Aktueller Frauenanteil bei The Pod

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Andre Peschke
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Re: Aktueller Frauenanteil bei The Pod

Beitrag von Andre Peschke »

Rince81 hat geschrieben:
10. Mär 2020, 18:56
Axel hat geschrieben:
10. Mär 2020, 18:53
Sowas würde ich mir von einigen Ideologen einfach wünschen, statt mit Kampfbegriffen wie „männlich-toxisch“ um sich zu werfen.
Dafür gibt es im gleichen Satz den Kampfbegriff "Ideologen". Mensch Axel, ein vernünftiger Anfang um dann am Ende reinzuschlagen, warum?
Ich möchte auch darum bitten, dass in der Fortsetzung des Threads weniger auf Lagerbildung gemünzt wird.

Seht das doch mal so: Wir haben hier jetzt Mit-Foristinnen die sagen, dass sie sich hier unbehaglich fühlen. Da kann man schonmal gemeinsam überlegen, ob man ihnen helfen kann. Es kann sein, dass man im Ergebnis sagen muss: Nein, das würde ein Reglement benötigen, dass keine Zustimmung findet. Aber erstmal sollte es darum gehen zu schauen, wie wir da helfen können. Und der erste Schritt dahin ist IMO das Problem an sich besser zu verstehen (daher meine ständigen Bitten um Beispiele) und dann kann man über Lösungen sprechen.

Andre

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Leonard Zelig
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Re: Zu wenig Frauen bei The Pod

Beitrag von Leonard Zelig »

Naitomea hat geschrieben:
10. Mär 2020, 18:34
Das ist eine seltsame Ansicht, da es das Thema ja schon oft gab und diese Threads in der Regel so laufen, dass sie dann geschlossen werden müssen. So wie auch sonst Threads zu gesellschaftlich-politischen Themen in der Vergangenheit oft eskaliert sind und geschlossen wurden.
Aber warum muss man denn in einem Spieleforum über gesellschaftlich-politische Themen diskutieren? Da bekommt man doch nur schlechte Laune. Das gilt für die meisten Foren im Internet. In Fußballforen schaue ich mir solche Bereiche erst gar nicht an. Im Internet überwiegen immer die extremen Stimmen, aber das ist nicht repräsentativ. Selbst mit Freunden unter vier Augen können solche Themen zu Streitigkeiten führen.

Stattdessen könnte man doch wenn angebracht die einzelnen Folgen loben, über sie diskutieren oder über aktuelle bzw. anstehende Spiele fachsimpeln. Ich bin auch in einem österreichischen Spieleforum unterwegs, da gibt es fast nie Streit. Die ganze Atmosphäre ist viel positiver. Wenn man hier nur im "Bisschen tratschen bei einem Bier"-Bereich unterwegs ist, ist der Blick sicher auch ein anderer.
Zuletzt geändert von Leonard Zelig am 10. Mär 2020, 19:43, insgesamt 1-mal geändert.
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Ironic Maiden
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Re: Aktueller Frauenanteil bei The Pod

Beitrag von Ironic Maiden »

Andre Peschke hat geschrieben:
10. Mär 2020, 18:41
Ironic Maiden hat geschrieben:
10. Mär 2020, 17:11
Das ist eine sehr nette und nachvollziehbare Position, aber im gleichen Thread finde ich dann solche Aussagen:
Axel hat geschrieben:
10. Mär 2020, 10:12

Bevor ich mich aus der Diskussion hier erstmal ausklinke. Hier ein Song einer feministischen Rapperin, die ich sehr schätze. Liebe Ideolog*innen, hört mal auf den Text und reflektiert euer eigenes Verhalten. :)
https://www.youtube.com/watch?v=Tk0_HHzcCFc
Da habe ich ehrlich gesagt dann schon keine Lust mehr, mir die Mühe zu machen, noch weiter ernsthaft zu argumentieren.
Dann tue es nicht?

Ich kann ja verstehen, wenn du sagst: "Der Verweis auf ein Rap-Video ist mir zu blöd". Geht mir auch so. Ich kann mir das keine 10 Sekunden antun. :D

Aber: Sagst du, das sollte ich hier verbieten? Du liest also meinen Kommentar, dann siehst du das und der Ofen ist aus?

Ich kann es verstehen, wenn ja. Ich weiß nur nicht, wie ich darauf reagieren soll? Was wäre dein Vorschlag?

Andre
Wenn ich das nicht tue, sind wir genau bei der Situation, über die wir die ganze Zeit sprechen. Dann schreibe ich nämlich - wie eventuell manch andere*r - nicht mehr. Ich würde nicht sagen, dass man das verbieten soll, aber ich würde mir bei nicht zielführenden, lediglich wie ein mike drop wirkenden Posts einen früheren Hinweis darauf wünschen, dass das nicht ok ist.
Aber dann passiert wieder sowas
Andre Peschke hat geschrieben:
10. Mär 2020, 19:08
Rince81 hat geschrieben:
10. Mär 2020, 18:56
Axel hat geschrieben:
10. Mär 2020, 18:53
Sowas würde ich mir von einigen Ideologen einfach wünschen, statt mit Kampfbegriffen wie „männlich-toxisch“ um sich zu werfen.
Dafür gibt es im gleichen Satz den Kampfbegriff "Ideologen". Mensch Axel, ein vernünftiger Anfang um dann am Ende reinzuschlagen, warum?
Ich möchte auch darum bitten, dass in der Fortsetzung des Threads weniger auf Lagerbildung gemünzt wird.
Anstatt dass der unsachliche und absichtlich triggernde Eingangspost kritisiert wird, werden Post und Kritik daran direkt in einen Topf geworfen. Das ist etwas, womit ich ein Problem habe. Auch, weil männlich-toxisch ein durchaus geeigneter Begriff ist, um einige Verhaltensweisen zu beschreiben, die auch hier im Thread schon angesprochen wurden, wohingegen "Ideologe" erstmal schwammig und pauschal herabwürdigend ist.
Wie ich schon mehrfach gesagt habe, ist das meine persönliche Meinung und die muss nicht Grundlage einer Moderationspolitik sein. Aber ich wurde nach Beispielen gefragt, und hier ist eins.

Und ja, es gibt hier im Forum natürlich auch Frauen, die an solchen Diskussionen nicht teilnehmen und möglicherweise ganz glücklich sind. Ich trete hier nicht als offizielle Sprecherin von 4 Milliarden Frauen auf, die mich bei unserer letzten Vollversammlung in dieses Amt gewählt haben :ugly: . Aber nur, weil es einige gibt, die kein Problem mit der Situation haben, muss das noch nicht auf alle zutreffen und ich werde deswegen auch nicht einfach nichts schreiben.

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DickHorner
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Registriert: 30. Aug 2018, 10:26

Re: Aktueller Frauenanteil bei The Pod

Beitrag von DickHorner »

Andre Peschke hat geschrieben:
10. Mär 2020, 19:08
Seht das doch mal so: Wir haben hier jetzt Mit-Foristinnen die sagen, dass sie sich hier unbehaglich fühlen. Da kann man schonmal gemeinsam überlegen, ob man ihnen helfen kann. Es kann sein, dass man im Ergebnis sagen muss: Nein, das würde ein Reglement benötigen, dass keine Zustimmung findet. Aber erstmal sollte es darum gehen zu schauen, wie wir da helfen können. Und der erste Schritt dahin ist IMO das Problem an sich besser zu verstehen (daher meine ständigen Bitten um Beispiele) und dann kann man über Lösungen sprechen.
Wie, und das wäre dann eine akzeptable Situation? Müsste es dann nicht viel mehr heißen, das ist unser Ziel, da wollen wir hin, und das machen wir jetzt so, weil wir das richtig finden? War das nicht Mal Euer ganz grundsätzlicher Modus Operandi? Es sei halt denn, es wäre nicht das wo Ihr hin wollt, was dann wiederum andere, ganz eigene Fragen aufwirft.
Ein Grundsatz im Beschwerdemanagement ist, dass auf eine ausgesprochene Beschwerde 10 Beschwerden kommen, die nicht artikuliert werden. Wenn hier sich im Thread schon mal fünf oder sechs Frauen zu Wort melden, die völlig eindeutig und auch weitestgehend übereinstimmend beim Namen nennen was sie stört, und dazu noch ein paar von den Männern ähnliche Eindrücke schildern, dann ist das schon ernst zu nehmen.

Ein Beispiel habe ich ja genannt...

@ironic maiden: männlich-toxisch ist nicht nur ein Begriff, einige Verhaltensweisen zu beschreiben, wir könnten das auch ruhig mal als Anlass nehmen, das eigene Handeln zu reflektieren. Sag ich jetzt Mal so als Mann. Wer sich davon angegriffen fühlt, sollte sich vielleicht die Frage stellen, warum das so ist, und ob das nicht vielleicht ein Zeichen dafür ist, dass der Begriff doch nicht ganz so falsch ist.

lovecraftFTW
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Re: Aktueller Frauenanteil bei The Pod

Beitrag von lovecraftFTW »

finds ja recht witzig wie in einen anonymen Forum zwischen Männlein und Weiblein aufgeteilt wird :D

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Steph
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Re: Aktueller Frauenanteil bei The Pod

Beitrag von Steph »

Ich wollte tatsächlich noch was schreiben, aber die Männer sind sich scheinbar einig, dass hier schon alles gesagt wurde.

Herrmann
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Re: Aktueller Frauenanteil bei The Pod

Beitrag von Herrmann »

Steph hat geschrieben:
10. Mär 2020, 20:31
Ich wollte tatsächlich noch was schreiben, aber die Männer sind sich scheinbar einig, dass hier schon alles gesagt wurde.
Was dich jetzt nicht daran hindern sollte den Beitrag zu verfassen.

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DickHorner
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Registriert: 30. Aug 2018, 10:26

Re: Aktueller Frauenanteil bei The Pod

Beitrag von DickHorner »

Steph hat geschrieben:
10. Mär 2020, 20:31
Ich wollte tatsächlich noch was schreiben, aber die Männer sind sich scheinbar einig, dass hier schon alles gesagt wurde.
Fände ich extrem schade, könnte es aber verstehen.
Hab den ersten von diesen Posts auch gemeldet.
Von daher...

Rince81
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Re: Aktueller Frauenanteil bei The Pod

Beitrag von Rince81 »

Steph hat geschrieben:
10. Mär 2020, 20:31
Ich wollte tatsächlich noch was schreiben, aber die Männer sind sich scheinbar einig, dass hier schon alles gesagt wurde.
Fände ich ebenfalls sehr schade.
Die "Gesendet von meinem HTC11 Life mit Tapatalk"-Signatur

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Feamorn
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Re: Aktueller Frauenanteil bei The Pod

Beitrag von Feamorn »

DickHorner hat geschrieben:
10. Mär 2020, 20:43
Steph hat geschrieben:
10. Mär 2020, 20:31
Ich wollte tatsächlich noch was schreiben, aber die Männer sind sich scheinbar einig, dass hier schon alles gesagt wurde.
Fände ich extrem schade, könnte es aber verstehen.
Hab den ersten von diesen Posts auch gemeldet.
Von daher...
Dem schließe ich mich an.

Ich saß bei den Postings bezüglich zumachen gerade nur noch sprachlos vor'm Display...

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Andre Peschke
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Re: Aktueller Frauenanteil bei The Pod

Beitrag von Andre Peschke »

Steph hat geschrieben:
10. Mär 2020, 20:31
Ich wollte tatsächlich noch was schreiben, aber die Männer sind sich scheinbar einig, dass hier schon alles gesagt wurde.
Ich habe die betreffenden Postings gelöscht. Aber würde auch an dieser Stelle für weniger Pauschalisierung werben: Das waren zwei Leute. Nicht "Die Männer".

Andre

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Felidae
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Re: Aktueller Frauenanteil bei The Pod

Beitrag von Felidae »

Für mich ist das Thema noch nicht durch. Ich für meinen Teil habe noch Redebedarf und es wäre schön wenn hier weiterhin die Möglichkeit zur Diskussion bestünde.

Aber der Wunsch von Mastertronic und Leonard Zelig ist ein ganz gutes Beispiel für subtil toxisches Verhalten. Wenn einem die Diskussion nicht passt, erklärt man sie für unnötig und fordert, dass der Thread geschlossen wird.

Werde mich gleich noch ausführlicher äußern.

Xyxyx
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Re: Aktueller Frauenanteil bei The Pod

Beitrag von Xyxyx »

Ich schließe mich vollumfänglich den Beiträgen von Ironic Maiden, Steph und DickHorner an.

Sexismus und Whatsboutism wurden hier unter der Prämisse „Agree to disagree“ geduldet, während Kritik an sexistischen Postings mit einem „Sag nicht sexistisch, sondern erklär das mal“ nicht toleriert wurde.

Seitenhiebe wie der völlig unnötige erneute Verweis auf gendergerechte Sprache, die Verwendung des abwertenden Begriffs „Fräulein“ oder die Argumentation ersetzende Verlinkung auf Podcasts oder YouTube-Videos irritieren mich immens.

Mir ist Andres momentane Situation bewusst und freilich steht er unter Stress, aber dass man keine weiblichen Podcasterinnen kriegt liegt weder allein an der Situation noch kann man das mit einem „die wollen halt nicht“ beiseite wischen.

Es sind tatsächlich weniger die Podcaster, auch wenn ich den Beitrag im Sonntagspodcast zu „Kriegerinnen“ ziemlich schrecklich fand, sondern vielmehr die Atmosphäre hier.

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Andre Peschke
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Re: Aktueller Frauenanteil bei The Pod

Beitrag von Andre Peschke »

Xyxyx hat geschrieben:
10. Mär 2020, 20:59
Mir ist Andres momentane Situation bewusst und freilich steht er unter Stress, aber dass man keine weiblichen Podcasterinnen kriegt liegt weder allein an der Situation noch kann man das mit einem „die wollen halt nicht“ beiseite wischen.
Verzerrte Darstellung. Keine einzige Podcasterin hat bislang wegen uns oder der Community abgelehnt.

Nina sagte mir seinerzeit, die Diskussionskultur sei eine der angenehmsten, die ihr jemals in einem Internetforum begegnet ist. Auch wenn sie natürlich auch durch die Eskalation in einzelnen Threads unnötige Belastung erfahren hat (wie ich und insbes. Jochen auch) - wo wir uns immer bemüht haben, dass entsprechend zu regulieren.

Andre

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Steph
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Re: Aktueller Frauenanteil bei The Pod

Beitrag von Steph »

Andre Peschke hat geschrieben:
10. Mär 2020, 20:48
Ich habe die betreffenden Postings gelöscht. Aber würde auch an dieser Stelle für weniger Pauschalisierung werben: Das waren zwei Leute. Nicht "Die Männer".
Soll nicht wieder vorkommen, war auch bisher nicht meine Art in dieser Diskussion. Das war jetzt allerdings auch ein Paradebeispiel, weshalb ich hier gelegentlich fassungslos reinschau. Soll die Pauschalisieren jetzt aber auch nicht entschuldigen - verzeih den kurzen Aussetzer.

Ich sammel mich erstmal wieder, für weitere Einwürfe... :D

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echtschlecht165
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Re: Aktueller Frauenanteil bei The Pod

Beitrag von echtschlecht165 »

ich vergleiche mal dieses Gamer-Forum mit einer mehr oder weniger bekannten Partie beim Fussballschauen im Stadion. Man fährt halt lose oder weniger lose bekannt mit dem Bus mit 50 Leuten los.
Eine grösstenteils männliche Partie, die beim gemeinsamen fröhnen dieses überwiegend aber nicht nur männlich geprägten hobbies spass haben.
Da gibt es im Stadion die "Uh-Uh-uh"Schreier, mit denen wir eigentlich nix zu tun haben wollen, die aber ebenfalls im selben Stadion sitzen und dem selben Hobby fröhnen.
Mit denen haben wir aber nix am Hut.
Wir sind halt die lauten, frechen, meist gebildeteten Mittelständler, die aber im Grunde niemanddem was böses wollen, aber eben mal Männer sind :ugly: ein paar wenige Frauen, die mit sind und auch Männer rollen wohl alle paar min mit den augen,wenns ruppig wird und weil der ein oder andere Witz oder verhaltenweise mal etwas weird ist und zu weit geht.
Aber im Grunde sind wohl die meisten offene Menschen, die da nicht stur auf meinungen beharren, sondern auch wollen, dass sich möglichst viele für ihr Hobby interessieren.
Und hie und da verirrt sich in diese Partie mal einer, den man im nächsten Match lieber nicht mehr sehen würde :D

Soviel zu meiner Fussballanalogie.
Ich mag das Forum, Chapaeu an Andre, dass du da immer so ruhig bleibst
In Stein gemeißelt

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Felidae
Beiträge: 143
Registriert: 22. Mai 2016, 17:49
Wohnort: NRW

Re: Aktueller Frauenanteil bei The Pod

Beitrag von Felidae »

Voigt hat geschrieben:
10. Mär 2020, 13:29
mhm, andere Meinungen zur eigenen sind nunmal nicht direkt Toxizität, und eine konservative Einstellung ist auch erstmal per se nicht "falsch". Nur weil jemand seine konservative Meinung vertritt, ist diese Person kein Troll, der Leute mobbt. The Pod versucht daher ja auch nur einzuschreiten, wenn es beleidigend wird, aber nicht wenn einer sachlich seine Meinung vertritt. Auch wenn die Meinung für "uns" sich sehr merkwürdig und veraltet anhört.
Ich rede nicht von einer konservativen Einstellung, sondern von Aussagen, die die Diskussion immer mehr zum Entgleisen bringen. Auf eine Art und Weise, die eben frei von direkten Beleidigungen ist, aber die Betroffenen trotzdem trifft und in sich eine gewisse Verächtlichkeit ausdrückt.

Andre Peschke hat geschrieben:
10. Mär 2020, 15:33
Felidae hat geschrieben:
10. Mär 2020, 13:15
André, du und Jochen bekommt regelmäßig den Vorwurf zu lesen, dass extrem konservative Menschen sich sehr viel subtiles Mobbing rausnehmen können. Aber ihr reagiert jedes mal so, als würdet ihr das gerade zum ersten mal lesen.
Ich habe auf jeden einzelnen dieser Vorwürfe reagiert. Das Problem ist, dass ich dabei oft zu einer anderen Beurteilung gekommen bin. Wenn jemand zum Beispiel gendergerechte Sprache ablehnt und nicht anerkennen will, dass das einen Sinn hat, dann ist das vielleicht borniert, aber ich sehe darin keinen Verstoß der ihn vom Diskurs ausschließen sollte. Genau solche Vorgänge wurden mir dann aber als Beleg einer unzumutbar toxischen Kultur präsentiert und als Legitimation dafür angeführt, dass man sich ja selbst - quasi in Notwehr - im Ton vergreifen musste.
Hier geht es nicht allein um das was geschrieben wird, sondern eben auch um das Wie. Und wenn jemand etwas meldet, dann liegt die Vermutung nahe, dass da eine gut versteckte Polemik oder Abwertung in der Aussage vorhanden war. Jedenfalls nichts, wo man sich sagen könnte "ich geh mal davon aus, dass das nicht böse gemeint war". Und es geht dann auch nicht zwangsläufig um abfällige Äußerungen, die sich auf eine/n UserIn beziehen, sondern z.B. auch auf eine Gruppe.

Andre Peschke hat geschrieben:
10. Mär 2020, 15:33
Ich kann verstehen, dass Menschen die sich für soziale Veränderungen einsetzen bei manchen solchen Äußerungen am liebsten ausflippen wollen. Ich finde mich oft auch auf deren Seite wieder, was die Argumentation angeht. Was ich nicht befürworte: Einen Platzverweis auszustellen, weil jemand evtl. überholtes Denken noch nicht überwunden hat. Diese Art von Isolation und Diskussionsverweigerung halte ich für schädlich. Man muss Kommunikation IMO gerade in solchen Belangen aufrechterhalten. Und umgekehrt auch bereit sein, die eigene Position zu hinterfragen. Auch eine progressive und sozial wohlmeinende Position kann falsch sein, weil sie an der falschen Stelle ansetzt oder von falschen Grundlagen ausgeht etc.
[...]
Wenn es um das nuanciertere Miteinander geht, müssen wir IMO (in einem gewissen Rahmen) auch Weltbilder tolerieren, die uns gegen den Strich gehen. Denn wenn die Sensibilitäten dessen was als reine Haltung zumutbar ist zu stark ansteigt, dann schützt uns nur noch eine Monokultur vor Streit. Was als Ergebnis einer Diskussion rund um Diversität und perspektivische Vielfalt ein reichlich ironisches Ergebnis wäre. Soll heißen: Wenn sich jemand hier tatsächlich zur Ungerechtigkeit bekennt und sagt, Frauen gehören an den Herd: Bitte melden, das wird entsorgt. Aber wenn jemand bestimmte Maßnahmen zu größerer Geschlechtergerechtigkeit nicht mittragen will oder sich einfach noch blöd dem Wandel der Zeit widersetzt, dann sollte man versuchen dem mit Aufklärung zu begegnen, nicht mit Ausschluss.
Das Problem ist nun mal, dass Personen mit rechtslastiger Einstellung diejenigen sind, die andere Menschen ausgrenzen. Und das schwingt auch eben immer mit, sei es durch unterschwellig populistische Aussagen, an den Haaren herbei gezogene Vergleiche, Verharmlosung etc. Und während so ein (gefährlicher) Blödsinn ohne Maßregelung, oder bloß mit harmloser Ermahnung davonkommt, werden die, die (verständlicherweise) emotional reagieren, garantiert auch ermahnt und somit auf die gleiche Stufe gestellt.

Und ja, wie DickHorner es schon erwähnt hat, kommen Beiträge, die darauf abzielen progressives Denken lächerlich zu machen, häufig vor:
DickHorner hat geschrieben:
10. Mär 2020, 18:34
Schau, und während ich diese Zeile hat BlackSun84 ein Beispiel für meine Ausführungen geliefert.
Es geht eben nicht um Weltenverbesserer, oder Glaubenskämpfe. Diese Formulierungen sind Herabwürdigungen von Bemühungen, genau diese herabwürdigende Sprache zu vermeiden.
Und diese Art von Statements gibt es zu Hauf hier im Forum.

Ich kann nur noch mal unterstreichen, was Naitomea schreibt:
Naitomea hat geschrieben:
10. Mär 2020, 18:34
Nach persönlichen Gesprächen im Discord usw wurde aber schnell klar, dass ihr selbst keinen aktiven Part daran haben wollt, einen eigenen, relevanten Beitrag dazu zu leisten. Analyse gerne, selbst dagegen steuern? Nee danke. Das soll sich irgendwie automatisch richten, wenn genug Leute die richtige Einstellung haben. Gibt nur leider Leute, die sind nicht so previligiert, dass sie ewig drauf warten können.
Ein konkretes Beispiel dafür war der hohe Autorenanteil in euren Bücherpodcasts (als die noch bei euch waren, aber im jetzt ausgelagerten Buchpodcast sieht es auch nicht besser aus). Da bekam ich dann als Antwort, dass sowas natürlich nur funktioniert, wenn man die Bücher liest, die man auch lesen will, und wenn das nunmal meistens von Männern ist, ist das eben so. Immerhin hat man das eine Buch von Judith Butler im Schrank! Das führt dazu, dass wieder nur Autoren weiterempfohlen werden und Aufmerksamkeit bekommen und gekauft werden und Verträge bekommen. Man sieht also, selbst von Leuten, die von sich überzeugt sind, die richtige Einstellung zu haben, wird keine Änderung herbeigeführt, wenn sie nicht aktiv dagegen steuern.
Es ist doch nun mal in erster Linie eines: euer (Andrés und Jochens) Forum. Letztlich wäre das hier eine ideale Plattform, um immer wieder zu zeigen und zu untermauern, welche Auffassung ihr teilt und welche ihr ablehnt. Nicht nur in euren Podcastfolgen, sondern eben auch hier in den Threads. Es ist löblich, dass ihr den UserInnen viel Spielraum zur Mitgestaltung gebt, aber in diesen Zeiten brauchen wir im politischen Kontext einfach klare Statements und Abgrenzung.

Andre Peschke hat geschrieben:
10. Mär 2020, 19:03
Ich weiß nicht, inwiefern Analyse im Podcast als Beitrag auszuklammern wäre. Das ist ein IMO relevanterer Beitrag, als Forenpostings. Und was die Moderation betrifft, würde ich eben sagen: Aus meiner Sicht, leistet Diskurs einen Beitrag. Wir sprechen hier ja ansonsten davon, dass wir verbieten und ausgrenzen. Ich habe Zweifel, dass das wirkmächtiger ist. Mal abgesehen davon, dass wir nichtmal über einen kompletten Verzicht auf Ausgrenzung sprechen - zu extreme Positionen werden hier ja rausgeworfen. Es geht um die Grenzziehung. Und wenn der Seismograph da zu sensibel eingestellt ist, dann halte ich es für kontraproduktiv, weil es Menschen die sich noch ändern müssen zu schnell in eine zu enge Box zwängt.
Meiner Meinung nach wären Analysen im Podcast PLUS Forenpostings ein sehr effizienter Beitrag. Kontraproduktiv ist es, wenn Leute hier klar rechtes Gedankengut raushauen und sie aber "in Frieden" gelassen werden, nur aus Sorge, dass man sonst den Dialog irgendwie erschwert oder verhindert. Und was dabei rauskommt sieht man eben immer wieder: es entsteht eben kein Dialog, sondern es wird weiter von rechts provoziert und am Ende fliegen Leute raus, die einfach nur dagegengehalten haben, aber sich dabei, aus nachvollziehbaren Gründen, nicht immer an die Etikette halten konnten. Und leider begünstigt das die Salonfähigkeit von Rechtspopulismus und Antifeminismen.

Und Ironic Maiden hat das, was auch ich hier versuche zu beschreiben, ja sehr kurz und verständlich dargelegt:
Ironic Maiden hat geschrieben:
10. Mär 2020, 20:08
Anstatt dass der unsachliche und absichtlich triggernde Eingangspost kritisiert wird, werden Post und Kritik daran direkt in einen Topf geworfen. Das ist etwas, womit ich ein Problem habe. Auch, weil männlich-toxisch ein durchaus geeigneter Begriff ist, um einige Verhaltensweisen zu beschreiben, die auch hier im Thread schon angesprochen wurden, wohingegen "Ideologe" erstmal schwammig und pauschal herabwürdigend ist.
Wie ich schon mehrfach gesagt habe, ist das meine persönliche Meinung und die muss nicht Grundlage einer Moderationspolitik sein. Aber ich wurde nach Beispielen gefragt, und hier ist eins.

lolaldanee
Beiträge: 1020
Registriert: 2. Jun 2016, 14:05

Re: Aktueller Frauenanteil bei The Pod

Beitrag von lolaldanee »

Die Dünnhäutigkeit mancher Forenteilnehmer erstaunt mich doch sehr. Wovor man die Menschen doch alles schützen muss.... Ich fuehle mich stellenweise an eine Truppe Vegetarier erinnert die beim Metzger darueber diskutieren warum hier so wenige Veganer sind und ob es wohl daran liegen koennte, dass die anderen Kunden so unfreundlich sind. Arg realitaetsfremd wirkt hier schon das eine oder andere was geschrieben wird

Meine Frau reagiert übrigens hochgradig beleidigt wenn man Sie Frau anstatt Fräulein nennt. :shock: Anderer Kulturkreis, und schon ist man aus dem genauen Gegenteil beleidigt. Manchmal ist ein Wort auch einfach nur ein Wort, und traegt nicht immer gleich die halbe Kulturgeschichte der Menscheit mit sich rum.

Warum muss alles was im Forum geschrieben wird eigentlich immer auf die ganz genaue Goldwaage gelegt werden? So ist man doch auch in einem normalen Gespräch nicht?

Ich empfehle mehr Humor, der hilft meistens

Decius
Beiträge: 526
Registriert: 2. Feb 2016, 07:58

Re: Aktueller Frauenanteil bei The Pod

Beitrag von Decius »

Ich finds gut, dass bei Insert Moin Anne und Nina ein fixes Format haben, bin ehrlich gesagt deswegen jetzt Backer geworden. Weniger gut find ich den Tweet, schließlich hatte IM bis vor 2 Wochen genau dieselbe Situation, und für das letzte Jahr hatte The Pod 100 % mehr fixe Formate die von Frauen gemacht wurden als IM. Daher ist der Vorwurf von Polemik nicht ganz ungerechtfertigt, lieber Manu ;)

Hoffe, dass auch bei The Pod wieder mehr weibliche Stimmen zu hören sind - und auch abseits von Geschlecht mehr Stimmen von in der Spieleszene eher unterrepräsentierten Gruppen allgemein. So schön auch Dom, Andre, Jochen und Sebastian in einer Diskussion sind, ihre Ansichten und Erfahrungen sind ja jetzt doch recht ähnlich, darum drehen sich manche Diskussionen schon etwas stark um sich selbst ohne weitere Perspektiven. Aber wie bei allen "Neuzugängen" muss es halt auch passen, und da hab ich lieber ihr sucht länger und gründlicher als es übers Knie zu brechen. Bisher waren alle Erweiterungen bei The Pod meiner Meinung nach sehr gelungen, auch wenn ich natürlich immer am Anfang mit neuen Leuten fremdle.

meieiro
Beiträge: 288
Registriert: 12. Jan 2018, 07:48
Wohnort: Niederbayern

Re: Aktueller Frauenanteil bei The Pod

Beitrag von meieiro »

lolaldanee hat geschrieben:
11. Mär 2020, 01:23
Die Dünnhäutigkeit mancher Forenteilnehmer erstaunt mich doch sehr. Wovor man die Menschen doch alles schützen muss.... Ich fuehle mich stellenweise an eine Truppe Vegetarier erinnert die beim Metzger darueber diskutieren warum hier so wenige Veganer sind und ob es wohl daran liegen koennte, dass die anderen Kunden so unfreundlich sind. Arg realitaetsfremd wirkt hier schon das eine oder andere was geschrieben wird

Meine Frau reagiert übrigens hochgradig beleidigt wenn man Sie Frau anstatt Fräulein nennt. :shock: Anderer Kulturkreis, und schon ist man aus dem genauen Gegenteil beleidigt. Manchmal ist ein Wort auch einfach nur ein Wort, und traegt nicht immer gleich die halbe Kulturgeschichte der Menscheit mit sich rum.

Warum muss alles was im Forum geschrieben wird eigentlich immer auf die ganz genaue Goldwaage gelegt werden? So ist man doch auch in einem normalen Gespräch nicht?

Ich empfehle mehr Humor, der hilft meistens
Puh.. Also erstmal schon ein ziemlich schräger Vergleich. Wenn du dich hier mit den Veganern auf die Frauen beziehest, dann finde ich das ist eine sehr problematische Aussage. Das würde nämlich implizieren, dass Frauen hier nicht reingehören. Außerdem sollte man auch zum Veganern beim Metzger erstmal nicht unfreundlich sein.
Und zum Grundtenor deiner Aussage, auch auf die Gefahr hin, dass wir uns im Kreis drehen. Anscheinend fühlen sich hier einige Leute (hier im besonderen Frauen) nicht wohl im Forum und schildern hier nachvollziehbar warum und dann kommen wieder solche Beiträge um die Ecke. Komm stell dich doch nicht so an.

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