Serientipps

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tsch
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Re: Serientipps

Beitrag von tsch »

Habe Witcher nach 20 Min abgebrochen und würde eigentlich alle Punkte von LegendaryAndre unterschreiben, weswegen ich sie jetzt nicht erneut alle aufführen werde.

Auf einer Seite kann man Witcher nicht böse sein, dass es deutlich unter dem Budget von GoT liegt, aber andererseits gibt es GoT nunmal und damit wurden neue Maßstäbe festgelegt. Ich fühlte mich sehr an die Fantasy-Verfilmungen aus den 90ern erinnert, die alle irgendwie ein wenig steif und ungeschickt wirkten. Gerade die Dialoge sind so unglaubwürdig vorgetragen, dass sich überhaupt keine Stimmung aufbauen kann.

Bin eigentlich großer Fantasy-Fan und freue mich über jeden Versuch, wo Fantasy in TV oder Film umgesetzt wird, aber anscheinend ist das immer noch unglaublich schwer in diesem Medium. Gibt die wenigen Ausnahmen wie GoT oder HdR, aber sonst muss ich wohl bei Büchern (und teilweise Videospielen) bleiben.

Klar, 20 Min ist nicht viel und möglicherweise kommen noch andere Aspekte hinzu, die mir mehr gefallen könnten, aber gerade beim Zeitinvestment einer Serie muss schon irgendeine Art von Motivation aufkommen. Der Ersteindruck war leider miserabel und die Reviews lassen mich jetzt auch nicht auf eine krasse Verbesserung hoffen.

Herr Hesse
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Re: Serientipps

Beitrag von Herr Hesse »

Habe den Witcher durch und war mehrmals kurz davor abzubrechen. Mittelmäßiger Fanservice. Irgendwie in allem nichts besonderes mit Peaks nach oben und unten. Die Schauspieler fand ich insgesamt irgendwie nicht überzeugend. Die Optik war gut. Die Story und die Dialoge eher mäh.
Was ein Glück war es mal wieder ein Netflix Probeabo ohne Kosten. Geld würde ich dafür nicht bezahlen.
Ernüchternd, als Fan des Spiele kann man sich es angucken.

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Jon Zen
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Re: Serientipps

Beitrag von Jon Zen »

Ich habe auch die Witcher Staffel zu Ende geschaut und sehe es ähnlich:
Als Witcher-Liebhaber sollte man sich die Serie anschauen, um neue und alte Geschichten aus einem großartigen Universum zu erleben.
Wie auch bei The Witcher 3 sind die "Nebenquests" (besonders Folgen 4 & 6) am besten, wohingegen die Hauptstory schwächer ist (besonders Folge 8).
Im Gegensatz zur letzten Staffel GoT liegt es hierbei nicht an der Handlung, sondern an der Inzenierung:

- Schauspieler: oft schwach in der Leistung, dazu noch oft otpisch unpassend
- Kostümdesign: Alle "Kostüme" aus den Spielen sind besser, einzigartiger, glaubwürdiger; am schlimmsten treffen es die Soldaten aus Nilfgaard, die so an Uruk-hai erinnern und entmenschlicht werden
- Kämpfe: Diese sind leider aus einer Zeit, welche Serien wie Daredevel oder GoT oder Filme wie John Wick, oder (jetzt neu herausgekommen) 6 Underground nicht kannten: Sie sehen oft mehr wie Theater aus, manche Gegner fallen ungetroffen einfach um, bei Finishern kommt häufig der Cut, sodass man sie nicht sehen kann (und die Macher sich das Blut/den Effekt sparen können)

Darüber hinaus scheint auch das CGI noch nicht reif genug, um eine mittelteure Serie, wie the Witcher, tragen zu können. Menschenmengen sind zu klein und wirken daher nicht glaubhaft.

Mein Fazit: Als Fan wurde ich häufig gut unterhalten und habe jetzt Lust den noch nicht gespielten 2. Teil nachzuholen. Leider hat die Serie zu wenig Geld, um eine solche Dark-Fantasy Welt glaubhaft umzusetzen. Sie hätte besser erst in 15 Jahren herauskommen sollen, aber richtig.
Wer auch noch Lust auf Geschichten aus dem Witcher-Universum hat, dem kann ich Thronebreaker: The Witcher Tales wärmsten empfehlen, welches mein 2. liebstes Spiel 2018 war.
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Harry Tuttle
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Re: Serientipps

Beitrag von Harry Tuttle »

Jon Zen hat geschrieben:
23. Dez 2019, 01:34
Ich habe auch die Witcher Staffel zu Ende geschaut und sehe es ähnlich:
Als Witcher-Liebhaber sollte man sich die Serie anschauen, um neue und alte Geschichten aus einem großartigen Universum zu erleben.
Wie auch bei The Witcher 3 sind die "Nebenquests" (besonders Folgen 4 & 6) am besten, wohingegen die Hauptstory schwächer ist (besonders Folge 8).
Im Gegensatz zur letzten Staffel GoT liegt es hierbei nicht an der Handlung, sondern an der Inzenierung:

- Schauspieler: oft schwach in der Leistung, dazu noch oft otpisch unpassend
- Kostümdesign: Alle "Kostüme" aus den Spielen sind besser, einzigartiger, glaubwürdiger; am schlimmsten treffen es die Soldaten aus Nilfgaard, die so an Uruk-hai erinnern und entmenschlicht werden
- Kämpfe: Diese sind leider aus einer Zeit, welche Serien wie Daredevel oder GoT oder Filme wie John Wick, oder (jetzt neu herausgekommen) 6 Underground nicht kannten: Sie sehen oft mehr wie Theater aus, manche Gegner fallen ungetroffen einfach um, bei Finishern kommt häufig der Cut, sodass man sie nicht sehen kann (und die Macher sich das Blut/den Effekt sparen können)

Darüber hinaus scheint auch das CGI noch nicht reif genug, um eine mittelteure Serie, wie the Witcher, tragen zu können. Menschenmengen sind zu klein und wirken daher nicht glaubhaft.

Mein Fazit: Als Fan wurde ich häufig gut unterhalten und habe jetzt Lust den noch nicht gespielten 2. Teil nachzuholen. Leider hat die Serie zu wenig Geld, um eine solche Dark-Fantasy Welt glaubhaft umzusetzen. Sie hätte besser erst in 15 Jahren herauskommen sollen, aber richtig.
Wer auch noch Lust auf Geschichten aus dem Witcher-Universum hat, dem kann ich Thronebreaker: The Witcher Tales wärmsten empfehlen, welches mein 2. liebstes Spiel 2018 war.
Irgendwie wird hier immer davon gesprochen, dass Budget sei zu klein gewesen um die Mängel zu entschuldigen. Ich konnte jetzt zwar keine genauen Angaben zum Budget finden, aber erstens glaube ich kaum, dass Netflix sich so ein dickes Franchise raus lässt und dann gerade mal ein paar Kröten springen lässt und zudem ist Netflix ja bekannt dafür großzügige Budgets bereit zu stellen. Schlechte Schauspielleistung und schwaches Drehbuch sind eher eine kreative, denn eine finanzielle Fehlleistung. Und gerade in Sachen CGI kann man auch mit riesigen Budgets immer noch großen Mist bauen :mrgreen:
Aber mehr Budget wirds für (wenn überhaupt) folgende Staffeln wohl eher nicht geben. Netflix erhöht in der Regel die Budgets nur wenn die erste Staffel erfolgreich ist. Und bei der Masse an Verissen und sicher einem großen Teil des Netflix Publikums, dass eh nichts mit der Franchise anfangen können wird, dürfte das höchst unwahrscheinlich sein.

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tsch
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Re: Serientipps

Beitrag von tsch »

Harry Tuttle hat geschrieben:
23. Dez 2019, 10:21
Irgendwie wird hier immer davon gesprochen, dass Budget sei zu klein gewesen um die Mängel zu entschuldigen. Ich konnte jetzt zwar keine genauen Angaben zum Budget finden, aber erstens glaube ich kaum, dass Netflix sich so ein dickes Franchise raus lässt und dann gerade mal ein paar Kröten springen lässt und zudem ist Netflix ja bekannt dafür großzügige Budgets bereit zu stellen. Schlechte Schauspielleistung und schwaches Drehbuch sind eher eine kreative, denn eine finanzielle Fehlleistung. Und gerade in Sachen CGI kann man auch mit riesigen Budgets immer noch großen Mist bauen :mrgreen:
Aber mehr Budget wirds für (wenn überhaupt) folgende Staffeln wohl eher nicht geben. Netflix erhöht in der Regel die Budgets nur wenn die erste Staffel erfolgreich ist. Und bei der Masse an Verissen und sicher einem großen Teil des Netflix Publikums, dass eh nichts mit der Franchise anfangen können wird, dürfte das höchst unwahrscheinlich sein.
Witcher ist ein großes Franchise für Videospieler, aber über dieses Medium hinweg gesehen, dürfte das kaum jemand kennen. Die Bücher haben eigentlich auch nur ihre Bekanntheit durch die Spiele bekommen.

Netflix vergibt anscheinend schon große Budgets, aber trotzdem muss man sich im Klaren sein, dass es sich um eine völlig neue Serie handelt, die sich noch nicht bewiesen hat. Außerdem ist Witcher (anders als viele andere Netflix-Produktionen) keine Serie im Hier und Jetzt - es wird also zwangsläufig schon viel Budget für Kostüme, Kulissen oder Effekte benötigt.

Wenn man sich jetzt noch mal die erste Staffel Game of Thrones ansieht, dann wird einem auch auffallen, dass die Serie noch deutlich weniger Budget zur Verfügung hatte. Es wurde vermieden größere Panoramen zu zeigen, Effekte wurden kaum eingesetzt und Dialoge fanden viel länger an einem einzelnen Standort statt und sprangen nicht von Schauplatz zu Schauplatz.

Wenn man diesen Vergleich also anstellen möchte, dann muss man eher GoT Staffel 1 mit Witcher Staffel 1 vergleichen. Was mir dabei auffällt ist, dass GoT sich seinen Limitierungen viel eher bewusst war und diese super kaschierte, während Witcher meiner Meinung nach es kaum offensichtlicher machen könnte, wo die Probleme liegen.

GoT war ambitioniert und liebevoll gemacht in seiner ersten Staffel, was man im Fantasy Genre bis dato noch nie so gesehen hat. Witcher ist einfach eine weitere Netflix-Fließband-Produktion.

Voigt
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Re: Serientipps

Beitrag von Voigt »

Ich hatte Game of Thrones nach der ersten Staffel abgebrochen, fand ich irgendwie nich spannend genug.
Witcher habe ich weder gespielt noch gelesen, kenne bloß paar Erzählungeb, das Ciri und Yennifer existiern, dass Yennifer eine Magiern mit Illusionsmagie ist, die eigentlich alt und bucklig ist. Dad Nilfgard irgendwie böse, aber grundsätzlich in der Welt eh alme Rasissten sind.

Habe Witcher Serie mit Kumpels vorgestern bis zur Folge 4 geschaut.
Die mehreren Zeitebenen waren verwirrend, der Kampf gegen die CGI Monster eher meh, aber Geralt ist markant geschauspielert und die Kämpfe gegen Menschen nett.

Ich habe da aber auch keine Erwartungen aus den Spielen, dass irgendwelche Finisher gezeigt werden sollen.

Insgesamt weder eine besonders gute noch eine schlechte Serie.
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Jon Zen
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Re: Serientipps

Beitrag von Jon Zen »

Harry Tuttle hat geschrieben:
23. Dez 2019, 10:21
Jon Zen hat geschrieben:
23. Dez 2019, 01:34
Ich habe auch die Witcher Staffel zu Ende geschaut und sehe es ähnlich:
Als Witcher-Liebhaber sollte man sich die Serie anschauen, um neue und alte Geschichten aus einem großartigen Universum zu erleben.
Wie auch bei The Witcher 3 sind die "Nebenquests" (besonders Folgen 4 & 6) am besten, wohingegen die Hauptstory schwächer ist (besonders Folge 8).
Im Gegensatz zur letzten Staffel GoT liegt es hierbei nicht an der Handlung, sondern an der Inzenierung:

- Schauspieler: oft schwach in der Leistung, dazu noch oft otpisch unpassend
- Kostümdesign: Alle "Kostüme" aus den Spielen sind besser, einzigartiger, glaubwürdiger; am schlimmsten treffen es die Soldaten aus Nilfgaard, die so an Uruk-hai erinnern und entmenschlicht werden
- Kämpfe: Diese sind leider aus einer Zeit, welche Serien wie Daredevel oder GoT oder Filme wie John Wick, oder (jetzt neu herausgekommen) 6 Underground nicht kannten: Sie sehen oft mehr wie Theater aus, manche Gegner fallen ungetroffen einfach um, bei Finishern kommt häufig der Cut, sodass man sie nicht sehen kann (und die Macher sich das Blut/den Effekt sparen können)

Darüber hinaus scheint auch das CGI noch nicht reif genug, um eine mittelteure Serie, wie the Witcher, tragen zu können. Menschenmengen sind zu klein und wirken daher nicht glaubhaft.

Mein Fazit: Als Fan wurde ich häufig gut unterhalten und habe jetzt Lust den noch nicht gespielten 2. Teil nachzuholen. Leider hat die Serie zu wenig Geld, um eine solche Dark-Fantasy Welt glaubhaft umzusetzen. Sie hätte besser erst in 15 Jahren herauskommen sollen, aber richtig.
Wer auch noch Lust auf Geschichten aus dem Witcher-Universum hat, dem kann ich Thronebreaker: The Witcher Tales wärmsten empfehlen, welches mein 2. liebstes Spiel 2018 war.
Irgendwie wird hier immer davon gesprochen, dass Budget sei zu klein gewesen um die Mängel zu entschuldigen. Ich konnte jetzt zwar keine genauen Angaben zum Budget finden, aber erstens glaube ich kaum, dass Netflix sich so ein dickes Franchise raus lässt und dann gerade mal ein paar Kröten springen lässt und zudem ist Netflix ja bekannt dafür großzügige Budgets bereit zu stellen. Schlechte Schauspielleistung und schwaches Drehbuch sind eher eine kreative, denn eine finanzielle Fehlleistung. Und gerade in Sachen CGI kann man auch mit riesigen Budgets immer noch großen Mist bauen :mrgreen:
Aber mehr Budget wirds für (wenn überhaupt) folgende Staffeln wohl eher nicht geben. Netflix erhöht in der Regel die Budgets nur wenn die erste Staffel erfolgreich ist. Und bei der Masse an Verissen und sicher einem großen Teil des Netflix Publikums, dass eh nichts mit der Franchise anfangen können wird, dürfte das höchst unwahrscheinlich sein.
Soweit ich im Internet finden konnte, besitzt Witcher ein für Netflix Verhältnisse großes Budget (z.B.:https://www.looper.com/159663/the-witch ... nd-budget/). Auch glaube ich, dass meine 3 größten Kritikpunkte (Schauspieler, Kostüme, Actionszenen + Anordnung der Handlungen) mit dem gleichen Budget gemeistert werden können.

Aber um die Welt von The Witcher glaubhaft zu machen, braucht man viele Komparsen und große CGI Aufnahmen. Die sollen ja sehr viel Geld kosten.
Das war auch (wie bereits von tsch geschrieben) ein Schwachpunkt der 1. GoT Staffel. Trotzdem ist die 1. Staffel GoT besser als die letzte, obwohl letztere (gefühlt) unendlich viel Budget hatte für Großaufnahmen.
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JaneRogger
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Re: Serientipps

Beitrag von JaneRogger »

Meine Lieblingsserie auf Netflix ist Büro und fremde Dinge. Auch ich liebe es, Familienvater auf Amazon Prime zu beobachten.

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LegendaryAndre
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Re: Serientipps

Beitrag von LegendaryAndre »

tsch hat geschrieben:
22. Dez 2019, 21:14
Habe Witcher nach 20 Min abgebrochen und würde eigentlich alle Punkte von LegendaryAndre unterschreiben, weswegen ich sie jetzt nicht erneut alle aufführen werde.

...

Klar, 20 Min ist nicht viel und möglicherweise kommen noch andere Aspekte hinzu, die mir mehr gefallen könnten, aber gerade beim Zeitinvestment einer Serie muss schon irgendeine Art von Motivation aufkommen. Der Ersteindruck war leider miserabel und die Reviews lassen mich jetzt auch nicht auf eine krasse Verbesserung hoffen.
Ich habe inzwischen noch ein paar Folgen (nicht alle) gesehen. Die Serie wird nach Folge 1 besser, vor allem zugänglicher, weil die Dialoge nicht mehr ganz so flach sind wie im unglücklichen Auftakt und alles etwas stimmiger ist. Ich kann noch kein Gesamturteil abgeben, aber entgegen meiner ersten Einschätzung würde ich nicht sagen dass die Serie ein Totalausfall ist. Aber eher schlechter und mit Sicherheit nicht gut!

Der Vergleich der GameStar mit Xena oder Hercules aus den 90-ern hinkt absolut. Die Serie hat nichts, was auch nur ansatzweise daran erinnert, außer eben stellenweise offensichtliche Computereffekte.

Irgendwie kam ich nicht umher The Witcher 3 erneut zu installieren. ;)

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bluttrinker13
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Re: Serientipps

Beitrag von bluttrinker13 »

LegendaryAndre hat geschrieben:
24. Dez 2019, 06:57
Ich habe inzwischen noch ein paar Folgen (nicht alle) gesehen. Die Serie wird nach Folge 1 besser, vor allem zugänglicher, weil die Dialoge nicht mehr ganz so flach sind wie im unglücklichen Auftakt und alles etwas stimmiger ist. Ich kann noch kein Gesamturteil abgeben, aber entgegen meiner ersten Einschätzung würde ich nicht sagen dass die Serie ein Totalausfall ist. Aber eher schlechter und mit Sicherheit nicht gut!

Der Vergleich der GameStar mit Xena oder Hercules aus den 90-ern hinkt absolut. Die Serie hat nichts, was auch nur ansatzweise daran erinnert, außer eben stellenweise offensichtliche Computereffekte.
Geht mir ganz ähnlich. Ich mag es immer mehr. Die trashigen CGI Effekte übersieht man zusehends, und ich bin von Cavills Performance mittlerweile doch sehr entzückt. Die kurze heftige Kampfszene gegen die Renfi Gang hat mich so richtig abgeholt, genau so muss ein Witcher kämpfen, ultraschnell und dreckig.

Ich glaube die Serie hat sich einfach selbst ein Bein gestellt, mit einem gnadenlos verkorksten Anfang. Aber jetzt wo ich denke "Versetze dich einfach mal in die 90er zurück wo du um jedes bisschen Fantasy gebettelt hast", wird es immer mehr zu einem wirklichen Genuß.
Oder ich bin weihnachtsmilde gestimmt. :D

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LegendaryAndre
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Re: Serientipps

Beitrag von LegendaryAndre »

bluttrinker13 hat geschrieben:
24. Dez 2019, 10:31
Geht mir ganz ähnlich. Ich mag es immer mehr. Die trashigen CGI Effekte übersieht man zusehends, und ich bin von Cavills Performance mittlerweile doch sehr entzückt. Die kurze heftige Kampfszene gegen die Renfi Gang hat mich so richtig abgeholt, genau so muss ein Witcher kämpfen, ultraschnell und dreckig.
An Cavills Performance muss ich mich noch gewöhnen, aber ich finde ihn auch nicht vollkommen unpassend für diese Rolle. Wobei ich auch nicht sagen kann, was Geralt eigentlich ausmachen muss, da ich die Bücher nicht gelesen habe und nur den Hexer aus den Spielen kenne.

Die Kämpfe gegen Menschen sind wirklich gut choregraphiert!

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Alienloeffel
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Re: Serientipps

Beitrag von Alienloeffel »

Ich verstehe die heftige Kritk an der Witcher Serie an vielen Stellen nicht.
Insbesondere Cavill als Geralt finde ich großartig. Ja, der Charakter ist oft melodramatisch ohne Ende, aber so ist die Figur eben. Der ist in den Büchern etwas wortkarger als in den Spielen aber auch das ist kein wirklicher Bruch mit der Vorlage. Auch Triss und Yen sind gut gespielt und kommen der Vorlage sehr nahe, die Yen Vorgeschichte kannte ich nicht, wenn das nicht im späteren Verlauf der Saga geschrieben ist, ist das neu. Fand ich nicht schlecht.
Die Geschichten sind etwas abgeändert und abgesehen von Episode 2 und 7 war ich wirklich großartig unterhalten. Insbesondere die Striga Folge fand ich stimmig inszeniert und brachte exakt die Witcher Atmosphäre rüber ohne dabei zu "gamy" zu wirken. Die CGI ist deutlich sichtbar, aber das scheint einen Budget Hintergrund zu haben und auch GoT sah in den ersten Staffeln nicht so bombastisch aus wie in den letzten Staffeln. Die direkten Vergleiche finde ich da recht unfair, denn Netflix wird zu einer ersten Staffel natürlich nicht gleich solche Summen hinlegen, wie HBO das in einer so etablierten Serie getan hat.
Die nilfgaardischen Rüstungen sehen einfach zu unpraktisch aus um in einer glaubhaften Welt so im großen Stil hergestellt zu werden, aber abseits davon fand ich die Kostüme sehr gelungen.

Das wirkliche Problem sehe ich in der Erzählstruktur. Drei Handlungsstränge - meinetwegen. Wenn diese aber zeitlich anders angeordnet sind und man manche Geschehnisse mehrfach sieht, kann das redundant aussehen, wenn man es (wie hier) nicht gut hinbekommt.


Unterm Strich fand ich die erste Staffel wirklich toll und will mehr davon. Henry Cavill ist ein glaubhagfter Geralt. Die erzählerischen Schwächen der ersten Staffel sollte man in einer zweiten besser hinbekommen und auch das Budget kann etwas höher ausfallen. Ich bin bisher sehr zufrieden.

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Desotho
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Re: Serientipps

Beitrag von Desotho »

Ich habe die Witcher Serie noch nicht geschaut, aber eine gute Freundin von mir und die fand die Serie sehr gut.

Was ich lustig fand: Witcher 3 hatte sie angespielt und damals gemeint dass es nichts für sie ist.
Ratet was Sie nun mit Begeisterung angefangen hat zu zocken :D
El Psy Kongroo

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bluttrinker13
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Re: Serientipps

Beitrag von bluttrinker13 »

Bin jetzt zur Hälfte durch, grad Folge 5, und nun doch ein Fanboy.

Die Hochzeit! Der Kampf gegen die Striege! Das Geplänkel mit dem, mE famos besetzten, Rittersporn! Wunderbar umgesetzt. Und Cavill wühlt sich quasi in die Rolle rein, respekt.

Wenn sie jetzt noch die "Jagd" nach dem Drachen so witzig hinbekommen wie in den Büchern...
Aber das wird bestimmt schwer.

Wie sich die Ansicht doch wandeln kann. Die Brechgefühle der ersten 20 Minuten sind jedenfalls weit weg. :D

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HerrReineke
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Re: Serientipps

Beitrag von HerrReineke »

Hab auch grad die fünfte Folge von The Witcher hinter mir und muss sagen, dass mir die Serie ganz gut gefällt. Freue mich jedenfalls schon auf den Rest und wenn das Niveau beibehalten wird gerne auch auf weitere Staffeln^^
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Heretic
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Re: Serientipps

Beitrag von Heretic »

Ich habe die ersten drei "The Witcher"-Folgen hinter mir und bin bislang eigentlich ganz angetan. Der leicht trashige Charme fängt den Geist der Computerspiele trotz einiger Unterschiede gut ein (die Romane hab' ich nicht gelesen), und Cavill gibt einen ordentlichen Hexer ab. Dass Geralt bislang hauptsächlich für die Monsters of the Week zuständig ist (wofür der Charakter perfekt geeignet ist) und eher Ciri und Yennefer im Vordergrund stehen, finde ich überhaupt nicht schlimm. Der Wechsel zwischen den Erzählsträngen bringt ein bisschen Abwechslung rein. Mein einziger richtiger Kritikpunkt bisher: Rittersporn als bemüht lustiger Sidekick nervt gewaltig. Zudem klingen seine Gesangseinlagen in der Synchro irgendwie nach fiesem Deutschpop. :mrgreen:

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LegendaryAndre
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Re: Serientipps

Beitrag von LegendaryAndre »

Habe noch eine Folge vor mir, aber ich komme auch zu der Schlussfolgerung dass die Serie sehenswert ist, trotz unglücklichem Start und einigen Fehlern. Henry Cavill wächst immer stärker in diese Rolle und liefert eben eine andere Interpretation des Hexers als das Spiel. Ich spiele gerade wieder The Witcher 3 und habe einen direkten Vergleich. The Witcher ist definitiv eine Serie, bei der man sich nicht vom Anfang täuschen lassen darf!
Heretic hat geschrieben:
26. Dez 2019, 11:52
finde ich überhaupt nicht schlimm. Der Wechsel zwischen den Erzählsträngen bringt ein bisschen Abwechslung rein. Mein einziger richtiger Kritikpunkt bisher: Rittersporn als bemüht lustiger Sidekick nervt gewaltig. Zudem klingen seine Gesangseinlagen in der Synchro irgendwie nach fiesem Deutschpop. :mrgreen:
Da bin ich ganz deiner Meinung! Ich kenne nur Rittersporn aus den Spielen und dort ist die Charakterzeichnung viel besser. Es liegt aber nicht am Schauspieler, sondern daran dass man seine Figur etwas dümmlich erscheinen lässt, was er ja eigentlich nicht ist. Vielleicht kam von daher der Vergleich der GameStar mit Hercules und Xena, denn dort gibt es Sidekicks die sich genau so verhalten. Schade eigentlich, aber ich kann darüber hinwegsehen. Rittersporn sollte auch nicht einen so großen Auftritt bekommen. Ich persönlich mag es lieber wenn Geralt alleine Abenteuer besteht und zwischendurch auf andere trifft und mit ihnen Abenteuer erlebt.

Dumm finde ich Meinungen von Kritikern im Internet, die eine negative Rezension verfassen, obwohl sie gar nicht alle Folgen gesehen haben. Im Ganzen ist die Serie nämlich durchaus nicht schlecht.

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Guthwulf
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Re: Serientipps

Beitrag von Guthwulf »

Zur Witcherserie. War unsere Weihnachtsserie, die wir nu auch beendet haben. Ich hatte das Schlimmste befürchtet, war bzgl. Casting sehr skeptisch und bin insgesamt eher negativ eingestellt rangegangen. Alles in allem war ich aber doch positiv überrascht.

Auf jeden Fall werde ich sie mir aber jetzt nochmal in englisch angucken, nachdem mir der Vergleich der ersten Folge gezeigt hat, dass die Synchronisation für mich schlecht funktioniert hat und ich das Original hier sehr viel atmosphärischer und passender finde.

Inhaltlich ist es offensichtlich eine Verfilmung der ersten Bücher, die auch nur eine lose zusammenhängende und fragmentarisch wirkende Kurzgeschichtensammlung waren. Das dürfte vor allem Leute enttäuschen, die mit der Serie ein neues Game Of Thrones mit viel Politik und komplizierten Intrigen erwartet haben und die nu eher die "Fabel der Woche" inkl. "Monster der Woche" und "moralische Lektion der Woche" bekommen. Deshalb schwankt außerdem auch die Qualität von Folge zu Folge. Am schlimmsten fand ich die Drachenepisode, die auch die mit Abstand schlechtesten Special Effekte hatte und auch beim Supportcast eher an nen Laienschauspieltheater erinnerte. Andere haben mir hingegen sehr gut gefallen (z.B. die Horroratmosphäre in Episode 3).

Der übergreifende Handlungsbogen und das Spiel mit den Zeitebenen gefiel mir. Ich hab allerdings das Gefühl, dass die Serie die "Regeln" der Welt (und der Magie) ein wenig untererklärt und Vorwissen aus den Büchern oder Spielen benötigt. Da hätte es gerne ein wenig mehr World Building sein dürfen.

Die viel diskutierte "Nudity" stört mich grundsätzlich nicht, da ich eh nicht verstehe warum brutale Gewaltdarstellung akzeptierter sein soll als die Darstellung von Nacktheit oder Sexualität. Hätte mir aber ein wenig mehr Gleichbehandlung gewünscht, damit für alle Parteien was dabei ist. War schon sehr auf weibliche Nacktheit fokussiert. Zumindest im Falle von Yennifer aber auch kein reiner Selbsttzweck sondern im Dienste der Story und des Charakters.

Henry Cavell hat für mich sehr schnell als Geralt funktioniert und die Serie zusammen mit Yennefer mehr oder weniger getragen. Yennefer war für mich der interessanteste Charakter, durch ihre Vorgeschichte und ihre moralische Ambivalenz. Von ihr hätte ich sogar gerne noch mehr gesehen. Dabei war ich hier beim Castin am Skeptischsten. Sie wirkt auch in der Serie für mich noch noch zu "jung" und "zierlich", aber die Schauspielerin hat mich im Laufe der Serie für sich gewonnen. Mochte am Ende Ihre Interpretation des Charakters. Ciri war in der Staffel nur passiver Spielball und McGuffin für die Handlung, aber die Schauspielerin passt erstmal. Renfri hatte in der ersten Folge auf mich bleibenden Eindruck hinterlassen. Tissaia de Vries funktionierte für mich ebenfalls sehr gut. Triss war erwartungsgemäß nur eine Randnotiz (wie auch in den Büchern) und völlig anders, als in den Spielen. Am schlimmsten fand ich Queen Calanthe und abhängig von der Folge auch gelegentlich Dandelion. Erstere war grad in der deutschen Synchronisation Overacting über die Schmerzgrenze hinaus und letzterer blieb mir zu sehr in der Comic Relief Ecke stecken. Beide haben mir im englischen Original nach dem Reinschnuppern spontan deutlich besser gefallen.

Bei aller durchaus berechtigter Kritik an dieser Staffel merkte man der Serie aber auch an, das da viel Herzblut und ehrliche Begeisterung für das Quellenmaterial reingeflossen ist, was sie für mich dann trotzdem sehr symphatisch machte. Da sie außerdem ein starkes Ende hat, schaue ich nun mit positiver Grundstimmung auf die zweite Staffel. Und wenn sie dann die Kurzgeschichtensammlungen verlassen, wird vielleicht auch die Konsistenz von Folge zu Folge besser. Sie war auf jeden Fall auch in Staffel 1 schon mal was "anderes" und damit erfrischend. Interessant find ich noch den Unterschied zwischen Kritikermeinung und Zuschauermeinung auf Rotten Tomatoes (56% vs. 93%).

EDIT: Was Internetreviews angeht, empfehle ich mal Grace Randolph (der ich sonst oft widersprechen würde): https://www.youtube.com/watch?v=yT6ONM-o95M
Zuletzt geändert von Guthwulf am 26. Dez 2019, 15:11, insgesamt 2-mal geändert.
guthwulf04 (Steam), dreosan (PSN), Guthwulf06 (Xbox), Guthwulf16 (Switch: SW-7403-8257-5609)

Don Mchawi
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Re: Serientipps

Beitrag von Don Mchawi »

Habe heute auch die Witcher-Serie beendet, finde es interessant, wie hier im Thread zunächst ein eher negativer Kanon und nun mehr positiver herrscht.
Ich schließe mich letzterem an, aber auch mit schon genannten Kritikpunkten; teils etwas sprunghaft erzählt, verwirrende Erzählperspektive und untererklärt. Ich habe nur die Spiele 2 und 3 gespielt und das ist ein paar Jahre her - zumindest sagten mir dadurch die Grundkonzepte der Welt und die Hauptfiguren etwas. Ansonsten wäre ich da wohl auch hoffnungslos verloren gewesen. Auch so habe ich vieles im Zusammenhang erst mit Folge 7 verstanden, die die Erzählstränge langsam zusammen führt.
Die Drachenepisode fand ich zu trashig und tatsächlich habe ich da auch an Hercules und Xena denken müssen, nicht zuletzt wegen der Effekte.

Insgesamt hat für mich die Atmosphäre aber voll gestimmt und perönlich sehe ich daran ein gelungenes Prequel für die Spiele (da ich ja die Buchvorlage nicht gelesen habe).

Maurice hat für die Gamestar auch ein Vidoereview verfasst und ich bin eigentlich voll bei ihm:
https://www.youtube.com/watch?v=U4rMU53cyt4
Er bespricht die Serie sehr ausgewogen mit ihren Stärken und Schwächen und kommt zu einem insgesamt positiven, aber eben differenzierten Urteil.

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Filusi
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Re: Serientipps

Beitrag von Filusi »

Bin grad in der 59 min der 3. Folge (meine Große ließ mich zu lange warten [keine Ahnung entweder ist das Studium ihr wichtiger, da ist sie schon wieder dran ... am 2. Weihnachtsabend ... oder naja, gefällt ihr die Serie doch weniger, als sie mir sagen wollte, sie ist sehr sozial] und nun schaue ich doch erstmal wieder alleine] und man ...

... habe ich gerade eine Gänsehaut auf dem Rücken, gepaart mit einem wohligen Grinsen.

Da ist sie! Yen! Bild
WOW, ein Auftritt, bin gespannt, das macht echt Lust auf mehr!

Nachdem mir die 2. Folge bzw. ihr Teil in Dol Blathanna so gar nicht gefallen wollte (eigentlich in den Büchern u.a. mit der Kurzgeschichte um Borch Drei Dohlen eine meiner Lieblingsgeschichten), weil er stark verkürzt, unzufrieden abgeändert und von der Inszenierung unfreiwillig komisch rüber kam, so gefiel mir die 3. Folge bis jetzt umso besser, vor allem die gekreuzte Ekstase der beiden parallel dargestellte Handlungsstränge.

So kann es weitergehen, auch wenn ich nach dem gelesenen, schon Angst um eben jene, obig schon genannte, 2. Lieblingsgeschichte habe. :(

Edit: Weil ich sie grad eh wieder rauskramte, hier für alle nochmal die Karte, welche im ersten Witcher beilag und mir auch beim Lesen der Bücher als Lesezeichen und im Verfolgen der Handlungstränge und politischen Gegebenheiten extrem weiter half.

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