Grand Tourismo 7 - Danke für nichts liebe Spielepresse..

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Kronpr1nz
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Grand Tourismo 7 - Danke für nichts liebe Spielepresse..

Beitrag von Kronpr1nz »

Hallo ihr Lieben,

ich möchte meine Gedanken zu Grand Tourismo 7 mit euch teilen und die polemische Überschrift auflösen.
GT7 ist vor Kurzem erschienen und hat einen Metacritic-Score von 87, bzw. einen User-Score von 1,5.
Ich versuche mal aufzulösen wie diese Diskrepanz zu Stande kommt und warum das nicht (nur) an dem Beißreflex gegenüber Mikrotransaktionen und Aways-On liegt sondern warum viele enttäuscht vom Endgame sind.

Ich hab es mir zu Release gekauft und durchgespielt.

Für den Kontext kurz zu meiner Erwartungshaltung:
Alle paar Monate packt mich das Rennspielfieber und ich spiele in verschiedenen Ernsthaftigkeitsgraden.
Das heißt, mal habe ich Bock auf Semi-Arcade wie Forza und mal habe ich Bock auf (Semi-)Simracing und Bau mein Lenkrad auf und setz mir ein VR-Headset auf. Ich bin aber bei weitem kein Profi aber gut genug um zu wissen was ich tue.

Ich spiele meist im Singleplayer und freue mich immer wenn es eine Kampagne oder Karriere gibt.

In letzter Zeit gab es aber leider kaum Spiele, wo mir der Singleplayermodus zugesagt hat, weil irgendwie alles immer so mega "flashy" und "cool" war.
(Siehe Forza Horizon und das ganz furchtbare Dirt)

Von GT7 habe ich mir nun erwartet, dass es ein Spiel mit klassischer Kampagne sei.
Konkret: Ich starte in einer schwachen Alltagskarre, fahre ein Paar Rennen und kaufe mit dem Preisgeld aus den Rennen weitere Tuningteile, um an härteren Rennen teilzunehmen, die es mir ermöglichen mir irgendwann einen gebrauchten Sportwagen zu kaufen, mit dem ich mir dann irgendwann meinen Traumwagen kaufe und mir den so zurecht baue und tune bis ich ganz oben mitfahren kann.

Leider funktioniert das Spiel so überhaupt gar nicht.

Die Kampagne/Karriere läuft so ab, dass ich Aufgaben bekomme und gewisse Rennen absolvieren muss.
Für diese Rennen bekomme ich dann Autos geschenkt.
Man wird von Anfang an quasi mit Autos überhäuft.

Das Spiel nimmt auch keinerlei Rücksicht darauf, welches Auto man eigentlich fahren möchte, sondern zwingt einen dazu das Auto andauern zu wechseln. So baut man absolut null Bindung zu irgendeinem Fahrzeug auf, weil man es de facto nie länger als 3 Rennen am Stück fahren kann. (In der Regel sieht eine Aufgabe in der Kampgane meist so aus, dass man 3 Rennen fahren muss um sie abzuschließen und dann bekommt man 3 Autos plus eine Geldbelohnung). Die Geldbelohnungen, die man für die Rennen bekommt, geht in der Regel dafür drauf, dass man die Autos in die man für die nächste Aufgabe gezwungen wird, erstmal für viel Geld tunen muss.

Denn eins der großen Probleme ist, dass man nicht gegen gleich starke Autos fährt, sondern gezwungenermaßen immer!!! gegen schwächere Autos antritt. Das liegt daran, dass jedes!!! Rennen eine Aufholjagd ist bei dem man ganz hinten startet und der Gegner in Position 1 bis zu 40 Sekunden Vorsprung hat. Was bei einem 3 Minuten Rennen eine Menge ist. Das heißt dass man an großen Teilen des Gegnerfeldes wirklich vorbeifliegt, weil man trotz nominell gleicher Fahrzeugklasse locker 50 - 60 km/h schneller ist. Durch diesen Geschwindigkeitsvorteil schafft man es dann zu dem Führenden in der letzten Runde aufzuholen.

Während der Kampagne bringt es nahezu nichts auf irgendein Auto zu sparen und ich würde auch stark davon abraten sich Autos zu kaufen bevor die Kampagne durch ist.
Da man so viele Autos während der Kampagne geschenkt bekommt ist die Chance groß dass der Traumwagen dabei ist und man eine halbe Millionen Credits verschenkt hat. (Ca. 1 Stunde Spielzeit, aber dazu später mehr)
Denn man bekommt durchaus High-End Ferraris und Gruppe 4 Rennwagen.

Das ist aber auch fast zu verschmerzen, denn die Kampagne ist nach ein bisschen mehr als 10 Stunden vorbei.
In diesen 10 Stunden bekommt man mehr als 60(!) Autos in die Garage gestellt.
Selber gekauft hatte ich mir während der Kampagne übrigens 4 Autos davon eins was man Anfangs kaufen muss und zwei um überhaupt an einer neuen Rennklasse teilnehmen zu können.

Und jetzt kommt der größte Brocken:

Das war es eigentlich auch schon mit dem Spiel für Singleplayer.
Nun hat man eigentlich auch das meiste Gesehen. Man schaltet keine weiteren Modi oder so frei.
Ich hatte gehofft, dass nun mehr Turniere kommen und man auch mal was anders machen kann als die ewig gleichen Aufholjagden.
Das einzige was einem bleibt ist es jetzt noch weitere Autos zu kaufen mit denen man de Facto nichts anfangen kann.

Mal angenommen, man hat während der Kampagne Geld ansparen können und kauft sich ein sehr starkes Auto:
Die Chance ist groß dass man dieses Auto nicht nutzen kann um sich weiteres Geld für andere Autos zu erspielen.

Ich hab mir zum Beispiel ein Pfeilschnelles Konzeptauto gekauft, aber es gibt kein einziges Rennen im Spiel wo es einsetzbar ist.
Und das betrifft sehr viele Autos und eigentlich alle Autos über 800 PP (Performance Points, der Indikator wie gut ein Auto ist)
Auf jeder Strecke ist vorgeschrieben welche Fahrzeuge überhaupt genutzt werden dürfen.
Mal eben mit einem Bugatti die Nordschleife fahren? Ist nicht drin. Es sei denn man erstellt ein Custom-Rennen für das man aber nahezu keine Belohnungen bekommt.

Es dauert viel zu lange um an Geld ranzukommen, dass man dann für Autos aufwendet die man zu großen Teilen nicht nutzen kann.

Die gesamte Progression in dem Spiel ist absolut kaputt und wurde nachträglich nochmal kaputter gemacht.
Aktuell ist das Maximum was man an Geld machen kann ca. 650K Credits die Stunde, wenn man immer wieder die selbe Strecke fährt und das auch nur wenn man 1 Mio Credits in ein Auto zum Grinden investiert hat.
(Die aktuell schnellste Methode um an Geld zu kommen ist es sich den SRT Tomahawk (ein Fantasie-Auto) zu kaufen und ein bestimmtes Turnier anzufangen, die erste Strecke (ein stumpfes Oval) zu fahren, dann das Turnier abzubrechen und neu zu starten. Klingt nach Spaß, was...)

Ich rechne mit (optimistischen 500K die Stunde). Es gibt Autos im Spiel die kosten 20 Millionen und mehr.
Dafür müsste man also 40 Stunden die immergleichen Strecken fahren, weil sich aus finanzieller Sicht nur wenige Rennen überhaupt lohnen.

Und mit dem letzten Patch wurden aktiv die Belohnungen die man bekommt verringert. (Sehr fade Beigeschmack: Man kann sich Credits gegen Echtgeld kaufen. Somit kann man sich für mehr als 150€ (kein Scherz) Autos kaufen die man im Spiel nicht wirklich nutzen kann. Wohingegen das beste Auto im Spiel für 10€ zu bekommen ist.)

Umso frustrierender ist es, dass man keinen Wagen Probe fahren kann. Die Chance besteht also, dass man viel Zeit dafür investiert sich ein Auto zu kaufen mit dem man dann nicht mal was anfangen kann, da mit dem Controller manche Fahrzeuge nahezu unbeherrschbar sind.
Und es gibt erstmals (?!) in der Serie nicht die Möglichkeit Autos zu verkaufen. Nichtmal dann, wenn man das Auto bereits besitzt.

Das traurige ist auch, dass das Auto mit dem ich wirklich Spaß habe und mit dem mir der Grind leicht fällt weil es sich fantastisch fährt, kein Auto ist was ich mir verdient habe, sondern das war eins der Vorbesteller Boni.

Es ist so ein absoluter Witz dass dies mal wieder eins der Spiele ist wo die Spielepresse bei den Tests kollektiv versagt hat.
Zu Release habe ich nirgendwo gelesen, dass die Progression so im Eimer ist.
Aber ich mutmaße, dass die Testversionen mit Credits kamen um die High-End Autos freizuschalten.


Ich lasse bewusst jetzt die Kritik an der katastrophalen Menüführung, KI und dem Multiplayer weg damit überhaupt noch wer die Muße hat diesen Text zu lesen.
Bei Bedarf kann ich aber gerne noch hinzufügen warum das Spiel im Kerngameplay gut ist und was es noch besser machen könnte.
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echtschlecht165
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Re: Grand Tourismo 7 - Danke für nichts liebe Spielepresse..

Beitrag von echtschlecht165 »

habe GT7 noch nicht.
Aber mich hat diese Serie schon mit GT4 verloren.

"Nie dagewesen, 1000e AUtos (aber nur 20 Premiumcars die der aktuellen Technik entsprechen). "

Fühlte mich damals recht verarscht von den Entwicklern, und es war das letzte GT dass ich kaufte, und läster seither lieber über die realistische Blinkerphysik, die auf Kosten von Sound und Fahrphysik bis ins letzte Detail mit dem Nissan Skyline 1998 übereinstimmt.
In Stein gemeißelt
flix
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Re: Grand Tourismo 7 - Danke für nichts liebe Spielepresse..

Beitrag von flix »

Kronpr1nz hat geschrieben: 25. Mär 2022, 01:13 Von GT7 habe ich mir nun erwartet, dass es ein Spiel mit klassischer Kampagne sei.
Konkret: Ich starte in einer schwachen Alltagskarre, fahre ein Paar Rennen und kaufe mit dem Preisgeld aus den Rennen weitere Tuningteile, um an härteren Rennen teilzunehmen, die es mir ermöglichen mir irgendwann einen gebrauchten Sportwagen zu kaufen, mit dem ich mir dann irgendwann meinen Traumwagen kaufe und mir den so zurecht baue und tune bis ich ganz oben mitfahren kann.

Leider funktioniert das Spiel so überhaupt gar nicht.

Die Kampagne/Karriere läuft so ab, dass ich Aufgaben bekomme und gewisse Rennen absolvieren muss.
Für diese Rennen bekomme ich dann Autos geschenkt.
Man wird von Anfang an quasi mit Autos überhäuft.

Das Spiel nimmt auch keinerlei Rücksicht darauf, welches Auto man eigentlich fahren möchte, sondern zwingt einen dazu das Auto andauern zu wechseln. So baut man absolut null Bindung zu irgendeinem Fahrzeug auf, weil man es de facto nie länger als 3 Rennen am Stück fahren kann. (In der Regel sieht eine Aufgabe in der Kampgane meist so aus, dass man 3 Rennen fahren muss um sie abzuschließen und dann bekommt man 3 Autos plus eine Geldbelohnung). Die Geldbelohnungen, die man für die Rennen bekommt, geht in der Regel dafür drauf, dass man die Autos in die man für die nächste Aufgabe gezwungen wird, erstmal für viel Geld tunen muss.

Denn eins der großen Probleme ist, dass man nicht gegen gleich starke Autos fährt, sondern gezwungenermaßen immer!!! gegen schwächere Autos antritt. Das liegt daran, dass jedes!!! Rennen eine Aufholjagd ist bei dem man ganz hinten startet und der Gegner in Position 1 bis zu 40 Sekunden Vorsprung hat. Was bei einem 3 Minuten Rennen eine Menge ist. Das heißt dass man an großen Teilen des Gegnerfeldes wirklich vorbeifliegt, weil man trotz nominell gleicher Fahrzeugklasse locker 50 - 60 km/h schneller ist. Durch diesen Geschwindigkeitsvorteil schafft man es dann zu dem Führenden in der letzten Runde aufzuholen.

Während der Kampagne bringt es nahezu nichts auf irgendein Auto zu sparen und ich würde auch stark davon abraten sich Autos zu kaufen bevor die Kampagne durch ist.
Da man so viele Autos während der Kampagne geschenkt bekommt ist die Chance groß dass der Traumwagen dabei ist und man eine halbe Millionen Credits verschenkt hat. (Ca. 1 Stunde Spielzeit, aber dazu später mehr)
Denn man bekommt durchaus High-End Ferraris und Gruppe 4 Rennwagen.
Das kann ich nur ganz dick unterstreichen. Ich habe den Fehler gemacht und das Spiel quasi blind gekauft. Mir hat es gereicht ein paar nette Trailer zu sehen und zu wissen, dass die Kampagne wieder da ist.

Ich habe GT immer gemocht, weil mich das von unten nach ganz oben arbeiten sehr motiviert hat und man das Gefühl von wirklicher Progression hatte, wenn man ein wenig an seinem Auto "rumgeschraubt" hat und es am Ende spürbar besser war. Jetzt hat man aber in Teil 7 das Problem, welches ich mit Forza Horizon schon hatte. Letzteres habe ich nach 3-4 Stunden gelangweilt ausgemacht, weil ich von allen Seiten mit Autos zugeworfen wurde. Genau sowas habe ich bei einem GT nicht erwartet. Die gesamte Kampagne ist sogar darum aufgebaut, dass man möglichst viele Autos sammelt.

Dazu kommen dann die stinklangweiligen Rennen, die ein Spieldesign aus den 90ern haben. Mir macht es null Spaß jedes Rennen von hinten zu starten, alle zu überholen und wenn man es nicht schafft motzt man eben sein Auto auf und fährt allen ohne Probleme davon. Anspruch = 0. Warum kann man keine normalen Rennen machen mit Quali?

Es geht hier offenbar einzig und allein um das Sammeln von Autos und das ist schade, weil das Fahrgefühl ist wirklich großartig und das habe ich sonst bei keinem anderen Rennspiel. Mir machen nur die Lizenzprüfungen Spaß, aber nur für die habe ich nun 80€ ausgegeben. User-Score 1,5 ist natürlich sehr polemisch, aber so einen Schuss vor den Bug braucht Polyphony Digital vielleicht auch damit sie in der Neuzeit ankommen.
Kronpr1nz
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Re: Grand Tourismo 7 - Danke für nichts liebe Spielepresse..

Beitrag von Kronpr1nz »

flix hat geschrieben: 25. Mär 2022, 08:14
Das kann ich nur ganz dick unterstreichen. Ich habe den Fehler gemacht und das Spiel quasi blind gekauft. Mir hat es gereicht ein paar nette Trailer zu sehen und zu wissen, dass die Kampagne wieder da ist.
Und das ist der Punkt der mich so ärgert.
Es hätte keine Rolle gespielt ob du dich vorher informiert hättest, da ich bis jetzt keinen Test gefunden hat der diese Punkte anspricht.
Ich finde Tests die immer wieder loben, wieviel Umfang das Spiel doch hat aber kaum welche, die darauf eingehen, dass dieser Umfang recht sinnlos ist.
Ich hab nirgendwo gelesen, dass die Kampagne nach lediglich 10 Stunden vorbei ist. Wir wirkt das so als hätten die Tester ein Spiel gespielt wo alles freigeschaltet war.

Es ist ja auch nicht alles schlecht, und wenn man was für sich was gefunden hat das Spaß macht kann kann es auch motivieren.

Was zum Beispiel auch sehr ernüchternd ist, dass man zwar theoretisch die späteren Rennen in aufgemotzten Straßenwagen bestreiten kann, man diese aber nie so tunen kann, dass man mit den vorgefertigten Gruppe 3 und Gruppe 4 Rennwagen mithalten kann. Somit wird die Anzahl der brauchbaren Fahrzeuge noch weiter eingeschränkt.

Ich hab selten ein Spiel gespielt bei dem das Kerngameplay so gut aus ist aber nahezu alles drum herum so mies ist.
Ich finde das Spiel ist spektakulär gescheitert.
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Desotho
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Re: Grand Tourismo 7 - Danke für nichts liebe Spielepresse..

Beitrag von Desotho »

Vorab: Ich bin kein gigantischer Rennspielfan, ich drehe aber ab und zu mal gerne ein paar Runden.

Für mich persönlich habe ich festgestellt, dass eine überschaubare Streckenanzahl besser funktioniert. Bei zu vielen Strecken springe ich einfach zur nächsten sobald ich durchkomme.
Bei den Autos geht es mir auch eher darum das eine das ich cool finde zu haben und zu nutzen.
Und was ich dann halt auch noch geil finde sind spektakuäre Crashes (ok damit falle ich spätestens jetzt wohl aus dem Rahmen :ugly:). Deswegen ist seit längerem Wreckfest das Rennspiel meiner Wahl.
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Dicker
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Re: Grand Tourismo 7 - Danke für nichts liebe Spielepresse..

Beitrag von Dicker »

Bei Game Two haben Sie zumindest in den Kommentaren unter dem Video reagiert
https://youtu.be/FSkB5Kp1Q68
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Guthwulf
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Re: Grand Tourismo 7 - Danke für nichts liebe Spielepresse..

Beitrag von Guthwulf »

Kronpr1nz hat geschrieben: 25. Mär 2022, 01:13GT7 ist vor Kurzem erschienen und hat einen Metacritic-Score von 87, bzw. einen User-Score von 1,5. Ich versuche mal aufzulösen wie diese Diskrepanz zu Stande kommt und warum das nicht (nur) an dem Beißreflex gegenüber Mikrotransaktionen und Aways-On liegt sondern warum viele enttäuscht vom Endgame sind.
Wenn ich User Reviews bei Metacritic überfliege, dann sehe ich da zu 95% Kritik wegen der Mikrotransaktionen, dem Always On und gelegentlich auch mal Serverproblemen also z.B. Wartungsarbeiten, Patch 1.07 etc. Das war in der Reviewversion alles nicht drin. Inhaltliche Kritik am "Endgame" habe ich auf die Schnelle nicht gefunden. Ist jedenfalls nicht die ganz überwiegende Mehrheit.
Dicker hat geschrieben: 25. Mär 2022, 09:27Bei Game Two haben Sie zumindest in den Kommentaren unter dem Video reagiert
https://youtu.be/FSkB5Kp1Q68
Welchen Kommentar meinst du? In dem angepinnten Kommentar gehts auch nur um Mikrotransaktionen (inkl. Auswirkungen von Patch 1.07) und dem Online Zwang. Zu Endgame oder Spieldesignproblemen steht da nix.
guthwulf04 (Steam)
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lipt00n
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Re: Grand Tourismo 7 - Danke für nichts liebe Spielepresse..

Beitrag von lipt00n »

Das klingt sehr ernüchternd. Für mich wäre GT7 ein Kaufgrund für die PS5 gewesen, weil ich damit noch GT1 und GT2 verbinde. Davon scheint ja nichts mehr übrig zu sein. Klingt für mich nach Mittelmaß, mehr nicht. Da bringt mir auch all das tolle Fahrgefühl nichts wenn das drumherum so....sinnlos ist.

Dann bleibt erstmal nur das neue Forza als Hoffnung am Rennspielkampagnenhimmel bestehen...
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Asgon
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Re: Grand Tourismo 7 - Danke für nichts liebe Spielepresse..

Beitrag von Asgon »

lipt00n hat geschrieben: 25. Mär 2022, 09:55 Das klingt sehr ernüchternd. Für mich wäre GT7 ein Kaufgrund für die PS5 gewesen, weil ich damit noch GT1 und GT2 verbinde. Davon scheint ja nichts mehr übrig zu sein. Klingt für mich nach Mittelmaß, mehr nicht. Da bringt mir auch all das tolle Fahrgefühl nichts wenn das drumherum so....sinnlos ist.

Dann bleibt erstmal nur das neue Forza als Hoffnung am Rennspielkampagnenhimmel bestehen...
Warte am Besten sehr lange ab wie es sich entwickelt. Aktuell werben sie im PSN Store ja immernoch damit das man eine Optionale Onlineanbindung braucht (wer versteht da nicht das man nur für Multiplayer die Verbindung braucht) und das man seine Autos auch verkaufen kann. Kann man leider nicht.

Das in Kombi mit der Reduzierung der Credits per Patch die man erspielen kann nach dem die ganzen Reviews fertig waren bekommt das alles schon mehr als einen bitteren Nachgeschmack. Vor allem in Anbetracht das Fahrzeuge teilweise 8x soviel Kosten wie im Vorgänger und die "Microtransactions" Preise auch deutlich angezogen wurden.

Ich habs glücklickerweise im PSN die 100 Euro für das Spiel refunded bekommen. Zwar hatte die PS5 es schon runtergeladen aber ich hatte es aufgrund von Elden Ring noch nicht angefasst und habe den Support freundlichst darauf hingewiesen das ihre Werbung im PSN für das Spiel unlauter ist und ich es aufgrund dessen zurückgeben will.
imanzuel
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Re: Grand Tourismo 7 - Danke für nichts liebe Spielepresse..

Beitrag von imanzuel »

Guthwulf hat geschrieben: 25. Mär 2022, 09:50 Das war in der Reviewversion alles nicht drin. Inhaltliche Kritik am "Endgame" habe ich auf die Schnelle nicht gefunden. Ist jedenfalls nicht die ganz überwiegende Mehrheit.
Also wenn man Kritik am Endgame mit fehlender Content (für Singleplayer) und Grind für Fahrzeuge definiert: Ein kurzer Blick bei den einschlägigen Foren (Reddit usw.) zeigt, die Kritik ist da sehr groß. Vor allem bei der kurzen Kampagne. Zumindest so habe ich das gerade gelesen, selber gespielt habe ich das nicht.

Zum Thread selbst, joa, da hat sich mal wieder nahezu die gesamte Spielepresse selbst ins Knie geschossen. Mal. Wieder. Da wird das Spiel nicht anständig getestet, was ist eigentlich mit dem Ansatz geworden das man Live-Service Spiele unter Live-Bedingungen testet? Wurde wohl schon wieder fallen gelassen. Hauptsache vor Release bzw. zum Ende des Review-Embargos sind die Tests bereit, Spiele werden halb getestet, hohe Zahlen werden vergeben und der Publisher freut sich, weil das natürlich nochmal die Vorverkäufe ankurbelt. Das nachträglich die Spiele abgewertet werden (und dann beim Metascore noch nicht mal abgeändert wird), weil man merkt das man beim Testen Scheiße gebaut hat - klassisch. Eigentlich ist das ein blanker Hohn, das nachträglich die Spiele durch MTX und Ähnliches kaputt gepatcht werden ist doch gerade bei Live-Service Spiele nicht verwunderlich. Siehe die ganzen 2k Spiele. Und das die MTX nachträglich "überraschend" eingeführt wurden kann nicht sein, die wurden schon weit vor Release angekündigt. Tja, da hätte man die paar Tage warten können. Wurde natürlich nicht. Deswegen sind die meisten Review-Seiten mittlerweile auch nutzlos geworden, reine Werbeplattformen für die Publisher.
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Vinter
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Re: Grand Tourismo 7 - Danke für nichts liebe Spielepresse..

Beitrag von Vinter »

Das törnt mich bei modernen Rennspielen grundsätzlich ab: Die Idee, dass der Spieler irgendwie durch durch ständige Impulse vom Spiel dazu gebracht werden muss, weiterzuspielen. Und deswegen navigiert man sich durch Menüs, die wirken, als wären sie auf LSD designed worden, deswegen gibt es keine aufeinander aufbauenden Cups, Klassen und Rennen mehr, sondern eine lange Kette an "Events", inklusive erzwungenem Modi- und Autohopping, während mir irgendwelche InGame-Social Media-Kanäle versichern, ich habe jetzt wieder 300 Follower gewonnen. Auch die Platzierung ist häufig egal, man muss nur durchs Ziel fahren. Oder auch geil, bei Forza Horizon gesehen: Das Spiel belohnt einen für alles: 5 Sekunden nirgendwo gegengecrasht? "Geiler Fahrstil, Schumi! 500 Punkte!". Mit Vollgas in die Bande? "Kraaaaaaaasser Stunt, Bro! Hier, 500 Punkte!". :angry-banghead:

Wie kann das so kompliziert sein? Du machst eine Reihe von Cups mit je X Strecken und bietest die in verschiedenen Motorklassen an. Und dann fängst du mit nem getunten Opel Corsa an, verdienst durch Siege mehr Geld, schaltest teurere Autos, weitere Cups und andere Motorklassen frei. Bumm, feddich, alle sind zufrieden.

Und naja, GT7 nicht gespielt, aber was man über das Update so hört ist natürlich auch mal wieder dreist: Das Spiel wird an die Reviewer mit dem ausgeliefert, was Sony für ein "spaßiges Balancing" hält, damit die sich vor Jubel in die Arme fallen. Und sobald die echten Spieler das Spiel in die Hände bekommen, wird das Balancing aufgespielt, das absichtlich so getunt ist, dass es keinen Spaß mehr macht, damit die Leute dazu ermutigt werden, die Abkürzung im Shop zu kaufen. Und dann kommen irgendwelche fadenscheinigen Ausreden, man wolle den "realen Wert der Autos" im Spiel repräsentieren. Für so blöd hält man die Leute. Heute kam dann das große Zurückrudern...
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Jochen Gebauer
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Re: Grand Tourismo 7 - Danke für nichts liebe Spielepresse..

Beitrag von Jochen Gebauer »

Vinter hat geschrieben: 25. Mär 2022, 10:45Wie kann das so kompliziert sein? Du machst eine Reihe von Cups mit je X Strecken und bietest die in verschiedenen Motorklassen an. Und dann fängst du mit nem getunten Opel Corsa an, verdienst durch Siege mehr Geld, schaltest teurere Autos, weitere Cups und andere Motorklassen frei. Bumm, feddich, alle sind zufrieden.
Außer die bottom line ;)

Das ganze Spiel ist so designt, dass ein kleiner, aber ausgabefreudiger Teil der Spieler so viel Geld wie nur irgendwie möglich dalässt. Dieser Spielerteil ist oft - nicht immer natürlich - eher semi-kompetent, und weil er über Monate bei der Stange gehalten werden muss, wird erstens der Schwierigkeitsgrad runtergeschraubt und zweitens hagelt es extrinsische Belohnungen, um ihm Kompetenz vorzugaukeln. Mehr Erfolgserlebnisse gleich mehr Miktrotransaktionen. Die Leute kaufen, wenn sie sich gut fühlen. Nicht, wenn sie scheitern.

Und die "echten" Fans? Die haben a) eh gekauft und werden b) eh wieder den Nachfolger kaufen, weil man für den natürlich Besserung gelobt. Und als Fans glauben die einem das auch noch. Oder zumindest genug, um einem "doch nochmal eine Chance zu geben". Und noch eine.

Willkommen bei Games as a Service 2020s Edition: Wo 95% der Käufer für 5% der eigentlich ins Visier genommenen Wale in Sippenhaft genommen werden und einem trotzdem noch 70 Euro in den Rachen werfen. Bitte hinterm Opel Corsa links, jeder nur einen Account.
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Re: Grand Tourismo 7 - Danke für nichts liebe Spielepresse..

Beitrag von Vinter »

Jochen Gebauer hat geschrieben: 25. Mär 2022, 10:57 Willkommen bei Games as a Service 2020s Edition: Wo 95% der Käufer für 5% der eigentlich ins Visier genommenen Wale in Sippenhaft genommen werden und einem trotzdem noch 70 Euro in den Rachen werfen. Bitte hinterm Opel Corsa links, jeder nur einen Account.
Und im nächsten Meeting wundern sich wieder alle, wie Elden Ring in zwei Wochen 12 Millionen Stück verkaufen konnte.
Was einen nicht umbringt, macht einen nur wütender.

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Re: Grand Tourismo 7 - Danke für nichts liebe Spielepresse..

Beitrag von Jochen Gebauer »

Vinter hat geschrieben: 25. Mär 2022, 11:02Und im nächsten Meeting wundern sich wieder alle, wie Elden Ring in zwei Wochen 12 Millionen Stück verkaufen konnte.
Äpfel und Birnen.

Entscheidend für Spiele wie GT 7 ist nicht unbedingt, ob sie nun 7 oder 12 Millionen verkaufen - sondern wie viel sie in den nächsten zwei, drei Jahren mit ihren Mikrotransaktionen scheffeln. Es kommt eben nicht von ungefähr, dass auf diesem Produktionsniveau kaum noch jemand ein Elden Ring macht: Das bringt potenziell einfach weniger Geld.
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Re: Grand Tourismo 7 - Danke für nichts liebe Spielepresse..

Beitrag von Vinter »

Schon klar. Es ging mir nur darum herauszustellen, dass alle davon überrascht zu sein schienen, dass die Spieler ein "ehrliches" Spiel honorieren. Man könnte ja neben GT7 auch andere aktuelle Service-Game Beispiele nennen, bei denen das Feedback ziemlich niederschmetternd war, Battlefield 2042 oder COD: Vanguard etwa.

Das Sony das am Ende völlig egal ist, weil GT7 nach 5 Jahren mehr Geld eingenommen haben wird als Elden Ring, ist völlig klar. Trotzdem muss ich mir gerade vorstellen, wie in den Chefetagen aktuell die Köpfe rauchen: Was hat dieses Elden Ring richtig gemacht? Wie kriegen wir es hin, eine ähnliche Begeisterung für unser nächstes Spiel zu entfachen - und dann packen wir da anders als diese Trottel von From Software einfach Mikrotransaktionen rein und verdienen NOCH MEHR GELD!
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Re: Grand Tourismo 7 - Danke für nichts liebe Spielepresse..

Beitrag von Ingoknito »

Deswegen werden alle Service-games später oder früher zum Teufel persönlich. Bei Sony wäre das vor einigen Jahren noch undenkbar gewesen, da gerade die Konsolenhersteller noch stärker auf einen guten Ruf angewiesen sind. Vor kurzem haben sie übrigens weitere 10 Live Service Games angekündigt.
Das Perfide was noch dazu kommt ist, dass die Microtransaktionen per Patch noch unspielbarer gemacht wurden in dem die erspielbaren Rewards heruntergesetzt wurden. Zwar können einzelne Magazine ihre Wertung noch verändern, bei Metacritic kann mann man aber immer nur eine Wertung einreichen, die nicht mehr aktualisiert werden kann.
Zuletzt geändert von Ingoknito am 25. Mär 2022, 11:22, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Grand Tourismo 7 - Danke für nichts liebe Spielepresse..

Beitrag von Jochen Gebauer »

Vinter hat geschrieben: 25. Mär 2022, 11:16Schon klar. Es ging mir nur darum herauszustellen, dass alle davon überrascht zu sein schienen, dass die Spieler ein "ehrliches" Spiel honorieren
Wer war davon denn überrascht? Ich wüsste auf die Schnelle niemanden. Zumindest niemand in der Branche ...
Trotzdem muss ich mir gerade vorstellen, wie in den Chefetagen aktuell die Köpfe rauchen: Was hat dieses Elden Ring richtig gemacht?
Ich fürchte, die tatsächliche Reaktion ist zumindest bei den großen Publishern eine völlig andere. Die sind ja nicht dämlich. Die wissen, dass From Software sich diesen Erfolg über mehr als zehn Jahre mühsam erarbeitet hat. Das werden die allerhöchstens insofern kopieren, dass noch mehr Spiele Soulslike-Gameplay-Elemente bekommen. Im Hinblick auf die Monetarisierung sowie die für diese Monetarisierung elementaren Loops (Grind, extrinsische Belohnungen en masse, niedriger Anspruch usw.) gucken die auf die ganz andere Spiele.
Asgon
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Re: Grand Tourismo 7 - Danke für nichts liebe Spielepresse..

Beitrag von Asgon »

Vinter hat geschrieben: 25. Mär 2022, 11:16 Schon klar. Es ging mir nur darum herauszustellen, dass alle davon überrascht zu sein schienen, dass die Spieler ein "ehrliches" Spiel honorieren. Man könnte ja neben GT7 auch andere aktuelle Service-Game Beispiele nennen, bei denen das Feedback ziemlich niederschmetternd war, Battlefield 2042 oder COD: Vanguard etwa.

Das Sony das am Ende völlig egal ist, weil GT7 nach 5 Jahren mehr Geld eingenommen haben wird als Elden Ring, ist völlig klar. Trotzdem muss ich mir gerade vorstellen, wie in den Chefetagen aktuell die Köpfe rauchen: Was hat dieses Elden Ring richtig gemacht? Wie kriegen wir es hin, eine ähnliche Begeisterung für unser nächstes Spiel zu entfachen - und dann packen wir da anders als diese Trottel von From Software einfach Mikrotransaktionen rein und verdienen NOCH MEHR GELD!
Nicht mal bei der Chefetage. Auf Twitter war der ein oder andere Dev von Ubisoft und Guerilla sagen wir mal verwundert das ihr Spiel weniger verkauft und weniger gut bewertet wurde, als das in Ihren Augen mangelhafte Elden Ring. Wie können Leute nur so ein Spiel kaufen, wo unseres doch ein besseres Interface, mehr Story etc hat.

Bei GT7 merkt man das wieder nur kurzfristiger Erfolg den Investoren verkauft werden soll. Markenpflege und Image kann man nicht als Erfolg verkaufen.

Und dann der Kommentar von Yamauchi zum aktuellsten Patch war die Kirsche auf der Torte. Man will die Autos zum vergleichbaren realen Wert auch im Spiel anbieten damit es sich genauso wertig anfühlt eines zu Besitzen. Ich mochte GT eigentlich gerade deswegen weil ich mir die Nobelkarossen und die ganzen legendären Autos in Echt eben nicht leisten kann und zeitnah mit denen auf Rundkursen rumdüsen konnte. An mehrere Hundert Rennen oder 190€ für Microtransaktion für eines der teuersten Fahrzeug denke ich da in erster Linie nicht, wenn ich mal ne Runde drehen will.
Zuletzt geändert von Asgon am 25. Mär 2022, 11:34, insgesamt 1-mal geändert.
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Vinter
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Re: Grand Tourismo 7 - Danke für nichts liebe Spielepresse..

Beitrag von Vinter »

Jochen Gebauer hat geschrieben: 25. Mär 2022, 11:22 Das werden die allerhöchstens insofern kopieren, dass noch mehr Spiele Soulslike-Gameplay-Elemente bekommen. Im Hinblick auf die Monetarisierung sowie die für diese Monetarisierung elementaren Loops (Grind, extrinsische Belohnungen en masse, niedriger Anspruch usw.) gucken die auf die ganz andere Spiele.
Es ist übrigens interessant, sich vorzustellen, Elden Ring hätte Mikrotransaktionen. Ich bin gestern Abend stundenlang an einem Boss gescheitert und am Ende ohne Erfolg ins Bett gegangen. Könnte ich nun in den Shop gehen und mir dort Level oder Waffenupgrades kaufen, würde so eine Schwierigkeitsgrad plötzlich völlig anders wirken. From Software kann sich dieses Spielprinzip nur leisten, weil sie nicht im Verdacht stehen, dass sie an absichtlich schlechtem Balancing verdienen.
Was einen nicht umbringt, macht einen nur wütender.

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Rince81
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Re: Grand Tourismo 7 - Danke für nichts liebe Spielepresse..

Beitrag von Rince81 »

Vinter hat geschrieben: 25. Mär 2022, 11:34 Könnte ich nun in den Shop gehen und mir dort Level oder Waffenupgrades kaufen, würde so eine Schwierigkeitsgrad plötzlich völlig anders wirken. From Software kann sich dieses Spielprinzip nur leisten, weil sie nicht im Verdacht stehen, dass sie an absichtlich schlechtem Balancing verdienen.
Ich musste laut lachen. Wenn ein anderer Entwickler solch ein Balancing macht und gleichzeitig Waffen und Items per Microtransaktionen verscherbelt wäre das mies, böse und Zeichen für Gier des Entwicklers. Da From Software in dem Spiel dieses Balancing ohne Microtransaktionen hat, ist es die geilste Erfindung seit geschnitten Brot. :lol: Solange der Entwickler nicht an seinem schlechten Balancing verdient, ist alles gut. :ugly:

Edit: Ich weiß natürlich worauf Du hinaus willst, den Winkelzug finde ich aber wirklich witzig.
Zuletzt geändert von Rince81 am 25. Mär 2022, 11:42, insgesamt 1-mal geändert.
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