Euer Feedback zu "Wertschätzung" (unser neues Review-Format)

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Andre Peschke
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Euer Feedback zu "Wertschätzung" (unser neues Review-Format)

Beitrag von Andre Peschke »

Die erste Folge von Wertschätzung ist ab sofort frei verfügbar! Nun sind wir gespannt auf euer Feedback: Hat's euch gefallen? Sind Struktur und Länge gut so? Was haltet ihr von der Idee, unsere Wertung nicht in Punkten auszudrücken, sondern in einer bedeutend härteren Währung - Geld?

All das und noch viel mehr: Bitte in diesen Thread.

Diskussionen zu "Inside" dem Spiel: Bitte einen neuen Thread im Stammtisch-Forum aufmachen, damit das Feedback hier gebündelt bleibt.

Andre

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Faselwesen
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Re: Euer Feedback zu "Wertschätzung" (unser neues Review-Format)

Beitrag von Faselwesen »

In aller Kürze: Es hat gefallen!
Die Länge mit knapp 30 Minuten finde ich persönlich sehr gut - es bleibt genug Raum für Details, aber die Gefahr, sich in einem Punkt zu verlieren und abzuschweifen ist durch die begrenzte Zeit ebenfalls begrenzt. Das sollte meiner Meinung nach so bleiben (und das Abschweifen ist in anderen Formaten bestens aufgehoben :mrgreen: ).
Was die Wertung in Geld angeht: per se eine sehr gute Idee, aber ich möchte anmerken, dass Geld im Endeffekt subjektiver ist als Punkte - manch einer schüttelt 50€ mal eben aus dem Ärmel, ein anderer (auch als Nicht-Schüler/Nicht-Student) überlegt es sich dreimal, ob er an den Sparstrumpf geht. Allerdings habt ihr diesen Aspekt schon relativiert, indem ihr am Ende zwischen den einzelnen Spieler-Typen differenziert und damit sehr deutlich macht, wem das Spiel "mehr" wert sein könnte; damit kann sich der geneigte Hörer, sollte er nach den vielen angesprochenen Aspekten und Vergleichen (fand ich sehr gut, dass da auch Genres wie Film und Graphic Novel herangezogen wurden!) immer noch unsicher sein, einer Gruppe zuordnen.
Ergo: "Wertschätzung" - gekauft und nicht versoffen! :D
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lolaldanee
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Re: Euer Feedback zu "Wertschätzung" (unser neues Review-Format)

Beitrag von lolaldanee »

War ziemlich gut.
Ich tu mich mit der Einschätzung eurer Besprechung in diesem speziellen Fall etwas schwer, weil Inside mal so überhaupt nichts für micht ist: Fokus auf Rätsel, soll interpretiert werden, und ist auch noch bedrückend? Haut mir ab, das spiele ich nur gegen Bezahlung! (ok, minimal überspitzt, aber es geht in die Richtung)

Sehr schön fand ich, das André den Jochen am Ende gezwungne hat sich festzulegen wie viel es nun wert it. Natürlich ist auch die Beschreibung für wen es wie viel kossten dürfe sinnvoll, aber so ein endgültiges "Das Ding ist X € Wert"-Fazit sollte auf alle Fälle dabei sein.
Wenn ihr z.B. das neue Pro Evo besprecht, und das ist das beste Fußballspiel aller Zeiten, dann ist schon klar, dass ein Eishockeyfan trotzdem lieber das neue NHL kaufen wird, der muss halt dann trotzdem damit leben, dass ihr meint Pro evo ist 60€ wert und das neue NHL nur 20, weil es vlt. nur ein Aufguss aus dem letzten Jahr ist. Ich denke da muss jetzt nicht erst breit erklährt werden, dass es nur für Leute die keine Fußball hassen 60€ wert ist.

Herrmann
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Re: Euer Feedback zu "Wertschätzung" (unser neues Review-Format)

Beitrag von Herrmann »

Die Idee mit dem Wertschätzungsystem finde ich gut. Persönliche handhande ich das auch so (NMS pendelte sich so bei 10 - 15€ Wert).

Weiteres Feedback wird reineditiert. Ich höre ja noch.
---
Der Anfang wirkt etwas steif und gezwungen. Leider gar nicht so, wie man es von euch beiden (und Gästen) gewohnt ist. Nach Jochens Schilderung der Atmosphäre wird es hier jedoch besser.

Der Name: Um zwischen Wertschätzung und den "Wert schätzen" würde ich spontan Wert-Schätzung vorschlagen. Wertschätzung ist zu unzweideutig.

Abschließend: Uninteressant fand ich es nicht. Als Backer würde ich da 3€/Monat zahlen, 5€ sind ein bisschen viel. Ich glaube aber mit vertauschten Rollen würde es mit besser gefallen. Die Fragen von André haben mir nicht genug Saft gehabt, und Jochen hat mir zu viel Monolog gehalten, aber auch wenn Jochen "Tester" war wünsche ich mir mehr Interaktion. Ich glaube, Jochen würde mehr Zwischenfragen stellen.
Zuletzt geändert von Herrmann am 18. Aug 2016, 13:00, insgesamt 2-mal geändert.

schreckofant
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Re: Euer Feedback zu "Wertschätzung" (unser neues Review-Format)

Beitrag von schreckofant »

Die folge hat mir jetzt sehr gut gefallen, das Spiel wurde gut beschrieben und jeder sollte für sich daraus ziehen können ob es was für ihn ist. Die 30min Marke sollte meiner Meinung nach aber flexibel sein, ist das Spiel umfangreicher und komplexer solltet ihr euch da nicht einschränken. Ich fände übrigens eure nachbesprechung nachdem Andre das Spiel auch gespielt hat noch wesentlich interessanter ;)
Ich habe jedenfalls auch Lust bekommen auf das Spiel, werde aber trotzdem auf den Sale warten, da ein Plattformer mir dieses Geld einfach nicht wert ist.
Alles in allem ein gutes Format.

PS. Wie immer fehlt mir ein Intro und insbesondere ein Outro. ;)

schreckofant
Beiträge: 15
Registriert: 10. Jul 2016, 18:59

Re: Euer Feedback zu "Wertschätzung" (unser neues Review-Format)

Beitrag von schreckofant »

Axel hat geschrieben:Ich fande das jetzt eher so... nichtssagend. Und somit alles andere als "gut". Tut mir leid, dass ich da jetzt wieder den Teufels Advokaten spielen muss.

- Diese ganze Spoilerangst nervt mich! Wenn ihr ein Medium habt, dann sagt mir doch warum ist es gut oder schlecht? Damit meine ich: Worauf kann ich mich denn nun freuen, wenn ich dieses oder jenes Spiel kaufe? Oder was waren ganz konkret die Gründe, was das Spiel auf inhaltlicher Ebene so verhagelt hat? Dazu gehören nunmal auch Spoiler - Jochen dagegen hat viel zu oft gesagt, dass er Dieses oder Jenes nicht verraten will. Zu einem Review gehört es die Gefühle des Testers anschaulich zu machen, um das aber nachvollziehen zu können, muss ich als Hörer aber auch wissen worum es geht. Und das wird erschwert, wenn man immer um den heißen Brei herum redet. Daher mein Wunsch: Bitte habt keine Angst vor Spoiler! Spoilerangst steht einer guten Kritik sogar im Weg.

- Ich fande hier bei den Puzzles den Vergleich zu Portal nicht unbedingt geglückt. Denn Portal liegt ja nicht nur auf einen anderen Teller, sondern auf einen ganz anderen Essenstisch. Hier hätte, wenn überhaupt, der Vergleich zu Limbo oder ähnliche Spiele wie Type Rider ganz gut gepasst. Aber am Ende finde ich es ganz gut, wenn man solche Dinge garnicht groß vergleicht, sondern schaut ob die Spielmechaniken isoliert von anderen Titeln für sich gut funktionieren oder nicht.

- Ich finde auch das Wertungssystem eher schwammig. Ein gutes oder schlechtes Spiel wird doch nicht durch den Preis besser oder schlechter. Hier würde ich wirklich ein Notensystem ganz gut finden. So wie ich Jochen verstanden habe, könnte das Spiel bei einem klassischen Schulnotensystem eine Note 2 bekommen: Gut, aber durchaus hier und da noch mit Luft nach oben (Puzzlemechaniken, Spielzeit). Danach kann dann ja jeder Hörer selber entscheiden, ob ihm das in dem Fall die 20€ Wert sind oder nicht.
Wie Faselwesen schon sagte: Jeder empfindet Geldwerte unterschiedlich. Für die einen sind 20€ nix, das ist nicht mal die Portokasse. Für andere Menschen wiederrum sind 20€ ein halber oder manchmal sogar ganzer Wocheneinkauf! Das ist so eine extrem subjektive Währung, dass man dies dem Hörer selbst überlassen sollte, ob ihn ein Spiel der Vollpreis wert ist oder er auf einen Sale wartet.
Es ist auch nicht gut, weil es so eine Hopp oder Topp Situation schafft. Aber nicht jedes Spiel kann Hopp oder Topp sein. Es kann halt auch einfach nur sehr mittelmäßig sein. Für Genrefans interessant, für alle anderen eher nicht so. Diese klassischen "Spiel erstmal Probe" Titel. Spätestens hier wird es dann schwierig Reviews auf diese Weise abzuschließen. Genauuso bei Indietitel die eh nur 5€ oder 10€ kosten.
Zu den Spoilern:
Ich persönlich war jetzt froh das Jochen die Inhalte des Spiels eher umschrieben hat, ich will das Spiel ja noch spielen und das ganze soll ja eher eine kauf oder nichtkaufempfehlung sein. Wenn er jetzt das ganze Spiel interpretiert hätte wäre es wohl klar am Ziel vorbeigeschossen.

Vergleiche: selbstverständlich müssen spiele, für eine kaufberatung, auch mit anderen Genrevertretern verglichen werden und hier ging es jetzt ja explizit um die Komplexität der puzzles, da bietet sich ein Vergleich mit einem anderem puzzleplattformer wie Portal, welcher nunmal einer ist, natürlich auch an. Ein Vergleich mit Limbo wäre eher unglücklich gewesen da er ja zu beginn sagte er habe kaum gespielt.

Zur Wertung:
Da stimme ich dir zu, aber nachvollziehbar ist es letzten Endes trotzdem was ausgesagt werden soll (für mich jedenfalls)
Ein schulnotensystem fände ich trotzdem auch besser.

lolaldanee
Beiträge: 1154
Registriert: 2. Jun 2016, 14:05

Re: Euer Feedback zu "Wertschätzung" (unser neues Review-Format)

Beitrag von lolaldanee »

Axel hat geschrieben:Ich fande das jetzt eher so... nichtssagend. Und somit alles andere als "gut". Tut mir leid, dass ich da jetzt wieder den Teufels Advokaten spielen muss.

- Diese ganze Spoilerangst nervt mich! Wenn ihr ein Medium habt, dann sagt mir doch warum ist es gut oder schlecht? Damit meine ich: Worauf kann ich mich denn nun freuen, wenn ich dieses oder jenes Spiel kaufe? Oder was waren ganz konkret die Gründe, was das Spiel auf inhaltlicher Ebene so verhagelt hat? Dazu gehören nunmal auch Spoiler - Jochen dagegen hat viel zu oft gesagt, dass er Dieses oder Jenes nicht verraten will. Zu einem Review gehört es die Gefühle des Testers anschaulich zu machen, um das aber nachvollziehen zu können, muss ich als Hörer aber auch wissen worum es geht. Und das wird erschwert, wenn man immer um den heißen Brei herum redet. Daher mein Wunsch: Bitte habt keine Angst vor Spoiler! Spoilerangst steht einer guten Kritik sogar im Weg.

- Ich fande hier bei den Puzzles den Vergleich zu Portal nicht unbedingt geglückt. Denn Portal liegt ja nicht nur auf einen anderen Teller, sondern auf einen ganz anderen Essenstisch. Hier hätte, wenn überhaupt, der Vergleich zu Limbo oder ähnliche Spiele wie Type Rider ganz gut gepasst. Aber am Ende finde ich es ganz gut, wenn man solche Dinge garnicht groß vergleicht, sondern schaut ob die Spielmechaniken isoliert von anderen Titeln für sich gut funktionieren oder nicht.

- Ich finde auch das Wertungssystem eher schwammig. Ein gutes oder schlechtes Spiel wird doch nicht durch den Preis besser oder schlechter. Hier würde ich wirklich ein Notensystem ganz gut finden. So wie ich Jochen verstanden habe, könnte das Spiel bei einem klassischen Schulnotensystem eine Note 2 bekommen: Gut, aber durchaus hier und da noch mit Luft nach oben (Puzzlemechaniken, Spielzeit). Danach kann dann ja jeder Hörer selber entscheiden, ob ihm das in dem Fall die 20€ Wert sind oder nicht.
Wie Faselwesen schon sagte: Jeder empfindet Geldwerte unterschiedlich. Für die einen sind 20€ nix, das ist nicht mal die Portokasse. Für andere Menschen wiederrum sind 20€ ein halber oder manchmal sogar ganzer Wocheneinkauf! Das ist so eine extrem subjektive Währung, dass man dies dem Hörer selbst überlassen sollte, ob ihn ein Spiel der Vollpreis wert ist oder er auf einen Sale wartet.
Es ist auch nicht gut, weil es so eine Hopp oder Topp Situation schafft. Aber nicht jedes Spiel kann Hopp oder Topp sein. Es kann halt auch einfach nur sehr mittelmäßig sein. Für Genrefans interessant, für alle anderen eher nicht so. Diese klassischen "Spiel erstmal Probe" Titel. Spätestens hier wird es dann schwierig Reviews auf diese Weise abzuschließen. Genauso bei Indietitel die eh nur 5€ oder 10€ kosten.
Bei dem Teil mit den Spoilern hast du vollkommen Recht. Es ist mir auch wieder sehr negativ aufgefallen, es stand der Kritik wirklich ganz schön im Weg.

Was den letzten Punkt angeht möchte ich aber widersprechen. Ich finde es schafft eben KEIN Hop oder Top. Die beiden sagen ja gerade WIEVIEL ein Spiel wert ist. Das kann natürlich auch mal sein, dass das Spiel so Top ist, dass man es unbedingt sofort kaufen muss, oder so mies, dass man es sich nur fast geschenkt besorgen soll, aber die meisten Spiele werden doch am Ende in die "Warte auf den Sale" Kategorie fallen oder? Was anderes sagt das aus, als dass das spiel Durchschnitt ist?
Das Geld sitzt bei jedem unterschiedlich locker, das ist klar - die beiden sagen ja auch nur was das Spiel ihrer Meinung nach wert ist, und nicht was es für jeden(!) wert sein muss.

Ein Beispiel wo dieses System super funktioniert hätte: Total War - Atilla
Ein super Spiel, wirklich gut geworden, eines der besten Total Wars, im ungemodded Zustand vlt sogar das beste, für mich ein glasklarer Kandidat für eine 90!
Aber zum Vollpreis kaufen? NEIN! Auf keinen Fall! Die Historie lehrt, dass dafür massenhaft grob überteuerte DLC's kommen werden, von denen man die meisten dann aber doch haben will, (und auch für mods brauchen wird), und es erst einige Patches brauchen wird, um die gröbsten Fehler zu beseitigen. In diesem Fall kann es nur eine Empfehlung geben: Warte auf die GOTY, oder den großen Sale in einem Jahr wo alle DLC's billiger sind - das Spielerlebnis wird dann viel besser sein


Ich habe bei dem System vor allem eine Befürchtung: Kurze Spiele könnten abgestraft werden. Es klang in der Folge schon an, dass Jochen meinte, Inside sei nur 4 Stunden lang. Ich persönlich finde ja, ein Spiel dieser Art muss schon sehr gut sein, damit 4 Stunden nicht eigentlich eher schon zu lang sind, für diese extrem limitierte Spielmechanik. Auf der anderen Seite sind viele (auch sehr gute) Spiele wirklich ihren Startpreis oft einfach nicht wert. Schwierig irgendwie

anomic
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Re: Euer Feedback zu "Wertschätzung" (unser neues Review-Format)

Beitrag von anomic »

Zu der Spoilersache:
Ich habe das Format als Bericht mit anschließender Empfehlung unter Freunden verstanden. Kommt es, wie in diesem Fall, zu einer Kaufempfehlung, sollte man doch nicht gleich alle Schlüsselerlebnisse und die gesamte Story offenlegen. Dein Gegenüber möchte bzw. sollte es doch selbst erleben dürfen.
Man erzählt seinem Kumpel doch auch nicht, dass er sich unbedingt die Star Wars-Saga reinziehen soll, aber knallt ihm im Zuge der Empfehlung die Vater-Sohn-Kiste zwischen Luke und Vader vor´n Latz.

Edit:
Das Format soll doch ganz bewusst in die Richtung Kaufempfehlung gehen, so wie ich es verstanden habe.
Aus dem Begleittext der Pilotfolge
Anschließend unterhalten wir uns darüber, wie man das unter Freunden nunmal tut: “Ich hab gestern Inside durchgespielt…”, “Und… taugt?”. Am Ende gibt dann der Tester seine Empfehlung ab: Sollte man sich das Spiel zum Vollpreis gönnen? Oder wartet man besser, bis es bei 10 Euro angekommen ist? 5 Euro? Oder ist geschenkt noch zu teuer?

chîmera
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Re: Euer Feedback zu "Wertschätzung" (unser neues Review-Format)

Beitrag von chîmera »

Hey ihr beiden,

erstmal danke für die Folge. Vom Prinzip her nicht schlecht, ich habe gerne zugehört.

Hier meine Anmerkungen, ich habe wie die anderen Foristen versucht, etwas zu strukturieren:

1. Titel
Okay, Kleinigkeit. Aber als der Podcast geladen wurde stand dort "Inside: Zwischen Limbo..." und ich dachte zunächst, das neue Format heißt "Inside". Wenn ihr mal mehrere Formate bietet muss meiner Meinung nach gleich klar sein, um welches Format es sich hier handelt. Also vielleicht "Wertschätzung (1): Inside - Zwischen Limbo..." oder so? "Wertschätzung" an sich finde ich gut.

2. Spoiler
Entgegen der anderen User hier finde ich, dass Story-Spoiler in einem Review nichts zu suchen haben. Denn es geht für mich dabei um Kaufberatung und nicht um Nachbesprechung. Da möchte ich keine Spoiler. Ich brauche auch keine Spoiler-Warnung, denn ich finde, dass es prinzipiell und selbstverständlich keine größeren Spoiler geben sollte. Mal so ein Rätsel auflösen, das ist kein Ding, aber keine größeren Zusammenhänge bitte!

3. Intro
Will ich auch. :P

4. Wertung
Die aktuelle Lösung finde ich oookaaayy...aber nicht super. Wie gesagt, ich entscheide dann immernoch für mich, ob ich jetzt 10, 15 oder 20€ für das Spiel ausgeben möchte, Geld ist wirklich kein gutes Maß. Zumal das die Review-Einschötzung dann auch schnell altern lässt. Vielleicht könnte man das Ganze umdeuten von "Geldwert" zu einer Art "historsichem Wert" oder "Erinnerungswert"? Dabei ginge es dann darum, in wie fern das Spiel Bedeutungsvoll sein könnte und das würde erlauben, besondere Werke auf der einen Seite und Wiederholungen, Aufgüsse, Belanglosigkeiten auf der anderen Seite zu identifizieren?

lolaldanee
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Re: Euer Feedback zu "Wertschätzung" (unser neues Review-Format)

Beitrag von lolaldanee »

anomic hat geschrieben:Zu der Spoilersache:

Man erzählt seinem Kumpel doch auch nicht, dass er sich unbedingt die Star Wars-Saga reinziehen soll, aber knallt ihm im Zuge der Empfehlung die Vater-Sohn-Kiste zwischen Luke und Vader vor´n Latz.
Also ich schon, ständig, und ich fordere das auch noch viel mehr von meinen Freunden
Ich habe mir den kompletten Inhalt von Episode 2 von einem Nachbarn erzählen lassen bevor ich ins Kino ging - der Film wird doch nicht schlechter nur weil ich grob den Inhalt schon kenne
Wie soll ich denn etwas empfehlen, wenn ich die wirklich guten Dinge nicht erklähren darf? Ich fand diese Idee schon immer absurd :shock:

edit: Axel war schneller, und hat es mal wieder schöner gesagt *grml*
Axel hat geschrieben: Diese ganze Spoilerangst ist so ein Internetding was jetzt in den letzten Jahren aufkam und was die komplette Berichterstattung zerstört, weil jeder nur um den heißen Brei rumredet! Aber im persönlichen Gespräch redet doch wirklich niemand so gestelzt um den heißen Brei rum, oder?
Amen!

Es gibt noch einen Punkt der für Spoilern spricht: Spoiler vermeiden tun schon alle anderen Reviews, es wird Gott verdammt mal Zeit, dass endlich mal einer das NICHT macht

chîmera
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Re: Euer Feedback zu "Wertschätzung" (unser neues Review-Format)

Beitrag von chîmera »

lolaldanee hat geschrieben:
edit: Axel war schneller, und hat es mal wieder schöner gesagt *grml*
Axel hat geschrieben: Diese ganze Spoilerangst ist so ein Internetding was jetzt in den letzten Jahren aufkam und was die komplette Berichterstattung zerstört, weil jeder nur um den heißen Brei rumredet! Aber im persönlichen Gespräch redet doch wirklich niemand so gestelzt um den heißen Brei rum, oder?
Amen!

Es gibt noch einen Punkt der für Spoilern spricht: Spoiler vermeiden tun schon alle anderen Reviews, es wird Gott verdammt mal Zeit, dass endlich mal einer das NICHT macht
Hmm naja. Ich fand's auch früher vor Internet-Zeiten schon doof, wenn ir jemand vorher verraten hat, wie die Geschichte ausgeht....Stimme zu, dass einige Menschen sehr sehr empfindlich sind, das bin ich nicht, aber die main twists will ich doch selbst erleben^^

Jochen

Re: Euer Feedback zu "Wertschätzung" (unser neues Review-Format)

Beitrag von Jochen »

Vielen Dank für das bisherige Feedback!

Handfeste Spoiler stehen übrigens schon alleine deshalb nicht zur Disposition, weil André das Format sonst alleine machen müsste. Das ist übrigens auch kein "so modernes Internetding", sondern eine Form des Medienkonsums, die mich schon seit meiner Kindheit begleitet. Wenn mir ein guter Freund sagt, spiel/lies/guck das, die Story ist aus diesen und jenen motivischen Gründen fantastisch, dann reicht mir das zunächst völlig. Über die handfesten Inhalte und Wendungen können wir gerne sprechen, wenn ich es gespielt/gelesen/geguckt habe.

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Nachtfischer
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Re: Euer Feedback zu "Wertschätzung" (unser neues Review-Format)

Beitrag von Nachtfischer »

Thema Spoiler: Meines Erachtens kann man eine gute Geschichte gar nicht "kaputtspoilern". Das geht nur bei diesen notorisch auf "GOTCHA!"-Überraschungseffekte ausgelegten Storys. Aber die sind doch ohnehin ziemlich "cheap" und taugen erzählerisch nichts. Wenn eine Story wirklich allein von ein paar effekthascherischen Momenten lebt, dann ist sie nicht gut und dann habe ich durch den Spoiler praktisch in effizienterer Form alles erfahren, was sie mir in voller Länge bieten könnte. Bestes Beispiel: Wenn mir jemand das Ende von Breaking Bad verrät, dann wird die Serie keinen Deut schlechter. Eher im Gegenteil, weil ich mich mehr auf das interessantere "Wie" konzentrieren kann als immer dem "Was" hinterherzuhecheln.

Zur weiteren Unterstützung dieser These: Eine Studie hat ergeben, dass gespoilerte Geschichten beim Publikum sogar besser ankommen als ungespoilert.

Jochen

Re: Euer Feedback zu "Wertschätzung" (unser neues Review-Format)

Beitrag von Jochen »

chîmera hat geschrieben:Wie gesagt, ich entscheide dann immernoch für mich, ob ich jetzt 10, 15 oder 20€ für das Spiel ausgeben möchte
Natürlich entscheidest du das für dich. Du entscheidest bei einem Schulnotensystem ja am Ende auch für dich, ob das Spiel jetzt eine 2, 3 oder 5 war. Oder bei einem Prozentsystem, ob das Spiel für dich eine 70 oder eine 94 ist. Will sagen: Dieser Einwand ist auf jedes vorstellbare Wertungssystem übertragbar, die vergebene Wertung ist immer eine subjektive Setzung des Testers anhand hoffentlich nachvollziehbarer Faktoren. Wir sind halt davon überzeugt, dass die Frage "Ist das so gut, dass man das zum Vollpreis haben muss?" die Lebensrealität in Zeiten von Sales, DLCs, Season Passes usw. erheblich besser abbildet als die Überlegung, "das hat 87 Prozent, das muss ich sofort haben - oder?"

Ich jedenfalls stehe immer wieder vor der Frage: Kaufe ich mir XY jetzt zum Release? So üppig, dass ich das unbesehen machen könnte, sind meine Ressourcen nicht - ganz egal, ob ich 2.000 Euro oder 4.000 Euro verdiene. Wenn mir ein guter Freund, dessen Urteil ich vertraue, sagt, das ist eine 2 oder eine 81, dann hilft mir das bei der Entscheidung keinen Meter weiter. Sagt er hingegen, "warte bis zur GotY-Version mit allen DLCs" oder "fertig gepatcht im Sale lohnt sich das" oder "das musst du sofort kaufen, das wird dir einen Heidenspaß machen" hilft mir das hingegen erheblich.

Jochen

Re: Euer Feedback zu "Wertschätzung" (unser neues Review-Format)

Beitrag von Jochen »

Nachtfischer hat geschrieben:Thema Spoiler: Meines Erachtens kann man eine gute Geschichte gar nicht "kaputtspoilern". Das geht nur bei diesen notorisch auf "GOTCHA!"-Überraschungseffekte ausgelegten Storys. Aber die sind doch ohnehin ziemlich "cheap" und taugen erzählerisch nichts
Selbstverständlich kann man auch eine gute Geschichte "kaputtspoilern". Das Wissen um zentrale Handlungselemente und -wendungen kastriert eine Erlebnisebene. Wird der dritte Band von "A Song of Ice and Fire" schlechter, wenn ich weiß, was bei der Red Wedding geschieht? Nein, schlechter wird er nicht - aber anders. Dieses Anderssein enthält zunächst keine qualitative Komponente, beim zweiten Lesen war ich beim konkreten Beispiel sogar ganz entzückt, wie viele Hinweise auf das unvermeidliche Ergebnis ich beim ersten Lesen (willentlich?) ignoriert hatte. Einstellen allerdings konnte sich diese Entzückung ausschließlich deshalb, weil ich beim ersten "naiven" Lesen vollkommen überrascht wurde. Hätte mir zuvor jemand dieses naive Lesen durchs Spoilern genommen, hätte er mich um eine Erlebnisebene beraubt - und ich mag[/i ]diese naive Erlebnisebene, diese kindliche Freude am Überraschtwerden. Dass andere Menschen diese Ebene nicht brauchen oder schätzen - whatever floats your boat und so. Aber wenn es schon am Nachempfinden dieser Freude scheitert, bin ich ehrlich befremdet.

anomic
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Re: Euer Feedback zu "Wertschätzung" (unser neues Review-Format)

Beitrag von anomic »

Ich gehe in der Regel einer Empfehlung nach, weil ich dem Empfehlenden in seiner Einschätzung vertraue und diese mit meinem persönlichen Geschmack abwäge; und nicht, weil ich nun jedes wichtige Detail des zu konsumierenden Produktes kenne und dann sagen kann: "Jupp, das wird mir zu 100% gefallen, vor allem der Twist zum Ende hin, der wird super! "

Ich möchte zumindest ein Medium für mich selbst erleben und dicke Spoiler berauben mich meiner jungfräulichen Wahrnehmung des Erlebten.
Nachtfischer hat geschrieben:
Thema Spoiler: Meines Erachtens kann man eine gute Geschichte gar nicht "kaputtspoilern". Das geht nur bei diesen notorisch auf "GOTCHA!"-Überraschungseffekte ausgelegten Storys. Aber die sind doch ohnehin ziemlich "cheap" und taugen erzählerisch nichts. Wenn eine Story wirklich allein von ein paar effekthascherischen Momenten lebt, dann ist sie nicht gut und dann habe ich durch den Spoiler praktisch in effizienterer Form alles erfahren, was sie mir in voller Länge bieten könnte. Bestes Beispiel: Wenn mir jemand das Ende von Breaking Bad verrät, dann wird die Serie keinen Deut schlechter. Eher im Gegenteil, weil ich mich mehr auf das interessantere "Wie" konzentrieren kann als immer dem "Was" hinterherzuhecheln.

Zur weiteren Unterstützung dieser These: Eine Studie hat ergeben, dass gespoilerte Geschichten beim Publikum sogar besser ankommen als ungespoilert.

Das hört sich soweit ganz plausibel an, jedoch ist mir persönlich der Moment des Erlebten sehr wichtig. Werden diese Momente jedoch vorweggenommen, schwächt es das Erlebnis ab oder im schlimmsten Fall werden sie gar nicht mehr wahrgenommen.

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Nachtfischer
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Re: Euer Feedback zu "Wertschätzung" (unser neues Review-Format)

Beitrag von Nachtfischer »

Jochen hat geschrieben:Aber wenn es schon am Nachempfinden dieser Freude scheitert, bin ich ehrlich befremdet.
Naja, daran scheitert es bei mir nun nicht. Im Gegenteil, auch ich empfinde genau diese Freude. Ich stelle nur mal in Frage, ob das auch wirklich gut ist oder vielmehr ein Fehler. Allein die Tatsache, dass sich etwas "gut anfühlt" ist ja kein Kriterium. Ich denke da beispielsweise an die Loot-Skinner-Box in diversen RPGs oder auch generell sich füllende Progress-Balken, wie sie in fast jedem modernen F2P-Spiel vorkommen. Der Kram "gefällt mir" auch erstmal intuitiv total super. Aber sobald ich darüber nachdenke, ist er mir zuwider und fühlt sich nur noch nach verschwendeter Zeit an. Und des Weiteren dann schlicht nach einem "Bug" in meinem (beziehungsweise im menschlichen) Gehirn, den man zumindest versuchen sollte, so gut es geht zu beheben oder zumindest umgehen. Ich bin mir beispielsweise auch recht sicher, dass mir der Konsum aller möglicher Drogen erstmal "gefallen" würde. Das allein reicht mir halt nicht als Argument, um es dann auch zu tun.

Jochen

Re: Euer Feedback zu "Wertschätzung" (unser neues Review-Format)

Beitrag von Jochen »

Nachtfischer hat geschrieben:Ich stelle nur mal in Frage, ob das auch wirklich gut ist oder vielmehr ein Fehler
Wieso sollte das ein Fehler sein? Der Drogenkonsum führt zu nachweislichen psychischen und physischen Schäden. Inwiefern es sich bei der kindlichen Freude an der Überraschung um einen vergleichbaren Schaden handelt, erschließt sich mir nicht. Ich habe im Gegenteil das Gefühl, dass hier die akademisch-elitären Vorbehalte gegen das "naive reading" mitschwingen (der Fachausdruck hat ja nicht umsonst diese überhebliche Konotation) - und dass bei jener Bewegung, die die intellektuelle Freude an einem Gegenstand über die emotionale stellt, ein empathischer Defekt vorliegt.

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Varus
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Re: Euer Feedback zu "Wertschätzung" (unser neues Review-Format)

Beitrag von Varus »

Hey zusammen, mir hat der Pilot insgesamt echt gut gefallen. Länge fand ich vollkommen angemessen, die halbe Stunde sollte aber nicht als absolute Höchstmarke genommen werden. Nehmt euch die Zeit die ihr braucht, gerade bei spiel-mechanisch anspruchsvolleren Sachen als INSIDE.
Den Namen fand ich erst irgendwie echt merkwürdig, als ich dann aber das Wortspiel gerafft habe (will nicht zugeben wie lange das gedauert hat :) ) auch passend.

Zu den Spoilern:

Ich bin auch eher auf der Kontra-Spoilerseite. Gerade weil ich INSIDE selbst gespielt habe und auch rege an den Spekulationen teilgenommen habe, als ich damit durch war. Das Finale selbst zu erleben und danach erstmal einige Minuten verduzt vor dem Bildschirm zu sitzen möchte ich wirklich nicht missen.
Meiner Meinung nach würde vom Spiel auch vieles gutes übrig bleiben (Soundkulisse, Design), wenn man die gesamte Story vorher spoilert, aber es würde doch viel vom Gesamterlebnis weg nehmen. Wenn die Reduzierungen im Review wegen "Spoiler-Angst" so bleiben wie hier ist das meiner Meinung nach genau richtig.

MFG
I'm Commander Shepard and this is my favorite singature on the Internet.

Jochen

Re: Euer Feedback zu "Wertschätzung" (unser neues Review-Format)

Beitrag von Jochen »

Axel hat geschrieben:Wie bitte? Es hat doch hier niemand was gegen das "naive reading" geschrieben (ich lese den Begriff gerade zum ersten Mal!) Ich habe lediglich gesagt ...
Äh. Dich habe ich doch auch gar nicht gemeint? Ich zitiere doch explizit Nachtfischer?

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