Feierabendbier: Langeweile Rising?

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Smutje187
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Feierabendbier: Langeweile Rising?

Beitrag von Smutje187 »

Kein inhaltlicher Kommentar, aber 05:45: „Du wachst da in den tiefsten Katakomben aus deinem Sarg auf und dann latsch'ste los um jetzt sozusagen die Welt vampirisch zu unterJOCHEN". Gnihihi.
imanzuel
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Re: Feierabendbier: Langeweile Rising?

Beitrag von imanzuel »

Gut das der Thread erstellt wurde. Bin erst bei Minute 15 (die ersten 2 Kapitel), ich glaube ich kann mich an keinen Podcast mehr erinnern bei dem ich in so kurzer Zeit öfters den Kopf geschüttelt habe. Ich bin ja nicht mal ein großer Fan von dem Spiel (und das Spiel hat richtig dicke Probleme wo ich mir sicher bin die werden in dem Podcast hier gar nicht erst erwähnt) aber gerade so Aussagen wie das Spiel sei total generisch - ähm ne. Klar, Holz hacken und Steine klopfen gibt es auch in zig andere Spiele, aber das ist ja nur eine Mechanik. Das drumherum ist für ein Open World Survival Spiel extrem einzigartig. Werde später das noch fertig hören, aber falls es nicht gesagt wurde Jochen und Sebastian, habt Ihr Solo gespielt, PvE oder PvP? Custom Server oder einen der Offiziellen? Ich denke das ist auch wichtig bei der Beurteilung von dem Spiel.

Edit: Uff, Jochens "steile Thesen" sind mal so steil, das die direkt wieder berg ab purzeln. Ich kann da nur aus meine Erfahrung sprechen, aber die "90% der Spieler spielen V Rising solo" - autsch. :ugly:
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Indii
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Re: Feierabendbier: Langeweile Rising?

Beitrag von Indii »

Smutje187 hat geschrieben: 15. Jun 2022, 08:27 Kein inhaltlicher Kommentar, aber 05:45: „Du wachst da in den tiefsten Katakomben aus deinem Sarg auf und dann latsch'ste los um jetzt sozusagen die Welt vampirisch zu unterJOCHEN". Gnihihi.
Sorry, ich hab auch nichts Inhaltliches zum Spiel beizutragen, aber der Moment war heute Morgen im Badezimmer bei mir der erste Lacher des Tages, gerade auch weil von den beiden Podcastern das offenbar keiner registriert hat.
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Jochen Gebauer
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Re: Feierabendbier: Langeweile Rising?

Beitrag von Jochen Gebauer »

imanzuel hat geschrieben: 15. Jun 2022, 08:53Ich bin ja nicht mal ein großer Fan von dem Spiel (und das Spiel hat richtig dicke Probleme wo ich mir sicher bin die werden in dem Podcast hier gar nicht erst erwähnt) aber gerade so Aussagen wie das Spiel sei total generisch - ähm ne. Klar, Holz hacken und Steine klopfen gibt es auch in zig andere Spiele, aber das ist ja nur eine Mechanik
Ähm. Ne. Das ist nicht nur eine Mechanik. Das ist - zumindest in den ersten Stunden, um die es ausdrücklich geht - der Kerngameplayloop. Außerdem sagen wir an keiner Stelle, dass das Spiel generisch sei. Wir loben sogar mehrfach die Originalität des Schauplatzes und einiger Mechaniken (z.B. das Blut). Und wenn du dir schon sicher bist, dass wir dicke Probleme nicht ansprechen - was ja durchaus sein kann, es ist eben ein Feierabendbier und keine Wertschätzung - dann schreib sie doch einfach hin. Oder höre die Folge fertig und schreib sie dann hin. Ansonsten ist das nämlich kein Feedback und keine Kritik, sondern einfach ein höchstens mittelmäßiger schnöseliger Diss :ugly:
Edit: Uff, Jochens "steile Thesen" sind mal so steil, das die direkt wieder berg ab purzeln. Ich kann da nur aus meine Erfahrung sprechen, aber die "90% der Spieler spielen V Rising solo" - autsch.
Was war denn das mit weitem Abstand meistgeforderte Feature direkt nach Release? Korrekt: der Offline-Modus.
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MaxDetroit
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Re: Feierabendbier: Langeweile Rising?

Beitrag von MaxDetroit »

Schöner, interessanter Podcast mit Thesen, die auch mich zum Nachdenken gebracht haben.

Ich mag z.B. Survival und Aufbau-Spiele auch überhaupt nicht, find ich auch langweilig. Dagegen spiele ich immer gerne was wo man Sachen kaputtmachen kann. Also Gegner und Dinge zerschlagen, zerschießen, zerballern - das mache ich gerne. Auch gerne mit vielen Explosionen, einstürzenden Gebäuden und Blutfontänen. Jetzt frag ich mich gerade: Was sagt das über mich und meinen Job aus? ;)
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Desotho
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Re: Feierabendbier: Langeweile Rising?

Beitrag von Desotho »

Ich hab in dieser Art Spiele keinerlei Aktien. Wenn es von den Entwicklern als Gruppenerlebnis angelegt ist, dann sollte man nicht darauf pochen, dass das Solo-Erlebnis super sein muss.
Wenn ich mir die Steam-Seite anschaue, wird der Multiplayer da für mich als rein optional beworben.
Durchquere die Welt mit Vampirkameraden oder jage allein, während du Dörfer plünderst, Banditen überfällst und in die Gefilde übernatürlicher Bestien eindringst.
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imanzuel
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Re: Feierabendbier: Langeweile Rising?

Beitrag von imanzuel »

Jochen Gebauer hat geschrieben: 15. Jun 2022, 10:33 Was war denn das mit weitem Abstand meistgeforderte Feature direkt nach Release? Korrekt: der Offline-Modus.
Weil das Spiel always on war, dementsprechend nicht gecrackt wurde und es für die Raubkopierer keine Möglichkeit gab das zu spielen ;) Wobei ich glaube das es sogar einen Online-Bypass gab, aber der bringt halt auch seine Risiken mit sich...
Jochen Gebauer hat geschrieben: 15. Jun 2022, 10:33 Ähm. Ne. Das ist nicht nur eine Mechanik. Das ist - zumindest in den ersten Stunden, um die es ausdrücklich geht - der Kerngameplayloop. Außerdem sagen wir an keiner Stelle, dass das Spiel generisch sei.
Naja du sagst das sich das Spiel sehr nah an der generischen Formel orientiert (also Holz hacken, usw.) und das es ein generischer Abklatsch sei. Ich würde da einfach gegenhalten dass das das Fundament des Spiels ist (so wie zum Beispiel "springen" das Fundament in Mario Spiele ist), aber nicht das Hautspiel. Würde ich meine Spielzeit in V Rising einschätzen würde ich sagen das ich zu 70% herumgelaufen und gekämpft habe. Das Spiel ist deutlich kampffokusierter als nahezu alle Open World Survival Crafting Spiele da draußen. Ich mein ich rede da aus Erfahrung, ich hab jetzt auf ca. 5 Server neu angefangen. Vom Start bis dahin wo der Rohbau des Schlosses steht, das dauert maximal 1-2 Stunden (die längste Zeit beansprucht da imo eher den richtigen Bauplatz finden :D ). Danach wird es extrem kampflastig, weil Grind in den POIs. Das man am Tag "nur ganz ganz wenig" machen kann stimmt halt auch nicht. Ich weiß wie du das meinst, das Spiel legts aber auch drauf an das man auch bei Tag aktiv kämpfen geht, schon alleine wegen dem knappen Zeitlimit bei Nacht. Deswegen soll man sich ja auch darauf mit Potions und Equipment vorbereiten. Ich verstehe auch nicht die Kritik das es zu lange dauert bis die Werkstätten da was fertig gestellt haben. Einfach mehrere hinstellen, Problem gelöst. Die kosten ja auch kein Unterhalt, von daher ist es auch egal. Wenn man da anstelle von einem gleich 5 betreibt geht alles doch auch viel schneller, oder? ;)
"Knochenaxt ... Steinaxt ... Kupferaxt... Warum sind die alle gleich?!
Nein sind die nicht :D Die kriegen bei jeder höhere Upgradestufe neue Fähigkeiten dazu. Bezüglich warum man nicht die Tage skippen kann: Blutmondmechanik.
Und wenn du dir schon sicher bist, dass wir dicke Probleme nicht ansprechen - was ja durchaus sein kann, es ist eben ein Feierabendbier und keine Wertschätzung - dann schreib sie doch einfach hin. Oder höre die Folge fertig und schreib sie dann hin.
Zum Beispiel das man mit dem Char auf den Server gebunden sind. Die offiziellen Server sind Solo, egal ob PvE oder PvP durchaus knackig. Wenn die irgendwann mal leer sind und man bei einem Boss Hilfe braucht, hat man Solo Pech gehabt. Startet man auf einen neuen Server muss man von Null anfangen. Das machen andere Spiele (Ark zum Beispiel) anders, da kann man seinen Charakter transferieren (okay, das bringt auch wieder seine ganz eigene Probleme mit sich). Das "Diener auf Missione schicken" ist auf einen Solo-Server nutzlos, weil die Server ja nicht weiterlaufen wenn man offline ist. Oder das man im Solo-PvP sich weiterhin problemlos absprechen kann. Oder das sowohl auf PvE oder PvP Server man aktiv die Schlösser von andere Spieler "einbauen" kann, so dass die weder das Gebiet verlassen noch betreten können. Da man durch Teleportion auch alle Items verliert kann man das Schloss auch nicht abbauen und dann wo anders wieder aufbauen, das Gebäude ist einfach total verloren. Und da gibts noch mehr solche assige Sachen die ich massiv kritisch finde an dem Spiel.

Insgesamt zu dem Podcast, du (Jochen) und auch im Podcast sagt Ihr ja selber das ist keine Wertschätzung. Also fair enough. Ich finde der kurze Einblick wird dem Spiel aber halt nicht gerecht. Es ist ein deutliches Coop und sehr stark PvP-fokusiertes Spiel mit PvE-Inhalte (also auch anders als Rust oder DayZ). Raids, Schlossbelagerungen, Schlossverteidigung(!) mit den Dienern, das findet Solo oder auf PvE-Servern einfach nicht statt. Wenn man das Solo spielt, so wie die Podcaster (oder auch ich hab das zum großen Teil so gespielt) dann fehlt halt die Hälfte des Erlebnis. Das negiert die Aussagen im Podcast halt nicht, das waren wohl reine Solo-Erfahrungen. Es sollte aber auch klar sein das man so das Spiel auch nicht spielen soll, gerade bei so einem skill-basierten Kampfsystem.
Desotho hat geschrieben: 15. Jun 2022, 11:42 Wenn ich mir die Steam-Seite anschaue, wird der Multiplayer da für mich als rein optional beworben.
Durchquere die Welt mit Vampirkameraden oder jage allein, während du Dörfer plünderst, Banditen überfällst und in die Gefilde übernatürlicher Bestien eindringst.
Ich glaube der von dir zitierte Satz bezieht sich eher darauf das man auf Multiplayer-Server (und ich glaube stand jetzt gibt es ja nur Server, egal ob man Solo spielt oder mit mehreren) auch Solo spielen kann oder muss (PvP-Solo Server).
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Jochen Gebauer
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Re: Feierabendbier: Langeweile Rising?

Beitrag von Jochen Gebauer »

imanzuel hat geschrieben: 15. Jun 2022, 12:09Weil das Spiel always on war, dementsprechend nicht gecrackt wurde und es für die Raubkopierer keine Möglichkeit gab das zu spielen
Aha. Und als Reaktion darauf hat der Entwickler umgehend einen Offline-Mode nachgepatcht. Damit die Raubkopierer ihre gecrackte Version spielen können. Das klingt plausibel. Dass der Entwickler einen Offline-Mode nachpatchte, weil die ehrlichen Käufer den extrem zahlreich und vehement forderten, eben weil sie das Spiel solo und offline spielen wollen, ist hingegen völlig unwahrscheinlich. Welcher Entwickler will schon seinen zahlenden Kunden Wünsche erfüllen, wenn er stattdessen was für die Betrüger machen kann :mrgreen:

Das Ganze ist imho wieder so ein klassischer Fall, wo eine Minderheit von Mehrspieler-(PvP)Spielern einfordert, dass man das Spiel gefälligst so zu beurteilen haben wie sie es spielen. Spielt man es anders - auch wenn vom Entwickler ausdrücklich so beschrieben und mit Features untermauert - dann spielt man es falsch. Ich weiß nicht mehr, wie die logical fallacy zu dieser "Argumentation" heißt, aber ich bin mir sicher, es gibt sie :mrgreen:
imanzuel
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Re: Feierabendbier: Langeweile Rising?

Beitrag von imanzuel »

Na der Offline Modus musste kommen weil die schon weit vor Release damit geworben haben. Das ein paar (viele) der Käufer den auch wollten steht ja außer Frage. Wenn ich mir allerdings die Serverzahlen anschaue habe ich nicht das Gefühl das "90% das Offline spielen". Das von einschlägigen Seiten sehr viel Gejammer über "Always Online" kamen ist halt so. Ich denke du bist gut vernetzt, du wirst schon wissen welche Seiten ich meine. Es sind halt auch immer die selben Leute die dann öffentlich bei Steam darüber jammern wenn ein Spiel Denuvo hat. Aber wenn du der Meinung bist das die überhaupt keinen Teil der Forderungen nach einem Offline-Modus ausmachen, joa gut. Ich bleib bei meiner Meinung.

Was du mir (sofern es an mich gerichtet war) mit dem zweiten Absatz sagen möchtest keine Ahnung.
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Terranigma
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Re: Feierabendbier: Langeweile Rising?

Beitrag von Terranigma »

Sonderlich reizen tut's Spiel mich nicht und Zahlen bzgl. des Verhältnis von Einzel-/Mehrspieler habe ich nicht zur Hand, aber zumindest im Hinblick auf das eigene Spielverhalten sowie mein Umfeld bezogen: es kame mir nie in den Sinn, so'n Spiel alleine zu spielen - gerade im Koop scheint mir dir der Reiz solcher Titel zu liegen. Eben entweder gemeinsam etwas aufzubauen oder in Konkurrenz zueinander, aber als Einzelspielererfahrung stelle ich mir dies ausgesprochen dröge vor.

Zumindest wäre ich überrascht, wenn es im Allgemeinen nicht als Mehrspieler-Titel wahrgenommen und überwiegend so gespielt würde. Mag mich natürlich irren.
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Jochen Gebauer
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Re: Feierabendbier: Langeweile Rising?

Beitrag von Jochen Gebauer »

Die 90% waren natürlich feierabendbierig übertrieben. Aber würde mich null wundern, wenn 60-70% das regelmäßig solo spielen. Kriegt man auch öfter mit von Entwicklern, wie wenig Spieler solche vermeintlichen Multiplayerspiele wirklich Multiplayer spielen.
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MaxDetroit
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Re: Feierabendbier: Langeweile Rising?

Beitrag von MaxDetroit »

Jochen Gebauer hat geschrieben: 15. Jun 2022, 13:05
imanzuel hat geschrieben: 15. Jun 2022, 12:09Weil das Spiel always on war, dementsprechend nicht gecrackt wurde und es für die Raubkopierer keine Möglichkeit gab das zu spielen
Aha. Und als Reaktion darauf hat der Entwickler umgehend einen Offline-Mode nachgepatcht. Damit die Raubkopierer ihre gecrackte Version spielen können. Das klingt plausibel. Dass der Entwickler einen Offline-Mode nachpatchte, weil die ehrlichen Käufer den extrem zahlreich und vehement forderten, eben weil sie das Spiel solo und offline spielen wollen, ist hingegen völlig unwahrscheinlich. Welcher Entwickler will schon seinen zahlenden Kunden Wünsche erfüllen, wenn er stattdessen was für die Betrüger machen kann :mrgreen:

Das Ganze ist imho wieder so ein klassischer Fall, wo eine Minderheit von Mehrspieler-(PvP)Spielern einfordert, dass man das Spiel gefälligst so zu beurteilen haben wie sie es spielen. Spielt man es anders - auch wenn vom Entwickler ausdrücklich so beschrieben und mit Features untermauert - dann spielt man es falsch. Ich weiß nicht mehr, wie die logical fallacy zu dieser "Argumentation" heißt, aber ich bin mir sicher, es gibt sie :mrgreen:
Hier würde ich mal voll zustimmen.

Erstmal: Jedes Spiel macht mit Freunden mehr Spass. Wenn ich dann immer lese: Mit Freunden macht Spiel sicher mehr Spass bzw. kann man ein paar Prozentpunkte draufrechnen ... Ja, klar! Allein schon das man mit Freunden was zusammen zockt hebt ja schon den Spielspass. Mit Freunden kann ich sogar bei Rainbow Six Extraction oder Aliens Fireteam Elite richtig viel Spass haben. Das ist für mich immer wieder so eine dämliche Aussage das das Spiel mit Freunden sicherlich besser ist, das gilt für jedes Spiel mit Multiplayer-Komponente gleichermaßen.

Bei Multiplayer Titeln erwarte ich deshalb eigentlich immer auch eine Einschätzung / Wertung zur Spielerfahrung im Solo- bzw. viel viel wichtiger zum Mode in dem ich mit Fremden / Randoms zusammen spiele. Ich möchte ja so ein Spiel auch mal anschmeißen können wenn gerade nicht alle meine Freunde online sind und ich einfach mal so eine Stunde totaschlagen möchte. Und hier ist die Frage: Kann ich V Rising überhaupt mit Fremden zusammen spielen? Gibt es da Random Server? Werde ich da gleich abgemetzelt oder toxisch angemacht? So was.
Severin
Beiträge: 25
Registriert: 16. Okt 2015, 09:15

Re: Feierabendbier: Langeweile Rising?

Beitrag von Severin »

Zu dem ganzen Aspekt der kapitalistischen Struktur in Spielen würde ich mal die Paidia Sonderausgabe "Marx und das Computerspiel" in den Ring werfen:

https://www.paidia.de/sonderausgaben/so ... uterspiel/

In den Game Studies ist das Thema durchaus etabliert und fällt keinesfalls unter den Tisch, wie Jochen es am Ende im Bezug auf "die Lehre" andeutet. Teilweise ist das so präsent, dass es schon Teil von Memes über den Fachbereich geworden ist:
SpoilerShow
E0TAbeWXsAIz5bt.png
E0TAbeWXsAIz5bt.png (86.48 KiB) 1416 mal betrachtet
Edit: Eines der Standardwerke auf das sich in dem Bereich immer wieder bezogen wird ist z.B. "Games of Empire - Global Capitalism and Video Games"
von Dyer-Witheford und de Peuter, erschienen 2009. Ist also schon länger ein Thema.

https://www.upress.umn.edu/book-divisio ... -of-empire
Zuletzt geändert von Severin am 15. Jun 2022, 16:26, insgesamt 2-mal geändert.
lolaldanee
Beiträge: 1676
Registriert: 2. Jun 2016, 14:05

Re: Feierabendbier: Langeweile Rising?

Beitrag von lolaldanee »

@Severin
des ist großartig :D
Rigolax
Beiträge: 841
Registriert: 20. Feb 2018, 15:53

Re: Feierabendbier: Langeweile Rising?

Beitrag von Rigolax »

MaxDetroit hat geschrieben: 15. Jun 2022, 15:13 Erstmal: Jedes Spiel macht mit Freunden mehr Spass. Wenn ich dann immer lese: Mit Freunden macht Spiel sicher mehr Spass bzw. kann man ein paar Prozentpunkte draufrechnen ... Ja, klar! Allein schon das man mit Freunden was zusammen zockt hebt ja schon den Spielspass. Mit Freunden kann ich sogar bei Rainbow Six Extraction oder Aliens Fireteam Elite richtig viel Spass haben. Das ist für mich immer wieder so eine dämliche Aussage das das Spiel mit Freunden sicherlich besser ist, das gilt für jedes Spiel mit Multiplayer-Komponente gleichermaßen.
Ach, ich weiß nicht. Es hängt doch auch vom Multiplayer-Spiel, der individuellen Disposition oder zumindest der Gefühlslage zum Zeitpunkt des Spielens und auch von den Freunden ab. So pauschal halte ich das für recht normiert, persönlich denke ich nicht, dass ich bei jedem (potentiellen) Multiplayer-Spiel immer mehr Spaß hätte, wenn ich es mit Freunden spielen würde. Das ist für mich so sinnvoll, wie zu behaupten, jeder Film macht mehr Spaß, wenn man ihn mit Freunden sieht und das würde ich pauschal verneinen, jedenfalls kommt es doch drauf an. Selbst (gute) Freunde können manchmal nerven, manchmal möchte man etwas für sich selbst/alleine erschließen und kann dabei viel Spaß haben bzw. mehr Spaß als sonst und ein gutes Multiplayer-Spiel funktioniert in der Regel auch noch alleine, ich denke etwa auch an FPS oder Moba, wo Solo-Queue doch auch (mehr) Spaß machen kann. Aber okay, ich habe vielleicht leicht misanthropische Tendenzen. :ugly:
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Jochen Gebauer
Beiträge: 832
Registriert: 1. Nov 2020, 17:41

Re: Feierabendbier: Langeweile Rising?

Beitrag von Jochen Gebauer »

Severin hat geschrieben: 15. Jun 2022, 15:32
Ach guck! Danke! Das ging total an mir vorbei. Wir haben halt die beste Community!
GranatenHorst
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Re: Feierabendbier: Langeweile Rising?

Beitrag von GranatenHorst »

Hallo Zusammen,

ich möchte hier kurz die Gelegeheit nutzen zu Erklären warum zwei Freunde und ich genau diese Spiele wie Valheim oder eben nun V-Rising gerne spielen.

Zur Situation : Wir sind 3 Freunde mitte 40 die immer noch gerne am PC zusammen spielen am liebsten COOP Titel. Aus beruflichen Gründen ist es nicht mehr möglich dafür solch zeitlich intensive Spiele wie WoW oder ähnliche MMOs zu nutzen. Wir schaffen es maximal ein oder zwei Abende pro Woche zu finden an denen wir alle zeit haben und gleichzeitig Job Stress usw mässig es nur noch für Couch und Netflix reicht.

Zu diesem Zweck suchen wir immer Spiele mit denen wir uns in diesem Tempo fortbewegen können, aber nicht von den täglichen spielern komplett abhängen lassen. Deshalb fällt PVP meist raus. Ein Spiel in dem wir über 2-4 Monate oder länger Etwas "Aufbauen/Erschaffen" kann. Idealer weie so das auch einer alleine mal online sein kann und eben z.b. Holz fällt oder Steine Sammelt damit die gemeinsame Burg / Vampierschloss oder Vikinger Dorf weiter wachsen kann. Wenn wir dann alle gemeinsam online sind machen wir Dungeon Raids oder jagen Bosse usw soweit möglich.

So haben wir z.B. Conan Exiles sehr gerne gespielt, bis und durch Urlaub und zu langer Offline Zeit unsere komplette Basis zusammengefallen ist. Genauso haben wir Valheim lange gespielt, The Forest und nun eben V-Rising.

Uns ist es dabei fast egal das wir uns in jedem dieser Spiele durch die Stein Kuper Eisen Stahl zy Stufe arbeiten mussten. Haupt ziel ist es für die nächsten Wochen eine nette Welt zum erkunden zu haben und anders als nach 150 Runden Battlefield nur ein paar Waffenbauteile freigeschaltet zu haben und sonst eher keine Spur seines Handelns zu sehen.

Für uns ist es nicht wichtig schnell Max level zu haben oder möglichst schnell mit dem Spiel "Fertig oder Durch " zu sein. Wichtig ist im Zeitrahmen eines Abends etwas erreichen zu können und die Aussicht auf etwas neues oder mindestens bessere Items in nicht all zu ferner Zukunft zu haben.

Wenn wir uns also dann vielleicht 3 oder 4 Monate mit dem Spiel beschätigen konnten ohne jeden Abend 10 mal den gleichen "Baal" Run erledigen zu müssen, dann war das ein gutes Spiel. Ob wir da nun level 30 von 60 oder nur 16 von 25 Karten gebieten gesehen haben ist weniger wichtig.

Es ist bestimmt schwer ein solches für uns ideales oder auch nur "gutes" Spiel mit den Werkzeugen und dem Massstab eines klassischen Spiele Journalisten bewerten zu können oder zu müssen.

Was aber auch nicht bedeutet das wir uns über ein Spiel mit einer komplett anderen Gameplay Mechanik nicht auch freuen würden.

Ob wir damit die abslute Minderheit derer darstellen die im Moment Spass mit V-Rising haben oder ob es viele wie uns gibt kann ich nicht einschätzen.
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Jochen Gebauer
Beiträge: 832
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Re: Feierabendbier: Langeweile Rising?

Beitrag von Jochen Gebauer »

GranatenHorst hat geschrieben: 15. Jun 2022, 17:54ich möchte hier kurz die Gelegeheit nutzen zu Erklären warum zwei Freunde und ich genau diese Spiele wie Valheim oder eben nun V-Rising gerne spielen
Danke dir für die Erläuterungen. Kann ich sehr gut nachvollziehen.

Interessant finde ich, dass einige im Podcast angesprochenen Aspekte scheinbar voll auf dich zutreffen. Zum Beispiel, das Gefühl, etwas geschafft bzw. erschaffen zu haben. Also produktiv in dieser virtuellen Welt gewesen zu sein - trotz vielleicht manchmal monotoner Mechaniken. Spannend.
skade
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Registriert: 18. Jun 2020, 12:32

Re: Feierabendbier: Langeweile Rising?

Beitrag von skade »

Für mich war interessant an dem Gespräch, dass mir klarer wurde, warum ich Subnautica mag und wenig von dem Rest des Genres. Zum einen, weil der Basisbau wirklich sehr optional ist (wie Jochen das zu Terrarium erklärt) und das Resourcen-Sammeln sehr nebenher geschieht. Das Kistenkruscheln find ich zwar auch nervig, aber das ist okay. Das Erkunden der Umgebung, gerade mit dem doch ganz gut getroffenen Tauchgefühl machen für mich den großen Spass an dem Spiel aus.
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Smutje187
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Wohnort: Edinburgh

Re: Feierabendbier: Langeweile Rising?

Beitrag von Smutje187 »

Antikapitalismuswochen bei The Pod heißt im Sonntagscast diese Woche kein Verweis auf Bewertungen, Bekanntheit und Wachstum? :angel:
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