COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Wenn es nicht um Spiele und / oder den Podcast geht, dann stehen die Chancen gut, dass dein Thema hier richtig ist.
WARNUNG: Gerade bei Politik & Co. geht's gerne hoch her. Auch hier gelten die Benimmregeln. Behandelt andere Foren-User immer mit Respekt, selbst wenn ihr deren Meinung nicht respektieren könnt!
Forumsregeln
Datenschutzerklärung: https://www.gamespodcast.de/datenschutzerklaerung/
Impressum: https://www.gamespodcast.de/impressum/

Forenregeln und zukünftige Weltverfassung
ART 1: Behandle andere Nutzer mit Respekt.
ART 2: Do NOT piss off the Podcasters

Lies bitte weitere Hinweise hier: viewtopic.php?f=4&t=2789
Inkognito
Beiträge: 481
Registriert: 1. Aug 2020, 14:03

Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Inkognito »

Ich habe noch nie selbst geimpft, aber diese 7. Impfung Biontech bzw. 11./12. Impfung AZ ist ja nicht neu.
Laut Lauterbach nutzt NRW diese. Bayern nicht. Also kann man sich einfach ausrechnen, dass das Hunderttausende zusätzliche Impfungen nur in Bayern wären.

Wendig wie die CSU-Bayern sind, schlägt das jetzt der Bayerische Gesundheitsminister als seinen Vorschlag vor, diese Impfstoffe in den Dosen doch auch zu nutzen! 😂

Benutzeravatar
DickHorner
Beiträge: 818
Registriert: 30. Aug 2018, 10:26

Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von DickHorner »

Voigt hat geschrieben:
14. Apr 2021, 23:29

Aber abseits davon, ja Ministerium berichtet dass die sich an Europäische Vorschrift halten, und nicht die Gefahr eingehen Menschen Luft zu spritzen, was schnell tödlich werden kann. ist das halt ein abwägen der Risiken, Luftembolie von möglichen Lufteinsaugen in die Spritze was natürlich nicht sofort und in jedem Fall eintritt, aber Risiko ist da vs 17% weniger Impfstoff, und damit leicht verzögerte Impfung für die Gesellschaft was da das Risiko gesellschaftlich länger andauern lässt.
Ja aber doch nicht bei 0,1 ml oder 0,2 ml intramuskulär.

Benutzeravatar
lipt00n
Beiträge: 527
Registriert: 11. Dez 2015, 10:01
Wohnort: Frankfurt am Main
Kontaktdaten:

Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von lipt00n »

Voigt hat geschrieben:
14. Apr 2021, 23:03
Es ist aber pro Tag ja klar wieviele Termine im vorhinein ausgemacht worden, und wieviele Dosen man daher an diesem Tag braucht. Und wenn halt 10% einfach nich aufkreuzen ( was ich halt auch eher hochgegriffen halte) reicht es ja wenn man bloß 80% der Dosen im vorraus in Spritzen füllt (haben die überhaupt soviele individuelle Spritzen) und den Rest dann halt laufend je nach realem Andrang.
Der Impfstoff für meinen 11:00 Termin wurde um 10:53 in eine Spritze gezogen/aufbereitet (laut Sticker) -es wird also mitnichten so sein, dass da morgens einer alles aufzieht. Das passiert nebenbei, immer wieder, über den ganzen Tag verteilt. Zumindest ist es so im Impfzentrum in Frankfurt.
Endymion19 hat geschrieben:
14. Apr 2021, 21:14
Wenn ein befreundeter Arzt auch eine Impfung anbietet, würdet ihr es machen lassen wenn ihr Prio 4 seit?
Nein, würde ich grundsätzlich nicht.
Als in Hessen die Anmeldung für Erzieher*innenimpfungen kam, wurde schnell klar, dass sich jeder über den Link anmelden und einen Termin ausmachen konnte, unabhängig davon, ob er selbst die Aufforderungsmail nach Anmeldung bekommen hat. Das ging dann bei den entsprechenden Leuten auch schneller. Im Gegensatz zu vielen anderen im kollegialen Umfeld habe ich davon Abstand genommen und gewartet, bis ich selbst aufgefordert werde. Am Ende bekamen die alle AZ und ich BioNtech und bin, durch den kürzeren Abstand, letztendlich doch vorher durchgeimpft. Hat sich also gelohnt, zu warten.
Es würde Ausnahmen geben, z.B. würde ich keinem einen Vorwurf machen, der einen Rest kurz vor Feierabend da rumliegen hat, und die Begleitperson der 80jährigen Omi zum Schuss einlädt -das kann ich nachvollziehen. Das ein Hausarzt aber seine Kumpels aus dem Tennisverein durchimpft obwohl sie nicht an der Reihe wären...kann gut möglich sein, ich würde das aber für die Ausnahme halten.

---------------------
Interessant finde ich übrigens die Meldung, Sportler für Olympia dürfen nur Einreisen/Teilnehmen, wenn sie geimpft sind.

Dann wird Deutschland wohl nicht teilnehmen können, weil ich für topfitte Leistungssportler unter 30 keinerlei Impfbedarf nach Priorisierung sehe, zumindest nicht bis Juni oder Juli?
Bin mal gespannt, wie richtig beschissen man das politisch lösen möchte :D
Bild
Mal wieder unterwegs: dorfkartoffel.com

Rince81
Beiträge: 3565
Registriert: 21. Dez 2015, 04:30

Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Rince81 »

29.426 Neuinfektionen an einem Tag laut RKI, wir nähern uns wieder den Januarzahlen - höchste Zeit die Notbremse zu ziehen - also in einer Woche oder so... Wobei Notbremse einfach nur die irrste Falschbezeichnung ist. Eine Notbremse soll einen Zug anhalten, nicht nur verlangsamen.
Die "Gesendet von meinem HTC11 Life mit Tapatalk"-Signatur

Benutzeravatar
Textsortenlinguistik
Beiträge: 356
Registriert: 28. Jan 2016, 15:41

Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Textsortenlinguistik »

Andre Peschke hat geschrieben:
14. Apr 2021, 19:11
Textsortenlinguistik hat geschrieben:
14. Apr 2021, 16:10
Welche Legitimation als Öffnungskonzept haben die Schnelltests denn dann überhaupt noch?
Wo sie laut Drosten aber nicht funktionieren ist daher als Einlass-Voraussetzung bei einmaligen Events. Also: Vor dem Fussballstadion alle mit Schnelltest checken --> Eher nicht.

Andre
Richtig, aber war der O-Ton aus dem Bundesministerium für Gesundheit in der letzten Woche nicht, dass ein höchstens 24 Stunden alter negativer Schnelltest äquivalent zum Doppelimpfstatus sein soll? Inkl. Integration von Schnelltests in die kommenden digitalen Impfausweise?

Für mich ist das, auch was das Thema Schule betrifft, eine trügerische Sicherheit.
Bild

Benutzeravatar
DickHorner
Beiträge: 818
Registriert: 30. Aug 2018, 10:26

Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von DickHorner »

Rince81 hat geschrieben:
15. Apr 2021, 09:01
29.426 Neuinfektionen an einem Tag laut RKI, wir nähern uns wieder den Januarzahlen - höchste Zeit die Notbremse zu ziehen - also in einer Woche oder so... Wobei Notbremse einfach nur die irrste Falschbezeichnung ist. Eine Notbremse soll einen Zug anhalten, nicht nur verlangsamen.
... und bei einer Notbremse fährt auch nicht ein Gutteil des Zuges von 9-17 Uhr weiter :doh:

Rince81
Beiträge: 3565
Registriert: 21. Dez 2015, 04:30

Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Rince81 »

Textsortenlinguistik hat geschrieben:
15. Apr 2021, 09:03
Richtig, aber war der O-Ton aus dem Bundesministerium für Gesundheit in der letzten Woche nicht, dass ein höchstens 24 Stunden alter negativer Schnelltest äquivalent zum Doppelimpfstatus sein soll? Inkl. Integration von Schnelltests in die kommenden digitalen Impfausweise?
Ja aber immer nur als ein weiterer Schritt. Die Leute stellen ein geringeres Risiko dar, genau wie frisch getestete, Masken tragen und Abstand würde trotz Impfpass erstmal weiter gelten. Bei den Kinos im "Modell" Tübingen gab es trotz Schnelltests Maskenpflicht, hohe Abstände und ein Verzehrverbot im Saal.
Problem dabei, die Politik hat die Schnelltests immer anders kommuniziert und als Allheilmittel angepriesen, was sie nicht sind...
Die "Gesendet von meinem HTC11 Life mit Tapatalk"-Signatur

Benutzeravatar
Tsuran
Beiträge: 91
Registriert: 22. Okt 2019, 09:55

Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Tsuran »

Voigt hat geschrieben:
14. Apr 2021, 23:14
Ist halt andere Sachen um systemisch ein relevanter Prozentsatz weggeschmissen oder nach Symphatien statt Anforderung verimpft wird.
Ich habe bei meiner Tochter nachgefragt die in einem Impfzentrum als MFA arbeitet:

Die Vorbereitung findet eigentlich nur dann statt, wenn klar ist, dass sie wegkommen. Es gibt Koordinatoren die nur damit beschäftigt sind dem Labor Bescheid zu geben, dass ein neues Fläschchen aufgezogen werden muss.

Es wird so lange rumtelefoniert bis jede Dosis besetzt ist. Egal aus welcher Prio, man versucht sich daran zu halten, wenn da aber niemand greifbar ist, geht man in die nächste Gruppe. Wenn 20 Dosen aufgetaut sind, bleiben die Angestellten solange da, bis die letzte Dose verimpft wurde. Es gibt auch noch genug Leute bei Feuerwehren/Polizei usw. die sich über diese Dosen freuen.

Benutzeravatar
Andre Peschke
Beiträge: 6182
Registriert: 9. Jan 2016, 16:16
Kontaktdaten:

Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Andre Peschke »

Textsortenlinguistik hat geschrieben:
15. Apr 2021, 09:03
Richtig, aber war der O-Ton aus dem Bundesministerium für Gesundheit in der letzten Woche nicht, dass ein höchstens 24 Stunden alter negativer Schnelltest äquivalent zum Doppelimpfstatus sein soll? Inkl. Integration von Schnelltests in die kommenden digitalen Impfausweise?

Für mich ist das, auch was das Thema Schule betrifft, eine trügerische Sicherheit.
Äußerungen der Bundesregierung sind doch eh so zu handhaben, wie die Sterbestatistik: Die ist dem aktuellen Geschehen halt immer ca. 4 Wochen hinterher, Tendenz steigend. ^^
bluttrinker13 hat geschrieben:
14. Apr 2021, 19:18
Unaufgeregter und sehr interessanter Artikel zu Sterbefällen und Übersterblichkeit in 2020:
https://www.freitag.de/autoren/der-frei ... -statistik

Solche statistisch basierten Analysen von der Variable müsste es viel mehr geben, da die Sterbezahlen häufig sehr emotional und evidenzschwach diskutiert werden.
Hatte erst jetzt die Zeit, das mal in Ruhe zu lesen. Ich stimme zu, dass es solche Ansätze mehr geben sollte. Die Betrachtung der Übersterblichkeit an sich, finde ich auch gut, wobei er IMO die Effekte der Untersterblichkeit sehr spät anmerkt und weniger deutlich herausstellt, als die "Zwischensumme".

Seine Anmerkungen / Schlussfolgerungen am Schluss finde ich aber ähnlich schwierig wie es von Santiago Garcia schon angemerkt wurde. Dass das gezielte Schützen von Hochrisikogruppen in Altenheimen bzw. von Menschen mit Vorerkrankungen (sind diese überhaupt bekannt? Welche Vorerkrankungen sind relevant?) eine Fantasie ist, mussten nun schon praktisch alle Länder einsehen. Das gilt doppelt, wenn man meint, damit ließe sich Maskenpflicht / Lockdown relevant abmildern. Und auch mir sind das Zitat der Gerichtsentscheidung sowie der Satz "Mit Sicherheit kann lediglich gesagt werden, dass die Jahreszeit (je nachdem ob es wärmer oder kälter wird) einen großen Einfluss auf das Infektionsgeschehen hat." aufgefallen. Beides erscheint nicht haltbar, zumindest nicht mit der Gewissheit, mit der es formuliert wurde. Kurz: Man merkt sehr deutlich, wo der Mathematiker sein Fachgebiet hinter sich lässt und so rein semantisch gibt es da auch nicht so ganz die behauptete Neutralität.

Andre

Benutzeravatar
bluttrinker13
Beiträge: 2779
Registriert: 4. Jun 2016, 22:44

Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von bluttrinker13 »

@Andre, die Kritik ist durchaus nachvollziehbar und statthaft. Ich will jetzt auch hier gar nicht in die Rolle geraten stellvertretend für den Autor und seine Position zu argumentieren. Dazu fehlt mir aufgrund von Coronalehre auch einfach die Zeit.

Ich fand den Artikel einfach teilenswert und in seinen Aussagen, und vor allem den Statistiken recht ausgewogen und sachlich. Da in punkto Sterbezahlen gerne mit Absolutfällen ohne den Hintergrund demografischer Entwicklungen (Edit: vgl Abbildung 1) in den Medien argumentiert wird, und Aussagen aus der Politik die Headlines machten ala "Jeden Tag wie ein Flugzeugabsturz", was ich aus verschiedenen Gründen unsachlich und dramatisierend finde, ist dieser Artikel mE nichtsdestotrotz ein relevantes, interesting read. (Alles auf Spektrum.de dann sowieso, SPIEGEL etc fasse ich dahingehend nicht mehr an) Ich beurteile seine Konklusion auch mitnichten so kritisch wie du oder S G. Aber agree to disagree.

Grüße und ich verschwinde dann (leider) wieder auf Tauchstation. Das Sommersemester kracht rein.
Zuletzt geändert von bluttrinker13 am 15. Apr 2021, 15:22, insgesamt 1-mal geändert.

Benutzeravatar
Andre Peschke
Beiträge: 6182
Registriert: 9. Jan 2016, 16:16
Kontaktdaten:

Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Andre Peschke »

bluttrinker13 hat geschrieben:
15. Apr 2021, 14:18
Ich fand den Artikel einfach teilenswert und in seinen Aussagen, und vor allem den Statistiken recht ausgewogen und sachlich. Da in punkto Sterbezahlen gerne mit Absolutfällen ohne den Hintergrund demografischer Entwicklungen (Edit: vgl Abbildung 1) in den Medien argumentiert wird, und Aussagen aus der Politik die Headlines machten ala "Jeden Tag wie ein Flugzeugabsturz", was ich aus verschiedenen Gründen unsachlich und dramatisierend finde, ist dieser Artikel mE nichtsdestotrotz ein relevantes, interesting read.
Da agreen wir ja auch. Es ist halt nur dann schade, wenn jemand mit dem Vorsatz startet "jetzt schauen wir mal nüchtern auf die Daten" und dann am Ende selbst anfängt, Spekulatius zu backen. "Besser als Spon" ist leider keine irre hohe Hürde mehr. :/

Andre

Voigt
Beiträge: 2470
Registriert: 14. Jun 2016, 14:43

Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Voigt »

Und trotzdem wird häufig hier (im Forum) noch SPON verlinkt. ^^
Bin selber nie auf der Webseite, daher weiß garnich ob die wirklich so schlimm ist, lese nur immer wie schlecht die ist, lese dann aber auch immer soviele SPON Hyperlinks, die ich meist nich lese wegen Cookie Settings (nur selten Lust extra Privates Fenster nur für den Link aufzumachen)

Benutzeravatar
Andre Peschke
Beiträge: 6182
Registriert: 9. Jan 2016, 16:16
Kontaktdaten:

Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Andre Peschke »

Voigt hat geschrieben:
15. Apr 2021, 15:13
Und trotzdem wird häufig hier (im Forum) noch SPON verlinkt. ^^
Ist halt die Frage, wofür. Für die blanke News oder für die Analyse etc.
Das ist ein bisschen wie die GameStar. Ich denke, die Seite ist immer noch mit am besten, um einen schnellen Überblick zu bekommen, was an aktuellen Meldungen existiert. Wenn's dann um die Einordnung oder das Framing der Meldung geht, wird's teilweise heikel. Oder anders: Zur Informationsaggregation gut, zur Meinungsbildung zu wechselhaft.

Andre

Benutzeravatar
Varus
Beiträge: 973
Registriert: 18. Aug 2016, 15:20
Wohnort: Sachsen-Anhalt

Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Varus »

Unsere Landeswahlleiterin und das sachsen-anhaltinische Arbeitsministerium haben heute öffentlich gemacht, dass alle Wahlhelfer zur Landtagswahl am 06.06. priorisiert geimpft werden sollen. Wenn ich für jedes "Braucht ihr noch Wahlhelfer?" heute einen Euro bekommen hätte... Sogar ein Hamburger wurde plötzlich von seiner Demokratieliebe überwältigt und möchte nun in der Provinz Sachsen-Anhalts die Wahl unterstützen. :ugly:

Einerseits schön zu sehen, wie viele Impfwillige es gibt. Aber einen komischen Beigeschmack hat das dann doch. :/
I'm Commander Shepard and this is my favorite singature on the Internet.

Benutzeravatar
Boris
Beiträge: 109
Registriert: 30. Jan 2017, 20:54

Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Boris »

Ach, sowas gibts bei euch, dann habe ich ja vielleicht doch eine Chance auf eine prio Termin.
Dann kann ich auch die Wahlhelfer-Anstecknadel die es vor ein paar Jahren mal gab nutzen um zu zeigen dass ich es nicht nur fuer die Impfung mache :-D Also davon abgesehen dass man ja fast jedes Mal da sitzt.

Einerseits natuerlich gut wenn das viele Freiwillige generiert, vielleicht bleiben ja einige dabei. Hoffentlich sehr wenige die die Impfung abgreifen wollen und dann nicht auftauchen. Unter normalen Umstaenden wuerde ich ja erwarten, dass die meisten sozial genug sind, aber habe aktuell nirgendwo mehr grosse Hoffnung ;)
Vielleicht koennte man alle Interessenten zu einer Ehrenerklaerung verpflichten!

Benutzeravatar
Ironic Maiden
Beiträge: 284
Registriert: 6. Apr 2016, 22:06

Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Ironic Maiden »

Varus hat geschrieben:
15. Apr 2021, 18:16
Unsere Landeswahlleiterin und das sachsen-anhaltinische Arbeitsministerium haben heute öffentlich gemacht, dass alle Wahlhelfer zur Landtagswahl am 06.06. priorisiert geimpft werden sollen. Wenn ich für jedes "Braucht ihr noch Wahlhelfer?" heute einen Euro bekommen hätte... Sogar ein Hamburger wurde plötzlich von seiner Demokratieliebe überwältigt und möchte nun in der Provinz Sachsen-Anhalts die Wahl unterstützen. :ugly:

Einerseits schön zu sehen, wie viele Impfwillige es gibt. Aber einen komischen Beigeschmack hat das dann doch. :/
Das haben Freunde von mir jetzt auch gemacht, allerdings in einem anderen Bundesland. Ich finde das persönlich nicht schlimm. Sie sind in Gruppe 4 und hätten sonst kaum eine Möglichkeit, schneller einen Termin zu bekommen. Da gibt es genug andere, die aus meiner Sicht unangebrachtere Wege gehen. Wahlhelfer werden gebraucht und es ist sinnvoll, sie zu impfen, also warum nicht? (Auf die Idee, dass manche nur die Impfung abzugreifen und dann nicht erscheinen, wäre ich allerdings nicht gekommen, ich bin da wohl zu naiv...)
Menschen, die z.B. ehrenamtlich in manchen Bereichen arbeiten, werden ja auch teilweise vorgezogen.

Insanity
Beiträge: 256
Registriert: 4. Nov 2018, 12:43

Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Insanity »

Ich habe gestern Abend den ersten Schuss BioNTec in den Arm bekommen. Ich bin zwar unter 40, bin aber berufsbedingt in der hohen Prio-Gruppe. Nebenwirkungen hatte ich außer einem leicht schmerzenden Arm und etwas Mattheit heute keine.
So ein Impfzentrum (Rot am See in meinem Fall) ist schon etwas spooky, finde ich. Irgendwas zwischen Katastrophenfilm und Festival. Überall Bundeswehrhelfer, Toilettenwägen, Zäune... Aber alles war super organisiert und alle Helfer waren sehr freundlich und höflich.
Ich habe tatsächlich an mir selbst gemerkt, dass die monatelangen Diskussionen irgendwo im Über-Ich ihre Spuren hinterlassen haben und den anderen Besuchern ging es augenscheinlich ebenso. Alle (außer den dort arbeitenden Menschen) wirkten angespannt, taten aber das richtige. Es ist einfach so: Egal wie rational man ist, das ganze Theater perlt scheinbar doch nicht zu 100% an einem ab.

Naja, ich bin jedenfalls froh, dass vor Ort alles reibungslos lief - das gibt mir zumindest etwas den Glauben an das angebliche deutsche Organisationstalent zurück. :)

Schöne Grüße aus Süddeutschland!
Chuck Norris kann eine Schwingtür zuschlagen!

Benutzeravatar
ragdel
Beiträge: 156
Registriert: 9. Jul 2016, 13:12

Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von ragdel »

Varus hat geschrieben:
15. Apr 2021, 18:16
Unsere Landeswahlleiterin und das sachsen-anhaltinische Arbeitsministerium haben heute öffentlich gemacht, dass alle Wahlhelfer zur Landtagswahl am 06.06. priorisiert geimpft werden sollen. Wenn ich für jedes "Braucht ihr noch Wahlhelfer?" heute einen Euro bekommen hätte... Sogar ein Hamburger wurde plötzlich von seiner Demokratieliebe überwältigt und möchte nun in der Provinz Sachsen-Anhalts die Wahl unterstützen. :ugly:

Einerseits schön zu sehen, wie viele Impfwillige es gibt. Aber einen komischen Beigeschmack hat das dann doch. :/
Naja mal schauen was da bei rumkommt. Da ist doch gar nicht ausreichend Impfstoff für da.

Wir lassen das non vom Ministerium prüfen. Weil wenn du echt jeden in den Wahlbüros impfen sollst, sind das alleine bei uns über 1000. für die musst du ja auch erstmal genügend terminmöglichkeiten schaffen, wie die auch alle können. Das wird chaotisch hoch 10...

Wo ich das gelesen habe, war ich echt was angesäuert.

Rince81
Beiträge: 3565
Registriert: 21. Dez 2015, 04:30

Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Rince81 »

Varus hat geschrieben:
15. Apr 2021, 18:16
Unsere Landeswahlleiterin und das sachsen-anhaltinische Arbeitsministerium haben heute öffentlich gemacht, dass alle Wahlhelfer zur Landtagswahl am 06.06. priorisiert geimpft werden sollen.
Wenn man das machen möchte um die Wahlhelfer bestmöglich zu schützen ist das schon zu spät. Nach STIKO sollen zwischen Erst- und Zweitimpfung aktuell sechs Wochen liegen und die volle Wirkung ist erst ca. zwei Wochen nach dem zweiten Schuß. Das passt nicht mehr... Man müsste die Impflinge daher bei der Zweitimpfung vorziehen. Ich finde es aber richtig Wahlhelfer bestmöglich zu schützen und daher vorzuziehen.
Die "Gesendet von meinem HTC11 Life mit Tapatalk"-Signatur

Benutzeravatar
Jochen Gebauer
Beiträge: 124
Registriert: 1. Nov 2020, 17:41

Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Jochen Gebauer »

Rince81 hat geschrieben:
15. Apr 2021, 20:58
Wenn man das machen möchte um die Wahlhelfer bestmöglich zu schützen ist das schon zu spät. Nach STIKO sollen zwischen Erst- und Zweitimpfung aktuell sechs Wochen liegen und die volle Wirkung ist erst ca. zwei Wochen nach dem zweiten Schuß. Das passt nicht mehr...
Wobei man hinzufügen muss, dass auch eine Erstimpfung nach allen mir bekannten Studien schon einen ganz erheblichen Effekt besitzt. Zwischen keinem Schutz und 85% Schutz (Studie aus Israel mit Biontech) liegt ein massiver Unterschied. Klar wären 95% oder 98% oder wie viel auch immer mit beiden Impfungen besser, aber da wir hier über einen insgesamt überschaubaren Personenkreis sprechen, der noch dazu mit Maske et al geschützt sein wird, nehme ich nicht an, dass es da zwei Impfungen bräuchte.

Antworten