Feedback zu "10 Jahre klüger"

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lolaldanee
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Re: Feedback zu "10 Jahre klüger"

Beitrag von lolaldanee »

Ich möchte mal meinem Vorredner in einem Punk direkt widersprechen: Gerade die Besprechung von Prey am Ende kam mir zu kurz, das hätte noch ausführlicher sein dürfen, dafür war mir die Diskussion über Episodenspiele schon fast zu lang. Ich möchte im Zweifelsfall lieber mal ein 2. Spiel des Monats wenn es zwei richtig erwähnenswerte gab, und dafür lieber eine News weniger.
Ich fands insgesammt gut, nicht überwältigend, aber das lag bei mir eher an der Themenauswahl. Was ihr aus den Themen gemacht habt war jedenfalls ziemlich gut. Die Interpretation von Prey war super André :lol: Irgendwie weiß ich jetzt aber spontan gar nicht ob ich wirklich wollen würde, dass sich Entwickler so metaphorische Gedanken machen ;)

Zum Preis: Wenn die Dossiers teuerer als 5 € werden, kommt ihr schon in Bereiche wo es für nen Studenten wie mich kritisch wird das mal eben noch zusätzlich zu abonieren, aber ich verstehe natürlich warum ihr das verlangen müsst.

Ansonsten noch das obligatorische Lob an Christian: Super Sache das hier zu unterstützten, man merkt auch sofort wie die Qualität spührbar ansteigt zum normalem gequatsche bei einem Bier hier
Zuletzt geändert von lolaldanee am 20. Jul 2016, 22:02, insgesamt 1-mal geändert.

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Leonard Zelig
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Re: Feedback zu "10 Jahre klüger"

Beitrag von Leonard Zelig »

Schönes neues Format.

Nur den Aussagen zu Demos mag ich nicht so recht zustimmen. Habe auf der 360 sehr viele Download-Spiele nur aufgrund der Demo gekauft, auf der PS3 habe ich gerade mal ein Download-Spiel gekauft. Und es gibt auch Vollpreisspiele wie Bioshock, Batman - Arkham Asylum und Brütal Legend bei denen mir die Demo so gut gefallen hat, dass ich mir sofort das Spiel vorbestellt habe.
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Andre Peschke
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Re: Feedback zu "10 Jahre klüger"

Beitrag von Andre Peschke »

Axel hat geschrieben:Habe ich Euch gern zugehört? Ja. Würde ich für das Gebotene Geld bezahlen wollen? Hier würde ich doch eher zum nein tendieren wollen. Und warum ist dem so? An dieser Antwort versuche ich mich jetzt mal.
...
Manfred Spitzer der Forscher hat vielleicht einen guten Leumund. Über seine Publikums-Veröffentlichungen haben andere Forscher, die ich damals interviewt habe, buchstäblich gelacht. Ich habe Spitzer seinerzeit angefragt zu einem Interview. Seine Antwort war, ein Spielemagazin sei für ihn "nicht die richtige Plattform". Der Mann mag eine echte Koryphäe sein, aber seine Auftritte, die ich über die Jahre gesehen habe, waren allesamt nicht besser als die von Christian Pfeiffer. Den habe ich übrigens mehrfach interviewt und er ist im direkten Gespräch ein extrem kluger und angenehmer Gesprächspartner. Von daher kann es sehr gut sein, dass Spitzer ebefalls eigentlich ein brillanter und angenehmer Mensch ist. Aber wenn er sich populistisch in die Öffentlichkeit begibt, muss er einen spitzen (no pun) Nebensatz vertragen. Erst recht, wenn er sich dem Dialog (in meinem Fall - ich glaube, der GameStar hat er später mal ein Interview gegeben?) entzieht.

Bei Free-2-Play muss man beherzigen, dass Christian bei dem Thema durch seinen Arbeitgeber eingeschränkt ist. Das ist journalistisch auch nicht ideal, aber das Format ist inhaltlich kein Report. Es ist eher kommentierend und damit der Kolumne näher (oder re Spitzer von mir aus einer Glosse). Formate, wie du sie dir wünscht, wird es noch geben. Dieses ist es nicht und auch wenn aus meiner Sicht, deine Perspektive auf den Journalismus zu eng gefasst ist, kann ich da nicht im Kern einfach nur zustimmen. Ja, das ist es nicht, das soll es aber auch nicht sein. Wir haben ja nicht vor, jetzt ausschließlich nur noch ganz klassischen Nachrichtenjournalismus zu liefern.

Andre
Zuletzt geändert von Andre Peschke am 21. Jul 2016, 08:25, insgesamt 1-mal geändert.

der unbestechliche
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Re: Feedback zu "10 Jahre klüger"

Beitrag von der unbestechliche »

Ich fand die Folge und das Konzept gut, die Länge war genau richtig. Nur eine Stunde fänd' ich etwas kurz, aber hängt natürlich auch davon ab, was die News des Monats hergeben. Mit Christian Schmidt als Gast kann man auch nicht viel falsch machen. ;)

Dass man in diesem Format, insbesondere von Christian, keine wochenlange journalistische Recherche und Vorbereitung erwarten kann, sollte eigentlich klar sein. Dafür soll es ja ein anderes Format geben.

Die damaligen Kopierschütze kommen mir hier fast noch zu positiv weg. Dass im Hintergrund irgendwelche dubiosen Gerätetreiber installiert werden, die tief ins System eingreifen und selbst nach Deinstallation des Spieles auf dem System verbleiben, ging wirklich zu weit und Starforce hat es auf die Spitze getrieben.
Das war noch die Zeit, als man als Spieler jedes Jahr sein Windows neu aufsetzen musste, weil irgendwelche Probleme auftraten, die sicher zum Teil auch auf das Konto solcher Frickel-Treiber gingen.
Zumal die Schutzwirkung auch stark überschätzt wurde. Mit sehr wenigen Ausnahmen war jedes halbwegs relevante Spiel in kürzester Zeit gecrackt, egal mit welchem Kopierschutz. Auch wenn die Hersteller anderes behauptet hatten.

Zum Thema Spitzer: Nach dem, was der im TV an Thesen rausgehauen hat, kann man den Mann nicht mehr Ernst nehmen. Mag sein, dass er in seinen Büchern differenzierter mit den Themen umgeht, aber wer wiederholt behauptet, die Menschheit würde durch Computer verblöden, hat entweder nicht mehr alle Latten am Zaun oder lügt bewusst, um aufzufallen.

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Nachtfischer
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Re: Feedback zu "10 Jahre klüger"

Beitrag von Nachtfischer »

Andre Peschke hat geschrieben:Wir haben ja nicht vor, jetzt ausschließlich nur noch ganz klassischen Nachrichtenjournalismus zu liefern.
Das wäre ja auch jammerschade! Auf vernünftiger Basis ist der "Meinungsjournalismus" doch mindestens genau so interessant. Ob ich nun zustimme oder nicht, er regt in jedem Fall Diskussionen und Gedanken an. Lasst euch das vom Axel bloß nicht austreiben! :P

Zum Thema Differenzierung: Ich denke der Leitpodcast wird vor allem zeitgenössisch beziehungsweise monothematisch bleiben, während das neue Format ja nun sehr spezifische Zeitpunkte und damit auch Themen abdeckt, die man am Stammtisch und insbesondere ohne große Vorbereitung wohl kaum hervorholen würde. Zudem ist Christian ja nicht einfach ein Ersatzjochen, sondern bringt seine eigene Persönlichkeit und sein Faible für spielehistorische Entwicklungen ein. Von daher sehe ich nicht, dass sich die beiden Formate irgendwie "Konkurrenz" machen sollten.

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bigben666
Beiträge: 51
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Re: Feedback zu "10 Jahre klüger"

Beitrag von bigben666 »

Die Folge hat mir sehr gut gefallen und ich finde die Idee klasse, alte Hypes, Highlights, Prognosen etc. mit heutigem Wissen zu betrachten. Mit Christian hast Du dann auch einen super Gesprächspartner gefunden. Jetzt bin ich natürlich auch auf Jochen gespannt.

Bzgl. der Länge: von mir aus kann der Podcast auch gerne noch länger dauern. :D Ich höre die Casts meistens so oder so nicht am Stück und dann habe ich da nicht nur auf dem Weg zur Arbeit und zurück was zu hören sondern direkt auch was für den nächsten Tag.

Zu den anvisierten 5 EUR. Mit ´nem Euro pro Folge bietet Ihr mir einen sehr guten Gegenwert und da kommen die 5 EUR ja quasi schon mit den Sonntagsfolgen + Altbier zusammen. Ich freue mich, das ich jetzt noch mehr kriege :D

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Dogarr
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Registriert: 22. Mai 2016, 13:47

Re: Feedback zu "10 Jahre klüger"

Beitrag von Dogarr »

Hallo Axel,
ich kann durchaus verstehen, dass bestimmte Themen auf die du anscheinend sehr sensibilisiert bist für dich „so“ nicht stehen gelassen werden sollten. Mir stellt sich aber dann die Frage: „wo fängt man an und wo soll man aufhören“ sich mit einem Thema auseinanderzusetzen IN EINEM PODCAST.

Ich bin sicherlich der letzte, der deine Kompetenzen beurteilen kann, oder gar in Abrede stellen will aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass hier ein gewisser Beißreflex eingesetzt hat, der mich auch immer wieder mal gerne überkommt.

LG
Dogarr

JayTheKay
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Registriert: 26. Feb 2016, 21:17

Re: Feedback zu "10 Jahre klüger"

Beitrag von JayTheKay »

Bin beim Podcast erst bei etwas über der Hälfte, aber bisher finde ich es schon einen deutlichen Unterschied zum Auf ein Bier Podcast. Mich hat es eher ein bisschen an Stay Forever erinnert, weil sehr konzentriert über bestimmten Themen gesprochen wurde, die auch entsprechend vorbereitet worden waren. Mir hat der Podcast bisher auch ziemlich gut gefallen. Gerade, weil eben weniger subjektive Eindrücke im Vordergrund standen, sondern versucht wurde, bestimmte Sachen in einen Kontext einzuordnen. In der Tat war dieser Podcast für mich ansprechender als der Auf-ein-Bier Podcast.
Axel hat geschrieben: Euer Format hingegen hat sich jetzt nicht grundlegend von dem Stammtisch am Sonntag unterschieden. Ihr habt Euch zusammengesetzt, Euch Meldungen von vor 10 Jahren ausgesucht und dann einfach darüber geredet. Das ist Meinungsjournalismus. Also etwas was man im Internet zuhauf geboten bekommt. In Blogs, in Podcasts und leider, leider auch immer mehr bei den Tageszeitungen und besonders der öffentlich rechtlichen Medien.
Ich glaub du hast vielleicht einfach ein paar falsche und vielleicht zu hohe Erwartungen.
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Jan
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Registriert: 2. Mai 2016, 11:24

Re: Feedback zu "10 Jahre klüger"

Beitrag von Jan »

Erstmal vielen Dank für den neuen Podcast. Eigentlich habe ich diesem Thema nicht mehr viel Neues hinzuzufügen dennoch wollte ich einfach nur kurz anmerken, dass ich das neue Projekt super finde und mich schon sehr auf die neue Folge freue. Wird bestimmt wieder klasse.
Danke Andre
Danke Christian

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Dogarr
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Registriert: 22. Mai 2016, 13:47

Re: Feedback zu "10 Jahre klüger"

Beitrag von Dogarr »

Zum Thema Blickwinkel:

Axel seine Ausführungen wirken auf mich sehr kompetent, wahrscheinlich promoviert, schlüssig und nachvollziehbar bis zu dem Punkt wo ich mich näher mit der Thematik befassen müsste.

Vorschlag neues Format: „Scheiterhaufen: Was unterging und aufgearbeitet werden müsste“, monatliche Folge wo dann derartige Kritik noch einmal im Detail aufgearbeitet wird.

Aufgrund der beiläufigen Bemerkung im Podcast aber aus meiner Sicht völlig am Thema vorbei.

Es waren 3 Themengebiete/ Spiele über 2 Stunden. Wenn hier auch nur einer glaubt, dass Gebauer (dieses mal ja nicht) und Co allen, insbesondere den studierten oder den jeweiligen Materie-nahen ein in sich wasserdichtes Referat abliefern würde und in Zukunft abliefern wird, dem ist wohl nicht ganz bewusst um was es hier geht.

Der eine moniert, „Bier ist nicht als Trigger bei der Relevanten Zielgruppe (die dann welche sein soll ?) als Podcasttitel tauglich“, der nächste nimmt jede beiläufige Bemerkung als Kriegserklärung an, die einen pennen weg (nicht böse gemeint) und wieder andere sind hellauf-begeistert der sympathetischen „frei-schnautze-Darbietung“.

Ein Euro, 3, 5 ? Garkeinen ?

Im übrigen: es war ein „Testballon“, wenn ich das noch so in Erinnerung habe. Bei aller Kritik, das ist keine Vorlesung, es ist der Versuch von renommierten EX-Redakteuren Dinge aufzuarbeiten, differenziert zu diskutieren, dem Zuhörer einen Mehrwert im Vergleich zu anderen relevanten Medien zu geben, sympathisch rumzublödeln ohne das der Zuhörer langfristige Schaden nimmt und die Idee sich mit diesem Format finanziel zu verwirklichen.

Nicht mehr und nicht weniger.

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Dr. Zoidberg [np]
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Re: Feedback zu "10 Jahre klüger"

Beitrag von Dr. Zoidberg [np] »

Axel hat geschrieben:Es war unterhaltsam euch beim reden zuzuhören, aber ich habe mir mehr als das vorgestellt und gewünscht. Nehmen wir das Thema Sucht. Das ist wirklich ein sehr, sehr interessantes Thema. Leider kam hierbei nicht sonderlich viel rum, was man nicht so schon weiß. Ja, heutige Spiele sind durchsetzt mit suchtfördernden Mechaniken. Interessant wäre hier beispielsweise die Frage gewesen, wo da die moralische Verantwortung liegt. Und hier kam von Christian, als Mitarbeiter einer Firma die F2P-Spiele produziert, wenig überraschend die Aussage "Wir nehmen 95% unserer Kunden als sehr selbstständige Kunden wahr". Die Frage ob man sich auf diese 95% konzentrieren sollte, wurde dann von Andre nochmal ganz kurz erwähnt, aber dann auch schnell wieder fallen gelassen. Hier wäre aber eine nähere Erläuterung interessant gewesen. Denn wenn man sich nur die Gesunden und die Mehrheit konzentrieren würde, gäbe es kein Sozialstaat. Suchtmechaniken wirken bei psychisch gesunden Menschen sehr schwer. Jedoch bei psychisch labilen Menschen, die auch in schwierigen Verhältnissen leben (und dazu meist auch allgemein wenig Geld haben), sind genau dieselben Mechaniken umso fatalaer! Vielleicht weil die einen Menschen nicht so gut mit Geld umgehen können. Vielleicht aber auch, weil sie durch soziale Ausgrenzung empfänglicher für Suchtreize sind. Nicht umsonst treten Spielsucht, Alkoholsucht, Kaufsucht und andere Süchte erst dann auf, sobald eine andere psychosoziale Störung oder vielleicht auch Krankheit vorliegt. Diese Menschen nicht aus dem Blick zu verlieren, das hält eine Gesellschaft am Ende zusammen. Demzufolge sollten sich auch Spieleentwickler nicht darauf ausruhen die Mehrheit im Blick zu haben, die muss man nicht im Blick haben! Sondern man muss sich der gesellschaftlichen Verantwortung bewusst werden. Sobald man das nicht tut, macht man sich als Anbieter zumindest moralisch mitschuldig.

Außerdem sprechen gerade F2P-Spiele aktiv Minderjährige an. Hier weiß ich aus meiner Erfahrung in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, dass die allermeisten Kids den Wert von Geld nicht einschätzen können. Und ich spreche vom realen Geld, von Geldscheinen auf der Hand. Umso verwirrender wird es für die Kids, wenn solche Spiele dann mit irgendwelchen Fantasiewährungen wie Diamanten und sowas kommen. Da geht dann bei vielen Kids der Überblick und das Verhältnisbewusstsein flöten. Und am Ende kommt das schlimmer Erwachen, wenn mehrere hundert Euro auf der Telefonrechnung stehen. Alles schon erlebt. Hier wäre zumindest ein Gesetz für Transparenz notwendig, denn von allein machen das solche Spieleentwickler doch sowieso nicht. Warum machen das die Entwickler nicht? Warum arbeiten sie stattdessen mit Fantasiewährungen?

Bei diesem Themenfeld gibt es viel Potential was die Berichterstattung, Fragestellungen und möglichen Antworten betrifft. Aber da wurde mir hier doch zu sehr an der Oberfläche gekratzt.
Ich würde dir zustimmen, wenn das Format wäre "Wir unterhalten uns tiefgehend über ein bestimmtes Thema und recherchieren dazu vorher". Das Format hier, so wie ich es verstanden habe, soll sein: Wir schauen uns an, was vor 10 Jahren aktuell war und schauen, wie sich das Thema in den letzten 10 Jahren entwickelt hat. Sicherlich wäre eine tiefergehende Diskussion zum Thema Sucht z.B. hochinteressant, sie hat für mich aber in dem Format nichts verloren. Ähnlich sehe ich das übrigens bei der Killerspiele-Doku, wo du dir gerne mehr zum Thema "Ist Gewalt in Spielen denn nun wirklich schädigend" gewünscht hättest. Auch dort geht es, wie hier, um eine historische Einordnung und Entwicklung. Ich spreche nicht ab, dass das nicht interessant ist (das ist es nämlich wie gesagt auf jeden Fall), es geht nur am Ziel und der Ausrichtung des Formats vorbei.

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Lurtz
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Re: Feedback zu "10 Jahre klüger"

Beitrag von Lurtz »

Super Idee! Genau sowas habe ich mir von euch gewünscht, kein einfaches (P)Review-Format :)

Wobei sich die Idee mit weniger tollen Partnern als Christian, die die zwei Stunden tragen, sicher noch ausbauen ließe.

Ich bin dann mal mehr Geld spenden... ;)

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Lurtz
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Re: Feedback zu "10 Jahre klüger"

Beitrag von Lurtz »

Axel hat geschrieben:Man muss ja nicht jedem Punkt zustimmen, aber es verleiht ihn für mich mehr Glaubwürdigkeit, dass er fest zu seinen Ergebnissen steht. Die ich ja aus eigener Praxis aus der Arbeit mit den Kids ja auch bestätigen kann.
Da machen Herr Spitzer und du aber genau den Fehler, der in der Folge auch angesprochen wird: Ihr vergleicht Extreme.
Ich weiß nicht, in welchem Jugendclub du dich engagierst, aber ich vermute da werden eher "Problemkinder" hingehen?
Naja, meist werden in Artikeln Antworten ja auch verkürzt wiedergegeben und dann noch in einem Spielemagazin mit den Namen "Krawall"? Ich wäre da an seiner Stelle sicher auch skeptisch gewesen.
Der Aufruf zur Unvoreingenommenheit gilt also nur für Krawall/Auf ein Bier, nicht für Herrn Spitzer?
Spitzer ist kein Mensch, der behauptet, dass Computer perse verblöden. Er sagt ja selbst, dass er in seiner Arbeit natürlich auch Computer nutzt. Spitzer geht es in den letzten Jahren vor allem um Kinder und Jugendliche und da muss durchaus die Frage erlaubt sein, was Ipads in Kindergärten oder den Grundschulklassen zu suchen haben. Heute wird tatsächlich geglaubt, dass ein Mensch selbst nichts mehr wissen muss - das Wissen gibt es ja im Internet auf Knopfdruck. Das ist natürlich großer Blödsinn. Um das Internet gut nutzen zu können, brauchst Du selbst ein breites und relativ gutes Allgemeinwissen.

Komisch, ich habe in meinem Studium als Informationsmanager genau das Gegenteil gelernt.

So pauschal formuliert ist diese Aussage schlichtweg Unsinn, nur Extremisten würden so eine These formulieren.
Und sei es nur deswegen, um erkennen zu können, ob Dir da im Internet jemand mist erzählen will oder ob etwas Hand und Fuß hat. Es wird ja wirklich viel Müll verbreitet. Sei es, dass Impfen schädlich ist, dass Hagelkanonen irgendwas nützen oder wa sweiß ich. Das Netz ist voll von - zum Teil auch gefährlichen - Verschwörungstheorien. Wenn Du nicht nur leichtgläubig bist, sondern auch eine nicht so tiefe Allgemeinbildung besitzt, dann gehst Du den Spinnern im Netz leichter in die Falle. Spitzer vertritt die Ansicht, dass es reicht wenn Jugendliche erst mit 14, 15 unter Anleitung ihre ersten Schritte ins Internet machen. Und das man die Zeit vorher dafür nutzt die Allgemeinbildung aufzubauen, motorische Fähigkeiten herauszubilden und das Kinder ihre Umwelt erleben. Eine Ansicht, die ich teile und die ich auch in meiner Arbeit im Jugendclub versuche umzusetzen.

Das hat IMO nur sehr peripher was mit dem Podcast-Thema zu tun, da ging es nicht um Randgruppen im Netz. Ich glaube nicht dass die Herren Podcaster bestreiten, dass Kinder im Internet pädagogisch begleitet werden müssen.

Ich habe das Gefühl du projizierst deine Enttäuschung über die deiner Meinung nach zu geringe Aufmerksamkeit für Herrn Spitzer, hier auf ein Nebenthema in diesem Podcast.

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Dostoyesque
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Re: Feedback zu "10 Jahre klüger"

Beitrag von Dostoyesque »

Vorweg: Zum Journalismus gehört Meinungsäußerung genauso dazu wie Meinungsbildung. Meinungsäußerung kann sogar auch zur Meinungsbildung beitragen, von daher verstehe ich nicht die Kritik, das hier zu wenig "Meinungsbildung" drin steckt. Journalismus ist eben nicht nur "ich fass dir eine Reihe 'Fakten' zusammen und du musst dir deine eigene Meinung bilden", Journalismus darf, kann und soll einordnen und kommentieren. Je vertrauenswürdiger der Journalist, desto vertrauenswürdiger der Kommentar. Das neutrale Präsentieren von (vermeintlichen) Fakten ist auch nur scheinbar neutral, da hier immer noch viel bias kommt in der Selektierung der Quellen. Da ich den Podcast primär wegen den beteiligten Individuen verfolge, stört mich deren Meinungsäußerung und Kommentar nicht, er ist mMn sogar *der* selling point. Mit Christian Schmidt hat man natürlich einen fantastischen Fang gemacht, da er sich eben vor allem mit seinen Kolumnen bei der Gamestar einen Namen gemacht hat. Mich interessiert konkret Christians und Andres Meinung zur Branche, von daher kommt mir dieses Format sehr gelegen.

Zum Pod selbst: Ich finds total ok, dass das Format nicht den Anspruch hat, sich in steinhartem, investigativem Nachrichtenjournalismus zu üben (kann man pro bono ja auch nicht von CS erwarten), aber ein, zwei Vorgespräche, damit der Gegenüber auf die Quellen/Artikel des jeweils anderen vorbereitet ist wären mMn wünschenswert. Momentan scheint ihr euch ja auf 3 Themen zu einigen, recherchiert dann selbst, überrascht den Gegenüber dann eben mit den Ergebnissen der Recherche im Podcast und improvisiert. Mein Alternativvorschlag wäre: Weiterhin die 3 Themen + Spiel, jeder recherchiert selbst, gibt dem Gegenüber aber (und wenns nur ne Email ist) ein wenig Feedback darüber, was ihn so erwartet (der Gegenüber kann sich dann zumindest die entsprechenden Quellen durchlesen), damit das Gespräch im Podcast einen kleinen Tick gehaltvoller ist was die Diskussion der Artikel und Quellen angeht. Vielleicht versteht einer den Artikel ja anders als der andere oder schafft sogar, eine Brücke zu einer seiner Quellen zu schlagen etc. pp. Dann könnte man folgende Situation vermeiden, die durchaus ab und an im Podcast vorkam: "Hast du eigentlich Artikel XYZ bei deiner Recherche gefunden?" "Hm, ne, wieso?" u.ä. Ich kann verstehen, dass das Format für euch so möglicherweise spannender ist, weil es eben spannend ist, vom Gesprächspartner überrascht zu werden, als Zuhörer wär mir persönlich aber z.B. eine Situation lieber, in der ich von euch beiden überrascht werde mit zwei verschiedenen Meinungen bzw. Interpretationen zu einem Artikel. Versteht mich nicht falsch - ich finds sehr gut, dass ihr weitesgehend unabhängig voneinander recherchiert, weil das eben auch Perspektiven bietet, aber im Optimalfall ist niemand jetzt total überrascht oder unwissend bzgl. der verwendeten Quellen des Gegenübers. Weiß jetzt natürlich nicht, wie viel Zeit CS für den Podcast aufbringen will. Ansonsten ist der improvisierte Charakter mMn durchaus willkommen.

Die Länge find ich eigentlich sehr gut [that's what she said], weiß ehrlich gesagt nicht, wie ihr zu zweit 3 THemen + Spiel in einer Stunde abarbeiten wollt (15 Minuten pro Thema erscheint mir schon sehr knapp), bei eurem Meinungsreichtum dürft ihr gern 2 Stunden ausspucken ;)
Ganz nett wär übrigens, wenn zumindest einer von euch das Spiel des Monats kurz nochmal anspielt um vlt. kurz zu überprüfen, ob das Spiel noch was taugt. "10 Jahre klüger" bietet eine "does it stand the test of time" Fragestellung fast schon unabdinglich an. Nur so hat dieser Teil des Formats für mich wirklich Mehrwert. Falls es ein besonders bahnbrechender Titel war, könnt ihr euch das Anspielen aber z.B. auch sparen und stattdessen diskutieren, wie bahnbrechend der Titel nun tatsächlich war und ob der Effekt abgeflaut ist o.ä. Kann jetzt nicht erwarten, dass ihr nochmal WoW o.ä. anwirft ;)
Ein letzter Punkt: Es wär wahrscheinlich nicht schlecht, wenn ihr bei der Recherche bzw. bei der Themenauswahl kurz überprüft, ob eins der gewählten Themen nicht im darauffolgenden Monat (o.ä.) erst so richtig Fahrt aufnimmt. Wär z.B. nicht optimal, verfrüht eine Killerspieldiskussion zu führen, wenn im darauffolgenden Monat aufgrund eines Amoklaufs die Berichterstattung deutlich umfangreicher war.

Der Preis wär nur für dieses Format mMn durchaus happig, aber ihr habt eh schon erklärt, dass es für die 5€ eben nicht nur dieses Format gibt, weswegen ich hier kein verfrühtes Urteil sprechen möchte. Ich warte erst mal, wie das komplette Portfolio aussieht, bevor ich die Preispolitik auch nur irgendwie kommentiere. Prinzipiell sind 5€ alles andere als ein frecher Preis, wenn der content stimmt.

Nur so aus Interesse: Benutzt ihr bei der Recherche eigentlich wayback machines für die ultimative 2006 experience? :D
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derFuchsi
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Re: Feedback zu "10 Jahre klüger"

Beitrag von derFuchsi »

Nebenbei, Prey habe ich in wohliger Erinnerung.
Unverbrauchter Charakter - wann darf man schonmal einen Indianer (Ja Indianer!) spielen?
Vollgestopft mit vielen neuen Ideen wie Portale und manipulierte Schwerkraft. Die Szene in der man verkleinert auf diesem Mini-Planeten rumläuft während draußen übergroß einer der Gegner vorbeiläuft war glaube ich die genialste im Spiel.
Auch das Ding mit der Geisterwelt bzw spirit Walk war doch ganz nett, wenn auch nicht immer logisch (Durch Türen laufen geht nicht, wohl aber durch Kraftfelder? Andersrum wäre logischer gewesen) . War mal was Anderes.
Das abgefahrene Szenario Indianische Mythologie und Aliens zu verbinden war verrückt aber originell.

Unangenehm fiel mir nur das rumgesplatter auf, dass das Schiff immer gleich aussah und zu wenig Abwechslung bei den Gegnern.

Christians Zukunftsvision erwies sich leider als wahr:
"Ich halte es für unwahrscheinlich, dass andere Shooter die Gravitations-Ideen aufgreifen - deshalb dürfte Prey als großartiges Unikat in die Action-Geschichte eingehen."
Stimmt wohl, bleibt für mich aber unverständlich warum das so ist. Einzig die Portale wurden bekannterweise kopiert (Es scheint ja auf der E3 '98 bereits Vorführungen dieser Idee gegeben zu haben weshalb man wohl ruhig von einer "Inspiration" bei Portal ausgehen kann.

Wenn ich das richtig mitbekommen habe scheint die Neuauflage / Nachfolger / wasauchimmer leider nichts mehr mit dem Szenario zu tun haben. Schade.
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Re: Feedback zu "10 Jahre klüger"

Beitrag von admin »

Ich habe mal die beiden letzten Beiträge zu Preis / Gegenwert in einen eigenen Thread ausgegliedert, damit hier das Feedback zum Format gebündelt bleibt.

Andre

wudu
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Re: Feedback zu "10 Jahre klüger"

Beitrag von wudu »

Mir hat die Pilotfolge sehr gut gefallen. Ich kann die genannten Kritikpunkte gerade in Bezug auf die Ähnlichkeit zum Grundpodcast zwar nachvollziehen, aber ich bin auch (erstmal) mit more of the same zufrieden. Und Christian Schmidt ist sicherlich eine große Bereicherung für das Projekt!

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Dostoyesque
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Re: Feedback zu "10 Jahre klüger"

Beitrag von Dostoyesque »

So richtig "more of the same" isses ja nicht. Immerhin ist Christian Schmidt dabei und Andre spielt im Gegensatz zum AufEinBier Format eine etwas aktivere Rolle und kommt mehr zum Zug.
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Re: Feedback zu "10 Jahre klüger"

Beitrag von Dr. Zoidberg [np] »

derFuchsi hat geschrieben:Stimmt wohl, bleibt für mich aber unverständlich warum das so ist. Einzig die Portale wurden bekannterweise kopiert (Es scheint ja auf der E3 '98 bereits Vorführungen dieser Idee gegeben zu haben weshalb man wohl ruhig von einer "Inspiration" bei Portal ausgehen kann.
Wäre jetzt tatsächlich mal interessant. Portal ist ja aus Narbacular Drop hervorgegangen, kann jetzt auf die Schnell aber nichts finden, dass die sich bei Prey haben inspirieren lassen.

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Void
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Re: Feedback zu "10 Jahre klüger"

Beitrag von Void »

Ebend den Podcast zu Ende gehört, einfach nur WOW! Bitte mehr mehr mehr davon!

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