiel, dessen Erzählung auch audio-visuell auf einem Niveau mit den Zeichentrickserien meiner Kindheit war. Ich habe heute noch die allermeisten Stimmen im Ohr und erinnere mich an nahezu alle Szenen, eine sehr prägende Erfahrung.

Zelda: Links Awakening (Game Boy)
Trotz vieler Anläufe in allen möglichen anderen Zeldas bis heute nur eines von zweien, die ich durchgespielt habe (das andere war WindWaker). Hat mich damals unheimlich fasziniert.

GTA und Total Annihilation
Nanu, was haben die beiden denn miteinander zu tun? Für mich: Modding! Diese beiden Spiele waren für mich mein kleiner Ausflug in die Welt des Moddings. Dabei ging es für mich nichtmal unbedingt darum, eigene Ideen zu verwirklichen, sondern kaputte/fehlerhafte Mods mit guten Ideen für mich zu optimieren (bspw. fehlende Schadenssprites für heruntergeladene GTA-Autos zu basteln) oder zu reparieren (falsche Werte oder Fehler in Scripts bei TA-Mods finden und fixen).

Dark Reign
Zum ersten mal wahrgenommen habe ich das Spiel in einem kleinen Computer-Laden, der quasi eine Anspielstation aufgebaut hatte. Ich war unfassbar fasziniert davon, dass eine Einheit abhängig von der Richtung, in die ich sie befohlen habe, entweder "Auf geht's!" (nach Norden) oder "Ab geht's!" (nach Süden) gesagt hat. :ugly:

Outcast
Meine erste intensive Berührung mit einer klassischen "Open World" in 3D. Für mich bis heute ein tolles Spiel.

Outer Wilds
"Wie jetzt? Von 1999 bis Outer Wilds garnix?"
Ehrlich gesagt - mir fällt nichts ein. Es gab seitdem natürlich viele tolle, spaßige Spiele, Aha-Momente, runtergefallene Kinnladen angesichts grafischer Opulenz, neuentdeckte Genres etc. Aber gefühlt hat Outer Wilds bei mir zum ersten mal seit langer, langer Zeit wieder so etwas wie naive, kindliche Faszination an einem Videospiel geweckt. Für mich eines der besten Spiele aller Zeiten.
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echtschlecht165
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Re: Aufruf: Meilensteine eures Spielerlebens

Beitrag von echtschlecht165 »

@heretic
Guter Geschmack, aber irgendwo in deiner PC Phase bist du falsch abgebogen :ugly:
Stunt car racer fehlt in meiner liste
In Stein gemeißelt
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arparso
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Re: Aufruf: Meilensteine eures Spielerlebens

Beitrag von arparso »

Spannendes Thema, da geb ich mal meinen Senf dazu. Ist nur echt frustrierend, dass auf wenige Meilensteine herunterbrechen zu müssen. Könnte sonst vermutlich Hunderte Titel aufzählen. Jahrgang '84, btw.

Wing Commander 4: Mit Videospielen und der Wing Commander Reihe war ich schon ein paar Jahre vertraut, aber ein Spiel, dass wie ein "richtiger" Film aussah? Mit echten Hollywood-"Stars"? Und so großartig inszeniert (für damalige Verhältnisse)? Für mich als Sci-Fi-Fan wurde da ein Traum wahr und die Begeisterung für das Space Opera Genre hält sich bis heute. Auch "Privateer 2 - The Darkening" wäre hier eine Erwähnung wert.

Jurassic Park: Trespasser: Ein vielleicht zurecht vergessenes Bug-Fiasko der späten 90er, aber brachte zahlreiche Innovationen, die sich später zu Genre-Standards entwickeln würden. In der Ära der Korridor-Shooter bot Trespasser große, offene Dschungel-Landschaften. Dazu eine komplexe Physik-Simulation und interaktive Spielwelt, wie sie erst wieder Half-life 2 aufgreifen würde. Oder regenerierende Lebenspunkte wie später Halo. Oder das "immersive HUD", das komplett ohne HUD-Elemente auskam: Lebensenergie konnte an einem Brust-Tattoo abgelesen werden (yup), die Munitionsmenge wurde von der Protagonistin kommentiert ("Fast leer!"). Oder damals beeindruckende Grafikeffekte wie dynamische Wellenbildung auf Wasseroberflächen (wenn der Spieler was ins Wasser wirft oder selber durchläuft). Kurz: Ich war damals echt beeindruckt und liebte das Dino-Abenteuer, auch wenn das Spiel so unfassbar kaputt war.

Freespace: Mit Weltraumshootern und Space Operas war ich bereits gut vertraut, die Freespace-Reihe zementierte diese Liebe mit ihrem großartigen Gameplay und Missions-Design. Das erste Spiel, bei dem ich mich auch lange Zeit aktiv mit Modding auseinandergesetzt und mich zunehmend für Spieleentwicklung begeistert habe.

Outcast: Vermutlich das erste Spiel, dass mich wirklich emotional berührt hat. Der grandiose Soundtrack, die fantasievolle, offene Spielwelt und die (damals jedenfalls) spannende Story hatten mich einfach gepackt. Die Cutscene mit Marions Bestattung hat mich dann tatsächlich zu Tränen gerührt - und der Soundtrack dazu ist auch heute noch fantastisch!

Day of Defeat: Der WW2-Mod für Half-life war spielerisch nicht wegweisend, aber hat mich zur Gründung eines MP-Clans motiviert. Ein Clan, der (auf dem Papier) noch heute nach über 20 Jahren existiert und über den ich viele schöne Bekanntschaften und Freundschaften schließen konnte - auch wenn wir schon seit vielen Jahren kein DoD mehr zocken.

Dead or Alive 3: Nicht mein erstes Prügelspiel, aber eins der ersten Spiele, die ich mir für meine brandneue Xbox gekauft hatte. Und dann sicherlich Hunderte von Stunden allein und mit Freunden auf der Couch damit verbrachte, sich gegenseitig die Fresse zu polieren. Die aktuellsten Teile mag ich aufgrund der kostspieligen DLC-Politik nicht mehr anfassen, aber damals und später auf der Xbox 360 waren die Dead or Alive Games immer treue Begleiter und Pflichtprogramm bei jeder Party.

Imperium Galactica III / Nexus - The Jupiter Incident: Imperium Galactica II hatte ich damals sehr gerne gespielt und der Nachfolger mit seinen taktisch anspruchsvollen Echtzeitschlachten wirkte in der frühen Tech-Demo revolutionär. Nach einer äußerst holprigen Entwicklungszeit mit Publisher- und Entwicklerwechseln entstand aus diesem geplatzten Sequel dann schließlich "Nexus - The Jupiter Incident". War hier selbst lange vor Release stark in der Community engagiert und hab von den Entwicklern zum Release gar ein handsigniertes Exemplar des Spiels geschenkt bekommen. Allein deswegen schon ein spezielles Erlebnis für mich - aber auch für meine langjährige Mitarbeit in der kleinen Modding-Community.

The Elder Scrolls: Oblivion: Morrowind fand ich schon gut, aber es war wie ein ungeschliffener Edelstein. Oblivion war vielleicht etwas zuviel geschliffen, aber es hat mich trotzdem ewig gefesselt. Mitten in den Semesterferien wochenlang im Zimmer eingeschlossen und meine Xbox 360 Version im Dauerbetrieb gehalten. Das ganze Spiel war so... immersiv... man konnte gefühlt alles und überall jederzeit machen. Unvergessen das Erlebnis, als ich für eine Quest einen anderen NPC 24 ingame-Stunden lang observierte... weil der Questgeber das doch so wollte!? Und es ist NICHTS passiert, außer dass ich den Tagesablauf des NPCs jetzt ganz genau kannte, Mittagspause inbegriffen. Später im Guide dann gelesen, dass ich einfach nur bis zum nächsten Tag hätte warten müssen...

Euro Truck Simulator 2: Haha, Landwirtschaftssimulator, wer spielt denn so einen Quatsch!? Billig produzierte, verbuggte Job-Simulatoren hab ich schon immer als schlechten Scherz empfunden... ETS2 änderte das schlagartig, weil... verdammt, das macht ja doch irgendwie Spaß! Den eigenen Truck Stück für Stück verbessern, den Charakter hochleveln, entspannt "ganz" Europa zu bereisen - das hatte was (und hat es auch heute noch). Öffnete meine Augen für andere Spiele in diese Richtung, wie z.B. Spintires oder eben den Landwirtschaftssimulator.

DCS World: Mit FSX, Lock On oder Black Shark hatte ich mich schon immer mal halbherzig beschäftigt, aber irgendwann probierte ich dann mal ernsthaft, in diese ultra-realistischen Flug-Sims reinzukommen. DCS World war hier die perfekte Plattform, mit kompletten Cockpits, in denen jeder Schalter umgelegt werden konnte und komplexen Systemen, für die man Hunderte Seiten Handbuch schreiben könnte (und tat). Jeder noch so kleine Erfolg motivierte ungemein und allein das erfolgreiche Herumfliegen machte schon Spaß. Mit VR war es dann besiegelt - selten für ein Spiel so viel Geld ausgegeben, sowohl was die Software angeht, als auch die ganze Hardware (Flightstick, Throttle, Ruderpedale, VR-Brille(n)).

Factorio: Aufbauspiele waren schon immer irgendwie nett, aber... dreckige, komplexe, Sci-Fi-Fabriken? Mit Survival-Kampf gegen aggressive Aliens? 400h später und ich kann sagen: Ja, das rockt! So entdeckte ich ein neues Genre und bis heute meinen Lieblingsvertreter aus genau diesem Genre. Wer braucht schon Anno & Co?

Eleven Table Tennis: Stellvertretend für VR im Allgemeinen und eine meiner ersten und coolsten VR-Erfahrungen. Ich wusste damals nicht, ob dieser VR-Kram wirklich was für mich sein könnte... das alles war so teuer und overhyped und die Technik ja noch gar nicht ausgereift (OG Oculus Rift Zeiten). Titel wie Eleven Table Tennis haben mir aber innerhalb weniger Minuten bewiesen, dass es nicht viel braucht, um ein grandioses VR-Erlebnis zu haben. Da reicht schon eine banale Runde Tischtennis für den immersiven Funkenschlag.

Outer Wilds: Mal wieder der Weltraum, aber ein Vertreter, der mich nicht mehr loslassen will. Im Grunde ein simples Spiel, vielleicht gar einer dieser gerne verhöhnten "Walking Simulator"-Titel, weil man eigentlich nicht viel macht. Man erkundet das Universum und guckt sich halt mal so um. Überall und jederzeit. Und trotzdem ist der (heute nicht mehr so) einzigartige Zeitschliffen-Kniff und das grandiose World Design für mich ein absoluter Meilenstein. Die Art und Weise, wie man als Spieler hier die Welt für sich entdeckt und die Puzzleteile nach und nach zusammenführt um eine eigentlich unfassbar tragische und melancholische Hintergrundstory aufzudecken, hab ich so noch nicht erlebt. Und werde ich vielleicht auch nie wieder. Eins meiner Top-10-Spielerlebnisse aller Zeiten. Leider ein Titel, den man nur einmal durchspielen kann...


Könnte noch so viel mehr aufzählen, aber irgendwann muss Schluss sein...
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Heretic
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Re: Aufruf: Meilensteine eures Spielerlebens

Beitrag von Heretic »

echtschlecht165 hat geschrieben: 15. Mär 2022, 16:49 @heretic
Guter Geschmack,
Danke.
echtschlecht165 hat geschrieben: 15. Mär 2022, 16:49 aber irgendwo in deiner PC Phase bist du falsch abgebogen :ugly:
Das sehe ich natürlich etwas anders. Wo genau hab' ich denn die falsche Abzweigung genommen? :mrgreen:
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bluttrinker13
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Re: Aufruf: Meilensteine eures Spielerlebens

Beitrag von bluttrinker13 »

Heretic hat geschrieben: 15. Mär 2022, 18:06
echtschlecht165 hat geschrieben: 15. Mär 2022, 16:49 @heretic
Guter Geschmack,
Danke.
I second that.

Aber - wat, kein DS3? come on bro! Ihr beide mögt euch vielleicht nicht, habt aber schon so viel zusammen durch... :D ;)
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