Gaming und das Alter

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KingMorta
Beiträge: 13
Registriert: 25. Okt 2020, 20:49

Gaming und das Alter

Beitrag von KingMorta »

Moin zusammen,

mir kommt gerade eine Idee. Wie wäre es vielleicht mal mit dem o.g. Thema? Jeder baut ja in seinem Leben bzw. in einem gewissen Alter einige Gewohnheiten und Vorlieben im Gaming auf, die sich im Laufe der Zeit immer wieder verändern. In Lebensphasen des Misserfolgs oder akuter Belastungen suchen wir eher Erfolg und Bestätigung. Wenn Kinder Einzug in das Leben halten, spielen wir (vermutlich, meiner Erfahrung nach) Spiele eher durch, um schnell zum nächsten Spiel gehe zu können. Es wäre mal interessant hierzu einen Podcast abzuhalten.

Floki
Beiträge: 303
Registriert: 25. Dez 2019, 15:41

Re: Gaming und das Alter

Beitrag von Floki »

Das Thema ansich finde ich spannend, da es auch meinen Alltag (mit 37 Jahren, als Ehemann und Vater) widerspiegelt.
Bei mir sind es weniger Vorlieben, als eine wachsende Ungeduld, wenn ein Spiel nicht recht schnell zündet - teilweise bin ich dann auch von mir selbst genervt.
Ich denke mir dann innerlich, dass ich keine Zeit für das Fett habe, das hätte abgeschnitten sein müssen und quite dann teilweise Games, die im Vollpreis bezahlt und gerade mal eine Stunde reingesteckt habe. Ist aber mein Fehler. Das Thema ist aber spannend. :-)

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echtschlecht165
Beiträge: 1953
Registriert: 9. Jan 2017, 13:26

Re: Gaming und das Alter

Beitrag von echtschlecht165 »

am ehesten mein Alter merke ich bei der GTA Serie.
Bei GTA 3 war ich 20 und durchaus noch in einem Alter, wo man "whoaa Urgeile Amokläufe" durchzieht, und gerne Leute überfährt und überhaupt das Edgysein das geilste überhaupt ist.

GTA 5 ist im Grunde dasselbe Spiel mit dem selben Humor.
Da war ich 35 oder 36 als ich das das erste mal spielte. Amoklauf hatte ich bis heute keinen gemacht. Überfahren hab ich sicher ein paaar in der Hitze des Gefechts.
Aber die meiste Freude hatte ich dran, mit einem L.A. Reiseführer durch die Openworld zu laufen/fahren/fliegen, um die Sehenswürdigkeiten zu finden um zu sehen wie sie im Spiel umgesetzt wurden. Das Gameplay und auch den Humor finde ich inzwischen maximal durchschnittlich.

So gesehen sehe ich die GTA als Serie für Jung und Alt.
In Stein gemeißelt

BlackNike
Beiträge: 10
Registriert: 11. Jan 2020, 23:15

Re: Gaming und das Alter

Beitrag von BlackNike »

Ich merke es vor allem, an den Spielen, die ich gerne spiele. Als ich in meinen frühen 20ern war (mein Gott, dass ist schon fast 20 Jahre her) habe ich total gerne Shooter (Duke Nukem, Redneck Rampage, Doom Quake, etc.) gespielt. Es konnte kaum schnell genug sein. Heute mit fast 40 überfordern mich diese Spiele meistens komplett. Mittlerweile sind Simulationen (z.B. Truck Simulator oder MS Flight Simulator) und Strategiespiele von Paradox auf der Liste. Spiele in die man sich reinfuchsen muss, die aber dann doch etwas gemütlicher sind.

Und während ich dieses schreibe, merke ich, wie alt ich mittlerweile bin ;-)

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DexterKane
Beiträge: 1168
Registriert: 16. Dez 2016, 11:26

Re: Gaming und das Alter

Beitrag von DexterKane »

Ich war schon immer ein eher gemütlicher Spieler, Shooter und RTS hab ich schon mit Mitte 20 (also ca. 2005) drangegeben, im Alter ist das aber durchaus noch extremer geworden. Auf how long to beat Zeiten kann man bei mir gerne 20-30% draufschlagen, bei Mammutspielen, wo ich zwischen durch auch mal ne halbe Stunde afk bin, gerne noch mehr.

Ich war der Runde, bzw. pausierbaren Echtzeit immer schon eher zugetan, inzwischen macht sie 90% meines Spielekonsums aus, Paradoxspiele, Ausbau/Manager, Deckbuilder, Rundentaktik und große RPGs. Ab und an mal ein OW Titel (als Geschichtsnerd sind die neuen ACs ganz großes Tennis), ein Rogue Like und natürlich die Telltale Schiene.

Andere Genres kommen bei mir faktisch nicht mehr vor.
Relax, it's North-Korea. The nation state equivalent of the short-bus. - Sterling Archer

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gdm41
Beiträge: 53
Registriert: 27. Sep 2020, 16:15

Re: Gaming und das Alter

Beitrag von gdm41 »

Ja, sehr gutes Thema. Könne man von psychischen und physischen (Reaktion etc.) Seite beleuchten. Komme zb. bei aktuellen Fps nicht klar, zu hektisch etc. Habe letztens hell let loose entdeckt. Super teamspiel und da muss man auch mal 20 min ein Feldweg sichern. Aso nur rumstehem , mega entspannend.

KingMorta
Beiträge: 13
Registriert: 25. Okt 2020, 20:49

Re: Gaming und das Alter

Beitrag von KingMorta »

Mir geht es ähnlich. Ich spiele mittlerweile auch sehr viele Spiele, die rundenbasiert sind. XCom ist da einer meiner Favoriten. Aber auch z.B. Persona oder aktuell Yakuza - Like a Dragon sind stark in meinem Ansehen gestiegen und dies führte dann auch zu einer Kaufentscheidung, nachdem ich vom Rundenkampfsystem erfahren habe.

DexterKane hat geschrieben:
3. Nov 2020, 13:26
Ich war schon immer ein eher gemütlicher Spieler, Shooter und RTS hab ich schon mit Mitte 20 (also ca. 2005) drangegeben, im Alter ist das aber durchaus noch extremer geworden. Auf how long to beat Zeiten kann man bei mir gerne 20-30% draufschlagen, bei Mammutspielen, wo ich zwischen durch auch mal ne halbe Stunde afk bin, gerne noch mehr.

Ich war der Runde, bzw. pausierbaren Echtzeit immer schon eher zugetan, inzwischen macht sie 90% meines Spielekonsums aus, Paradoxspiele, Ausbau/Manager, Deckbuilder, Rundentaktik und große RPGs. Ab und an mal ein OW Titel (als Geschichtsnerd sind die neuen ACs ganz großes Tennis), ein Rogue Like und natürlich die Telltale Schiene.

Andere Genres kommen bei mir faktisch nicht mehr vor.

PhelanKell
Beiträge: 162
Registriert: 7. Feb 2019, 10:15

Re: Gaming und das Alter

Beitrag von PhelanKell »

Mojen,

ich glaube, das Thema "Spielen im Alter" ist eher ein Thema für die alten Männer bei StayForever :D

Wir hier sind doch noch nicht sooooooo alt.
Also Jochen z.B. ist doch ein junger Hüpfer. Von den anderen Jünglingen ganz zu schweigen :D
(Apropos: Es gibt übrigens einen Prof. Dr. Jochen E. Gebauer bei der Uni Mannheim)

;)
expect the unexpected

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Tsuran
Beiträge: 91
Registriert: 22. Okt 2019, 09:55

Re: Gaming und das Alter

Beitrag von Tsuran »

Wenn ich meine Spielevorlieben mit denen vor 20 Jahren vergleiche muss ich nicht nur feststellen, dass ich mich aus bestimmten Sektoren komplett verabschiedet habe, sondern auch, dass ich Spiele ganz anders konsumiere und wahrnehme.

Der Rückzug aus dem Sektor "Multiplayershooter" hat dabei vielleicht gar nicht unbedingt etwas mit dem altersbedingten Reaktionsverlust zu tun, sondern einfach mit der Erkenntnis, dass verdammt viele Cheater/Exploiter herumlaufen die sich in meine wertvolle Freizeit einschleusen und diese zu einem negativen Erlebnis machen.

Überhaupt bin ich wesentlich weniger geneigt heute Spielen meine dauerhafte Aufmerksamkeit zu widmen. Jochen hat diesen Satz in meinem Hirn etabliert: "Das Spiel respektiert meine kostbare Zeit nicht". Letztes Beispiel Genshin Impact. Was für ein tolles Spiel in seiner grundsätzlichen Form. Leider vollkommen zerstört durch ein Monetarisierungsmodell zum davonnlaufen das durch unsinnige Barrieren noch verstärkt wird. Ich habe es gespielt bis ich gemerkt habe: Ok, jetzt kommen wir an den Punkt wo ich entweder (viel) Geld ausgeben soll. Wenn ich aber Geld ausgebe schalte ich nur eine weitere Spirale frei die mich dann zwingt innerhalb eines gewissen Zeitrahmens X aktiv zu sein, da sonst das Investment gar keinen Sinn macht. Das war der Zeitpunkt wo ich es beendet und deinstalliert habe. Also alle Spiele die mir meine Zeit nur stehlen wollen, um die Spielzeit zu strecken, mich zum Geldausgeben animieren sollen usw. haben eine sehr kurze Halbwertszeit bei mir.

Und ich habe in den vergangenen Jahren mehr und mehr zu Spielen gefunden die mich eher auf einer anderen Ebene zufriedenstellen als früher. War es früher oft ein "Boah! Das geht? Die Grafik! Der Sound!", ist es heute viel häufiger ein "Was für ein schönes Spielgefühl." Es ist schwer in Worte zu fassen, aber wenn ich bspw. im Flight Simulator 2020 mit einem Airbus herumfliege und defacto nur die Flugmeilen abwarten muss, habe ich trotzdem Spaß dran. Es erfreut mich diese Simulation anzusehen. Oder in Cities; Skylines bzw. Factorio meinem geschaffenen Werk bei der Arbeit zuzuschauen. Das muss ich nicht immer haben, aber ich weiß das heute sehr zu schätzen.

Und ein weiterer Faktor der mir mittlerweile unheimlich wichtig ist sind kooperative Spiele die ich mit meinen wenigen Freunden zusammen spielen kann. Bevorzugt auf meinem eigenen dedizierten, und nach meinen Ansprüchen konfigurierten Server. Aktuell spiele ich Avorion, ein X-like, nur eben multiplayerfähig. Was für ein Genuss! Koop geht immer!

Was altersbedingte Probleme bei der Nutzung angeht bin ich bisher relativ verschont geblieben. Ich stelle aber durchaus fest, dass ich viel weniger geneigt bin mich schlechtem Interface oder mieser Steuerung auseinanderzusetzen (GELL, BETHESDA). Mittlerweile bin ich aber ganz froh, dass zunehmend mehr Spiele die Möglichkeit bieten ihre UI Elemente zu skalieren oder die Schriftgröße anzupassen. Ich empfinde es einfach weniger anstregend. Früher wäre das sicherlich auch schon weniger anstregend gewesen, aber man hat es halt akzeptiert. Heute denke ich mir "Warum sollte ich mir das antun?"

Grundsätzlich denke ich, dass in den nächsten 10-20 Jahren die Themen "Anpassung von Software an Altersgruppen" ein ganz heißes Eisen sein wird. Denn eine Sache hat sich auch deutlich im Vergleich zu meinem 20 jährigen Ich verändert. Ich kann deutlich mehr Geld ausgeben für mein Hobby. Man hat es nur schwerer es mir aus der Tasche zu ziehen. Gut optimierte Software, mit angenehmer Steuerung und gutem Interface wird da die Nase vorne haben.

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rajue
Beiträge: 1
Registriert: 23. Nov 2020, 13:50
Wohnort: Hunsrück Highlands
Kontaktdaten:

Re: Gaming und das Alter

Beitrag von rajue »

Eigentlich schönes Thema, solange es in der Gegenwart bleibt und nicht zu einem Retro-Podcast wird (das machen Stayforever & Co.). Also sowas wie »Was spielt Ü30/Ü40 heute? Und warum?«.

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mart.n
Beiträge: 608
Registriert: 7. Jul 2016, 08:34

Re: Gaming und das Alter

Beitrag von mart.n »

Ich bin echt immer wieder überrascht, dass viele offenbar schon mit 30 jegliche Reflexe verlieren und deshalb keine Shooter mehr spielen. Bei mir sind es eher andere "Probleme", die dazu führen (ich bin 44). Hauptsächlich, dass ich einfach nicht genug Zeit am Stück habe. Ich kann nicht mal eben 2 Stunden raiden, 45 Minuten Dota 2 spielen oder eine 4 Maps Kampagne L4D2 spielen. Ich kann aber gut jegliches Spiel spielen, das kurze, knackige Spiele bietet. Das hebt z.B. World of Tanks ziemlich hervor, da 7 MInuten Durchschnitt für eine Runde ohne weitere Verpflichtungen einfach ideal sind. Und am besten sind natürlich immer noch Souls Games, die einen schönen spielerischen Anspruch, aber nicht dieses "XX Minuten am Stück notwendig" Problem haben.

Floki
Beiträge: 303
Registriert: 25. Dez 2019, 15:41

Re: Gaming und das Alter

Beitrag von Floki »

Wird das Thema denn aufgegriffen oder sollen wir uns da besser überraschen lassen? :-)

tebeda96
Beiträge: 10
Registriert: 26. Nov 2020, 12:38

Re: Gaming und das Alter

Beitrag von tebeda96 »

Ist definitiv ein spannendes Thema. Professionelle Gamer haben ihren Peak ja auch immer so von 20-25. Ist ziemlich ähnlich zu "richtigen" Sportarten wie Fußball etc. Ab 30 nimmt das alles doch ein wenig ab auf höchstem Niveau.

Urichplay
Beiträge: 5
Registriert: 11. Mai 2018, 14:22

Re: Gaming und das Alter

Beitrag von Urichplay »

Für mich hat sich mein Spielverhalten vorallem wegen den Kindern geändert.
Zum Beispiel würde ich sehr gerne Destiny spielen, habe aber nicht die Zeit mich an 4-5 stündigen Raid versuchen zu beteiligen.
Auch stellt es für mich ein problem dar wenn mann ein Spiel nicht vollständig oder Gefahrlos pausieren kann.
Es ist einfach frustrierend ständig Spielfortschritt zu verlieren weil ich kurz weg muss.

So habe ich mich von Service- und Multiplayerspielen eher zu Singelplayer erfahrungen bewegt.

Nicht weil es mir keinen spass machen würde, sondern eher weil es nicht in meinen Alltag passt.

KingMorta
Beiträge: 13
Registriert: 25. Okt 2020, 20:49

Re: Gaming und das Alter

Beitrag von KingMorta »

Da geht es mir ähnlich. Ich erwische mich selbst auch oft bei dem folgendem Gedanken: "Ne, Spiel XY erfordert mir zuviel Zeit/Skill und ich möchte nach einem anstrengenden Arbeitstag und Kindertag nur ein paar schnelle Erfolgserlebnisse."
Urichplay hat geschrieben:
17. Dez 2020, 16:54
Für mich hat sich mein Spielverhalten vorallem wegen den Kindern geändert.
Zum Beispiel würde ich sehr gerne Destiny spielen, habe aber nicht die Zeit mich an 4-5 stündigen Raid versuchen zu beteiligen.
Auch stellt es für mich ein problem dar wenn mann ein Spiel nicht vollständig oder Gefahrlos pausieren kann.
Es ist einfach frustrierend ständig Spielfortschritt zu verlieren weil ich kurz weg muss.

So habe ich mich von Service- und Multiplayerspielen eher zu Singelplayer erfahrungen bewegt.

Nicht weil es mir keinen spass machen würde, sondern eher weil es nicht in meinen Alltag passt.

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