Nachgeforscht: was denkt die Jugend über aktuelle Triple A?

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plastikhaufen
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Nachgeforscht: was denkt die Jugend über aktuelle Triple A?

Beitrag von plastikhaufen » 10. Mär 2019, 00:07

Hallo liebes The Pod Team,

In letzter Zeit redet an immer wieder darüber, ob Triple A schlechter wird. Gerade wieder bei Anthem. Ich empfinde es auch so. Ein Spiel sollte die Lebenszeit ernst nehmen. Etc. Pp. Wie ihr teilweise selbst schon bemerkt hattet, liegt es vielleicht einfach nur daran, dass man schon so viel Erfahrung mit Spielen hat.

Daher fände ich es tatsächlich interessant, wenn von Euch eine Art Nachgeforscht kommt, die beleuchtet, was die Jugend davon hält, was wir so verteufeln. Vielleicht sind so viele Dinge, die wir als Zeitverschwendung erachten, der Punkt den Junge Zocker gerade mögen?

Ich würde mir quasi wünschen eine Reportage zu hören, die aus "alten" Filterblase führt, aber von jemand, dessen Arbeitsweise ich schätze und dessen Urteil ich vertraue.

Viele Grüße
Thomas aka plastikhaufen

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Desotho
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Re: Nachgeforscht: was denkt die Jugend über aktuelle Triple A?

Beitrag von Desotho » 10. Mär 2019, 09:47

Ein Lootshooter ist doch eigentlich schon per Definition eines der letzten Spiele welches die Lebenszeit ernst nehmen soll. Das ist (gewollt) eine Loot-Karotte in einem Hamsterrad :)
El Psy Kongroo

imanzuel
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Re: Nachgeforscht: was denkt die Jugend über aktuelle Triple A?

Beitrag von imanzuel » 10. Mär 2019, 10:15

Da muss man natürlich erst mal definieren, was "wir verteufeln". Im Prinzip habe ich schon mal gar nichts gegen Loot-Shooter. Oder überdimensionierte JRPGs, die viel zu lang oder zu viele Mechaniken haben. Für mich persönlich müssen die Spiele einfach gut sein, in dem was die machen wollen. Anthem z.B. versagt für mich als Loot-Shooter völlig. Dafür habe ich ein Borderlands 2 weit über 100 Stunden gespielt, und bei einem Diablo 3 (ja, auch zu Release^^) fange ich gar nicht erst an.

Zu der heutigen Generation, zumindest bei dem Grundschulalter (7-12 Jahre) kann ich zumindest feststellen, dass ein Punkt immer ganz oben steht: Coop bzw. Multiplayer. Wenn ich da bei meiner Verwandschaft schaue, dann sind gerade diese Spiele eigentlich die meist gespielten, also z.B. Minecraft, die Switch MP-Spiele (Mario Tennis, Kart, usw.). Bei der etwas älteren Generation, was ich so mitkriege, scheint es ähnlich zu sein. Hauptsache Coop, so was wie eine gute Story scheint da gar nicht relevant zu sein.

plastikhaufen
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Re: Nachgeforscht: was denkt die Jugend über aktuelle Triple A?

Beitrag von plastikhaufen » 10. Mär 2019, 10:41

Das ist schon richtig. Loot Games nehmendie Spielzeit nicht ernst. Aber viele Triple A haben ähnliche Mechaniken drin, die mich sofort stören. Ich frage mich, ob das bei Jugendlichen ähnlich ist. Im persönlichen Umfeld habe ich keinen Einblick. Ich weiß nur noch, dass mich das bei Diablo damals nicht gestört hat zu grinden. Auf dem Schulhof hat man über Waffen geredet. Bei den heutigen Games kann ich mir das nicht vorstellen. Da kommen mir die besseren Waffen in Games wie Division etc. so wahllos vor.
Das kann natürlich an mir liegen. Daher ist es interessant für mich, ob es nur am alt werden liegt.

philipp_neu
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Re: Nachgeforscht: was denkt die Jugend über aktuelle Triple A?

Beitrag von philipp_neu » 12. Mär 2019, 08:31

Also die Kids morgens bei mir im Bus - wenn ich damit mal zur Arbeit fahre - reden über nichts anderes als Fortnite. Aber ich glaube die Interessen sind heutzutage so weit gestreut und das Angebot so riesig, dass man nicht mehr von einer homogenen Gruppe der "Gamer" sprechen kann.

Finde das Thema aber generell sehr interessant, was denken Kids über Games.

BigBB
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Re: Nachgeforscht: was denkt die Jugend über aktuelle Triple A?

Beitrag von BigBB » 12. Mär 2019, 08:49

Ich kann nur berichten was mein Sohn (10 Jahre) so spielt. Da ist so ziemlich alles dabei.
Angefangen bei den ganzen kostenlosen Spielen für das Handy, über Minecraft bis hin zu Zelda, Breath of the wild.

Die Kids haben ein so breites Angebot an Spielen; auch für ihr Alter; die zocken alles mögliche.
Aber eher weniger die teuren AAA Spiele, sonder überwiegend den kostenlosen Kram. Das Taschengeld ist halt auch nur endlich und (zumindest in seinem Alter) eher überschaubar. Da muss er schon sparen, wenn er sich ein Spiel für die Wii-U kaufen möchte.

Ich denke mal, das dürfte auch ein Grund sein, warum grade Fortnite so beliebt ist. Man braucht halt nur eine Konsole, das Spiel gibt es quasi dazu.

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DickHorner
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Re: Nachgeforscht: was denkt die Jugend über aktuelle Triple A?

Beitrag von DickHorner » 12. Mär 2019, 08:57

Das müsste durch eine Marktanalyse sehr klar und eindeutig zu beantworten sein, was die Jugend davon hält.
Gibt's eigentlich einen Anbieter der sich auf Marktdaten und Reports im Games-Umfeld spezialisiert, oder solche verkauft?

Aus persönlicher Erfahrung habe ich den Eindruck gewonnen, dass Kinder und Jugendliche im Sekundarstufe I-Alter, also 10-16, viel zocken, was eine Möglichkeit zur Profilierung und Identifikation über Zugehörigkeit bietet, d.h. Spiele in denen es viele Möglichkeiten zur kosmetischen Gestaltung seines virtuellen Selbst und zur Selbstdarstellung gibt. Fortnite, GTA online, son Zeug. Das passt auch sehr gut dazu, was man über die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen in diesem Alter weiß, wo Identität, Sozialisation und Abgrenzung dominante Themen sind.

Nebenbei bemerkt: Apex Legends, Fortnite, GTA online, eigentlich alle Spiele, die mir in den Sinn kommen, von denen ich sagen würde die sind stark bei Kindern (!) und Jugendlichen, das sind alles AAA Produktionen.

oscarmayer
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Re: Nachgeforscht: was denkt die Jugend über aktuelle Triple A?

Beitrag von oscarmayer » 12. Mär 2019, 14:54

Naja der Steamspy ist betreffend Spielerzahlen vermutlich das verlässlichste Instrument, auch wenn die Konsolen nicht beinhaltet sind.
Da sich die Gamestar immer wieder auf die Saturn Verkaufszahlen beruft, scheint es keine guten Angebote dieser Art zu geben,oder ist das bei denen Werbung?

Die aufgezählten Spiele sind auch alle F2P, außer GTA V.
Ich weiß noch, dass ich in diesem Alter auch JEDES F2P Spiel ausprobiert habe, weil sie eben nix kosteten und Hoffnung bestand, dass sieetwas taugen.

Zu Fortnite muss man sagen, dass die eben einen Nerv getroffen haben.
Bevor der Battle Royale Modus als F2P Spiel durch die Decke ging, war das Spiel ein Coop Shooter mit Bau und Verteidigungsmechanismen, das Niemanden so recht interessiert hat, wenn ich mich rech entsinne.

Ein "Alte Echte Männer sprechen voller Unverständnis über die Vorlieben der Jugend" fände ich aber auch toll :D :D

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VikingBK1981
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Re: Nachgeforscht: was denkt die Jugend über aktuelle Triple A?

Beitrag von VikingBK1981 » 12. Mär 2019, 18:00

Für meinen Sohn (12) kann ich sagen, er spielt sehr viel Fortnite. Das liegt denke ich zum einen daran, dass er einen Shooter spielen darf. Die Grafik ist doch sehr abstrakt. Dann ist der Fortschritt in Fortnite, gerade für Kinder, doch sehr süchtig machend. Gerade hier muss auch aufgepasst werden, dass Kids nicht irgendwo hin abgleiten. Und er kann es mit Freunden spielen. Denn es spielen alle Kids in seiner Klasse. Richtige Triple A Spiele kann und darf er ja noch gar nicht spielen. Somit ist seine Spielewelt etwa eingeschränkt.

Eine Frage wäre, was denken Jugendliche von 16 an über Triple A Titel?
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Ricer
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Re: Nachgeforscht: was denkt die Jugend über aktuelle Triple A?

Beitrag von Ricer » 12. Mär 2019, 18:57

Jedes Jahr wird die JIM durchgeführt. Untersucht wird die Mediennutzung der 12-19-jährigen und ein Kapitel widmet sich digitalen Spielen. Es ist erkennbar, dass mit zunehmenden Alter die Triple A Platzhirsche in den Vordergrund treten. Einzig Fifa ist in allen Altersgruppen vertreten.

https://www.mpfs.de/fileadmin/files/Stu ... Gesamt.pdf
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oscarmayer
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Re: Nachgeforscht: was denkt die Jugend über aktuelle Triple A?

Beitrag von oscarmayer » 13. Mär 2019, 11:33

Boah..Fifa, das fiel mir zum "Die Zukunft ist umsonst" Podcast noch ein. Das ist einfach die aller dreisteste Masche, die es auf dem Gaming Markt gibt!
60 - 70 EUR initiale Kosten. Potenziell können/müssen hunderte oder gar tausende Euros in diese Ultimate Team Karten gesteckt werden, um Erfolg zu haben. Und nach 12(!!!!!!) Monaten ist alles dahin und du darst neu anfangen. :evil: :evil: :evil:
Klar, kannst du auch das Alte Fifa weiterspielen, aber das macht keiner! Der Gruppenzwang, der Hype, die Medien, man will einfach das neuste und das bessere Spiel spielen. Sorry für das OT...aber das musste ich jetzt noch loswerden. Das ist einfach kriminell was die da machen und vor allem, dass es so wortlos akzeptiert wird.

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VikingBK1981
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Re: Nachgeforscht: was denkt die Jugend über aktuelle Triple A?

Beitrag von VikingBK1981 » 13. Mär 2019, 11:48

Und leider funktioniert es zu gut. FIFA ist quasi das einzige andere Spiel, welches mein Sohn spielt. Er ist riesiger Dortmund Fan und liebt FIFA.
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Re: Nachgeforscht: was denkt die Jugend über aktuelle Triple A?

Beitrag von Guthwulf » 13. Mär 2019, 12:18

Triple A wird nicht schlechter. Der Markt entwickelt sich nur und nicht immer mögen alle die Richtung, in die es geht. Und Anthem läuft wenigstens manchmal (wenn es nicht die PS4 schrottet :D). Wie war das damals mit Triple A Spielen, die man über stundenlanges rumkonfigurieren überhaupt erst irgendwie zum Laufen kriegen musste oder den zahlreichen Triple A Beispielen die von vorne bis hinten vollgestopft waren mit spielzerstörenden Bugs ohne das man Möglichkeiten hatte einfach an sowas wie Patches zu kommen? Ich als alter Sack bin schnell versucht in die "früher war alles besser" Leier zu verfallen. Allerdings muss man sich in Erinnerung rufen, dass da vor allem die einzelnen positiven Beispiele im Gedächtnis geblieben sind. Es gibt heute ein vieeeel breiteres Spieleangebot als früher und die durchschnittliche Qualität (offensichtliche Scam "Spiele" außer Acht gelassen) ist viel höher als früher. Was früher mal "Triple A" war ist heute oft Indy (mit identischem oder gar höheren Produktionsaufwand). Ja, es ist nervig, dass grad Triple A Spiele gerne formelhaft und innovationsarm sind, aber gleichzeitig mit Mikrotransaktionen oder ähnlichen Monetarisierungsfoltermethoden vollgestopft werden. Aber es gibt eben auch mehr als genug Alternativen. Und "die Jugend" (wie auch immer man das definieren will) findet unverändert "ihre" Spiele und bleibt dann länger in dem einen Spiel als früher. Games As A Service wollen das ja auch. Sei es Fortnite, Fifa, ein Call Of Duty oder der neueste mobile F2P Hit. Die Art, wie Menschen heute Spiele konsumieren und wie die Industrie sowie der Markt als ganzes funktionieren hat sich sicher drastisch verändert. Und damit hat sich die Definition verändert, was Triple A eigentlich ist und welche Rolle Triple A im Spielemarkt spielt. Aber das war ja nicht die Ausgangsfrage.
guthwulf04 (Steam), dreosan (PSN), Guthwulf06 (Xbox), Guthwulf16 (Switch: SW-7403-8257-5609)

oscarmayer
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Re: Nachgeforscht: was denkt die Jugend über aktuelle Triple A?

Beitrag von oscarmayer » 13. Mär 2019, 13:41

Während in den 90ern Spiele mit doch eher spezifischeren Systemvoraussetzungen zum Großteil nur auf PCs laufen mussten, wird heute ein unfassbar breites Spektrum an Geräten und vor allem Konfigurationen bedient. Selbst unter den Konsolen variiert die Harware (PS Pro etc.) mittlerwerile.
Für diesen Umstand verläuft der Prozess vom Disc einlegen/Download bis zum Spiel i.d.R. relativ reibungslos.
Ich erinnere mich, wie oft ich damals als 14 Jähriger mit mangelhaften englisch Kenntnissen vor irgend einem komischen "dsvl14.dll Outbut Buffer error" Fenster mit gelbem Ausrufezeichen saß und absolut nicht wusste, was ich jetzt tun soll.
Oder ich weiß noch, dass ich damals mit Sacred fürchterliche Probleme hatte. Auch wegen dem damals krassen Kopierschutz (Starforce? Ich weiß nicht mehr). Dabei war Sacred ein sooo geiles Spiel!!! Als dann mein Vampir verloren ging, weil mein Spiel oder der Spielstand zerstört wurde, war ich zutiefst traurig.

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