Eure VR-Ignoranz ist langsam schwer zu ertragen

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Guthwulf
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Re: Eure VR-Ignoranz ist langsam schwer zu ertragen

Beitrag von Guthwulf »

Btw... Oculus Rift S würde ich momentan empfehlen für nen Headset Kaum noch sichtbarer Screen-door effect (dank höherer Auflösung), 360° build in tracking ohne externe Sensoren, einfacheres Setup, bessere Controller (mehr "Interaktivität", natürlichere "virtuelle Hände") und mit 400-445 € is sie auch nicht zu teuer. Wer eh nen gamertauglichen PC hat, der sollte da zugreifen. Perfekt ist sie natürlich auch nicht: https://www.youtube.com/watch?v=wnftQx-_YG0
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Varus
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Re: Eure VR-Ignoranz ist langsam schwer zu ertragen

Beitrag von Varus »

Auch wenn ich mit VR bisher nicht viel am Hut habe, interessiert mich das Thema schon. Mehr Berichterstattung dazu fände ich also auch cool, wenn die Herren Bock bekommen.

ABER: Vielleicht sollte der Thread unbenannt werden. Der OP hat hier imo ziemlich eindeutig nur mal richtig miese Stimmung verbreiten wollen. Und zumindest ich kann einen Thread mit einer derart negativen Überschrift nur wenig ernst nehmen. Vielleicht generell ein neuer, wenn es eh um VR-Erfahrungsberichte gehen soll?
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Leonard Zelig
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Re: Eure VR-Ignoranz ist langsam schwer zu ertragen

Beitrag von Leonard Zelig »

TriBoon hat geschrieben:
31. Okt 2019, 09:07
Ich schliesse mich dem Thread an, wenn es euch möglich ist -> bitte mehr zu VR! Habe mir vor kurzem die Oculus Quest zugetan und ein paar Tage später meine PSVR und Rift verkauft. Ein tolles Teil. Grafisch gibt es noch genug potential nach oben- das ist klar. Aber sonst? Allein nur der Umstand, dass Du nichts aufbauen musst und praktisch sofort loslegen kannst, super! Und wenn ich jetzt doch mal ein grafisch beeindruckenderes VR Spiel spielen möchte, kann ich das ja bald auch per Oculus Link mit PC tun. Top.
Die PSVR werde ich wegen den Exklusivtiteln und der versprochenen PS5-Unterstützung nicht verkaufen, aber die Quest scheint mir seit dem angekündigten PC-Support wirklich eine sehr lohnenswerte Anschaffung zu sein.

Hoffentlich hat das nächste The-Pod-Crewmitglied mehr für VR übrig.
Guthwulf hat geschrieben:
31. Okt 2019, 10:26
Btw... Oculus Rift S würde ich momentan empfehlen für nen Headset Kaum noch sichtbarer Screen-door effect (dank höherer Auflösung), 360° build in tracking ohne externe Sensoren, einfacheres Setup, bessere Controller (mehr "Interaktivität", natürlichere "virtuelle Hände") und mit 400-445 € is sie auch nicht zu teuer. Wer eh nen gamertauglichen PC hat, der sollte da zugreifen. Perfekt ist sie natürlich auch nicht: https://www.youtube.com/watch?v=wnftQx-_YG0
Inwiefern ist die Rift S besser als die Quest? Sind doch relativ identisch, nur dass die Quest auch autark funktioniert und wohl etwas schwerer ist.
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Guthwulf
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Re: Eure VR-Ignoranz ist langsam schwer zu ertragen

Beitrag von Guthwulf »

Leonard Zelig hat geschrieben:
31. Okt 2019, 13:14
Inwiefern ist die Rift S besser als die Quest? Sind doch relativ identisch, nur dass die Quest auch autark funktioniert und wohl etwas schwerer ist.
Ich hab sie da im Kopf vor allem mit der Vive (und 1st Gen Oculus) verglichen. Quest und Rift S sind theoretisch schon sehr ähnlich. Die Quest hat die geringfügig bessere Auflösung, aber eine noch geringere Refresh Rate (Hz) als die Rift S. Das war schon bei der Rift S ein unglücklicher Rückschritt. Und die Quest ist aktuell halt noch eine Android Standalone Lösung. Wer die ganzen großen VR Libraries von Steam und Oculus sowie High End VR Spiele auf PC genießen möchte, der kann das derzeit mit der Quest noch nicht und ma gucken, wie das mit dem angekündigten Update dann wirklich sein wird.
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Puschkin
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Re: Eure VR-Ignoranz ist langsam schwer zu ertragen

Beitrag von Puschkin »

Wie wäre es mal mit einem VR Altbier? Das Thema war ja schonmal in den 90er ganz groß? 😈 :ugly:
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gnadenlos
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Re: Eure VR-Ignoranz ist langsam schwer zu ertragen

Beitrag von gnadenlos »

Ich kann Spyro nur zustimmen - VR sollte von keinem ernsthaften Gamer ignoriert werden und ist kein Gimmick, sondern eine neue Spielerfahrung, die neue Genres hervorgebracht hat, noch hervorbringen wird und einige bekannte Genres auf eine komplett neue Stufe gehoben hat. Bei VR nicht dabei zu sein oder das Erlebnis auf Basis veralteter Technik und einigen kurzen Eindrücken zu beurteilen ist ein riesiger Blindspot in Eurer Kompetenz als Spielejournalisten. Das ist nicht im Ansatz mit einem Nischen-Genre wie z.B. MOBA zu vergleichen.

Es ist es IMO auch nicht damit getan dann alle paar Monate oder Jahre mal einen Hype-Titel wie Half-Life VR herauszupicken und den dann auf irgendeinem alten VR-Set zu spielen, das man noch zufällig verstaubt in der Ecke gefunden hat - für eine vernünftige Einordnung muss man auch andere Spiele kennen und im VR-Bereich sattelfest sein. Das ist als hätte man zu Amiga/PC-Zeiten das SNES/Mega Drive ignoriert oder höchstens Mal Super Mario World oder Sonic kurz vorgestellt, um sich dann wieder in seine Amiga/PC-Bubble zurückzuziehen und dabei dann den kompletten und damals herausragenden und absolut prägenden Bereich japanischer Spieleentwicklung verpasst.

Gerade wenn jemand von der Monotonie im herkömmlichen Bereich etwas gelangweilt ist und schon seit Jahren kaum mehr einen richtigen Kick erlebt hat, sollte der Weg besser heute als morgen in den nächsten Shop führen um sich dort ein aktuelles VR-Headset zu holen.

Ich bin wie viele von Euch seit Jahrzehnten dabei (in meinem Fall seit dem Atari 2600 und C64) und habe für mich gemerkt, dass es immer weniger Spiele gibt, die bei mir noch eine solche Begeisterung wie in den Anfangsjahren der Industrie auslösen können. Das liegt zum Teil sicher am Alter und der immer weiter gewachsenen Erfahrung, aber halt auch daran, dass die Industrie sich inzwischen in so feste Bahnen begeben hat, dass man die wenigen Spiele, die nicht in die Bereiche "Nachfolger" oder "Remake"fallen echt mit der Lupe suchen muss. Der Indie-Bereich sorgt hier und da auch noch für eine kleine Überraschung und zumindest für etwas mehr Genre-Vielfalt als der AAA-Markt zu bedienen bereit ist, aber auch dort wird sich recht kräftig im Retro-Bereich und bei bekannten Spielideen bedient und diese im besten Fall noch etwas verfeinert.

Sicher ist noch immer alle paar Monate eine mehr oder weniger große Überraschung dabei, aber selbst dabei muss man schon ein wenig Abstriche machen und dass man dabei ein rundherum begeistertes Gefühl wie bei Pirates! am C64, Mario 64, Goldeneye, Counterstrike, dem ersten Ridge Racer Automaten oder Soul Calibur auf der Dreamcast hat, kommt nicht mehr oder nur noch in extrem großen Abständen vor.

Meine beste Spielerfahrung der letzten Jahre war vermutlich Zelda: Breath of the Wild, das für etliche sehr kurze Nächte und mehrfach für eine Begeisterung über die Spielmechaniken, das freie Erkunden der Spielwelt und die Möglichkeiten der Physik- und Chemieengine gesorgt hat, aber selbst dabei habe ich nicht wie bei den oben genannten Spielen davon geträumt, was die Zukunft bringen wird, meine Phantasie wurde nicht angeregt und mein Kopf hat sich durch diese Spielerfahrung nicht immer neue Spielideen und Konzepte überlegt, so wie ich das eben bei den oben genannten Meilensteinen der Videospielegeschichte erlebt habe.

VR hat mir entgegen aller kritischer Stimmen genau das gebracht - das ist eine wirklich neuartige Spielerfahrung die vollkommen neue Möglichkeiten in sich birgt. Es ist genau der Mix aus Begeisterung für die verfügbaren Spiele, Vorfreude auf die Zukunft und Anregung der Phantasie, den ich seit Jahrzehnten im festgefahrenen Videospielbereich vermisst habe und den ich erlebt habe als ich staunend vor dem gefühlt zu 90% realistischen Ridge Racer Automaten stand, als ich Zelda:LTTP und Final Fantasy 2/IV gezockt habe und mir dann während es Schulunterrichts eigene Kampfsysteme überlegt habe, als ich das erste gesungene Anime Intro in einem JRPG auf der PSX erlebt habe oder das erste Mal das Paralaxscrolling und die geniale Grafik des Lava-Levels von Thunderforce 3 im Importladen gesehen habe.

Und das nicht nur in Form eines einzelnen Spiels, sondern VR ist eine neue Art des Spielens und bringt uns wieder an einen Punkt wie zum Beginn des 8bit oder 16bit-Zeitalters oder der ersten 3D Konsolen (PSX + N64) - ein Punkt an dem jeden Tag eine vollkommen neue Spielerfahrung "aus dem Nichts" erscheinen kann, an dem noch bei weitem nicht alle Pfade bis an den Gipfel ausgetreten sind - oft noch nicht einmal zur ersten Zwischenstation.

Sorry, aber wer das ignoriert oder als Gimmick abtut hat Videospiele nie geliebt oder ist ein alter und verbitterter Sack, der den Spaß am Leben längst verloren hat. Jetzt ist der Zeitpunkt an dem man dabei sein will und an dem Videospiele-Geschichte geschrieben wird - nicht in 10 Jahren, wenn das alles für den Non-Gamer mundfertig und glattpoliert mit FIFA 2030 von Amazon im Black Friday Sale angeboten wird.

Aktuell drängen sich für den Interessenten übrigens hauptsächlich die Oculus Quest (PC nicht zwingend benötig, keine externen Sensoren, Quest-Spiele vollkommen kabellos, trotzdem optional per USB-Kabel oder mit leichten Einschränkungen per WLAN-Streaming Zugang zum vollen Steam/Oculus-Spielekatalog auf dem PC) und Valve Index (noch minimal besseres Tracking, etwas besseres FOV, höhere Framerate, dafür kabelgebunden und deutlich teurer) auf.

Aber auch eine Oculus Rift S kann eine gute Wahl sein, wenn man eher zu langen Sitzungen neigt (Rift S ist komfortabler und leichter als die Quest), von sich selbst weiß, dass man sich bei der Quest immer die Frage stellen würde, ob die Grafik mit einer PCVR-Lösung nicht noch ein bisschen besser wäre, bereits einen guten PC hat aber nicht für die letzten 10%-20% den deutlichen Aufpreis für die Index bezahlen will und wenn der Augenabstand nicht zu außergewöhnlich ist (die Rift S hat keinen Hardware-Regler für den Abstand).

Es gibt zwar noch andere Lösungen, aber die würde ich Einsteigern nicht empfehlen, da sie weniger umfänglich und zugänglich in die Systeme der zwei großen Player (SteamVR und Oculus) eingebunden sind. Von einer Playstation VR würde ich auch abraten - das ist einfach eine veraltete und minderwertige Lösung, die auf Controller und eine Webcam setzt, die ursprünglich nicht für VR konzipiert wurden und daher etliche Einschränkungen beim Tracking und Bedienkomfort mit sich bringt. Die PSVR ist höchstens eine Ergänzung, nachdem man Feuer gefangen hat, um dann noch die paar interessanten Sony-Exklusivtitel mitzunehmen, aber kein guter Einstieg und vollständiger Einblick in die VR-Welt. IMO kann man die paar Spiele aber auch bis zu PSVR2-Neuauflagen aussitzen - es ist nicht so, dass man im PCVR-Bereich in ein paar Wochen mit den interessanten Titeln durch wäre - tatsächlich gehen die guten Spiele dort schon in den dreistelligen Bereich.

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gnadenlos
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Re: Eure VR-Ignoranz ist langsam schwer zu ertragen

Beitrag von gnadenlos »

Leonard Zelig hat geschrieben:
17. Jun 2019, 11:09
Bei den ganzen VR-Verweigerern habe ich irgendwie den Eindruck, die wollen lieber erst in 10-15 Jahren einsteigen, wenn "die Technik weit genug ist". Leute, habt ihr auch das NES, SNES, N64 übersprungen, weil ja erst die PS4 geile Grafik und Technik beinhaltet? Wo ist euer Gamerherz? Ihr habt die einmalige Chance euch JETZT die Nostalgiemomente zu erschaffen, die ihr in 15 Jahren vermissen werdet.

Also bitte gebt der ganzen Sache nochmal eine Chance und lasst euch nicht durch irgendwelche Achterbahn-Simulationen, die euch nah an die Kotzgrenze gebracht haben, abschrecken. VR ist inzwischen sehr weit, aber zum Glück noch nicht zu weit.
Guthwulf hat geschrieben:
30. Okt 2019, 23:22
Ich glaube auch, dass es VR (anders als "3D Fernseher") generell verdient hat, genauer im Blickfeld behalten zu werden und es nicht als "neumodischen Schnickschnack" abzutun. Hier im Thread sehe ich auch noch viele Vorurteile oder "habs mal ne halbe Stunde beim Kumpel probiert, als es damals neu rausgekomen ist" Eindrücke, die vor allem von Unkenntnis zeugen. Da hat sich in der Tat viel getan, sowohl was Spieleangebot als auch Technik angeht.
piko hat geschrieben:
30. Okt 2019, 16:56
Fazit:VR ändert die Perspektive auf das, was möglich ist, fundamental.
Sehe ich 100%ig genauso wie ihr drei - jetzt ist der Zeitpunkt den man erleben will und an dem man noch regelmäßig vollkommen frische Erfahrungen bekommt. In 10 Jahren können dann die Gelegenheitsspieler und Non-Gamer einsteigen, aber wer mit diesem Hobby aufgewachsen ist und daher das Gefühl echter Begeisterung noch kennt, muss jetzt einsteigen, wenn er dieses verloren geglaubte Gefühl noch einmal in seinem Leben erfahren will. Und zwar nicht als einmaliges und kurzfristiges Gimmick, sondern als Plattform die über Jahre hinweg wieder neue Überraschungen bieten wird.
Taro hat geschrieben:
18. Jun 2019, 13:20
Der Vergleich mit den vergangenen Konsolengenerationen hinkt einfach, weil es im Gegensatz zu NES, SNES, PS1, etc.keine technisch so überlegenen [...] Alternativen zum Spielen gab

Ich bin auch einer der Leute die noch abwarten, ich bin normalerweise kein Grafikfetischist, aber das Argument Nummer 1 für VR wäre für mich die Immersion und die ist nunmal besser je hochwertiger die Grafik ist.

Die Faszination und das Erlebnis das die meisten Leute von einer Virtual Reality erwarten ist doch gerade in eine möglichst realistische Welt abzutauchen, das "Mittendrin-Gefühl" zu erleben, zu glauben man fällt wirklich, wenn man im Spiel irgendwo runterfällt oder springt.

Jeder der einen Leistungstarken PC hat und sein Battlefield V oder was auch immer in 4k mit 60+ FPS spielt wird selbst beim bestaussehenden aktuellen VR-Titel nur müde lächeln.
Du hast VR noch nicht richtig erlebt, wenn Du tatsächlich denkst, dass für Immersion möglichst realistische Grafik nötig ist. Und nein, ich kann nicht im Ansatz nachvollziehen, dass jemand ein Battlefield V (wobei die Nummer ja sogar noch beschönigend wirkt, gefühlt ist eher die 50. Variante dieser Spielerfahrung) wegen der höheren Auflösung der Grafik einer VR-Welt vorzieht. Du siehst durch Deine Überbewertung der reinen Auflösung und Ignoranz der enormen Vorzüge einer VR-Erfahrung eine technische Überlegenheit die einfach nicht gegeben ist.

VR-Welten bieten bereits jetzt die Immersion, die Du Dir lt. Deiner Aussage wünscht - natürlich nicht in jedem Detail, aber das ist bei herkömmlichen Spielen auch noch lange nicht der Fall, nur haben wir uns da halt in all den Jahren an die Einschränkungen gewöhnt und versuchen daher bestimmte Dinge nicht mehr, die das Immersionsgefühl brechen würden - dass das in VR so leicht passiert ist aber für mich eher ein positives Zeichen, denn dass Dein Gehirn tatsächlich denkt, es könnte mit jedem Gegenstand und jeder Person wie in der Realität agieren ist gerade ein Zeichen dafür, wie weit VR bereits gekommen ist, wie unwichtig Grafikqualität dabei ist und was hier noch an Potential für die nächsten Jahre und Jahrzehnte offen steht.

Grafik spielt dabei eine absolut untergeordnete Rolle - was für die Immersion wichtig ist, sind die Interaktionsmöglichkeiten mit der Spielwelt und deren möglichst realistische Reaktion innerhalb der Regeln dieser geschaffenen Illusion (hier würde ich zum Vergleich z.B. die Physik in Half-Life 2 oder das Physik-/Chemiesystem von BOTW anführen). Und in diesen Bereichen gibt es immer wieder deutliche Fortschritte und begeisternde Momente, die man jetzt eben wie seinerzeit bei den ersten Schritten in 3D oder generell bei den ersten Videospielen live miterleben kann - aber halt nur wenn man selbst dabei ist und nicht in einem 2D Youtube-Video.
Taro hat geschrieben:
18. Jun 2019, 14:43
Die Wii war auch wegen dem niedrgen Preis, genügend Software-Output und vor allem, weil man zusammen spielen konnte so erfolgreich, schmeiß eine Oclulus Quest mit einem Modul-Slot á la Switch, gleichwertigem Spiele-Output und Wifi für unkomplizierten lokalen Multiplayer für 250 oder 300€ auf den Markt und die ganze Sache würde schon anders aussehen, aber so einen Output gibt es für VR-Titel nicht mal annähernd.
Die Quest ist seit nicht einmal einem Jahr auf dem Markt und trotzdem kann man mit einer Top10 nicht annähernd alle herausragend guten Spielerfahrungen erfassen, die man dafür bereits bekommen kann. Was die Anzahl an Top-Titeln angeht kann IMO keine Konsole der letzten Generationen mit ihrem Softwareangebot im ersten Jahr mithalten. In Kombination mit Oculus Link und dem damit möglichen Erschließen des PCVR-Bereichs geht die Anzahl eher in den dreistelligen Bereich, aber auch wer rein bei nativen Anwendungen und somit beim konsolenartigen Konzept der Quest bleibt, bekommt dafür bisher und auch in absehbarer Zukunft mehr als genug lohnenswerte Spielerfahrungen.

Was die Quest und generell VR rein vom Ansatz her natürlich nicht gut bedienen kann ist der lokale Multiplayer-Bereich und ja, es wird Genres und Bereiche geben für die VR nie gut geeignet sein wird und bei denen man besser beim herkömmlichen Monitor in 2D bleibt. Der Anspruch von VR ist aber auch nicht herkömmliche Spiele komplett abzulösen, sondern eben gerade neue Spielerfahrungen und viel Potential für neue Ideen und Ansätze zu bieten.

Zum jetzigen Zeitpunkt sehe ich VR auch nicht als System für den Massenmarkt, auch wenn einige Spiele und Anwendungen ähnlich wie bei der Wii durchaus in der Lage sind komplett neue Zielgruppen zu erschließen - der Massenmarkt sollte aber für uns, die diesem Hobby mit einer gewissen Leidenschaft nachgehen, kein Maßstab sein. Und ja, es wird langjährige und intensive Spieler geben, die VR nie etwas abgewinnen können, dafür erschließt VR aber auch neue Zielgruppen. Ich kann jedem Spieler nur wünschen, dass er zu der Schnittmenge der Gamer gehört, die nicht durch das Raster fallen, sondern so wie ich und einige andere hier im Thread diese neue und faszinierende Erfahrung und Weiterentwicklung mit der verloren geglaubten Begeisterung in den nächsten Jahren erleben dürfen.

Gerade wenn man gegenüber vielen Genres aufgeschlossen ist und nicht in eine bestimmte Richtung festgefahren ist, stehen die Chancen hierfür recht gut - gerade wer sich selbst so einschätzt und sich schon lange an der eingefahrenen und langweilig gewordenen Videospiele-Branche stört, kann IMO fast blind zuschlagen - Videos geben einfach nicht im Ansatz die Spielerfahrung in VR wieder und auch kurze Demos bei Freunden reichen meist nicht aus, da die ersten Eindrücke einfach zu erschlagend sind - teilweise auch für den Körper und das Hirn.

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Desotho
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Re: Eure VR-Ignoranz ist langsam schwer zu ertragen

Beitrag von Desotho »

Ich bereue den Kauf meiner PSVR definitiv nicht und würde mir wohl auch eine neue Version für die PS5 anschaffen.

Aber ich spiele echt kaum in VR. Das Headset ist bei mir sogar angeschlossen, aber der Zusatzaufwand ist dann trotzdem ein Hindernis.
Für mich persönlich funktioniert VR tatsächlich am besten als "Erlebnis". Würde es coole VR Dokureihen geben - ich wäre dabei.
Man findet halt immer mal wieder was nettes auf Youtube, aber sich da durchzuwurschteln (allein die ganzen 360 grad non VR Sachen die ich nicht sehen will) ist halt mühsam.

VR funktioniert meiner Ansicht nach besonders gut bei Horror. Nur bin ich kein Horror Fan. ^^
Bei "normalen" Spielen mag ich es einfach nicht, weil es nicht mein Spiel ist.
Bei VR kann ich es allein schon nicht spielen weil ich mir umgehend in die Hose scheisse.
El Psy Kongroo
Meine Rübenpreise: https://stalks.io/u/desotho

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Axel
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Re: Eure VR-Ignoranz ist langsam schwer zu ertragen

Beitrag von Axel »

Also mich würde halt schon die Occulus Quest interessieren. Aber ich habe mal in den Shop auf der Homepage geschaut: Der ist ja mehr als mager! :o :o :o Ich habe keinen leistungsstarken PC um da noch die ganzen Sachen auf Steam etc. mitzunehmen. Dafür dann 500€? Ich weiß nicht... :|

Ich würde ja nicht mal Hardcore Spiele dafür haben wollen. Geile Dokus, Erfahrungen, interaktive Reisen! Sowas würde mich total anfixen. Oder auch so kleine Spielerfahrungen wie dieses Bergsteigspiel was ich mal bei nem Kumpel probiert hatte. So eine Art VR-Chatsystem wäre bestimmt auch cool.
Der obige Beitrag stellt allein meine Meinung dar. Auch wenn ich es vielleicht nicht jedes einzelne Mal dazu schreibe, weil ich es vergesse: es ist dennoch nicht als Verallgemeinerung gemeint. Du sollst selbstverständlich eine andere Meinung haben. :)

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toxic_garden
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Re: Eure VR-Ignoranz ist langsam schwer zu ertragen

Beitrag von toxic_garden »

was ich dabei interessant finde: im Shop für den kleinen Bruder, die Go, gibt es weitaus mehr mediale Angebote, z.B. die Arte App. Mir ist noch nicht ganz klar, warum das nicht 1:1 für den Quest-Shop portiert werden kann. Aber da habe ich die Hoffnung, dass mit der Zeit mehr und mehr Apps für beide Shops erscheinen bzw. portiert werden. Technisch sollte das ja kein allzu großer Sprung sein für die Entwickler. Zumindest nicht bei den typischen Travel- und Relax-Apps.

Was VR Chats angeht, kann ich auf jeden Fall nur raten, mal in RecRoom rein zu schauen. Da finden sich schon ziemlich interessante Ansätze und es ist weitaus besser besucht als Second Life seinerzeit. :D
Mein Name ist Guybrush und ich verkaufe diese feinen Lederjacken.

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gnadenlos
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Re: Eure VR-Ignoranz ist langsam schwer zu ertragen

Beitrag von gnadenlos »

Axel hat geschrieben:
31. Dez 2019, 09:56
Also mich würde halt schon die Occulus Quest interessieren. Aber ich habe mal in den Shop auf der Homepage geschaut: Der ist ja mehr als mager! :o :o :o Ich habe keinen leistungsstarken PC um da noch die ganzen Sachen auf Steam etc. mitzunehmen.
Sind immerhin knapp 150 Spiele und Apps nach jetzt gerade einmal 7 Monaten. Und dabei legt Oculus bei der Quest deutlich strengere Richtlinien an als z.B. Nintendo im eShop der Switch. Richtigen Schrott findest Du dort gar nicht und locker 100 Spiele/Apps würde ich mind. als gut einstufen, weit mehr als 10 als Must-Have. Die PS4 hatte zum Vergleich nach 7 Monaten nicht ansatzweise diese Anzahl an Spielen, die ich empfohlen hätte.

Dazu kommen noch ein paar Geheimtipps, die man per Sideload draufladen kann. Unter anderem auch interessante Ports von Quake und ein paar Spiele die aus dem PC-Bereich kommen, aber noch keine Freigabe für die Quest erhalten haben oder sich im Beta-Stadium befinden. Teilweise kann man auch beim Entwickler einen Beta-Test joinen und die Sachen dann direkt über den Quest-Store herunterladen.

Und ein Ende ist nicht in Sicht. Ähnlich wie bei der Switch verschieben sich die Verkäufe teilweise so extrem in Richtung Quest, dass kaum ein Entwickler daran vorbeikommt, wenn sein Spiel auch nur ansatzweise für die schwächere Hardware fit gemacht werden kann:

Bild
Ich würde ja nicht mal Hardcore Spiele dafür haben wollen. Geile Dokus, Erfahrungen, interaktive Reisen! Sowas würde mich total anfixen.
Es gibt z.B. die App "Wander", was Google Street View für die Quest ist oder per Link-Kabel auch das "echte" Google Earth VR, wofür schon ein schwächerer PC ausreichen sollte. Das ist in VR eine ganz andere Erfahrung als am Monitor. Bei halbwegs guter Bildqualität und wenn nicht wie in Deutschland jedes zweite Haus verpixelt ist, denkst Du wirklich Du stehst an diesem Ort, da Du das Gefühl für die Dimensionen ganz anders als am Monitor vermittelt bekommst. Ich habe mir z.B. mal eine Tempelanlage in Mexiko angeschaut - einfach nur beeindruckend.

Es gibt diverse VR-Chats, man kann gemeinsam das Kino besuchen - inzwischen sogar legal mit Eintrittskarte & Co. und sich dort mit Tomaten und Popcorn bewerfen, mit Gesten und Zeichnungen kommunizieren (Alternativ auch über das eingebaute Mikro, aber das ist deutlich langweiliger), usw.

Auch Musikerfahrungen gibt es einige sehr gute, z.B. auch wie in einem Konzert zu festen Zeiten, das man mit anderen Usern besucht, aber dabei halt mit schicken VR-Effekten aufgepeppt. Die Game Awards konnte man auch live und in VR besuchen - leider war die Auflösung stellenweise zu schlecht für ein perfektes Erlebnis.

Doku-technisch gibt es noch wenig direkt für die Quest, aber zumindest jede Menge 360° Videomaterial auf den verschiedenen Plattformen, die auch schon sehr beeindruckend sein können, wenn die Auflösung halbwegs stimmt. Da setzt man sich auch mal gerne 15 Minuten hin und macht nur einen virtuellen Sparziergang durch New York, bei dem man sich im Gegensatz zu einem normalen Video aber dann beliebig selbst umschauen kann und die Größenverhältnisse ganz anderes wahrnimmt.
Oder auch so kleine Spielerfahrungen wie dieses Bergsteigspiel was ich mal bei nem Kumpel probiert hatte. So eine Art VR-Chatsystem wäre bestimmt auch cool.
Davon gibt es mehr als genug. Was es weniger gibt sind die großen AAA-Titel, aber an neuen Spielerfahrungen mangelt es dem VR-Bereich IMO wirklich nicht, auch wenn sich auch dort natürlich ein paar Favorites unter weniger innovativen Entwicklern herauskristallisieren. Mit Wave-Shootern wird man z.B. zugeworfen und 90% davon bieten weder spielerisch noch grafisch irgendwas neues.

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Axel
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Re: Eure VR-Ignoranz ist langsam schwer zu ertragen

Beitrag von Axel »

Bleibt halt nur noch der Preis. 550€ ist halt schon echt ne Hausnummer... :think:
Ich weiß ja wie geil VR ist. Habe es schon mehrmals mehrere Stunden und in Ruhe ausprobiert. Aber das ist halt schon ne hohe Hürde...
Der obige Beitrag stellt allein meine Meinung dar. Auch wenn ich es vielleicht nicht jedes einzelne Mal dazu schreibe, weil ich es vergesse: es ist dennoch nicht als Verallgemeinerung gemeint. Du sollst selbstverständlich eine andere Meinung haben. :)

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gnadenlos
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Re: Eure VR-Ignoranz ist langsam schwer zu ertragen

Beitrag von gnadenlos »

Warum 550 Euro? Die 64GB Quest kostet 450 Euro inkl. der Vader Trilogie (wobei das für mich eher unter Demo als unter Spiel fällt).

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