Moderationspolitik im Forum

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echtschlecht165
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Re: Moderationspolitik im Forum

Beitrag von echtschlecht165 » 4. Okt 2017, 17:32

Ich möchte ebenfalls festhalten, dass es nicht meine Absicht war, zu so einer Eskalation beigetragen zu haben.
Ich schätze und schätzte das Forum immer sehr für Meinungsbildung in gamesthemen.
Dass meine Ausdrucksweise nicht immer die beste ist, und ich meinen Zynismus öfter zügeln sollte, weiss ich eh. Aber ich denke doch, dass ich mich von Anfang an an die "Ich finde, dass...." Regel gehalten habe, auch wenn ich halt in dem Fall etwas für nicht so gut empfunden habe, ausserdem versuche ich meine Standpunkte zu belegen. (Aber ob das immer gelingt?

Sollte sich dennoch jemand oder speziell Rüdiger beleidigt fühlen, so bitte ich um Entschuldigung, da es nie meine Absicht war.
Glaubt mir, ich bin lernfähig und werde meine Kritik in Zukunft freundlicher halten......kommt ja eh nicht sooft vor

Die Geschichte von Axel, dass er Anrufe bekommt, find ich arg. Ich mein, den ein oder anderen minizwist hatte ich auch schon mit ihm....aber das? :shock:
Ich hoff mal der Anrufer hatte keinen Österreichischen Akzent, denn damit Fall ich aus dem Kreis der Verdächtigen raus :D
In Stein gemeißelt

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Steph
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Re: Moderationspolitik im Forum

Beitrag von Steph » 4. Okt 2017, 17:49

... um dann doch noch etwas "sinnvolles" beizutragen, möchte ich gerne noch darauf eingehen ...
Andre Peschke hat geschrieben:Wir sind noch nicht am Ziel, was das weltbeste Spieleforum angeht. Wir wollen ein Forum, in dem man sich wohl fühlt.
Ich habe dies auch schon im Discord angeschnitten, aber ich persönlich fühle mich tatsächlich auch nicht (mehr) wirklich wohl hier. Als Gelegenheitsschreiber empfinde ich die ausufernden Diskussionen über "Unstimmigkeiten" hier schon ein wenig überproportional. Natürlich gibt es genug Threads und Beiträge die fernab von irgendwelchen Streitigkeiten liegen, aber mir springen beim Login erstmal die aktuellen Beiträge ins Auge und diese drehen sich (gefühlt) immer um Unstimmigkeiten mit den Gästen und Usern. Unabhängig davon, ob ich das Ganze ja auch einfach ignorieren kann oder nicht, macht das einen seltsamen Eindruck auf mich.

Ein Klima was aber meiner Meinung nach nicht unbedingt der Moderation "anzukreiden" ist, sondern viel mehr von uns allen verbessert werden kann. Es gab letztendlich auch schon Themen, da hab ich mich von einen negativen Grundton selbst zu schnell mitreißen lassen - passiert mir in diversen anderen Communitys auch nicht so häufig wie hier :oops:

Sebastian S. hat geschrieben:Ich frage mich auch wie sehr die Forentechnik hier ein Ansatzpunkt für Verbesserung sein könnte. (Ja, Technik löst keine Problem. Ich denke sie kann dabei helfen oder auch erst welche schaffen bzw. Tendenzen verstärken.)

Durch die Listenform der Kommentare (einer nach dem anderen) neigen, meiner Beobachtung nach, Threads (XCOM) dazu das ein aktuelles Thema Dominanz erlangt (Diskussion um Rüdigers Dudenlink) und andere gehen unter (inhaltliche Auseinandersetzung).
Ich kann hier nicht für andere sprechen, aber mir hilft ein "Thread-Abosystem" in etwas größeren Foren tatsächlich besser zu selektieren. Das bekämpft sicherlich nicht die generellen Streitigkeiten, aber hilft Außenstehenden, diese nicht mehr so präsent vor Augen zu haben.

Axel hat geschrieben:Und Berwertungssysteme kenne ich noch aus anderen Formen: Da ging es dann am ende nur noch nach Sympathie. Und wer die meisten "Likes" sammelt und dergleichen. Das halte ich alles nicht für zielführend.
Hier gibt es diverse Möglichkeiten die Zähler "für den Like-Schwanzvergleich" auszustellen oder dies auch schlicht anders zu formulieren. Mir gefällt hier zum Beispiel der Ansatz "dies ist ein hilfreicher Beitrag", ohne einen sichtbaren Counter in das jeweilige Nutzerprofil einzubauen :)

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Jochen
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Re: Moderationspolitik im Forum

Beitrag von Jochen » 4. Okt 2017, 18:00

Axel hat geschrieben:Es ist schon toxischer geworden, aber eben so hintenrum
Ich kann sehr gut nachvollziehen, warum du das nach deinen PN- und Anruf-Erfahrungen so empfindest. Aber mein Eindruck ist eigentlich nicht, dass die öffentliche Diskussion toxischer geworden ist. Sondern dass sich das Miteinander fundamental verändert hat. Das sieht man auch im XCOM-Thread. In den Anfangszeiten waren wir ein kleiner, rumpeliger Punk-Rock-Haufen. Jetzt wird - durchaus nicht von ungefähr - erwartet, dass man professionell nach außen und den Kunden gegenüber auftritt. Das wiederum beißt sich mit den "Alteingesessenen", die den Punk-Rock gerne mochten.

Der goldene Mittelweg ist da auch für André und mich nicht ganz einfach. Denn natürlich sind wir inzwischen ein Wirtschaftsunternehmen. Entsprechend ist die Erwartungshaltung an Kommunikation, Support usw. völlig legitim. Andererseits lebte gerade unsere Community immer davon, dass wir auf Augenhöhe miteinander umgegangen sind - und eben nicht als "wir Unternehmen" vs. "euch Kunden".

Mein ganz persönlicher Wunsch wäre, dass wir es irgendwie schaffen, das Projekt weiterhin als "unseres" zu begreifen, an dem jeder, der sich irgendwie beteiligt (ob nun mit Feedback, Patreon-Dollars, Diskussionen usw.), einen Anteil hat.

Vielleicht ist dieser Wunsch utopisch. Vielleicht geht es ab einer gewissen Communitygröße auch nicht anders. Aber ich will eigentlich kein x-beliebiges Forum haben. Ich will verdammt nochmal dieses, mit allen wunderbaren, unterschiedlichen und manchmal auch durchgeknallten Menschen, die nicht nur Nicknames und Kundennummern in irgendeinem Verzeichnis sind. Denn ich glaube nach wie vor fest daran, dass dieses Projekt nur dann nachhaltig erfolgreich sein kann, wenn wir es zusammen gestalten. Und wenn wir uns gegenseitig wertschätzen und nicht - wie manche anderen Unternehmen - bloß so tun als ob.

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Steph
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Re: Moderationspolitik im Forum

Beitrag von Steph » 4. Okt 2017, 18:01

Axel hat geschrieben:Was ich übeigens auch immer häufiger lese "Darüber haben wir schon in Discord diskutiert" - auch aufgrund des Klimas finde ich das sehr bedenklich, wenn schon vorausgesetzt wird, dass jeder bei Discord ist. Das kann auch zu einer ungewollten Spaltung oder zumindest zu einer Lagerbildung innerhalb der Community führen.
Den Zusatz hätte ich in dem Fall auch weglassen können, denn letztendlich habe ich dies hier nochmal um Einiges mehr ausgeführt und nicht im Discord gelassen :mrgreen:

Ansonsten sehe es einfach als penetrante Werbung für andere User, die noch nicht dahin gefunden haben :D

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Jochen
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Re: Moderationspolitik im Forum

Beitrag von Jochen » 4. Okt 2017, 18:16

Steph hat geschrieben:Ich habe dies auch schon im Discord angeschnitten, aber ich persönlich fühle mich tatsächlich auch nicht (mehr) wirklich wohl hier. Als Gelegenheitsschreiber empfinde ich die ausufernden Diskussionen über "Unstimmigkeiten" hier schon ein wenig überproportional. Natürlich gibt es genug Threads und Beiträge die fernab von irgendwelchen Streitigkeiten liegen, aber mir springen beim Login erstmal die aktuellen Beiträge ins Auge und diese drehen sich (gefühlt) immer um Unstimmigkeiten mit den Gästen und Usern. Unabhängig davon, ob ich das Ganze ja auch einfach ignorieren kann oder nicht, macht das einen seltsamen Eindruck auf mich.
Tatsächlich haben wir für ein Forum dieser Größe eigentlich vergleichsweise wenige Reibungspunkte. Meine Vermutung wäre, dass die wenigen, die wir haben, unter anderem auch deshalb so gravierend erscheinen und zu deinem Eindruck beitragen, weil es ansonsten sehr zivilisiert zugeht. Manchmal vergehen Wochen, bevor wir irgendwo moderativ einschreiten müssen. Aber wenn's kracht, dann kracht's wahrscheinlich zu heftig - und das bleibt dann natürlich stärker in Erinnerung als die lauschigen, ereignislosen Wochen, wo sich alle lieb haben.

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Re: Moderationspolitik im Forum

Beitrag von W8JcyyU » 4. Okt 2017, 18:28

Bin soweit eigentlich zufrieden mit dem Forum. Die Threads zu den Wolfgang Walk Episoden lese ich gerne, poste aber in letzter Zeit nicht direkt. Läuft auch ohne meinen Senf. Außerdem habe ich mittlerweile das Gefühl, dass es mehr Nutzer gibt, die ganz steile Thesen argumentativ zurechtstutzen. Und das in der Regel wesentlich diplomatischer als mir das gelingt. In Sachen Diskussionsqualität sehe ich das als klares Plus.

Zusätzlich gefällt mir gerade die Elite Diskussionsgruppe. Besitze das Spiel nicht, habe keinen Zugang, aber die dortigen Erlebnisberichte lese ich gerne. Großes Lob an dieser Stelle dafür.

Was am XCom Thread tatsächlich neu war ist, dass (zum ersten Mal) eine ungute "x gegen 1" Situation entstanden ist, die sich hochgeschaukelt hat. Sonst hat in den hitzigeren Diskussionen ein gutes Gleichgewicht geherrscht. Aber, da in diesem Thread schon viele gute Punkte genannt wurden, bin ich optimistisch.

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toxic_garden
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Re: Moderationspolitik im Forum

Beitrag von toxic_garden » 4. Okt 2017, 18:31

Steph hat geschrieben:Ansonsten sehe es einfach als penetrante Werbung für andere User, die noch nicht dahin gefunden haben :D
....oder leider nicht die Zeit dazu finden, weil ihr Arbeitgeber den Zugang zu "Online-Chat and Entertainment"-Kategorie geblockt hat. :(
Ich finde es total gut, dass es den Discord gibt und wenn ich die Zeit abends finde, schaue ich da auch total gerne vorbei, aber wie schon jemand schrub: sich da durch 12 Stunden voller Käse-Rezepte und Katzenbilder zu wühlen, weil weiter vorne etwas von Relevanz besprochen wurde, ist halt für viele nicht so ohne Weiteres möglich.

Und zur restlichen Diskussion: bitte, bitte nicht jetzt von "Kunden" und "Dienstleistern" sprechen, weil das Format eine gewisse Größe erreicht hat. Das entpersonalisiert doch total und nimmt dem Projekt genau das, was es groß gemacht hat. Immerhin heißt das ganze ja (zumindest im Sonntagsformat) immer noch "auf ein Bier" und nicht "Behopfungswunsch der zahlenden Gäste an Tisch drei". Um mal bei der alkoholischen Analogie zu bleiben: das hier ist ja nicht der goldene Handschuh, wo man sich morgens um 3 regelmässig auf die Fresse gibt. Aber genauso wenig ist es halt das Meridian, in dem man eine Tischreservierung nur bekommt, wenn man alle Final Fantasy-Charaktere chronologisch rückwärts aufsagen kann. Es ist halt eine kleine, gemütliche Kneipe von verschrobenen Nerds, die ihrem Hobby einen größeren Fokus zugestehen als der Rest der Menschheit. Nun sind halt mehr Gäste in der Kneipe als vor nem Jahr, da können die Wirte noch so gut sein, den Überblick haben sie da einfach nicht mehr. Wenn sich also mal einer daneben benimmt und das gute Warsteiner [sic] verschüttet, muss nicht deshalb die halbe Stammbelegschaft sagen, dass man sich hier ja nicht mehr so wohl fühle wie damals.

Natürlich bleibt es jedem unbenommen, so zu empfinden, aber ich glaube, mit etwas mehr Distanz wird man feststellen, dass man sich vielleicht so ein bisschen auf die wenigen Momente eingeschossen hat, als es mal hier und da Wachstumsschmerzen gab und das große Ganze nicht mehr sieht. Das ist nämlich immer noch total schön.

Und außerdem sind wir hier zu 95% selbstverständlich elitäre Klugscheißer. Da gibt's gar keine Frage. Genau deswegen sind wir ja hier!
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Mein Name ist Guybrush und ich verkaufe diese feinen Lederjacken.

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Steph
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Re: Moderationspolitik im Forum

Beitrag von Steph » 4. Okt 2017, 19:01

Axel hat geschrieben:Naja, nervig ist es IMO trotzdem. Auch weil man so nen klassischen Foristen wie mich nicht zu einem Chatsystem überreden kann. Allein weil man bei letzterem immer online sein muss. Und es gibt nix was ich mehr hasse als immer online zu sein. 8-)
Kann ich auf jeden Fall nachvollziehen. Ist durchaus eine seltsame Eigenart von mir, den Discord immer einzuwerfen. Trägt ja auch erstmal nichts zur Diskussion bei :)

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Nachtfischer
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Re: Moderationspolitik im Forum

Beitrag von Nachtfischer » 4. Okt 2017, 19:02

Sebastian S. hat geschrieben:Ich frage mich auch wie sehr die Forentechnik hier ein Ansatzpunkt für Verbesserung sein könnte. (Ja, Technik löst keine Problem. Ich denke sie kann dabei helfen oder auch erst welche schaffen bzw. Tendenzen verstärken.)
Durch die Listenform der Kommentare (einer nach dem anderen) neigen, meiner Beobachtung nach, Threads (XCOM) dazu das ein aktuelles Thema Dominanz erlangt (Diskussion um Rüdigers Dudenlink) und andere gehen unter (inhaltliche Auseinandersetzung).
Bei einer Baumansicht (heise : https://www.heise.de/forum/heise-Develo ... 8/comment/" onclick="window.open(this.href);return false;) gehen verschiedene Themen nicht gleich so unter. Es ist möglich den Schwerpunkt wo anders zu legen und als unangenehm empfunden Themen und Kommentare sogar zu ignorieren (weil sie die Diskussion nicht dominieren können). Von einem Initialthema lassen sich auch mehrere Diskussionen zu verschiedenen Teilaspekten parallel führen.
Bäume habe ich mir hier auch schon öfter herbeigewünscht. Bei den Walkthroughs gäbe es teilweise 5-7 Themen zu diskutieren (und aus nahezu jeder anderen Folge lassen sich ebenfalls mehrere Diskussionen ableiten). Jetzt könnte man sagen: "Mach doch 5-7 Threads auf!", aber dann wird es auch wieder spam-haft unübersichtlich. Bei einem Thread und Listenform ruft eben jeder was zu allem oder auch nur manchem in den Raum hinein und 3 oder 4 Beiträge später ist schon wieder alles versandet und die Diskussion an einer ganz anderen Stelle oder man muss mühsam die zusammengehörigen Puzzle-Teile heraussuchen.

Stuttgarter
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Re: Moderationspolitik im Forum

Beitrag von Stuttgarter » 4. Okt 2017, 19:28

Ich schlacker grad n bisschen mit meinen Ohrwatscheln.

Ich gebs zu, ich kenn nicht alle Spieleforen der Welt (nicht mal alle deutschen), ich hab mich vor sechs Jahren auf Facebook angemeldet, um dort politisch zu streiten (aus meinem Nick kann man den Anlass evtl. erahnen), ich stürz mich mit Wonne in jede hart geführte Diskussion - aber zumindest mit dem Hintergrund kann ich nur sagen: Hey, Leute - das hier ist das fuckin' beste Forum überhaupt, das ich je zu sehen bekommen habe.

Klar, in dem XCOM-Thread sind paar nicht allzu schöne Dinge passiert, von allen Seiten. Aber als relativer Neuling, der erst mit der "Sexismus-Debatte" hier richtig angefangen hat mitzumischen, finde ich selbst das noch sehr human angesichts dessen, was sonst im Netz so abgeht. Klar, "Wasserkopfkind" und so - aber das Niveau hier ist brutal hoch.

Es mag natürlich sein, dass es vor Monaten oder mittlerweile gar Jahren noch besser war - aber bei einigen hier hab ich das Gefühl, sie sehen das Abendland untergehen. Und davon dürfte dieses Forum noch meilenweit entfernt sein. :)

Was natürlich gar nicht geht, ist das, was Axel schildert - und dem Kerl hätt ich durchaus schon das eine oder andre Mal gern zumindest metaphorisch den Schädel eingeschlagen. ;) Absolutes NoGo, was er durchgemacht hat - ich bin aber mal so naiv, anzunehmen, dass das die schreckliche absolute Ausnahme hier ist und nicht das "übliche".

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Jochen
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Re: Moderationspolitik im Forum

Beitrag von Jochen » 4. Okt 2017, 19:50

Axel hat geschrieben:Hoffe, das ergibt einen Sinn für Dich?
Na klar! Ich schreibe im Forum ja auch nicht mehr unbedingt so, wie ich das noch in der Anfangszeit getan habe. Und auch im Podcast hat sich manches geändert und differenziert. Die nostalgische Brille sagt natürlich: Hach, aber früher war doch voll schön! Stimmt. Aber heute ist eigentlich auch ziemlich cool. Mitunter noch viel cooler. Nicht wegen des Geldes. Sondern weil die Diskussionen hier und im Podcast vielseitiger geworden sind. Weil man nicht mehr nur innerhalb einer kleinen (wenngleich kuscheligen) Filterblase operiert.

Ich jedenfalls würde mich freuen, wieder mehr von dir zu lesen. Auch wenn wir garantiert erneut aneinanderrasseln und ich mir gelegentlich denken werde, och Axel - und du umgekehrt. Aber das gehört dazu. Du bist ein alter Wegbegleiter bei diesem Projekt, und der Umstand, dass wir nach allen Zanks und Missverständnissen und gekreuzten Schwertern immer noch freundschaftlich miteinander umgehen können, stimmt mich eigentlich sehr positiv.

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Re: Moderationspolitik im Forum

Beitrag von bluttrinker13 » 4. Okt 2017, 20:32

Ich persönlich würde Urgestein wie Axel auch sehr vermissen, gleichzeitig freu ich mich über so viele interessante neue Zugänge, wie den Stuttgarter und all die anderen. Mittlerweile ist das hier echt ein kultureller Quell für mich und ich bin hier momentan häufiger als auf reddit (obwohl das schwankt).

Insofern - ein rein freundschaftliches Miteinander ist natürlich utopisch und wäre auch langweilig, Reibungspunkte muss es geben, Differenzen sowieso. Aber ich finde wir gehen mit genau diesen doch schon recht gut um, auch in diesem Falle.
Deswegen wäre ich auch sogar immer noch eher fürs Zulassen von Kontroversen und Aushalten, dadurch Entwicklung von Toleranz und Hoffnung auf die selbst-korrektiven Kräfte, statt etwas hart durchzumoderieren. Allerdings ist das natürlich auch eure Sache, Mods & A&J, und ich weiß ihr werdet dabei eh gutes Augenmaß haben.
Nur eben - etwas Sturm muss das Boot eben auch regelmäßig abkönnen, Herr Kaleu. ;)

Um mal eine Perspektive von außen dazu einzubringen, wie "heiß" Steidle-Gate nun im Internetkontext tatsächlich war. Habe mal meiner Frau von erzählt da mich das ja nun auch sehr umtrieb. Wollte sie die Threads lesen. Hat sie nicht mal komplett durchgelesen weil sie die lame fand ( ;) ) und beef und ranting von ganz anderen Kaliber aus ihrem "Tussenforum" und reddit gewohnt ist (wie ich bestätigen kann). :lol:

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Steph
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Re: Moderationspolitik im Forum

Beitrag von Steph » 4. Okt 2017, 20:44

bluttrinker13 hat geschrieben:Um mal eine Perspektive von außen dazu einzubringen, wie "heiß" Steidle-Gate nun im Internetkontext tatsächlich war. Habe mal meiner Frau von erzählt da mich das ja nun auch sehr umtrieb. Wollte sie die Threads lesen. Hat sie nicht mal komplett durchgelesen weil sie die lame fand ( ;) ) und beef und ranting von ganz anderen Kaliber aus ihrem "Tussenforum" und reddit gewohnt ist (wie ich bestätigen kann). :lol:
Macht meiner Meinung nach aber durchaus einen Unterschied sich hier "nur" grob einen Thread durchzulesen oder sich aktiv in der Community einzubinden und in den letzten Tagen (gefühlt) nur ein Thema vor Augen zu haben. Wir würden diese Diskussion nicht führen, wenn es nicht tatsächlich ein paar Leute hier geben würde, die das "stört". Deine Frau kann das in dem Fall natürlich ganz anders empfinden :)

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Re: Moderationspolitik im Forum

Beitrag von bluttrinker13 » 4. Okt 2017, 20:58

Jap, das ist mir klar, ich schrieb deshalb ja auch "das es mich umtrieb". Fand das nur echt lustig das sie noch nicht mal das Problem gesehen hat bzw. meinen persönlichen fuzz nachvollziehen konnte. Gerade sowas rückt dann bei mir auch echt wieder die Perspektive zurecht. :D

Stuttgarter
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Re: Moderationspolitik im Forum

Beitrag von Stuttgarter » 4. Okt 2017, 21:18

Was sich für mich so langsam hier bissl rauskristallisiert (Ihr dürft mich gern korrigieren) - kann es sein, dass der Ton gar nicht so viel anders ist als früher, der Unterschied aber ist, dass man sein Gegenüber nicht mehr so gut "kennt"? Auf der letzten Seite haben quasi direkt hintereinander der eine beklagt, dass er sich wegen der Atmosphäre nicht mehr wohl fühle, dann Axel drunter an Jochen geschrieben, dass das heute ja eigentlich harmlos sei im Vergleich zu den Anfangstagen.

Was mir erstmal als widersprüchlich auffiel und dann zu obiger Theorie führte.

Ich kann natürlich nur für mich reden - aber als "Neuling" ("interessanter Neuling"! ha!) hab ich grundsätzlich hier drinnen vor allen Respekt. Allein schon deshalb, weil hier wirklich jeder auf Grammatik und Rechtschreibung achtet. Das klingt vielleicht banal - aber für mich ist das ein untrügliches Indiz dafür, dass mein Gegenüber die Diskussion und seine Gesprächspartner ernst nimmt. So ernst, dass er sich Zeit dafür nimmt. (Und angesichts dessen, wieviele Beiträge absolut schlüssig vorgelegt werden, geh ich auch davon aus, dass ich nicht der einzige bin, der vorm Abschicken noch mal alles liest und sowohl sprachlich als auch inhaltlich korrigiert.) Allein das zeigt für mich, dass das hier ein extrem respektvoller Haufen ist - dem ich umgekehrt auch mit Respekt begegne.

Deshalb kann ich trotzdem mal sarkastisch oder auch polemisch werden - das heißt aber nicht, dass ich mein Gegenüber in dem Moment dann weniger schätze. Aus Axels Text meine ich herauszulesen, dass das früher genau so auch hier lief, es da nur "einfacher" war, weil man seine Pappenheimer schon kannte und einordnen konnte.

Wenn ich noch einmal den XCOM-Thread als Beispiel nehmen darf - von Userseite hab ich darin eigentlich keine wirkliche Respektlosigkkeit entdeckt. (Auch hier lasse ich mich gerne korrigieren.) Ich hab Ungläubigkeit, Frust, auch ein gewisses Maß an Empörung gesehen - aber keine Despektierlichkeit. Was vielleicht daran liegt, dass für mich Forenurgesteine wie ein Axel genauso "bekannt" oder eher "unbekannt" sind wie User, die sich erst vor nem halben Jahr registriert haben. Ich kann zwischen denen keinen graduellen Unterschied erkennen - sie können alle mal mit spitzer Feder schreiben, können aber alle auch umgekehrt was wegstecken. Bestes Beispiel zackzackab, der den "Korinthenkacker" an und für sich ja gar nicht krumm genommen hat.

Ich hab keine Ahnung, wie plötzlich das Forum um wieviel gewachsen ist - und würde meine eingangs geäußerte Theorie zutreffen, könnte ich das sehr gut nachvollziehen. Als einer der "Neuen" ("interessanten Neuen"! hach!) kann ich nur sagen, dass ich den Eindruck habe, dass neu wie alt alle daran interessiert sind, hier auf einem sehr hohen Niveau zu diskutieren, auch, wenn manchmal was eher.. äh.. saloppes rausrutschen mag.

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derFuchsi
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Re: Moderationspolitik im Forum

Beitrag von derFuchsi » 4. Okt 2017, 22:07

Sebastian S. hat geschrieben:Wie geht es euch wenn jemand schreib "Du sollst", "Du musst", "Du hast", "Du bist"? Seit ihr z.B. wütend? Kann ich verstehen.

Wie könnte es dem Gegenüber gehen, wenn ihr das als Antwort schreibt? Ähnlich wie euch?

Meiner Alternative: "Ich bin wütend/frustriert/besorgt/enttäusch, weil ..." - "ich den Eindruck habe" / "es so versteh" / "bei mir ankam".
Emotionen sollen nicht meinen Text schreiben, sondern ich (be)schreibe sachlich meine Emotionen im Text.
Wirkt wie frisch gelernt aus einem Kommunikationsseminar :lol:
Aber danke für den wertvollen Hinweis!
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Zediron
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Re: Moderationspolitik im Forum

Beitrag von Zediron » 4. Okt 2017, 22:13

Ich bin entsetzt. Wer hätte erwartet, dass eine Wertschätzung so viel Sprengstoff in sich hätte? Ich bin jemand, der das Forum ausschließlich passiv konsumiert, der aber dankbar über die aktiven Teilnehmer ist, die es lesenswert gestalten, wohl wissend, dass ich den Themen selber keinen interessanten Mehrwert beisteuern kann. Werde ich auch jetzt nicht können. Lehnt euch also ruhig zurück, lest die Zeilen, erwartet wenig.

Ich habe das Forum wenige Tage kaum besucht und musste nun heute in diesem und einem anderen Thread die Folgen nachlesen. Man möge mir daher verzeihen, dass ich weiter unten noch kurz etwas zu XCOM schreiben mag.

Ich schaue immer gerne in dieses Forum rein und lausche dem Projekt, weil ich bemerkenswerte Denkanstöße zu interessanten Themen finde. In der Entwicklung der letzten Monate habe ich aber mit einigem Bedauern festgestellt, dass es zu neuen Ausgaben recht selten Diskussionsthreads gibt. War es vor geraumer Zeit noch so, dass jeder Sonntagspodcast und so gut wie jede Episode eines anderen Formats einen eigenen Thread erhalten haben, ist die Aussicht im gegenwärtigen Forum deutlich trüber. Und selbst zu jenen Folgen, zu denen Diskussionen entstehen, sind es weniger Antworten geworden.

Es scheint, als habe sich auch im Forum die erste Euphorie gelegt. Vielleicht ist Alltag eingetreten. Das ist nicht schlimm, maximal bedauerlich, und mit welchem Recht bedauere ich ein Problem, an dessen Lösung ich nichts beizutragen habe. Vielleicht ist es die Professionalisierung, die ihren Schatten wirft. In vielen Antworten hier lese ich ein Korsett heraus, in dem sich Podcaster und User bewegen wie in einer sprachlichen Zwangsjacke. Sinnvoll um nach außen seriös zu wirken, aber ebenso geeignet darin, die steilen Thesen und pointierten Zuspitzungen fernzuhalten, aus denen meine Faszination für das Projekt entstanden ist. Vielleicht brauchen wir wieder den Jochen, der den Witcher gespielt hat. Vielleicht müssen wir uns also weniger Sorgen vor einem zu geringen als vor einem zu hohen Professionalisierungsgrad machen? Nicht, dass wir uns auf einmal in Jochens skizzierter "Kunden vs. Dienstleister"-Horrorvision wiederfinden.

Was die XCOM-Wertschätzung angeht: Ich hatte in den Thread reingeguckt. Die Kritik gelesen, bevor ich die Folge gehört habe. Sie war meine Rüdiger-Steidle-Premiere. Meine Erwartungen waren also niedrig. Was könnte eine Folge schon bringen, der im Forum nur Oberflächlichkeit vorgeworfen wird, noch dazu von einem Podcaster, den ich nicht kenne? Ich stellte mich auf ein permanentes "Weiß ich nicht"-, "Kann ich so nicht sagen"-, "Wo bin ich"-Gerede ein - und hörte eine grundsolide Folge, an der ich wenig auszusetzen hatte. Natürlich richtet sich eine Wertschätzung nicht an Spieler, die bereits eine dreistellige Stundenzahl in diesen Titel gesteckt haben. Welchen Wert sollte ihnen ein Journalist noch vermitteln? Und selbstverständlich ist eine Wertschätzung kein Guide-Format, in dem jedwede Spielmechanik in ihre kleinsten Nuklei zerlegt wird. So habe ich das Format jedenfalls nie wahrgenommen - und ich halte es gerade im umfangreichen Strategie-Genre auch für eine völlig verfehlte Annahme, dass dieses Format eine derartige Tiefe erreichen könnte.
Die Folge half mir, mir ein Bild von dem Spiel zu machen - und erfüllte somit alle Erwartungen, die ich an eine Wertschätzung lege. Sie war sicherlich etwas technisch, hätte lebendiger sein können und Einschränkungen seiner Aussagen muss man sich als Tester sicherlich auch erst einmal abgewöhnen. Bin ich bei den Kritikern. Einen derartig feindseligen Thread rechtfertigte die Folge jedoch nicht. Schade um das Ergebnis. Ich hätte Rüdiger Steidle gerne weiter gehört und hoffe, dass es wirklich bei der überlegten Trennung auf Zeit bleibt.

Deswegen meine Bitten: Weniger zwanghafte Professionalisierung, mehr verbale Wagnis - und eine Rückkehr von Rüdiger Steidle.

Stuttgarter
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Re: Moderationspolitik im Forum

Beitrag von Stuttgarter » 4. Okt 2017, 22:17

@Axel

Mit dem "einordnen können" meinte ich beileibe nicht, dass ich Psychogramme oder so erstellen könnte. :) Es ging mir letztlich nur um die Einordnung "der Kerl meint es prinzipiell gut und konstruktiv, auch wenn grad ein Satz pampig klingt". Aber ich denke, allein schon das Wissen, dass mein Gegenüber eigentlich das gleiche Interesse hat wie ich, hilft schon ungemein - ich zumindest nehm dann bei weitem nicht so schnell was krumm wie wenn ich eh schon davon ausgehe, dass mein Gegenüber seinen Daseinszweck darüber definiert, mich einfach zu nerven so gut er kann. ;-)

Stuttgarter
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Re: Moderationspolitik im Forum

Beitrag von Stuttgarter » 4. Okt 2017, 22:26

Zediron hat geschrieben:Vielleicht brauchen wir wieder den Jochen, der den Witcher gespielt hat
Ja, den Zeiten trauere ich auch ein wenig hinterher. Ich hör ab und zu die alten Folgen nochmal - und freu mich dann an dem wirklich "kumpeligen" Gesprächsstil der beiden. Ich versteh, warum sie es geändert haben, ich find es auch gut, wenn sie wirklich was aufarbeiten - aber ab und zu dürfte es auch wieder ein wenig chaotischer zugehen für meinen Geschmack. :)

Wobei eine der wahren Sternstunden - die Sarkeesianfolge - das beides perfekt kombiniert hat. Einerseits sachlich-thematische Aufarbeitung, andererseits absolut unterhaltsame Abschweifungen und mal schnell ganze Gruppen verbal zurechtstutzen. Hach.

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bluttrinker13
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Re: Moderationspolitik im Forum

Beitrag von bluttrinker13 » 4. Okt 2017, 22:46

Jo, nice Idee. "Auf ein Punk-Bier (aka Sternburger)" als $10-Goodie und ihr habt mich im Sack mit dem Scheiss. :D

Also klar eingegrenzt, quasi als "Gummizelle" wie in manchen Clan-TS's.

Denn beim Rest ist die Professionalisierung gut so, da können wir nicht mehr zurück.

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