Moderationspolitik im Forum

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monkeypunch87
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Re: RE: Re: Moderationspolitik im Forum

Beitrag von monkeypunch87 » 16. Nov 2017, 11:32

zackzackab hat geschrieben:Ist Dir bewusst, dass Dein letzter Beitrag einige Spitzen enthält, die Du anlässlich eines ganz anderen Diskussionsthemas einstreust?
Ja und ich sehe auch kein größeres Problem darin, tut mir leid. Ich habe versucht Andre so ehrlich wie möglich auf seinen an mich adressierten Beitrag zu antworten und nicht es dir oder dem Thread recht zu machen. Hätte vielleicht auch per PN sein können, nun war es aber hier im Thread. So what? :)
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Andre Peschke
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Re: RE: Re: Moderationspolitik im Forum

Beitrag von Andre Peschke » 16. Nov 2017, 17:48

monkeypunch87 hat geschrieben:Ja und ich sehe auch kein größeres Problem darin, tut mir leid. Ich habe versucht Andre so ehrlich wie möglich auf seinen an mich adressierten Beitrag zu antworten und nicht es dir oder dem Thread recht zu machen. Hätte vielleicht auch per PN sein können, nun war es aber hier im Thread. So what? :)
Hab keinen Schmerz mit deinem Posting. Jeder weiß, wo der ander steht und wir sehen dann ja, ob's klappt.

Andre

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Dostoyesque
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Re: Moderationspolitik im Forum

Beitrag von Dostoyesque » 17. Nov 2017, 00:07

17 Seiten :D






...goddammit :D
Lo-lo-look at you, poster-r: a pa-pa-pathetic creature of meat and bone, panting and sweating as you r-read through my post. H-how can you challenge a perfect, fat machine? - asfm
Good night, sweet prince, And flights of angels sing thee to thy rest!

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Klagsam
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Re: Moderationspolitik im Forum

Beitrag von Klagsam » 17. Nov 2017, 09:51

Auf Grund des aktuellen Weltherrschaftspodcasts zu dem Thema hier auch nochmal meine 5ct zu dem Thema:
Ich finde es fantastisch, dass ihr eure Regeln hier so durchsetzt und da auch keinen Jota von abweicht.
Leider habe ich den Eindruck, dass die Diskussionskultur im Internet und den "Sozialen" Medien immer mehr in die Echtwelt hinüberschwappt. Daher glaube ich, dass alle nur davon profitieren können, wenn hier ein respektvoller Diskussionsstil eingefordert und durchgesetzt wird.

Ganz im Sinne von zackzackabs Aussage glaube ich auch, dass es eine gute Lernerfahrung sein kann, sich hier zu mäßigen und auch mal entgegengesetzte Meinungen stehen lassen zu müssen - die dann auch wieder im real life nützlich sein kann. (Bandwurmsatz ftw!)

Jisatsu90
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Re: RE: Re: Moderationspolitik im Forum

Beitrag von Jisatsu90 » 18. Nov 2017, 17:34

Andre Peschke hat geschrieben:
monkeypunch87 hat geschrieben:Ja und ich sehe auch kein größeres Problem darin, tut mir leid. Ich habe versucht Andre so ehrlich wie möglich auf seinen an mich adressierten Beitrag zu antworten und nicht es dir oder dem Thread recht zu machen. Hätte vielleicht auch per PN sein können, nun war es aber hier im Thread. So what? :)
Hab keinen Schmerz mit deinem Posting. Jeder weiß, wo der ander steht und wir sehen dann ja, ob's klappt.

Andre
Also ganz ehrlich?
Respekt dass du da so cool bleibst, Andre Peschke!

Spätestens nach dem letzten Teil hätte ich dem User nahe gelegt sich ein anderes Forum zu suchen.

Er ist sehr ehrlich, das muss man ihm an rechnen.

Aber Ihr redet im Podcast ja selbst von eurem Wohnzimmer!
Jetzt kommt jemand zu euch und sagt
:"euer Wohnzimmer ist cool, das mag ich. Aber was ihr so zu sagen habt, interessiert mich nicht, euch mag ich nicht und ich muss leider damit leben dass ihr die Bewohner seid. Ich würde trotzdem gern bleiben und es mir hier gemütlich machen."

Ist das jetzt noch ehrlich oder schon respektlos?
Für mich dient dieses Forum zur Diskussion rund um den Podcast. Aber das sieht jeder anders.

Trotzdem kann man meiner Meinung nach erwarten dass den Podcastern zumindest Respekt entgegen gebracht wird und man geltende Regeln ein hält.

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monkeypunch87
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Re: Moderationspolitik im Forum

Beitrag von monkeypunch87 » 18. Nov 2017, 20:19

Der Wohnzimmervergleich hinkt halt schon sehr. Jochen hat es in der Weltherrschaft zwar auch so für sich erklärt, aber selber eingeschränkt, dass diese Ansicht auch veraltet sein könnte. Ich habe jedenfalls nicht den Eindruck eines Wohnzimmers, es ist ein Forum. Man lernt in der ersten Lateinstunde, dass das "Marktplatz" übersetzt wird. Im Idealfall findet also ein Austausch statt, hier wohl von Ansichten, und dient als Treffpunkt unterschiedlicher Menschen, hier der The Pod-Community. Mir ist win Rätsel, wie man da überhaupt auf "Wohnzimmer" kommen kañn. :)
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zackzackab
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Re: Moderationspolitik im Forum

Beitrag von zackzackab » 18. Nov 2017, 20:31

monkeypunch87 hat geschrieben:Der Wohnzimmervergleich hinkt halt schon sehr. Jochen hat es in der Weltherrschaft zwar auch so für sich erklärt, aber selber eingeschränkt, dass diese Ansicht auch veraltet sein könnte. Ich habe jedenfalls nicht den Eindruck eines Wohnzimmers, es ist ein Forum. Man lernt in der ersten Lateinstunde, dass das "Marktplatz" übersetzt wird. Im Idealfall findet also ein Austausch statt, hier wohl von Ansichten, und dient als Treffpunkt unterschiedlicher Menschen, hier der The Pod-Community. Mir ist win Rätsel, wie man da überhaupt auf "Wohnzimmer" kommen kañn. :)
Auf dem Marktplatz markiert das Strafrecht, öffentliche Sachen- sowie Polizei- und Sicherheitsrecht die Grenze des Zulässigen; solange Deine Meinungsäußerung damit nicht in Konflikt gerät, wird Dich niemand des Platzes verweisen. Hier gelten die Regeln von Jochen und André und es steht Ihnen frei, Leute des Forums zu verweisen, die nach Ihrer Auffassung nicht zu der Art von Community passen, die Ihnen vorschwebt. Wenn Du also den Wohnzimmervergleich unpassend findest, dann ist es Dein Marktplatzvergleich im Kontext dieser Diskussion erst recht.

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monkeypunch87
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Re: Moderationspolitik im Forum

Beitrag von monkeypunch87 » 18. Nov 2017, 20:51

Keine Ahnung was hier jetzt Phase ist, aber eigentlich ist doch alles cool. Wenn Andre es jetzt als so respektlos aufgefasst hätte, dann hätte er schon reagiert.

Mich persönlich interessieren Jochen und Andres Ideen bzgl. des Forums nun mal nicht, ich halte sie für Quatsch, den Erziehungsansatz der eigenen Community sogar für relativ anmaßend, aber das heißt ja nicht, dass ich hier nicht gerne sein kann. Für mich ist die Möglichkeit der Community sich zu treffen um über den Podcast und um auch über viele andere Themen zu sprechen vollkommen entkoppelt von Jochen und Andre. Sie sind nur der Auslöser für die Community.

Und nur nebenbei: Jeder Vergleich hat seine Grenzen. Dennoch ist Marktplatz sehr viel näher als Wohnzimmer.:)
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zackzackab
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Re: Moderationspolitik im Forum

Beitrag von zackzackab » 18. Nov 2017, 21:37

monkeypunch87 hat geschrieben: Und nur nebenbei: Jeder Vergleich hat seine Grenzen. Dennoch ist Marktplatz sehr viel näher als Wohnzimmer.:)
Wir sprechen darüber, welche Regeln hier gelten. Und lass Dir von einem Juristen gesagt sein, dass der Wohnzimmervergleich in der Hinsicht deutlich treffender ist als Deine Markplatzanalogie. Wenn Du magst, erkläre ich Dir gerne en detail, warum. Das machen wir dann aber besser per PM und nicht hier. ;)

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Jochen
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Re: Moderationspolitik im Forum

Beitrag von Jochen » 18. Nov 2017, 23:13

monkeypunch87 hat geschrieben:Mich persönlich interessieren Jochen und Andres Ideen bzgl. des Forums nun mal nicht
Dann existiert leider keine vernünftige Basis für deinen weiteren Verbleib in diesem Forum.

Ich habe deinen Account gesperrt.

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Sebastian Solidwork
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Re: Moderationspolitik im Forum

Beitrag von Sebastian Solidwork » 19. Nov 2017, 01:45

Ich hatte mich mit "Kommunikationsleitfaden" wohl zu missverständlich ausgedrückt.
Die Punkte 1-5 sind ungefähr sowas was ich mir vorstellte. :-D

Ich begrüße eurer härteres Durchgreifen und betrauere trotzdem jeden Verlust.
Schade, dass diese Leute wohl euch und uns hier nicht entgegen kommen konnten. Selbst hierbei unterstelle ich nicht mal böse Absicht.
Ich mach keine halben Sachen, zu selten ist Zeit für ganze.
+ Softwaretester aus Leidenschaft und mit Genuss +

Der Sinn des Lebens ist, dass Menschen voller Sinn das niemals wissen müssen. - Gunter Dueck in Omnisophie

Maschendraht
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Re: Moderationspolitik im Forum

Beitrag von Maschendraht » 19. Nov 2017, 02:25

hach, ich bin ja sehr zwiegspalten, was das alles betrifft. Einerseits finde ich die Vision der Podcaster, wie sie in der Weltherrschaftsfolge besprochen wurde gut und finde auch, dass sie das durchsetzen dürfen, da es nun mal ihre Seite ist. Auf der anderen Seite finde ich den Wohnzimmer-Vergleich immer sehr problematisch. Weil er die Bedeutung des Internets für die öffentliche Debatte unterschlägt. Es finden nun mal viele gesellschaftliche, politische und kulturelle Debatten im Internet statt bzw. haben dort ihren Ursprung. Es hat de facto die Bedeutung von öffentlichem Raum.

Gleichzeitig ist es Privatbesitz. Ein passender Vergleich wäre m. M. n.: was wäre, wenn ein Unternehmen die Fußgängerzone von, sagen wir mal, Darmstadt kaufen würde, und ab sofort ihr Hausrecht durchsetzen würden, indem sie missliebige Meinungen verbieten? Während es dort früher noch Demos, Kampagnen und Infostände aller Art gab, dürfen jetzt nur noch die Auftreten, die dem Besitzer der Fußgängerzone genehm sind. Natürlich kann man jetzt sagen, dass das ok ist, da der rechtmäßige Besitzer nun mal der Besitzer ist. Aber dass dies eine Gefahr für demokratische Debatten ist, kann man wohl kaum bestreiten. Dazu muss man dann stehen, wenn man auf die Rechte des Besitzers pocht. Wenn wir Unternehmen wie Facebook denken, die einen großen Raum einnehmen, ist das von der Bedeutung nicht einmal übertrieben. Ein soziales Netzwerk ist ja im Prinzip das, was früher der Dorfplatz war. Nur dass dieser Dortplatz jetzt jemandem gehört.

Das ist glaube ich hier das Grundproblem: im Internet finden Debatten statt, die für die Öffentlichkeit bestimmt sind und von gesellschaftlicher Bedeutung sind, aber der Raum dafür ist Privatbesitz. Jede Seite gehört ja irgendwem. Die Funktionen des öffentlichen Raums sind teilweise ins Internet geschwappt. Die Rechte, die der Staat in der Öffentlichkeit garantiert, sind dabei nicht mitgegangen.

zackzackab
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Re: RE: Re: Moderationspolitik im Forum

Beitrag von zackzackab » 19. Nov 2017, 08:22

Maschendraht hat geschrieben:hach, ich bin ja sehr zwiegspalten, was das alles betrifft. Einerseits finde ich die Vision der Podcaster, wie sie in der Weltherrschaftsfolge besprochen wurde gut und finde auch, dass sie das durchsetzen dürfen, da es nun mal ihre Seite ist. Auf der anderen Seite finde ich den Wohnzimmer-Vergleich immer sehr problematisch. [...]
Bei Riesen wie Facebook, deren direkter (Löschung gemeldeter Meinungsäußerung) wie indirekter Einfluss (Auswirkungen von Filterblasen) auf die Meinungsbildung unbestreitbar groß ist, teile ich Deine Ansicht. Da geht es um Monopolisten im Bereich sozialer Netzwerke. Ihrer Mitgliederzahl und Bedeutung wegen sollte man dort auch viel intensiver als bisher diskutieren, ob man die Konzerne in besonderer Weise gesetzlich auf Meinungsfreiheit und politische Neutralität verpflichtet.

Bei kleinen Foren, wie diesem hier, zu denen es da draußen haufenweise Alternativen gibt, sehe ich keine Gefährdung der Meinungsfreiheit; erst recht nicht, weil man hier grundsätzlich inhaltlich jede Ansicht vertreten kann, solange man dabei respektvoll bleibt. Das soll nicht heißen, dass die Freiheit zu wählen, auf welche Weise ich eine Meinung äußere, kein schützenswertes Gut wäre. Wenn ich mir das Internet und Spieleforen insbesondere anschaue, habe ich aber insgesamt(!) nicht das Gefühl, dass diese Freiheit im Durchschnitt zu sehr beschnitten würde. Im Gegenteil hat man eher den Eindruck, dass die Meinungsfreiheit derzeit auf Kosten anderer Güter wie der persönlichen Ehre zu viel Gewicht beigemessen wird, gerade auch, weil von staatlicher Seite ein riesiges Vollzugsdefizit im Hinblick auf Delikte wie zB Volksverhetzung besteht.

Im Endeffekt ist dieses Forum eher ein privater Stammtisch als ein öffentlich zugänglicher Platz. Die Analogie zum im Privateigentum stehenden Marktplatz finde ich persönlich auch deshalb nicht so treffend, weil Grund und Boden ein begrenzt verfügbares Gut sind. Neuer Diskussionsraum lässt sich im Internet praktisch unbegrenzt schaffen.

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Naitomea
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Re: Moderationspolitik im Forum

Beitrag von Naitomea » 19. Nov 2017, 09:13

In der Weltherrschaft fiel ja die Aussage, dass es andere Foren zuhauf gibt und es hier anders läuft und wem das nicht passt, kann zu den anderen Foren gehen.
Was ich dabei bemerkenswert finde, ist das Resultat, dass dieses 'anders' offenbar auch nicht zu einem Umfeld führt, das einen Frauenanteil von gefühlt über 10% hervorruft. Kann natürlich auch sein, dass die Geschlechterzuordnung über User-Namen da einen verzerrten Eindruck hinterlässt.

cptCaps
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Re: Moderationspolitik im Forum

Beitrag von cptCaps » 19. Nov 2017, 10:44

Naitomea hat geschrieben: Was ich dabei bemerkenswert finde, ist das Resultat, dass dieses 'anders' offenbar auch nicht zu einem Umfeld führt, das einen Frauenanteil von gefühlt über 10% hervorruft. Kann natürlich auch sein, dass die Geschlechterzuordnung über User-Namen da einen verzerrten Eindruck hinterlässt.
1. Was hat die Moderationspolitik mit dem User-Geschlecht zu tun?
2. Warum sollten Frauen sich über den User-Namen erkennbar machen
3. Ich sehe auch nur ~15% eindeutig männlichen User-Namen
(Du bist Albtraum, ich bin ein militärischer Rang; beide Geschlechtslos)

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DieTomate
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Re: Moderationspolitik im Forum

Beitrag von DieTomate » 19. Nov 2017, 10:51

Dieses Forum wird einen ähnlichen Frauenanteil haben wie die Zielgruppe der Spiele, die von The Pod besprochen werden.

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Jochen
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Re: Moderationspolitik im Forum

Beitrag von Jochen » 19. Nov 2017, 12:54

Maschendraht hat geschrieben:Die Funktionen des öffentlichen Raums sind teilweise ins Internet geschwappt. Die Rechte, die der Staat in der Öffentlichkeit garantiert, sind dabei nicht mitgegangen.
Welche Funktionen des öffentlichen Raumes sind denn konkret ins Internet "geschwappt"? Mir fällt nämlich beim besten Willen keine ein. Es ist ja nicht so, als hätten sich die Menschen vor 30 Jahren kulturelle, gesellschaftliche oder politische Debatten auf dem Marktplatz geliefert. Oder dem Spielplatz. Oder in der Straßenbahn. Diese Debatten fanden schon immer zum überwältigenden Teil im Privaten statt: In Kneipen, in Vereinen, im Wohnzimmer. Der öffentliche Raum ist nicht privat geworden - der private Raum ist öffentlich geworden.

Nun kann man selbstverständlich argumentieren, dass diese Öffentlichkeit des Privaten zu einer neuen Form von Öffentlichkeit geworden sei. Und dass dort die gleichen Rechte wie in der "richtigen" Öffentlichkeit zu gelten hätten. Das ist ein faires Argument. Dann wird man aber dafür sorgen müssen, dass der Staat diese Rechte verteidigt, kontrolliert und gegebenenfalls durch staatliches Eingreifen sicherstellt - und nicht der Betreiber eines Forums. Wenn ich in einem Forum, das ich betreibe, moderiere, bezahle und für das ich im Zweifel persönlich haftbar bin, Artikel 5 vollumfänglich umsetzen soll, mithin also das Recht eines Menschen verteidigen muss, "Schwule sind wider die Natur" oder "Schwarze riechen schlecht" zu sagen, dann mache ich mein Forum nämlich zu.

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Jochen
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Re: Moderationspolitik im Forum

Beitrag von Jochen » 19. Nov 2017, 13:47

Naitomea hat geschrieben:Was ich dabei bemerkenswert finde, ist das Resultat, dass dieses 'anders' offenbar auch nicht zu einem Umfeld führt, das einen Frauenanteil von gefühlt über 10% hervorruft
Das erstaunt mich ehrlich gesagt nicht. Denn obwohl der Frauenanteil unter "Gamern" zunimmt und sich insgesamt betrachtet der 50-Prozent-Marke nähert, gibt es erhebliche Unterschiede bei der Wahl der Spiele. Frauen spielen beispielsweise überproprotional gerne die sogenannten Casual Games, während Männer überproportional viele der sogenannten Core Games spielen. Hier kann man eine interessante Studie dazu nachlesen:

https://quanticfoundry.com/2017/01/19/f ... -by-genre/" onclick="window.open(this.href);return false;

Während rund 70 Prozent der Spielerinnen angeben, dass sie bevorzugt Match-3-Spiele und Familien- bzw. Farmingsimulationen spielen, sind es zum Beispiel bei Shootern deutlich unter 10 Prozent. Hinzu kommt, dass Podcasts im Allgemeinen (noch) ein überwiegend männliches Publikum zu haben scheinen. Laut der aktuellen Studie von ARD und ZDF hören 17 Prozent der Männer Podcasts, aber "nur" 9 Prozent der Frauen.

Dass dieser Podcast keinen gewaltigen Frauenanteil hat, scheint mir ob der statistischen und inhaltlichen Rahmenbedingungen relativ einleuchtend. Das ist keine Frage der Moderationspolitik oder Zusammensetzung usw. sondern wahrscheinlich schlicht ein Resultat der aktuellen Rahmenstrukturen, die sich in den kommenden Jahren (hoffentlich) signifikant verschieben werden.

Maschendraht
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Re: Moderationspolitik im Forum

Beitrag von Maschendraht » 19. Nov 2017, 14:05

naja, so Sachen wie Flyer verteilen, Demonstrationen, Gegendemonstrationen, Reden halten usw. fanden und finden doch durchaus in Fußgängerzonen statt. Und zunehmend finden vergleichbare Formen der Meinungsverbreitung eben im Internet statt, v. a. in sozialen Netzwerken. Facebook ist in der Hinsicht also mit der Fußgängerzone in Privatbesitz vergleichbar. Und das kann für die Chancengleichheit in der Debatte zum Problem werden, wenn Facebook zum Beispiel eine politische Position ausschließen würde. (Dagegen wird oft vorgebracht, dass Facebook das gar nicht könne, ohne zu viele Nutzer zu verprellen. Das ist aber nur halb wahr, denn mit kleineren politischen Strömungen kann Facebook das sehr wohl machen, und gerade dort ist es aus demokratischer Perspektive am schlimmsten. Kann Facebook die komplette Sozialdemokratie ausschleßen? Nein. Kann Facebook jede Argumentation für das Bedingungslose Grundeinkommen ausschließen? Aber ja!)

Was die Diskussionen im Privaten angeht, nennst du drei Beispiele:
Jochen hat geschrieben:In Kneipen, in Vereinen, im Wohnzimmer
Allerdings würde ich nur das Wohnzimmer als wirklich privat bezeichnen. Ich würde eine Kneipe als öffentlich bezeichnen, weil dort grundätzlich jeder hindarf, ohne persönlich eingeladen worden zu sein oder eine explizite Erlaubnis zu haben und sich dort Menschen treffen, ohne sich zu kennen. Das Angebot richtet sich an die Allgemeinheit. Trotzdem gehört die Kneipe jemandem, der auch das Hausrecht hat. Dass das ein Spannungsverhältnis darstellen kann, sieht man immer wieder.

Nehmen wir die Freiburger Diskotheken, die vor einiger Zeit damit Schlagzeilen gemacht haben, dass sie keine Flüchtlinge einlassen, da es offenbar Probleme gegeben hatte. Klar gibt es ein Hausrecht, aber das beantwortet nicht die Frage, ob das diskriminierend ist. Und so ähnlich kann auch ein Forum diskriminierend sein, nur eben in Bezug auf Debatten. Ein kleines Forum ist dann so etwas wie eine Kneipe. In der "richtigen" Welt gibt es die Fußgängerzone, auf die man die Leute immer verweisen kann. Im Internet gibt es aber gar keinen solchen öffentlichen Raum. Vielleicht wäre es die Aufgabe des Staates, einen solchen Raum zu schaffen, der dann von Beamten moderiert wird, die an sämtliche Grundrechte gebunden sind.

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Lurtz
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Re: Moderationspolitik im Forum

Beitrag von Lurtz » 19. Nov 2017, 14:06

Naitomea hat geschrieben:In der Weltherrschaft fiel ja die Aussage, dass es andere Foren zuhauf gibt und es hier anders läuft und wem das nicht passt, kann zu den anderen Foren gehen.
Was ich dabei bemerkenswert finde, ist das Resultat, dass dieses 'anders' offenbar auch nicht zu einem Umfeld führt, das einen Frauenanteil von gefühlt über 10% hervorruft. Kann natürlich auch sein, dass die Geschlechterzuordnung über User-Namen da einen verzerrten Eindruck hinterlässt.
Inwiefern bemerkenswert? Spiegelt wohl lediglich das Marktpotential wider.

Ist bei Insert Moin bspw. auch nicht so viel höher, obwohl die explizit inklusiv sind und besonders auf weibliche Gäste achten.

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