Themenvorschlag: Ist das Point&Click-Adventure noch zu retten?

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Mo von Wimate
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Re: Themenvorschlag: Ist das Point&Click-Adventure noch zu retten?

Beitrag von Mo von Wimate »

Ein englischsprachiger Artikel, der sich mit dem Topic dieses Threats befasst
https://www.makinggames.biz/game-design ... 32097.html

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Axel
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Re: Themenvorschlag: Ist das Point&Click-Adventure noch zu retten?

Beitrag von Axel »

Rince81 hat geschrieben:
7. Feb 2020, 16:42
https://www.gamersglobal.de/news/170498 ... nftsfaehig

Bastei sagt, dass das Geschäftsmodell von Daedalic nicht zukunftsfähig ist.

Ganz aktuell hat Daedalic bei A Year of Rain die Reißleine gezogen und das Spiel eingestampft, nach zwei Monaten im Early Access, das dürfte gekostet haben. Ihr komisches Gollum Projekt dürfte noch weit vom Release entfernt sein. Was passiert, wenn Bastei, die 51% halten die Reißleine ziehen?
Tja, DAS kommt eben davon wenn man seinen Kern verlässt. Denn die angesprochenen Spiele im Artikel sind ja alles keine Adventures. Also eben NICHT die Spiele, mit welcher Daedalic groß geworden ist! Aber so ist das halt in Deutschland: Man denkt, man muss immer alles ändern. Die Leute ziehen schon mit. Nö, wenn man seinen Markenkern verlässt, dann ziehen die Leute nicht mit.

Stellt Euch mal vor Nintendo würde plötzlich brutalste Weltkriegsshooter veröffentlichen. Das würden deren heutigen Fans auch nicht goutieren.
Der obige Beitrag stellt allein meine Meinung dar. Auch wenn ich es vielleicht nicht jedes einzelne Mal dazu schreibe, weil ich es vergesse: es ist dennoch nicht als Verallgemeinerung gemeint. Du sollst selbstverständlich eine andere Meinung haben. :)

Rince81
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Re: Themenvorschlag: Ist das Point&Click-Adventure noch zu retten?

Beitrag von Rince81 »

Axel hat geschrieben:
9. Feb 2020, 12:19
Tja, DAS kommt eben davon wenn man seinen Kern verlässt. Denn die angesprochenen Spiele im Artikel sind ja alles keine Adventures. Also eben NICHT die Spiele, mit welcher Daedalic groß geworden ist!
War das denn ein sicherer Kern? Ich habe bei Daedalic aus der Zeit eigentlich nur immer Berichte über konsequentes Ausbeuten von Praktikanten und billigen Berufseinsteigern im Hinterkopf.
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Axel
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Re: Themenvorschlag: Ist das Point&Click-Adventure noch zu retten?

Beitrag von Axel »

Rince81 hat geschrieben:
9. Feb 2020, 12:30
Axel hat geschrieben:
9. Feb 2020, 12:19
Tja, DAS kommt eben davon wenn man seinen Kern verlässt. Denn die angesprochenen Spiele im Artikel sind ja alles keine Adventures. Also eben NICHT die Spiele, mit welcher Daedalic groß geworden ist!
War das denn ein sicherer Kern? Ich habe bei Daedalic aus der Zeit eigentlich nur immer Berichte über konsequentes Ausbeuten von Praktikanten und billigen Berufseinsteigern im Hinterkopf.
Die hatten zumindest eine sehr treue Fanbase. Die man ohne Not vergrault hat mit den neuen Spielen. Damals hatten viele Fans ja vom Bastei-Deal erwartet, dass man mehr in den Bereich interaktive Narration geht. Beispielsweise diese ganzen interaktiven Textadventures oder Visual Novels die besonders im Mobile Bereich sehr beliebt sind. Oder narrative Rätselspiele wie die Spielreihe der Drei Fragezeichen die ebenfalls eine große Fangemeinde haben (nicht nur die Hörspiele, sondern eben auch die dazugehörigen Spiele). Bastei-Lübbe hat doch viele Buch- und Hörbuchmarken.
Serien wie Jerry Cotton, Professor Zamorra, John Sinclair oder die Gespenster-Krimis würden sich doch ideal als Vorlage für allerlei interaktive Narrationen anbieten. Vom Rätselspiel a la Professor Layton über Text/Messenger-Adventure bis hin zum klassischen Point & Click. Und auch Daedalic selbst hat ja tolle Marken wie Edna & Harvey oder Whispered World. Ich verstehe einfach nicht, warum man nicht auch diese Marken ausgebaut hat. Etwa eine Hörspielreihe zu Edna & Harvey oder Romane zu Whispered World.

Man hätte so viele Synergien nutzen können, nein, MÜSSEN! Hat man aber nicht getan.
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Corvus
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Re: Themenvorschlag: Ist das Point&Click-Adventure noch zu retten?

Beitrag von Corvus »

Axel hat geschrieben:
9. Feb 2020, 12:19
Tja, DAS kommt eben davon wenn man seinen Kern verlässt. Denn die angesprochenen Spiele im Artikel sind ja alles keine Adventures. Also eben NICHT die Spiele, mit welcher Daedalic groß geworden ist! Aber so ist das halt in Deutschland: Man denkt, man muss immer alles ändern. Die Leute ziehen schon mit. Nö, wenn man seinen Markenkern verlässt, dann ziehen die Leute nicht mit.
An sich kann ich dir nur zustimmen. Daedalic hat ihre Kernkompetenz (Adventures) verlassen und immer komischere Projekte gestartet oder halt versucht Telltale Spiele mit Marken zu machen, wo ich einfach mal bezweifle dass sie die Zugkraft einer Batman, TWD oder Borderlands Marke haben.

Persönlich kann ich verstehen, dass sich Adventures vermutlich nicht mehr ab einer bestimmten Größe rentieren und man dann in andere Genres wechseln muss, aber bei Daedalic wirkt das alles halt ein bisschen Planlos.

Ich fände es schade, wenn Daedalic am Ende daran kaputt geht, denn die Adventures die sie gemacht haben sind immer noch ein paar Moderne klassiker.
Axel hat geschrieben:
9. Feb 2020, 12:19
Stellt Euch mal vor Nintendo würde plötzlich brutalste Weltkriegsshooter veröffentlichen. Das würden deren heutigen Fans auch nicht goutieren.
Ich bin mir sicher dass je nach Brutalitätsgrad Andre begeistert wäre.
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Axel
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Re: Themenvorschlag: Ist das Point&Click-Adventure noch zu retten?

Beitrag von Axel »

Corvus hat geschrieben:
10. Feb 2020, 10:19
Persönlich kann ich verstehen, dass sich Adventures vermutlich nicht mehr ab einer bestimmten Größe rentieren und man dann in andere Genres wechseln muss, aber bei Daedalic wirkt das alles halt ein bisschen Planlos.
Muss man denn unbedingt wachsen? Wenn ich mir USM vom KOSMOS-Verlag anschaue (na, kennt das jemand?), die machen das schon geschickter. Bringen alle paar Jahre mal neue Adventures zu TKKG oder den drei Fragezeichen heraus, sind ansonsten viel in Bereich Kinderspiele, Mobile oder Edutainment unterwegs. Deren Spiele sind jetzt nicht sehr aufwendig produziert, eher solide. Erreichen aber einen über Jahre aufgebauten treuen Fanstamm. Damit fahren die auf kleiner Ebene recht gut und sind profitabel. Ich denke, heute sind Stammkunden und Fans mehr wert als alles andere.

In dieser Form hätte Daedalic garantiert auch für Bastei Lübbe funktioniert. Ab und an größere Adventures, ansonsten kleinere digitale Erfahrungen zu den Marken des Verlags.

Man wollte aber um jeden Preis wachsen und so sein wie alle anderen. Dabei ist es doch nichts schlimmes, wenn man eine ganz bestimmte Nische bedient und auf kleinerer Ebene profitabel arbeitet.
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Rince81
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Re: Themenvorschlag: Ist das Point&Click-Adventure noch zu retten?

Beitrag von Rince81 »

Axel hat geschrieben:
10. Feb 2020, 12:25
In dieser Form hätte Daedalic garantiert auch für Bastei Lübbe funktioniert. Ab und an größere Adventures, ansonsten kleinere digitale Erfahrungen zu den Marken des Verlags.
Nein, hätten sie nicht. Wenn man hier fernpsychologisch ran geht war es nie Ziel von Carsten Fichtelmann solch kleine Brötchen zu backen - er wollte immer mehr und mit Daedalic. Das war ja auch der Grund für die Mehrheitsübernahme von Bastei. Zusätzliche Kohle für das weitere Wachstum sichern und Bastei wollte die eigenen Marken eben auch in einem anderen Medium nutzen, beide wollen keine kleinen Brötchen backen. Das Grundgerüst passt schon.

Es hat nur nicht geklappt. Daedalics eigene Spiele sind seitdem fast alle teure kommerzielle Flops gewesen, ihre Publishingtätigkeiten auch eher bescheiden - ich glaube ohne den Publishing Glückstreffer Shadow Tactics wäre Daedalic längst abgewickelt.
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Corvus
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Re: Themenvorschlag: Ist das Point&Click-Adventure noch zu retten?

Beitrag von Corvus »

Axel hat geschrieben:
10. Feb 2020, 12:25
Muss man denn unbedingt wachsen? Wenn ich mir USM vom KOSMOS-Verlag anschaue (na, kennt das jemand?), die machen das schon geschickter. Bringen alle paar Jahre mal neue Adventures zu TKKG oder den drei Fragezeichen heraus, sind ansonsten viel in Bereich Kinderspiele, Mobile oder Edutainment unterwegs. Deren Spiele sind jetzt nicht sehr aufwendig produziert, eher solide. Erreichen aber einen über Jahre aufgebauten treuen Fanstamm. Damit fahren die auf kleiner Ebene recht gut und sind profitabel. Ich denke, heute sind Stammkunden und Fans mehr wert als alles andere.
Muss man nicht, aber das ist ja eine Individuelle Entscheidung die eine Studioleitung selbst zu treffen hat. Wenn man sich beispielsweise Piranha Bytos oder Egosoft anguckt, dann haben diese Studios irgendwann entschieden nicht mehr größer als diese 30 Mann Besatzung die sie haben wollen.

Daedelic wollte, wie Rince ganz gut aufgeschlüsselt hat, in eine andere Richtung gehen und damit bislang gescheitert
Rince81 hat geschrieben:
10. Feb 2020, 13:04
Es hat nur nicht geklappt. Daedalics eigene Spiele sind seitdem fast alle teure kommerzielle Flops gewesen, ihre Publishingtätigkeiten auch eher bescheiden - ich glaube ohne den Publishing Glückstreffer Shadow Tactics wäre Daedalic längst abgewickelt.
Dem kann ich nur zustimmen. Shadow tactics war ein überaschungserfolg, aber das hat man ja nur gepublisht. Mimimi arbeitet aktuell für THQ Nordic, die Marke gehört ihnen nicht und vllt gibts das nächste Shadow Tactics das nächste mal mit einem größeren Publisher.
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Axel
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Re: Themenvorschlag: Ist das Point&Click-Adventure noch zu retten?

Beitrag von Axel »

Aber das widerspricht ja nicht meiner These. Nämlich, dass es ja gerade falsch ist seinen Markenkern aufzugeben, seine über Jahre aufgebauten Fans nicht mitzunehmen. Eben WEIL Daedalic nur Flops produzierte, zeigt es doch: Schuster, bleib bei Deinen Leisten.
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Oliver Naujoks
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Re: Themenvorschlag: Ist das Point&Click-Adventure noch zu retten?

Beitrag von Oliver Naujoks »

Rince81 hat geschrieben:
7. Feb 2020, 16:42
Ganz aktuell hat Daedalic bei A Year of Rain die Reißleine gezogen und das Spiel eingestampft, nach zwei Monaten im Early Access, das dürfte gekostet haben. Ihr komisches Gollum Projekt dürfte noch weit vom Release entfernt sein. Was passiert, wenn Bastei, die 51% halten die Reißleine ziehen?
Ich habe woanders dazu keine Diskussion gefunden, deshalb mal hier: Warum ist A Year of Rain denn gescheitert? Ich denke, weil es sich zwischen die Stühle gesetzt hat. Für den wirtschaftlichen Misserfolg war auch ich mitverantwortlich.

Ich habe mich auf das Spiel gefreut.
Ich habe am Release-Abend Steam hochgefahren und wollte eigentlich blind kaufen.
Dann habe ich mir die Beschreibung durchgelesen.
Zwangs-Koop. Nicht wahlweise, nein, geht nicht anders zu spielen. Als klassischer Single Player-Spieler war ich da sofort raus.
Nicht gekauft.
Aus dem Warenkorb geschmissen.

Ich glaube, dass sich das Spiel zwischen die Stühle gesetzt hat. Single Player RTS-Spieler wollen so was nicht. Und wer sowas im Multiplayer mit oder gegen andere spielen will, der spielt seit vielen Jahren Mobas.

--

Und, nebenbei: Wie viele Tolkien-/HdR-Fans haben eigentlich Bock, Gollum zu spielen und zu steuern? Bin ich der einzige, der obwohl großer Fan, da keinen Bock drauf hat? Das klingt nicht gut für Daedalic.. :? .
---
Spielt: Sherlock Holmes: The Mystery of the Mummy, Mass Effect, Nancy Drew # 33, Unavowed, MLB The Show 20, NHL 20
Liest: "Classic American Crime Fiction of the 1920s", Leslie S. Klinger // "Joseph Balsamo", Alexandre Dumas

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Heretic
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Re: Themenvorschlag: Ist das Point&Click-Adventure noch zu retten?

Beitrag von Heretic »

Oliver Naujoks hat geschrieben:
13. Feb 2020, 10:56
Und, nebenbei: Wie viele Tolkien-/HdR-Fans haben eigentlich Bock, Gollum zu spielen und zu steuern? Bin ich der einzige, der obwohl großer Fan, da keinen Bock drauf hat? Das klingt nicht gut für Daedalic.. :? .
Wenn das Gameplay stimmt, hätte ich kein Problem damit, Gollum zu spielen. Gut gemachte Schleichspiele sind mir immer willkommen. Es kommt aber ebenfalls auf die Story an. Zum drölfzigsten Mal die Ringgeschichte durchhecheln (wenn auch aus einem anderen Blickwinkel), das bräuchte ich nicht unbedingt. Interessanter fände ich die Metamorphose von Smeagol zu Gollum. Ob ein Gollum-Spiel mit Schleichmechanik Daedalic retten kann? Ich bin skeptisch...

Rince81
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Re: Themenvorschlag: Ist das Point&Click-Adventure noch zu retten?

Beitrag von Rince81 »

Ich denke, dass das ein "scheitern" mit Ansage war. Ein Ectzeit RTS im Early Access von einem Noname, dazu nicht vollständig sondern wirklich noch in Entwicklung und dafür wollte Daedalic 24,99€.

Ich denke, dass da haben die sich klar verkalkuliert und die Bereitschaft der Käufer für Early Access völlig falsch eingeschätzt. Womöglich wäre das bei einem richtigen Release gar nicht so verkehrt gewesen. Jörg Langer hatte ja schon Mai 2019 ne ganz positive Review verfasst.
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Stew_TM
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Re: Themenvorschlag: Ist das Point&Click-Adventure noch zu retten?

Beitrag von Stew_TM »

Weiß eigentlich jemand, was Poki gerade gemacht? An welchen Spielen war er zuletzt beteiligt?
Nach dem zweiten The Whispered World ist es nach meinem Empfinden relativ still um ihn geworden. Dabei meine ich mich zu erinnern, er hätte vor zwei, drei Jahren in einem Interview durchblicken lassen, dass er gerade für mindestens zwei Projekte schreiben würde. Seitdem habe ich abgesehen von seiner Band nichts mehr von ihm gehört. Wenn Daedalic gerade eines braucht, dann wohl ein klassisches P&C-Adventure von Poki.

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Rossy
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Re: Themenvorschlag: Ist das Point&Click-Adventure noch zu retten?

Beitrag von Rossy »

Bei A Year of Rain hätte es ja schon geholfen, wenn grundlegende Mechaniken funktioniert hätten. Die Wegfindung z.B.

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Guthwulf
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Re: Themenvorschlag: Ist das Point&Click-Adventure noch zu retten?

Beitrag von Guthwulf »

Um zum Titel des Threads zurück zu kommen. Wovor muss das Point&Click Adventure denn gerettet werden? Es gibt doch immer wieder neue, teils extrem kreative Point&Click Adventures, nur eben halt von Indie Teams und nicht Triple A Herstellern. Wenn die Frage lauten würde: "Wie kann man das Genre modernisieren, damit es wieder größere Budgets rechtfertigt?" wäre das sicher ne interessante Diskussion. Bin mir aber nicht sicher, ob es darauf eine vernünftige Antwort gibt, die nicht schon jemand ausprobiert hat.

Wir hatten doch schon so viele Modernisierungsansätze für Adventures, einige durchaus mit einem gewissen Erfolg, sei es Walking Simulatoren ala "What Remains Of Edith Finch", Puzzle Adventures ala "The Witness", "narrative choicedriven adventures" ala Telltale oder Life Is Strange, Interaktive Filme ala David Cage, die ganzen Wimmelbild Adventures, die Schwemme der Visual Novels und einiges mehr. Denen ist natürlich in der Regel gemein, dass sie sich von der ursprünglichen Point&Click Formel entfernt haben, aber Modernisierung bringt nunmal Änderungen mit.
guthwulf04 (Steam), dreosan (PSN), Guthwulf06 (Xbox), Guthwulf16 (Switch: SW-7403-8257-5609)

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Re: Themenvorschlag: Ist das Point&Click-Adventure noch zu retten?

Beitrag von Andre Peschke »

Zum Vorschlag: Ich erinnere an unsere Folge mit Jan Theysen. Ich glaube nicht, dass sich seitdem soo viel neue Perspektiven ergeben haben - jetzt mal von Daedalic konkret abgesehen.

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Re: Themenvorschlag: Ist das Point&Click-Adventure noch zu retten?

Beitrag von Mo von Wimate »

Guthwulf hat geschrieben:
28. Mär 2020, 20:37
Um zum Titel des Threads zurück zu kommen. [...] Wenn die Frage lauten würde: "Wie kann man das Genre modernisieren, damit es wieder größere Budgets rechtfertigt?" wäre das sicher ne interessante Diskussion.
Dazu würde ich gerne eine Gegenfrage zur Diskussion stellen. "Wünscht sich der 'klassische' Point&Click Fan überhaupt eine Modernisierung?"
Die letzte Modernisierung die mir gefallen hat, war die Hotspothilfe. Die Vorletzte die Sprachausgabe :) (Nur um es komplett aufzuschreiben: Davor, dass nur noch mit 3 Verben/Münze ausgekommen wird und davor die Einführung von vorgegebenen Verben; also die Eingabe von Befehlen ohne "Freitext")

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Matze42Play
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Re: Themenvorschlag: Ist das Point&Click-Adventure noch zu retten?

Beitrag von Matze42Play »

Andre Peschke hat geschrieben:
29. Mär 2020, 10:11
Zum Vorschlag: Ich erinnere an unsere Folge mit Jan Theysen. Ich glaube nicht, dass sich seitdem soo viel neue Perspektiven ergeben haben - jetzt mal von Daedalic konkret abgesehen.
In diesem Sinne muss ich daran denken das Jan Theysen eine Fehleinschätzung gezogen hat. Er ist aus der damaligen Sicht immer wieder davon ausgegangen, dass Adventures Filmlizenzen brauchen. Das hat er nicht ohne Grund gesagt, da er zu diesem Zeitpunkt ganz stark auf Telltale Games geschaut hat. Und nun wissen wir, das sich das meiste anhand von Lizenzen z.B. Games of Thrones sehr schlecht verkauft hat. Andererseits stelle ich anhand von Gesprächen mit Entwicklern fest, dass das Marketing auch heutzutage viel auf subjektiven oder indirekten Wissen beruht.

Rince81
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Re: Themenvorschlag: Ist das Point&Click-Adventure noch zu retten?

Beitrag von Rince81 »

https://www.gameswirtschaft.de/wirtscha ... ew-luebbe/

Bastei Lübbe hat sich von einem Großteil von Daedelic getrennt. Käufer? Die alten Eigentümer, Carsten Fichtelmann und Co. Bastei hält nunmehr nur noch 10% der Anteile. Das wird spannend zu sehen, wie die alleine ohne finanzstarken Investor im Hintergrund überleben wollen und vor allem ein Herr der Ringe Lizenzspiel veröffentlichen...
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Brahlam
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Re: Themenvorschlag: Ist das Point&Click-Adventure noch zu retten?

Beitrag von Brahlam »

Rince81 hat geschrieben:
20. Mai 2020, 00:23
https://www.gameswirtschaft.de/wirtscha ... ew-luebbe/

Bastei Lübbe hat sich von einem Großteil von Daedelic getrennt. Käufer? Die alten Eigentümer, Carsten Fichtelmann und Co. Bastei hält nunmehr nur noch 10% der Anteile. Das wird spannend zu sehen, wie die alleine ohne finanzstarken Investor im Hintergrund überleben wollen und vor allem ein Herr der Ringe Lizenzspiel veröffentlichen...
Ich hoffe echt die überleben das. :-/
Würde noch 20 weitere Deponia Teile fördern wenn ich es könnte. Öl-Scheich müsste man sein.

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