Keine Wertschätzung da Refund?

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Wudan
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Keine Wertschätzung da Refund?

Beitrag von Wudan » 11. Jan 2018, 18:31

Im letzten Mailbag gab es eine Aussage von Andre die mich bisschen hat aufhorchen lassen.
Das Thema geht zurück auf die Diskussion vor einiger Zeit, das die Podcaster ihre Spiele nicht refunden sollten, damit die Wertschätzung gänzlich aus Konsumentensicht stattfindet und es auch mal "weh tut" wenn man sich versehentlich ein schlechtes Spiel zugegelegt hat, damit dieses in die Wertung einfliesst.

Ich war damals schon der Ansicht das mir das eigentlich Schnuppe ist ob die Podcaster Spiele refunden oder nicht, denn wenn sie schlecht sind sind sie halt schlecht, also warum halt nicht? Würde ja jeder so machen und das Geld kann man ja dann in andere Spiele reinvestieren. Für diese Argumentation hab ich damals gefühlt bisschen auf die Glocke bekommen, ich fand diese Forderung nach einem Refund-Verbot für die Podcaster recht pingelig, aber sei´s drum - Die Podcaster haben der Kritik ja letztendlich zugestimmt und haben gelobt wertgeschätzte Spiele nicht mehr zu refunden.

Jetzt im aktuellen Mailbag stolperte ich allerdings über die Aussage von Andre, das für Spiele die er refundet keine Wertschätzungen gemacht werden. Und da denke ich: Das kann ja nun auch nicht das Anliegen der damaligen Kritiker gewesen sein, dass diese Regel am Ende zu weniger Wertschätzungen führt. Daher bin ich nach wie vor der Meinung: Wenn die Spiele denn nun mal schon da sind/waren, und von mir aus auch refundet werden weil sie so mies waren - dann lasst uns das doch wissen und lasst uns teilhaben, auch gerne mit einer sehr negativen Wertschätzung oder gar einer Kaufwarnung oder Veriss. Denn schlechte Spiele die refundet werden gänzlich unter den Teppich zu kehren und im Podcast gar nicht erst zu erwähnen kann ja imho irgendwie auch nicht die Ideallösung sein.

chîmera
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Re: Keine Wertschätzung da Refund?

Beitrag von chîmera » 11. Jan 2018, 19:00

Eine Viertelstunde könnte es meiner Meinung nach geben. Wobei ich halt auch nicht weiß, ob das für mich hörenswert wäre, eine Viertelstunde zu einem offenbar schlechten Spiel anzutun. Auf der anderen Seite weiß man das ja im Vorfeld nicht. Vielleicht freue ich mich auf einen Titel, den ihr dann kauft und aufgrund seiner Qualität refunded, und ich kaufe ihn dann auch, da ich von Eurer Einschätzung gar nichts mitbekomme. Nur so als Denkanstoß.^^

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Andre Peschke
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Re: Keine Wertschätzung da Refund?

Beitrag von Andre Peschke » 11. Jan 2018, 19:08

Wudan hat geschrieben:das die Podcaster ihre Spiele nicht refunden sollten, damit die Wertschätzung gänzlich aus Konsumentensicht stattfindet und es auch mal "weh tut" wenn man sich versehentlich ein schlechtes Spiel zugegelegt hat, damit dieses in die Wertung einfliesst.
Das eigentliche Argument war, dass wir die Entwickler wenigstens bezahlen sollen, wenn wir schon quasi selbst Geld verdienen, indem wir ihr Werk verreißen. Das fand unsere Zustimmung.

Andre

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Wudan
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Re: Keine Wertschätzung da Refund?

Beitrag von Wudan » 11. Jan 2018, 19:18

Andre Peschke hat geschrieben: Das eigentliche Argument war, dass wir die Entwickler wenigstens bezahlen sollen, wenn wir schon quasi selbst Geld verdienen, indem wir ihr Werk verreißen. Das fand unsere Zustimmung.

Andre
Jaein, das war eins der Argumente, ja. Ein anderes war die journalistische Integrität durch die Tatsache das man Spiele anders bewertet wenn man sie selber zahlen muss, das kam wenn ich mich recht erinnere stark von Axels Seite, fußend auf entsprechenden Aussagen von Jochen in früheren Podcasts das viele Tests vielleicht gar nicht so neutral sind weil idR die Tester von Magazinen die Spiele ja nicht bezahlen müssen.

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Andre Peschke
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Re: Keine Wertschätzung da Refund?

Beitrag von Andre Peschke » 11. Jan 2018, 20:22

goschi hat geschrieben:man könnte Spiele, die man - trotz eigentlichem Willen zum Refund - dann doch besprechen möchte auch einfach NICHT refunden, nur nicht mehr weiterspielen, genau dafür war ja euer erstes Stretchgoal. ;)
Ich wollte nur die damalige Argumentation klarstellen/ergänzen, der wir uns angeschlossen haben. Mein Kernargument bleibt das aus Mailbag: Ich müsste mich mit dem Shit dann genauer befassen. Und wir von Anfang an schon gesagt, wir besprechen Dinge, die uns interessieren. Ich denke es macht keinen SInn wenn ich mich weiteren 3 Stunden durch einen unbekannten Indie-Titel wühle, den ja vermutlich eh keiner gekauft hätte, um am Ende hier zu sagen: "Japp, der Titel den keiner kennt? Ist gut so. Weitermachen." :D

Was euch entgeht ist: Ich habe früher immer wieder am Rande von diesen Titeln erzählt und sie sozusagen mal schnell "abgeurteilt". Das mache ich nicht mehr, wie vereinbart. Und man könnte hier und da sicher eine Viertelstunde anhand der 90 Min machen, die ich so einen Titel gespielt habe. Das mache ich dann auch i.a.R. nicht. Die sind ja meistens dann auch privat gekauft, nicht über die Firma und mein eigenes Cash würde ich mir halt schon gern zurückholen.

Der Punkt mit dem "selbst kaufen" stimmt, wobei zur authentischen Kundenerfahrung gehört IMO auch der Refund. Das sehe ich da nicht soooo stark? Viel wichtiger ist IMO aus der Blase des Redakteurs raus zu sein, der einfach alles oder so gut wie alles kostenlos bekommt und daher der Budgetplanung, Kostenabwägung etc des normalen Kunden völlig entrückt ist.

Und noch wichtiger: Wer als Crowdfunding-Projekt wie wir Muster bezieht vom Hersteller, kassiert im Grunde Geld. Jedes Spiel das mir EA kostenlos schickt ist am Ende 60 Euro mehr in unserer Tasche. Das ist bei unseren jetzigen Umsätzen sicher nicht mehr Geld, das den Braten fett macht. Das korrumpiert jetzt vermutlich auch nicht irgendjemandes Meinung. Aber ihr wisst ja, dass wir im Zweifel lieber idealistisch als ökonomisch entscheiden. Den Luxus, dass wir nicht sagen müssen: "Dieses Jahr haben uns die Hersteller indirekt 1000 Euro in die Tasche gesteckt", den gönnen wir uns. Und euch.

Andre

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Corben
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Re: Keine Wertschätzung da Refund?

Beitrag von Corben » 22. Jan 2018, 10:55

Andre Peschke hat geschrieben:Was euch entgeht ist: Ich habe früher immer wieder am Rande von diesen Titeln erzählt und sie sozusagen mal schnell "abgeurteilt". Das mache ich nicht mehr, wie vereinbart. Und man könnte hier und da sicher eine Viertelstunde anhand der 90 Min machen, die ich so einen Titel gespielt habe. Das mache ich dann auch i.a.R. nicht. Die sind ja meistens dann auch privat gekauft, nicht über die Firma und mein eigenes Cash würde ich mir halt schon gern zurückholen.
Schade, daß uns das entgeht. Evtl. wäre es eine Idee, dies uns nicht entgehen zu lassen, aber nicht in den gecrowdfundeten Formaten, sondern evtl. in einem freien Format. Wahrscheinlich passt es nicht in den Sonntags-Podcast, da diese oft themenbezogen sind, aber sowas wie die Viertelstunde in einem... "5 Minuten mit..." Podcast, wo tatsächlich ganz kurz darüber gesprochen wird, welches Spiel da ausprobiert und warum es zurückgegeben wurde.
Ohne Vor- oder Aufbereitung, nur die Aufnahme mit der Meinung frei von der Leber weg. Die Rückgabe-Entscheidung ist ja schon gefallen, da braucht man imo nicht mehr Zeit zu investieren, da uns Zuhörer ja gerade diese Entscheidungsfindung in der kurzen Zeit interessiert. Diese muss ja unter 2h liegen, ansonsten klappt der Refund (zumindest auf Steam) nicht.

Oder es passt doch in den Sonntags-Podcast, und wird hinten angehängt... als "Nachtrag". Oder bleibt eine Randbemerkung in einem der anderen Formate.

Halt so als Idee, wobei sich mir da schon Gegenargumente auftun. In einem freien Format würden dann evtl. Kritiken kommen wie, warum gebt ihr so viele Spiele zurück und kauft keine mehr, weil demjenigen evtl. nicht bekannt ist, daß ihr in den Wertschätzungen die behaltenen Spiele diskutiert.

Die Idee ist sicher noch ausbaufähig, aber da die Zeit für das zurückgegebene Spiel ja bereits investiert wurde, wäre es doch auch sinnvoll diese in Podcastform zu fassen. Ich denke da eben an die Entstehung von "Auf ein Bier": so, als würde man sich mit einem Kumpel in einer Bar auf ein Bier treffen und ihm erzählen was man von einem Spiel hält. Mei, in diesem Fall hat einem das Spiel halt nicht gefallen, passt doch auch und kann man genauso erzählen.
So long, Corben

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Andre Peschke
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Re: Keine Wertschätzung da Refund?

Beitrag von Andre Peschke » 27. Jan 2018, 14:32

Corben hat geschrieben:Schade, daß uns das entgeht. Evtl. wäre es eine Idee, dies uns nicht entgehen zu lassen, aber nicht in den gecrowdfundeten Formaten, sondern evtl. in einem freien Format.
Das Argument war ja, dass die Entwickler wenigstens auch das Geld bekommen sollten, wenn man schon ihr Produkt auf "Refund"-Niveau bespricht. Daran ändert sich nichts, wenn wir das Ergebnis auf einem anderen Kanal ausspielen. Es ging darum die Arbeit zu respektieren, die auch in aus unserer Sicht uninteressante Titel fließt, wenn man wiederum von deren Besprechung finanziell profitiert.

Die einzige Lösung wäre im Grunde, sie eben nicht zu refunden, sondern nur das Spielen abzubrechen. Kann man als Stretchgoal erwägen. Weiß nicht, wie sehr das lohnt.

Andre

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