Die größten Fehlkäufe

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derFuchsi
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Re: Die größten Fehlkaufe

Beitrag von derFuchsi »

Bei mir war das wohl der Amiga 1200.
Als alter C64 und Amiga Veteran war ich einer der PCs nicht leiden konnte, die waren ja auch sowieso nie konkurrenzfähig zu der Zeit.
Als Ende 1992 der A1200 auf den Markt kam war das Ende des Amigas aber eigentlich schon absehbar wenn nicht sogar schon beschlossene Sache. Trotzdem habe ich mir aus Trotz die Kiste damals noch gekauft. Ich habe dem Amiga die Stange gehalten als alle anderen "Verräter" bereits auf den PC gewechselt sind. ;)

Nichts gegen die Kiste, die war hervorragend und es gab auch ein paar coole Spiele dafür. Mit Festplatte und Mitsubishi EUM 1491a Multisync Monitor (Der nur unwesentlich billiger war als der ganze Amiga soweit ich weiß) und einer Fast-Ram Erweiterung (Auch nicht billig) war das Ding richtig High-End. Das Teil ist schon ein Erlebnis gewesen. Aber leider kam der zu spät.

Der endgültige Todesstoß kam dann mit Doom und Wing Commander (bzw WC II, das Erste gab es noch für den Amiga). 3-D kann der Amiga halt garnicht gut.
Ich bin dann irgendwann doch widerwillig auf den PC und DOS umgestiegen. Ich weiß nicht mehr ganz genau wann der Umstieg war aber jedenfalls hatte ich bereits gute Erfahrungen in DOS (Config.sys, Autoexec.bat, Loadhigh etc. etc. ) bevor Win95 dann kam. Müsste also irgendwann 1994 gewesen sein.

Jedenfalls hatte ich den A1200 vermutlich höchstens 1,5 Jahre in Betrieb wenn ich das richtig rechne.
Bei einer vorsichtig gerechneten Investition von ~1500 Mark oder so (Vielleicht hat noch jemand die ungefähren Preise im Kopf?) kann man wohl von einem Fehlkauf reden.

Aber so schlimm war das damals auch wieder nicht wenn man gerade in Ausbildung ist und das erste mal richtiges Geld verdient. :) Zumal man das Zeug noch einigermaßen gut wieder verkaufen konnte.
Heute ärgere ich mich dass ich den Kram nicht behalten habe. :(
Meinen C64 und den Amiga 2000 davor musste ich quasi immer verkaufen da das Budget als Schüler doch recht begrenzt ist und man die Kohle immer für das Nachfolgegerät benötigt hat. Außerdem hatte man damals (und erst recht in dem Alter in dem ich war) noch nicht so das Gefühl dafür dass die alte Hardware später nochmal interessant werden könnte.

Andererseits bin ich damals direkt mit einem 486er eingestiegen nebst ordentlicher VGA-Karte und Soundblaster was zum daddeln völlig ok war. Auf einem 386er oder gar 286er (wie ihn ein Nachbar hatte) hätte ich auch nicht zocken wollen. Mit PC Speaker *würg* und möglichst noch EGA-Karte *igitt*.
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Gamer since ~1987 (C64 C)

Yano
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Re: Die größten Fehlkaufe

Beitrag von Yano »

@Axel

Die wirklichen Perlen der Vita hast du gar nicht aufgezählt :
Persona 4, Danganronpa 1 + 2, Virtues Last Reward....

Erwähne es nur weil ich mit der Vita mehr Spaß hatte als mit sämtlichen Konsolen der letzten 10 Jahre.
Gerade Persona 4 ist in seiner einmaligkeit so unverschämt faszinierend das sich alleine deswegen ein Vita Kauf lohnt.

ArcticSilence
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Re: Die größten Fehlkäufe

Beitrag von ArcticSilence »

Bei mir ist es wohl bisweilen die Xbox One. Zumindest, wenn man das ganze preislich betrachtet. Bin Besitzer aller Current Gen Konsolen sowie eines recht guten PCs und die Konsole, die wohl am wenigsten fährt ist leider die Xone. Soll sich bald aber ändern, das einzige Problem ist die ständige Warterei auf Grund der Updates, sollte man sich mal dazu entschließen wieder ein Xbox Spiel zu spielen.
Auf Spiele bezogen gab es hingegen schon etliche, besonders in den letzten 2-3 Jahren. Ein wenig besorgniserregend :D

Snaf
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Registriert: 8. Jun 2016, 15:18

Re: Die größten Fehlkäufe

Beitrag von Snaf »

Bei mir eindeutig Sölder: Secret Wars. Meine Güte war das eine Katastrophe.
Besonders weh getan hat mir ,dass ich so große Hoffnungen in dieses Spiel gesetzt hatte.

Was hatte das nicht alles für großartige Features? Riesige Maps, komplett zerstörbare Umgebungen, ein Commander Modus, ein Gestensystem mit dem man sich verständigen usw. Auf dem Papier war das Spiel seiner Zeit vorraus, aber die Umsetzung.... Ohh mein Gott die Umsetzung....

Das Spiel war ein gigantisches Bug-Fest und einfach nur unfertig bis zur Unspielbarkeit. In der Retrospkektive eigentlich ein perfektes Foreshadowing auf Gothic 3 (gleicher Publisher). Jowood hat mit seiner beschissenen Politik gleich zwei Spiele versaut die so ein großes Potenzial hatten. Wobei ich mir Gothic 3 sogar noch sehr viel Spaß hatte, zumindest nach den Community Patches.

Meiner Meinung nach hat G3 einen sehr guten Kern aber durch die zu frühe Veröffentlichung konnte es sein Potenzial einfach nicht ausspielen. Söldner im Vergleich dazu war einfach nur scheiße. Anscheinend gibt es inzwischen eine von der Community komplett überarbeitete Version, hab ich aber noch nicht gespielt. Mal schauen ob ich mir das irgendwann mal gebe. Bin mir aber ziemlich sicher dass die Server ehh alle tot sind.

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tobias
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Re: Die größten Fehlkäufe

Beitrag von tobias »

Snaf hat geschrieben:Jowood hat mit seiner beschissenen Politik gleich zwei Spiele versaut die so ein großes Potenzial hatten.
Ich bin jetzt kein Experte für die Interna von JoWooD in dieser Zeit. Aber lag das Problem nicht vielleicht eher sogar daran, dass man sich mit zwei solch wirklich großen Projekten einfach übernommen hatte und dann den Release forcieren musste um nicht schon während der Entwicklung in den Bankrott zu steuern? Insofern lag es dann natürlich auch an der Firmenpolitik, aber dann war die Sache schon ein Problem als man den Entwicklern überhaupt am Anfang ein so ambitioniertes Projekt starten ließ ohne das nötige Kapital dafür in der Hinterhand zu haben

Snaf
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Re: Die größten Fehlkäufe

Beitrag von Snaf »

tobias hat geschrieben:
Snaf hat geschrieben:Jowood hat mit seiner beschissenen Politik gleich zwei Spiele versaut die so ein großes Potenzial hatten.
Ich bin jetzt kein Experte für die Interna von JoWooD in dieser Zeit. Aber lag das Problem nicht vielleicht eher sogar daran, dass man sich mit zwei solch wirklich großen Projekten einfach übernommen hatte und dann den Release forcieren musste um nicht schon während der Entwicklung in den Bankrott zu steuern? Insofern lag es dann natürlich auch an der Firmenpolitik, aber dann war die Sache schon ein Problem als man den Entwicklern überhaupt am Anfang ein so ambitioniertes Projekt starten ließ ohne das nötige Kapital dafür in der Hinterhand zu haben
Ich weiß auch nicht was sich hinter den Kulissen abgespielt hat, denke aber dass das was du geschrieben hast maßgeblich dafür verantwortlich war. In keinem normal funktionierendem Unternehmen können solche Produkte durch die Quality Assurance kommen. Das ist ein Unding.

Von daher gehe ich auch davon aus dass die Entscheidung war "raus mit den Dingern, vielleicht verkaufen die sich einiermaßen bevor jemand mitbekommt wie kaputt die sind. Ansonsten können wir den Laden dicht machen." Das ist eine Erklärung aber keine Entschuldigung. Für mich ist das ein schlechtes Management. Der Business Case für beide Projekte würde mich mal interessieren, entweder wurden die Endprodukte sowas von daran vorbei entwickelt (Ja ich weiß, ein Videospiel ist ein extrem komplexes Projekt und es gibt immer unvorhergesehens) oder der Business Case war gar nicht vorhanden.

Aber letzten Endes ist mir als Kunde vollkommen egal was bei denen intern passiert. Das sind Produkte für die ich als Kunde 50€-60€ bezahle und die am Ende nicht funktionieren. Das schlimme daran ist, als Käufer eines Spiels habe ich kaum Möglichkeiten das zu reklamieren.

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tobias
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Re: Die größten Fehlkäufe

Beitrag von tobias »

Snaf hat geschrieben:In keinem normal funktionierendem Unternehmen können solche Produkte durch die Quality Assurance kommen. Das ist ein Unding.
Sagen wir lieber: in keinem gut funktionierenden Unternehmen. Irgendwie kommen ja auch immer wieder schlechte Produkte auf den Markt.

In der deutschen Spieleindustrie war das Problem damals ja durchaus eine Epidemie. Es gab ja eine ganze Reihe an Titeln die mit Features geradezu überladen waren, aber einfach nicht richtig funktionierten.
Snaf hat geschrieben:Von daher gehe ich auch davon aus dass die Entscheidung war "raus mit den Dingern, vielleicht verkaufen die sich einiermaßen bevor jemand mitbekommt wie kaputt die sind. Ansonsten können wir den Laden dicht machen." Das ist eine Erklärung aber keine Entschuldigung. Für mich ist das ein schlechtes Management. Der Business Case für beide Projekte würde mich mal interessieren, entweder wurden die Endprodukte sowas von daran vorbei entwickelt (Ja ich weiß, ein Videospiel ist ein extrem komplexes Projekt und es gibt immer unvorhergesehens) oder der Business Case war gar nicht vorhanden.
Ja klar. Aus ökonomischer Sicht und selbst aus der Sicht eines Software-Designers steckt da eine amateurhafte Haltung hinter. Man wollte zu viel bei zu wenig Einsatz. Der zu geringe Einsatz lag da weniger an der Faulheit, sondern mehr am mangelnden Kapital. Das mag wiederum, wie du schon andeutest, auch daran gelegen haben das viele Investoren die deutsche Spielebranche (wohl zurecht) als kein gutes Investment sahen.

Auf der anderen Seite: Was sollten diejenigen machen die in den Unternehmen, ob Entwickler oder Publisher, sitzen tun? Selbst wenn das Problem bekannt war gab es ja sozusagen nur den Sturm nach vorn als Versuch das Problem zu lösen. Endlich einen internationalen Hit landen oder einen richtig großen Investor finden. Als Alternative sah man wohl nur den Laden dicht zu machen. Mit der Idee halt einfach eine Nische mit ganz gezielten Produkten zu beliefern kam man anscheinend nicht. Zumindest zu der Zeit nicht. Einige wenige machen das ja heute. Etwa Daedalic oder Piranha Bytes. Andere dagegen haben irgendwie doch den Sprung in den internationalen Markt geschafft. Etwa Crytek oder Blue Byte. Ersteres als eigenständiges Unternehmen auf dem Weltmarkt, letzteres ließ sich von einem Global Player kaufen.

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tobias
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Re: Die größten Fehlkäufe

Beitrag von tobias »

Axel hat geschrieben:Das ist immer so ne Urban Legend das allein Jowood für das G3 Desaster verantwortlich waren. Piranha Bytes selbst waren noch nie gut darin polierte Spiele zu veröffentlichen. Auch G1 und G2 waren Bugfeste vor dem Herren, da hat es nur niemanden gestört. Das war damals ja auch ein ziemlich chaotischer Haufen und nicht wirklich gut darin als Developer eine feste interne Struktur zu etablieren. Mittlerweile ist das anders und das merkt man auch an den Risen Spielen, aber damals konnte so ein Projekt wie G3 nicht im geringsten funktionieren. Könnte es auch heute nicht, deswegen sind die Risen Spiele vom Umfang auch wieder kleiner geworden.
Immer alles auf den Publisher schieben ist ja ein bekannter Mythos in der Spielebranche. Er wurde ja auch bereits von Andre und Jochen im Podcast thematisiert.

Gothic I und II waren, wie eben fast alle Spiele aus Deutschland aus der Epoche, ebenso von massiven Bugs bei Release geplagt. Ich schrieb ja in den vorherigen Posts bereits, dass es sich dabei um ein epidemisches Problem der damaligen deutschen Spieleindustrie handelte. Auf der anderen Seite war es aber bei Gothic 3 auch besonders schlimm. Klar lag das auch am Entwickler. Auch da hätte man sehen können das man sich übernommen hat oder das der Publisher sich da übernimmt. Dazu gehören eben immer zwei.

Und klar: diejenigen die das große Debakel der deutschen Spielebranche überlebt haben taten dies weil sie sich professionalisiert hatten oder ein besseres Geschäftsmodell hatten.

Snaf
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Re: Die größten Fehlkäufe

Beitrag von Snaf »

Axel hat geschrieben:Das ist immer so ne Urban Legend das allein Jowood für das G3 Desaster verantwortlich waren. Piranha Bytes selbst waren noch nie gut darin polierte Spiele zu veröffentlichen. Auch G1 und G2 waren Bugfeste vor dem Herren, da hat es nur niemanden gestört. Das war damals ja auch ein ziemlich chaotischer Haufen und nicht wirklich gut darin als Developer eine feste interne Struktur zu etablieren. Mittlerweile ist das anders und das merkt man auch an den Risen Spielen, aber damals konnte so ein Projekt wie G3 nicht im geringsten funktionieren. Könnte es auch heute nicht, deswegen sind die Risen Spiele vom Umfang auch wieder kleiner geworden.

Dem wiederspreche ich nicht. Natürlich waren auch G1 und G2 Bug verseucht, aber noch nicht in der Größenordnung wir G3. Das hat ganz sicher auch was mit der schieren Größe des Spiels zu tun, wie du schon beschrieben hast.

Da bin ich aber trotzdem wieder bei schlechtem Management und dem Business Case. Jowood kannte die Qualifikation von Piranha Bytes, wieso gaben die einem solchen Projekt dann grünes Licht? Das ist nicht nur finanzieller Selbstmord, sondern auch Marketing technisch.

Ist aber alles ohne Insider Wissen aus der Zeit kaum zu diskutieren. Ich sitz jetzt natürlich auf meinem hohen Thron und meckere, wie sowas nur passieren konnte. Aus damaliger Sicht haben viele Entscheidungen bestimmt Sinn gemacht oder waren eben die letzte Möglichkeit.

Ich bin mal gespannt was Piranha Bytes mit ELEX abliefert. Risen 1 fand ich großartig. Bei den anderen beiden Teile habe ich es bisher nicht geschafft länger als 2 Stunden zu spielen, weil bei beiden Teilen der Einstieg grauenhaft war.

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christianneffe
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Re: Die größten Fehlkäufe

Beitrag von christianneffe »

Ich habe es glaube ich schon mal im Nintendo-Thread ausgeführt: mein größter Fehlkauf aller Zeiten war die Wii.
Als riesiger Nintendo-Fan musste die mir natürlich noch im Jahr des Releases ins Haus und ich hatte auch tatsächlich viel Spaß mit dem frischen Wii-Sports und dem gleich dazugekauften Zelda: Twilight Princess. Für etwa 3 bis 4 Wochen. Und seitdem verstaubt das Ding unter meinem Fernseher, Sämtliche Kabel und Controller habe ich mittlerweile weggeräumt, ganz ganz selten schließe ich sie nochmal an, um ein altes Gamecube-Spiel einzulegen.
Ein einziges weiteres Spiel - Metroid Prime 3 - habe ich mir noch im Laufe der Jahre gekauft, allerdings auch nie ausgepackt. Ich werde mich wohl auch nicht von der Konsole trennen, da ich immer noch so viele tolle GC-Spiele aus früheren Tagen habe, die ich mal wieder einlegen will. Aber gemessen an dem Geld, das ich in das Gerät investiert habe, war das definitiv einer der teuersten Fehlkäufe meines Lebens.

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christianneffe
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Re: Die größten Fehlkäufe

Beitrag von christianneffe »

Axel hat geschrieben:Dann hol doch wenigstens noch die 10-15 Must Haves für die Wii nach. Super Mario Galaxy, Xenblade Chronicles, etc. Die bekommt man doch alle auf Ebay hinterhergeworfen.
Ganz ehrlich: dazu fehlt mir jegliche Zeit und Motivation (das Geld ist jetzt nicht das Problem). Mein Pile of Shame wird immer größer, obwohl ich nicht mal annähernd so viele Spiele mehr kaufe, wie in den letzten Jahren. Ich bin froh, wenn ich mal die Zeit finde, um halbwegs aktuelle zu spielen oder meinen Stapel abzuarbeiten. Du kannst mir ja mal auf irgendeinem Wege die Liste der 10-15 Titel zukommen lassen, vielleicht hole ich ja 2 oder 3 Stück nach. Aber ehrlich gesagt habe ich auch keine wirkliche Lust, nochmal mit dieser Wiimote auf meiner Couch rumzufuchteln und mich über die unpräzise Bewegungssteuerung aufzuregen ^^

Santiago Garcia
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Re: Die größten Fehlkäufe

Beitrag von Santiago Garcia »

Eindeutig X: Rebirth. Ich hatte ja schon in X3:Terran Conflict bzw. Albion Prelude mehrere hundert Stunden versenkt und meinte deshalb ich wüsste, worauf ich mich einlasse - unterirdische Präsentation, belanglose "Story", ein User Interface, das man nur als benutzerfeindlich bezeichnen kann etc. Dass das Spiel bei Release einfach nur kaputt war, hat mich dann doch ziemlich kalt erwischt.

Wem das Spiel gar nicht kennt, kann ich Super Bunnyhop's Review ans Herz legen: https://www.youtube.com/watch?v=-Uj2GWkv3SM

Siel
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Re: Die größten Fehlkäufe

Beitrag von Siel »

Ehrlich gesagt wird die Liste bei mir recht kurz ^^.

Zum einen Fire Emblems für 3DS und zum anderen Dragons Prophet auf PC.
Zumindest sind es die, die mir in Erinnerungen geblieben sind ^^ in Zukunft kommt eventuell Star Citizen dazu, wo ich
gut und gerne 1400€ versenkt habe! Aber das wird sich erst noch zeigen ^^

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Shai-Hulud
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Re: Die größten Fehlkäufe

Beitrag von Shai-Hulud »

Metal Gear Solid 5
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sid zung
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Re: Die größten Fehlkaufe

Beitrag von sid zung »

derFuchsi hat geschrieben:Bei mir war das wohl der Amiga 1200.
Die Commodore-Jünger der damaligen Zeit haben alle diesen schweren Schritt machen müssen - wenn auch nicht alle vom 1200er. :mrgreen:
Da fällt mir immer die Lagerfeuer-Geschichte von meinem 1000er ein, wo ich vor der Workbench- noch die Kickstart-Diskette einlegen musste. *hust*

Dober
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Re: Die größten Fehlkäufe

Beitrag von Dober »

Gemessen an den €, die ich investiert habe, wird das wohl in den letzten Jahren Uncharted gewesen sein. Als geiziger PC-Spieler gebe ich ja kaum mehr als 10,- € für Spiele aus und habe im Vergleich dazu vergleichsweise teuer Uncharted 1-3 und The Last Of Us im Sale gekauft, als ich mir eine PS3 zugelegt hatte. Während sich die (ich glaube) 29,99 € für Last Of Us voll gelohnt haben war vor allem bei Uncharted 1 jeder Cent zuviel.

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Vinter
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Re: Die größten Fehlkäufe

Beitrag von Vinter »

Definitv und ohne Zweifel Elite:Dangerous.
Meines Erwachtens ist das nicht mal ein Spiel. Das ist eine Techdemo. Starte, Landen, Fliegen, Schießen funktioniert. Auf einer rein mechanischen Ebene, im Sinne von: Ich drücke den Knopf und das Spiel reagiert, wie ich es erwarte.

Darüber hinaus ist einfach NICHTS im Spiel,was spielenswert wäre. 400.000.000.000 Sternensysteme lang prozedurales Rauschen ohne Sinn und Verstand.
Es gibt überhaupt nichts, was sich lohnen würde, in diesem Spiel zu machen. Weder ist das Schiff ausrüsten komplex, noch gibt es sowas wie eine Progression, noch gibt es einen Grund sich mit Spielern anzufreuden oder zu bekämpfen und es gibt auch keinen Grund, warum dieses Spiel nicht lediglich aus 4 Systemen statt 400.000.000.000 besteht, denn es macht einfach keinen Unterschied. Alles was dir in diesem Spiel begegnet ist willkürlich, nichts ist interessant. Es gibt nicht mal eine Möglichkeit, sich irgendwie selbst ein Ziel zu setzen und gezielt daraufhin zu arbeiten, denn eigentlich bietet dir das Spiel auch keinerlei Ziele an, die man verfolgen könnte. Selbst das aufsammeln von Kopfgeld ist willkürlich, da scheinbar derjenige das Kopfgeld erhält, der den letzten Treffer abgegeben hat - man muss also nur im rechten Moment in der Nähe eines quasi-toten Gegners sein und abdrücken, um andere Spieler um ihren Lohn zu bringen. "Fassungslos" beschreibt noch am ehesten mein Gefühl, wenn ich mir anschaue, wie undurchdacht und mit wievielen offensichtlichen Designmängeln dieses Machwerk an den Start gegangen ist. Elite:Dangerous fehlt einfach alles und nichts von den Systemen die drin sind - abseits jetzt mal der generellen Flugsteuerung - funktionieren auch nur annähernd gut oder spielen zusammen, so das soetwas wie Spaß aufkommen könnte. Das ganze Ding ist heillos zusammengeschustert. Ein einziges Sammelsurium von nicht mal halbgar umgesetzten Spielsysteme.

Ich hab schon viele schlechte Spiele gespielt, die meisten davon einfach "nur" langweilig, aber Elite:Dangerous wirkt, als hätte jemand versucht, absichtlich alles falsch zu machen, was falsch zu machen wäre.

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Harlekin1781
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Re: Die größten Fehlkäufe

Beitrag von Harlekin1781 »

Elite Dangerous ist schon Hard aber für mich gibt es keinen Größeren Fehlkauf als Watchdogs die Entwicklung habe ich über Jahre verfolgt :D

Aber ich war so dermaßen Maßlos Enttäuscht :evil:

Das Ganze Thema Hacking wurde einfach Komplett ins Lächerliche gezogen zu einer reinen One Button Mechanik .

Einfach Grenzenlos Schlecht :cry:

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lipt00n
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Re: Die größten Fehlkäufe

Beitrag von lipt00n »

Okay, ich habe den größten Fehlverkauf meines Lebens zu beichten, der bis heute an mir nagt:

Ich habe anno 99/00 als 13 oder 14jähriger meinen voll funktionstüchtigen Amiga 500 inkl. Spiele für lächerliche 50 Mark auf dem Flohmarkt verkauft. :oops: :cry: :roll: :( :o :shock: :?

SHAME ON ME!

Ich denke da so oft dran und ich hasse mich dafür so sehr, das könnt ihr euch nicht vorstellen. Auch heute noch habe ich Flashbacks und sehe das Gesicht des MIttvierzigers, der mir das Geld überreicht. Es verfolgt mich noch immer. Das war die schrecklichste und "falscheste" Veräußerung meines Lebens.
Bild
Mal wieder unterwegs: dorfkartoffel.com

lolaldanee
Beiträge: 1101
Registriert: 2. Jun 2016, 14:05

Re: Die größten Fehlkäufe

Beitrag von lolaldanee »

Hm, Risen 2 fällt mir da so als erstes ein
als großer fan von Risen 1, vor allem dessen fantastisches Kampfsystems, hat es mich einfach weggeblasen WIE schlecht das Kampfsystem in Risen 2 ist..
es wirkt als WOLLTEN sie die maximal mögliche Verschlechterung erreichen :? ... und die Graphik war auch noch schlechter als im Vorgänger
der Rest des Spiels war eigentlich imer noch gut, wenn auch nicht so gut wie die anderen Prianha Spiele (etwa diese zerstückelung in Inseln), aber der Kern des Spiels macht einfach alles falsch was geht :/

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