Themenvorschlag: Spore revisited

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Flo
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Themenvorschlag: Spore revisited

Beitrag von Flo »

Moinsen,

springen wir ins Jahr 2008:

ich habe Spore damals bei erscheinen gekauft, eine Zeit lang gespielt, irgendwann langsam die Lust daran verloren und deinstalliert. Ich fand das Spiel absolut nicht schlecht, ich hatte eine unterhaltsame Zeit damit, aber im großen und ganzen erschien es mir damals als nicht erwähnenswert gut.

springen wir zurück ins Jahr 2018:

Eben habe ich einen alten TED Talk, in dem Will Wright über das Spore redet angeschaut. Darin erzählt er, dass er das Spiel mehr wie ein Spielzeug begriff, mit dem sogar Kinder schon ein Gefühl sowohl für die Entwicklung des Lebens, des Technologischen Fortschritts, der unwahrscheinlichen Größe der Galaxie und sogar globale klimatische Zusammenhänge bekommen können.

Und rückblickend würde ich sagen, dass er erreicht hat, was er bezwecken wollte. Und, dass diese Intention womöglich auch ganz schön herausragend war, wenn man bedenkt, dass Computerspiele selbst heute noch von der ganz überschwänglichen Masse an Menschen als Programme zur persönlichen Zerstreuung wahrgenommen und auch designt werden.

In den letzten Jahren wurden ein Haufen Dogmen infrage gestellt, was ein Spiel denn sei und wie man es zu bewerten hätte. Spiele wie 'This War of Mine', Shelter, Everything, Papers Please oder Walking Simulator haben bewiesen, dass eine ganze Reihe von Qualitäten an einem Spiel existieren können, die nicht tolle Grafik oder mitreißendes Gameplay sein müssen. Und zwar Qualitäten, die nicht nur Kritiker in ihren Elfenbeintürmen in homöopathischen Dosen degustieren, sondern die einen realen Markt haben. Echte Menschen kaufen und mögen solche Spiele!

Wenn ich mit meinem heutigen Zugang, den ich zu Spielen besitze, Spore anschaue, dann halte ich das für ein ganz großartiges Spiel. Ich empfinde das Bedürfnis, es mit meinen Neffen irgendwann zu spielen, weil sich ihnen meines Erachtens nach dort eine Perspektive eröffnet, aus welcher ihnen große Zusammenhänge sinnlich erfahrbar gemacht werden. Mir fällt kein anderes Spiel ein, welches auch nur annähernd das selbe erreichen möchte oder gar könnte. (...höchstens 'everything', aber das umfasst nur einen Bruchteil der Themen, die in Spore aufgegriffen werden.)

Ich habe das Gefühl als ob Will Wright mit seinem Zugang zu Spielen einfach schon zehn Jahre voraus war. Und die Verfasser der Reviews damit umgekehrt zehn Jahre hinterher. Ich habe den Eindruck, als mangelte es sowohl Kritikerinnen, als auch Spielrinnen damals schlicht an den Voraussetzungen die eigentlichen Qualitäten des Spiels wahrzunehmen. Deswegen halte ich es für spannend, es aus heutiger Perspektive noch einmal von neuen zu begutachten.


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hier der Ted Talk:

Will Wright: Spore, birth of a game
TED
18:34 t
17.07.2007
https://youtu.be/e3NA-aKpgFk

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