Killerspiele - Der Streit eskaliert und andere Dokus

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derFuchsi
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Killerspiele - Der Streit eskaliert und andere Dokus

Beitrag von derFuchsi »

Recht interessante Doku über das Thema "Killerspiele" mit bekannten Gesichtern, u.A. Gunnar Lott.
Hier wird nicht wieder das alte Thema aufgewärmt sondern die damaligen Diskussionen an sich werden beleuchtet.
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/" onclick="window.open(this.href);return false; ... -eskaliert

(nochmal auf Youtube)
Zuletzt geändert von derFuchsi am 3. Okt 2016, 21:26, insgesamt 1-mal geändert.
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Dr. Zoidberg [np]
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Re: Killerspiele - Der Streit eskaliert

Beitrag von Dr. Zoidberg [np] »

Ich empfehle, davor Teil 1 der Doku anzuschauen: https://www.youtube.com/watch?v=V5MEf-BsnpA

Die Doku ist übrigens von Christian Schiffer, Herausgeber der wasd.

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derFuchsi
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Re: Killerspiele - Der Streit eskaliert

Beitrag von derFuchsi »

Ah, danke :)
Oder hier offiziell.
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Stammbräu
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Re: Killerspiele - Der Streit eskaliert

Beitrag von Stammbräu »

Hier ein Gamestar-Interview mit Christian Schiffer.
"Der Mann hinter der Killerspiel-Doku"

http://www.gamestar.de/videos/gamestar- ... 88680.html
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JayTheKay
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Re: Killerspiele - Der Streit eskaliert

Beitrag von JayTheKay »

Axel hat geschrieben:Ich weiß nicht, ich fand die Sendung jetzt doch sehr einseitig. Ein paar mehr unterschiedliche Meinungen hätte schon ganz gut getan. Da der Autor der "Doku" ja selbst Herausgeber der WASD ist, verbuche ich das mal unter PR der Spieleindustrie.
Für dich ist also der Herausgeber eines Magazins mit Spielethematiken Teil der "Spieleindustrie". Ist das nicht etwas sehr undifferenziert?
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Max
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Re: Killerspiele - Der Streit eskaliert

Beitrag von Max »

Axel hat geschrieben:Ich weiß nicht, ich fand die Sendung jetzt doch sehr einseitig. Ein paar mehr unterschiedliche Meinungen hätte schon ganz gut getan. Da der Autor der "Doku" ja selbst Herausgeber der WASD ist, verbuche ich das mal unter PR der Spieleindustrie.
Wenn die Doku die Frage "Sind Spiele wirklich gewaltfördernd?" aufgreifen würde, würde ich dir vermutlich zustimmen. Hier geht es ja aber nicht um den Gegenstand der Debatte, sondern um die Art und Weise, wie die Debatte geführt wurde. Und da fand ich die Auswahl der Interviews mit der damaligen Leiterin der Prüfstelle sowie Günther Beckstein (immerhin einer der lautesten Vertreter der "Gegenseite") ausreichend differenziert.

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Dr. Zoidberg [np]
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Re: Killerspiele - Der Streit eskaliert

Beitrag von Dr. Zoidberg [np] »

JayTheKay hat geschrieben:
Axel hat geschrieben:Ich weiß nicht, ich fand die Sendung jetzt doch sehr einseitig. Ein paar mehr unterschiedliche Meinungen hätte schon ganz gut getan. Da der Autor der "Doku" ja selbst Herausgeber der WASD ist, verbuche ich das mal unter PR der Spieleindustrie.
Für dich ist also der Herausgeber eines Magazins mit Spielethematiken Teil der "Spieleindustrie". Ist das nicht etwas sehr undifferenziert?
Zumal Christian Schiffer in erster Linie Redakteur beim Bayerischen Rundfunk ist. Das mit der wasd macht er nebenbei und ist (wenn ich das auch richtig verstehe) eher ein Nullsummengeschäft.

Ansonsten stehe ich auf Max' Seite. Immerhin wurden in der Doku beiden Seiten der damaligen Diskussion ausführlich geschildert, eben auch aufgrund der gewählten Interviewpartner. Wo dir da die Differenzierung fehlt ist mir gerade nicht klar.

Was mich an der Doku gestört hat war die Musik. Ich mag zwar selber elektronische Musik, ich fand sie bei der Doku aber in fast allen Fällen total unpassend (zumindest die gewählten Titel).

Stammbräu
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Re: Killerspiele - Der Streit eskaliert

Beitrag von Stammbräu »

@ Axel

Also die Frage "Sind Spiele wirklich gewaltfördernd", kann man in diesem Zusammenhang natürlich aussparen. Das ist ja die Regel.

Ich habe in der Doku auch nicht den Grundtenor vernommen, dass Spiele nicht gewalttätig machen würden, sondern nur die Feststellung, dass die Medien damals Unsinn fabrizierten. Der Umkehrschluss, "das Gegenteil vom Gelogenen muss dann also wahr sein", entsteht oft reflexartig im Kopf des Zusehers. Denke nicht, dass das hier absichtlich der Fall gewesen wäre.
So wie: "Droge X lässt beim Konsum gar nicht die Welt untergehen? Na dann muss das Zeug ja harmlos sein!"

Der dritte Teil der Doku kommt noch. Wer weiß, welche Fässer geöffnet werden?

Im "Großen" bin ich aber ganz bei dir :)
Ein interdisziplinärer 10-Teiler, wäre mich auch lieber! Wir können ja im Forum mit Konzepten zu verschiedenen Debatten beginnen. Wenn die Berufstrinker mit der Weltherrschaft gut voran kommen, könnte ja mal was daraus werden ;)
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Dr. Zoidberg [np]
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Re: Killerspiele - Der Streit eskaliert

Beitrag von Dr. Zoidberg [np] »

Axel hat geschrieben:
Max hat geschrieben:Wenn die Doku die Frage "Sind Spiele wirklich gewaltfördernd?" aufgreifen würde, würde ich dir vermutlich zustimmen. Hier geht es ja aber nicht um den Gegenstand der Debatte, sondern um die Art und Weise, wie die Debatte geführt wurde.
Kann man die Frage "Sind Spiele wirklich gewaltfördernd" denn wirklich in diesem Zusammenhang aussparen?
Ja, kann man, denn das war überhaupt nicht das Ziel und Thema dieser Dokumentation.
Zumal der Grundtenor ja eher war "Spiele mit expliziten Gewaltgehalt machen nicht gewalttätig und die Medien damals haben nur Unsinn fabriziert"
Den Grundtenor konnte ich ehrlich gesagt nicht erkennen. Gibt es bestimmte Stellen, an denen du das ausmachst? Würde mich tatsächlich interessieren.
Tut mir leid, aber genau das meine ich mit Einseitigkeit - zumal die Forschung bis heute keine abschließende Antwort zum Thema formuliert hat. Natürlich sind da einige übers Ziel hinausgeschossen damals, aber das jetzt im Nachhinein so dermaßen zu simplifizieren ist weder geschickt noch irgendwie hilfreich in der Bewertung sowie in der Debatte was solche Spiele mit dem Gehirn machen - die wird ja bis heute geführt, zum Glück aber nicht in den Massenmedien.
Wenn die Forschung noch keine abschließende Antwort formuliert hat (und das wird sie vermutlich auf Jahre hinaus auch nicht), wo ist dann der Wert darin, die Frage "Sind Spiele wirklich gewaltfördernd?" in diese Dokumentation mit aufzunehmen? Verstehe ich nicht.

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Dr. Zoidberg [np]
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Re: Killerspiele - Der Streit eskaliert

Beitrag von Dr. Zoidberg [np] »

Stammbräu hat geschrieben:Der dritte Teil der Doku kommt noch. Wer weiß, welche Fässer geöffnet werden?
Brauchst du glaube ich nicht erwarten ;) Im weiter oben verlinkten Gamestar Gespräch hat Christian Schiffer bereits gesagt, dass es da eher um einen Ausblick gehen wird. In etwa in die Richtung wie: Wird VR die Gewaltdebatte neu entfachen?

Stammbräu
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Re: Killerspiele - Der Streit eskaliert

Beitrag von Stammbräu »

Dr. Zoidberg [np] hat geschrieben:
Stammbräu hat geschrieben:Der dritte Teil der Doku kommt noch. Wer weiß, welche Fässer geöffnet werden?
Brauchst du glaube ich nicht erwarten ;) Im weiter oben verlinkten Gamestar Gespräch hat Christian Schiffer bereits gesagt, dass es da eher um einen Ausblick gehen wird. In etwa in die Richtung wie: Wird VR die Gewaltdebatte neu entfachen?
Ahja, da war was! Danke für den Hinweis!
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boller
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Re: Killerspiele - Der Streit eskaliert

Beitrag von boller »

Nach der schrecklichen Tat in München bringt unser Innenminister Thomas de Maizière mit maximaler medialer Reichweite in der Tagesschau die Killerspiel-Debatte zurück:


Thomas de Maizière: "Es ist nicht zu bezweifeln, so war es auch in diesem Fall, dass das unerträgliche Ausmaß von gewaltverherlichenden Spielen im Internet auch eine schädliche Wirkung auch auf die Entwicklung junger Menschen hat. Das kann kein vernünftiger Mensch bestreiten." (Pressekonferenz/Rede, Ausschnitt ausgestrahlt 23.07.2016 20:09 Uhr)

Ich habe bisher aber keine Information darüber gelesen das wirklich welche gefunden wurden, Huffington Post verlinkt in einem Artikel (http://www.huffingtonpost.de/2016/07/23 ... 53444.html) auf 7 Fakts die man über den Täter weis, in den Fakten werden dann aber keine Killerspiele erwähnt, nur "Die Polizei bestätigte, dass sich der mutmaßliche Täter „intensiv mit dem Thema Amok beschäftigt“ habe. Bei Durchsuchungen des Zimmer des Schülers habe man entsprechende Unterlagen gefunden." (Fakt 7,2. Absatz)

Was denkt ihr wird das Thema nun wieder populistisch Missbraucht und kommt es zu irgendeiner Art von staatlicher Zensur neben der sicherlich stattfindenden unbewussten Zensur durch die deutsche Spieleindustrie ?

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Dr. Zoidberg [np]
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Re: Killerspiele - Der Streit eskaliert

Beitrag von Dr. Zoidberg [np] »

Ich habe mir ja tatsächlich gestern schon gedacht, dass die Möglichkeit besteht, dass diese alte Diskussion wieder aufgewärmt wird. Ich tue mich gerade noch etwas schwer abzuschätzen, was diesmal passiert. Bisher kam das ja nur von de Maziere - und irgendeinen Politiker gabs ja immer der das gebracht hat. Da seine Aussage dazu aber medial quasi nichtexistent ist, glaube ich fast nicht, dass hier viel zu erwarten sein wird.

Ich glaube das hängt auch damit zusammen, dass die Flüchtlingsdebatte immer noch zu groß ist und nach gestern ja immer noch von der AfD verwendet wird um Unsinn zu verbreiten.

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derFuchsi
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Re: Killerspiele - Der Streit eskaliert

Beitrag von derFuchsi »

Es war die Aussage zu hören dass auch der PC des Täters durchsucht wird. Mein spontaner Gedanke war da tatsächlich 'Jetzt lass sie bloß kein Counterstrike finden dann geht das wieder los'.
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Textsortenlinguistik
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Re: Killerspiele - Der Streit eskaliert

Beitrag von Textsortenlinguistik »

derFuchsi hat geschrieben:Es war die Aussage zu hören dass auch der PC des Täters durchsucht wird. Mein spontaner Gedanke war da tatsächlich 'Jetzt lass sie bloß kein Counterstrike finden dann geht das wieder los'.
Ich hab das Gefühl, dass wir darüber "heutzutage" und nach der letzten großen Debatte eigentlich hinweg sind. Zudem sich der Fokus bei diesem Amoklauf ja auch eher auf Integration richtet.
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derFuchsi
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Re: Killerspiele - Der Streit eskaliert

Beitrag von derFuchsi »

Man ist halt irgendwie geschädigt.
Aber "zum Glück" wars ja sowieso ein "Ausländer". Dann ist es ja automatisch ein Terroranschlag und kein Amoklauf....
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derFuchsi
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Re: Killerspiele - Der Streit eskaliert

Beitrag von derFuchsi »

Neulich einen interessanten Artikel über diesen Breivik gelesen, passt ganz gut hierzu finde ich.
http://www.sueddeutsche.de/digital/amok ... -1.3092117

Die Aussage mit dem Kombinationsschloss fand ich ziemlich passend:

" Die Frage könnte also auch lauten: Sind wir schuld an ihm? Haben wir etwas getan, das ihn zum Monster werden ließ?
...
Manche Forscher sprechen in diesem Zusammenhang von einem Kombinationsschloss. Um das Warum zu ergründen, braucht man alle Ziffern. Wenn ein Faktor wegfällt, hätte er es vielleicht nicht getan."

"Killerspiele" sind nicht primär schuld wenn jemand durchdreht und Menschen tötet. Aber sie sind womöglich ein Teil eines solchen "Kombinationsschlosses" mit vielen Ziffern bei einer labilen Persönlichkeit.
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Max
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Re: Killerspiele - Der Streit eskaliert

Beitrag von Max »

derFuchsi hat geschrieben:"Killerspiele" sind nicht primär schuld wenn jemand durchdreht und Menschen tötet. Aber sie sind womöglich ein Teil eines solchen "Kombinationsschlosses" mit vielen Ziffern bei einer labilen Persönlichkeit.
Das würden auch glaube ich nur die wenigsten bestreiten wollen. Differenziertes Denken ist das Zauberwort, aber genau das lässt die Debatte, vor allem wenn sich CDU/CSU-Politiker dazu äußern, vermissen. Dass Spiele mit heftiger Gewaltdarstellung in einem solchen Fall ein kleines Stück eines größeren Kuchens sein können, halte ich für durchaus nicht unwahrscheinlich.

Was De Maiziére gemacht hat, ist ganz typisch. Menschen verlangen von der Politik gerne schnelle, einfache Lösungen. Dafür eignen sich Feindbilder. Die AfD nutzt dafür die Flüchtlinge, De Maiziére nimmt nun die Killerspiele. Immerhin keine Menschen, Populismus bleibt es trotzdem. Alleine die Wortwahl "es gibt keinen Zweifel daran" ist skandalös. Dazu gab es in der Süddeutschen einen wunderbaren Kommentar: "Kein vernünftiger Wissenschaftler kann das mit einer solchen Sicherheit behaupten. Und wenn das kein Wissenschaftler kann, dann kann das auch kein Minister".

Wenn die Rahmenbedingungen passen, dann können solche Spiele eventuell durchaus schädlichen Einfluss nehmen. Deswegen wäre es angebracht, an diesen Rahmenbedingungen (Diskriminierung, Mobbing, Armut, schwaches soziales Umfeld, etc.) anzusetzen. Das wäre aber erstens ungleich schwieriger und zweitens auch ein politisches Eingeständnis, in dieser Hinsicht bisher versagt zu haben. Daher nimmt man lieber die Killerspiele.

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qwrtzp
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Re: Killerspiele - Der Streit eskaliert

Beitrag von qwrtzp »

Schöne Dokumentation. Die Rekation des Zivildienstleistende, den sie da beim Counter Strike spielen fragen, warum das Töten ihm Spaß macht, ist einfach herrlich.

Ich finde aber auch die Aussagen von Günther Beckstein interessant. Ich denke schon, dass er einen wichtigen Beitrag zur Diskussion leistet, indem er seine Meinung so penetrant vertritt. Und ich kaufe ihm auch ab, dass er wirklich ernsthaft an das glaubt, was er da sagt, gerade weil er seine Meinung heute noch ganz genau so vertritt obwohl man wirklich keine Wählerstimmen mehr damit fangen kann.

Die Einschätzung, dass Ego-Shooter auch nur ein bisschen zu den heutigen Amokläufen beitragen, halte ich aber für beneidenswert naiv. Die reale Gewalt, die wir dank modernen Medien tagtäglich sehen können oder müssen, lässt Spielegwalt oder Filmgewalt da stehen wie einen Disneyland-Ausflug. Und da muss man sich nicht im "deep web" umsehen, herkömmliche Nachrichten reichen vollkommen. Da bekomme ich gleich die ganzen Videos von youtube, liveleak, facebook und co im best of. Es wäre mal an der Zeit zu diskutieren in wiefern die live Übertragungen und Videomaterial von Gewalttaten der Information der Bürger dienen und zu welchen Abstumpfungen das führt.

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