das Phänomen NieR oder Rekontextualisierung: the Game

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BummsGeordy
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das Phänomen NieR oder Rekontextualisierung: the Game

Beitrag von BummsGeordy »

meine Bitte direkt zum Einstieg: ich würde mir ein großes Special: NieR: Automata Replay + Blick und Zusammenschau mit Nier: Replicant wünschen :)

warum? weil ich diese Reihe als eine der fundamentalsten und faszinierensten Errungenschaften des Spielemediums einschätze und ich mir wünschen würde, dass dieses Phänomen mehr Aufmerksamkeit erhält :)

Ich bin weder JRPG-Fan (die Puristen argumentieren, dass es sich nicht um JRPGs handelt - ok…) noch mit der Reihe aufgewachsen noch habe ich jetzt alles bis zum letzten Ende hin durchanalysiert, aber dennoch stecken in den Spielen so viele faszinierende Elemente drin, die immer besser werden, je länger man sie betrachtet - irre.

NieR: Replicant (in seiner Upgrade-Version) ist ein roher Diamant, der die Seele von „Automata“ besetzt, aber ganz offenbar noch nicht dessen Perfektion erreicht hat. In Zusammenschau der beiden Spiele ergeben sich zahlreiche Punkte über Nihilismus, Hoffnungslosigkeit und die Bedeutung von Moral und Gut/Böse nachzudenken.

Replicant und Automata ergänzen sich zu Teilen, bauen aufeinander auf und konterkarieren sich, aber eins haben sie gemeinsam. Sie haben die Rekontextualisierung als Kernelement etabliert - so wie ich sie in keinem anderen Spiel kenne. Was bei Bioshock in Ansätzen als simpler „Twist“ eingesetzt ist, bildet bei NieR den Kern des Spiels und der Story. Man wird permanent aufgefordert sich selbst und seine Wahrnehmung der Wirklichkeit zu hinterfragen. Es gibt kein Gut, kein Böse.. nur unterschiedliche Facetten und Abstufungen des „Seins“.

Wo mich andere Spiele gelangweilt und leer zurücklassen, bietet Nier (egal ob Replicant oder Automata) eine faszinierende Zwiebelschale nach der anderen, die letztlich immer irgendwo mit zutiefst menschlichen Problemen verbunden sind. Ich übertreibe nicht, wenn ich behaupte, dass die NieR-Reihe (insbesondere Automata - das mir auch aufgrund des Settings doch noch etwas mehr zusagt) das Fundamentalste ist, was das Medium zu bieten hat.

Wer hält dagegen? wer stimmt ein? :D

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Dicker
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Re: das Phänomen NieR oder Rekontextualisierung: the Game

Beitrag von Dicker »

Dann halte ich mal dagegen, auch wenn meine Meinung wahrscheinlich nicht viel zählt, weil das Spiel nichts für mich war. Eine interessante Erfahrung, mehr nicht.
Ich hab Automata auch aufgrund von so Lobeshymnen, wie der hier durchgespielt. Es stimmt, was du schreibst, man hinterfragt sich im Spiel immer wieder und es ist viel grau. Aber wenn man mit der Grundprämisse nicht so viel anfangen kann, das Design nicht mag (auf diese Roboter muss man sich echt einlassen können, um sie ernst zu nehmen), von der Story und ihren Twists nicht gefangen genommen wird und zu guter Letzt keine emotionale Bindung zu den Charakteren aufbauen kann (es sind Roboter und Androiden), dann wird man die Genialität vermutlich nicht sehen können, weil man viel zu wenig persönlich involviert ist.
Das Spiel macht schon einige kreative Dinge und die Meta Ebene ist ganz cool, die ganzen Todesvarianten erfrischend anders und das Spiel mit Perspektive und Genres ist schon recht einzigartig. Hat mich aber nie so sehr geflasht, dass es das ganze Spiel getragen hätte. Anfangs war ich davon echt noch fasziniert, was das Spiel da macht. Aber nachdem ich nach 3-4h nur langweile Fetchquests erledigt habe, komischen Robotern begegnet bin, aus denen ich bis zum Ende nicht schlau wurde und mir das Speichersystem, die schlechte Grafik und leider auch die viel gelobte Musik auf den Geist gingen, war es das mit mir und dem Spiel.
Ich hab es am Ende bis Zum Weg E durchgezogen. Ich kann so grob erkennen, was andere daran finden, aber nachvollziehen kann ich es nicht.

imanzuel
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Re: das Phänomen NieR oder Rekontextualisierung: the Game

Beitrag von imanzuel »

Hmm. Ich würde einer Wertschätzung bzw. spieleinschätzenden Podcast zu Nier Replicant auch wünschen, von dem Punkt so ein... halbes Ja(? ^^) - aber eher aus gegenteiligen Gründen, weil ich das Spiel trotz seinen guten Momenten eher schlecht fand (auf Replicant bezogen) und mich da Jochens Meinung interessieren würde.

Rein aus Interesse, aber bezüglich diesen Satzes:
BummsGeordy hat geschrieben:
3. Mai 2021, 21:51
aber dennoch stecken in den Spielen so viele faszinierende Elemente drin, die immer besser werden, je länger man sie betrachtet - irre.
Könntest du da ein paar Beispiele bei Replicant bringen, die deiner Meinung nach zutreffen? Hatte eher das Gefühl, wie länger ich das Spiele, desto schlechter wird es :ugly:
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Desotho
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Re: das Phänomen NieR oder Rekontextualisierung: the Game

Beitrag von Desotho »

Der Podcast geht dan am Ende zwei Stunden um rosa Mondblumensamen :ugly:
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BummsGeordy
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Re: das Phänomen NieR oder Rekontextualisierung: the Game

Beitrag von BummsGeordy »

Dicker hat geschrieben:
3. Mai 2021, 22:01
Dann halte ich mal dagegen, auch wenn meine Meinung wahrscheinlich nicht viel zählt, weil das Spiel nichts für mich war. Eine interessante Erfahrung, mehr nicht.
(...)
wieso sollte deine Meinung nicht viel "zählen"? Es ist doch wie bei Allem: ob einem das Spiel gefällt oder nicht hängt von so Vielem ab, dass es unmöglich ist, dass es jedem gefällt. Vielmehr finde ich es absolut nachvollziehbar was du schreibst. Finde ich natürlich schade für dich, dass du nicht das selbe Erlebnis hattest wie ich (auch wenn du die selben Dinge "gesehen" hast), aber dann ist es so. Ich kann auch nix mit Dark Souls oder manchen anderen Hypetiteln anfangen ;)

Witzigerweise hat mir das Setting an Automata deutlich mehr zugesagt als bei Replicant. Bei Replicant ging es mir witzigerweise tendenziell eher so wie dir bei Automata... das für mich uninteressante Setting von Replicant hat für mich vieles, was theoretisch gut wäre überschattet - konnte aber nie gänzlich zünden. Da aber Replicant auch Fans hat, nehme ich an, dass es nicht am Spiel liegt, sondern daran, dass ich einfach nicht die gleiche Immersion hatte aufgrund das Fantasy-Settings (mit dem ich wie gesagt - nichts anfangen kann)
imanzuel hat geschrieben:
3. Mai 2021, 22:21
BummsGeordy hat geschrieben:
3. Mai 2021, 21:51
aber dennoch stecken in den Spielen so viele faszinierende Elemente drin, die immer besser werden, je länger man sie betrachtet - irre.
Könntest du da ein paar Beispiele bei Replicant bringen, die deiner Meinung nach zutreffen? Hatte eher das Gefühl, wie länger ich das Spiele, desto schlechter wird es :ugly:
hierbei handelt es sich schon um starke Spoiler... aber klar:
SpoilerShow
- Das Ende C/D bei Replicant und E bei Automata: man wird letztlich aufgefordert den eigenen Spielstand zu löschen, um ein "höheres Gut" zu erreichen. Was bei Automata am Ende dann doch andeutungsweise in einem "der Teufelskreis konnte nicht durchbrocheneren" im Epilog endet zeigt sich im Ende E bei Replicant dann völlig divergent - hier geht man sogar fast mir einer Art Hoffnung heraus, sodass sogar der gelöschte Spielstand wiederhergestellt wird.
Diese Entscheidung des E-Endes bei Replicant hat nur dann den "Impact", wenn man das E-Ende von Automata mit der Endgültigkeit durchlebt hat und dann die Verbindung von Replicant zu Automata mit dem Gefühl der "Hoffnung" beendet... aber dann beim nächsten Gedanken wiederum merkt, dass man eigentlich die Automaat-Story überhaupt erst losgetreten hat mit seinen Enden A-D :D
- zweitens: was ich mit "Rekontextualisierung" beschrieben habe: erster Durchgang: man könnte meinen, dass es ein "gut oder böse" gibt... nächster Durchgang: ok - die Gegner haben doch eigene Interesse und Motivationen... dritter Durchgang: die Konsequenzen die man mit seinen Entscheidungen daraus zieht führen teilweise ins "Verderben" viertens: Epiloge, die das Ganze nochmals ad-absurdum führen und die als abgeschlossen geglaubte Geschichte weiterführen,....

insbesondere bei Automata (aber auch bei Replicant). was mich letztlich nervt ist Recycling und Grind... dass diese Elemente aber thematisch in der Story integriert sind und sogar als Message verpackt übermittelt werden wollen (ewiger Kreislauf... alles ist letztlich völlig bedeutungslos... Gewalt → Gegengewalt,...) rekontextualisiert es eben.. es ist nicht nur blankes "wiederholen" oder "schnetzeln" → es ist thematisch verwoben und Gameplay spiegeln die fundamentalen story-elemente...

ist das nachvollziehbar?

imanzuel
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Re: das Phänomen NieR oder Rekontextualisierung: the Game

Beitrag von imanzuel »

BummsGeordy hat geschrieben:
4. Mai 2021, 06:40
ist das nachvollziehbar?
Ja so halb.
Replicant SpoilerShow
Das man die Motivationen der vermeintlich Bösen sieht fand ich super. War für mich auch der stärkste Moment in Nier Replicant (neben Emils vermeintlicher Tod).

Aber du sprichst im Spoilerkasten ja schon den Grind und das Recycling an, und hier fällt halt für mich das Spiel auseinander. Um das im Spoilertext zu erfahren war es halt absolut unnötig, alles nochmal spielen zu müssen. Keypunkte klar, aber aus welchen Grund muss ich jedes mal den Ruinen-Turm hochklettern? Die einzige Änderung ist die Cutscene. Da hätte man auch Turm betreten können -> Cutscene - Man spawnt direkt oben beim Ausgang des Turmes wo man die eine Kiste verschieben muss zur Leiter. Den Teil dazwischen im Turm hätte man problemlos skippen können. Und der Part nervt halt gewaltig, das kommt ja bei anderen Sachen nochmal 10x. Ich sehe da auch keine größere Botschaft drin. Deswegen auch die Nachfrage meinerseits, ob du eventuell da irgendwas geniales siehst und ich das einfach nicht gerafft habe. Deswegen war ich auch einfach froh als ich mit Ende C/D "durch" war. Die neuen Cutscenes im B-Durchgang waren toll, wie schon geschrieben. Das selbe nochmal spielen war aber öde. Und bei C und D? Ich sags mal so, es wurde nicht besser ;)
Wie es besser geht zeigt ja Automata. Auch wenn im zweiten Teil nicht alles toll war und ich imo leicht überbewertet finde, bei dem Spiel kann ich das große Lob nachvollziehen. Bei Replicant allerdings... Eurogamer hat es in der Review von Nier eigentlich perfekt getroffen:

"Yes, there's a narrative twist, but if you've played Automata, you expect there to be one, and waiting for it feels a bit like that Simpsons "say the line" meme. You'll likely feel different if you've never touched Automata, but I have, and that just makes me recommend Automata over Nier in every respect. Fundamentally, Nier was never a great game. It had promise, but it just wasn't there yet.

This isn't just my assertion, Nier: Automata was a clear effort to implement feedback from the first game and enhance Nier's strengths and eradicate its weaknesses, according to its developers. I consider Nier: Automata to be essential, as such I think if you're a mildly curious Automata fan, you'll come away from Nier disappointed. You have played the better Nier game already."
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IpsilonZ
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Re: das Phänomen NieR oder Rekontextualisierung: the Game

Beitrag von IpsilonZ »

Desotho hat geschrieben:
3. Mai 2021, 22:46
Der Podcast geht dan am Ende zwei Stunden um rosa Mondblumensamen :ugly:
%&#§!

Ich hasse das so sehr... so ein tolles Beispiel und dann so n Quatsch, Dass Spiele wollen, dass ich sinnlos grinde um ne Platintrophäe zu bekommen kann ich ja noch ignorieren. Aber sinnlos grinden um Side Quests zu beenden ist so kacke...
imanzuel hat geschrieben:
4. Mai 2021, 09:29
(...)
Wie es besser geht zeigt ja Automata. Auch wenn im zweiten Teil nicht alles toll war und ich imo leicht überbewertet finde, bei dem Spiel kann ich das große Lob nachvollziehen. Bei Replicant allerdings... Eurogamer hat es in der Review von Nier eigentlich perfekt getroffen:

"Yes, there's a narrative twist, but if you've played Automata, you expect there to be one, and waiting for it feels a bit like that Simpsons "say the line" meme. You'll likely feel different if you've never touched Automata, but I have, and that just makes me recommend Automata over Nier in every respect. Fundamentally, Nier was never a great game. It had promise, but it just wasn't there yet.

This isn't just my assertion, Nier: Automata was a clear effort to implement feedback from the first game and enhance Nier's strengths and eradicate its weaknesses, according to its developers. I consider Nier: Automata to be essential, as such I think if you're a mildly curious Automata fan, you'll come away from Nier disappointed. You have played the better Nier game already."
Ich habe das C und D Ende noch nicht gesehen, habe daher auch nicht den Spoilerteil gelesen. Aber ich finde das B Ende hat verdammt viel positives hinzugefügt. Klar hat das Spiel schon im ersten Durchlauf klar angedeutet was unsere Taten so bedeuten und auslösen. Und der zweite Durchgang hat einfach fast komplett die Subtilität aus manchen Dingen entfernt, was sicher manche gar nicht mochten.
Aber ich persönlich fand das war ein echter Gewinn und es hat mMn vieles deutlich mehrdimensionaler und hier oder da auch moralisch komplexer gemacht.

Bin jetzt beim dritten Durchlauf und sehr gespannt.
(und selbst bei dieser %§#! Blumen Side Quest gehts vorwärts.. so ein Dummfug :x )

imanzuel
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Re: das Phänomen NieR oder Rekontextualisierung: the Game

Beitrag von imanzuel »

IpsilonZ hat geschrieben:
4. Mai 2021, 14:58
Ich habe das C und D Ende noch nicht gesehen, habe daher auch nicht den Spoilerteil gelesen.

(und selbst bei dieser %§#! Blumen Side Quest gehts vorwärts.. so ein Dummfug :x )
Meine Kritik galt ja nicht dem was sich handlungsmäßig da verändert (das habe ich sogar gelobt), sondern was man da spielerisch neues im B, C und D macht - nämlich nahezu nichts. Das Spiel war vorher schon ziemlich banal und recycelt eine Menge, in B-D wird das ja nicht besser ;) Oder anders gesagt, das Gameplay war im ersten Durchgang schon nicht gut. Deswegen auch der Automata-Vergleich, wo die weitere Durchgänge zumindest ein bisschen (B), teilweise komplett neue Sachen machen (C usw.). Eurogamer bezieht sich ja auf das Studio, dass die wussten das manche Sachen im Original verbesserungswürdig waren und die Sachen in Automata verbessern wollten. Was man bei den weiteren Durchläufe in Automata halt auch merkt, dass die verstanden haben was im ersten Teil nicht funktioniert hat. Und das ist halt auch mein Punkt, die weitere Durchläufe in Nier sind maximal anstrengend, trotz der neuen Storyinhalte bzw. Cutscenes.

Ach ja, wegen den Blumen: PC -> Windows Uhr vorstellen, auf Konsole die interne Uhr vorstellen. Damit kann man das skippen :ugly:
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BummsGeordy
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Re: das Phänomen NieR oder Rekontextualisierung: the Game

Beitrag von BummsGeordy »

imanzuel hat geschrieben:
4. Mai 2021, 09:29
BummsGeordy hat geschrieben:
4. Mai 2021, 06:40
ist das nachvollziehbar?
Ja so halb.
Replicant SpoilerShow
Das man die Motivationen der vermeintlich Bösen sieht fand ich super. War für mich auch der stärkste Moment in Nier Replicant (neben Emils vermeintlicher Tod).

Aber du sprichst im Spoilerkasten ja schon den Grind und das Recycling an, und hier fällt halt für mich das Spiel auseinander. Um das im Spoilertext zu erfahren war es halt absolut unnötig, alles nochmal spielen zu müssen. Keypunkte klar, aber aus welchen Grund muss ich jedes mal den Ruinen-Turm hochklettern? Die einzige Änderung ist die Cutscene. Da hätte man auch Turm betreten können -> Cutscene - Man spawnt direkt oben beim Ausgang des Turmes wo man die eine Kiste verschieben muss zur Leiter. Den Teil dazwischen im Turm hätte man problemlos skippen können. Und der Part nervt halt gewaltig, das kommt ja bei anderen Sachen nochmal 10x. Ich sehe da auch keine größere Botschaft drin. Deswegen auch die Nachfrage meinerseits, ob du eventuell da irgendwas geniales siehst und ich das einfach nicht gerafft habe. Deswegen war ich auch einfach froh als ich mit Ende C/D "durch" war. Die neuen Cutscenes im B-Durchgang waren toll, wie schon geschrieben. Das selbe nochmal spielen war aber öde. Und bei C und D? Ich sags mal so, es wurde nicht besser ;)
Wie es besser geht zeigt ja Automata. Auch wenn im zweiten Teil nicht alles toll war und ich imo leicht überbewertet finde, bei dem Spiel kann ich das große Lob nachvollziehen. Bei Replicant allerdings... Eurogamer hat es in der Review von Nier eigentlich perfekt getroffen:
(...)
da bin ich völlig deiner Meinung. Wie ich auch schrieb: Replicant ist ein roher Diamant. Man erkennt das, was später in Automata ausformuliert und verfeinert wurde. Im Kontext seiner Zeit betrachtet hat das Ganze natürlich eine etwas andere Bedeutung. Aber ja - ich gebe dir Recht. Automata ist in allen Belangen das bessere Spiel.
der Grind und die unnötigen Wiederholungen in Replicant haben mich auch gestört. Ich hatte auch keine Lust sämtliche Waffen für das neue E-Ende freizuspielen, weil es sich hier wirklich nur um Grind handelt. Wobei ich das E-Ende als neue Connection zu Automata durchaus gut finde. Es wertet Replicant stark auf aus meiner Sicht (das meinte ich mit: neue Enden → im neuen Kontext nochmal neue Elemente finden, die gut sind).

Ich will Replicant auch gar nicht zu sehr loben - zumal es zu liberal mit Lebenszeitinvestition des Spielers umgeht, ich bin nur insgesamt sehr viel milder gestimmt als du glaube ich ;) ich kann mich über die tollen Momente im Spiel - und die neuen Aspekte die durch die Enden aufgezeigt werden sehr freuen und nehme die Rumgrinderei hin.
IpsilonZ hat geschrieben:
4. Mai 2021, 14:58
(...)
Ich habe das C und D Ende noch nicht gesehen, habe daher auch nicht den Spoilerteil gelesen. Aber ich finde das B Ende hat verdammt viel positives hinzugefügt. Klar hat das Spiel schon im ersten Durchlauf klar angedeutet was unsere Taten so bedeuten und auslösen. Und der zweite Durchgang hat einfach fast komplett die Subtilität aus manchen Dingen entfernt, was sicher manche gar nicht mochten.
Aber ich persönlich fand das war ein echter Gewinn und es hat mMn vieles deutlich mehrdimensionaler und hier oder da auch moralisch komplexer gemacht.

Bin jetzt beim dritten Durchlauf und sehr gespannt.
(und selbst bei dieser %§#! Blumen Side Quest gehts vorwärts.. so ein Dummfug :x )
wenn du es erspielen möchtest: das E-Ende finde ich bei Replicant wirklich gelungen. Wobei ICH dafür nicht alle Waffen frei-grinden wollte, wenn ich die Wahl hätte ;) zur Not kann man es sich ja Online ansehen.

Trotzdem bleibe ich dabei, dass ich mich über ein Themenspecial freuen würde - gerne auch mit wirklich ausführlicher Analyse und Betrachtung, das mir auch bei langem Überlegen wirklich kein Spiel einfällt, das so fundamental und ergiebig ist wie NieR... (in erster Linie aber Automata... Replicant ist nur der historisch bedeutende Prototyp...)

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Re: das Phänomen NieR oder Rekontextualisierung: the Game

Beitrag von IpsilonZ »

Bin echt so gespannt auf Automata. Habe nämlich auch durchaus einige gehört, die Replicant klar bevorzugen. Ich werde wahrscheinlich am Ende wieder da sitzen und sagen "ich fand beide toll <3". :D

Aber beim ersten Nier scheinen ja schon die Meinungen auseinanderzugehen, wer der bessere Hauptcharakter ist (Vater oder Bruder ^^), mit einer mehr oder weniger starken Tendenz zum Vater. Ich kenne jetzt nur den Bruder (habe aber vom Vater hier und da was gesehen) und kann mir echt nicht mehr vorstellen, dass es mir mit dem Vater Nier besser gewesen wäre. Viele der Entwicklungen im Charakter und insgesamt der emotionale Impact funktioniert für mich so viel besser mit dem jüngeren Charakter.
Vielleicht sehe ich ja irgendwann mal einen Playthrough an und verstehe es dann besser.... oder sie reichen ihn als Hauptcharakter in nem DLC nach. :ugly:

Aber ich schweife ab. Ich fänd ne Besprechung bzw. ein Special auch spannend. Könnte mir vorstellen, dass einiges negativer ausfallen könnte als es auf mich wirkte (grad wegen des Mangels an Subtilität hier und da). Aber das ist ja dann auch okay. Im Zweifelsfall muss ich mich nur etwas zusammenreißen wenn Jochen mit irgendwelchen Extremen um sich wirft.. :D

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Re: das Phänomen NieR oder Rekontextualisierung: the Game

Beitrag von Desotho »

IpsilonZ hat geschrieben:
4. Mai 2021, 14:58
Ich hasse das so sehr... so ein tolles Beispiel und dann so n Quatsch, Dass Spiele wollen, dass ich sinnlos grinde um ne Platintrophäe zu bekommen kann ich ja noch ignorieren. Aber sinnlos grinden um Side Quests zu beenden ist so kacke...
Ja, was heißt grinden... Bei mir hat es derzeit quasi zu einer Spielpause geführt da es an der PS4 offenbar nicht hilft die Uhr umzustellen :D
Wobei ich das Spielchen auch nicht ewig treiben werde.
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Re: das Phänomen NieR oder Rekontextualisierung: the Game

Beitrag von BummsGeordy »

Jochen hat in der aktuellen Weltherrschaft sein Interesse an Replicant geäußert. Das liegt bestimmt ausschließlich an meinem Thread hier :P

Jedenfalls freue ich mich drauf, sofern es denn irgendwann kommt. Auch wenn ich das vernichtende Urteil Jochens schon förmlich vor meinem inneren Podcastauge sehe ;)

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Re: das Phänomen NieR oder Rekontextualisierung: the Game

Beitrag von BummsGeordy »

es versetzt meinem kleinen Herzen einen klitzekleinen Stich, dass scheinbar so wenige hier im Forum meine Begeisterung teilen ;) Wenn schon nicht Replicant → dann schaut euch alle wenigstens Automata an - das ist schon ne tolle Sache :)

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Re: das Phänomen NieR oder Rekontextualisierung: the Game

Beitrag von Desotho »

Habe es nun durch (Ende E). Es wirkt auf mich so, als wäre Automata der Versuch das was in NieR gemacht wurde nochmal zu tun, nur diesmal besser.
Man merkt, dass Automata viel geerbt, übernommen und zitiert hat.
Ich hatte auf jeden Fall meinen Spaß mit den 60 Stunden Replicant. Fragwürdig fand ich die Entscheidung weitere Enden an den Besitz aller Waffen zu knüpfen. Ich brauchte zwar nur noch eine Nebenquest nachholen und paar Shops abklappern, aber das ist beschissenes Gamedesign.

Von den Charakteren ist Grimoire Weiss (vollständiger Name ist wichtig!) mein Favorit. Er macht ständig seine kritischen Kommentare, ist aber zu keinem Zeitpunkt kaltherzig oder ein Arschloch.


Mit am schönsten fand ich am Ende tatsächlich die Maskenmenschen mit ihren schwachsinnigen Regeln. Und auf die Regeln angesprochen meinte Fyra:
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Re: das Phänomen NieR oder Rekontextualisierung: the Game

Beitrag von IpsilonZ »

Desotho hat geschrieben:
13. Mai 2021, 23:21
Ich hatte auf jeden Fall meinen Spaß mit den 60 Stunden Replicant. Fragwürdig fand ich die Entscheidung weitere Enden an den Besitz aller Waffen zu knüpfen. Ich brauchte zwar nur noch eine Nebenquest nachholen und paar Shops abklappern, aber das ist beschissenes Gamedesign.
Das fand ich auch sehr komisch. Hatte schon vorher gewusst, dass das nötig ist aber dachte das wird noch irgendwie herbeikontextualisiert. Aber nee. Gibt nur ne Einblendung und dann wird das halt gemacht.
Desotho hat geschrieben:
13. Mai 2021, 23:21
Von den Charakteren ist Grimoire Weiss (vollständiger Name ist wichtig!) mein Favorit. Er macht ständig seine kritischen Kommentare, ist aber zu keinem Zeitpunkt kaltherzig oder ein Arschloch.
Das finde ich interessant, den fand ich nämlich mit am unsympathischsten. Also in der Hinsicht jetzt auch immer noch nicht schlimm, ich fand er hatte durchaus einige gute Momente, aber irgendwie hat mich seine Art doch öfter eher genervt.
Ende SpoilerShow
Ich fand auch dass die Abschiedsszene von ihm am Schluss total deplatziert wirkte. Das war alles so ein emotionaler Moment mit den beiden Brüdern und den beiden Schwestern.. und dann drängelt er sich da noch mal dazwischen mit n paar mehr oder weniger gelungenen Gags. Das ist jetzt nicht ein Fehler (?!) des Charakters sondern mehr der Inszenierung aber irgendwie hat mich das noch mal mehr bestätigt darin, dass ich ihn nicht mag.
Was meinen Lieblingscharakter angeht gehe ich da wohl mit der popular opinion und würde eindeutig Kainé sagen. In vielerlei Hinsicht ein Extrem (oder "intense" wie Nier glaube ich gesagt hat.. ^^) aber hat für mich einfach komplett funktioniert und war doch eigentlich immer nachvollziehbar.

Habe übrigens auch alle Enden gesehen. Interessanterweise habe ich ja Automata noch nicht gespielt (bin grad dabei) und konnte daher das E Ende als Verbindung zu Automata noch gar nicht richtig wertschätzen. Es hat trotzdem für mich als Geschichte und Abschluss sehr gut funktioniert...
Vielleicht mach ich das E Ende noch mal wenn ich mit Automata durch bin.

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Desotho
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Re: das Phänomen NieR oder Rekontextualisierung: the Game

Beitrag von Desotho »

Weiss ist zwar ein alter Meckerer, aber eben mit Herz. z.B. meint er ja sogar bei dem nervigen Ehepaar, dass er ihre Streitereien vermissen wird. Auch seine Kommentare zu den Nebenquests der Marke "Ich wünschte wir würden einmal eine Aufgabe bekommen die sich halbwegs in der Nähe des Auftraggebers erledigen lässt." haben mich amüsiert. Ähnlich wie in Automata wo man sich über die beschissene Karte beschweren durfte (die in NieR btw weitaus besser ist).
Oder er versucht ja auch immer mal wieder (erfolglos) aus Kainé den Grund für Ihren Kleidungsstil zu kitzeln.
Dementsprechend habe ich ihn auch eher als einen treuen Begleiter gesehen. Er war ja im Spiel fast immer dabei und auch ingame waren die beiden mehrere Jahre zusammen.

Ganz interessant fand ich auch die Szene bei der Hochzeit, als Emilmeint er wäre gerne an der Stelle von Fyra und der Protagonist absolut ignorant einfach erwidert: "Irgendwann wirst Du auch eine Braut finden".

Ich bin mal gespannt wie Du Automata finden wirst. Ich denke vieles da wird dich dann ev. weniger abholen als mich, weil Du jetzt schon vieles aus Replicant kennst.
Automata würde ich glaube ich jetzt nochmal wegen Devola und Popola spielen, die da ja eher am Rand vorkamen.

zu Kainè noch (und ich weiß nun nicht ob ich das einfach als ne Ladung Bullshit ansehen soll):
"Originally born in The Aerie, Kainé is a coarse individual who suffers from being only half human. Her left arm and left leg, which she keeps under bandage-like coverings, are those of a Shade. This hybrid form has left her to live as an outcast, unwelcome in villages and befriended by few. As a response to the harassment she received in her childhood for being intersex, she took a liking to clothes that emphasize feminine characteristics."

"In a Get News interview with Yoko Taro, he stated that female members of the development team demanded a "male heroine". Yoko taking their request to the extremes led to the initial idea of Kainé's intersex condition."
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Re: das Phänomen NieR oder Rekontextualisierung: the Game

Beitrag von IpsilonZ »

Desotho hat geschrieben:
14. Mai 2021, 01:18
Weiss ist zwar ein alter Meckerer, aber eben mit Herz. z.B. meint er ja sogar bei dem nervigen Ehepaar, dass er ihre Streitereien vermissen wird. Auch seine Kommentare zu den Nebenquests der Marke "Ich wünschte wir würden einmal eine Aufgabe bekommen die sich halbwegs in der Nähe des Auftraggebers erledigen lässt." haben mich amüsiert. Ähnlich wie in Automata wo man sich über die beschissene Karte beschweren durfte (die in NieR btw weitaus besser ist).
Oder er versucht ja auch immer mal wieder (erfolglos) aus Kainé den Grund für Ihren Kleidungsstil zu kitzeln.
Grad letzteres fand ich halt teilweise fast eher etwas unangenehm. Weils eben sehr übergriffig war (grad mit dem ständigen "hussy" wie er sie nennt) und am Ende ihn auch nicht wirklich was angeht... also wenn man jetzt mal davon ausgeht, dass das einfach ihre Idee war und nicht von jemanden der sie so designed haben wollte... :D
Desotho hat geschrieben:
14. Mai 2021, 01:18
Dementsprechend habe ich ihn auch eher als einen treuen Begleiter gesehen. Er war ja im Spiel fast immer dabei und auch ingame waren die beiden mehrere Jahre zusammen.
Da erinnerst du mich an etwas das ich echt toll an ihm fand. Weiß nicht ob ichs mir eingebildet habe aber mir schien es sehr deutlich. Vor dem Zeitsprung wirkte er immer unheimlich ablehnend, wenn ir den Leuten im Dorf helfen wollten. Hat ständig kommentiert, dass das Zeitverschwendung sei etc.
Nach dem Zeitsprung habe ich da aber nen richtigen Wandel gemerkt. Er war viel interessierter an den Problemen der Menschen und wirkte teilweise sogar wirklich motiviert die Aufgaben anzunehmen. Das fand ich echt schön gemacht, weil man da nen schönen Wandel gemerkt hat über die Jahre.
Wie gesagt, ich finde ihn nicht nur furchtbar. Es gibt echt Momente wo ich ihn auch mochte.
Desotho hat geschrieben:
14. Mai 2021, 01:18
Ganz interessant fand ich auch die Szene bei der Hochzeit, als Emilmeint er wäre gerne an der Stelle von Fyra und der Protagonist absolut ignorant einfach erwidert: "Irgendwann wirst Du auch eine Braut finden".
Hier habe ich mich anfangs gefragt was die Szene sollte, weil sie danach völlig ohne konsequent bleibt. Wir lernen also, dass Emil gerne nen Jungen als Partner haben will... und ich dachte so.. und? Warum wurde das so sinnlos gedroppt.
Erst als ich ne Nacht drüber geschlafen habe ist mir eingefallen, dass er ja unfassbare Traumata durchmachen musste. Also er musste ja scheinbar mehr durchmachen als die meisten anderen in diesem Spiel. Und dann fand ichs echt schön, dass sie in so nem kurzen Moment gezeigt haben, dass er trotz allem noch ganz normale Teenagerwünsche (klar, altersmäßig ist er ja deutlich älter aber die Darstellung ist ja trotzdem eindeutig) hat. Das fand ich dann doch echt schön.
Desotho hat geschrieben:
14. Mai 2021, 01:18
zu Kainè noch (und ich weiß nun nicht ob ich das einfach als ne Ladung Bullshit ansehen soll):
"Originally born in The Aerie, Kainé is a coarse individual who suffers from being only half human. Her left arm and left leg, which she keeps under bandage-like coverings, are those of a Shade. This hybrid form has left her to live as an outcast, unwelcome in villages and befriended by few. As a response to the harassment she received in her childhood for being intersex, she took a liking to clothes that emphasize feminine characteristics."

"In a Get News interview with Yoko Taro, he stated that female members of the development team demanded a "male heroine". Yoko taking their request to the extremes led to the initial idea of Kainé's intersex condition."
[/quote]
Hmm.. also das meiste ergibt Sinn für mich. Ich würde allerdings sagen, dass nicht der Shade in ihrem Arm sie zum Outcast gemacht hat, sondern wirklich eben dass sie intersex ist und als "Freak" gesehen wurde. Das war ja der Grund warum sie anfangs rausgejagt wurde. Der Shade kam ja dann erst später.

Bei der Kleidung bin ich etwas unentschlossen. Klingt zum einen nach Bullshit aber ein Teil in mir findet diesen selbstbewussten Umgang mit dem eigenen Körper grad in den Zusammenhang auch irgendwie cool. Aber es fällt mir schwer da nicht eben doch eine Rechtfertigung zu sehen, eine der Heldinnen in möglichst knappe Kleidung zu stecken.

Oh und NieR:Automata gefällt mir bisher sehr gut. Die Thematik ist sicher ähnlich aber von dem bisschen was ich bisher verstehe scheint sie dem ja durchaus noch ein paar Schichten hinzuzgeben. Grad der Struggle dieser Roboter scheint mir da echt spannend und wie sie zu versuchen scheinen irgendeinen anderen "Sinn" zu finden als das wofür sie erschaffen wurden. Aber ist noch ein sehr früher Eindruck, mal gucken wie sich das entwickelt.

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Re: das Phänomen NieR oder Rekontextualisierung: the Game

Beitrag von Desotho »

Dann kommt ja bald der Podcast-Verriss :ugly:
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BummsGeordy
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Re: das Phänomen NieR oder Rekontextualisierung: the Game

Beitrag von BummsGeordy »

ich hab es gar nicht als Verriss empfunden. Kann alles unterschreiben was Sebastian gesagt hat. Wenn man sich reinkniet und bereit ist die Mängel von N:R zu ertragen, dann hat es wahnsinnig tolle und einzigartige Momente. Aber für den Feldwaldundwiesenspieler der das nicht ertragen möchte oder keine tiefere Verbindung zu N:A hat ist es wahrscheinlich zu "viel"...

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Re: das Phänomen NieR oder Rekontextualisierung: the Game

Beitrag von Desotho »

Habe es nun auch gehört. Sebastian meinte ja er hatte den Eindruck Automata ist die verbesserte Version von NieR und das war auch mein Gedanke.
Es ist natürlich ein anderes Spiel, aber ich hatte auch das Gefühl, dass Yoko Taro mit Automata die Chance ergriffen hat seiner Vision nochmal näher zu kommen.
Von daher hoffe / nehme ich auch an, dass er beim nächsten Spiel nun auch nicht noch einmal dieselbe Schiene reiten wird.

Ich fand es auch gut, dass Sebastian sich trotz seines Abbruchs noch weiter informiert und daher trotzdem zu den Details noch etwas sagen konnte. Ich glaube das hätte nicht jeder der Podcaster so gemacht (nicht krumm nehmen, ich weiß das ist ne Unterstellung).

Ich bin im übrigen dafür, dass The Pod ein NieR Cosplay macht:
- Sebastian in Reizwäsche und Stöckeln und mit nach hinten gestreckten Armen im Laufschritt als Kainé
- Jochen als Grimoire Weiss
- André als Emil

Und Dom muss dann halt den Protagonisten nehmen.
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