Diskussionskultur und Umgang miteinander im Forum aka. Wie findet ihr die Entwicklung vom The Pod Forum?

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Tagro
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Re: Diskussionskultur und Umgang miteinander im Forum aka. Wie findet ihr die Entwicklung vom The Pod Forum?

Beitrag von Tagro » 9. Apr 2019, 17:33

echtschlecht165 hat geschrieben:
9. Apr 2019, 09:59
Das schaffe ich nicht, nie habe ich noch jemanden ignoriert. Dazu bin ich viel zu neugierig, und hätte jedesmal das Gefühl was zu versäumen.
Ich finds schon schlimm genug, wie hier manche Threads zerissen sind, wegen gelöschter Beiträge gesperrter User.
Kaum auszumalen, wie es wäre wenn ich jeden 2. Thread so erleben würde. :-D

Dafür ist meine Frustschwelle relativ hoch :-D
Nur damit ich nicht falsch verstanden werde, ich möchte damit nicht vorschlagen, wenn man verschiedener Meinung ist soll man den Anderen einfach ignorieren. Dies ist ja gerade bei einem Forum wo es der Sinn ist verschiedene Meinungen auszutauschen, in meinen Augen, der völlig falsche Weg.

Vielmehr sollte es als ein Vorschlag zur eigenen Notbremse verstanden werden.
So nach dem Motto, ich komme mit Person X gar nicht klar, bin schon von Mods/Admins verwarnt worden, dass ich womöglich gesperrt/gebannt werde.
Also erst mal die Situation entschärfen in dem man sich selbst ein wenig aus Schusslinie möglicher unpassender eigener oder fremder Antworten nimmt.
Besser eine Person (zeitweise) ignorieren als sich zu etwas verleiten lassen was einem die Forenmitgliedschaft kostet.
Stuttgarter hat geschrieben:
9. Apr 2019, 10:05
Dazu hätte ich allerdings eine technische Frage - wenn mich jemand ignoriert, sehe ich dann trotzdem noch, was sie/er schreibt? Oder ist die Person für mich dann auch weg?
[...]
So weit ich das verstanden habe ist es so, wenn Person A dich ignoriert, kannst du noch alles von ihr lesen, aber Person A kann keine Beiträge/Antworten mehr von dir lesen (wenn sie eingeloggt ist). Person A kann aber Text von dir lesen, wenn dieser von Person B in einem Zitat aufgegriffen wird.
Stuttgarter hat geschrieben:
9. Apr 2019, 10:05
By the way, grade in Diskussionen halte ich eine Ignorierfunktion für absolut daneben. (Meine Meinung. Für mich.) Genau dadurch entsteht unter anderem im Zweifel die verzerrte Wahrnehmung "Alle denken ja so wie ich".
Da hast du natürlich vollkommen recht. Wie gesagt es sollte als Notlösung betrachtet werden um sich selbst zu etwas Zeit zum abkühlen zu geben. Nicht um eine festgefahrene eigene oder andere Meinung durch Selektion zu beflügeln.
Hier würde ich dann das Gegenargument vorbringen, dass wenn du z.B. dich mit Person X so sehr in Streit gerät und gebannt wirst, kann in zukünftigen Diskussionen niemand mehr deine Meinung oder Ansichten nachvollziehen.

Gerade ich persönlich fände es sehr Schade wenn du verloren gehst, da ich im groben deine (Poltisch-) Meinung/Einstellung teile.

__________________________
echtschlecht165 hat geschrieben:
9. Apr 2019, 11:59
lol, alles gut.
Aber Voigt hat recht, habe keine Ahnung um welchen Spruch es geht
https://www.youtube.com/watch?v=KB0DpNPAAJY
;)

Stuttgarter
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Re: Diskussionskultur und Umgang miteinander im Forum aka. Wie findet ihr die Entwicklung vom The Pod Forum?

Beitrag von Stuttgarter » 9. Apr 2019, 18:37

Tagro hat geschrieben:
9. Apr 2019, 17:33
[...]
Danke für die Antwort und die Blumen - keine Sorge, gestern hab ich tatsächlich den Permabann in Kauf genommen, aber im großen und ganzen weiß ich schon (mittlerweile), welche Reaktionen ich für welche Sätze erwarten muss. ;)

Stuttgarter
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Re: Diskussionskultur und Umgang miteinander im Forum aka. Wie findet ihr die Entwicklung vom The Pod Forum?

Beitrag von Stuttgarter » 9. Apr 2019, 19:30

schneeland hat geschrieben:
9. Apr 2019, 13:20

Das ist Politik, aber gleichzeitig auch spielebezogen.

Die Frage ist: hilft es jemandem, wenn hier allgemeinpolitische Fragen wie kulturelle Identität, moderner Feminismus, Anpassung der Sprache unter Inklusivitätsaspekten, etc. diskutiert werden. Mein Eindruck: eher nicht, das sorgt nur für noch stärker verhärtete Fronten, und die schlechte Stimmung schwappt immer mal wieder in die Spielediskussion rüber.
Wenn ich Dich (und ein paar andere) richtig verstehe, sagst Du: aber klar, das kann man von spielebezogenen Themen ohnehin nicht sauber trennen.

Am Ende müssen das natürlich - wie eigentlich immer - die Podcaster entscheiden, was sie sich für ihren Podcast und ihr Forum wünschen.
Am Ene
Mir gings ja nur darum, dass eine absolute "Keine Politik in den Podcasts"-Regel eben auch solche Debatten im Podcast verhindern würde. Dass ich damit leben kann, wenn die Politik aus dem Forum komplett verbannt würde, hab ich ja schon geschrieben. Auch wenn das natürlich neue Diskussionsherde öffnen würde - da sich dann regelmäßig die Frage stellen würde, "Ist das unpolitisch oder kann das weg?". Jedes Mal, wenn sich jemand über Ninas Gender-Sprachstil beschwert, könnte man das als "politisch" ansehen. Rigoros alle entsprechenden Kommentare löschen? (Nicht, dass ich in dem Fall was dagegen hätte.. :ugly: Schlicht wegen der Regelmäßigkeit "Neue Nina-Folge" -> "zwei beschweren sich".) Wie wird dann in Forenthreads zu Folgen wie "Far Cry 5" verfahren - darf über alles geredet werden, nur nicht über die politische Komponente? Darf es zu einer Folge wie "Wie geht man in Spielen mit Minderheiten um?" überhaupt dann einen Forenthread geben? Ich sehe so ein Pauschalverbot, auch wenns mich nicht stören würde, als sehr schwer umsetzbar an.

Unter anderem auch, weil allein die paar Kommentare hier zu dem Thema ja eins deutlich zeigen: Wo "Politik" anfängt, definiert jeder anders. Womit weitere Diskussionen "Warum darf das diskutiert werden, aber mein Thema nicht?" praktisch vorprogrammiert sind...

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schneeland
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Re: Diskussionskultur und Umgang miteinander im Forum aka. Wie findet ihr die Entwicklung vom The Pod Forum?

Beitrag von schneeland » 9. Apr 2019, 20:02

Stuttgarter hat geschrieben:
9. Apr 2019, 19:30
Dass ich damit leben kann, wenn die Politik aus dem Forum komplett verbannt würde, hab ich ja schon geschrieben. Auch wenn das natürlich neue Diskussionsherde öffnen würde - da sich dann regelmäßig die Frage stellen würde, "Ist das unpolitisch oder kann das weg?".
Ja, da muss man dann halt feste mit dem Moderationsflammenwerfer draufhalten bis sich nichts mehr rührt :ugly:
Stuttgarter hat geschrieben:
9. Apr 2019, 19:30
Jedes Mal, wenn sich jemand über Ninas Gender-Sprachstil beschwert, könnte man das als "politisch" ansehen. Rigoros alle entsprechenden Kommentare löschen? (Nicht, dass ich in dem Fall was dagegen hätte.. :ugly: Schlicht wegen der Regelmäßigkeit "Neue Nina-Folge" -> "zwei beschweren sich".)
Das ist noch ein Sonderfall - dazu kann man vielleicht noch ein FAQ verfassen und danach gilt das oben geschriebene. Weil mal ehrlich: selbst wenn man gegenderte Sprache ablehnt (wie ich), dann bringt es trotzdem exakt gar nichts, dass der Podcasterin in jedem Thread unter die Nase zu reiben.
Stuttgarter hat geschrieben:
9. Apr 2019, 19:30
Wie wird dann in Forenthreads zu Folgen wie "Far Cry 5" verfahren - darf über alles geredet werden, nur nicht über die politische Komponente? Darf es zu einer Folge wie "Wie geht man in Spielen mit Minderheiten um?" überhaupt dann einen Forenthread geben? Ich sehe so ein Pauschalverbot, auch wenns mich nicht stören würde, als sehr schwer umsetzbar an.
Faustregel: wenn es noch Spielebezug hat, stehen lassen, wenn nicht, in ein Offtopic-Archiv verschieben. Und allgemeinpolitische Threads gleich zu machen.

Aber klar, das ganze ist nie ganz trennscharf und es besteht die berechtigte Vermutung, dass das ein paar User kostet; außerdem ist's vermutlich ordentlich Moderationsaufwand, auf den keiner so richtig Lust hat. Insofern kann ich auch verstehen, wenn man dem Gedankengang nicht folgen möchte.
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Re: Diskussionskultur und Umgang miteinander im Forum aka. Wie findet ihr die Entwicklung vom The Pod Forum?

Beitrag von Schlagerfreund » 9. Apr 2019, 20:08

Wie gesagt halte ich von der so "no politics" Regeln nix. Zum einen ist ja wie schon gesagt die Forderung danach extrem politisch und macht das was gerne so Diskussionen vorgeworfen wird. Nämlich Redeverbote für alles was einem selber vielleicht unangenehm ist. Dazu kommt auch noch das man als User ja auch einfach an entsprechenden Diskussionen nicht teilnehmen muss.

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Re: Diskussionskultur und Umgang miteinander im Forum aka. Wie findet ihr die Entwicklung vom The Pod Forum?

Beitrag von echtschlecht165 » 10. Apr 2019, 08:00

Politics komplett auszuschliessen habe ich auch nie gemeint, und wurde in den letzten posts anschaulich dargestellt dass das nicht möglich ist. Dazu ist der Podcast nicht angelegt. (Auch wenn mir persönlich völlig wurscht ist, ob in KC:D Minderheiten dargestellt werden, wie stark die Frauen in Fantasy und wie stereotyp die Männer in Actionspielen sind. Ich mach mir über sowas von mir aus keine Gedanken. Lieber mach ich mir Gedanken,ob nun Skill A , der 5% mehr Hitpoints oder Skill B der 7% mehr Defense gibt, besser ist. Deshalb spiele ich :-D )
Ob aber solche Threads wie über christchurch wirklich hier notwendig sind, will ich bezweifeln.
Natürlich kann ich die Threads meiden, was ich meistens auch mache. Hauptsächlich geht es mir um den moderationsaufwand den diese Threads immer wieder auf sich ziehen. (Ja ist auch nicht mein Bier. )
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Re: Diskussionskultur und Umgang miteinander im Forum aka. Wie findet ihr die Entwicklung vom The Pod Forum?

Beitrag von Schlagerfreund » 10. Apr 2019, 08:31

Ich denke der Moderationsaufwand ist da ziemlich gering. Ich will jetzt argumentieren ala: "Das ist doch der Job der Mods." Aber irgendwie ja schon. Meiner eigenen Erfahrung nach hast du als Mod wesentlich mehr in anderem Kram zu tun. Spam oder oft auch simple Fragen von Usern. Da möchte z.B. jemand seinen Nicknamen ändern usw. Wo gehobelt wird, da fallen Späne aber ich finde das es sich besonders hier sehr in Maßen hält.

Wir sind sehr weit von Zuständen wie z.B. der Gamestar oder Spiegel online entfernt wo regelmäßig die Kommentar/Forums Funktion abgeschaltet (oder sogar nicht erst eingeschalte) wird weil der Moderationsaufwand dort nicht zu schaffen wäre.

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Re: Diskussionskultur und Umgang miteinander im Forum aka. Wie findet ihr die Entwicklung vom The Pod Forum?

Beitrag von echtschlecht165 » 10. Apr 2019, 08:49

was noch dazukommt: Dieser Thread heisst ja auch "Umgang miteinander"
und das gute Klima entgleist eigentlich fast nur in politisch ideologisch angehauchten Threads (und Darksouls :-D)

Man muss realistisch sein, die Wahlergebnisse in Österreich und in Deutschland zeigen ja , wieviele Menschen wie denken. Die Gamer sind da bestimmt ein Querschnitt aus der Bevölkrung, also warum sollte es hier anders sein.
Das heisst , wenn ich mit einer Partie von 10 Leuten Minecraft spiele, ist die Chance groß, dass ich mit 2-3 Leuten spiele , die politisch diametral anders denken als ich.
Wenn ich im Forum hier chatte, ist die Chance ähnlich hoch. Aber will ich das wissen? Nein. Aber durch solche Threads erfahre ich es

Solange es (um beim Minecraft Beispiel zu bleiben) um die richtige Materialwahl und die richtige Arcitektur geht, solange es keine ideologisch angehauchten Bauwerke gibt, solange ist mir fast egal, mit wem ich spiele.
Das gilt aber eher nur für Randomgruppen (Zweckgemeinschaften). Im Berufsleben ist das ja auch so, da wird ja Politik auch eher vermieden. Man will ja noch weiter gut zusammenarbeiten
Meine fixen Partien, mit dennen ich gerne Spiele, sind ja auch sowas wie Freunde geworden, da sollte auch das politische stimmen.
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Re: Diskussionskultur und Umgang miteinander im Forum aka. Wie findet ihr die Entwicklung vom The Pod Forum?

Beitrag von Schlagerfreund » 10. Apr 2019, 08:55

Disagreement hat nicht viel mit dem Umgang zu tun. Deswegen fanden ja auch eigentlich alle beteiligten User in dem Christchurch Thread den Fingerzeig der Mods verwirrend. Da wurden zwar vielleicht die harten Bandagen ausgepackt, aber ich glaube so ziemlich niemand war der Meinung das man schlecht "miteinander" umgegangen ist. Man kann ja trotzdem normal mit solchen Personen umgehen. Das tun wir im Alltag ja wissentlich oder unwissentlich auch.

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Re: Diskussionskultur und Umgang miteinander im Forum aka. Wie findet ihr die Entwicklung vom The Pod Forum?

Beitrag von Stuttgarter » 10. Apr 2019, 10:37

Schlagerfreund hat geschrieben:
10. Apr 2019, 08:55
Disagreement hat nicht viel mit dem Umgang zu tun. Deswegen fanden ja auch eigentlich alle beteiligten User in dem Christchurch Thread den Fingerzeig der Mods verwirrend. Da wurden zwar vielleicht die harten Bandagen ausgepackt, aber ich glaube so ziemlich niemand war der Meinung das man schlecht "miteinander" umgegangen ist. Man kann ja trotzdem normal mit solchen Personen umgehen. Das tun wir im Alltag ja wissentlich oder unwissentlich auch.
Oh, "verwirrend" in dem Sinn fand ich ihn nicht - mir war ab nem bestimmten Zeitpunkt klar, dass da irgendwann ein "So nicht!" kommen würde. Ich kenn das Forum ja schon bisschen länger. Ich fand es nur sehr schwierig, dass halt nicht konkret drauf hingewiesen wurde, was denn genau Anstoß erregt. Ich kenn das von Facebook - ich schreib nen Kommentar mit acht Absätzen und vermutlich 400 Wörtern, und der wird dann gelöscht, weil "er gegen die Gemeinschaftsstandards verstößt". Ohne weitere Erklärung - und ich kann dann rätseln, welche Formulierung, welches Wort mal wieder nicht genehm war. Einerseits ist es frustrierend, auf die Art immer wieder Sperren zu bekommen - andererseits ist es so halt auch unmöglich, das eigne Verhalten dann überhaupt anzupassen.

Aber das ist Facebook. Hier ist es im Normalfall nicht so - normalerweise bekommt man sehr genaues Feedback, welcher Satz nicht akzeptabel war. Daher kam die Nachfrage im Zusammenhang mit Christchurch.

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Re: Diskussionskultur und Umgang miteinander im Forum aka. Wie findet ihr die Entwicklung vom The Pod Forum?

Beitrag von Heretic » 10. Apr 2019, 13:04

Ich finde politische Themen in Foren gut und wichtig. Dass ein Thread mal in eine andere Richtung abdriftet, ist nicht zu vermeiden. Der Christchurch-Thread ist ja auch aus einer Diskussion um 8chan und der Berichterstattung der Gamestar zum Attentat hervorgegangen. Meine Meinung: Für schwierige Themen oder abgedriftete Diskussionen lieber neue Threads erstellen, als entsprechende Postings zu löschen. Wüste Beschimpfungen und Beleidigungen gehören natürlich weiterhin in den virtuellen Mülleimer.
Schlagerfreund hat geschrieben:
10. Apr 2019, 08:31
Wir sind sehr weit von Zuständen wie z.B. der Gamestar oder Spiegel online entfernt wo regelmäßig die Kommentar/Forums Funktion abgeschaltet (oder sogar nicht erst eingeschalte) wird weil der Moderationsaufwand dort nicht zu schaffen wäre.
Deswegen verlagert die Gamestar die Diskussion bei heiklen Themen inzwischen ins Forum, weil da die Mods besser aussieben können.

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Re: Diskussionskultur und Umgang miteinander im Forum aka. Wie findet ihr die Entwicklung vom The Pod Forum?

Beitrag von mart.n » 10. Apr 2019, 14:35

Stuttgarter hat geschrieben:
8. Apr 2019, 17:21
Irgendwie beruhigt mich grade, dass ich anscheinend nicht der einzige bin, der im Lauf der Monate den Eindruck gewonnen hat, dass man in diesem Forum rechte, rechtspopulistische, auch rechtsextreme Propaganda problemlos praktizieren kann, solange man sie nur rhetorisch anständig vorträgt, wohingegen dann eine emotionale Gegenwehr sehr schnell zu Sperren führt. Dachte schon, ich hätte da nen Wahrnehmungsfehler.
Meine Frage wäre dann, inwieweit so ein Post wie der zitierte eben nicht genau das ist: eine Einschränkung der Diskussionsfreiheit. Alles mit "extrem" Im Namen brauchen wir nicht drüber reden und sollte instant gelöscht bzw gebanned werden. Aber das sind doch genau besagte Redeverbote, wenn Nicht-Moderatoren oder Nicht-Podcaster hier selber festlegen, was für sie populistisch ist. Also entweder wir akzeptieren, dass alle ihre Meinung kundtun dürfen, solange sie nicht strafrechtlich relevant ist, oder wir lassen das Thema eben komplett. Es kann meiner Meinung nach nicht Sinn und Zweck des Ganzen sein, dass nur eine Betrachtungsweise legitim ist und alle anderen sind radikale Nazis.

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Re: Diskussionskultur und Umgang miteinander im Forum aka. Wie findet ihr die Entwicklung vom The Pod Forum?

Beitrag von Schlagerfreund » 10. Apr 2019, 14:57

Jetzt forderst du aber letztendlich ein Redeverbot.

Es ist auch ein sehr klarer Unterschied ob sich sage: X ist für mich keine Meinungsäußerung weil Y, oder ob ich jemanden konkret oder indirekt den Mund verbiete (auch wenn man es faktisch nicht kann). Letzteres hat niemand getan.

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Re: Diskussionskultur und Umgang miteinander im Forum aka. Wie findet ihr die Entwicklung vom The Pod Forum?

Beitrag von Eprom » 10. Apr 2019, 15:12

Schlagerfreund hat geschrieben:
10. Apr 2019, 14:57
Jetzt forderst du aber letztendlich ein Redeverbot.

Es ist auch ein sehr klarer Unterschied ob sich sage: X ist für mich keine Meinungsäußerung weil Y, oder ob ich jemanden konkret oder indirekt den Mund verbiete (auch wenn man es faktisch nicht kann). Letzteres hat niemand getan.
Nein das hat niemand explizit getan.
Aber manche Leute können sich den Umstand, das man ihre Meinung nicht teilt nur damit erklären, das falsche oder rechte Theorien im Umlauf sind, die anscheinend gewisse User oder Teile der Bevölkerung verwirren. Darum wird schon das Reden über Rechte Ideologien zum Problem, denn es könnten ja Menschen geben die davon überzeugt werden - und das kann nicht sein, da die eigene Sichtweise auf die Wirklichkeit die einzig wahre ist.
Manche Leute kommen einfach nicht darauf, das eine Meinung haben, noch nicht bedeutet das diese auch Gültigkeit besitzt.

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Re: Diskussionskultur und Umgang miteinander im Forum aka. Wie findet ihr die Entwicklung vom The Pod Forum?

Beitrag von Schlagerfreund » 10. Apr 2019, 17:04

Da fehlt halt wie so oft eine (gerade von Foren bzw. Community Leitern) die oft zitierte rote Linie.

Wäre es für dich okay über die Vorzüge von Kindesmissbrauch zu reden? Ist doch auch nur eine Meinung oder? Oder was wäre mit den 10 besten Tipps wie man seinen Partner am besten physisch und psychisch unterdrückt und Gewalt antut? Ich glaube da wäre die Sache doch ziemlich eindeutig klar. Das ist übrigens auch ein oft genutzter und ziemlich billiger Trick von z.B. Identitären usw. Da werden dann Dinge wie z.B. Kindesmissbrauch in Zusammenhang mit einer anderen Botschaft gebracht. Letztendlich halt ein Totschlagargument gegen das man schlecht etwas sagen kann.

Nach einer gewissen Argumentationsstruktur wären z.B. Aussagen das jemand auf kleine Kinder steht ja dann ja auch voll okay. Ich glaube da wäre aber der Bär am tanzen und die entsprechenden Personen wären hier schneller gebannt als man bis drei zählen kann (und das wäre auch gut so).

Konkret ging es nicht darum das jemand eine andere Meinung hat. Es wurden rechtsradikale Theorien und die dazugehörige Sprache aufgegriffen. An der Tatsache haben sich einige User gestört. Kein User hat irgendwelche Sprechverbote oder z.B. einen Bann gefordert. Es wurde aber ausgesagt das man der Meinung ist solche oder ähnliche Inhalte die Grenzen überschreiten die sie persönlich als akzeptabel empfunden haben. Ebenfalls haben diese Personen auch erklärt warum das für sie der Fall ist.

Die Moderation empfand die Lage so das sie kurz eingegriffen hat. Mehr ist da nicht passiert. Alles ziemlich einfach.

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Re: Diskussionskultur und Umgang miteinander im Forum aka. Wie findet ihr die Entwicklung vom The Pod Forum?

Beitrag von Eprom » 10. Apr 2019, 17:47

Natürlich kann man auch über Kindesmißbrauch diskutieren und die ethischen & psychologischen Aspekte mit einbeziehen.
Ich verstehe diese Angst vor offenen Diskussionen nicht. Langfristig sehe ich einen größeren gesellschaftlichen Schaden, wenn man immer mehr Themen taubisiert als wenn man gewillt ist, offen zu diskutieren.

Wer sich an die Diskursregeln hält, wer gewillt ist logisch, Faktenbasiert & in besonderen Fällen wissenschaftlich fundiert zu argumentieren, mit dem kann man reden - und zwar über alles.

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Re: Diskussionskultur und Umgang miteinander im Forum aka. Wie findet ihr die Entwicklung vom The Pod Forum?

Beitrag von limericks » 10. Apr 2019, 17:53

Ich denke es scheitert da oft schon grundlegend an gemeinsamen Begriffsdefinitionen. Für den einen ist "rechts" schlichtweg eine Bezeichnung für bürgerlich/konservativ, während der andere direkt die Assoziationskette mit rechtsextrem und Nationalsozialismus vervollständigt. Wenn nun beispielsweise jemand fordert, dass die Moderation bei rechten Meinungen sofort einzugreifen habe, kommt das je nach Person unterschiedlich an.
Umgekehrt denkt jemand anderes bei "links" vielleicht direkt an linksextrem, gewaltbereite Antifa und Kommunismus.

Unter diesen Voraussetzungen ist eine gehaltvolle Diskussion kaum möglich, und das zeigt sich quer über alle Internetplattformen. Ob es eine gute Idee ist, in einem Spieleforum einen Christchurch Thread aufzumachen, der selbstverständlich sofort Richtung politisches rechts vs. links entgleist sei dahingestellt. Aber wenn mans tut, muss man mit erhöhtem Moderationsaufwand rechnen. Es sei denn, die Userschaft ist politisch homogen, was man bei einem Forum mit politikfremden Hauptzweck wie diesem hier aber nicht erwarten darf.

Im Übrigen hab ich vollstes Vertrauen darauf, dass die Moderation bei Hetze, Rassismus, etc entsprechend einschreitet. Dafür braucht es kein Regelwerk mit zig Paragrafen. I know it when I see it, and so do the Mods.
Zuletzt geändert von limericks am 10. Apr 2019, 18:01, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Diskussionskultur und Umgang miteinander im Forum aka. Wie findet ihr die Entwicklung vom The Pod Forum?

Beitrag von Wudan » 10. Apr 2019, 17:56

Eprom hat geschrieben:
10. Apr 2019, 17:47
Natürlich kann man auch über Kindesmißbrauch diskutieren und die ethischen & psychologischen Aspekte mit einbeziehen.
Hier hast du aber das kleine aber ausschlaggebende Wort "Vorzüge" vergessen. Da unterstelle ich dir mal Absicht, sonst hätte dein Punkt nicht funktioniert. Und genau so verzerrt man eben eine Diskussion und derailed sie, durch absichtliches missverstehen oder falsch widergeben.
Wer sich an die Diskursregeln hält, wer gewillt ist logisch, Faktenbasiert & in besonderen Fällen wissenschaftlich fundiert zu argumentieren, mit dem kann man reden - und zwar über alles.
Aber zwingend in einem Gamespodcast Forum?

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Re: Diskussionskultur und Umgang miteinander im Forum aka. Wie findet ihr die Entwicklung vom The Pod Forum?

Beitrag von echtschlecht165 » 10. Apr 2019, 18:02

Muss man in einem spieleforum über so schwierige Themen diskutieren?
Wo wenige, die das Thema vielleicht interessiert und ernsthaft diskutieren wollen, andauernd von links und rechts , vorne und hinten von ahnungslosen, genervten, angewiderten oder Trollen (oder alles zusammen :ugly: ) gestört wird, und jede diskussion zerfetzt wird.

Edit: wudan hat ja das gleiche geschrieben
In Stein gemeißelt

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Re: Diskussionskultur und Umgang miteinander im Forum aka. Wie findet ihr die Entwicklung vom The Pod Forum?

Beitrag von Eprom » 10. Apr 2019, 18:06

Wudan hat geschrieben:
10. Apr 2019, 17:56
Eprom hat geschrieben:
10. Apr 2019, 17:47
Natürlich kann man auch über Kindesmißbrauch diskutieren und die ethischen & psychologischen Aspekte mit einbeziehen.
Hier hast du aber das kleine aber ausschlaggebende Wort "Vorzüge" vergessen. Da unterstelle ich dir mal Absicht, sonst hätte dein Punkt nicht funktioniert. Und genau so verzerrt man eben eine Diskussion und derailed sie, durch absichtliches missverstehen oder falsch widergeben.
Wer sich an die Diskursregeln hält, wer gewillt ist logisch, Faktenbasiert & in besonderen Fällen wissenschaftlich fundiert zu argumentieren, mit dem kann man reden - und zwar über alles.
Aber zwingend in einem Gamespodcast Forum?
Wer nur über die Vorzüge von Kindesmißbrauch reden will, will keine offene Diskussion. Für den steht ja schon fest, das Kindesmißbrauch eine lohnende Praxis ist.

Aber das ist ja gerade der Punkt. Leute scheuen offene Diskussionen, weil ja der andere vielleicht doch recht haben könnte - oder man ja schon vorher alles besser weiß. Wenn man aber so an Diskussionen herangeht, ist man nicht an der Wahrheitsfindung interessiert. So eine Einstellung ist aber fatal für Politik, Gesellschaft & Wissenschaft.

Müssen tut man natürlich überhaupt nix. Es ist jedem freigestellt sich an solchen Diskussionen zu beteiligen.

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