Auch mal mit Entwicklung beschäftigen?

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Grimwood
Beiträge: 16
Registriert: 14. Dez 2016, 18:22

Auch mal mit Entwicklung beschäftigen?

Beitrag von Grimwood »

Wie oft muss man Andre eigentlich noch erklären, dass thatgamecompany ein ganz normales Studio ist, dass Sky nicht "son Mobilding" ist, sondern in ner Beta / Early Access Phase für Apple Produkte ist und auch ganz normal für PS4 und Co erscheint?

Was macht so ein deutscher "Spieleredakteur" eigentlich? Bei manchen amerikanischen Kollegen merkt man ja wenigstens noch, dass sie selbst etwas recherchieren, selbst den Entwicklern auf Twitter und Co folgen etc.
Aber hier hat man den Eindruck, Andre und Team sind halt schön in ihrer eigenen Blase, bekommen nur das mit, was sie auf Gamestar oder sonstigem Mainstreamblatt lesen?

Auch bei Sebastian merkt man ja immer, dass es nur um den großen Blockbuster geht, den eh jeder kennt. Job wäre es doch, eben zb Entwicklern zu folgen, sich über interessante Projekte schlau zu machen etc.
Dann wüsste man auch, das "The Last Night" ganz normal weiterentwickelt wird und eben "mehr" wird als so ein kleiner Indietitel, "der doch schon lange hätte erschienen sein müssen".

Kleiner Tipp am Rande, es ist auch schon länger ein neues Projekt von gendesign in Entwicklung (Das sind die, die bisher die meisten Meisterwerke erschaffen haben). Sommerville kommt auch. Ein neues Projekt von den Inside Machern (die kommen gleich nach gendesign). "Snow", eines der vielversprechendsten Spiele, gut dokumentierte Entwicklung auf Twitter, genau so wie man alles erfährt, wie es zb mit "12 minutes" läuft. 

Aber jut, ich vergesse wohl einfach immer bzw will nicht so recht wahrhaben, dass The Pod (oder gamespodcast?) auch nur ein Massenpleaser ala Bild ist. Und das mein ich gar nicht so trollig wie es sich liest, aber es hat tatsächlich ne Weile gedauert, bis mir klar wurde, dass am Ende der Podcast eben doch auch nur für Menschen ist, die sich selbst in keinster Weise selbst informieren oder sich eben für Spiele interessieren sondern wohl wie bei einem oberflächlichen Magazin einfach nur schnell unterhalten werden wollen. Wenn man sich eben selbst für großartige Projekte interessiert, hat man so viel mehr Übersicht. (Das "Gegenargument" ist ja dann wieder "ja, haha, wir können nunmal nicht alles, was jeder user.." was ja kompletter BS ist, da es hier um die in der Industrie besten und interessantesten Projekte handelt)

Kümmert oder lest ihr auch nur irgendwas, was Brancheninsider oder Topentwickler von sich geben? https://mobile.twitter.com/joshscherr/s ... 9025541121

Oder interessiert euch - wie die Konsumenten - die tatsächliche Entwicklung nicht, sondern es geht nur darum, das Endprodukt zu konsumieren und seine Meinung dazu abzusondern?

Muss man Menschen auf etwas aufmerksam machen?
Klar, klar. Werbung ist nötig für Produkte im Kapitalismus, die man eigentlich eh nicht braucht. Und durch Werbung, Gruppenzwang und sonstiges erreicht man eben mehr Menschen, die das Produkt kaufen. So weit so gut, aber im "Kunstbereich" ist das doch komplett anders - oder sollte anders sein?

Warum muss man auf "Kunst" aufmerksam machen? Es gibt doch - und darauf komm ich erst jetzt so langsam, dass ich auch zu denen gehöre - Menschen, die sich eben für "Kunst" interessieren und dann selbst nach Neuem Ausschau halten.
Und klar, der Rest, der das nicht tut. Aber warum muss man dem "hinterherlaufen"? Gut, da wären wir wieder beim Kapitalismus. Man muss das tun, um mehr zu verkaufen. Aber das mal beiseite gelassen.

"Künstlerisch" haben solche Menschen doch "keinen Wert", die erst auf etwas Gutes aufmerksam gemacht werden müssen? Oder steh ich wieder komplett auf dem Schlauch? (wahrscheinlich)

Etwas hat doch viel mehr Wert, wenn Leute selbst, von sich aus, auf etwas kommen.
Gut, jetzt kann man streiten, wo das anfängt. Klar, irgendwo hat man, auch der Interessierte, ja immer etwas her. Die Frage ist dann wohl, in welcher "Stufe"? Also vom Entwickler selbst, den man auf Twitter folgt, von einem Kurator, etc.

Nur wie kommt man eben auf den Entwickler z.b.? Sicherlich ja nicht nur die meisten Medien, wie Gamestar und Co - und auch nicht durch diesen Podcast hier. Und wer irgendeinen "kleineren Geheimtipp" nicht kannte.. Ja mei, den hats ja eh nicht interessiert?
Und ich frag mich immer.. wer sowas (Einen Hinweis, Besprechung etc) braucht, der hats doch eh nicht verdient?
Oder sind das am Ende einfach alles nur verschiedene Zeitprioritäten?

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Axel
Beiträge: 1918
Registriert: 1. Jul 2018, 20:43

Re: Auch mal mit Entwicklung beschäftigen?

Beitrag von Axel »

Frage: Du kennst schon auch die Inhalte hinter Paywall? Formate wie Aber warum? Oder diverse Wertschätzungen?

Wer hier ein wenig mitliest und / oder auch nur die letzte Weltherrschaft gehört hat, der weiß, dass Andre derzeit überarbeitet ist seit Jochen eine Pause macht. Und auch die anderen müssen diverse Podcasts vorbereiten, usw. Kurz: Sie arbeiten. Und wollen dann vielleicht auch noch etwas Freizeit. Da bleibt halt keine Zeit stundenlang auf Twitter rumzuhängen. Überhaupt ist die Plattform viel zu überbewertet und teilweise auf einer Niveauebene diverse Chan-Plattformen verkommen...

Würden die Podcaster ständig auf Twitter rumhängen, wäre keine Zeit mehr für die Podcasts. So einfach ist das.
Der obige Beitrag stellt allein meine Meinung dar. Auch wenn ich es vielleicht nicht jedes einzelne Mal dazu schreibe, weil ich es vergesse: es ist dennoch nicht als Verallgemeinerung gemeint. Du sollst selbstverständlich eine andere Meinung haben. :)

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toxic_garden
Beiträge: 812
Registriert: 14. Okt 2016, 17:54
Wohnort: Hamburg

Re: Auch mal mit Entwicklung beschäftigen?

Beitrag von toxic_garden »

Gibt es einen speziellen Auslöser für diesen doch recht polemischen Rant? Sowas hier
Grimwood hat geschrieben:
2. Feb 2020, 09:10
Aber jut, ich vergesse wohl einfach immer bzw will nicht so recht wahrhaben, dass The Pod (oder gamespodcast?) auch nur ein Massenpleaser ala Bild ist. Und das mein ich gar nicht so trollig wie es sich liest, aber es hat tatsächlich ne Weile gedauert, bis mir klar wurde, dass am Ende der Podcast eben doch auch nur für Menschen ist, die sich selbst in keinster Weise selbst informieren oder sich eben für Spiele interessieren sondern wohl wie bei einem oberflächlichen Magazin einfach nur schnell unterhalten werden wollen.
zeigt ja schon recht deutlich, in welche Richtung du gehst. Entweder sind dir Formate wie Walkthrough, Nachgeforscht oder En Detail gänzlich unbekannt oder...hmm....oder was eigentlich? Oder wolltest du dich einfach mal über eine bestimmte Folge auskotzen und bist über's Ziel hinaus geschossen?

Wie dem auch sei, dein kompletter Tonfall zeichnet bei mir das Bild eines HB-Männchens, das schnellstens mal zur Kippe greifen sollte. Wirklich ernst nehmen kann man dieses, teils passiv-, teils aktiv-aggressive Rumgepöbel jedenfalls an keiner Stelle so wirklich.
Mein Name ist Guybrush und ich verkaufe diese feinen Lederjacken.

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Andre Peschke
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Re: Auch mal mit Entwicklung beschäftigen?

Beitrag von Andre Peschke »

Ich würde da zwei Dinge trennen:

a) Fehler, die uns im Podcast unterlaufen bzw. Informationen, die wir nicht haben. Unsere Podcasts verlaufen ja als Dialog. Daher stoßen wir immer wieder auf Themen, die so nicht vorhersehbar und damit vorbereitbar sind. Oder uns fällt plötzlich noch etwas ein - so wie die Frage "Was ist eigentlich aus "The Last Night" geworden? Ich würde sagen, bei Dutzenden Stunden Podcast wird es Fehler immer wieder geben, eben aufgrund der Natur der Gespräche. Und generell würde ich sagen, dass man nicht über jedes Detail im Entwicklungsfortschritt von Titel X immer aktuell im Bilde sein kann. Das heißt nicht, dass das alles egal ist - wir bemühen uns natürlich maximal Fehler zu vermeiden. Aber es wird sich eben nicht vermeiden lassen. Siehe zB die New York Times, die ja all ihre Korrekturen transpraent nachhält und bei der man sehen kann, dass selbst dieses Flaggschiff des Journalismus ständig nachkorrigieren muss.

b) Unsere Themenauswahl. Wenn ich es richtig verstehe, beklagst du, dass wir hier nicht selbstständig mehr "Kunst" aufspüren, sondern erst darauf aufmerksam gemacht werden müssen? Und ein Beispiel ist ausgerechnet Kentucky Route Zero, von dem ich im Podcast schon mehrfach erwähnt habe, dass ich mich auf den Release freue (bei dem also klar ist, dass ich keinen Twitter-Account brauche, um von seiner Existenz zu erfahren)? Das ist weird. :D

Vom konkreten Beispiel abgesehen: Ich würde sagen, dass wir nach wie vor sehr viele Titel besprechen, die entweder nicht "Mainstream" sind. "Chinese Parents" zuletzt, beispielsweise. Und das ist direkt ein Spiel, das Sebastian eben interessiert hat.

Grundsätzlich gehen wir weiter nach der Maxime vor: Wir spielen, worauf wir gerade Lust haben. Das wird häufig der aktuelle AAA-Titel sein, weil wir oft einfach sehen wollen wie die so sind und das hohe Produktionsniveau schätzen. Das werden auch immer wieder kleine Titel sein. Nach wie vor gilt aber auch, dass wir das nicht überhasten. Daher dauert's eben - wie bei Outer Wilds - eben auch mal recht lange. Nicht, weil man uns erst sagen muss, dass es die Spiele gibt oder das sie toll sind, sondern weil wir die Zeit haben müssen, sie uns in Ruhe anzusehen. Daher gibt's auch so schnell noch nix zu Kentucky Route Zero - weil ich eben gerade noch so wenig Zeit habe. Sobald die da ist, schaue ich mir das mit Freuden an, wie schon lange angekündigt.

Das die Mischung dabei am Ende nicht jedem gefallen wird: Logisch.
Das uns immer wieder auch tatsächlich Titel durch die Lappen gehen: Unbestreitbar.

Es gibt halt Grenzen, was wir mit einem kleinen Team und recht breitem Fokus auf viele verschiedene Themen leisten können. In der Zeit, in der ich jetzt zB nochmal vor der Aufnahme des Altbiers mit Paul in "Daikatana" reingespielt habe, konnte ich halt kein aktuelles Spiel spielen. Während ich mich wegen der Forenperformance mit dem Kundendienst unterhalten habe und ein Forenupdate aufgespielt habe auch nicht. Während ich dir diese Antwort tippe: auch nicht. Wenn ich Daniel Feedback gebe zur Atari-Miniserie nicht, wenn ich mit Dom die Monatsplanung mache nicht, wenn ich Honorare überweise nicht, wenn ich Steuer mache nicht, wenn ich 10JK recherchiere nicht, wenn ich für Nachgeforscht meine Vorbereitung mache nicht und so weiter...

--> Ich kann also nicht sagen, was "so ein deutscher "Spieleredakteur" eigentlich" macht, aber:Das und einiges mehr, mache ich halt. :/

Andre

Voigt
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Registriert: 14. Jun 2016, 14:43

Re: Auch mal mit Entwicklung beschäftigen?

Beitrag von Voigt »

Kleine Anmerkung zu Titeln spielen die nicht Mainstream sind, mit dem Beispiel Indie-Hits.

Es lässt sich super schwer verhindern, aber grundsätzlich spielt ihr schon vieles was zumidnest ein Indie-Hit ist, was halt mal irgendwie rum geht, sei es bei reddit oder woanders. Chinese Parents war aus dem Bereich der chinesischen Spiele schon so das Bekannteste. Es ist halt sauschwer auf wirklich unbekannte Spiele zu treffen, wenn man nicht gerade random dem Steam Store durchstöbert. Da gab es paar wirklich unbekannte Spiele bei "Aber warum?", aber da hatte es durchaus Gründe warum halt die Spiele nicht so bekannt waren.

Es ist wirklich ein Goldgräberfund, ein gutes Spiel zu finden, was nicht zumindest bei Genreinteressieten einigermaßen bekannt ist.
Da seidt ihr schon gut dabei, insbesondere mit dem "Aber warum?", freue mich daher schon auf eine neue Folge, aber halt wahrscheinlich erst in 2 Monaten oder so, wenn Andre überhaupt malwieder Zeit hat um random Spiele zu spielen.
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