Eure VR-Ignoranz ist langsam schwer zu ertragen

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philipp_neu
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Re: Eure VR-Ignoranz ist langsam schwer zu ertragen

Beitrag von philipp_neu » 18. Jun 2019, 12:01

Habe mir jetzt nur den ersten Beitrag durchgelesen, persönlich bin VR auch nicht abgeneigt gegenüber, aber das VR im "Mainstream" angekommen sei kann ich so nicht sehen. Klar gibt es immer mal wieder mehr oder weniger gute Spiele, aber ob das alles so zufriedenstellend ist?

Ich hatte mit letztes Weihnachten eine Oculus Rift gekauft und nach 2 Wochen wieder zurück gegeben (mache sowas eigentlich nie), das Geld war mir dann doch zu schade. Ein paar Runden Elite, ein bisschen Beat Saber, dann lag das Ding nur noch rum. Kann ja sein das ich jetzt alle Mega-Systemseller verpasst habe, ich wage es aber mal vorsichtig zu bezweifeln.

cletz
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Re: Eure VR-Ignoranz ist langsam schwer zu ertragen

Beitrag von cletz » 18. Jun 2019, 12:16

Habe die PS VR (neue Edition) und die ist sehr schnell "aufgebaut", innerhalb von 1 min.
Spiele abgesehen davon sehr, sehr regelmäßig. Und vom netten Gimmick oder Vergleichen mit Lenkrad für Mario Kart Wii hab ich nichts gelesen. ;) Das ist lächerlich.

Die Spiele sind auf ihre Art und Weise einmalig.
Ein Astro Bot ist ein Wahnsinnstitel und mit dem hab ich mehr Spaß gehabt wie mit den letzten 5 Marios zusammen.
Beat Saber ist ohnehin ein Ausnahmetitel den man täglich spielen kann, genauso wie Tetris Effect.
Ein Resident Evil bekommt mit VR ein völlig anderes, viel besseres Spielgefühl.
Blood & Truth werde ich in Kürze probieren, auf das bin ich schon gespannt. (Days Gone hat mich zu sehr in den Bann gezogen)

Und einige weitere Titel die Spaß machen. Aber die obengenannten spiele ich nach wie vor regelmäßig und mindestens 2-3 Mal die Woche.

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Taro
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Re: Eure VR-Ignoranz ist langsam schwer zu ertragen

Beitrag von Taro » 18. Jun 2019, 13:20

Leonard Zelig hat geschrieben:
17. Jun 2019, 11:09
Oft höre ich, dass die Technik noch nicht ausgereift sei, oder es nur ein Spielzeug für Freaks wäre und doch nie den Massenmarkt erobern würde. Während das Letzte durch den Nichtkauf praktisch eine self fulfilling prophecy ist, sind die anderen Argumente imho die komplett falschen.

Wo die erste Rift noch schnell Übelkeit erzeugte, sind inzwischen alle Brillen doch mehr als tauglich und haben auch sehr viel Software hinter sich stehen, die einen Kauf rechtfertigt.

Bei den ganzen VR-Verweigerern habe ich irgendwie den Eindruck, die wollen lieber erst in 10-15 Jahren einsteigen, wenn "die Technik weit genug ist". Leute, habt ihr auch das NES, SNES, N64 übersprungen, weil ja erst die PS4 geile Grafik und Technik beinhaltet? Wo ist euer Gamerherz? Ihr habt die einmalige Chance euch JETZT die Nostalgiemomente zu erschaffen, die ihr in 15 Jahren vermissen werdet. "Ey, weisst du noch wie krass es war, Resi 7 in VR zu spielen? Was hab ich damals Schiss gehabt, ich kam mir vor als sei ich in diesem fucking Haus höchstpersönlich!" "Nein, ich hab das alles ausgesessen, weil Technik und so!"

Mit PSVR und Quest liegen zwei Systeme vor, die technisch absolut akzeptabel sind und doch keine tausende Euro kosten. Wer Beat Saber mal eine halbe Stunde gezockt hat wird wissen, wie unwichtig für ein gutes VR-Erlebnis hoch aufgelöste Texturen sind.

Also bitte gebt der ganzen Sache nochmal eine Chance und lasst euch nicht durch irgendwelche Achterbahn-Simulationen, die euch nah an die Kotzgrenze gebracht haben, abschrecken. VR ist inzwischen sehr weit, aber zum Glück noch nicht zu weit.
VR hat imo ein Zielgruppenproblem, die Preisgestaltung richtet sich (bisher wohl eher gezwungenermaßen) ganz klar an Technik-Enthusiasten, man braucht zusätzlich zum Headset einen starken PC und genau die Leute die sich einen starken PC leisten können und wollen, tun dies, weil sie ihre Spiele in möglichst hoher grafischer Qualität über ihren Bildschirm flimmern lassen möchten und von den Titeln die gerade beliebt sind, sind die ganzen aktuellen AAA-Titel, wenn man mal Fortnite außen vor lässt, technich meilenweit von den VR-Vorzeigetiteln entfernt.

Die Leute die die viel passendere Zielgruppe wären, können oder wollen sich so ein Setup nicht leisten und das was einer massenmarkttauglichen Lösung noch am nächsten kommt, nämlich PSVR, hängt den aktuellen PC-Varianten technisch meilenweit hinterher, da ist es auch kein Wunder wenn die Leute die diesen günstigen Einstieg in die VR-Welt gewagt haben nicht so begeistert sind und erstmal warten wollen.

Der Vergleich mit den vergangenen Konsolengenerationen hinkt einfach, weil es im Gegensatz zu NES, SNES, PS1, etc.keine technisch so überlegenen und dazu auch noch günstigeren Alternativen zum Spielen gab und aus genau diesem Grund ist der Virtual Boy damals gefloppt, es gab weitaus bessere Alternativen.

Ich bin auch einer der Leute die noch abwarten, ich bin normalerweise kein Grafikfetischist, aber das Argument Nummer 1 für VR wäre für mich die Immersion und die ist nunmal besser je hochwertiger die Grafik ist.
Astrobot oder Thumper mögen an sich gute Spiele sein und auch von VR profitieren, aber mit solchen Spielen allein lockt man keine großen Käufergruppen an.
Die Faszination und das Erlebnis das die meisten Leute von einer Virtual Reality erwarten ist doch gerade in eine möglichst realistische Welt abzutauchen, das "Mittendrin-Gefühl" zu erleben, zu glauben man fällt wirklich, wenn man im Spiel irgendwo runterfällt oder springt.

Jeder der einen Leistungstarken PC hat und sein Battlefield V oder was auch immer in 4k mit 60+ FPS spielt wird selbst beim bestaussehenden aktuellen VR-Titel nur müde lächeln.

VR ist auf dem aktuellen technischen Stand einfach eine Nische für Technikfreaks und das wird sich imo erst ändern, wenn schnurlose VR-Headsets auf dem Level der aktuell besten Vive zu massenmarkttauglichen Preisen kommen und die meisten AAA-First Person-Titel die neu erscheinen eine VR-Version bekommen die auf diesen Headsets den Nicht-VR-Versionen technisch nicht sehr weit unterlegen ist und das sehe ich innerhalb der nächsten 5 Jahre nicht.

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Leonard Zelig
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Re: Eure VR-Ignoranz ist langsam schwer zu ertragen

Beitrag von Leonard Zelig » 18. Jun 2019, 14:02

Taro hat geschrieben:
18. Jun 2019, 13:20
Jeder der einen Leistungstarken PC hat und sein Battlefield V oder was auch immer in 4k mit 60+ FPS spielt wird selbst beim bestaussehenden aktuellen VR-Titel nur müde lächeln.
Das ist meiner Meinung nach überhaupt nicht miteinander vergleichbar. Das Erlebnis ist ein ganz anderes. Eine tolle 4K-HDR-Doku über Paris bei strahlenden Sonnenschein ersetzt auch keine Reise nach Paris bei bewölkten Wetter.

Sicher spielt die Grafik auch eine Rolle, aber das betrifft vor allem Spiele mit einem realistischen Look. Ist in etwa vergleichbar mit dem Uncanny Valley Effekt. Bei realistischen Spielen wie Detroit achtet man auf jedes Detail, bei Super Mario akzeptiert man hingegen auch einen viel abstrakteren Look. Ein Blood&Truth ist z.B. noch weit davon meinen grafischen Ansprüchen zu genügen, aber ein Astro Bot ist jetzt schon perfekt. Das würde auch in 50 Jahren mit einer dann aktuellen VR-Brille Spaß machen. Bei Blood&Truth würde die veraltete Grafik das Erlebnis zu sehr schmälern für jemanden, der die Grafik der 2060er-Jahre gewohnt ist.
Taro hat geschrieben:
18. Jun 2019, 13:20
Die Leute die die viel passendere Zielgruppe wären, können oder wollen sich so ein Setup nicht leisten und das was einer massenmarkttauglichen Lösung noch am nächsten kommt, nämlich PSVR, hängt den aktuellen PC-Varianten technisch meilenweit hinterher, da ist es auch kein Wunder wenn die Leute die diesen günstigen Einstieg in die VR-Welt gewagt haben nicht so begeistert sind und erstmal warten wollen.
So groß sind die Unterschiede gar nicht. Die PSVR hat für viele sogar den angenehmsten Tragekomfort. Die Quest hat sogar nur eine zwei Jahre alte Smartphone-Platine verbaut und die Leute sind trotzdem hin und weg. Klar, bei einem VR-Spiel, das einen aktuellen Highend-PC voll ausreizen würde, wären die Unterschiede zu einer Standard PS4 meilenweit. Aber so ein Titel wäre sehr teuer in der Entwicklung, das können sich nur größere Studios wie Insomniac leisten.
Taro hat geschrieben:
18. Jun 2019, 13:20
Astrobot oder Thumper mögen an sich gute Spiele sein und auch von VR profitieren, aber mit solchen Spielen allein lockt man keine großen Käufergruppen an.
Die Faszination und das Erlebnis das die meisten Leute von einer Virtual Reality erwarten ist doch gerade in eine möglichst realistische Welt abzutauchen, das "Mittendrin-Gefühl" zu erleben, zu glauben man fällt wirklich, wenn man im Spiel irgendwo runterfällt oder springt.
Stimmt, Astrobot und Thumper sind nicht für den Massenmarkt. Man muss immer noch wissen wie man ein Gamepad benutzt. Das ist für viele eine große Hürde, deswegen war ja auch die Wii so erfolgreich.

Aber so Sachen wie Beat Saber, die komplett auf Bewegungssteuerung setzen, haben das Potential den Massenmarkt zu erobern.

Eine möglichst realistische Grafik ist eher für Core Gamer interessant, ich glaube Casuals würde das eher verstören. Insbesondere wenn es wie bei Resident Evil 7 in Richtung Horror geht.
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Taro
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Re: Eure VR-Ignoranz ist langsam schwer zu ertragen

Beitrag von Taro » 18. Jun 2019, 14:43

Die Wii war auch wegen dem niedrgen Preis, genügend Software-Output und vor allem, weil man zusammen spielen konnte so erfolgreich, schmeiß eine Oclulus Quest mit einem Modul-Slot á la Switch, gleichwertigem Spiele-Output und Wifi für unkomplizierten lokalen Multiplayer für 250 oder 300€ auf den Markt und die ganze Sache würde schon anders aussehen, aber so einen Output gibt es für VR-Titel nicht mal annähernd.

Und dann bliebe trotzdem noch die Hürde, dass viele Leute einfach keinen Bock haben über längere Zeit so ein Headset zu tragen und von der Außenwelt abgeschnitten zu sein, man möchte ja auch alle 2 Minuten auf sein Smartphone schauen. ;)

Ich habe mir gerade mal ein paar der angepriesenen VR-Spiele angeschaut, der Großteil ist entweder zu 50% Railshooter oder sieht aus wie Destiny oder sonstige lieblose GaaS für Arme.

Der einzige VR-Titel der mich bis jetzt richtig interessiert ist Resident Evil 7 und den habe ich bisher nicht gespielt, weil ich keinen leistungsstarken PC habe und es nicht mit PSVR spielen will, ich hoffe, dass es für die PS5 ein ordentliches Remaster geben wird welches ich dann mit PSVR 2 spielen kann.

Und nicht, dass mich jemand falsch versteht, ich bin VR überhaupt nicht abgeneigt, ganz im Gegenteil ich wäre einer derjenigen, die täglich stundenlang darin abtauchen würden, wenn es für mich erschwinglich wäre und es genügend interessante und immersive Spiele geben würde, gib mir ein Cyberpunk 2077 in VR mit aktueller High End-PC-Optik das ich auf meinem 400€-HTPC spielen kann und ich würde Freudensprünge machen, aber zurzeit ist mir das einfach noch zu teuer und unausgereift.

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v3to
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Re: Eure VR-Ignoranz ist langsam schwer zu ertragen

Beitrag von v3to » 18. Jun 2019, 18:51

Wenn ich die Kommentare hier so lese, scheint VR irgendwie eher was für Spieler in meinem Alter zu sein. In meinem Freundeskreis (überwiegend zwischen 40 und 50 Jahren) ist VR nach wie vor recht populär und ich habe auch nicht den Eindruck, dass die Brillen nur zustauben. Vielleicht liegt das auch einfach daran, dass die meisten keine Zeit für ausufernde Spielsessions haben und ohnehin kürzere Spiele bevorzugen.

Ich hatte mir vor einiger Zeit die PSVR auf gut Glück gekauft und hatte ursprünglich eher damit gerechnet, dass ich das Gerät wieder abstoßen würde. Mein erstes VR-Erlebnis endete mit Migräne nach zwei Minuten. Nach einer Weile ging es aber, bzw im Vergleich mit einer üblichen Firstperson-Perspektive auf 2D-Fernsehern komme ich mit der VR-Brille viel besser klar. Ich spiele normal höchst ungern Spiele in der Ego-Ansicht, weil ich meist beim Spielen die Orientierung verliere (wenn möglich, spiele ich dann auch bevorzugt mit Controller, weil das mit ruckhaften Maus-Bewegungen noch schneller passiert). In VR habe ich überhaupt keine derartigen Probleme.

Allerdings muss ich auch sagen, dass die technischen Limits mein Kaufverhalten beeinflusst. Allerdings nicht in die Richtung größer, lauter, weiter. Die grafisch aufwendigeren Spiele, welche ich hier habe, empfinde ich für mich anstrengender und mir wird auch schneller schwummrig. Aus dem Grund käme ich gar nicht auf die Idee, solche Brocken wie Skyrim in VR zu spielen. Auch Obduction, ein myst-artiges Adventure, auf das ich mich sehr gefreut habe, war mit der Brille für mich eine riesige Enttäuschung. Für Spiele wie Superhot, Beat Saber, Bound oder Astrobot mit den klaren Optik ist das aber wie gemacht. Polybius - so schlicht das auch wirkt - spiele ich stundenlang mit Begeisterung.

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Re: Eure VR-Ignoranz ist langsam schwer zu ertragen

Beitrag von janbecher » 18. Jun 2019, 19:31

Vielleicht an dieser Stelle mal ein kleiner Erfahrungsbericht zur Oculus Quest. Ich hatte mich vorher nie wirklich ernsthaft mit VR beschäftigt, aber das Konzept der Quest fand ich auf dem Papier so gut, dass ich das Teil mal bestellt habe...
Also die 14tägige Rückgabefrist ist inzwischen abgelaufen und die Quest ist immer noch da. Bisher bin ich ziemlich angetan von dem Gerät. Hard- und Software wirklich top und dazu keinerlei Kabel, keine externen Sensoren, überall sofort einsatzbereit (naja wohl nicht im grellen Sonnenlicht und auch nicht im dunkeln)
Die Quest funktioniert dabei so einfach wie eine Nintendo Switch, man zieht die Brille über den Kopf und ist sofort dort, wo man zuletzt aufgehört hat. Ein Sensor schaltet sogar automatisch den Standby an und aus, man muss also nicht mal eine Taste drücken.
Ich finde jetzt auch die Spielesammlung zum Start der Konsole durchaus sehr nett und für den Start einer neuen Konsole auch ausreichend umfangreich. Große AAA Titel mit riesiger Spielzeit brauchts für VR beim aktuellen Stand der Technik meiner Meinung nach auch nicht unbedingt, mehr als 1-2h will ich die Quest wegen des Gewichts und der Bildqualität eh nicht auf dem Kopf haben. Denke, dass der erwähnte Vergleich zur damaligen Wii ganz gut passt. Es gibt sogar lustiges couch coop mit "Keep Talking and nobody explodes".
Ein kleiner Tipp vielleicht noch für Leute, die auch mit einer Anschaffung liebäugeln. Man kann bei gutem und stabilem Wlan (am besten 5Ghz und PC per Kabel am Router) auch alle Steam VR Spiele vom PC in voller Grafikpracht auf die Quest streamen. Ich konnte problemlos Trover saves the universe und Elite Dangerous spielen. Das wird zwar nicht offiziell unterstützt, aber es ist ziemlich einfach einzurichten und wird von Oculus auch toleriert.

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Re: Eure VR-Ignoranz ist langsam schwer zu ertragen

Beitrag von TheGameOli » 18. Jun 2019, 19:59

v3to hat geschrieben:
18. Jun 2019, 18:51
Wenn ich die Kommentare hier so lese, scheint VR irgendwie eher was für Spieler in meinem Alter zu sein. In meinem Freundeskreis (überwiegend zwischen 40 und 50 Jahren) ist VR nach wie vor recht populär und ich habe auch nicht den Eindruck, dass die Brillen nur zustauben. Vielleicht liegt das auch einfach daran, dass die meisten keine Zeit für ausufernde Spielsessions haben und ohnehin kürzere Spiele bevorzugen.

Ich hatte mir vor einiger Zeit die PSVR auf gut Glück gekauft und hatte ursprünglich eher damit gerechnet, dass ich das Gerät wieder abstoßen würde. Mein erstes VR-Erlebnis endete mit Migräne nach zwei Minuten. Nach einer Weile ging es aber, bzw im Vergleich mit einer üblichen Firstperson-Perspektive auf 2D-Fernsehern komme ich mit der VR-Brille viel besser klar. Ich spiele normal höchst ungern Spiele in der Ego-Ansicht, weil ich meist beim Spielen die Orientierung verliere (wenn möglich, spiele ich dann auch bevorzugt mit Controller, weil das mit ruckhaften Maus-Bewegungen noch schneller passiert). In VR habe ich überhaupt keine derartigen Probleme.

Allerdings muss ich auch sagen, dass die technischen Limits mein Kaufverhalten beeinflusst. Allerdings nicht in die Richtung größer, lauter, weiter. Die grafisch aufwendigeren Spiele, welche ich hier habe, empfinde ich für mich anstrengender und mir wird auch schneller schwummrig. Aus dem Grund käme ich gar nicht auf die Idee, solche Brocken wie Skyrim in VR zu spielen. Auch Obduction, ein myst-artiges Adventure, auf das ich mich sehr gefreut habe, war mit der Brille für mich eine riesige Enttäuschung. Für Spiele wie Superhot, Beat Saber, Bound oder Astrobot mit den klaren Optik ist das aber wie gemacht. Polybius - so schlicht das auch wirkt - spiele ich stundenlang mit Begeisterung.
Ich denke nicht das es zwingend was mit dem alter zu tun hat, wobei der 18 jährige der fleißig ne Ausbildung macht oder studieren geht sicherlich nicht einfach mal so das Geld ÜBER hat um sich eine VR Brille zu holen.

Das Alter von 40 habe ich in ein paar Jahren auch erreicht und ich denke nicht das das Alter mein Kaufverhalten beeinflussen wird. Nur wenn du selbst sagst das dir bei Skyrim schwummrig wird, dann frage ich mich, wofür sollte ich mir eine VR Brille holen wenn mir bei den "Big Games" bzw. Brocken immer schwummrig wird? Ich spiele halt gerne solche Spiele wie Kotor, Skyrim, GTA und Assassins Creed. Wenn sie ein solchen Spiel mit ner ordentlichen Grafik hinbekommen und mir nicht schwummrig wird, bin ich bestimmt der erste der sich eine VR Brille kauft.

Da ich aber ohne Brille einfach alles spielen kann was ich möchte, tue ich dies lieber als MIT Brille wo ich Abstriche machen muss.

Auch wenn ich deine Meinung in den anderen Posts echt ein wenig "radikal" finde, muss ich trotzdem sagen das es mehr solcher Menschen wie dir geben sollte die verrückt nach VR sind. Das lässt dann hoffen das die Entwickler genug Geld und Anreiz haben ihre Technik voran zu bringen ;)

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Re: Eure VR-Ignoranz ist langsam schwer zu ertragen

Beitrag von v3to » 18. Jun 2019, 21:02

TheGameOli hat geschrieben:
18. Jun 2019, 19:59
Da ich aber ohne Brille einfach alles spielen kann was ich möchte, tue ich dies lieber als MIT Brille wo ich Abstriche machen muss.
Für mich ergänzt die VR-Brille den Rahmen der verschiedenen Erlebnisse, welche das Medium so hergibt . Bzw es erweitert auch das Spektrum auf eine sehr besondere Weise. Normal spiele ich auch große Spiele wie Skyrim, Fallout oder aktuell Subnautica sehr gerne (bei den Spielen habe ich auch nicht so die angesprochenen Probleme mit der Perspektive). Nur wenn das für einen mit 2D-Display besser funktioniert, warum unbedingt in VR?

Die kritischen Stimmen hier im Thread wirken auf mich btw weitgehend aus der Preis-Leistung-Sicht und dem Aufwand, der mit den Vorbereitungen verbunden ist. Finde ich schwierig, das wirklich zu bemessen, ob es die Ausgabe wert ist. Wenn ich das anteilig an meiner Gesamt-Spielzeit verglichen mit anderen Games sehe, ist sicher selbst die PSVR ein recht teurer Spaß. Was den Aufwand angeht, habe ich das Wohnzimmer auch etwas anders aufgeteilt, so dass ich nur einen Hocker an die Seite räumen muss und umgekehrt, die Technik hinter einer Schranktür verschwindet, aber ohne, dass man die Gerätschaften immer erst auseinanderbauen muss.

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Re: Eure VR-Ignoranz ist langsam schwer zu ertragen

Beitrag von TheGameOli » 18. Jun 2019, 22:17

Naja das ganze ist deine Einstellung und deine Meinung. Andere Menschen haben da halt eine andere einstellung zu.
Und um auf die eingangskritik zurück zu kommen.
Ich sehe es nicht als Ignoranz der Podcaster, sie haben halt einfach nur ne anderen Geschmack. Da wird nix ignoriert
Und sie können auch nicht für jeden Wunsch den wir im Forum äußern gleich neue Leute einstellen. Sie müssen am Ende des Tages auch sehen das sie ihre Kohle zusammen halten.

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Re: Eure VR-Ignoranz ist langsam schwer zu ertragen

Beitrag von v3to » 18. Jun 2019, 22:28

@TheGameOli: Bin mir nicht ganz sicher, worauf du anspielst. Aber ich habe mit dem Ausgangspost in diesem Thread nichts zu tun...

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Re: Eure VR-Ignoranz ist langsam schwer zu ertragen

Beitrag von Schlagerfreund » 18. Jun 2019, 23:08

@v3to.

Preis Leistung sollte man nicht unterschätzen. Wenn VR alleine schon 400-600 Schleifen kostet und du dann och einen entsprechend guten Rechner brauchst, dann ist VR für viele Leute halt auch erstmal alleine deshalb schon kein großes Thema.

Ansonsten sehe ich halt auch zum Großteil einfach nicht die Spiele die mich als so genannter Core Gamer (finde so Begriffe allgemein eher albern) interessieren. Was ich gesehen und selber gespielt habe an Spielen die "für" VR gemacht sind, war absolut öde weit weg von "richtigen" Spielen entfernt wie ich sie spiele. Wirklich geil fand ich es nur wenn ich bei Kollegen war die VR und einen sehr guten Rechner haben und du dann etwas wie Elite Dangerous spielst. Aber dafür dann wieder so viel Geld ausgeben?

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Re: Eure VR-Ignoranz ist langsam schwer zu ertragen

Beitrag von v3to » 18. Jun 2019, 23:23

@Schlagerfreund: Glaube ich dir aufs Wort. Ich habe genauso etwas Probleme mit der Bezeichnung "richtige Spiele", denn beispielsweise sind Arcade Games auch richtige Spiele in ihrem Segment - verstehe aber was du meinst. Wenn die Brille jetzt nicht hier wäre oder mir die Spiele keine Freude gemacht hätten, wäre das auch eine richtig teure Fehlinvestition gewesen.

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Re: Eure VR-Ignoranz ist langsam schwer zu ertragen

Beitrag von Schlagerfreund » 18. Jun 2019, 23:39

v3to hat geschrieben:
18. Jun 2019, 23:23
@Schlagerfreund: Glaube ich dir aufs Wort. Ich habe genauso etwas Probleme mit der Bezeichnung "richtige Spiele", denn beispielsweise sind Arcade Games auch richtige Spiele in ihrem Segment - verstehe aber was du meinst. Wenn die Brille jetzt nicht hier wäre oder mir die Spiele keine Freude gemacht hätten, wäre das auch eine richtig teure Fehlinvestition gewesen.
Deswegen auch in Anführungszeichen. Bei VR gibt es mir halt zu viele Spiele die quasi Railshooter sind oder letztendlich gefühlt doch nur irgendwelche Tech Demos für VR. Das ist aber auch wohl ein Henne/Ei Problem. Welcher große Entwickler würde schon auch nur ansatzweise ein Triple A Spiel für VR entwickeln? Dafür ist der Markt einfach viel zu klein.

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Re: Eure VR-Ignoranz ist langsam schwer zu ertragen

Beitrag von TheGameOli » 19. Jun 2019, 19:44

v3to hat geschrieben:
18. Jun 2019, 22:28
@TheGameOli: Bin mir nicht ganz sicher, worauf du anspielst. Aber ich habe mit dem Ausgangspost in diesem Thread nichts zu tun...
Mein Fehler, da hab ich was durcheinander gebracht. Da war eher Spyro mit gemeint als du. Bitte um Entschuldigung.

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