Uninteressante Themen interessant machen

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MellowFellow
Beiträge: 5
Registriert: 26. Nov 2015, 19:45

Uninteressante Themen interessant machen

Beitrag von MellowFellow »

Hallo Liebe Mithörer,

in Anlehnung an die jüngste Weltherrschaft, in der Andre angesprochen hat, dass manche Podcasts (siehe Desperados Entwicklerdialog) auf Grund ihres Aufhängers weniger Aufmerksamkeit erfahren als ihnen gebührt möchte ich hier mal eine kleine evtl. interessante Diskussionsfrage stellen: Gibt es Themen, Genres etc. die es deutlich unwahrscheinlicher machen, dass ihr einen Podcast hört?

Für mich persönlich wären das, auch auf die Gefahr hin ignorant zu sein, das Thema Games-Förderung, Deutsche Gummelspiele, Idies die sogar in der Indieszene indie sind und Nintendo-Retro Gedöns.

Das Thema möchte ich nicht so verstanden wissen, dass diese Themen/Games nicht mehr behandelt werden sollen, sondern eher, dass klarer herausgearbeitet wird warum auch ich mich für eine Sendung zu "2D Super Pixelmario Force Mobile" aus Buxtehude gefördert mit Bundesmitteln interessieren kann.

LG Johannes
Can I introduce you please
To a lump of cheddar cheese

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echtschlecht165
Beiträge: 1612
Registriert: 9. Jan 2017, 13:26

Re: Uninteressante Themen interessant machen

Beitrag von echtschlecht165 »

meiner Meinung nach zeichnet sich The Pod eben dadurch aus, dass sie auch für mich uninteressantes so aufbereiten, dass es interessant klingt.
Ich höre zwar nicht alles, aber doch das meiste (auch wenn ich manchmal auch abbrechen muss, wenns zu uninteressant ist).
Aber grade als Strategie Sport und Simulationsspielfan, dem Stories relativ wurscht sind in spielen , sollte man sich fragen, warum ich gerade The Pod abonniere, das von diesen Genres weiter nicht entfernt sein könnte :-D
In Stein gemeißelt

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gnadenlos
Beiträge: 397
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Re: Uninteressante Themen interessant machen

Beitrag von gnadenlos »

An Indie-Spielen habe ich sehr starkes Interesse, finde dabei aber die Auswahl nicht immer optimal, da es sehr viel interessantere Titel geben würde, als den Schrott der dann in "Aber Warum?" oder "Angespielt" abgefrühstückt wird. Also gerne mehr Indie, dann aber erst Mal die Hits und Hidden Gems (von denen jeden Monat mehr als genug erscheinen um locker 1-2 Indie-Folge pro Woche zu bringen) und nicht einfach nur Schrott, den ohnehin keiner auf seiner Wunschliste stehen hat oder nach dem Hören des Podcast zu dieser hinzufügen wird.

Aktuelles Beispiel "The Suicide of Rachel Foster" - da hätte man hunderte höherwertige Indie-Titel finden können, die in der Mainstream-Presse nicht ausreichend besprochen werden, statt ein Spiel dessen Fazit es ist, dass es selbst in der ohnehin schon spielerisch seichten Walking-Sim-Nische wesentlich bessere Alternativen gibt.

Das war auch eines meiner Probleme mit den Podcast zu Sex/Erotik-Spielen. Diese Spiele waren nicht interessant, sondern vom Gameplay so minderwertig, dass sie ihre angebliche Relevanz nur aus dieser Thematik ziehen konnten. Hat mich auch immer gewundert, dass Nina sich zwar sehr für Gleichberechtigung einsetzt, sich dann aber freiwillig in eine solche Nische begibt, die alle Vorurteile bestätigt, statt ihr Fachwissen und ihre Analysefähigkeit auf der gleichen Bühne wie ihre männlichen Kollegen zu beweisen.

Allgemein finde ich nicht, dass Spiele eine Besprechung verdienen, nur weil sie bestimmte Rahmenbedingungen (Sex, deutsche Spieleförderung, etc.) erfüllen - Spiele sollten in erster Linie besprochen werden, weil ihr Gameplay gut ist und zweitrangig höchstens noch populäre Titel mit hohem Production Value, aber nicht irgendein Mist, nur weil man sich davon vielleicht einen gewissen Unterhaltungswert durch die Skurrilität verspricht.

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Wudan
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Re: Uninteressante Themen interessant machen

Beitrag von Wudan »

[unbeliebtmachmodus]

Alles mit Nintendo :P

Alles was mit Dark Souls bzw Fromsoft zu tun hat :D

[/unbeliebtmachmodus]

Die Filmpodcasts lasse ich auch meistens aus, vorrangig weil ich fast keinen der Filme gesehen hab und sie mich auch nicht interessieren.

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Andre Peschke
Beiträge: 4777
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Re: Uninteressante Themen interessant machen

Beitrag von Andre Peschke »

gnadenlos hat geschrieben:
12. Mär 2020, 17:56
erst Mal die Hits und Hidden Gems (von denen jeden Monat mehr als genug erscheinen um locker 1-2 Indie-Folge pro Woche zu bringen
Du scheinst da echt gut drinzustecken. Dunno ob du da Bock drauf hast, aber im Themenvorschlagsforum lese ich immmer, was vorgeschlagen wird.

Andre

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mart.n
Beiträge: 532
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Re: Uninteressante Themen interessant machen

Beitrag von mart.n »

Ich entscheide meistens spontan, ob mir etwas gefällt oder nicht... meistens verzichte ich auf Themen, die zu "feuilletonig" sind sowie auf Spielebesprechungen von Spielen, die mich nicht interessieren. Die AAA Titel höre ich fast immer, da ich sie im Normalfall nicht spiele und dann trotzdem informiert bin. Aber wie schon X mal gesagt, finde ich das nicht schlimm. ich mochte z.B. Touchscreen so richtig gar nicht, dann hab ich es einfach nicht gehört. Ich höre bei Stayforever auch nur die Titel, die mich interessieren und den Rest nicht. Und finde das auch nicht schlimm.

Bin mir aber nicht ganz sicher, was du mit diesem Thema bezweckst, außer das wieder alle auf sich rumhacken wer dies nicht mag und wer das nicht und überhaupt..

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Ricer
Beiträge: 709
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Re: Uninteressante Themen interessant machen

Beitrag von Ricer »

gnadenlos hat geschrieben:
12. Mär 2020, 17:56
dass Nina sich zwar sehr für Gleichberechtigung einsetzt, sich dann aber freiwillig in eine solche Nische begibt, die alle Vorurteile bestätigt,
Werlche Vorurteile? Ging und geht es bei The Pod nicht schon immer vor allem darum, dass die Mitarbeiter*innen das in den Blick nehmen, worauf sie Bock haben?

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Andre Peschke
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Re: Uninteressante Themen interessant machen

Beitrag von Andre Peschke »

Ricer hat geschrieben:
13. Mär 2020, 09:04
Werlche Vorurteile? Ging und geht es bei The Pod nicht schon immer vor allem darum, dass die Mitarbeiter*innen das in den Blick nehmen, worauf sie Bock haben?
In dem Fall ging es auch darum, dass wir die spezielle Expertise von Nina nutzen wollten. So wie wir auch Dom ja immer wieder bei Bezug zu Historie etc einsetzen. Oder so wie ich immer Jochen fragen würde, wenn es um Philosophie geht. Alles andere wäre ja völlig bekloppt.

Ich weiß in diesem Fall tatsächlich nicht, ob sich Nina das völlig frei ausgesucht hätte, weil genau ein Format wie Touchscreen quasi von Anfang an auf der Agenda stand. Ihre Beiträge für Superlevel zum Thema waren ja der Grund, warum ich Nina einstellen wollte. Aber sie macht das ja nun schon seit Jahren im Studium und in dem, was sie journalistisch publiziert. Von daher gehe ich von Freiwilligkeit aus. Und nur weil sie über Geschlechterrollen und Sex spricht, bestätigt sie IMO kein Vorurteil. Es geht ja immer um ein Gesamtbild.

Umgekehrt habe ich ihr bei ihrem zweiten Format dann explizit gesagt, dass das keine "typisch weibliche" Nische sein soll und letztlich hatte glaube ich Jochen den Vorschlag gemacht, aus dem dann Git Gud wurde. Sprich: Wir wollten Nina ebenfalls nicht "typecasten".

Andre

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Ricer
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Re: Uninteressante Themen interessant machen

Beitrag von Ricer »

Andre Peschke hat geschrieben:
13. Mär 2020, 10:26
Umgekehrt habe ich ihr bei ihrem zweiten Format dann explizit gesagt, dass das keine "typisch weibliche" Nische sein soll und letztlich hatte glaube ich Jochen den Vorschlag gemacht, aus dem dann Git Gud wurde. Sprich: Wir wollten Nina ebenfalls nicht "typecasten".
Also im Rahmen der letzten Tage wird es nun wirklich verrückt, wenn selbst du sagst, dass das, womit Nina angefangen hat, eine "typisch weibliche" Nische sei. Es war zuvor eine absolute Leerstelle im Spielejournalismus!

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Andre Peschke
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Re: Uninteressante Themen interessant machen

Beitrag von Andre Peschke »

Ricer hat geschrieben:
13. Mär 2020, 12:16
Also im Rahmen der letzten Tage wird es nun wirklich verrückt, wenn selbst du sagst, dass das, womit Nina angefangen hat, eine "typisch weibliche" Nische sei. Es war zuvor eine absolute Leerstelle im Spielejournalismus!
Naja, ein Format über Beziehungen und Sex - da kann ich verstehen, dass man das als typisch kategorisiert. Daran ist nix schlimmes. Nur wenn man daraus ein Problem konstruiert, dass den Kontext ignoriert (sie macht das, weil sie Expertin ist - nicht, weil sie eine Frau ist), dann sage ich: Halt!

Andre

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