COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

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Floki
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Floki »

MrSnibbles hat geschrieben: 2. Aug 2021, 10:08
Floki hat geschrieben: 2. Aug 2021, 09:58 Ich kann da nur für mich und meine Bubble sprechen, aber hier meine Antworten dazu:

1. Die Skeptiker,Ablhner gibt es leider in doch vermutlich sehr großer Zahl. Weil das aber gesellschaftliche gerade opportun ist aktiv zu sagen, wird das einfach von vielen gemacht und nicht kommuniziert. Meine Meinung ist, solange der Staat es nicht hinbekommt einen Zwang einzuführen, hat er es zu dudeln. Ergo: Wo bleibt der Impfzwang? Blöd, dass wir vor einer Wahl stehen. Die Stimmen will sich niemand versauen.

2. Meine erste Impfung bekam ich vor ca. 6 Wochen oder so. Die Inzidenz-Zahlen waren extrem niedrig. Ich hatte mich ernsthaft gefragt: Ach, muss das noch eigentlich sein oder geht das jetzt einfach so weiter und wir kommen auch so klar? Dann wollte ich für mich und mein Umfeld ein Haken dranbekommen und auch meiner gesellschaftlichen Verpflichtung nachkommen. Deswegen ging ich direkt los.

3. Ich denke nicht, dass das mit den Terminen zu tun hat, oft kann man auch ohne Termin on the fly schon ohne Termin seine Impfung bekommen. Das hat dann also mit nicht-wollen zu tun.

Ich finde der aktuelle Stand war mehr als abzusehen. Die Leute wollen größtenteils nicht. Also entweder arbeiten wir mit Zwang oder wir lassen es mit allen Öffnungen draufankommen. Nur sollten wir uns mal entscheiden.
Mit einem Impfzwang tue ich mich tatsächlich ziemlich schwer. Das ist ein recht straffer Eingriff und etwas, was ich sonst eher von totalitären Regimen erwarten würde.

Zu Punkt 2: Da frage ich mich immer, woher die Vorstellung kommt, dass es schon so klappen wird wenn die Inzidenzen mal niedrig sind. Wo soll das Virus denn hin? Es verschwindet ja nie ganz. Nimm das bitte nicht persönlich, ich bin aufrichtig interessiert.

Zu 3. Traurig, aber schlüssig.

Felidae: Glückwunsch zum zweiten Shot, ich bin Donnerstag dran :)
Zu den 3. Punkt: Ich gebe Dir Recht. Ich und auch vermutlich viele andere Leute wissen, dass das Virus nicht einfach so verschwindet. Aber vielleicht ist die Quote doch so gut gewesen, dass es keine neuen Wirte mehr findet. Keine Ahnung, bin kein Virologe. Es ist neu und unerforscht, vielleicht ist das eine Eigenart die auch neu und erforscht war. Hätte ja sein können. :-)
Aber im Ernst: Du hast Recht, rational weiß ich das. Aber ich weiß auch, dass fettiges Essen und Alkohol schlecht sind. Nehme ich trotzdem zu mit. Ich denke, das geht in die gleiche Richtung.
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Felidae
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Felidae »

Rince81 hat geschrieben: 2. Aug 2021, 10:41

Nur das wir die ganz realen finanziellen Kosten und Folgen dieser Strategie bitte nicht bei Kultur und Co. abladen sollten.
Die Kultur ist - sorry - seit dem Beginn von Corona sowieso gearscht.

Nicht die "große" Kultur. Und nicht die staatlich subventionierte. Aber alles, was irgendwie in den Bereich "Kleinkunst" zählt (wozu ich auch durchaus die meisten Kinos zählen würde, zumindest die selbständigen - wie es bei den Megaketten aussieht, wage ich nicht zu beurteilen). Deshalb hats mich letzten Sommer auch maßlos geärgert, als es hieß "Die Kultur kommt zurück" - bullshit. Die großen, die sich ein Hygienekonzept leisten können, die kamen zurück - und diejenigen, die die Möglichkeit hatten, mal eben ins freie auszuweichen, auch halbwegs. Der mittelgroße Kulturschuppen? Keine Chance. Der kleine noch weniger. Weil die schlicht gar nicht die Möglichkeit haben, entsprechende Abstände zu organisieren und trotzdem noch nennenswert Umsatz, geschweige denn Gewinn zu machen.

Und so wird das - egal mit welchen Konzepten - noch ne Weile so weitergehen. Für kleine bis mittelgroße Kulturstätten wirds unmöglich sein, wirtschaftlich verantwortlich Programm zu machen.

Nur sicherheitshalber: Damit kritisiere ich nicht Corona-Maßnahmen an und für sich. Sondern nur, dass der Staat seit anderthalb Jahren praktisch NICHTS tut, um seine Kultur sinnvoll am Leben zu erhalten. Heftigstes Beispiel (aus meiner Sicht): In 15 von 16 Bundesländern war es meines Wissens so, dass die staatl. Soforthilfe ausschließlich für Betriebsausgaben genutzt werden durfte. Die haben soloselbständige Kulturarbeitende in der Regel aber nicht. Aber sie haben Hunger. Eine Wohnung. Vielleicht Kinder. Tja, Pech gehabt - dafür fühlte sich der Staat nicht zuständig. (Zu lobende Ausnahme: Baden-Württemberg. Dort durften Soloselbständige bis zu 1100,- Euro "Privat-Gehalt" vom Staat beantragen. Für tatsächlich den privaten Lebensunterhalt.)

Wenn ichs richtig mitbekommen habe, arbeitest Du ja in der Kinobranche - insofern muss ich das alles Dir garantiert gar nicht erzählen. Aber für den Rest ist es hoffentlich bisschen ein Aha-Moment.

Außerdem musste der Frust mal raus.
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Peter
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Peter »

MrSnibbles hat geschrieben: 2. Aug 2021, 10:34 Auch so ein Aspekt, der sehr schwierig bei den Leuten ankommt. Eine geringe Wahrscheinlichkeit für einen schweren Verlauf bedeutet trotzdem eine hohe Anzahl an schweren Verläufen, wenn sich irgendwann alle unter 30 anstecken.
Das heißt auch: Wenn wir irgendwann einfach alles öffnen nach dem Motto "wer nicht geimpft ist, hat halt Pech", dann trifft es neben denen, die es nicht anders wollten auch die gesamte U12 Bevölkerung.
Nicht nur das. Derartige Zahlen deuten sehr darauf hin, dass Delta mehr schwere Verläufe verursacht, als seine Vorgänger (was ja eh schon vermutet wurde). Denn wie gesagt ist in diesem Beispiel die Anzahl der Infektionen nicht höher, die Hospitalisierungsrate allerdings schon. Und das obwohl unter den Infizierten auch ein guter Anteil an Geimpften ist, die nur sehr selten schwer erkranken und die Infizierten im Schnitt jünger sind.

Wie viel die Impfung bringt, sieht man aktuell in GB, wo die Hospitalisierungszahlen relativ unproblematisch bleiben. Aber die sind den USA bei den Erwachsenen halt weit voraus (88% vs. 69%). Bei uns sind es 73%.
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MrSnibbles
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von MrSnibbles »

Santiago Garcia hat geschrieben: 2. Aug 2021, 10:43
MrSnibbles hat geschrieben: 2. Aug 2021, 10:08 Mit einem Impfzwang tue ich mich tatsächlich ziemlich schwer. Das ist ein recht straffer Eingriff und etwas, was ich sonst eher von totalitären Regimen erwarten würde.
Also wenn ich mir auf Wikipedia mal ansehe, wo überall Impfpflicht gegen andere Erkrankungen galt und immer noch gilt, dann war die Bundesrepublik bis 1975 totalitär. Belgien, Frankreich, Italien, Tschechien, Griechenland, Kroatien, Lettland, Malta, Polen, die Slowakei und Slowenien sind es offenbar heute noch...

Ernsthaft, ich verstehe nicht, warum da so ein Bohei drum gemacht wird. Abgesehen davon, dass die Regierungsparteien dieses Instrument frühzeitig aus der Hand gegeben haben. Aber das Problem haben sie sich unnötigerweise selbst eingebrockt.
Bei näherer Betrachtung hast du recht. Es würde sich wohl niemand über eine Airbag Pflicht aufregen (wenn es sie nicht schon gibt), obwohl Airbags wie ich gehört habe sogar nachweislich Menschen töten. Nur schützen sie eben deutlich mehr als sie töten. Ein Kissen, das den Aufprall dämpft ist wohl leichter als positiv zu verstehen als eine Nadel, die einem eine Substanz injiziert. Oder es ist eine Sache der Gewöhnung.
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Rince81 »

Felidae hat geschrieben: 2. Aug 2021, 10:56 Nur sicherheitshalber: Damit kritisiere ich nicht Corona-Maßnahmen an und für sich. Sondern nur, dass der Staat seit anderthalb Jahren praktisch NICHTS tut, um seine Kultur sinnvoll am Leben zu erhalten. Heftigstes Beispiel (aus meiner Sicht): In 15 von 16 Bundesländern war es meines Wissens so, dass die staatl. Soforthilfe ausschließlich für Betriebsausgaben genutzt werden durfte. Die haben soloselbständige Kulturarbeitende in der Regel aber nicht. Aber sie haben Hunger. Eine Wohnung. Vielleicht Kinder. Tja, Pech gehabt - dafür fühlte sich der Staat nicht zuständig. (Zu lobende Ausnahme: Baden-Württemberg. Dort durften Soloselbständige bis zu 1100,- Euro "Privat-Gehalt" vom Staat beantragen. Für tatsächlich den privaten Lebensunterhalt.)
Bei den Unternehmen, die Überbrückungshilfe beantragen können, geht es leidlich, da ist viel nachgebessert worden um so Unternehmen am Leben zu erhalten. Problem ist, dass die Programme - auch der Sonderfonds Kultur - wirklich nicht mehr tun - die sollen es irgendwie ermöglichen die Unternehmen über Wasser zu halten - ob das so funktioniert und funktioniert hat, werden wir erst in 2-3 Jahren sehen. Soloselbstständige sind bei den aktuellen Regelungen und Hilfen nach wie vor am Arsch...
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Santiago Garcia
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Santiago Garcia »

MrSnibbles hat geschrieben: 2. Aug 2021, 11:34 Bei näherer Betrachtung hast du recht. Es würde sich wohl niemand über eine Airbag Pflicht aufregen (wenn es sie nicht schon gibt), obwohl Airbags wie ich gehört habe sogar nachweislich Menschen töten. Nur schützen sie eben deutlich mehr als sie töten. Ein Kissen, das den Aufprall dämpft ist wohl leichter als positiv zu verstehen als eine Nadel, die einem eine Substanz injiziert. Oder es ist eine Sache der Gewöhnung.
Lustig, dass du das Beispiel bringst. Bei der Einführung der Gurtpflicht in den 70ern wurden auch allerlei Horrorszenarien an die Wand gemalt. :D
Es war vor allem die Angst, durch den Gurt am Auto gefesselt zu sein, die viele von seiner Benutzung abschreckte. Horrorgeschichten machten die Runde. Man würde nach Unfällen im Auto verbrennen oder im Wasser ertrinken, weil man sich nicht befreien kann. Für rationale Argumente war in jenen Tagen kaum noch jemand empfänglich.
https://www.spiegel.de/geschichte/einfu ... 46925.html
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MrSnibbles
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von MrSnibbles »

:-D ich denke auch, die Gewöhnung ist ein großer Faktor. Dann warten wir einfach zehn Jahre bis die meisten bereit sind, sich impfen zu lassen :-D
Floki
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Floki »

Santiago Garcia hat geschrieben: 2. Aug 2021, 11:53
MrSnibbles hat geschrieben: 2. Aug 2021, 11:34 Bei näherer Betrachtung hast du recht. Es würde sich wohl niemand über eine Airbag Pflicht aufregen (wenn es sie nicht schon gibt), obwohl Airbags wie ich gehört habe sogar nachweislich Menschen töten. Nur schützen sie eben deutlich mehr als sie töten. Ein Kissen, das den Aufprall dämpft ist wohl leichter als positiv zu verstehen als eine Nadel, die einem eine Substanz injiziert. Oder es ist eine Sache der Gewöhnung.
Lustig, dass du das Beispiel bringst. Bei der Einführung der Gurtpflicht in den 70ern wurden auch allerlei Horrorszenarien an die Wand gemalt. :D
Auch wenn ich Impfbefürworter bin, hinkt der Vergleich doch ein wenig.
Der Gurt greift nicht sprichwörtlich in Deinen Körper ein und kann(!) zu Schäden führen, die dann Dein Leben und das Deiner Familie negativ beeinflusst.
Santiago Garcia
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Santiago Garcia »

Das mit der Gurtpflicht ist kein Hügel, auf dem ich zu sterben bereit bin.

Aber welcher Vergleich würde denn nicht hinken?
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DickHorner
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von DickHorner »

MrSnibbles hat geschrieben: 2. Aug 2021, 11:34 obwohl Airbags wie ich gehört habe sogar nachweislich Menschen töten.
Nur in sog. out-of-position-Situationen. Wenn Du nicht angegurtet bist und der Airbag Dir das Genick bricht, weil ihr im falschen Winkel kollidiert z.B.
Rince81
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Rince81 »

Rince81 hat geschrieben: 25. Mai 2021, 21:15 Via Reddit drauf gestoßen, die Zeit hat eine Seite mit interessanten Zahlen:
https://www.zeit.de/wissen/corona-karte ... landkreise
Coronavirus in Deutschland und bei Ihnen – alle Zahlen im Überblick
Das ist interessant. Von den 10 Landkreisen mit den meisten Corona Toten pro 100.000 Einwohner liegen 9 in Ostdeutschland. Traurige Spitze ist der Landkreis Görlitz mit 439 Toten pro 100.000 Einwohnern.
Wenn man sich das auf Ebene der Bundesländer ansieht sieht es ähnlich aus. Vier ostdeutsche Bundesländer führen mit Abstand die Liste der meisten Todesfälle pro 100.000 Einwohner an - nur MV ist hier nicht "vorne" mit dabei.

Das sind Zahlen, bei denen die Politik aufhorchen sollte.
Anmerkung dazu - auch aktuell kann man die innerdeutsche Grenze wunderbar an den Inzidenzen ablesen - nur umgedreht.
https://www.corona-in-zahlen.de/bundeslaender/
Die fünf Bundesländer mit der geringsten Inzidenz sind:
Thüringen: 5,4
Sachsen: 6,3
Sachsen-Anhalt: 6,4
Mecklenburg-Vorpommern: 8,3
Brandenburg: 8,4

Das sind keine statistischen Ausreißer, weil die Zahlen alle dicht beieinander liegen - das nächste Bundesland in der Liste ist Bayern mit einer Inzidenz von 14,6.
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Voigt
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Voigt »

Vermute mal wild, könnte an der Vereibsamung insbesondere auf Dörfern zurückzuführen sein.

Vereinsamung heißt wenig Kontakt daher wenig Neuinfektionen, aber auch falls ältere Person sich infiziert gibt es kaum Leute die danach schaun und Person zeitnah ins Krankenhaus einliefern lassen.
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Rince81 »

Voigt hat geschrieben: 2. Aug 2021, 17:00 Vermute mal wild, könnte an der Vereibsamung insbesondere auf Dörfern zurückzuführen sein.

Vereinsamung heißt wenig Kontakt daher wenig Neuinfektionen, aber auch falls ältere Person sich infiziert gibt es kaum Leute die danach schaun und Person zeitnah ins Krankenhaus einliefern lassen.
Die Struktur in Schleswig-Holstein ist nicht so viel anders und dort ist man bei der Inzidenz von 23,7 und damit im negativen Spitzenfeld - vor wenigen Wochen war SH noch das Bundesland mit der niedrigsten Inzidenz...

Woran auch immer das liegt, ich finde es wirklich faszinierend...
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Floki »

Rince81 hat geschrieben: 2. Aug 2021, 17:23
Voigt hat geschrieben: 2. Aug 2021, 17:00 Vermute mal wild, könnte an der Vereibsamung insbesondere auf Dörfern zurückzuführen sein.

Vereinsamung heißt wenig Kontakt daher wenig Neuinfektionen, aber auch falls ältere Person sich infiziert gibt es kaum Leute die danach schaun und Person zeitnah ins Krankenhaus einliefern lassen.
Die Struktur in Schleswig-Holstein ist nicht so viel anders und dort ist man bei der Inzidenz von 23,7 und damit im negativen Spitzenfeld - vor wenigen Wochen war SH noch das Bundesland mit der niedrigsten Inzidenz...

Woran auch immer das liegt, ich finde es wirklich faszinierend...
Ja, guter Punkt: Woran liegt das? PCR Tests kommen ja zum Großteil erst durch positive Bürgertests zu Stande und nicht zwingend auf Grund eines ausgeklügelten und strategischen Testsystems in den Ländern - so meine Meinung durch Beobachtung.
Und ist es dann eine selbsterfüllende Prophezeiung? Wir haben höhere Werte, mehr Leute lassen sich aufgrund der Meldung sicherheitshalber testen und fallen dadurch erst auf und tragen so auch wieder zum Wachstum bei?
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Peter »

Rince81 hat geschrieben: 2. Aug 2021, 17:23 Die Struktur in Schleswig-Holstein ist nicht so viel anders und dort ist man bei der Inzidenz von 23,7 und damit im negativen Spitzenfeld - vor wenigen Wochen war SH noch das Bundesland mit der niedrigsten Inzidenz...
Ja, aber Dänemark ist über 100, das überträgt sich mit der Zeit natürlich auch auf SW.
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Rince81 »

Peter hat geschrieben: 2. Aug 2021, 17:54 Ja, aber Dänemark ist über 100, das überträgt sich mit der Zeit natürlich auch auf SW.
Passt aber auch nicht so ganz, der Grenzkreis Schleswig-Flensburg hat eine Inzidenz von unter 10 und Nordfriesland ist bei 24 und ist damit genau im Landesschnitt. Da ist eher der Speckgürtel Hamburgs, insbesondere Pinneberg das Problem.
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Tengri Lethos
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Tengri Lethos »

Schleswig Holstein hatte bereits Ferien...vielleicht ist das ein Faktor?
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Rince81 »

MV auch, das ist es ebenfalls nicht...
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MrSnibbles
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von MrSnibbles »

Vielleicht sowas Banales wie der zeitliche Versatz? Der Kreislauf ist ja vereinfacht: Hohe Inzidenz -> strengere Maßnahmen, höhere Vorsicht/Angst in der Bevölkerung -> sinkende Fallzahlen -> Lockerungen, nachlässiges Verhalten -> hohe Inzidenz.

Vielleicht läuft das in den Regionen einfach versetzt ab? Die Regionen sind zwar nicht isoliert aber viele Maßnahmen werden ja von den Ländern beschlossen.
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Rince81 »

Im Mecklenburg-Vorpommern war am Montag Schulbeginn - am Dienstag sind die ersten Schulklassen in Quarantäne gegangen. Läuft...
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