Der Anime Diskussions-Thread

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DoktorSo
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Der Anime Diskussions-Thread

Beitrag von DoktorSo » 28. Sep 2016, 02:47

Servus Leute,

da hier im Offtopic Bereich ja über alles mögliche diskutiert wird wollte ich mal wissen, ob es hier neben mir noch andere Anime Fans gibt, mit denen man bisschen über die eigenen Lieblinge quatschen, Empfehlungen aussprechen oder über total überschätzte Grütze ablästern kann :p

Um das ganze ein bisschen anzustoßen:

Wie man an meinem Avatar vielleicht schon erkennen kann, zählt "One Piece" für mich zu meinen Lieblingsanime (nein, das implementiert nicht, dass ich "One Piece" für perfekt halte ^^). Das ist es dann aber auch schon im Shounen Bereich.

"Code Geass" steht bei mir auf Platz Nummer 1. Den belegte ursprünglich mal "Death Note", das wurde dann aber unter anderem wegen dem, im Vergleich mit "Code Geass", deutlich schlechteren Ende und der fehlenden politischen Ebene verdrängt.

Des weiteren werden "Neon Genesis Evangelion", "Kiseijuu" (aka. "Parasyte") und "Steins;Gate" ganz heiß gehandelt.

Ich habe hier bestimmt wieder was vergessen, aber das ist bei solchen Listen ja unvermeidlich.

Ich freue mich auf eure Meinungen und rege Diskussionen :)

DoktorSo

P.S.: Vielleicht bringt Jochen ja seine Nichte dazu, sich hier im Forum anzumelden. Die kann dann fleißig versuchen "Toyko Ghoul" zu verteidigen :D
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NeverDieTwice
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Re: Irgendwelche Anime Fans hier?

Beitrag von NeverDieTwice » 28. Sep 2016, 11:01

:greetings-waveyellow:
Code Geass habe ich bislang noch nicht gesehen. Manchmal spricht einen das Art Design von vornherein einfach nicht an.

Neon Genesis Evangelion :lol: . Es gibt ganze Foren die sich nur mit der Serie bzw. dessen Filmen beschäftigen. Ich schwanke nach jedem angucken stark zwischen; der Mann ist ein Genie oder das ganze ist einfach nur konfus und ergibt beim besten Willen keinen erkennbaren Gesamtzusammenhang. Da ich schon schlaflose Nächte hatte bei dem Versuch der Geschichte auf die Spur zu kommen, könnte auch beides gut zutreffen. Vor dem Hintergrund das man sogar die psychische Verfassung des Autors, zur Zeit des Entstehens der Geschichte, bei der Interpretation des Animes einbeziehen muss, sollte wohl jeder die Filme zumindest einmal gesehen haben.

An Steins;Gate bin ich gerade dran. Bis Folge 6 reißt es mich noch nicht vollkommen mit. Da mir aber so oft gesagt wurde, das dieser Anime ähnlich gut sei wie Death Note seinerzeit, versuche ich mich da noch ein wenig weiter durchzuquälen.

Death Note: Absolut grandios. Die Prämisse ist unglaublich spannend. Die beiden Hauptcharaktere sind glaubhaft gestaltet und die Taktiken von K überraschen einen im Laufe der Handlung immer wieder. Das Ende ist meiner Meinung unglaublich schlecht und die Fehler die K am Ende begeht, stehen einfach in keiner Relation zu der Genialität die er im restlichen Anime an den Tag legt. Da steht auf einmal einfach ein intellektueller Absturz des Charakters der weder angedeutet wird noch in irgendeiner Weise zu einem logischen Ende führt. Es gibt aber ein alternatives Ende (einfach mal bei youtube suchen) das genau andersherum ausgeht. Das ist deutlich befriedigender und ab sofort ist das für mich auch das offizielle Ende des Animes.. genauso wie es nie Matrix 2 u. 3 gegeben hat.

One Piece ist in den ersten 500 Folgen sehr unterhaltsam. Danach ist die Serie erkennbar genial. Das liegt nicht zuletzt an dem Foreshadowing den Oda, Eiichiro bereits in den ersten Episoden an den Tag gelegt hat. Die Serie läuft jetzt über 15 Jahre und der Mann hatte scheinbar schon am Anfang der Geschichte bereits dessen Twists bis in die kleinste Nuance geplant und folglich umgesetzt. Doofes kleines Beispiel: Sanji meldet sich irgendwann im ersten größeren Arc als "Mr. Prince" zu Wort. und das ganze wird nach ganzen 800 Folgen erst aufgelöst. Mir würde keine andere Serie einfallen, die es schaffen würde auch nur in Ansätzen einen solchen Bogen zu schlagen. Die Serie ist damit über die Anime/Mangeschiene hinaus schon fast historisch relevant..

____

Erstmal 6 gute Animes für den Anfang.

Cowboy Bebop. Der erste Anime in Deutschland und auch derjenige mit dem ich als erstes in diese Welt eingetaucht bin. Die Hauptgeschichte ist meh. Die Hauptcharaktere sind dafür top und die einzelnen Missionen der Cowboys hochspannend. Vor allem wenn man bedenkt zu welcher Zeit der Anime schon solch hohen Standards setzen konnte ist das absolut beachtlich.

The Vision of Escaflowne. Bei dem bin ich mir nie sicher ob ich ihn nur so gut finde, weil er in eben genau die gleiche Zeit gefallen ist wie Cowboy Bebop. Die Hintergrundgeschichte und die Charaktere würden mich wahrscheinlich heute nicht mehr groß von den Socken hauen. Dagegen steht aber die Musik, die es schafft diesen eher mittelmäßigen Anime in eine solche nostalgische Verklärung bei mir zu verwandeln, das ich bis heute glaube der Anime gehöre in meine Top 5 :lol: .

Naruto natürlich: Grandioser Anime so ungefähr bis der große Krieg anfängt. Ab da fand ich ihn storytechnisch extrem belanglos. Mich hat eigentlich nur noch die Uchiha-Hintergrundgeschichte und die immer noch großartig inszenierten Kämpfe bei der Stange gehalten.

Ghost in The Shell: Super Anime, der aber auch gerne mal deutliche Spannungslöcher hatte. Absolut herausragend sind bis heute aber die Folgen vom lachenden Mann. Dessen Implikationen bezüglich der Möglichkeiten einer feindlichen Übernahme, sämtlicher durchgeführten Augmentation führt selbst ein Deus Ex nicht so schön aus. Es würde mich nicht wundern wenn die Folge auch in 100 Jahren noch relevant wäre bzw. dann erst Ihre eigentlich geniale Voraussicht offenbaren würde.

Black Lagoon als Hintergrundberauschung. Die grundlegende Story ist belanglos. Die meisten Charaktere bleiben ziemlich blass. Aber die Geschichten die im kleinen erzählt werden sind sehr spannend. Die Geschichte um die beiden kleinen Massenmörderinnen z.B. sind auch über die Grenzen von Black Lagoon absolut bemerkenswert.

One Punch Man und Mob Psycho 100 (woops geschummelt)
Diese beiden Antihelden nehmen die ganze Anime- und Gameheldenkultur gehörig auseinander und entlarven Sie als die eigentliche Karikatur. Der eine verfällt in Depressionen, weil es schlichtweg keinen vernünftigen Gegner mehr gibt, der mehr als einen Schlag aushalten würde. Der andere hat ebenfalls gottgleiche Kräfte und möchte diese nicht einsetzen, weil er lieber als normaler Mensch von der Gesellschaft akzeptiert werden möchte. 2 wirklich erfrischende Animes, die dem ganzen Genre endlich mal neue Ansätze verleihen. Urkomisch sind sie obendrein.

______

Enttäuschende Animes

Tokyo Ghoul. Interessante Charaktere. Interessante Prämisse. Interessantes Art-Design. Interessante Kämpfe. Aber: Die Story ist einfach mal so 0815 wie sie nur sein könnte. So viel ungenutztes Potential und trotzdem wird die Serie gehyped ohne Ende. Das versteh wer will :doh: .

Fairy Tale. Fanservice all over the place. Hab mich bis zur 100ersten Folge gequält, in der Hoffnung die Serie würde in irgendeiner Form noch Tiefgang entfalten. So wurde Sie mir zumindest empfohlen. Tatsächlich aber ein vollkommen lieblos zusammengeschusteter Haufen Fanservice, der auch noch an den unmöglichsten Stellen, jedwede Ernsthaftigkeit aus der Serie nimmt. So ungefähr wie die frühen Tomb Raider Figuren dafür gesorgt haben, das Lara Croft wahrscheinlich bis in alle Ewigkeit nicht als ernsthafte Frauenfigur wahrgenommen werden kann.

Und sicherlich noch einige andere die ich verdrängt habe..

Dragon Ball, Yu-Gi-Oh, Pokemon und Co traue ich mich nicht zu bewerten. Das ist als würde die 80er Generation versuchen Lassie objektiv bewerten zu wollen. Die Sachen sind absoluter Kult, mit Liedern die einem bis zum Tod nicht aus dem Ohr verschwinden werden. Das wird eine Generation nach uns erledigen müssen :lol:

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Malvitus
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Re: Irgendwelche Anime Fans hier?

Beitrag von Malvitus » 28. Sep 2016, 14:07

Axel hat geschrieben:Früher mal. Heute sind mir Animes tatsächlich zu kitschig und zu generisch. Zudem viel zu laut, zu lang und zu schnell geschnitten.
Mit so einer Verallgemeinerung wäre ich vorsichtig, kann aber auch nachvollziehen, wie dieser Eindruck entsteht. Hierzulande bekommt man leider nicht die gesamte Bandbreite an Anime Serien und oft schaffen es nur die großen Mainstream Serien, die gerne mal laut, schrill und kitschig sind. In Wirklichkeit ist der japanisch Anime aber genauso vielseitig wie westliche Serien (meiner persönlichen Meinung nach sogar deutlich vielseitiger). Leider kommen viele ruhige und tiefere Serien gar nicht erst nach Europa.

Ich zähle auch mal ein paar Anime auf die mir in letzter Zeit positiv aufgefallen sind. Da ich meistens OV mit Untertitel schaue verwende ich größtenteils die Originalnamen, es sei denn die Übersetzung ist mir bekannt.

Shinsekai Yori: Ein spannender Mystery Anime, der teilweise als Dekonstruktion des Superhelden Genres herhalten kann. Es geht im Groben darum, wie eine Gesellschaft von mit Superkräften ausgestatteten Menschen funktionieren kann und wie sie mit ihrer Umwelt interagiert. Mehr möchte ich nicht verraten Unbedingt anschauen!

Attack on Titan: Epische und brutale Geschichte mit guten Twists. Ein wenig Shonen. Sehr gut inszenierte Action, wenn auch mit etwas platten Charakteren.

Hai to Gensou no Grimgar: Unglaublich intensiver Fantasy Anime. Ähnliche Prämise wie Sword Art Online. Eine Gruppe Jugendlicher findet sich plötzlich in einer Fantasywelt ohne Erinnerungen an ihr früheres Leben. Nun müssen sie sich dort zurecht finden. Die Welt funktioniert wie ein klassisches Rollenspiel. Partys ziehen aus um Monster zu jagen und so ihr Geld zu verdienen. Das Problem ist, es ist nicht so leicht wie in einem RPG...

Kill La Kill: Vorsicht. Hier wird man gerade zu erschlagen von klassischen Shonen und Fan Service Klisches. Die Macher schmeißen einem solange Action, Brüste und knappe Outfits mitten ins Gesicht, bis man nicht mehr kann. Eine wunderbare Parodie aber trotzdem spannend und spaßig.

Psycho Pass: Hervorragender Science Fiction Thriller. Beide Staffel sind wärmstens zu empfehlen. Die Prämise ist, dass in der Zukunft die psychische Verfassung von Menschen ständig durch eine KI bewertet werden. Die Bewertung dient dann als Grundlage für die "Berufswahl" (eigentlich wird man mehr oder weniger zugeteilt). Natürlich nutzt auch die Polizei dieses System als eine Art Minority Report Tool. Verschlechtert sich ein Psycho Pass, kommt man entweder in eine Anstalt oder man läuft Gefahr eliminiert zu werden.

Zum Abschluss möchte ich noch GATE erwähnen. Der Anime ist eher durchschnittlich, aber mit gefiel die Prämisse so gut, dass ich ihn fast an einem Stück geschaut habe. Im Prinzip geht es um die Frage: "Was passiert wenn die japanische Armee in ein römisches Fantasy Reich einmarschiert, dass von einem Despot regiert wird". Quasi Moderne Armeee vs. Römische Legion. Ich hatte meinen Spaß

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Re: Irgendwelche Anime Fans hier?

Beitrag von IpsilonZ » 28. Sep 2016, 15:28

Ich versuche auch schon ewig wieder in Animes (und Mangas) reinzukommen und bin grad echt froh über diesen Thread, auch wenn ich momentan kaum mitreden kann.

Aber ich hatte bei Animes auch immer den Eindruck, dass es (auch früher schon) die völlig chaotisch-bunt-lauten Vertreter gab aber eben auch die sehr intensiven und poetischen (und manchmal kaum zu ertragen düsteren) Vertreter.

An Mangas mag ich ja grad Juni Ito sehr gerne, trotz (oder auch wegen) seines sehr merkwürdigen Zeichenstils. Aber die Atmosphäre die er erschafft ist großartig.

Ich nehm hier auf jeden Fall schon ein paar Sachen mit, auf die ich echt gespannt bin. Wie sind denn hier die Meinungen so zu Berserk. Ist ja auch nicht so unbekannt und hab da schon ganz verschiedene Meinungen zu gehört.

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Re: Irgendwelche Anime Fans hier?

Beitrag von NeverDieTwice » 28. Sep 2016, 17:05

@Axel Comedy: Mob Psycho 100 und One Punch Man für Comedy ohne Brüste. Sind auch beide noch sehr kurz (nicht abgeschlossen, aber zumindest mit zufriedenstellenden Staffelfinalen)

Abenteuer: Full Metal Alchemist bzw. Full Metal Alchemist Brotherhood. Ein wenig Geschmackssache welche Version man lieber mag #VotefürdieErste. Zwei Brüder verlieren bei dem Versuch Ihre verstorbene Mutter zurück ins Leben zu holen einen Arm und einen ganzen Körper. Im Laufe der Geschichte wollen die beiden nun versuchen diese wiederzuerlangen und stoßen dabei an überraschend grausame Abgründe der menschlichen Psyche. Insofern überraschend weil der Anime das schlichtweg in seinem Zeichnungsstil nicht wiedergibt. Das ganze wirkt kindlich, ähnlich wie die frühen Pokemonserien, je weiter die beiden Brüder in der Geschichte kommen und man die Welt kennenlernt, desto düsterer erscheint einem aber das ganze. Die beiden Serien kommen dabei auch zu jeweils leicht unterschiedlichen Schlüssen und haben einen anderen Fokus. Full Metal Alchemist (ohne Brotherhood) halte ich mit seiner geringeren Effekthascherei und mit deutlich intensiverem Fokus auf die wichtigen Hauptfiguren, für den deutlich besseren Teil. Das ganze ist dann immer noch kein Faust, aber führt im Laufe der Geschichte dennoch recht interessante Entwicklungen der Charaktere durch. Für eine intellektuẹlle Herausforderung schaust du dir am besten Neon Genesis Evangelion an. Alleine um zu verstehen was dort wirklich passiert, darf man recherchieren.. Bei allem ist ein Hauch Ecchi dabei.. das ist aber wirklich zu vernachlässigen.

Kriminalanimes: Falls du Death Note noch nicht gesehen haben solltest, sollte das deine erste Anlaufstelle sein. Ein Detektivanime aus der anderen Perspektive.. hat man auch nicht so oft #AmericanPsycho.

+1 für Attack on Titan. Wie konnte ich den nur vergessen.. Das Animegegenstück zu Game of Thrones; im Anblick der Rache werden die meisten Figuren wahnsinnig, erfahren unaussprechliches Leid oder sterben und man weiß nicht was besser ist (Kein Spoiler. Diese Themen werden bereits in der ersten Folge überdeutlich vorgegeben). Das ganze ist eine recht eigenartige Mischung aus japanischem Militärgehabe und einem europäischen Mittelalter, kombiniert mit riesigen.. na das seht Ihr in der ersten Folge besser selbst. Momentan einer meiner Lieblingsanimes.

Psycho Pass steht noch ganz oben auf meiner toWatch-Liste. Ich habe aber gehört die zweite Staffel soll nach der überragenden Ersten stark abfallen?! Freue mich dennoch darauf; die Themen klingen schon mal hochspannend.

Noch ein extrem guter Anime:

Samurai Champloo. 2 Schwerkämpfer und 1 junges Mädchen auf der Suche nach dem Samurai der nach Sonnenblumen duftet. Genau das ist die Story. Getragen wird das ganze durch die einzelnen Miniabschnitte, die im deutschen großartigen Synchronsprecher (die Stimme von Johnny Depp unter anderem) und der genialen Musik. Schaut euch die erste Folge an, ob euch der Stil gefällt. Der Rest des Animes ist genau so; ohne große Überraschungen. Der grundsätzliche Flow des Animes erinnerte mich immer ein wenig an Far Cry 3. Wenig ernsthafte Sorgen (außer die im Feuergefecht zu sterben) und von einem Tag in den anderen Leben bis man sein (recht schwammiges) Ziel erreicht hat.
Zuletzt geändert von NeverDieTwice am 28. Sep 2016, 17:19, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Irgendwelche Anime Fans hier?

Beitrag von IpsilonZ » 28. Sep 2016, 17:42

Axel hat geschrieben:Mit Abenteuer meinte ich tatsächlich das klassische Abenteuer-Motiv wie beispielsweise in der Schatzinsel oder in Familie Robinson dargestellt. Also ohne das irgendwelche Leute psychische Probleme oder ähnliches haben. Sondern eine Abenteuerreise. So langweilig sich das vielleicht anhören mag, aber sowas mag ich tatsächlich sehr gerne.
Du hast anscheinend halt andere Erwartungen an Animes, als viele die Animes mögen.

Jackie und Jill
"(...)Sie entstand auf der Grundlage der Bücher Jack, der junge Grislybär und Monarch, der Riesenbär: Die Lebensgeschichte eines Einzelgängers (Monarch – The Big Bear of Tallac) von Ernest Thompson Seton."

Eine fröhliche Familie
"(...)basiert auf dem Buch Little Women aus dem Jahr 1868 von Louisa May Alcott."

Familie Robinson
"Die Geschichte basiert in etwa auf dem Roman Der Schweizerische Robinson des Schweizer Schriftstellers Johann David Wyss."

Die Schatzinsel
"Sie basiert auf dem gleichnamigen Roman von Robert Louis Stevenson."

Ich denke mal mit der klassischen westlichen Vorstellung eines Abenteuers ist man bei Animes halt nicht so gut aufgehoben. Dschungelbuch oder Lady Oscar sind halt auch nicht der klassische japanische Stoff. Und auch Nadia und die Macht des Zaubersteins beruht teilweise auf 20.000 Meilen unter dem Meer und ist auch sonst vom Stil ziemlich europäisch.

Vielleicht ist da auch der Wikipedia Artikel ganz interessant:
World Masterpiece Theater
Da tauchen einige der von dir genannten Animes auf. ;)

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Re: Irgendwelche Anime Fans hier?

Beitrag von qwrtzp » 29. Sep 2016, 11:09

IpsilonZ hat geschrieben:Ich denke mal mit der klassischen westlichen Vorstellung eines Abenteuers ist man bei Animes halt nicht so gut aufgehoben. Dschungelbuch oder Lady Oscar sind halt auch nicht der klassische japanische Stoff. Und auch Nadia und die Macht des Zaubersteins beruht teilweise auf 20.000 Meilen unter dem Meer und ist auch sonst vom Stil ziemlich europäisch.
Halte ich für eine falsche Verallgemeinerung. Liegt zum einen daran, was heute produziert wird und vielleicht daran, was du davon konsumiert. Zum anderem an komischen Definitionen davon, was europäisch oder japanisch ist. Es ist nicht nur Anime, was im feudalen Japan spielt oder im futuristischen Tokyo. Japan hat sich kulturell geöffnet, Europäische Kultur verschlungen und imitiert, wurde von Amerikanern besetzt und wurde so stark von deren Kultur beeinflusst etc. Serien wie Attack on Titan, Cowboy Bebop, Berserk oder Fullmetal Alchemist sind auch absolut europäisch in vielerlei Hinsicht.

Und zurück zum ersten Punkt. Man google mal "anime is dead" oder "anime is dead otaku" und du wirst den aktuellen Diskurs zum Stand des Anime finden. Finanzielle Einbrüche, Nischenprodukte (Fanservice, Harem, Moe), etc. Anime mag zwar nicht tot sein, aber es befindet sich in einem absoluten Loch, wofür es einige Gründe: schlechter Bezahlung und hoher turnover rate bei den Künstlern/Angestellten, Gremien die neue Produktionen absegnen, wagen nur noch für sichere Märkte vorhersehbares zu produzieren und dass eben diese target audience, auf die man sich eingeschossen hat, Otakus sind, die sich sexy Figuren von süßen Mädchen ins Regal stellen wollen (was wiederum Geld bringt, wegen Licensing).
Axel hat geschrieben:Früher mal. Heute sind mir Animes tatsächlich zu kitschig und zu generisch. Zudem viel zu laut, zu lang und zu schnell geschnitten. Für die Klassiker aus den 70ern und 80ern kann ich mich aber nach wie vor begeistern. Allen voran Lady Oscar, Eine fröhliche Familie, Dschungelbuch, Schatzinsel, Jackie und Jill oder Nadia und die Macht des Zaubersteins.
Mir fallen eigentlich nur Filme ein, die in die Kerbe schlagen. Studio Ghibli ist ja den meisten ein Begriff. Satoshi Kon hat auch eine Reihe guter Filme gemacht (Paprika, Millenium Actress). Auch ein Beitrag zur Kurzfilmsammlung Memories, die empfehlenswert ist. Weitere gute Kurzfilmsammlungen sind Manie-Manie: Meikyu Monogatari, Robot Carnival und Genius Party. Andere seichtere Filme, die mir einfallen sind Metropolis und Tekkon Kinkreet. Akira und Ghost in the Shell sind ja wahrscheinlich bekannt, passen aber weniger zu dem genannten.

Ansonsten gibt es noch ein paar alte Serien, die man entdecken kann. Moomin basiert auf den gleichnamigen finnischen Comics. Die Space Opera Legend of the Galactic Heroes war mir immer zu lang, hab aber nur gutes gehört. Ähnlich zu Lady Oscar sind Revolutionary Girl Utena und Brother, Dear Brother - habe ich aber auch beide nicht gesehen. Vielleicht auch alles mögliche von Osamu Tezuka.

Die wenigen Serien, die ich heute noch mag, sind:

Kaiba
In der Welt von Kaiba können Gedächtnisse ausgelesen, verändert, gelöscht, kopiert und transferiert werden. Science-Fiction, Mystery, Adveture in süßem Astro Boy ähnlichem Look, welche im Gegensatz zu den oft sehr erwachsenen und traurigen Themen steht.

Mononoke
Medicine Seller bannt Geister im feudalen (? ist glaube ich Ende 19., Anfang 20. Jahrhundert) Japan. Alles im wunderschönen Stil eines Fusuma (die bemalten Holztüren). Etwas experimentell mit viel psychologische, Horror und Augenschmaus. Es geht eher um das Aufdecken von den Dramen, die sich zwischen Menschen abgespielt, als die eigentlichen übernatürlichen Phänomene.

Mushishi
Medicine Seller bannt Geister im feudalen (weniger historisch korrekt, irgendwann Ende 19. Jahrhundert mit etwas moderner Technologie) Japan. Bei den Geistern handelt es sich eher um Urwesen, die vor Tieren und Pflanzen stehen. Die Serie lässt sich am ehesten mit entspannt beschreiben. Es geht vielfach um die Beziehungen zwischen Mensch und Natur und die Natur ist immer wunderschön dargestellt.

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Re: Irgendwelche Anime Fans hier?

Beitrag von IpsilonZ » 29. Sep 2016, 12:08

Da bin ich wirklich in die Verallgemeinerungsfalle getappt. ^^
Mir gings in erster Linie eher darum, dass Animes mit einer recht klassisch westlichen Erzählweise für junge Menschen (also wie Heidi, Dschungelbuch, eine fröhliche Familie (habe ich nie gesehen, aber ich schätze mal das geht in die gleiche Richtung?) schwer zu vergleichen sind mit dem "kitschigen" und "lauten" Animes mit denen es verglichen wurde. Um es zu überspitzen: Es klang für mich zu sehr nach "früher gab es Filme wie "Labyrinth" und heute gibt es nur noch "Hostel" und "Saw""... ^^

Korrigiert mich, wenn ich falsch liege, aber so Dinge wie Fanservice, extrem düsteren Themen und psychologischen Abgründen gab es doch auch schon vor 20 und 30 Jahren in nicht grad geringer Zahl. Dass sich die Dinge natürlich zum Teil in extremere Richtungen diversifizieren ist ja in jedem kulturellen Bereich zu sehen und deswegen nichts japan-typisches.

In dem oben geposteten Wikipedia Artikel über World Masterpiece Theater steht unter anderem auch, dass sie seit 2007 wieder angefangen Animes nach diesem Schema zu machen. Da werden genannt:
Les Misérables: Shōjo Cosette, Porphy no Nagai Tabi (nach Porf lässt Marina nicht im Stich von Paul-Jacques Bonzon) oder Konnichi wa Ann – Before Green Gables (nach Anne auf Green Gables – Wie alles begann von Budge Wilson). Vielleicht ist da ja was dabei?
Beim weiteren Googlen habe ich jetzt noch den Film "Die Legende der Prinzessin Kaguya" entdeckt (ist allerdings auch Studio Ghibli). Das sah vom Stil her sehr schön aus.
Und gerade Kaiba klingt auch so, als würde es ins Bild passen. Über Haruka und der Zauberspiegel habe ich auch gutes gehört, auch wenn da sicher viele vom Renderstil abgeschreckt sein werden. Und Das Mädchen das durch die Zeit sprang wäre auch einer der Filme, die ich mir mal ansehen wollte.
Ich bin mir sicher, dass wenn man etwas weiter eintaucht wird man noch viele weitere Dinge finden, die eine weniger kitschige oder düstere Erzählweise haben.

Den Artikel oben muss ich mir mal noch anschauen. Aber grundsätzlich bin ich bei "... is dead" Artikeln immer sehr skeptisch. Hip Hop is dead, Punk is dead, Metal is dead, Blockbuster movies are dead, Hollywood is dead, Youtube is dead, Anime is dead... Die Videospielbranche liegt ja auch im Sterben, nach der Meinung von vielen und von der Musikindustrie will ich gar nicht erst anfangen.

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Re: Irgendwelche Anime Fans hier?

Beitrag von grandsam3 » 29. Sep 2016, 16:53

auch hier großer Anime-Fan:
Tokyo Godfathers, Woderfull days, Steamboy und Vampire Hunter D Bloodlust sind spitzen Filme, die leider nicht so bekannt sind wie Ghost in the shell, Mononoke und Co.
--bei den Serien kann ich lange für Paranoia Agent schwermen

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Re: Irgendwelche Anime Fans hier?

Beitrag von Rossy » 29. Sep 2016, 23:29

Die letzte Animeserie die ich schaute und richtig gut fand war Space Brothers. Eine schöne Geschichte über zwei Brüder, die sich in jungen Jahren vornehmen Astronauten zu werden und zum Mond zu fliegen.

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Re: Irgendwelche Anime Fans hier?

Beitrag von DoktorSo » 30. Sep 2016, 20:48

Axel hat geschrieben:Früher mal. Heute sind mir Animes tatsächlich zu kitschig und zu generisch. Zudem viel zu laut, zu lang und zu schnell geschnitten.
- Natürlich sind viele moderne Anime nicht mehr so statisch wie die älteren, aber das würde ich im Allgemeinen als etwas gutes bezeichnen. Richtig eingesetzt kann die moderne Technik tolle Bildsprache :)

NeverDieTwice hat geschrieben::greetings-waveyellow:
Code Geass habe ich bislang noch nicht gesehen. Manchmal spricht einen das Art Design von vornherein einfach nicht an.

Neon Genesis Evangelion :lol: . Es gibt ganze Foren die sich nur mit der Serie bzw. dessen Filmen beschäftigen. Ich schwanke nach jedem angucken stark zwischen; der Mann ist ein Genie oder das ganze ist einfach nur konfus und ergibt beim besten Willen keinen erkennbaren Gesamtzusammenhang. Da ich schon schlaflose Nächte hatte bei dem Versuch der Geschichte auf die Spur zu kommen, könnte auch beides gut zutreffen. Vor dem Hintergrund das man sogar die psychische Verfassung des Autors, zur Zeit des Entstehens der Geschichte, bei der Interpretation des Animes einbeziehen muss, sollte wohl jeder die Filme zumindest einmal gesehen haben.
- Mich haben die androgynen Charaktere bei Code Geass auch erst abgeschreckt, aber ich habe mich drauf eingelassen und es nie bereut :D. Zu NGE: Gott, was ich mir Interpretationstheorien ausgedruckt und in der Schule durchgeackert, Bezugspläne gezeichnet und mein Hirn zerbrochen habe :D Bei Steins;Gate muss man sich echt durchbeißen ^^ Wobei ich die Comedy ziemlich cool finde. Das hat mich durch die ersten Folgen getragen.
Im Bezug auf Death Note: dem könnte ich nicht mehr zustimmen. Das mit dem alternativen Ende wusste ich allerdings nicht, muss ich mal reinschaun^^
Oh Gott, bei OP haste mich da ansatzweise bisschen gespoilert mit deinem Beispiel haha. Ich bin im Manga noch nicht über den Anime hinaus. Aber ja, OP is einfach richtig geil. Manchmal denkt man sich nur "Oda kann so weit nich gedacht haben! Das geht einfach nicht!" :D

Bei Cowboy Bebop konnte ich mich noch nicht über die ersten Folgen hinwegquälen. Habs mehrmals versucht, ist mir aber einfach alles zu fade.
Esquaflowne kannte ich noch gar nicht, GitS steht auf meiner Watchlist und OPM ist selbstverständlich großartig :D!

Bei Tokyo Ghoul stimme ich dir auch voll und ganz zu: das hätte so was geiles werden können! Die erste Folge war der Hammer. Danach wurds immer schlimmer. Vor allem die zweite Staffel. Oh Gott... Da ich ne Allergie gegen Fanservice habe (Code Geass verzeihe ich die paar kleinen Szenen, aber nur weil er sonst so großartig ist ^^), hab ich auch Fairy Tail abgebrochen. Das war einfach nur noch bescheuert irgendwann. Jede Staffel taucht ein neuer großer Gegner auf, der unbezwingbar erscheint, wird nach 15 Folgen bezwungen, neue Staffel. Bitch please...

Malvitus hat geschrieben: Shinsekai Yori: Ein spannender Mystery Anime, der teilweise als Dekonstruktion des Superhelden Genres herhalten kann. Es geht im Groben darum, wie eine Gesellschaft von mit Superkräften ausgestatteten Menschen funktionieren kann und wie sie mit ihrer Umwelt interagiert. Mehr möchte ich nicht verraten Unbedingt anschauen!

Attack on Titan: Epische und brutale Geschichte mit guten Twists. Ein wenig Shonen. Sehr gut inszenierte Action, wenn auch mit etwas platten Charakteren.

Psycho Pass: Hervorragender Science Fiction Thriller. Beide Staffel sind wärmstens zu empfehlen. Die Prämise ist, dass in der Zukunft die psychische Verfassung von Menschen ständig durch eine KI bewertet werden. Die Bewertung dient dann als Grundlage für die "Berufswahl" (eigentlich wird man mehr oder weniger zugeteilt). Natürlich nutzt auch die Polizei dieses System als eine Art Minority Report Tool. Verschlechtert sich ein Psycho Pass, kommt man entweder in eine Anstalt oder man läuft Gefahr eliminiert zu werden.

Zum Abschluss möchte ich noch GATE erwähnen. Der Anime ist eher durchschnittlich, aber mit gefiel die Prämisse so gut, dass ich ihn fast an einem Stück geschaut habe. Im Prinzip geht es um die Frage: "Was passiert wenn die japanische Armee in ein römisches Fantasy Reich einmarschiert, dass von einem Despot regiert wird". Quasi Moderne Armeee vs. Römische Legion. Ich hatte meinen Spaß
- Zu Shineskai Yori: Fand ihn anfangs extrem interessant, war sehr stimmig. Als es nach ca. 7 Folgen extrem zufällig, unerklärlich und homosexuell wurde hatte ich dann leider keinen Bock mehr. Ich brauche konsistente Universen und Motivationen ^^
AoT ist natürlich super, dachte den kennt jeder, deshalb hab ich ihn nicht erwähnt. Wie einfach Charaktere sterben etc. Freue mich auf die zweite Staffel!

OH GOTT ICH WUSSTE DOCH ICH HAB WAS VERGESSEN!
NATÜRLICH! Psycho Pass! Hab ich erst kürzlich geschaut und war total baff. Gerade die erste Staffel hat mir mega gut gefallen. Super konsistente Welt, nachvollziehbare Charaktere, großartiger Antagonist und Gesellschaftskritik. Super!
GATE fand ich auch wegen der Prämisse interessant, aber sowas trägt keinen Anime finde ich. Daher hab ich bisher noch nicht reingeschaut. Da er laut dir auch sonst eher mittelmäßig sein soll lasse ich da wohl lieber die Finger weg.

IpsilonZ hat geschrieben:Ich versuche auch schon ewig wieder in Animes (und Mangas) reinzukommen und bin grad echt froh über diesen Thread, auch wenn ich momentan kaum mitreden kann.
- Dann bist du hier ja genau richtig :D Hier findest du einige Empfehlungen für den Anfang. Die Standardempfehlung für jeden Anime-Neuling ist eigentlich Death Note. Das bekommt jeder empfohlen und das empfiehlt jeder. Und zurecht. Also schau da mal rein ;)

Axel hat geschrieben: Ich spreche eigentlich von den ganzen Serien auf den Stream und Fansub Portalen. Wenn da mal eine Serie ist, die von der Beschreibung der Story her ganz nett klingt, muss man feststellen, dass das nur so ein Ecchi Mist ist. Oder halt so pseudohaft "intellektuell". Oder dann tatsächlich viel zu lang mit mindestens 100 Folgen oder so.
- Bei Anime ist das halt nicht anders als bei anderen Medien. Die populärsten Sachen sind oft Schrott. Ecchi geht bei mir auch gar nicht. Es ist teilweise wirklich schwer in diesem Meer aus "Schrott" die guten Serien zu finden. Aber dafür ist dieser Thread ja da ^^

qwrtzp hat geschrieben: Und zurück zum ersten Punkt. Man google mal "anime is dead" oder "anime is dead otaku" und du wirst den aktuellen Diskurs zum Stand des Anime finden. Finanzielle Einbrüche, Nischenprodukte (Fanservice, Harem, Moe), etc. Anime mag zwar nicht tot sein, aber es befindet sich in einem absoluten Loch, wofür es einige Gründe: schlechter Bezahlung und hoher turnover rate bei den Künstlern/Angestellten, Gremien die neue Produktionen absegnen, wagen nur noch für sichere Märkte vorhersehbares zu produzieren und dass eben diese target audience, auf die man sich eingeschossen hat, Otakus sind, die sich sexy Figuren von süßen Mädchen ins Regal stellen wollen (was wiederum Geld bringt, wegen Licensing).
- Ouha, das wusste ich ja gar nicht :o Ich weiß lediglich, dass Otaku in Japan sehr unbeliebt sind bzw. eine schlechte gesellschaftliche Stellung haben. Dass diese dann trotzdem den Markt so beeinflussen/lenken ist krass. Werd mich da mal reinlesen!
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Re: Irgendwelche Anime Fans hier?

Beitrag von qwrtzp » 30. Sep 2016, 21:19

Axel hat geschrieben: Mit der Mumins-Serie aus den 90ern kann ich weniger etwas anfangen, weil die sich doch zu sehr von den Geschichten und Charakterzeichnungen der Bücher entfernt. Die späteren Muminbücher sind in ihrer Erzählung recht melancholisch und auch nicht mehr ausschließlich für Kinder geschrieben. Diese Entwicklung hat die Serie leider nicht transportiert.
Hab die Comics gelesen und kann die Kritik durchaus nachvollziehen. Ich finde die Serie einfach unabhängig vom Quellmaterial schön, wenn man so einen Eskapismus in diese sorglose Welt braucht.
Axel hat geschrieben: Wenn es wirklich etwas gibt, was "typisch japanisch" ist, dann ist das die bis heute andauernde Faszination für westliche und vor allem mitteleuropäische sowie amerikanische Kultur, die irgendwann Ende der 50er / Anfang der 60er eingetreten ist.
Insbesondere natürlich deutsche Kultur. Von Legend of Galactic Heroes über Neon Genesis Evangelion bis Attack on Titan, deutsche Namen, deutsche Charaktere und deutsche Kultur (insbesondere natürlich vom Mittelalter bis zu den Nazis) findet man überall.

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Enigmax
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Re: Irgendwelche Anime Fans hier?

Beitrag von Enigmax » 30. Sep 2016, 22:22

Konnte lange Zeit mit Animes wenig bis gar nichts anfangen,weil ich mit den Settings der Animes, von denen ich bis dato gehört hatte (Naruto, Dragon Ball etc.) und dem ganzen Fanservice wenig anfangen konnte. Bin also noch ein neuling, was Animes angeht.
Bin jedoch letztens über den Anime "Girls und Panzer" gestolpert und da ich mich für Panzer interessiere, habe ich mal reingeschaut und war sofort begeistert, auch weil sich "GuP" mit Fanservice angenehm zurück hält, obwohl fast alle Charaktere Schulmädchen sind.
Habe Animes für mich als leichte Unterhaltung endeckt, einfach mal Hirn ausmachen und Spaß haben.
Zuletzt geändert von Enigmax am 3. Okt 2016, 14:42, insgesamt 1-mal geändert.
Come let's mix where Rockefellers walk with sticks or umbrellas in their mitts, puttin' on the ritz

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Malvitus
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Re: Irgendwelche Anime Fans hier?

Beitrag von Malvitus » 1. Okt 2016, 12:15

DoktorSo hat geschrieben: - Zu Shineskai Yori: Fand ihn anfangs extrem interessant, war sehr stimmig. Als es nach ca. 7 Folgen extrem zufällig, unerklärlich und homosexuell wurde hatte ich dann leider keinen Bock mehr. Ich brauche konsistente Universen und Motivationen ^^
Ich weiß was du meinst, aber glaub mir, dass ist absichtlich out of nowhere und erstmal unerklärlich. Das hat alles schon seinen Grund. Das ändert sich auch recht schnell wieder. Geb der Serie vielleicht mal noch eine zweite Chance ;)

Ich will mal noch ein paar neuere Filme abseits von Ghibli nennen. Hier findet man seltener den ecchi Mist, ist also vielleicht auch eher was für die ältere Generation :D

Ame und Yuki:

Wundervolle Geschichte mit tollen Animationen. Ich will nicht zu viel verraten, aber der Trailer allein hat mich schon so in den Bann gezogen, dass ich mir den Film unbedingt anschauen musste.

Alle Filme von Makoto Shinkai:

Was der Mann an Bildsprache und Bildgewalt auffährt ist der Hammer. Teilweise ist jede Einstellung ein Gemälde. Garden of Words beispielsweise hat mich mehrfach weggeblasen, weil es einfach wundervoll animiert ist. Die Geschichten beschäftigen sich oft mit menschlichen Beziehungen und Gefühlswelten, sind aber nie kitschig oder platt sondern tiefgründig und regen zum Nachdenken an. Absolute Empfehlung für alle Filme von ihm. Ich kann es kaum erwarten, sein neustes Machwerk "Your Name" zu sehen. Was man so hört könnte da ein Meisterwerk auf uns zukommen.

Summer Wars:

Sehr unterhaltsamer Film im Stil von Digimon. Wer damit aufgewachsen ist, sollte sich diesen Film unbedingt anschauen.

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DoktorSo
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Re: Irgendwelche Anime Fans hier?

Beitrag von DoktorSo » 3. Okt 2016, 12:54

Malvitus hat geschrieben: Alle Filme von Makoto Shinkai:

Was der Mann an Bildsprache und Bildgewalt auffährt ist der Hammer. Teilweise ist jede Einstellung ein Gemälde. Garden of Words beispielsweise hat mich mehrfach weggeblasen, weil es einfach wundervoll animiert ist. Die Geschichten beschäftigen sich oft mit menschlichen Beziehungen und Gefühlswelten, sind aber nie kitschig oder platt sondern tiefgründig und regen zum Nachdenken an. Absolute Empfehlung für alle Filme von ihm. Ich kann es kaum erwarten, sein neustes Machwerk "Your Name" zu sehen. Was man so hört könnte da ein Meisterwerk auf uns zukommen.
Oh ja, die sind einfach super! Gerade "Garden of Words" finde ich fantastisch! Da sieht man mal, dass es manchmal eben darum geht was nicht erzählt wurde um einen Kurzfilm toll zu machen. "Kimi no na wa" soll sehr gut sein wenn man den Stimmen im Internet glauben kann! Den schau ich mir auch noch an :)
All hail Lelouch!

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Enlagom
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Re: Irgendwelche Anime Fans hier?

Beitrag von Enlagom » 28. Feb 2017, 23:52

Vor ein paar Wochen angefangen Re:Zero zu schauen. Bin noch nicht ganz durch, aber das ist schon verdammt gut gemacht.
Generell find ich schon, daß es einige aktuellere Anime Perlen gibt, ich beschäftige mich allerdings nur sehr selten damit.
Ist eher Zufall für mich über was gutes zu stoßen. Also gerne mehr von den Experten hier an Empfehlungen! :)

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Re: Irgendwelche Anime Fans hier?

Beitrag von KeiserinSkadi » 1. Mär 2017, 03:38

Wenn ich so durch diesen Thread schaue sehe ich das ich wohl einen etwas anderen Geschmack habe (yay ich bin eine Hipster).
Ich habe erst vor etwa 5 Jahren angefangen Anime zu sehen (abgesehen von ganz wenig in meiner Kindheit) und habe einiges an Zeit damit verschwendet. Musste mir sogar extra eine neue Festplatte kaufen die jetzt auch schon wieder mehr als halb Voll ist (etwa 1,5TB von 2,7TB belegt).
Zurzeit warte ich bis die Season zu ende ist um mit dann die Anime am Stück ansehen zu können. Ich hasse es eine Woche auf die neuen Folgen warten zu müssen.

Vielleicht stelle ich mal eine Liste an Empfehlungen zusammen.
Nennt mich einfach Skadi, nicht Skandi.

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Desotho
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Re: Irgendwelche Anime Fans hier?

Beitrag von Desotho » 5. Mär 2017, 10:41

Einfach mal Queerbeet. Nicht unbedingt immer die besten und tiefgründigsten Anime, aber welche die mir in Erinnerung blieben.


Death Parade
Ungeachtet seiner teils abgedrehten Aufmachung ein eher ernster Anime der mich emotional sehr schön abgeholt hat.
Toller Soundtrack auch.

Your Name
Toller Anime-Film von dem Typen der den auch hervorragenden Garden of Words gemacht hat.

Shelter
Kann man sich hier in voller Länge ansehen: https://www.youtube.com/watch?v=fzQ6gRAEoy0" onclick="window.open(this.href);return false;
Das ist eher eine Art Musikvideo mit kleiner Story. Mir hat er super gefallen.

Scum's Wish
Bisher mein Favorit der derzeitigen Anime Season. Wer Amazon Prime hat kann es dort schauen.
Es geht um zwei Jugendliche die verliebt sind in Personen mit denen sie nicht zusammen kommen können.
Sie sind dann beide quasi zusammen, aber betrachten sich gegenseitig aber lediglich als Ersatz für Ihre eigentliche Liebe.
Für Anime ungewöhnlich ist, dass das Thema Sexualität hier weitaus ernsthafter angegangen wird.

White Album 2
Auch ein Anime der mich emotional total abgeholt hat. Es geht um Schüler die eine band gründen, aber auch um Liebe :)

Mirai Nikki
Ein Schüler bekommt auf seinem Handy eine Art Tagebuch das ihm die Zukunft vorraussagt. Dabei ist er nur eine von 12 Personen die solche Tagebücher (mit unterschiedlichen Funktionen) haben und die sich gegenseitig töten müssen.
Das ganze wirkt erstmal total brutal und durchgeknallt. Mit der Zeit scheint aber die Ernsthaftigkeit durch und verleiht dem Anime zunehment Tiefe.

Dungeon ni Deai o Motomeru no wa Machigatteiru Darō ka aka Is It Wrong to Try to Pick Up Girls in a Dungeon?
Bell Cranel ist ein Abenteurer dessen Opa ihn mal erzählt hat, dass der einfachste Weg Mädels aufzureissen ist, sie im Dungeon zu retten.
Gesagt getan rennt er in einen Dungeon, wird dabei selbst fast gekillt und seinerseits von einem Mädchen gerettet in das er sich verknallt.
Das ist kein tiefgängiger Anime, aber einer von der Sorte wo man die Charaktere liebt und der sich unglaublich gut schauen lässt.

Bakemonogataribzw die Monogatari Serie
Ein seltsamer Anime. Einerseits das typische harem Setting, andererseits gibt es nicht wirklich eine brauchbare Story.
Dadurch dass meist nur zwei Leute die ganze Zeit reden ist das schauen auch relativ anstrengend.
Dazu kommt ein überaus interessantes Artdesign und oft ein toller Soundtrack.
https://www.youtube.com/watch?v=qULzo5qu3aA" onclick="window.open(this.href);return false;

New Game!
Ein Anime über ein Mädel das nach der Schule bei einem Spielehersteller anfängt. Der Bezug zum Thema Spiel macht den Anime erstmal interessant für mich,
dazu ist es einfach leichte Unterhaltung die sich super schauen lässt.

Sweetness & Lightning
Vater kocht zusammen mit einer seiner Schülerinnen für seine Tochter. Storymäßig war es das eigentlich.
Ich finde er ist einfach schön zu schauen und eine perfekte Entspannung.

Food Wars! Shokugeki no Soma
Anime übers Kochen. Duelle an der Kochschule. Unterhaltung pur.

Fairy Tail
Das bessere One Piece (um die Bude mal etwas in Brand zu stecken hier).

Sword Art Online
Hier werden viele aufschreien: Der ist nicht gut, scheiss Mainstream!
Mir egal, ich find ihn geil.
El Psy Kongroo

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LePuedel
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Re: Irgendwelche Anime Fans hier?

Beitrag von LePuedel » 5. Mär 2017, 11:54

Ich nö Desotho, SAO ist trotz sehr guter Ansätze leider objektiv wirklich nicht gut. :-( Eine Serie die konsequent jedes Potential das sie hat nicht nutzt. Alleinig der 3. Akt der 2. Staffel ist wirklich gut (was auch daran liegt, dass sich die Story mal nicht um Kirito dreht).

Besser ist da in jedem Fall .hack//SIGN! *find*
"Aus'm Bauch heraus würde ich sagen, dass es ganz ohne Werbung, und nur userfinanziert, glaub' ich, nicht funktioniert."
Jochen Gebauer - Auf ein Bier Podcast | 29 Mai 2016

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Kingslayer
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Re: Irgendwelche Anime Fans hier?

Beitrag von Kingslayer » 5. Mär 2017, 13:39

Mirai Nikki und Dungeon what the heck sind mir auch in Erinnerung geblieben, aber eher wegen des Trash-Faktors, denn irgendwelcher objektiv positiver Qualitäten. :twisted:
"I'm a total trash mammal"

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