Kann man fürs Gaming zu alt werden!

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tdiver
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Re: Kann man fürs Gaming zu alt werden!

Beitrag von tdiver »

Herr Weltschaft hat geschrieben:
6. Mai 2021, 09:10
Sekiro habe ich auch mal probiert. Boah, die Zornesader auf meiner Stirn pocht heute noch.
Sekiro ist das einzige Soulslike-Spiel, was ich auch abgebrochen habe, da ich beim Schmetterling einfach nicht weitergekommen bin. Den erforderlichen Reaktionsrythmus habe ich leider nicht mehr.

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echtschlecht165
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Re: Kann man fürs Gaming zu alt werden!

Beitrag von echtschlecht165 »

Peter hat geschrieben:
4. Mai 2021, 12:38
Als jemand, der seit dem Atari 2600 dabei ist, kann ich für mich nur sagen: Nö, fürs Gaming wird man nie zu alt. Und das Spieleangebot war nie so gut wie heute. Viele Spiele, die zum besten gehören, was ich in den vergangenen 35 Jahren gespielt habe, sind in den letzten 5 Jahren erschienen, z.B. Darkest Dungeon, The Witness, Outer Wilds oder zuletzt Monster Train. Und neben all den aufregenden neuen Sachen werden auch meine alten Lieblinge immer wieder in neuem Gewand veröffentlicht: Sei es der xte Civilization-Teil, der zigte Panzer-General-Klon oder das neueste Fallout.
diesen Post unterstreiche ich hiermit.
Viele Genres, die schon ewig existieren profitieren auch heute von der gesteigerten Rechenleistung.

zb die Paradoxspiele und wie diese Engine die vielen Stellschraueben und Zahlenspiele managt.
Oder die Simulatoren, die seit anbeginn meiner Gamerkarriere zu meinen Lieblingsspielen gehören. Zwischen einem Flight SIm X und dem Flight Sim 2020 liegen genausoviele Welten, wie zwischen Pitstop und ACC.
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Tengri Lethos
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Re: Kann man fürs Gaming zu alt werden!

Beitrag von Tengri Lethos »

Hat mich auch schon öfter beschäftigt, finde es gut, dass das mal anhand (steiler?) Thesen diskutiert wird.


These 1: Die Spiele im "Mainstream" unterscheiden sich einfach zu stark zu meinen Spielen der Kindheit
Ja, das tun sie und Gott sei Dank tun sie das. Will sagen: Vieles, was ich in meiner Kindheit total super fand, würde ich heute nicht mehr mit der Kneifzange anfassen. Zumal ich mit etwas Abstand denke, dass ich bei vielen Spielen einige Aspekte so überragend fand, dass ich den ganzen schlimmen Kram einfach weglasse (gedanklich).
Was ein Unterschied sein kann: Ich durchblicke heute viel eher Spielsysteme und erkenne daher auch, wenn solche Systeme überflüssig sind (weil sie mir keinen Mehrwert bieten). Und das gibt es heutzutage viel öfter. Zudem bin ich aus der Kindheitsbubble raus, in der ich oftmals gesagt habe "Naja, es ist ja ein Spiel, da macht das schon Sinn". Hätte ich die Einstellung heute noch, hätte ich auch meinen Spaß mit Far Cry 3 haben können und wäre nicht an der Tatsache, dass mir die Händler der Insel jede Waffe beschaffen können, aber ich für einen neuen Rucksack dreimal die gesamte Fauna der Insel ausrotten soll, gescheitert.
Insgesamt kein Widerspruch zu deiner These, nur die Schlussfolgerung (bin jetzt zu alt dafür) trifft für mich nicht zu.
These 2: Spiele wollen, dass die Spieler alles alleine machen sollen
Hmm. Ich würde es anders formulieren. Spiele heute wollen, dass Du sowohl alleine als auch im Team Spaß haben kannst. Und das ist eine schwierige Balance. Da Du Battlefield anführst: Sicherlich waren die Spielsysteme früher noch mehr auf verpflichtendes Teamwork ausgerichtet. Heute kann ich auch alleine über die Karte rumdümpeln und meinen Spaß daraus ziehen (also ich persönlich nicht, aber es soll ja solche geben). Dennoch ist es immer noch so, dass man sofort merkt, wenn ein eingespieltes Squad auf den Server kommt und einfach mit gutem Teamplay dominiert. Insofern sehe ich nicht, dass mir das Spiel nicht diese Möglichkeiten bietet. Einzig die extrinisische Motivation, dass ich nur durch Teamplay besser (im Sinne von mehr Punkte) bin als alle anderen, ist eine andere.

These 3: Die Jugend von heute hat Ihren eigenen Stil gefunden
Auch hier grundsätzlich: Ja...und? Jede Generation entwickelt einen eigenen Stil, Vorlieben etc. Aber bei deiner These klingt mir etwas zu viel "Die denken ja gar nicht nach" durch. Ich glaube, es wird über andere Dinge nachgedacht (wie gerne junge Leute das Meta eines Spiel durchdeklinieren ist mir zum Beispiel völlig fremd) und anders rum: Habe ich früher Super Mario zum Nachdenken gespielt? Oder Doom? Oder...? Nö, und auch heute bin ich je nach Stimmungslage auch mal dankbar, einfach losspielen zu können. Gibt ja noch genügend Spiele, die mich auch intellektuell sehr fordern.

These 4: Die Entwickler wollen keine Story Spiele mehr machen, da das Kostets ja Geld

Hier fehlen mir ehrlich gesagt Zahlen. Gabs früher mehr Storyspiele? Vielleicht müsste man sich das mal jahrgangsweise anschauen. Aber auch hier finde ich heute noch mehr als genug für mich, schade finde ich es nur, wenn etablierte Serien, die mich früher durch eine Story gepackt haben, zu 0815 GAAS Hohlkörpern werden. Ja, Mass Effect und Dragon Age, ich meine euch.

These 5: Alphas machen die Spiele kaputt

Glaube ich für mich nicht. Der schweigende Teil der Spielerschaft war und wird immer so groß sein, dass Entwickler versuchen werden, diesen Teil auch mitzunehmen. Über Gamemetriken, über Fokusgruppentests etc.

Also insgesamt stimme ich deinen Thesen eher nicht zu, aber: Ich bin trotzdem der Meinung, man kann auch dem Gaming entwachsen Hatte ja z.B. auch Tuhnafisch schon angeführt: Man hat vieles schon zu oft gesehen, der Reiz, die Faszination ist weg. Evtl. hat man auch an sich selber einen kompetitiven Anspruch, den man im Alter aus diversen Gründen (mangelnde Zeit, Nachlassen von Reflexen) etc. nicht mehr erfüllen kann und dann auch nicht mehr bereit ist, auf einem niedrigeren Level weiterzumachen.
Alles auch eine Frage der persönlichen Vita und Entwicklung.

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Sebastian Solidwork
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Re: Kann man fürs Gaming zu alt werden!

Beitrag von Sebastian Solidwork »

Ich bin 35 und haben schon seit Jahren auf AA/AAA kleine Lust mehr. Wären das die einzigen Spiele die mir in den Sinn kommen, würde ich auch nicht mehr Spielen.
Aber "darunter" / bei "Indie" gibt es so viel mehr was nicht zeit- und/oder reaktionsintensiv ist. Spiele sind nicht "nur" (vorgegaukelte) Welten (Ich kann mit Immersion nichts anfangen).

Zugegebener Maßen schaut es bei narrativen Spielen für mich etwas dünn aus. Die Messlatte sind für mich derzeit WhatRemainsOfEdithFinch und Stories Untold.
Ich möchte Geschichte interaktiv erleben und nicht nur regelmäßig als Kurzfilm, oder langweiliges QTE pseudoerzählt, bekommen.

Aber gerade mit den aufkommenden Rogue-lik/tes und allem was im Fahrwasser vom Slay the Spire ist, sehe ich viele interessante Spiele für mich. Welche die gut mit der Familie vereinbar und TROTZDEM fordern sind. Herausforderung muss nicht eine reine Frage der Zeit sein.
Für Strategie muss man nicht immer gleich Befehlshaber einer Armee oder eines Landes sein (Strategie ist mehr als nur RTS, Civ oder Paradox-Spiele).

tl;dr: Pfeif auf den Anspruch der Immersion oder (historischer) Authentizität und findest eine riesige Vielfalt sehr unterschiedlicher Spiele die für jedes Alter, aber sicher nicht die jeden Geist sind. ;-)

Und schöne Grafik ist nicht nur die Anzahl der Pixel und Lichteffekte. :-)

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Kaputtnick
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Re: Kann man fürs Gaming zu alt werden!

Beitrag von Kaputtnick »

Auf die Thesen wurde ja ausreichend eingegangen, also nur nochmal von mir auf die eigentliche Frage: "Kann man fürs Gaming zu alt werden?"

Nein, kann man nicht. Man kann nur zu alt für bestimmte Spiele werden. Vor Jahrzehnten war das unter Umständen gleichbedeutend mit "fürs Gaming zu alt", aber heute ist die Auswahl an sehr unterschiedlichen Spielkonzepten so gigantisch, dass definitiv für jeden etwas dabei ist.

Woran es trotzdem scheitern kann, ist die Motivation, etwas Anderes auszuprobieren. Das muss auch nicht zwingend neu sein, sondern kann sich auch um (Sub-)Genres handeln, die man früher schlicht nicht mochte. Wie beim Essen sollte man imho ca. alle 10 Jahre seinen Geschmack überprüfen - hat bei mir schon zu interessanten Erkenntnissen geführt. Und man muss auch loslassen können. Immer wieder die gleiche Art Spiel zu kaufen, die einen schon seit Jahren frustriert oder langweilt, denn es könnte ja diesmal anders sein, führt zu nichts.

Zeit ist mit meinen 39+ (oder wie man heute das Älterwerden verleugnet) kein Thema, da mir einerseits ein geregelter 40h-Job mehr Freizeit lässt als meine Gymnasialzeit mit bescheidener Busanbindung und damit verbundenen Wartezeiten vor und nach der Schule sowie bescheidenem Stundenplan mit Freistunden mittendrin und gelegentlich mal Hausaufgaben. Und andererseits weil die Parties auch schon vor Corona deutlich weniger geworden sind und generell meine früheren Sozialkontakte eher Zeit mit der Familie verbringen. Wenn man selbst Kinder hat, sieht das natürlich anders aus, aber auch da sehe ich vor allem einen Sinneswandel. Meine Eltern haben nicht 100% ihrer Freizeit mit mir verbracht und auch bei meinen Klassenkameraden war das nicht anders. Ich bin sehr gespannt, wie die nächsten Generationen als Erwachsene zurecht kommen.

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Sebastian Solidwork
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Re: Kann man fürs Gaming zu alt werden!

Beitrag von Sebastian Solidwork »

Gut gesprochen Kaputtnick.
Genau, zu alt ist man heutzutage nie.
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Smutje187
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Re: Kann man fürs Gaming zu alt werden!

Beitrag von Smutje187 »

Gabs da nicht letztens erst die Geschichte des 80-jährigen Skyrim-Rentners? :)

Edit: Das mit der Zeit kann ich ebenfalls voll unterschreiben. In der Schulzeit war ich selbst nach „normalen“ 6h Schule erst um 2 zuhause (gefolgt von Hausaufgaben), im Studium hatte ich keine freien Wochenenden (und auch kein Geld), aber seitdem ich Geld verdiene und jetzt seit März 2020 wo meine Pendelzeit 2 min beträgt kann ich täglich um 4 Feierabend machen und habe plötzlich Zeit, auch mal unter der Woche 3h am Stück zu spielen :D

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Aratirion
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Re: Kann man fürs Gaming zu alt werden!

Beitrag von Aratirion »

Ich kann diese Frage nur höchstsubjektiv mit einem Jein beantworten.

Je älter ich werde, desto stärker verspüre ich die sich als Bedürfnis maskierende Zwangsneurose, mir vor jeder größeren Freizeitbeschäftigung zu überlegen, ob es "überhaupt wert ist", so viel kostbare Zeit in etwas zu "verschwenden", wenn ich gleichzeitig ganz andere, potentiell erfüllendere oder wertvollere Dinge tun könnte (mit anderen Menschen in Kontakt treten, mit der Natur in Kontakt treten, mit mir in Kontakt treten und als Mensch reifen). Das gilt letztlich aber nicht nur für "plumpe Unterhaltung ohne vermeintlichen Mehrwert", sondern auch für alle entspannenden wohltuenden Dinge und alle anderen Interessen, die, ganz zweckrational und ökonomisch selbstoptimiererisch betrachtet, mehr Grenznutzen pro investierter Minute versprechen: spannende Lektüre, die bildet; hochwertige Filme und Dokus, die intellektuell oder emotional berühren und mir eine Facette der Welt präsentieren, die ich noch nicht kannte. Etc. etc. Das ist alles schon nicht mehr gesund und in seiner Zwanghaftigkeit alles andere als rational oder angebracht, aber offenbar der tiefgreifenden Angst geschuldet, etwas wichtiges, essentielles zu verpassen, während gleichzeitig die Zeit zu verinnen scheint. Needless to say, dass das Zocken dabei aber oft den kürzeren zieht.

Gleichzeitig vollzieht sich bei mir quasi innerlich auch immer ein Retro-Gegentrend, der sich gerade von dieser Zwanghaftigkeit zu verabschieden sucht und den Teufelskreislauf durchbrechen möchte durch die Flucht nach Vorne: der Zwang zur möglichst kostbaren Nutzung der Zeit aufgehoben durch die größte Verschwendung schlechthin: das Zocken. Leider kommen mir dann aber oft genug ganz banale Dinge und basale Bedürfnisse in den Weg: Arbeit. Schlaf. Essen. Liebe, etc.

Objektiv betrachtet ist man daher nie zu alt zum Zocken. Subjektiv kann man sich aber älter machen als man ist und so schon heute keine Zeit mehr zum Zocken haben, obwohl's erst morgen so weit wäre. Anders war das bei mir letztlich nur in der Kindheit und Jugendzeit, in der Zeit noch keine Bedeutung und Endlichkeit noch keine gegenwärtige Präsenz hatte. Das Spielen hat's da echt nicht leicht, sobald das Leben voll zu schlägt, und meine zwischenzeitlich oft einzig verbliebene Loyalität zur Welt der Spiele hängt an dem seidenen Faden dieses Podcasts...

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Herr Weltschaft
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Re: Kann man fürs Gaming zu alt werden!

Beitrag von Herr Weltschaft »

Aratirion hat geschrieben:
11. Mai 2021, 11:55
Das ist alles schon nicht mehr gesund und in seiner Zwanghaftigkeit alles andere als rational oder angebracht, aber offenbar der tiefgreifenden Angst geschuldet, etwas wichtiges, essentielles zu verpassen, während gleichzeitig die Zeit zu verinnen scheint. Needless to say, dass das Zocken dabei aber oft den kürzeren zieht.
Das kommt mir doch ziemlich bekannt vor. Sei versichert: Auf diesem Selbstoptimierungszwang liegt überhaupt kein Segen. ;)
Ich habe dagegen etwas vollkommen Kontraintuitives getan, indem ich Spiele bewusst langsam und gründlich spiele, als hätte ich alle Zeit der Welt. Nicht nur, dass es mir ohne Hetze mehr Spaß macht, ich werde dadurch auch automatisch wählerischer beim Kauf eines Spiels und verbringe unterm Strich womöglich sogar weniger Zeit mit Zocken als vorher.
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HG_Christopher
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Re: Kann man fürs Gaming zu alt werden!

Beitrag von HG_Christopher »

These 1: Die Spiele im "Mainstream" unterscheiden sich einfach zu stark zu meinen Spielen der Kindheit
=> früher war alles besser. Naja nur weil du dich an das Geile erinnerst und das Schlechte schon wieder vergessen hast. Ich habe gelernt nicht mehr das alte auszugraben, denn was ich damals genial fand, geht heute gar nicht mehr. Letztes mit meinen Kids wieder mal Retrowochen gemacht und Indiana Jones, Command&Conquer, Civ2, Master of Orion, Ultima 4-7 gezockt, etc. Ja war geil damals. Aber manche Sachen, sollte man einfach liegen lassen und so in Erinngerung behalte. Wie Filme aus der Jugend.


These 2: Spiele wollen, dass die Spieler alles alleine machen sollen
=> ja ich habe Duke, Doom, Battlefield, Quake, CS und co gesuchtet in Lan und noch Serialkabelzeiten. Was war das für Geschleppe zu Freunden. Es war ne geile Zeit. Aber heute dank online Games halte ich genau zu denen Kontakt, dank Corona kann man ja nicht überall hin. Mit den Kids Couch Co-Op games zocken. Immer noch saugeil. Es gibt MEGA coole Spiele auf der Switch und mit dem neuen Feature von Steam sind couch co-op games dank remote play auch wieder voll geil. Einer besitzt es ein zweiter kann mit zocken.

These 3: Die Jugend von heute hat Ihren eigenen Stil gefunden
=> die Kids zocken alles. Nein nicht alle zocken nur Fortnite. Es gibt moch Minecraft und ganz viele Indie Spieler auch bei den Kids. Was die Jugend anders macht, sie zocken nicht mehr "am Stück" sondern eben mal 1hr CS:GO, dann etwas Switch im Multiplayer, dann mal kurz auf dem Handy paar Truhen öffnen und ein paar Runden und dann zurück an PC. Wir haben meist ein Spiel durchgesuchtet und das sehe ich bei meinen vier kids nicht mehr. Die hüpfen eher!

These 4: Die Entwickler wollen keine Story Spiele mehr machen, da das Kostets ja Geld
Remaster gibts, weil es genau die Fans wollen und nachfragen. Glaubst du nicht, schau auf social media und auch auf die Verkäufe. Das gleiche nur in Schön bitte und etwas anders. Klappt meist aber nicht immer. Story Spiele werden noch entwickelt aber das problem bei Linearen Spielen ist, die Influencer/Youtuber/Twitch, auch Redakteure spielen ein mal und verraten alles damit. Somit weniger verkäufe.
Und ja Spiele sollen auch Geld verdienen. Tun sicherlich bis heute noch lange nicht alle!

These 5: Alphas machen die Spiele kaputt
Nope. Heute kann sich jeder mit den Entwickler ausseinander setzen. Egal ob Discord, FB, Twitter, Messen, etc. Das Feedback wird gesammelt aber nicht die, die am Lautesten sind, werden gehört sondern vor allem auch die mit echter Kritik oder Vorschläge.

Abschließen sag ich, verändere ich mich. Ich zocke Games mit meinen Kindern (CS:GO - weil ich es mag), bis vor nem halben Jahr hab ich Fortnite mit den Kids gezockt, jetzt reissen sie anderen den Arsch auf. Aber auch das Medium hat sich verändert. Heute besitzen wir viel mehr Möglichkeiten zu zocken als wir früher. Damals gab es 1-2 Konsolen/Rechner im Haus. Heute habe ich gefühlt ne Spielehölle im Haus und da hab ich noch nicht mal die Handys, Tablets, mit gerechnet. Dazu kommen noch Sachen wir Billiard oder auch einen echten Flipper, etc... Die Nutzung hat sich geändert. Es ist und bleibt ein geiles Hobby. Haben sich die Spiele verändert? ab und zu ja aber meine Genres werden immer wieder gut abgedeckt und manchmal lohnt sich der Blick über den Tellerrand, egal ob auf Konsole, Handy, etc. Die haben teilweise auch coole games und das sag ich als PC Master Race Verfechter ;)

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LegendaryAndre
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Re: Kann man fürs Gaming zu alt werden!

Beitrag von LegendaryAndre »

Ich denke dass man nur dann fürs Gaming tatsächlich zu alt werden kann, wenn man im hohen Alter physische Einschränkungen erfährt. Arthritis, Rheuma oder starke Gelenksschmerzen könnten die Bedienung des Controllers vielleicht erschweren, schlimmstenfalls sogar so sehr dass man die Lust am Spielen verliert. Nur ein theoretischer Gedanke, denn ich kenne keine Gamer in dem Alter.

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Feamorn
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Re: Kann man fürs Gaming zu alt werden!

Beitrag von Feamorn »

LegendaryAndre hat geschrieben:
17. Mai 2021, 10:55
Ich denke dass man nur dann fürs Gaming tatsächlich zu alt werden kann, wenn man im hohen Alter physische Einschränkungen erfährt. Arthritis, Rheuma oder starke Gelenksschmerzen könnten die Bedienung des Controllers vielleicht erschweren, schlimmstenfalls sogar so sehr dass man die Lust am Spielen verliert. Nur ein theoretischer Gedanke, denn ich kenne keine Gamer in dem Alter.
Wo ich das gerade lese, zupfen ein paar Synapsen, ich meine mich dunkel zu erinnern, dass je nach degenerativer Erkrankung Spielen mit dem Gamepad sogar mal irgendwo als mögliche "Besserung" empfohlen wurde. (Wird vermutlich mit entsprechenden Einschränkungen bzgl. geeigneter Controller, Dauer usw. einhergehen.) Weiß leider gerade spontan nicht mehr wo/wann das war.

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bluttrinker13
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Re: Kann man fürs Gaming zu alt werden!

Beitrag von bluttrinker13 »

LegendaryAndre hat geschrieben:
17. Mai 2021, 10:55
Ich denke dass man nur dann fürs Gaming tatsächlich zu alt werden kann, wenn man im hohen Alter physische Einschränkungen erfährt. Arthritis, Rheuma oder starke Gelenksschmerzen könnten die Bedienung des Controllers vielleicht erschweren, schlimmstenfalls sogar so sehr dass man die Lust am Spielen verliert. Nur ein theoretischer Gedanke, denn ich kenne keine Gamer in dem Alter.
Meines Erachtens ist das ein Zukunftsmarkt, also accessibility in Games, rein von der Altersgruppe her. Ich hoffe die Hersteller hören den Schuss rechtzeitig. :D

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LegendaryAndre
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Re: Kann man fürs Gaming zu alt werden!

Beitrag von LegendaryAndre »

Feamorn hat geschrieben:
17. Mai 2021, 11:08
Wo ich das gerade lese, zupfen ein paar Synapsen, ich meine mich dunkel zu erinnern, dass je nach degenerativer Erkrankung Spielen mit dem Gamepad sogar mal irgendwo als mögliche "Besserung" empfohlen wurde. (Wird vermutlich mit entsprechenden Einschränkungen bzgl. geeigneter Controller, Dauer usw. einhergehen.) Weiß leider gerade spontan nicht mehr wo/wann das war.
Das wäre interessant! Vielleicht fällt dir wieder ein, wo du das gelesen hast. Meine schnelle Google-Recherche war erfolglos. Dafür habe ich das hier gefunden:

https://www.ebay.de/itm/363220242322
https://www.einfachgesund.com/arthrosehandschuhe/

Arthrose-Handschuhe könnten vielleicht helfen, wenn man im Alter Probleme mit den Fingern hat!

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LegendaryAndre
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Re: Kann man fürs Gaming zu alt werden!

Beitrag von LegendaryAndre »

bluttrinker13 hat geschrieben:
17. Mai 2021, 11:39
Meines Erachtens ist das ein Zukunftsmarkt, also accessibility in Games, rein von der Altersgruppe her. Ich hoffe die Hersteller hören den Schuss rechtzeitig. :D
Spannend! Wie stellst du dir das genau vor? Würde mich interessieren! Es scheint ein eher unverbrauchtes Thema zu sein - zumindest für mich, weil ich mich bisher noch nie damit beschäftigt habe. Ich kenne zwar jemanden mit feinmotorischen Problemen aufgrund einer Behinderung, aber eben niemanden der altersbedingt Probleme mit Gaming hat. Ich hoffe uns allen bleibt das erspart! ;)

Jackiejack21
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Re: Kann man fürs Gaming zu alt werden!

Beitrag von Jackiejack21 »

tdiver hat geschrieben:
6. Mai 2021, 07:30
Mo von Wimate hat geschrieben:
6. Mai 2021, 00:11
Also fürs Gaming kann man nicht zu alt werden, aber die Gamingpräferenzen können sich ändern
Da kann ich Mo nur zustimmen. Sicher kommt im Leben immer mal wieder eine Sinnkrise ;-) Mit deinen 35 hast du ja vielleicht auch eine junge Familie und viel um die Ohren. Da bin ich mit meinen 52 durch. Ich habe neben meinem Job viiel Freizeit :) und weiss gar nicht, welches Spiel ich zuerst spielen soll. Das war bei meinen Anfängen 1991 ganz anders. Da gab es gefühlt nur sehr wenige Spiele auf dem Markt und ich habe mich viele Monate mit einem einzigen beschäftigen können.
Wo ich mich inzwischen nicht mehr wohl fühle, sind die Shooter. Da fehlen mir inzwischen die Reflexe und der Durchblick auf den überfrachteten Maps. Auch Sportspiele, wie Fifa überfordern mich mit ihrer komplizierten Spielmechanik. Andererseits bin ich bei Soulsborne richtig glücklich. Früher habe ich gerne mal Cheats im Singleplayer genutzt, heute habe ich kein Problem mit dem Scheitern. Aktuell suchte ich da Nioh2 mit einer Riesen-Begeisterung.
Was mich inzwischen auch eher packt, sind die ruhigen Aufbau- und Strategiespiele, wie Anno1800 oder Civ6. RTS-Spiele sind mir da auch zu hektisch (Also wird AoE4 eher nix für mich ;-) )

Ich denke, man muss akzeptieren, dass man älter wird und das nehmen, was kommt. Es gibt so unzählige geile Spiele auf dem Markt....
Da muss ich definitiv zustimmen. Ich bin zwar nicht mehr der jüngste, aber zu Alt werden kann man dabei definitiv nicht. Man muss sich einfach nur an die Zeiten anpassen, um mitschwingen zu können. Klar lässt nach einiger Zeit die Reaktion nach & solche Ego-Shooter- Spiele sind nicht gerade die beste Lösung.
Akzeptieren und andere Wege einschlagen ist auch mein Vorschlag.
Liebe Grüße
Ein Jackie ist gut. Zwei sind besser.

MikeKapan
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Re: Kann man fürs Gaming zu alt werden!

Beitrag von MikeKapan »

bluttrinker13 hat geschrieben:
17. Mai 2021, 11:39
LegendaryAndre hat geschrieben:
17. Mai 2021, 10:55
Ich denke dass man nur dann fürs Gaming tatsächlich zu alt werden kann, wenn man im hohen Alter physische Einschränkungen erfährt. Arthritis, Rheuma oder starke Gelenksschmerzen könnten die Bedienung des Controllers vielleicht erschweren, schlimmstenfalls sogar so sehr dass man die Lust am Spielen verliert. Nur ein theoretischer Gedanke, denn ich kenne keine Gamer in dem Alter.
Meines Erachtens ist das ein Zukunftsmarkt, also accessibility in Games, rein von der Altersgruppe her. Ich hoffe die Hersteller hören den Schuss rechtzeitig. :D
witzigerweise ist es aber genau das, weswegen sich der Threadersteller zu "alt" für die aktuellen Spiele fühlt.
"These 2: Spiele wollen, dass die Spieler alles alleine machen sollen" also dass man sich sein Spiel an sich selbst anpassen soll.

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Heretic
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Re: Kann man fürs Gaming zu alt werden!

Beitrag von Heretic »

Feamorn hat geschrieben:
17. Mai 2021, 11:08
Wo ich das gerade lese, zupfen ein paar Synapsen, ich meine mich dunkel zu erinnern, dass je nach degenerativer Erkrankung Spielen mit dem Gamepad sogar mal irgendwo als mögliche "Besserung" empfohlen wurde. (Wird vermutlich mit entsprechenden Einschränkungen bzgl. geeigneter Controller, Dauer usw. einhergehen.) Weiß leider gerade spontan nicht mehr wo/wann das war.
Lustigerweise ( :roll: ) betrifft mich das gerade, da mir vor ca. einer Woche ein eingeklemmter Nerv im linken Ellenbogen freigeschnippelt wurde. Da heißt es a) den Arm schonen und b) die Finger möglichst viel bewegen. Also hab' ich meinen Steam-Controller wieder ausgepackt, da normales Zocken mit Maus und Tastatur nicht wirklich Spaß macht, wenn man den Ellenbogen nicht auf dem Tisch ablegen kann. Ich tippe das hier gerade mit dem linken Ellenbogen in der Luft. Da ich glücklicherweise mit zehn Fingern tippen kann, geht's recht schnell, sonst käme garantiert noch ein Schulter- oder Rückenleiden dazu. :mrgreen:

Also hole ich gerade Psychonauts und Steamworld Dig nach, die sich trotz angeschlagenem Arm mit dem Controller ganz gut bedienen lassen. Meine durchschnittliche Spielzeit hat sich aber trotzdem verringert.

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bluttrinker13
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Re: Kann man fürs Gaming zu alt werden!

Beitrag von bluttrinker13 »

LegendaryAndre hat geschrieben:
17. Mai 2021, 11:49
Spannend! Wie stellst du dir das genau vor? Würde mich interessieren! Es scheint ein eher unverbrauchtes Thema zu sein - zumindest für mich, weil ich mich bisher noch nie damit beschäftigt habe. Ich kenne zwar jemanden mit feinmotorischen Problemen aufgrund einer Behinderung, aber eben niemanden der altersbedingt Probleme mit Gaming hat. Ich hoffe uns allen bleibt das erspart! ;)
Gute Frage, ich habe da keine konkreten Vorstellungen da altersgerechte Interfaces und Eingabetechnologien mE großenteils noch entwickelt werden müssen, für Leute ab 65+. Ich kann mir vorstellen, dass bspw Sprachsteuerung und großflächige Eingabegeräte wie Handschuhe ein Weg wären. Alternativ, Kopplung an Gehirnströme (wie jetzt schon bei körperlich Behinderten in Entwicklung), auch wenn die Technologie sicherlich noch 20 Jahre bis zu einer kommerziellen Reife braucht.
Auf der anderen Seite müssen sich die Spiele für alte auch selbst anpassen, und alles was mit Reaktionsschnelligkeit und/oder Feinmotorik zu tun hat, zurückschrauben in favor of andere Sachen, wie Story, Interaktivität oder einfach lauter kaum merkliche assists. Aktuell geht das ja eher über den Schwierigkeitsgrad, aber ich denke, wenn die Käuferschicht der Gamer die 65+ sind größer wird, werden sich hier noch eigene Subgenres ausbilden, die dann andere Schwerpunkte legen. Weil wie gesagt, keiner von uns würde doch irgendwann aus Altersgründen aufhören wollen, allein, der Verfall wird irgendwann schon zu einem Problem werden. Schwierig wird dann auch der kognitive Verfall, insbesondere, also wie man damit konstruktiv umgeht.

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bluttrinker13
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Re: Kann man fürs Gaming zu alt werden!

Beitrag von bluttrinker13 »

MikeKapan hat geschrieben:
17. Mai 2021, 12:45
witzigerweise ist es aber genau das, weswegen sich der Threadersteller zu "alt" für die aktuellen Spiele fühlt.
"These 2: Spiele wollen, dass die Spieler alles alleine machen sollen" also dass man sich sein Spiel an sich selbst anpassen soll.
Jo, hatte aber bereits weiter oben schon kritisch angemerkt, dass diese These meines Erachtens keinen Bezug zum Altern hat.

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