Weltherrschaft XVIII: Neues Stretchgoal

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Andre Peschke
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Re: Weltherrschaft XVIII: Neues Stretchgoal

Beitrag von Andre Peschke » 21. Okt 2017, 12:21

Sebastian Solidwork hat geschrieben: Ja, ihr habt schon eine WH-Folge zu den Kosten gemacht. Mit verstreichender Zeit ist die aber immer schwerer aufzufinden, bzw. weiß man immer schwerer das es sie überhaupt gab (Wie erfahren neue Hörer in ein paar Monaten davon?). So wie in einem unaufgeräumten Kinderzimmer; irgendwo im Zimmer ist der Bagger, irgendwo.
Mag sein, aber wie gesagt: Das müsste irgendwer aktuell halten. Sonst sagt jemand: "Hey, inzwischen verdient ihr aber X, also wo gehen die Mehreinnahmen hin?".

Offen gestanden: Ich glaube nicht, dass wir das machen. Schlicht, weil es IMO ausreicht wenn wir das immer mal wieder updaten und weil ich denke, keiner von uns hat Lust darauf sich darum zu kümmern diese Daten aktuell zu halten. Wenn man die WH-Podcasts durchschaut findet man den mit der richtigen Headline nun wirklich schnell.

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Voigt
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Re: Themenwoche Online-Journalismus: Clickbait

Beitrag von Voigt » 21. Okt 2017, 13:44

Um auch einen Gegenstimme zu bringen:
Ich hatte kein Problem damit den Reveal in der Weltherrschaft so zu bringen. Die Möglichkeit der "Emotionalen Erpressung" habt ihr ja auch direkt in der Folge angesprochen und die bedenken ausgeräumt. Ich freue mich, dass es weiterhin so eine Transparenz gibt, und hoffe dass diese nicht in den kommenden Jahren Stück für Stück abgebaut wird, wegen solcher Ereignisse.

Wegen Lohndifferenz, ein kleiner Unterschied darf schon drin sein, find ich. Einfach weil Sebastian "nur" Angestellter ist und damit weniger Risiko trägt. Das war ja auch sein Wunsch damals. Wie groß der Lohnunterschied ist, dürft ihr aber klar frei entscheiden, auch insgesamt wie viel Lohn ich euch insgesamt auszahlt.
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Leonard Zelig
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Re: Themenwoche Online-Journalismus Clickbait

Beitrag von Leonard Zelig » 21. Okt 2017, 13:46

Neobone hat geschrieben:
Leonard Zelig hat geschrieben:
Neobone hat geschrieben: Das Gap zwischen dem Lohn von Sebastian und Andre/Jochen fand ich persönlich auch viel zu gross, man wusste ja das man dort eigentlich jemand einkauft der auf dem selben Niveau arbeitet und nicht irgendein Neuling.
Wurde nicht mal in irgendeiner Folge gesagt, dass alle ungefähr das selbe verdienen? Schließlich muss man beim Bruttolohn von Sebastian nur den Arbeitnehmeranteil abziehen, während Andre und Jochen die Kranken- und Rentenversicherungsbeiträge komplett aus eigener Tasche zahlen müssen.
Und du meinst das macht 800 EUR aus?
Vielleicht nicht 800 Euro, aber über 500 Euro könnten es schon sein. Und Andre und Jochen haben ja auch der unternehmerische Risiko zu tragen, von daher ist es nur verständlich wenn sie mehr verdienen als ihre Angestellten.
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Neobone
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Re: Themenwoche Online-Journalismus Clickbait

Beitrag von Neobone » 21. Okt 2017, 16:23

Leonard Zelig hat geschrieben: Und Andre und Jochen haben ja auch der unternehmerische Risiko zu tragen, von daher ist es nur verständlich wenn sie mehr verdienen als ihre Angestellten.
Wie sie das Gehalt verteilen ist natürlich ihre Sache, wo hier das unternehmerische Risiko ist kann ich nicht erkennen.
Weder sind Kredite zu bedienen oder Vorrauszahlungen zu leisten, das Kapital ist das reine Geld der Unterstützer und wenn das nicht mehr kommt war es das halt, irgendwelche Schulden entstehen dabei aber nicht.
Das Einzige ist hier der Mehraufwand den man noch als Arbeitgeber hat.

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Re: Themenwoche Online-Journalismus: Clickbait

Beitrag von der unbestechliche » 21. Okt 2017, 16:35

Mit dieser Art von Diskussion sorgst du nur dafür, dass sie sich in Zukunft dreimal überlegen werden, noch Zahlen rauszulassen. Also einfach mal locker bleiben und nicht in jeden Kleinscheiß einen Skandal reininterpretieren.

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Andre Peschke
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Re: Weltherrschaft XVIII: Neues Stretchgoal

Beitrag von Andre Peschke » 21. Okt 2017, 17:28

Zur Diskussion: Wir sind uns doch alle einig, das Sebastian mehr Geld verdienen sollte. Das wird nun bald passieren. Zu welchen Teilen Jochen und ich an dem Projekt verdienen und was wir ausgeben, zur Seite legen etc. teilen wir nach außen hin mit, weil wir möglichst transparent sein wollen.

Wir werden aber nicht anfangen uns hier dafür zu rechtfertigen, wie viel wir verdienen. Daher erstmal vorläufige Ansage von mir: Diese Art von Diskussion ("haben Andre & Jochen Betrag X verdient" etc) ist schlicht nicht gestattet und sie endet bitte direkt hier. Ich halte diese Diskussion nicht für konstruktiv.

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Lurtz
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Re: Themenwoche Online-Journalismus Clickbait

Beitrag von Lurtz » 21. Okt 2017, 20:22

Axel hat geschrieben: Und mal ganz allgemein: Einige Leute geben hier ein wunderbares Beispiel dafür ab, wieso Spieleentwickler und allgemein alle die halt irgendwie wirtschaftlich tätig sind eben NICHT transparent sind. Genau wegen solchen Diskussionen.
Ja. Bärendienst den Einzelne der Community hier erweisen.

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Re: Themenwoche Online-Journalismus Clickbait

Beitrag von radiator » 21. Okt 2017, 20:49

Lurtz hat geschrieben:
Axel hat geschrieben: Und mal ganz allgemein: Einige Leute geben hier ein wunderbares Beispiel dafür ab, wieso Spieleentwickler und allgemein alle die halt irgendwie wirtschaftlich tätig sind eben NICHT transparent sind. Genau wegen solchen Diskussionen.
Ja. Bärendienst den Einzelne der Community hier erweisen.
Kommt das nicht genau dadurch, dass man die Transparenz in ein nicht-journalistisches Feld, das nicht direkt den Inhalt betrifft, verlagert? In der Themenwoche wurde herausgearbeitet, dass die Inhalte das Entscheidende sind. Wie entstehen diese? Was sind die Quellen? Welche Daten liegen Artikeln zugrunde? Sind diese belastbar? ...
An diesen Punkten braucht der Journalismus Transparenz. Deshalb stellte ich weiter oben auch die gemeine Frage, warum die Transparenz in manchen Punkten so emotional betont wirkt. Es ist doch kein Wunder, dass sich die Diskussion von den Inhalten wegbewegt, wenn im Rahmen der Transparenz Dinge besprochen werden, die primär nicht mit dem Inhalt zu tun haben.

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Re: Weltherrschaft XVIII: Neues Stretchgoal

Beitrag von bluttrinker13 » 22. Okt 2017, 01:04

Anstatt sich mal zu freuen darüber, dass offen über Geld geredet wird, wird hier aus einer Mücke ein Elefant gemacht und meines Erachtens teils an der Grenze zur Dreistigkeit Dinge eingefordert. *Kopfschüttel*

Ich finde, wenn das so verfängt sollten A&J&S die finanziellen Dinge ruhig wieder für sich behalten, und Transparenz auf Informationen und Spielekäufe beschränken. Als wenn hier eine Offenlegungspflicht bestünde... meine Herren. *Kopfschüttel²*

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Neobone
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Re: Themenwoche Online-Journalismus Clickbait

Beitrag von Neobone » 22. Okt 2017, 01:34

Axel hat geschrieben: Sorry, aber so langsam wird die Diskussion hier wirklich creepy. Beziehungsweise echt auch weltfremd (das ausgerechnet ich das mal sagen würde). Jochen und Andre haben als Selbstständige natürlich laufende Kosten. Da sind die eigenen Lebenshaltungskosten wie Miete nur ein kleiner Teil davon. Ich rede in erster Linie von den Steuern, den verschieden Sozialabgaben, solche Dinge wie Sebastians Krankenversicherung und und und. Diese Posten reduzieren sich doch nicht automatisch, nur weil weniger Kohle über Patreon reinkommt. Im Gegenteil, das sind alles Kosten die tendenziell eher steigen.

Und natürlich tragen die Beiden ein unternehmerisches Risiko, da sie das Projekt vollzeit betreiben. Es ist ihr Erwerb, der Brot, Haus und Familie trägt. Dazu gibt es noch eine ganze Menge Unsicherheiten, die Andre und Jochen eben nicht beeinflussen können. Mal angenommen Patreon als Plattform geht insolvent oder wird irgendwohin verkauft und dann gibt es für die Kreativen statt den jetzigen 90% nur noch 70%. Oder irgendwelche Statuten ändern sich oder oder oder. Dann würde auch das die Selbstständigkeit bedrohnen. Auch bleibt so ein Kundenstamm nicht bis in alle Ewigkeit in Stein gemeißelt. Das kann noch mehr werden, kann aber auch schlagartig weniger werden. Das sind alles Dinge, die man einberechnen muss.

Immer noch kein Risiko?


Und mal ganz allgemein: Einige Leute geben hier ein wunderbares Beispiel dafür ab, wieso Spieleentwickler und allgemein alle die halt irgendwie wirtschaftlich tätig sind eben NICHT transparent sind. Genau wegen solchen Diskussionen.
Das sind trotzdem keine unternehmerischen Risiken im herkömmlichern Sinne.
Diese Risiken hat Sebastian genauso.
Er muss genauso Versicherung, Miete usw. bezahlen, auch er ist arbeitslos wenn das Patreongeld nicht mehr fließt usw.

Andere transparente Spieleentwickler müssen sich auch solchen Diskussionen stellen, das bringt transparenz mit sich.
Andre fordert im Übrigen auch diese finanzielle Transparenz bei anderen Spieleentwicklern woraus sich wahrscheinlich eine noch viel grössere komplett unkontrollierte Diskussion ergeben würde, von daher...
Aber wie gesagt ich gebe nur einen ganz kleinen Beitrag zum Gesamtbudget dieses Projekts, es ist also nicht an mir zu bestimmen wer was bekommt.

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Andre Peschke
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Re: Themenwoche Online-Journalismus Clickbait

Beitrag von Andre Peschke » 22. Okt 2017, 02:28

Neobone hat geschrieben:Andre fordert im Übrigen auch diese finanzielle Transparenz bei anderen Spieleentwicklern woraus sich wahrscheinlich eine noch viel grössere komplett unkontrollierte Diskussion ergeben würde, von daher...
Ich fordere sie von dem einen Spieleentwickler, der sie explizit versprochen hat und der Jahre nach den ehemals veröffentlichten Releaseterminen immer noch nichts vorzuweisen hat.
Neobone hat geschrieben:Das sind trotzdem keine unternehmerischen Risiken im herkömmlichern Sinne.
Wir haben geringere Risiken als zB jemand der erhebliche Anfangsinvestitionen in Warenbestand unternehmen muss, korrekt. Aber ein paar Dinge bleiben bestehen: Sämtliche rechtlichen Risiken zB (Klage, Abmahnung etc). Alle steuerlichen Risiken. Unerwartete Kosten, zurückgehende Umsätze oder geplante Investitionen gehen nicht von seinem Gehalt ab. Dinge wie Krankheitsabsicherung etc.

Es gab ja einen Grund, warum Seb explizit Angestellter sein wollte, nicht Teilhaber.

Andre

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Andre Peschke
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Re: Themenwoche Online-Journalismus Clickbait

Beitrag von Andre Peschke » 22. Okt 2017, 02:41

radiator hat geschrieben:Es ist doch kein Wunder, dass sich die Diskussion von den Inhalten wegbewegt, wenn im Rahmen der Transparenz Dinge besprochen werden, die primär nicht mit dem Inhalt zu tun haben.
Was niemanden stört. Die Diskussion darf sich gerne damit befassen. Man darf ja auch weitere Informationen oder eine andere Aufbereitung fordern. Aber ob wir dem nachkommen ist eben unsere Entscheidung, eben weil wir diese Art / diesen Grad an Transparenz freiwillg leisten.

Von daher verstehe ich nicht die Stoßrichtung deines Feedbacks an dieser Stelle. Deine Frage nach dem "Warum" der Ankündigung bzgl. der Gehaltserhöhung für Sebastian haben wir beantwortet. Vielleicht kannst du dein aktuelles Feedback in eine konkrete Forderung kleiden, damit es für mich klarer wird, welche Verhaltensänderung du dir wünscht? Also zB "Ich möchte, dass ihr Dinge wie die Gehaltserhöhung in Zukunft nicht mehr vorab öffentlich ankündigt oder / und als Stretchgoal einsetzt"?

Andre

tj91
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Re: Weltherrschaft XVIII: Neues Stretchgoal

Beitrag von tj91 » 22. Okt 2017, 08:57

Ich will nur mal sagen, dass ich eure Transparenz bisher sehr vorbldlich finde. Es ist für mich äußerst interessant, wie ihr zu manchen Entscheidungen kommt und solche tiefen Einblicke kriegt man selten. Auch wenn ihr vereinzelt negative Kritik bekommt, will ich hiermit daran erinnern, dass es Leute gibt, die diese nicht teilen und ich gehe mal davon aus, dass das der bei weitem überwiegende Teil ist.

Gehalt ist in unserer Gesellschaft leider ein heikles Thema, daher ist da Transparenz nicht immer der einfachste Weg. Aber solange ihr alles klar kommuniziert und Missverständnisse aus dem Weg räumt, wie ihr das auch versucht habt, sollte es der Großteil der Community auch gut aufnehmen.

Die Sache ist die, dass ab einer gewissen Anzahl von Menschen immer jemand dabei sein wird, der etwas anders auffasst. Das kann man auch mit weniger Transparenz nur bedingt vermeiden, weil ihr dann gezwungenermaßen auf ein stärker ausweichendes Verhalten bei bestimmten Themen ausweichen müsst, bzw. ihr macht Andeutungen usw. Da kann man noch viel mehr reininterpretieren, wenn man denn will. Also klare Ansagen sind denke ich (hoffe ich) immer noch gut, auch wenn man manchmal nicht alle "mitnehmen" kann.

Ihr seht ja selbst, dass nicht jedem klar ist, was selbstständig / Arbeitgeber zu sein bedeutet und allein da schon Diskrepanzen in der Wahrnehmung auftreten. Mit Transparenz könnt ihr halt auch nicht alles erschlagen, insbesondere wenn jemand die entsprechenden WH-Folgen nicht gehört, nicht verstanden (was ja ok ist, wenn man nicht 100% aufgepasst hat, weil man es nebenbei hört), oder schlicht wieder vergessen hat.

Mit Transparenz werdet ihr es immer ein wenig schwerer haben, weil ihr mit der höheren Erwartungshaltung umgehen müsst. Aber bitte macht weiter so wie bisher und wenn ihr in einzelnen Punkten etwas vager bleiben wollt, dann ist das natürlich auch ok. Aber ich persönlich schätze es sehr, dass wir hier kein PR-Geblubber hören müssen. Ich glaube auch, dass selbst wenn es euren Wachstum bremsen sollte, das der richtige Weg ist.

Das nur als Plädoyer für Transparenz und ich hoffe dass ihr die negative Kritik nicht zu stark bewertet. Aber natürlich sollt ihr die auch nicht ignorieren :)

radiator
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Re: Themenwoche Online-Journalismus Clickbait

Beitrag von radiator » 22. Okt 2017, 09:17

Andre Peschke hat geschrieben:
radiator hat geschrieben:Es ist doch kein Wunder, dass sich die Diskussion von den Inhalten wegbewegt, wenn im Rahmen der Transparenz Dinge besprochen werden, die primär nicht mit dem Inhalt zu tun haben.
Was niemanden stört. Die Diskussion darf sich gerne damit befassen. Man darf ja auch weitere Informationen oder eine andere Aufbereitung fordern. Aber ob wir dem nachkommen ist eben unsere Entscheidung, eben weil wir diese Art / diesen Grad an Transparenz freiwillg leisten.

Von daher verstehe ich nicht die Stoßrichtung deines Feedbacks an dieser Stelle. Deine Frage nach dem "Warum" der Ankündigung bzgl. der Gehaltserhöhung für Sebastian haben wir beantwortet. Vielleicht kannst du dein aktuelles Feedback in eine konkrete Forderung kleiden, damit es für mich klarer wird, welche Verhaltensänderung du dir wünscht? Also zB "Ich möchte, dass ihr Dinge wie die Gehaltserhöhung in Zukunft nicht mehr vorab öffentlich ankündigt oder / und als Stretchgoal einsetzt"?

Andre
Es ist nicht in meinem Interesse etwas von euch zu fordern. Ich wollte die Diskussion des Podcasts aufnehmen, der deine Fragestellung thematisierte, wie sich Online-Spiele-Journalismus verändern muss, damit die Menschen dafür Geld bezahlen und damit Vertrauen aufgebaut werden kann. Aufgrund der Aussagen in deinem Podcast habe ich überlegt (und dachte, dass ich das im Forum für eine Diskussion in verständliche Worte kleiden kann), ob die Transparenz, die ihr liefert, über das, was Journalismus transparent macht, hinausgeht. Soll das die Vorstellung der Menschen von Journalismus sein, habe ich mich ernsthaft gefragt. Das nicht nur die Inhalte transparent sind, sondern Journalisten ihre Privatleben in gewisser Weise offenlegen, da es sonst nicht "authentisch" ist?! Da finde ich den Ansatz von Sebastian Solidwork transparenter: Gehälter auf die Webseite und fertig.

Mich ärgert es, dass ihr Formate ankündigt, die nicht kommen und ihr das ausgleicht, indem ihr andere Formate mehr macht. Welche Redaktion würde damit argumentieren, dass sie den Politikteil ausdünnt, aber dafür mehr Artikel im Bereich Sport hat?
Anderseits scheinen viele Leute daran interessiert zu sein, was ihr für Filme schaut oder Bücher lest, als das angekündigte Formate kommen. Ich versuche meine Frage nun ganz kurz zu fassen: Wie viel "Authentizität" und "Emotionalität" braucht (Spiele-)Journalismus außerhalb der eigentlichen Inhalte? Ist in etwa klar, worauf ich im Sinne des Journalismus und des Clickbaits hinaus will?

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Andre Peschke
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Re: Themenwoche Online-Journalismus Clickbait

Beitrag von Andre Peschke » 22. Okt 2017, 12:53

radiator hat geschrieben:Aufgrund der Aussagen in deinem Podcast habe ich überlegt (und dachte, dass ich das im Forum für eine Diskussion in verständliche Worte kleiden kann), ob die Transparenz, die ihr liefert, über das, was Journalismus transparent macht, hinausgeht.
Ja. Eindeutig und die Transparenz bzgl. Gehältern hat mit dieser Aussage auch nichts oder nicht viel zu tun. Da geht es eher darum, dass wir eine ganze Reihe von Mitgliedern haben, die unseren Werdegang von Anfang an mitverfolgt haben und die dieses Projekt mit aufgebaut haben. Entsprechend hoch ist das Interesse (siehe Sebastian Solidwork). Da überlegen wir immer, inwieweit wir für diese Menschen auch transparent machen können, was wir mit ihrem Geld anstellen. Wir haben ja auch bis heute sehr viele Menschen, die unser Angebot mit über 5 Dollar finanzieren, uns also auch ideel unterstützen. Auch da überlegen wir, welcher Grad von Transparanz nötig ist, damit die Leute sehen: Was finanziert dieser Mehrbeitrag und warum. Die Konstellation ist anders und dieser Teil hat mit der Prognose von Jochen aus dem Podcast nichts mehr zu tun. Das ist eine freiwillige Mehrleistung unsererseits, die wir auch nie explizit versprochen haben.
radiator hat geschrieben:Mich ärgert es, dass ihr Formate ankündigt, die nicht kommen und ihr das ausgleicht, indem ihr andere Formate mehr macht.
Das hatten wir doch schon besprochen: Es tut uns leid, wenn dir die Auswahl der Formate nicht gefällt. Wir haben aber immer gesagt: Im Zeifel geht Qualität vor. Jochen wird sich nicht eine Kolumne rauswürgen, nur damit eine Kolumne existiert. Das ist nichtmal immer ein Zeitproblem. Bei kreativen Prozessen ist es manchmal auch schlicht ein Inspirationsproblem. Wir werden schauen, dass wir das auf Patreon nochmal irgendwo eindeutiger vermerken für Menschen, denen diese Aussage evtl. entgangen ist. Im Zweifel haben wir aber hier ein IMO sehr faires System. Du kannst jederzeit sofort dein Patreon-Abo kündigen und falls du dich um die Kolumnen betrogen fühlst, erstatten wir dir gern sofort die entsprechenden Monatsbeiträge zurück.

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Re: Weltherrschaft XVIII: Neues Stretchgoal

Beitrag von Tagro » 22. Okt 2017, 13:55

Mh... auch wenn ich mit meiner Meinung hier wahrscheinlich alleine stehe, will ich mal meinen Senf dazu geben. :-)

Das das Team eine so offene Transparenz bezüglich ihrer Einnahmen, Ausgaben und Gehälter hat ist natürlich eine tolle Sache. Doch um ehrlich zu sein, dies Interessiert mich nicht die Bohne. :shifty: Weshalb ich auch nicht nachvollziehen kann warum dies manchen hier so wichtig zu sein scheint.

Mir geht es um die hier produzierten Inhalte und die sind einfach super. :handgestures-thumbupleft:
Für diese Inhalte zahle ich dann auch gerne mehr als den Mindestbeitrag von 5 $. Doch was das Team mit dem Geld dann macht ist mir doch im Grunde egal. Ob die nun was für ihre Altersvorsorge zurücklegt oder alles für Sex, Drugs & Rock 'n' Roll raus ballern... have fun.
:music-guitarred: :happy-bouncymulticolor: :music-guitarred:

Wenn ich mir einen Blick hinter die Kulissen wünschen durfte, wäre es eine „So entsteht eine Podcastfolge“-Folge/Format/Themenreihe. Wo mal vollkommen ungeschnitten alles gezeigt/aufgenommen wird. Von der ersten Idee und deren Diskussion, über verkorkste Probeaufnahmen, bis zum Kommentar des Cutters usw. Natürlich nachher auch das Endprodukt, also die fertige Episode auf der Homepage. :pray:

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Re: Themenwoche Online-Journalismus Clickbait

Beitrag von Neobone » 22. Okt 2017, 15:26

Andre Peschke hat geschrieben:
Neobone hat geschrieben:Andre fordert im Übrigen auch diese finanzielle Transparenz bei anderen Spieleentwicklern woraus sich wahrscheinlich eine noch viel grössere komplett unkontrollierte Diskussion ergeben würde, von daher...
Ich fordere sie von dem einen Spieleentwickler, der sie explizit versprochen hat und der Jahre nach den ehemals veröffentlichten Releaseterminen immer noch nichts vorzuweisen hat.
Das der entsprechende Spieleentwickler die Zahlen nicht veröffentlicht sollte eigentlich klar sein, egal ob er es je versprochen hat oder nicht.
Im Gegensatz zu eurem Projekt wo euch alle Leute wohlgesonnen sind, warten bei diesem Projekt dort draussen nur die Wölfe darauf das die Veröffentlichung kommt um alles zu zerreißen.
Was bei der Komplexität des Unternehmens ein Leichtes sein wäre.
Das der Spieleentwickler noch nichts vorzuweisen hat ist auch eine ziemlich gewagte Aussage wenn ich sehe was momentan da ist und was andere bereits veröffentlichte Spiele an Content haben.
Das die Anpassung des Umfang den Releasetermin verschiebt sollte wohl nicht erwähnt werden müssen.
Und das der Entwickler neuen Releasetermin nennen kann wundert auch nicht, wenn selbst ihr bei eurem kleinen Projekt hier und da euch auf Termine nicht festlegen wolltet/konntet (Webseite).
Ich finde es immer etwas merkwürdig wenn Journalisten von Entwicklern etwas fordern was sie selbst nicht halten können.
Ich habe bis heute noch das Bild vor Augen als bei einem Feedback Video Michael Graf auf die Frage zum Termin der Veröffentlichung der neuen Gamestar Webseite genau das Gleiche sagte wie besagter Spieleentwickler auf der Bühne, nämlich das er keine Termine mehr nennen wird da er ansonsten sowieso bei Nichteinhalten des Termins wieder gesteinigt wird.
Und das bei so einem verhältnismäßig kleinen Projekt, nur mal als Vergleich besagter Spieleentwickler beschäftigt allein 27 Producer, das sind 6 mal mehr Leute wie Gamestar Webentwickler hat.

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Andre Peschke
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Re: Themenwoche Online-Journalismus Clickbait

Beitrag von Andre Peschke » 22. Okt 2017, 15:58

Neobone hat geschrieben: Das der entsprechende Spieleentwickler die Zahlen nicht veröffentlicht sollte eigentlich klar sein, egal ob er es je versprochen hat oder nicht..
Er hat es in seinen AGBs versprochen. Es ist IMO also nicht "klar", dass er das nicht einhält. Und ich will nichtmal das komplette Auditing von ihm verlangen, das er versprochen hat, sondern wenigstens eine Aussage, wie viel Geld verbraucht wurde.
Neobone hat geschrieben: Ich finde es immer etwas merkwürdig wenn Journalisten von Entwicklern etwas fordern was sie selbst nicht halten können.
1. Bei uns und auch bei der Gamestar sind Leute nicht mit 25.000 Dollar und mehr investiert. Damit kommt eine ganz andere Verpflichtung.

2. Wir haben 80% unserer Termine eingehalten und oft genug mehr geliefert, als versprochen. Bei CIG ist das andersrum.

3. Ich habe nie kritisiert, dass CIG seine Termine nicht einhält. Ich kritisiere, dass sie Termine abgeben, von denen IMO klar ist und ihnen klar sein muss, dass sie nicht eingehalten werden und ihre Unterstützer dann nicht zeitgemäß unterrichten. Wer behaupten will, die Ankündigungspolitik beim 3.0 Update sei nach bestem Wissen und Gewissen erfolgt - bitte. Ich halte das eben für unwahrscheinlich.

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Re: Themenwoche Online-Journalismus Clickbait

Beitrag von radiator » 22. Okt 2017, 17:06

Andre Peschke hat geschrieben:
radiator hat geschrieben:Mich ärgert es, dass ihr Formate ankündigt, die nicht kommen und ihr das ausgleicht, indem ihr andere Formate mehr macht.
Das hatten wir doch schon besprochen: Es tut uns leid, wenn dir die Auswahl der Formate nicht gefällt. Wir haben aber immer gesagt: Im Zeifel geht Qualität vor. Jochen wird sich nicht eine Kolumne rauswürgen, nur damit eine Kolumne existiert. Das ist nichtmal immer ein Zeitproblem. Bei kreativen Prozessen ist es manchmal auch schlicht ein Inspirationsproblem. Wir werden schauen, dass wir das auf Patreon nochmal irgendwo eindeutiger vermerken für Menschen, denen diese Aussage evtl. entgangen ist. Im Zweifel haben wir aber hier ein IMO sehr faires System. Du kannst jederzeit sofort dein Patreon-Abo kündigen und falls du dich um die Kolumnen betrogen fühlst, erstatten wir dir gern sofort die entsprechenden Monatsbeiträge zurück.

Andre
Ich bin euch wohlgesonnen. Zudem erwarte ich nicht, dass man mir im weltbesten Spieleforum Beträge zurückerstattet. Wie eingangs beschrieben lasse ich euch einiges mehr durchgehen als anderen und darüber wollte ich nachdenken. Das war der Ausgangspunkt meiner Fragen. Meine Frage bezieht sich wirklich auf den journalistischen Kern der Diskussion, aber mir fällt es schwer verstanden zu werden. Axels und Tagros Beiträge kann ich voll und ganz verstehen. Und in Axels Beitrag sehe ich sogar einen Punkt, der meine These unterstützen könnte. Ihr verknüpft an eure journalistische Transparenz Aktivitäten, die primär nichts mit Journalismus zu tun haben. Wenn andere Projekte dadurch weniger "authentisch" (also weniger glaubwürdig) wirken, weil sie diesen Mehraufwand nicht leisten, finde ich, dass das die Grundlage einer spannenden Diskussion ist.

Zum wiederholten Male wird der werbefinanzierte Journalismus besprochen und Perspektiven zu dessen Rettung verhandelt. Oft verlest ihr süffisant die sinkenden Auflagen der Magazine. Aber die Veränderung ist doch im Gange und mit meinen Fragen wollte ich die Diskussion auf die aktuelle Veränderung lenken. Euch und viele andere Podcasts & Webseiten. Die Thematisierung des klassischen Spielejournalismus dient doch nicht dazu, euer Projekt als die Alternative hervorzuheben, sondern die Alternativen aufzuzeigen, die sich unter dem Stichwort "New Games Journalism" im internationalen und deutschsprachigen Raum entwickelt haben, oder?!

Ich hatte mir solche Mühe für eine steile These gegeben :|

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Re: Themenwoche Online-Journalismus Clickbait

Beitrag von Andre Peschke » 22. Okt 2017, 17:55

radiator hat geschrieben:Ihr verknüpft an eure journalistische Transparenz Aktivitäten, die primär nichts mit Journalismus zu tun haben. Wenn andere Projekte dadurch weniger "authentisch" (also weniger glaubwürdig) wirken, weil sie diesen Mehraufwand nicht leisten, finde ich, dass das die Grundlage einer spannenden Diskussion ist.
Dazu bitte dann wiederum wirklich den anderen Thread nutzen. Das Problem ist IMO zweierlei. a) Wenn du deine These mit handfester Kritik am Programm verbindest (Kolumne erscheint nicht so oft, wie versprochen), dann ist es schwer zu verstehen wo ein Diskussionsanreiz beginnt und wo Feedback/Kritik enden. Bitte benutze für Kritik/Feedback am Programm die Threads im Weltherrschaftsforum und für die inhaltliche Diskussion das Stammtisch-Forum.

b) Ich verstehe noch immer nicht ganz, wo du mit deiner These hin willst. Ich würde jetzt erst mal sagen: Ja, kann passieren. Aber "weniger glaubwürdig" ist nicht gleichbedeutend mit "unglaubwürdig". Ich würde sagen, der Grad zu dem diese anderen Angebote dann evtl. für wenige User unglaubwürdiger wirken, ist zu vernachlässigen. Wir könnten das veröffentlichen der exakten Gehaltsinfos morgen früh einstellen und das hätte keinen Einfluss, IMO.
radiator hat geschrieben:Oft verlest ihr süffisant die sinkenden Auflagen der Magazine.
Für jemanden, der uns wohlgesonnen ist, schiebst du uns eine menge negativer Konnotationen unter. Ich denke Jochen, der meistens die Auflagenzahlen beisteuert, würde entschieden widersprechen das dies "süffisant" geschieht. Er ist schlicht durch beinahe zwei Jahrzehnte in der Branche in dieser Hinsicht sehr interessiert.
radiator hat geschrieben:Die Thematisierung des klassischen Spielejournalismus dient doch nicht dazu, euer Projekt als die Alternative hervorzuheben, sondern die Alternativen aufzuzeigen, die sich unter dem Stichwort "New Games Journalism" im internationalen und deutschsprachigen Raum entwickelt haben, oder?!
Offen gestanden dient die Thematisierung des klassischen Spielejournalismus dazu, ein interessantes Thema aufzugreifen und unseren Hörern wertvolle Hintergrundinformationen zu geben.

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