Präsident Trump

Wenn es nicht um Spiele und / oder den Podcast geht, dann stehen die Chancen gut, dass dein Thema hier richtig ist.
WARNUNG: Gerade bei Politik & Co. geht's gerne hoch her. Auch hier gelten die Benimmregeln. Behandelt andere Foren-User immer mit respekt, selbst wenn ihr deren Meinung nicht respektieren könnt!
Forumsregeln
Datenschutzerklärung: https://www.gamespodcast.de/datenschutzerklaerung/
Impressum: https://www.gamespodcast.de/impressum/

Forenregeln und zukünftige Weltverfassung
ART 1: Behandle andere Nutzer mit Respekt.
ART 2: Do NOT piss off the Podcasters

Lies bitte weitere Hinweise hier: viewtopic.php?f=4&t=2789
Don Mchawi
Beiträge: 387
Registriert: 8. Nov 2017, 08:44

Re: Präsident Trump

Beitrag von Don Mchawi »

vicsbier hat geschrieben:
2. Jun 2020, 12:14

Jetzt nenne ich Quellen, die zu einem differenzierten Bild führen, dann sind diese nicht genehm? Das finde ich argumentativ nicht stichhaltig.
Du hast doch nur einen faz-Artikel zitiert, der (in der von dir zitierten Passage) einfach nur die Aussage und Darstellung der Polizei wiedergibt. Wo ist das differenziert, wenn wir uns daran erinnern, dass genau das Verhalten von Polizisten das alles ausgelöst haben?
Aber gut, wenn du auch mit der Einstellung in die Diskussion startest:
vicsbier hat geschrieben:
2. Jun 2020, 10:50
Sehen wir es doch mal aus der Perspektive der Realität
Wie soll da auch ein inhaltlich-respektvoller Austausch zustande kommen, wenn du ohnehin die Realität schlicht auf deiner Seite hast und alles andere dementsprechend nur verfälschte Perspektiven auf diese sind.

vicsbier
Beiträge: 441
Registriert: 22. Okt 2016, 17:12

Re: Präsident Trump

Beitrag von vicsbier »

Feamorn hat geschrieben:
2. Jun 2020, 12:23
vicsbier hat geschrieben:
2. Jun 2020, 12:14
Feamorn hat geschrieben:
2. Jun 2020, 11:59


Wenn man nur die Quellen nehmen mag, die einem in die Karten spielen, sicher. Ich bezweifel nicht, dass es, wie üblich, einen gewissen Anteil an Beteiligten gibt, die ausschließlich auf Krawalle aus sind, aber deine eigenen zitierten Zahlen zeigen ja schon, dass es nur ein Bruchteil ist. Zumal ich bei den Bildern von Polizeigewalt ehrlich gesagt mittlerweile auch bezweifel, ob da wirklich in allen Fällen die Steinwürfe etc. die Initialvorfälle der Situation waren.
Jetzt nenne ich Quellen, die zu einem differenzierten Bild führen, dann sind diese nicht genehm? Das finde ich argumentativ nicht stichhaltig.
Feamorn hat geschrieben:
2. Jun 2020, 11:59
Nur so ein paar Beispiele, wo mir das kalte Grausen kommt und ich mich ehrlich frage, wie man da noch sagen kann, dass die Polizei nur gegen Gewalttäter und Randalierer vorgeht...

https://www.theguardian.com/us-news/vid ... ters-video

https://twitter.com/GlenCoco626/status/ ... 3286643712

https://twitter.com/EDDIFUL/status/1267338642617364481
Du darfst dich aber nicht von einzelnen BIldern emotionalisieren lassen, es verdeckt den Blick auf das wesentliche und das Sachliche. Das wollen die Medien und Blogger/Twitterer ja nur.
Die Tat selbst geht m.E. gar nicht, ist m.E. ein klarer Fall von Polizeigewalt und wird verfolgt. Aber was danach von Seiten der Demonstranten geschieht ist indiskutabel und führt zu harten Gegenreaktionen des Staates. Unschön, aber vielleicht notwendig als Zeichen des Staates. Andernfalls brennen mehr als nur die jetzigen 15 Städte.
Danke, jetzt sind wir wieder beim typischen Narrativ angelangt.
Die Taten der Polizisten sind als Einzelfälle zu betrachten, aber auf der Gegenseite sind es "die Demonstranten" gegen die Vorgegangen werden muss.
Deine Quelle ist "ausgewogen", meine Quellen hingegen "emotionalisieren" nur mit einer entsprechenden Agenda.
Leg dir das ruhig alles weiter so hin, wie es dir passt. Die ist wie üblich völlig egal, wie und womit die andere Seite hier argumentiert, Du ignorierst Punkte oder bezeichnest sie als nicht valide. :clap:
Wenn ein bis vier Polizisten einen Menschen umbringen, dann ist das ein schlimmer Einzelfall unter hunderttausenden von Polizisten.
Wenn 15 Städte in mehreren Bundesstaaten brennen, dann ist das kein Einzelfall.
Einfache Mengenlehre.

Das Emotionen das Ziel der Medien sind, dürfte dir doch nicht entgangen sein - das wird seit Jahren diskutiert. Heute geht es den Medien nicht mehr um News, es geht um Storys. Und Storys bestehen aus Emotionen. Relotius war ein Produkt dieser Medien.

Mach dich frei von Ideologien, betrachte einfach objektiv.

vicsbier
Beiträge: 441
Registriert: 22. Okt 2016, 17:12

Re: Präsident Trump

Beitrag von vicsbier »

meieiro hat geschrieben:
2. Jun 2020, 14:21
vicsbier hat geschrieben:
2. Jun 2020, 12:14
Feamorn hat geschrieben:
2. Jun 2020, 11:59
Nur so ein paar Beispiele, wo mir das kalte Grausen kommt und ich mich ehrlich frage, wie man da noch sagen kann, dass die Polizei nur gegen Gewalttäter und Randalierer vorgeht...

https://www.theguardian.com/us-news/vid ... ters-video

https://twitter.com/GlenCoco626/status/ ... 3286643712

https://twitter.com/EDDIFUL/status/1267338642617364481
Du darfst dich aber nicht von einzelnen BIldern emotionalisieren lassen, es verdeckt den Blick auf das wesentliche und das Sachliche. Das wollen die Medien und Blogger/Twitterer ja nur.
Die Tat selbst geht m.E. gar nicht, ist m.E. ein klarer Fall von Polizeigewalt und wird verfolgt. Aber was danach von Seiten der Demonstranten geschieht ist indiskutabel und führt zu harten Gegenreaktionen des Staates. Unschön, aber vielleicht notwendig als Zeichen des Staates. Andernfalls brennen mehr als nur die jetzigen 15 Städte.
Aber das ist doch genau das was Trump und Co. gerade machen. Sie lenken den Blick auf die Demonstranten und weg von dem eigentlichen Thema, der Polizeigewalt. Und das passiert eben immer, völlig unabhängig von der Art des Protests.
Wenn man dann mal auf Twitter und Co. unterwegs ist, dan findet man da schon sehr sehr viele "einzelne" Bilder von Gewalt die von der Polizei ausgeht gegen unbewaffnete Demonstranten. Das hat nichts mehr mit emotionalisiern zu tun.

Und dann hast du halt einnen Präsidenten wie Trump, der mit seiner Rhetorik die an Dikaturen und Polizeistaaten erinnert, der immer weiter zur Spaltung diese Landes beiträgt. Bei den weißen Rassisten(Teil seiner Wählerschaft) wird beschwichtigt und die jetzigen Demonstranten( die ihn eher nicht wählen werden) wird draufgehauen
Die Demonstranten sind selber schuld, dass der Blick jetzt auf brennende Supermärkte und die Sicherheitskräfte als Wahrer der Zivilisation fällt. Der Fall der Polizeigewalt wird so zum Randthema, die Masse der US-Amerikaner hofft nun auf einen schnellen Erfolg der Polizei und mglw Militärs, egal wie. Damit wurde genau das Gegenteil des Zieles der Demonstranten erreicht.

Trump ist sicherlich ein Präsident der polarisiert. Ich glaube aber auch, dass alle Seiten eine Mitschuld haben. Die Medien hatten von Anfang an über Trump gelacht und 90% sahen Clinton bereits als Siegerin (selbst in der ZDF-Wahlnacht, wo 99% an einen Sieg von Clinton glaubten). Die Ost- und Westküste nimmt den mittleren Westen als rückständig war, die Jugend an Ost- und Westküste hält sich für moralisch überlegen. Und dann wurde Trump gewählt. Ein Schock. Diese Enttäuschung haben viele nicht verwunden und nun lässt sich die Wut nicht mehr einfangen.

vicsbier
Beiträge: 441
Registriert: 22. Okt 2016, 17:12

Re: Präsident Trump

Beitrag von vicsbier »

Don Mchawi hat geschrieben:
2. Jun 2020, 15:09
vicsbier hat geschrieben:
2. Jun 2020, 12:14

Jetzt nenne ich Quellen, die zu einem differenzierten Bild führen, dann sind diese nicht genehm? Das finde ich argumentativ nicht stichhaltig.
Du hast doch nur einen faz-Artikel zitiert, der (in der von dir zitierten Passage) einfach nur die Aussage und Darstellung der Polizei wiedergibt. Wo ist das differenziert, wenn wir uns daran erinnern, dass genau das Verhalten von Polizisten das alles ausgelöst haben?
Aber gut, wenn du auch mit der Einstellung in die Diskussion startest:
vicsbier hat geschrieben:
2. Jun 2020, 10:50
Sehen wir es doch mal aus der Perspektive der Realität
Wie soll da auch ein inhaltlich-respektvoller Austausch zustande kommen, wenn du ohnehin die Realität schlicht auf deiner Seite hast und alles andere dementsprechend nur verfälschte Perspektiven auf diese sind.
faz ist also kein gutes Medium?
Die Perspektive der Realität musst du im Zusammenhang mit meinen vorherigen Worten als Gegenstück zu der geschilderten Perspektive lesen. Daher bitte: Aus dem Zusammenhang zu reissen ist keine gute Argumentation, sie zerstört eine Diskussion.

vicsbier
Beiträge: 441
Registriert: 22. Okt 2016, 17:12

Re: Präsident Trump

Beitrag von vicsbier »

nachtgiger hat geschrieben:
2. Jun 2020, 12:44
vicsbier hat geschrieben:
1. Jun 2020, 10:45
Leonard Zelig hat geschrieben:
31. Mai 2020, 22:36
Dass Trump weiter Öl ins Feuer gießt sollte nicht weiter verwundern. Da kommt er ganz nach seinem ehemaligen Mentor Steve Bannon.
https://www.theguardian.com/commentisfr ... aincontent
Der Spiegel schreibt:
Joe Biden hat die Gewalt bei den Anti-Rassismus-Protesten in seinem Land verurteilt, zugleich aber das Recht auf Demonstrationen gegen Polizeigewalt betont. "Gegen solche Brutalität zu protestieren, ist richtig und notwendig", erklärte Biden am Sonntag. "Es ist eine absolut amerikanische Reaktion." Biden verurteilte aber Brandstiftungen und "unnötige Zerstörung".

Wie jetzt? Biden sieht, dass die Demonstrationen zu Zerstörung und Tod führen und er ruft trotz Corona dazu auf?? Er verurteilt die Gewalt im nachhinein, lehnt aber eine Einstellung der Aktionen ab??

Nachtrag: Gegen was demonstrieren die eigentlich? Der Staat und die Stadt werden von Demokraten regiert. Diese verantworten die Bildungsmisere, die Jobkrise, die Gesundheitsvorsorge und Ghettoisierung. Der demokratische Polizeichef hat die verdächtigen Polizisten eingestellt. Da sollten die Demonstranten dann auch fair sein und den Demokraten einheizen. Trump kann nichts dafür.

Dass Biden gleichzeitig das Demonstrationsrecht lobt und ermutigt und sich gleichzeitig gegen gewalttätige Übergriffe ausspricht, widerspricht sich in keinster Weise. Die suggerierte Zwangsläufigkeit von Protesten und Gewalt existiert schlicht nicht, sondern dürfte vielmehr die Ausnahme als die Regel sein. Wogegen protestiert wird? Na gegen Polizeigewalt und institutionellem Rassismus! In vielen Bundesstaaten reicht eine Ausbildung von lächerlichen 6 Monaten, um sich Polizist zu nennen! Stimmt, Staat und Stadt werden von Demokraten regiert. Im Senat und im Repräsentantenhaus von Minnesota haben aber die Republikaner die Mehrheit. Den schwarzen Peter kann man sich lange gegenseitig zustecken. Zu Trump: sicherlich kann er nichts am unmittelbaren Auslöser der Proteste, aber durch seine scharfe Rhetorik, die auf seine politische Basis abzielt, trägt er bestimmt nicht zur Beruhigung der Lage bei. Ihm ist die eine Hälfte des Landes völlig egal, da sie ihn eh nicht wählen wird. Der Spruch "when the looting starts, the shooting starts" stammt übrigens von Walter Headley und war auf das Civil Rights Movement abgezielt. Go figure...
Wir sind ja fast einer Meinung. Aber kann man von Joe Biden nicht mehr erwarten, als die in Gewalt ausartenden Demonstrationen zu fördern? Warum gibt man denen, die auf Gewalt aus sind eine Bühne? Wo bleibt die politische Initiative des US-Präsidentschaftskandidaten? Ich sah noch nie jemanden, der mit Öl ein Feuer gelöscht hat. Biden möchte dennoch wirklich, dass die Demonstrationen gegen Ungerechtigkeit und Rassismus weitergehen, die den Nährboden der Gewalt darstellen??

Trump ist das Ergebnis der Grundüberzeugung der Nation: The Winner takes it all. Er adressiert die Arbeiter, die Konservativen, die Klerikalen und schafft damit die Mehrheit für die nächsten Jahre. Bei uns erzählen ja auch Politiker und Bankiers von Bazookas, die abgefeuert werden. Aber wollen diese einen Krieg oder geht es mehr um eine Botschaft? Kriegsagitation dominiert die Medien - wir wollen es leider so, sonst schalten wir nicht ein, sonst fühlen wir uns nicht angesprochen.

Edit: Übrigens ist immer noch Corona aktiv, umso weniger passen Joe Bidens Demonstrationsaufrufen in die aktuelle Zeit. Es zeigt mehr über die Entfremdung der politischen Führer Biden und Trump von der Realität.
Zuletzt geändert von vicsbier am 2. Jun 2020, 19:14, insgesamt 1-mal geändert.

Don Mchawi
Beiträge: 387
Registriert: 8. Nov 2017, 08:44

Re: Präsident Trump

Beitrag von Don Mchawi »

vicsbier hat geschrieben:
2. Jun 2020, 17:30


faz ist also kein gutes Medium?
Die Perspektive der Realität musst du im Zusammenhang mit meinen vorherigen Worten als Gegenstück zu der geschilderten Perspektive lesen. Daher bitte: Aus dem Zusammenhang zu reissen ist keine gute Argumentation, sie zerstört eine Diskussion.
Wo sage ich, dass die faz keine gute (bzw seriöse) Zeitung sei? Jetzt über die faz zu diskutieren ist doch nur eine Nebelkerze, ich habe klar benannt, warum ich nicht denke, dass dein zitierter Auszug eine differenzierte Darstellung ist, sondern nur eine Perspektive wiedergibt.
Ich habe dein Aussage nicht aus dem Zusammenhang gerissen, nicht im Kontext meiner Anmerkung. Auch in dem von dir angegebenen Zusammenhang bleibt meine Kritik 1:1 bestehen: Du beanspruchst für dich, die Realität wiederzugeben, gerade sprachst du wieder davon, man solle Dinge objektiver sehen - im Subtext so wie du. Wenn du einfach andere Meinungen als ab der Realität und subjektiv, deine Darstellungen aber als Perspektive der Wahrheit und objektiv definierst, ist kein ernsthafter Austausch möglich. Was ich, wie ich an dieser Stelle betonen möchte, schade finde, da die meisten im Thread hier ja eine dir gegenüber konträre Meinung haben und somit deine Ansicht eine Diskussion sehr bereichern könnte.

Benutzeravatar
kami
Beiträge: 236
Registriert: 8. Feb 2018, 21:28

Re: Präsident Trump

Beitrag von kami »

Vicsbier gefällt sich einfach viel zu sehr in der Rolle des Teufels Advokat als dass er sich von Argumenten überzeugen lassen würde. Seine Anmaßung, die Ideologie-freie objektive Sichtweise zu vertreten, macht die Diskussion leider ebenso ärgerlich wie sinnlos.

Rince81
Beiträge: 2451
Registriert: 21. Dez 2015, 04:30

Re: Präsident Trump

Beitrag von Rince81 »

meieiro hat geschrieben:
2. Jun 2020, 08:52
Wenn man das geschafft hat, dann kann man das Thema Polizeigewalt wieder schön unter den Tepich kehren, bis der nächste Schwarze ermordet wird.
Ich habe das Gefühl, dass diesmal vielleicht ein Wendepunkt erreicht ist, wobei das Gefühl ganz klar täuschen kann. Wir reden hier immerhin von einer Konstanten in der US Gesellschaft, seit man Menschen aus Afrika als Sklaven importiert hat. Das endete nicht 1865, sondern dauert bis heute fort.
Ich hatte letztes Jahr das große Glück die Whitney Plantation besuchen zu können. Das erste(!) Museum in den USA, welches sich primär der Sklaverei widmet. Besuchen kann man es nur im Rahmen einer Führung und die Führerin hatte uns damals sehr die Dokumentation "13th" empfohlen. Die gibt es bei Netflix und die haben sie, wie ich gerade sehe, bereits im April komplett auf Youtube hochgeladen. Wer die anderthalb Stunden Zeit hat, die sind es wirklich wert.
Trailer:
https://www.youtube.com/watch?v=K6IXQbXPO3I
Film:
https://www.youtube.com/watch?v=krfcq5pF8u8
Die "Gesendet von meinem HTC11 Life mit Tapatalk"-Signatur

Rince81
Beiträge: 2451
Registriert: 21. Dez 2015, 04:30

Re: Präsident Trump

Beitrag von Rince81 »

kami hat geschrieben:
2. Jun 2020, 23:32
Vicsbier gefällt sich einfach viel zu sehr in der Rolle des Teufels Advokat als dass er sich von Argumenten überzeugen lassen würde.
Wenn das wirklich ein Versuch sein soll des Teufels Advokaten zu spielen, dann ist das die schlechteste Interpretation die ich je gesehen habe - das muss man nämlich können. Wenn sich das Gegenüber schon beim Argument verarscht oder für doof verkauft vorkommt läuft dabei was falsch... :?
Die "Gesendet von meinem HTC11 Life mit Tapatalk"-Signatur

Benutzeravatar
Leonard Zelig
Beiträge: 1654
Registriert: 5. Jan 2016, 19:56

Re: Präsident Trump

Beitrag von Leonard Zelig »

Viel von der Wut gilt nicht nur der Polizeigewalt, sondern auch der Perspektivlosigkeit. Für immer mehr Jobs wird ein Studienabschluss verlangt. Etwas das viele Schwarze nicht haben, weil sie sich die hohen Studiengebühren nicht leisten können. Die Stipendien können das nicht wettmachen. Und es fängt ja schon vorher in der Schule an. Die Bildungsministerin Betsy De Vos ist nicht mehr als Lobbyistin für Privatschulen und auch Milliardäre wie Bill Gates forcieren mit viel Geld Kampagnen für sogenannte charter schools, die über die Lehrinhalte frei entscheiden können und deren Qualität oft äußerst grenzwertig ist. Ohne eine gute Schulausbildung sinken die Chancen später zu studieren und ohne Studienabschluss sinken die Chancen auf einen gut bezahlten Job. Und ohne gut bezahlten Job braucht man in Städten wie San Francisco, New York und Los Angeles erst gar nicht darauf hoffen sich die Miete für eine vernünftige Wohnung leisten zu können. Also zieht man in Gegenden, in denen die Mieten niedriger sind, aber da mangelt es oft an Jobs.

Die USA haben den Wandel von einer Industriegesellschaft zu einer Dienstleistungsgesellschaft nicht sozialverträglich hinbekommen. Während die Fabrikarbeiter gewerkschaftlich organisiert waren und dementsprechend Macht ausüben konnten, fehlt den Menschen im Dienstleistungssektor dieser Organisationsgrad. Oft werden sogar illegale Einwanderer beschäftigt, die sich noch besser ausbeuten lassen, weil sie aufgrund ihres Status kaum Chancen haben sich juristisch zu wehren. Covid 19 hat die Ungleichheit und Ungerechtigkeiten noch schonungsloser offen gelegt. Während gut bezahlte Weiße mehr oder weniger bequem im Home Office weiterarbeiten konnten, haben viele Schwarze ihren Job verloren und sind auf Lebensmittelspenden angewiesen.
"The whole problem with the world is that fools and fanatics are always so certain of themselves, but wiser people so full of doubts."

www.gamersglobal.de

Rince81
Beiträge: 2451
Registriert: 21. Dez 2015, 04:30

Re: Präsident Trump

Beitrag von Rince81 »

Leonard Zelig hat geschrieben:
2. Jun 2020, 23:50
Covid 19 hat die Ungleichheit und Ungerechtigkeiten noch schonungsloser offen gelegt. Während gut bezahlte Weiße mehr oder weniger bequem im Home Office weiterarbeiten konnten, haben viele Schwarze ihren Job verloren und sind auf Lebensmittelspenden angewiesen.
Oder mussten ihren Job weiter wie bisher ausüben oft ohne Krankenversicherung. Die Ansteckungs- und Todesrate für Afroamerikaner und andere Minderheiten ist mehrfach höher als für die weiße Bevölkerung.
https://www.cdc.gov/coronavirus/2019-nc ... ities.html
https://www.theguardian.com/world/2020/ ... oronavirus
Die "Gesendet von meinem HTC11 Life mit Tapatalk"-Signatur

Rince81
Beiträge: 2451
Registriert: 21. Dez 2015, 04:30

Re: Präsident Trump

Beitrag von Rince81 »

Wenn es noch eines letzten Beweis braucht um zu zeigen, was für eine jämmerliche Figur Trump ist, dann kommt George W. Bush um die Ecke. Völlig egal was man von ihm und seiner Politik hält, eine der Kernkompetenzen von US Präsidenten in Zeit von Krisen ist es zuzuhören, zu trösten und an die amerikanischen Ideale zu erinnern, selbst wenn die USA an denen im Alltag scheitern und nun haben wir neben Mitt Romney anscheinend W als einzig verbliebene Stimme der Vernunft beim republikanischen Establishment... Der Kontrast zwischen W und allem was Trump bisher von sich gegeben hat spricht für sich.
Statement by President George W. Bush
June 2, 2020
Laura and I are anguished by the brutal suffocation of George Floyd and disturbed by the injustice and fear that suffocate our country. Yet we have resisted the urge to speak out, because this is not the time for us to lecture. It is time for us to listen. It is time for America to examine our tragic failures – and as we do, we will also see some of our redeeming strengths.

It remains a shocking failure that many African Americans, especially young African American men, are harassed and threatened in their own country. It is a strength when protesters, protected by responsible law enforcement, march for a better future. This tragedy — in a long series of similar tragedies — raises a long overdue question: How do we end systemic racism in our society? The only way to see ourselves in a true light is to listen to the voices of so many who are hurting and grieving. Those who set out to silence those voices do not understand the meaning of America — or how it becomes a better place.

America’s greatest challenge has long been to unite people of very different backgrounds into a single nation of justice and opportunity. The doctrine and habits of racial superiority, which once nearly split our country, still threaten our Union. The answers to American problems are found by living up to American ideals — to the fundamental truth that all human beings are created equal and endowed by God with certain rights. We have often underestimated how radical that quest really is, and how our cherished principles challenge systems of intended or assumed injustice. The heroes of America — from Frederick Douglass, to Harriet Tubman, to Abraham Lincoln, to Martin Luther King, Jr. — are heroes of unity. Their calling has never been for the fainthearted. They often revealed the nation’s disturbing bigotry and exploitation — stains on our character sometimes difficult for the American majority to examine. We can only see the reality of America's need by seeing it through the eyes of the threatened, oppressed, and disenfranchised.

That is exactly where we now stand. Many doubt the justice of our country, and with good reason. Black people see the repeated violation of their rights without an urgent and adequate response from American institutions. We know that lasting justice will only come by peaceful means. Looting is not liberation, and destruction is not progress. But we also know that lasting peace in our communities requires truly equal justice. The rule of law ultimately depends on the fairness and legitimacy of the legal system. And achieving justice for all is the duty of all.

This will require a consistent, courageous, and creative effort. We serve our neighbors best when we try to understand their experience. We love our neighbors as ourselves when we treat them as equals, in both protection and compassion. There is a better way — the way of empathy, and shared commitment, and bold action, and a peace rooted in justice. I am confident that together, Americans will choose the better way.
Die "Gesendet von meinem HTC11 Life mit Tapatalk"-Signatur

Don Mchawi
Beiträge: 387
Registriert: 8. Nov 2017, 08:44

Re: Präsident Trump

Beitrag von Don Mchawi »

Rince81 hat geschrieben:
2. Jun 2020, 23:37


Ich habe das Gefühl, dass diesmal vielleicht ein Wendepunkt erreicht ist, wobei das Gefühl ganz klar täuschen kann. Wir reden hier immerhin von einer Konstanten in der US Gesellschaft, seit man Menschen aus Afrika als Sklaven importiert hat. Das endete nicht 1865, sondern dauert bis heute fort.
Obs ein Wendepunkt, kein Plan. Aber tatsächlich treffen diesmal, anders als zB 92, die Unruhen auf eine sehr breite solidarische Öffentlichkeit, die vlt nicht unbedingt die Ausschreitungen unterstützt, aber Blacklivesmatter. Und anders als die letzten Jahre trifft dabei die Empörung über die Polizeigewalt gegen Schwarze auf eben diese gewalthaltigen Ausschreitungen. Ich will nicht Gewalt verharmlosen und kann mir echt kein Urteil erlauben, inwieweit das auf exakt diese Situation zutrifft - aber dieses 'Gewalt als Mittel gegen Gewalt ist falsch/kontraproduktiv' ist mMn falsch. Durch übergreifende Gewalt wird ein Druck erzeugt, zu handeln und wenn sie weit genug und lange genug anhält, müssen Zugeständnisse, d.h. Reformen gemacht werden. Kaum eine große rechtliche Errungenschaft ging ohne den Druck von Gewalt von Statten. Gäbe es nur eine Social Media Kampagne, das könnte man ignorieren. Je nachdem, wie lange diese Ausschreitungen in den USA andauern, kann man das aber nicht und da es keine kleine Gruppe ist, von der sie ausgeht, lässt sich das auch nicht einfach niederknüppeln. Gewalt kann sinnvoll sein, um Gewalt zu bekämpfen - das sage ich erstmal wertfrei. Punktuell finde ich sie dann auch angemessen, ich denke da an große Beispiele wie antikoloniale Aufstände etwa Maji-Maji in Ostafrika oder auch die Französische Revolution.
Ob sie jetzt in den USA angemessen ist, das möchte ich nicht beurteilen. Mir ging es nur darum, dass ich dieses 'wie dumm mit Gewalt gegen Gewalt vorzugehen' zu kurz gedacht finde. Ist aber auch ein schweres Thema und ich bin mir bewusst, dass man mein Statement auch misinterpretieren kann in Richtung Gewaltherharmlosung, was ich ausdrücklich nicht viel. Gewalt ist Mist, aber manchmal das letzte Mittel.
Ich hatte letztes Jahr das große Glück die Whitney Plantation besuchen zu können. Das erste(!) Museum in den USA, welches sich primär der Sklaverei widmet. Besuchen kann man es nur im Rahmen einer Führung und die Führerin hatte uns damals sehr die Dokumentation "13th" empfohlen. Die gibt es bei Netflix und die haben sie, wie ich gerade sehe, bereits im April komplett auf Youtube hochgeladen. Wer die anderthalb Stunden Zeit hat, die sind es wirklich wert.
Trailer:
https://www.youtube.com/watch?v=K6IXQbXPO3I
Film:
https://www.youtube.com/watch?v=krfcq5pF8u8
Danke für den Tipp, mal auf die Watchlist gesetzt.

vicsbier
Beiträge: 441
Registriert: 22. Okt 2016, 17:12

Re: Präsident Trump

Beitrag von vicsbier »

Rince81 hat geschrieben:
2. Jun 2020, 23:37
meieiro hat geschrieben:
2. Jun 2020, 08:52
Wenn man das geschafft hat, dann kann man das Thema Polizeigewalt wieder schön unter den Tepich kehren, bis der nächste Schwarze ermordet wird.
Ich habe das Gefühl, dass diesmal vielleicht ein Wendepunkt erreicht ist, wobei das Gefühl ganz klar täuschen kann. Wir reden hier immerhin von einer Konstanten in der US Gesellschaft, seit man Menschen aus Afrika als Sklaven importiert hat. Das endete nicht 1865, sondern dauert bis heute fort.
Ich hatte letztes Jahr das große Glück die Whitney Plantation besuchen zu können. Das erste(!) Museum in den USA, welches sich primär der Sklaverei widmet. Besuchen kann man es nur im Rahmen einer Führung und die Führerin hatte uns damals sehr die Dokumentation "13th" empfohlen. Die gibt es bei Netflix und die haben sie, wie ich gerade sehe, bereits im April komplett auf Youtube hochgeladen. Wer die anderthalb Stunden Zeit hat, die sind es wirklich wert.
Trailer:
https://www.youtube.com/watch?v=K6IXQbXPO3I
Film:
https://www.youtube.com/watch?v=krfcq5pF8u8
Den Film schaue ich mir heute an, danke für den Link.
Ich kann auch immer noch "Roots" aus den 70ern empfehlen, der hat damals die USA sehr aufgeschreckt.

Benutzeravatar
echtschlecht165
Beiträge: 1648
Registriert: 9. Jan 2017, 13:26

Re: Präsident Trump

Beitrag von echtschlecht165 »

oder vielleicht auch mal Wattstax schauen.
Der nach den Aufständen in Watts (LA) in den 60ern entstand.
Dort gabs 34 Tote in wenigen Tagen

https://de.wikipedia.org/wiki/Watts-Aufruhr

https://www.youtube.com/watch?v=9xJw7g1wvRw&t=2089s
In Stein gemeißelt

vicsbier
Beiträge: 441
Registriert: 22. Okt 2016, 17:12

Re: Präsident Trump

Beitrag von vicsbier »

Leonard Zelig hat geschrieben:
2. Jun 2020, 23:50
Viel von der Wut gilt nicht nur der Polizeigewalt, sondern auch der Perspektivlosigkeit. Für immer mehr Jobs wird ein Studienabschluss verlangt. Etwas das viele Schwarze nicht haben, weil sie sich die hohen Studiengebühren nicht leisten können. Die Stipendien können das nicht wettmachen. Und es fängt ja schon vorher in der Schule an. Die Bildungsministerin Betsy De Vos ist nicht mehr als Lobbyistin für Privatschulen und auch Milliardäre wie Bill Gates forcieren mit viel Geld Kampagnen für sogenannte charter schools, die über die Lehrinhalte frei entscheiden können und deren Qualität oft äußerst grenzwertig ist. Ohne eine gute Schulausbildung sinken die Chancen später zu studieren und ohne Studienabschluss sinken die Chancen auf einen gut bezahlten Job. Und ohne gut bezahlten Job braucht man in Städten wie San Francisco, New York und Los Angeles erst gar nicht darauf hoffen sich die Miete für eine vernünftige Wohnung leisten zu können. Also zieht man in Gegenden, in denen die Mieten niedriger sind, aber da mangelt es oft an Jobs.

Die USA haben den Wandel von einer Industriegesellschaft zu einer Dienstleistungsgesellschaft nicht sozialverträglich hinbekommen. Während die Fabrikarbeiter gewerkschaftlich organisiert waren und dementsprechend Macht ausüben konnten, fehlt den Menschen im Dienstleistungssektor dieser Organisationsgrad. Oft werden sogar illegale Einwanderer beschäftigt, die sich noch besser ausbeuten lassen, weil sie aufgrund ihres Status kaum Chancen haben sich juristisch zu wehren. Covid 19 hat die Ungleichheit und Ungerechtigkeiten noch schonungsloser offen gelegt. Während gut bezahlte Weiße mehr oder weniger bequem im Home Office weiterarbeiten konnten, haben viele Schwarze ihren Job verloren und sind auf Lebensmittelspenden angewiesen.
Da stimme ich dir vollkommen zu. Diese Ohnmacht aus Ungleichheitsgefühl und Perspektivlosigkeit ist m.E. ein starker Antrieb für die Proteste.

Die Dienstleistungswirtschaft in den USA hat auch diese "Shared Economy" auf Basis von Teile deine Wohnung (AirBnB), Teile dein Auto (Uber), Teile deine Zeit (Lieferservicses) geboren. Mehr Ausbeutung geht nicht.

Rince81
Beiträge: 2451
Registriert: 21. Dez 2015, 04:30

Re: Präsident Trump

Beitrag von Rince81 »

echtschlecht165 hat geschrieben:
3. Jun 2020, 09:44
oder vielleicht auch mal Wattstax schauen.
Der nach den Aufständen in Watts (LA) in den 60ern entstand.
Dort gabs 34 Tote in wenigen Tagen
Persönliche Anekdote dazu. Das muss mittlerweile so 5-6 Jahre her sein und ich glaube mein zweiter oder dritter LA Besuch. Ich hatte beschlossen mir die Watts Towers anzusehen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Watts_Towers

Also mit Google Maps rausgesucht wie ich da am besten mit öffentlichen Verkehrsmitteln hin komme und los ging es. Ich habe gemerkt, dass das ungewöhnlich ist, ich war in der Metro der einzig weiße und dann auf dem Fußweg hin wurde ich mehrfach angesprochen was ich den hier mache und wo ich hin wolle, meine Info, dass ich zu den Watts Towers will wurde jedesmal erfreut zur Kenntnis genommen und ich habe umgehend und ungefragt eine Wegbeschreibung bekommen - die hatte ich auch auf dem Handy. :ugly: Es war zu sehen, dass die Gegend nicht "sicher", farbig und arm ist, wobei mir South Central an sich kein sonderlicher Begriff war vorher. Praktisch jedes Fenster der Einfamilienhäuser war vergittert und gesichert. Zumindest habe ich mir die Tower angesehen und bin dann wieder los.
Im Nachhinein habe ich dann gelesen, dass Watts an sich sowas wie eine touristische NoGo Area ist und wenn man denn unbedingt zu den Towers will das bitte mit dem Auto machen soll, Hin, kurz gucken, vielleicht 2-3 Fotos und wieder weg. Auf gar keinen Fall als Tourist solle man öffentliche Verkehrsmittel nehmen, das sei total gefährlich... Stimmt definitiv nicht. Natürlich sollte man seinen gesunden Menschenverstand mitnehmen und die üblichen touristischen Street Skills mitbringen und Restrisiko besteht überall, solche Berichte oder Einschätzungen sorgen bei mir aber immer wieder für Kopfschütteln...

https://usareisetipps.com/sicherheit-in ... emviertel/
https://rp-online.de/panorama/das-verge ... id-8515385
Die "Gesendet von meinem HTC11 Life mit Tapatalk"-Signatur

vicsbier
Beiträge: 441
Registriert: 22. Okt 2016, 17:12

Re: Präsident Trump

Beitrag von vicsbier »

Ein Link auf einen Artikel der SZ vom letzten Jahr zu Studien über Polizeigewalt in den USA:
https://www.sueddeutsche.de/wissen/stat ... EVtSYBEd3M

Benutzeravatar
nachtgiger
Beiträge: 31
Registriert: 25. Jan 2019, 08:42

Re: Präsident Trump

Beitrag von nachtgiger »

vicsbier hat geschrieben:
3. Jun 2020, 10:31
Ein Link auf einen Artikel der SZ vom letzten Jahr zu Studien über Polizeigewalt in den USA:
https://www.sueddeutsche.de/wissen/stat ... EVtSYBEd3M
Interessant, aber:
Die Forscher betonen jedoch, dass ihre Studie keine Rückschlüsse auf etwaigen Rassismus bei der Polizei zulasse.
Außerdem:
1. Kein Aufschluss darüber, in welchem Verhältnis Gerichtsverfahren eingeleitet und -urteile gefällt werden bzw. deren Härte bei erwiesenem Fehlverhalten der Polizei gegenüber weißen oder schwarzen Opfern.
2. Kein Aufschluss darüber, ob bzw. inwiefern racial profiling zu einer erhöhten Strafverfolgung und/oder Gewaltanwendung gegenüber der schwarzen Bevölkerung führt.

Von daher fun facts, geht aber eigentlich an der Diskussion vorbei.

Don Mchawi
Beiträge: 387
Registriert: 8. Nov 2017, 08:44

Re: Präsident Trump

Beitrag von Don Mchawi »

nachtgiger hat geschrieben:
3. Jun 2020, 18:35


Interessant, aber:
Die Forscher betonen jedoch, dass ihre Studie keine Rückschlüsse auf etwaigen Rassismus bei der Polizei zulasse.
Außerdem:
1. Kein Aufschluss darüber, in welchem Verhältnis Gerichtsverfahren eingeleitet und -urteile gefällt werden bzw. deren Härte bei erwiesenem Fehlverhalten der Polizei gegenüber weißen oder schwarzen Opfern.
2. Kein Aufschluss darüber, ob bzw. inwiefern racial profiling zu einer erhöhten Strafverfolgung und/oder Gewaltanwendung gegenüber der schwarzen Bevölkerung führt.

Von daher fun facts, geht aber eigentlich an der Diskussion vorbei.
Sehe ich auch so - plus, um es salopp zu sagen, war Onkel Tom noch nie ein Beleg dafür, dass es keinen Rassismus gibt. Will sagen, dass struktureller Rassismus auch vor der diskriminierten Gruppe nicht Halt macht und sich seine Denkmuster auch auf diese übertragen können. Dazu kommt, dass in einer rassistischen Umgebung es für die diskriminierte Gruppe oft der einzige Weg ist, sozial/wirtschaftlich aufzusteigen, indem sie sich diesem System fügen und damit bewusst oder unbewusst den Rassismus weitertragen. Die europäischen Kolonien in Afrika wären bspw nicht ohne aus den Einheimischen rekrutierte Soldaten möglich gewesen, deren Existenz aber ja nicht die rassistische Struktur des Kolonialismus negiert.

Antworten