COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

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bluttrinker13
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von bluttrinker13 »

lolaldanee hat geschrieben:
14. Jan 2021, 13:33
heute morgen war es schon besser, sie scheint es wohl grade so zu überleben :mrgreen:
Ist halt ne empfindsame Seele. In dem Beruf, genau das richtige. :D



Frage nur interessiert, weil ich Allergiker bin und es einige Vorfälle mit allergischem Schock (handelbar, man sollte aber vorbereitet sein) gab.

Rince81
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Rince81 »

bluttrinker13 hat geschrieben:
14. Jan 2021, 13:42
Eventuell radikale Maßnahmen a la China könnten das leisten, wird aber realiter nicht kommen, und wenn doch, dann gibt's Krach.
Anekdotische Erfahrung von mir. Ich bin April einmal unterwegs gewesen auf der Autobahn. Erster Lockdown, Geschäfte und Kultur zu. Die Autobahn (A24) war gespenstisch leer. Und mit leer meine ich richtig leer, The Walking Dead mäßig leer. Ich habe auf 40km kein einziges Auto auf meiner Spur gesehen und auf der Gegenspur vielleicht 10. Jetzt im Dezember und Januar? Völlig normaler Verkehr. Die Leute haben sich im Frühjahr von alleine zurück gehalten. Jetzt nicht mehr...
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bluttrinker13
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von bluttrinker13 »

Rince81 hat geschrieben:
14. Jan 2021, 18:21
Anekdotische Erfahrung von mir. Ich bin April einmal unterwegs gewesen auf der Autobahn. Erster Lockdown, Geschäfte und Kultur zu. Die Autobahn (A24) war gespenstisch leer. Und mit leer meine ich richtig leer, The Walking Dead mäßig leer. Ich habe auf 40km kein einziges Auto auf meiner Spur gesehen und auf der Gegenspur vielleicht 10. Jetzt im Dezember und Januar? Völlig normaler Verkehr. Die Leute haben sich im Frühjahr von alleine zurück gehalten. Jetzt nicht mehr...
Ja, stimmt. Hier in B auch. Aber damals waren sie / wir defensiv, da ein großes Ausmaß an (emotionaler) Unsicherheit herrschte. Das führt zu Vermeidungsverhalten. Das ist nun aber weg und kann meines Erachtens auch nicht wieder herbeigeholt werden. Die Lage ist, psychologisch, eine völlig andere.

Wenn ich meine "Maßnahmen sind fast ausgeschöpft" schreibe, beziehe ich mich ja auf das, was die Politik tun kann. Und da haben wir imo jetzt schon länger genau dasselbe wie im Frühjahr. Leider unter verschlechterten Bedingungen (zu langsames Aufbauen der Maßnahmen plus eh schon höhere Basisraten, sprich Durchseuchung) Auf die Psychologie dieser Pandemie hat das aber nur wenig Einfluss. Und ich bezweifle, das selbst harte Ausgangssperren noch mal zu denselben Bildern führen, wie du sie treffend beschrieben hast. Eher führen die, angesichts der Ermattetheit, der Frustration, der ganzen Vorgeschichte, zu vermehrtem Widerstand.

Btw, die Mobilität der Leute liegt auch jetzt noch deutlich unter der des Vorjahres, es gibt also einen Effekt (nur finde ich den Link dazu nicht mehr, war irgend ein TU Prof im Tagesspiegel). Gleichzeitig halte ich aber auch die These für plausibel, dass die Infektionszahlen trotz Lockdown weiterhin so hoch sind, weil schon mehrere unerkannte Mutationen am Start und beteiligt sind. Hoffentlich nicht, würde aber definitiv zu den Daten passen.

Zoiglbier
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Zoiglbier »

Vor eineinhalb Wochen gab es ein ganz interessantes Interview in den Tagesthemen mit dem Epidemiologen Klaus Stöhr (Wiki sagt: ehemaliger Leiter des Global-Influenza-Programms und SARS-Forschungskoordinator der WHO). Der meinte, dass ein Inzidenzwert von 50 in den Wintermonaten quasi unmöglich zu erreichen sei. Dies könne man anhand den Lockdowns der Nachbarländer sehen. Somit sollte man entweder den Zielwert von 50 in Frage stellen/anders definieren oder sich wohl damit abfinden, dass die jetzigen Maßnahmen so schnell nicht enden werden. Also wohl erstmal keine Ende in Sicht :cry:

https://www.tagesschau.de/multimedia/vi ... 05291.html

Bei seiner Botschaft bezüglich der Maßnahmen würde ich allerdings aufgrund der erschreckend hohen Zahl an Todesfällen nicht mitgehen. (Also, dass die Maßnahmen nicht an dem niedrigen Zielwert gemessen werden sollen und die Überlastung des Gesundheitssystems als hauptsächliche Kenngröße verwendet werden sollte).

Rince81
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Rince81 »

Aber was willst du machen? Wenn der Lockdown die Inzidenz nur hält ist er eben trotzdem nicht überflüssig und gescheitert, sondern begrenzt immernoch den sonst garantierten starken Anstieg. In der kommenden Woche sollte das RKI wenigstens wieder realistische zahlen haben und Weihnachten und Silvester bei den Neuansteckungen durch sein - die Todeszahlen werden aber in den kommenden Wochen ebenfalls stark sicher noch deutlich ansteigen.
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Fouriety
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Fouriety »

Immerhin gibt es etwas positive Nachrichten aus UK/Irland: Sieht so aus, als ob auch die neue Mutation mit einem (harten) Lockdown halbwegs einzudämmen ist.
Bild


Wenn wir jetzt aber im Februar die Schulen wieder aufmachen, die in UK wohl stark zu Explosion der Fälle im Dezember beigetragen haben...

Rince81
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Rince81 »

Ich denke nicht, dass das passieren wird. Merkel will eher deutliche Verschärfungen und bei den Ländern, die sowas bisher immer um 2-3 Wochen verzögert haben, scheint mittlerweile angekommen zu sein, dass es a) in zwei bis drei Wochen dann eh kommt und b) die haben mittlerweile weitgehend realisiert, wie sehr bei ihnen die Hütte brennt...
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Leonard Zelig
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Leonard Zelig »

Rince81 hat geschrieben:
14. Jan 2021, 13:23
Spätestens wenn die britische Mutation sich hier so richtig verbreitet ist es mit dem lavieren eh durch. Von daher denke ich, dass die Idee die Zahlen auf hohem Niveau zu stabilisieren ein fataler Fehler sein könnte. Die Zahlen müssen runter und zwar massiv.
Solange die Zahlen nicht deutlich ansteigen, dürfte das der Bevölkerung nur schwer zu vermitteln sein. Ein paar Sachen kann man zwar noch beschließen (Einstellung des Fernverkehrs, FFP2-Maskenpflicht, Ausgangssperre), aber ein massives Absinken wird dadurch wohl nicht realisiert.
Rince81 hat geschrieben:
14. Jan 2021, 18:21
bluttrinker13 hat geschrieben:
14. Jan 2021, 13:42
Eventuell radikale Maßnahmen a la China könnten das leisten, wird aber realiter nicht kommen, und wenn doch, dann gibt's Krach.
Anekdotische Erfahrung von mir. Ich bin April einmal unterwegs gewesen auf der Autobahn. Erster Lockdown, Geschäfte und Kultur zu. Die Autobahn (A24) war gespenstisch leer. Und mit leer meine ich richtig leer, The Walking Dead mäßig leer. Ich habe auf 40km kein einziges Auto auf meiner Spur gesehen und auf der Gegenspur vielleicht 10. Jetzt im Dezember und Januar? Völlig normaler Verkehr. Die Leute haben sich im Frühjahr von alleine zurück gehalten. Jetzt nicht mehr...
Wenn ich mit meinem Hund eine Runde drehe, dann sehe ich auf den zwei stark befahrenen Straßen an denen ich vorbeikomme nicht weniger Verkehr als sonst. Im Frühjahr haben sich hingegen die Werktage wie Feiertage angefühlt, wenn man auf die leeren Straßen geschaut hat.

In anderen Foren berichten Leute, dass 70% der Eltern die Notbetreuung in den KITAs in Anspruch nehmen und das nicht vergleichbar wäre mit der geringen Zahl Kinder im Frühjahr. Angeblich braucht es auch keine Nachweise, kann also leicht ausgenutzt werden.
"The whole problem with the world is that fools and fanatics are always so certain of themselves, but wiser people so full of doubts."

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Rince81
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Rince81 »

Wobei "der Bevölkerung schwer vermittelbar" in ein paar Wochen wieder synonym mit "die Politiker haben es versaut und versäumt" ist...
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Wudan
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Wudan »

Ich muss sagen dass die Politik momentan fast alles tut um den Kooperationswillen der Bevölkerung noch weiter zu senken. Man sollte doch irgendwie mal schauen dass man die Leute irgendwie mitnimmt. Aber es wird gerade nur noch Drohkulisse aufgebaut: alles noch härter machen, noch strenger, noch länger, lockerung Ende Januar kannst vergessen, Lockerung bis Ostern wahrscheinlich auch, Geldstrafe hier, Ausgangsperre dort, FFP2 Pflicht, noch mehr Kontaktbeschränkungen... etc etc PP.

Perspektiven? Langzeitplan? Fehlanzeige. "auf Sicht fahren" seit 1 Jahr. Wer soll denn da noch vertrauen haben?

Ich muss leider von mir selber sagen das meine Geduld und Opferbereitschaft mitlerweile hart am Limit ist. Ich verstehe nach wie vor die Notwendigkeit, aber irgendwie muss man die Leute auch mit ins Boot holen und Perspektiven aufzeigen anstatt nur mit Strafen und Sperren zu wedeln während die Rhetorik immer härter wird.

Rince81
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Rince81 »

Nur welche Perspektive willst du aufzeigen, vor allem was für eine, die du dann auch einhalten kannst?

Vor allem ist keine Lockerung bis Ostern auch eine Perspektive, nur eben keine optimistische. Churchill hatte den Briten auch Blut, Schweiß und Tränen in Aussicht gestellt...
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XfrogX
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von XfrogX »

Ja, finde auch es ist leicht gesagt man sollte die Leute mitnehmen statt weiter einzuschränken. Aber wie, alles was es gab waren immer nur steigende Zahlen und trotzdem Proteste dagegen sogar wohl am schlimmsten als es recht locker war.

Und lügen und zu sagen okay 4 Wochen Maßnahme x und dann egal wie es aussieht diese wieder ändern geht nicht.

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Peter
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Peter »

Der Lockdown Light mit der Perspektive auf ein schönes gemeinsames Weihnachten hat ja auch wahnsinnig gut funktioniert.

Wenn die vergangenen Monate eines gezeigt haben, dann dass es überhaupt nichts bringt, die Leute mitnehmen zu wollen. Ich sehe für die Politik inzwischen auch keine Alternative mehr, als auf härtere Maßnahmen und eine Drohkulisse zu setzen.

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lipt00n
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von lipt00n »

Ich war schon im Dezember der Meinung, man hätte strikter und härter reagieren müssen und fühle mich jetzt darin auch bestätigt.

Die Situation in der hessischen Kinderbetreuung ist im Übrigen eine Farce. Während in meiner eigenen Einrichtung eine Quote von rund 50% herrscht (zum Vergleich: Im Frühjahr waren es 5-10% in der "Notebetreuung") berichten mir befreundete Kollegen Auslastungen von 75-95% in ihren jeweiligen Einrichtungen. Laut einem Bericht der hessenschau aus dieser Woche ist das kein vereinzeltes Phänomen.
Eine Bereitstellung von FFP2-Masken im Sinne des Arbeitsschutzes funktioniert nur schleppend bis gar nicht, manche Träger sperren sich sogar komplett gegen solche (notwendigen) Mehrausgaben -alles zu Lasten der Beschäftigten. Von der Trostlosigkeit des Arbeitsalltags noch gar nichts genannt: Kaum Nähe, kein Tanzen, kein Singen, keine Ausflüge (außer draußen auf den Spielplatz gehen), viele Kinder ohne Freunde, keine Bewegungsangebote/Sportspiele im Innenraum, kein Toben und Raufen, ständiges Anhalten zu Abstand und erinnern an die Maskenpflicht (diese übrigens durchgehend und überall mit Ausnahme des Essens, da klassenübergreifende Schulkindbetreuung im Hort).

Es ist jetzt der zehnte Monat und ich bin langsam am Ende mit meinem Verständnis. Dazu kommt, dass man im privaten Bereich alles einschränkt was nur geht (und diese Entscheidungen selbstverständlich mitträgt), alles auf ein Minimum reduziert, dann aber auf der Arbeit dem Kontakt mit 30, 40 Haushalten ausgesetzt wird -mit oben genannten Mängeln.
Ich habe keine Lust mehr.
Bild
Mal wieder unterwegs: dorfkartoffel.com

biaaas
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von biaaas »

Wenn man mit dem Frühjahr vergleicht, kann man hier in Sachsen gut den Unterschied zwischen einem rechtzeitigen und einem zu späten Lockdown sehen.

ZiggyStardust
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Registriert: 14. Nov 2018, 12:53

Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von ZiggyStardust »

bluttrinker13 hat geschrieben:
14. Jan 2021, 18:30
Rince81 hat geschrieben:
14. Jan 2021, 18:21
Anekdotische Erfahrung von mir. Ich bin April einmal unterwegs gewesen auf der Autobahn. Erster Lockdown, Geschäfte und Kultur zu. Die Autobahn (A24) war gespenstisch leer. Und mit leer meine ich richtig leer, The Walking Dead mäßig leer. Ich habe auf 40km kein einziges Auto auf meiner Spur gesehen und auf der Gegenspur vielleicht 10. Jetzt im Dezember und Januar? Völlig normaler Verkehr. Die Leute haben sich im Frühjahr von alleine zurück gehalten. Jetzt nicht mehr...
Ja, stimmt. Hier in B auch. Aber damals waren sie / wir defensiv, da ein großes Ausmaß an (emotionaler) Unsicherheit herrschte. Das führt zu Vermeidungsverhalten. Das ist nun aber weg und kann meines Erachtens auch nicht wieder herbeigeholt werden. Die Lage ist, psychologisch, eine völlig andere.
Da muss ich zustimmen. Die Pandemie geht jetzt schon seit zehn Monaten und ich kenne immer noch niemanden, der nachweislich infiziert war. Was natürlich auch damit zusammenhängen kann, dass die Tests sauteuer sind und man sich daher ohne Symptome wohl nur in Ausnahmefällen testen lässt.

87% der Toten aktuell lebten in Pflege- oder Altenheimen. Diese Menschen stehen eh mit einem Bein in Grab und sind gesundheitlich stark angeschlagen. Da kann auch eine Lungenentzündung schnell tödlich verlaufen, diese führt jedes Jahr zu 30.000 Toten:
https://www.morgenpost.de/ratgeber/arti ... F_OjEbkORI

Für die Pflegekräfte ist die aktuelle Situation natürlich extrem belastend, aber die miserablen Arbeitsbedingungen dieser Berufsgruppen sind Politik und Bevölkerung seit Jahrzehnten bekannt. Trotzdem ändert sich nichts. "Augen auf bei der Berufswahl!" scheint das Motto zu lauten. Solche Aussagen wie von Herrn Söder und Herrn Gabriel sind auch alles andere als hilfreich:
https://twitter.com/sigmargabriel/statu ... 0286455811

Sollte die Dynamik von B117 nicht durch einen Shutdown gebrochen werden, nutzt selbst die beste Impfstrategie nicht, da wir dem Infektionsgeschehen durch Impfungen nicht vorgreifen könnten. Wir wären immer hinter der Welle, nie davor. Die Grenzen sind offen, als gäbe es keine Pandemie. Das ist ein Unding! Wir brauchen wieder Grenzschließungen und -kontrollen wie im Frühjahr, dazu geschlossene Luft- und Wasserwege und Ausnahmen ausschließlich für existenziell notwendigen Güterverkehr. Wir sehen doch ganz deutlich, dass das B117-Virus eingeschleppt wird. Diesem Geschehen wird ungerührt zugeschaut.

Yano
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Yano »

ZiggyStardust hat geschrieben:
15. Jan 2021, 10:39
Solche Aussagen wie von Herrn Söder und Herrn Gabriel sind auch alles andere als hilfreich:
https://twitter.com/sigmargabriel/statu ... 0286455811
Wenn es eine Impflicht fürs Pflegepersonal gäbe, würden wir auf einen Schlag c.a. ein Drittel des eh kaum vorhandenen Personals verlieren.

Rince81
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Rince81 »

Glaube ich nichts ganz, es gibt offensichtlich keine belastbaren Zahlen darüber wie die Impfbereitschaft . Die Aussage von Gabriel ist einfach nur dumm. Kein Mensch ist bisher in Pflegeheimen gestorben weil Mitarbeiter nicht geimpft waren. Das geht rein faktisch nicht.
Zuletzt geändert von Rince81 am 15. Jan 2021, 13:52, insgesamt 1-mal geändert.
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biaaas
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von biaaas »

ZiggyStardust hat geschrieben:
15. Jan 2021, 10:39

Da muss ich zustimmen. Die Pandemie geht jetzt schon seit zehn Monaten und ich kenne immer noch niemanden, der nachweislich infiziert war. Was natürlich auch damit zusammenhängen kann, dass die Tests sauteuer sind und man sich daher ohne Symptome wohl nur in Ausnahmefällen testen lässt.
Die Tests werden doch von der Krankenkasse bezahlt, oder was meinst Du?
Ein PCR Test kostet ca. 40 €, die Schnelltests sind ähnlich im Preis. Ich habe mir, da ich mit der Familie in Quarantäne war (meine Frau war positiv), einen Antigen Test gegönnt der kostet 20€. Also Sauteuer würde ich das jetzt nicht bezeichnen.
Es gab/gibt ca. 2Mio bestätige Fälle in Deutschland, je nachdem wo Du wohnst und wie dein Freundeskreis so aussieht ist es nicht unwahrscheinlich das es da keinen positiv getesteten gab. Hier bei mir sieht das schon ganz anders aus....

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Cthalin
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Cthalin »

Zahlen in Deutschland sind eh nicht belastbar. Getestet wird nur bei harten Symptomen und selbst dann kommen Ämter und Labore nicht hinterher. Kontaktpersonen 1. Grades teils dennoch nicht getestet - "du hast ja nur 2 Std neben dem gesessen, das ist schon ok". Keine Kontrollgruppentests wie in UK zb (1000 zufällige Personen testen -> belastbare Zahlen zu Altersverteilung, Inzidenz usw). Bei uns wird stattdessen immer mehr Niedrig-Test-Strategie gefahren. Warum auch nicht, wenn sonst klar werden würde, wie sehr wir versagen.

Ich möchte folgenden Kommentar hier auch einfach mal da lassen. Der ist schon sehr direkt und auch links-orientiert, falls das jemandem wichtig ist. Aber er schreibt einmal deutlich nieder, was mir so durch den Kopf geht, wenn wieder drüber debattiert wird, dass die >1000 Toten am Tag doch eigentlich "sowieso bald gestorben wären". >.< https://www.volksverpetzer.de/kommentar/zerocovid/

@biaaas: Wo kostet ein PCR Test 40€? Die liegen normalerweise bei rund 100€. Und werden nur von der Kasse bezahlt, wenn du vom Amt dazu aufgefordert wirst, einen Test machen zu lassen. Wirst du nur kaum noch, siehe erster Absatz. Es gibt private Angebote dafür die aber entsprechend 100€ kosten im Dreh. Ansonsten gibt es die Schnelltests an jeder zweiten Ecke, das stimmt. Preislich zwischen 25-40€. Deren Erkennungsrate ist aber lediglich bei einer akuten Infektion genau. Bist du nur latent infektiös oder schon wieder am Genesen, ist die Aussage des Schnelltests relativ unsicher.

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