Serientipps

Wenn es nicht um Spiele und / oder den Podcast geht, dann stehen die Chancen gut, dass dein Thema hier richtig ist.
WARNUNG: Gerade bei Politik & Co. geht's gerne hoch her. Auch hier gelten die Benimmregeln. Behandelt andere Foren-User immer mit Respekt, selbst wenn ihr deren Meinung nicht respektieren könnt!
Forumsregeln
Datenschutzerklärung: https://www.gamespodcast.de/datenschutzerklaerung/
Impressum: https://www.gamespodcast.de/impressum/

Forenregeln und zukünftige Weltverfassung
ART 1: Behandle andere Nutzer mit Respekt.
ART 2: Do NOT piss off the Podcasters

Lies bitte weitere Hinweise hier: viewtopic.php?f=4&t=2789
Benutzeravatar
mrz
Beiträge: 1347
Registriert: 2. Sep 2016, 11:43

Re: Serientipps

Beitrag von mrz »

Sex Ed könnte man echt mal schauen.

Benutzeravatar
bluttrinker13
Beiträge: 2651
Registriert: 4. Jun 2016, 22:44

Re: Serientipps

Beitrag von bluttrinker13 »

mrz hat geschrieben:
11. Feb 2021, 18:33
Vorschläge für Serie mit Frau?
Wie Dicker schon sagt: Narcos!
Ansonsten, ähnliche Kerbe: Ozark

Anders, weniger dark, aber sehr geil historizistisch (lol) und psychologisch: The Crown!

Benutzeravatar
philoponus
Beiträge: 1444
Registriert: 4. Apr 2017, 18:18
Kontaktdaten:

Re: Serientipps

Beitrag von philoponus »

Broadchurch ?

Benutzeravatar
DickHorner
Beiträge: 761
Registriert: 30. Aug 2018, 10:26

Re: Serientipps

Beitrag von DickHorner »

So, sind jetzt durch mit Expanse. Fand die Staffel echt ganz gut, klar, ich meine, wenn man nicht so genau über die Charaktere nachdenkt und darüber, dass die eigentlich durch die Bank - abgesehen von Alex und Timmy - alle komplett psychopathisch unterwegs sind, dann war die schon ganz gut, die Staffel. Hab aber auch davor Discovery gesehen ^^

Benutzeravatar
Dicker
Beiträge: 1128
Registriert: 20. Mai 2017, 20:29

Re: Serientipps

Beitrag von Dicker »

Living with Yourself
Steht schon länger auf meiner Netflix Watchlist und bei 8 Folgen x 20 min dachte ich mir, was solls. Die Prämisse ist auch echt unterhaltsam und die Serie schafft es mit ein paar coolen Wendungen einen immer bei der Stange zu halten. Aber am Ende ergibt das alles irgendwie nicht so wirklich Sinn. Die Serie weiß zudem nicht genau, was sie sein will. Das führt dazu, dass ich die Motive der Hautfiguren nicht mehr nachvollziehen kann und sie mir am Ende etwas egal werden.
Was meine ich genau?
SpoilerShow
Die Serie will irgendwie alles auf einmal sein
- (schwarze) Komödie
- Drama
- Selbstfindungstrip
- Agendtenfilm
Dazu kommt, dass das Klonen als Erklärung und/oder Prämisse so gar nicht funktioniert und man mit einem gehörigen willing suspension of disbelief rangehen muss
Immerhin, waren nur 160 min und die Schauspieler machen ihren Job gut.

Finn87k
Beiträge: 5
Registriert: 17. Feb 2021, 14:04

Re: Serientipps

Beitrag von Finn87k »

Cobra Kai

Ich habe wirklich nicht so viel von dieser Serie erwartet, ich weiß nicht wirklich warum, wenn man bedenkt, dass die Filme großartig sind und ich sie wirklich genossen habe.
Die Serie ist eine Art Fortsetzung der Filme, aber nicht vollständig. Die Charaktere sind bereits erwachsen und was mir am besten gefiel, war, dass sie den größten Teil der ursprünglichen Besetzung verwendet haben.

Sehr empfehlenswert!

Benutzeravatar
LegendaryAndre
Beiträge: 762
Registriert: 19. Feb 2017, 09:06
Wohnort: Graz

Re: Serientipps

Beitrag von LegendaryAndre »

The Expanse (S5)

Ich hatte schlimme Befürchtungen weil die Kommentare zur fünften Staffel im Forum eher negativ ausgefallen sind. Nun habe ich festgestellt, dass ich viele der genannten Kritikpunkte selbst nicht als solche empfinde. Es gab genaugenommen einen einzigen Moment, den ich wirklich als groben Schnitzer kritisieren würde, nämlich Naomi's "Auftritt im Weltall". Glaubwürdig war es für mich nicht, aber letztlich auch nicht unmöglich. Schlimmer im Science Fiction-Genre war Lea's Auftritt in Episode 8, selbst wenn man bedenkt dass Star Wars ein SciFi-Märchen ohne höhere Ansprüche an Realismus ist und The Expanse das Gegenteil sein möchte.

In der fünften Staffel macht The Expanse meiner Meinung nach vieles besser als vorher. Die Charakterzeichnung ist intensiver und dort wo es früher häufig Inszenierungsschwächen bei emotionalen Szenen gab, bringt man jetzt weitgehend das nötige Gefühl auf, damit große Momente auch erinnerungswürdig bleiben. Überhaupt halte ich diese Staffel für zugänglicher. Nicht von Anfang an, aber es dauert nicht all zu lange bis die Story zündet. Der Einstieg war für mich bis jetzt bei jeder Staffel recht müde.

Weiterhin glänzt die Serie mit guten Spezialeffekten und liebevoll designten Raumschiffen, in denen ich als Science Fiction-Fan selbst gerne mal sitzen würde. Gelegentlich habe ich auf Pause gedrückt, um das durchdachte Interface zu bewundern. Das ist ein guter Grund die gesamte Serie ein weiteres Mal zu schauen. Star Trek: Discovery, so wird Science Fiction gemacht! Bombastisch und groß ist nicht immer besser, erst recht nicht wenn man keinen soliden Unterbau hinbekommt und den roten Faden in der Handlung nicht findet.

Im Zentrum der Story steht neben der Ausarbeitung des Antagonisten, die Entwicklung einzelner Charaktere. Dafür schalten die Macher beim Erzähltempo einen Gang zurück, bringen aber über die Einzelschicksale auch die Haupthandlung gut voran. Am Ende ist dennoch viel passiert und ich habe mich als Zuseher mit den Charakteren verbundener gefühlt als vorher. Naomis Geschichte finde ich eigentlich sehr gut (vor allem das zwischenmenschliche Drama), wenn auch nicht durchgehend.

Zwischendurch gab es ein paar kleinere Hänger und gerade gegen Ende hin hat man es versäumt das
SpoilerShow
tragische Schicksal einer Figur
gebührend zu zeigen (ein typischer Expanse-Fehler).

Ich habe die Bücher nicht gelesen, daher bin ich wahrscheinlich weniger kritisch als jene Leser die einen genauen Vergleich haben. Aber ohne diesen Vergleich fällt mein Urteil für diese Staffel sehr gut aus. Das Staffelfinale macht dann eindeutig Lust auf mehr! Etwas bitter ist es, dass die sechste Staffel bereits die letzte sein soll, wie ich gelesen habe. Damit sollte es laut Kennern der Bücher unmöglich sein, die Geschichte in nur einer Staffel zu Ende zu erzählen. Möglich wären Filme in denen die Handlung dann doch noch zu Ende geführt wird. Amazon wird wohl kein offenes und hoffentlich kein gehetztes Ende zulassen. Das wäre für niemanden gut.

Rince81
Beiträge: 3368
Registriert: 21. Dez 2015, 04:30

Re: Serientipps

Beitrag von Rince81 »

LegendaryAndre hat geschrieben:
21. Feb 2021, 20:45
Zwischendurch gab es ein paar kleinere Hänger und gerade gegen Ende hin hat man es versäumt das
SpoilerShow
tragische Schicksal einer Figur
gebührend zu zeigen (ein typischer Expanse-Fehler).
Das dürfte eher an einer ziemlich plötzlichen Entlassung des Darstellers liegen.
Die "Gesendet von meinem HTC11 Life mit Tapatalk"-Signatur

Benutzeravatar
LegendaryAndre
Beiträge: 762
Registriert: 19. Feb 2017, 09:06
Wohnort: Graz

Re: Serientipps

Beitrag von LegendaryAndre »

Rince81 hat geschrieben:
21. Feb 2021, 20:50
Das dürfte eher an einer ziemlich plötzlichen Entlassung des Darstellers liegen.
Das wusste ich nicht, aber es erklärt so einiges! Es hat sich für mich unpassend angefühlt, so wie es dargestellt wurde.
SpoilerShow
Eigentlich hätte es als Überraschungsmoment sogar wunderbar funktionieren können, aber die Inszenierung war zu schwach. Die Szene hätte man vielleicht länger aus verschiedenen Perspektiven zeigen sollen, um die Dramatik zu erhöhen. Eine Nahaufnahme hat gefehlt. Man hätte deutlich sehen müssen, dass er tot ist. Wenn man mitgedacht hat und die Kommentare von vorher berücksichtigt, versteht man was passiert ist, aber allein die Darstellung war für mich nicht eindeutig. Das hätte ein dramatischer und spannender Höhepunkt werden können, ist aber dann leider verblasst.

Benutzeravatar
Peter
Beiträge: 978
Registriert: 22. Okt 2016, 08:47
Wohnort: Ettlingen
Kontaktdaten:

Re: Serientipps

Beitrag von Peter »

Sie haben unter den Umständen aber schon das beste draus gemacht. Was anderes war ja ohne seine Mitwirkung nicht möglich. Ich war eher noch positiv überrascht, dass man hier noch so viel per Nachdrehs gemacht hat.

Benutzeravatar
Heretic
Beiträge: 2975
Registriert: 20. Mai 2016, 13:30

Re: Serientipps

Beitrag von Heretic »

Wir Kinder vom Bahnhof Zoo

Die Verfilmung aus dem Jahr 1981 des gleichnamigen Buchs über die Drogenkarriere der Christiane F. ist ein Klassiker, der das Elend einer Heroinsucht relativ ungeschönt darstellt. Wenn auch etwas komprimiert aufgrund der ca. 135minütigen Laufzeit. Die Neuauflage in Serienform hat dieses Problem nicht, muss aber leider trotzdem als totaler Rohrkrepierer bezeichnet werden. Da stimmt nämlich so gut wie gar nichts.

Die Darstellung des Berlins der Siebziger wirkt genauso wenig authentisch wie die etwas zu stylisch daherkommende Clique mit und um Christiane. Wenn mit wilden Verrenkungen und unpassenden Klamotten in der Großraumdisse zu Electrobeats abgehottet wird, erinnert das eher an eine Technoparty in den Neunzigern. Die Darsteller der Teenager wirken durch die Bank zu alt, die dürften sich alle in den Zwanzigern befinden. Christianes Eltern wirken wiederum viel zu jung. Vor allem ihr ewig abgebrannter Vater (der lustigerweise in einem Porsche 911 herumgurkt) könnte glatt der trotz massiven Drogenproblemen meist wie aus dem Ei gepellt aussehenden Truppe beitreten. Beim Entzug wird mal eine Nacht lang in ‘nen Eimer gekotzt, danach ist man wieder topfit und sowas von clean. Bis zum nächsten Absturz, der nicht lange auf sich warten lässt. Naja, zumindest letzteres ist wohl realistisch.

Am unpassendsten finde ich aber, neben diversen erfundenen Charakteren und Begebenheiten, die traumartigen Sequenzen, die teilweise nahtlos in das reale Geschehen eingeflochten werden. Da labert Christiane schonmal David Bowie voll, da unterhält sich Babsi mit ihrem toten Vater, oder ein Zigarettenautomat spuckt in hohem Bogen Kippenpäckchen aus. Schon klar, man will die Euphorie eines Drogenrausches oder die angeknackste mentale Verfassung einiger Charaktere visualisieren, aber das Ergebnis wirkt leider wie “Trainspotting” für Arme - nur ohne den beißenden Humor eines Irvine Welsh, sondern mit unfreiwilliger Komik.

Ich kann nur empfehlen, das Buch zu lesen oder den alten Film zu schauen. Die unglaubwürdige Neuauflage verharmlost imo die Folgen exzessiven Konsums harter Drogen und taugt maximal als abschreckendes Beispiel für miese Serienkost. Hoffentlich fantasiert man nicht noch eine zweite Staffel hintendran…

Benutzeravatar
LegendaryAndre
Beiträge: 762
Registriert: 19. Feb 2017, 09:06
Wohnort: Graz

Re: Serientipps

Beitrag von LegendaryAndre »

Soeben gesehen: Disney hat heute seinen Dienst um Star erweitert. Ich habe entdeckt dass es die Kultserie Buffy - Im Bann der Dämonen erstmals (?) in besserer Qualität gibt. Vorher hatte es Amazon Prime noch im alten 4:3-Format im Programm. Das ist eine gute Gelegenheit die Serie nachzuholen oder erneut zu anzusehen. Der Pilotfilm mit einer anderen Schauspielerin ist auch enthalten.

Benutzeravatar
Peter
Beiträge: 978
Registriert: 22. Okt 2016, 08:47
Wohnort: Ettlingen
Kontaktdaten:

Re: Serientipps

Beitrag von Peter »

Vor ein paar Jahren hat die 16:9-Fassung für einige lustige Videos gesorgt, da das eine ziemliche Katastrophe war...
https://gizmodo.com/oh-dear-buffys-hd-m ... 1671812347

Benutzeravatar
LegendaryAndre
Beiträge: 762
Registriert: 19. Feb 2017, 09:06
Wohnort: Graz

Re: Serientipps

Beitrag von LegendaryAndre »

Peter hat geschrieben:
23. Feb 2021, 19:31
Vor ein paar Jahren hat die 16:9-Fassung für einige lustige Videos gesorgt, da das eine ziemliche Katastrophe war...
https://gizmodo.com/oh-dear-buffys-hd-m ... 1671812347
Interessanterweise schaffen es professionelle Seiten im Netz nicht Auskunft darüber zu geben, um welche Version es sich bei Star handelt. Zumindest waren meine Suchergebnisse erfolglos. Bei Twitter schreibt ein User allerdings dass es sich leider um die schlechte Remastered-Version handeln soll.

Ich habe gestern eine Folge gesehen und auf den ersten Blick scheint die Qualität dennoch in Ordnung zu sein. Die Mängel fallen im direkten Vergleich wohl stärker auf. Ich selbst würde trotzdem diese Version ansehen, denn die 4:3-Folgen bei Amazon davor waren ziemlich mühsam.

Das Spin-Off Angel ist übrigens nur in bestimmten Ländern enthalten, nicht aber in Deutschland und Österreich habe ich gelesen.

Benutzeravatar
Peter
Beiträge: 978
Registriert: 22. Okt 2016, 08:47
Wohnort: Ettlingen
Kontaktdaten:

Re: Serientipps

Beitrag von Peter »

Das ist sicherlich die schlechte Fassung. Einmal davon abgesehen, dass es garantiert keine zweite gibt, gehört Fox, die diese angefertigt hatte, zu Disney.

Haplo
Beiträge: 96
Registriert: 20. Okt 2017, 11:18

Re: Serientipps

Beitrag von Haplo »

Bei den Simpsons ist Disney ja eingeknickt; aber im Vergleich dazu dürfte es einfach zu wenig Buffy-Fans geben ...
LegendaryAndre hat geschrieben:
24. Feb 2021, 07:27
Ich selbst würde trotzdem diese Version ansehen, denn die 4:3-Folgen bei Amazon davor waren ziemlich mühsam.
Nur mal interessenhalber: was genau ist daran denn mühsam gewesen?

Rince81
Beiträge: 3368
Registriert: 21. Dez 2015, 04:30

Re: Serientipps

Beitrag von Rince81 »

Haplo hat geschrieben:
24. Feb 2021, 15:02
Nur mal interessenhalber: was genau ist daran denn mühsam gewesen?
Vielleicht die Bildqualität? Geht mir zumindest bei Friends so.
Das 16:9 Remaster auf Blu-Ray und den Streams ist erkennbar so nie beabsichtigt worden und zeigt nur "mehr" leeres Bild. Bei ein paar Szenen sorgt es auch für jetzt sichtbare Anschlussfehler und versaut 1-2 Witze durch nun wirkungslose Kameraschwenks. Gibt eine Szene wo Chandler im Bett liegt und die Kamera dann langsam zu Janice rüber schwenkt, die ihn anschaut - in der 16:9 Fassung ist Janice von Anfang an im Bild. :ugly:
Dafür stimmt durch die Neuabtastung der 35mm Filmrollen die Bildqualität, ich hätte aber 4:3 in der neuen Fassung bevorzugt. Nur wenn ich die Wahl zwischen originalem 4:3 und einer auch für DVD Verhältnisse miserablen Bildqualität und 16:9 in Top-Qualität habe, dann ist es 16:9...

Ich bin von Star im Allgemeinen bisher ganz angetan.
Die "Gesendet von meinem HTC11 Life mit Tapatalk"-Signatur

bloody_mary
Beiträge: 5
Registriert: 17. Mär 2018, 20:10

Re: Serientipps

Beitrag von bloody_mary »

@Heretic: Zu "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" habe ich in einem Interview gelesen, dass die Szenenbilder und Kostüme absichtlich aus verschiedenen Jahrzehnten stammen, weil man damit die Zeitlosigkeit des Themas herausstellen wollte. Zumindest einer von deinen Kritikpunkten scheint also von den Machern so gewünscht zu sein.

Die Serie habe ich selbst noch nicht gesehen, ich muss für sowas immer in der richtigen Stimmung sein und gerade ist das leider überhaupt nicht der Fall. Ich bewundere euch, dass ihr teilweise so harten Stoff (haha, pun intended) ständig schauen könnt. Mich deprimiert das oft tagelang und es fühlt sich dann richtig nach Arbeit an, solche Serien oder Filme weiter anzusehen, dazu fehlt mir zur Zeit irgendwie die Kraft.

Andreas29
Beiträge: 482
Registriert: 22. Mai 2019, 12:14

Re: Serientipps

Beitrag von Andreas29 »

Star Wars: The Clone Wars - Seasons 1-7

So... eine Menge Holz, aber sehr lohnenswert. Aber ich muss wirklich sagen, dass das neben Mandalorian das beste Star Wars ist, das man seit der Original-Trilogie haben kann.

Zunächst gibt es natürlich unübersehbare Schwächen:

Struktur

Es wird keine durchgehende Story erzählt, sondern die Serie besteht aus einem Flickenteppich sogenannter "Arcs". Das heißt es wird vor dem Hintergrund der Klonkriege wild durchs Universum gesprungen, wo man dann selten 2, oft 3 und später meistens 4 Folgen einer kleinen Geschichte sieht. Orte, zentrale Personen und Thema variieren stark: Es gibt
1. Action-Episoden mit Anakin Skywalker, Obi-Wan, Ahsoka und Rex
2. Politik-Episoden, wo meistens Padme die Hauptfigur ist
3. The Force - Episoden, wo es um die Macht an sich geht und da die Lore ausgebaut wird
4. Dark Side - Episoden, wo es um die Entwickungen bei den Siths geht
5. Klon - Episoden, bei denen die Klone im Mittelpunkt stehen
6. Droiden-Episoden mit R2D2 und C3PO
7. Comedy-Episoden mit Jar-Jar Binks


Das ist nicht immer ganz klar getrennt und verschwimmt, aber man kann das grob so einordnen.

Das führt natürlich dazu, dass das Pacing und die Qualität der Folgen stark schwankt. Ebenso verschwinden wichtige Charaktere manchmal einige Episoden komplett von der Bildfläche, was der Charakterentwicklung oft nicht besonders gut tut. Allerdings sind ja viele der Charaktere schon in anderen Filmen und Serien entwickelt worden. Und die Entwicklung der - ja ich möchte sagen Hauptfigur - Ahsoka Tano funktioniert innerhalb der Serie.

Continuity

Als nächste Schwäche könnte man natürlich anbringen, dass CW das Problem hat zwischen Episode 2 und (in der letzten Season während) 3 stattzufinden und sie einfach in einem sehr ausgearbeiteten Franchise spielt, wo es ja auch Mandaloriean und Rebels gibt, die CW aufgreifen. Damit ist bereits der Verlauf der übergeordneten Geschichte und das Schicksal vieler Charaktere einfach klar.
Das merkt man vor allen Dingen, weil man am Ende am meisten um Captain Rex bangt, dessen Schicksal mir nicht bekannt war oder Asajj Ventress interessant findet, weil man eben nicht weiß, wohin die Reise geht.
Was aber nicht bedeuten muss, dass die Geschichten der etablierten Figuren nicht doch spannend und zu Herzen gehend sein können.

"Humor"

Als dritter großer Kritikpunkt wäre da noch die typische Prequel-Albernheit, die besonders in den ersten Staffeln immer wieder durchblitzt. Es gibt Slapstick von den Droiden und Jar-Jar. Dass Ahsoka im CW-Film Anakin "Skyguy" nennt, werde ich den Machern nie verzeihen und auch in der Serie haben sie in der ersten Staffel Anakin regelmäßig noch "Snips" zu Ahsoka sagen lassen. Deswegen sind die Episoden, die ich oben unter Punkt 6 und 7 eingeordnet habe auch die deutlich schwächsten (wobei ich ein kleines Herz für das D-Squad habe :wink:. )
Hier muss man aber sagen, dass das im Verlauf immer und immer weniger wird und CW vielleicht die düstersten und ernstesten Momente in ganz Star Wars hat.

Geschmacksache: Die Optik

Ein Punkt, den ich weder unter positiv oder negativ einordnen kann ist die Optik. Manche hassen sie, manche lieben sie. Ist halt Geschmacksache; ich bin damit gut klar gekommen, wobei man die Gewöhnungsbedürftigkeit nicht abstreiten kann. Eins sei nur gesagt: Der Animationsstil wird im Verlauf immer feiner geschliffen. Mit dem Zeitsprung und den neuen technischen Möglichkeiten bzw. der besseren Erschwinglichkeit der Technik sieht Season 7 überwältigend gut aus... da kann man von Pixar-Niveau sprechen.

Schwacher Start

Ganz allgemein muss man sagen, dass man die 1. Staffel durchhalten muss, weil die relativ wenig positives und dafür relativ viel der negativen Punkte bietet und Ahsoka wirklich schrecklich auf die Nerven geht :-D Aber ab Staffel 2, spätestens 3 hat die Serie ihre Stimme gefunden und wird immer besser.

Was macht die Serie nun richtig gut?

Ahsoka Tano

Als ich Mandalorian geschaut habe, habe ich natürlich auch dazu im Internet gelesen und mitbekommen, dass alle durchgedreht sind als sie aufgetaucht ist. In zahlreichen Reactions auf Youtube flossen gar Tränen. Ebenso sind die Leute beim Trailer zur siebten Staffel bei Conventions ausgeflippt, wenn sie ins Bild kommt. Als ich dann beschlossen hatte CW nachzuholen, habe ich auch dazu recherchiert und entdeckt, dass sie am Anfang abgrundtief gehasst wurde... sie galt als Episode 1 - Anakin 2.0. Und das ist anfangs auch wirklich nachvollziehbar. Wie kommt es nun zu der Wendung? Man stellt fest, dass Ahsokas Funktion kein pseudocooler Comic Relief ist, sondern dieses Verhalten zu ihrer Charakterentwicklung gehört. Sie wird nämlich irgendwann dafür bestraft. Ich will hier spoilerfrei sein, aber wegen ihr scheitert eine wichtige Mission und es sterben Klone... und nicht wenige. Nach und nach merkt sie, dass sie - besonders wenn sie auf sich allein gestellt ist - mit ihrer dickköpfigen Art nicht mehr weiter kommt. Und die Lehrmeister und Lehren die sie zieht sind immer interessant und nachvollziehbar. Und so verändert sie sich zu einem starken und tiefen Charakter. Zum ersten mal hat man das Gefühl erfassen zu können, was es bedeutet Padawan - also ein Schüler - zu sein und zu lernen. Ebenso ist ihre übergeordnete Geschichte einfach sehr interessant, weil sie als einzige richtig voranschreiten kann. Sie war ja die einzige wirklich neue Hauptfigur und damals zum Start der Serie nicht vordefiniert. Und diese Geschichte ist tragisch, nachvollziehbar und bietet mal eine neue Perspektive: Die Jedis, die zwar immer Weise rüber kommen, es manchmal aber dann doch nicht sind.
Dann gibt sie Anakin Tiefe dadurch, dass der jetzt auch Verantwortung für sie übernehmen muss und seine Wandlung zur dunklen Seite bekommt noch mehr Treibstoff.

Die Klone

Die namensgebenen Klone spielen hier eine große Rolle. In den Filmen - genau wie die späteren Sturmtruppen - als gesichtsloses und wenig kompetentes Kanonenfutter dargestellt erlaubt es die Zeit, die sich eine Serie nehmen kann, ihnen endlich mal eine neue Dimension zu verleihen. Die Klone sind hier Individuen mit eigenem Charakter und - sofern das als Klon möglich ist - eigenem Aussehen, eigener Stimme (alles gesprochen von einer Person übrigens) und eigenem Verhalten. Sie bemalen sich ihre Ausrüstung und ihre Raumschiffe. Man verfolgt sie in der Ausbildung, man sieht wie sie leben und über ihr eigenes Dasein und die eigene Existenz philosophieren.
Ebenso werden sie erstmals auch personalisiert: Es gibt das Domino-Squad, denen man im Verlauf von CW immer wieder begegnet.
Und natürlich Captain Rex und mit Abstrichen natürlich auch Cody.
Einige der besten Episoden drehen sich um die Klone.

Die Macht

Das mag ein umstrittener Punkt sein, weil es viele Gegner davon gibt die Mystik um die Macht aufzubrechen und die Lore dahinter auszubauen. Wie es sowieso immer viele Fans gibt, die sich Geschichten abseits der Macht wünschen. Ich muss sagen, dass mir das in CW überaus gut gefallen hat, weil es fast immer mit einer Charakterenwicklung einhergeht und für die große Geschichte wichtig ist. Und wenn es cool und packend und mit einer gewissen Gravitas inszeniert ist, einen sogar die Midichlorianer nicht zu sehr auf den Sack gehen. Außerdem sorgt es für das Wiedersehen bzw. hören mit einer sehr beliebten Figur.

Die Separatisten und die Kriegslogistik

Hier hätte wahrscheinlich bei näherem Hinsehen mehr Potenzial drin gesteckt, aber die Serie geht zumindest darauf ein, dass nicht alle Separatisten von Grund auf böse sind und hier vor allem zwei Systeme gegeneinander um die Vorherrschaft kämpfen. Man sieht in einer Szene sogar den Senat der Separatisten und merkt, dass es auch dort Politiker gibt, die gegen den Krieg sind, genau wie es im republikanischen Senat Kriegstreiber gibt. Und letztlich sind die Separatisten auch nur eine Marionette der Sith.
Und auch wenn es nicht die unterhaltsamsten Folgen sind, gefällt mir wie die ganze Diplomatie und Logistik hinter diesem Krieg funktioniert. Wie die Geldflüsse gesteuert werden, korrupte Politiker, Zugeständnisse und Kompromisse um die Gunst neutraler Welten und wie diese unweigerlich in den Krieg hineingezogen werden und man ihnen eine Seite aufzwingt.

Die Härte

Für eine Serie, die sich vorwiegend an Kinder und Jugendliche richtet und auch sehr alberne Stellen hat, geht die Serie deutlich an die Grenzen, wenn es darum geht zu verdeutlichen, was Krieg bedeutet. Und fehlende Härte und zu viel Kindlichkeit war eine Angst bei einer Serie, die sich im Kern um einen Krieg dreht; diese Angst bestätigt sich nicht. Das muss man natürlich einordnen: Es spritzt natürlich kein Blut und der für Star Wars typische Verlust von Extremitäten ist immer PG-freundlich angedeutet. Wobei der ein oder andere schon ordentlich mit dem Lichtschwert bearbeitet werden darf. Aber ansonsten wird ganz gut dargestellt, was so ein Krieg bedeutet: Tot, Verlust, Folter, Verwundung, Panik, Angst, (zivile und militärische) Opfer, Verrat, Zerstörung und auch den bleibenden psychischen Preis, den man bezahlen muss.
Also CW ist stellenweise überraschend garstig.

Aufwertung der Prequel-Filme

Das ist ein Punkt, der mich am meisten überrascht hat: Clone Wars macht die Prequels besser. Alles bekommt mehr Fleisch, seien es die guten Charaktere, Klone, Separatisten, Bösewichte wie Grieveous oder Dooku oder die übergeordnete Geschichte. Durch die Dauer, die man in dieser Welt verbringt, aber natürlich auch die hohe Qualität der Serie kann man Entwicklungen in den Filmen besser nachvollziehen.
Natürlich muss einen die Transferleistung gelingen die animierten Charaktere in denen der Realfilme zu sehen.

Die letzten vier Folgen - Der beste Star Wars Film?

Steile These: Würde man die letzten vier Folgen zusammenschneiden und als Film veröffentlichen, wäre das der vielleicht beste Star Wars Film. Ich weiß, die alten Filme und gerade Empire stehen bei uns Fans auf einem Podest, aber Hand aufs Herz... :-D
Ich hatte schon Angst mich zu zu überhypen - drei der vier Folgen haben auf IMDb 9,9 und der Jubel im Internet war riesig -, aber es hat die kühnsten Erwartungen übertroffen.
Ich müsste jetzt sehr viele und in Kritiken sehr unprofessionelle Adjektive und Superlative verwenden, aber das ist einfach ein fucking Masterpiece.
Na gut, der Film könnte nicht für sich stehen: Viele der emotionalsten Szenen - und davon gibt es einige - funktionieren nur, wenn man über die Zeit der Serie mit den Charakteren zusammen gewachsen ist.
Nun, was macht es denn so gut? Zunächst einmal nimmt man sich bitter bitter ernst. Man drückt genau die richtigen Knöpfe... ich war noch nie so sehr von Star Wars berührt. Die Folgen sind perfekt in Episode 3 eingewoben und haben Relevanz für diese und somit Auswirkungen auf die Story des gesamten Franchises. Und Ahsoka - nun endgültig die Hauptfigur - macht noch einmal eine durchaus ambivalente Entwicklung. Man hat sich entschieden hier einen gewissen Lichtschwertkampf nicht zu animieren, sondern ihn mit Motion Capture zu machen. Der gehört dann auch gleich zu den besten, die ich bisher gesehen habe. Nicht nur wegen der Choreographie, sondern auch weil es einfach eine spannende und emotionale Ausgangslage ist:
SpoilerShow
Darth Maul will Order 66 verhindern und Sidious stürzen. Dafür wollte er Anakin nach Mandalor locken, weil er weiß, das er die Schlüsselfigur ist. Er bietet an mit Ahsoka zusammen zu arbeiten, aber die glaubt Maul nicht und will es nicht wahr haben. Das ist auch der Grund, warum sie den Rat nicht warnt.
Damals bei der Order 66 bei Episode 3 habe ich relativ wenig gefühlt... selbst bei den "Younglings" nicht... hier hätte ich fast geheult. Weil hier eben die Klone - das 501st Bataillon im Speziellen und ganz besonders Captain Rex - und deren Verbindung zu Ahsoka über Staffeln gepflegt wurde.
Und letztlich stechen die letzten vier Folgen was Animation und Inszenierung betrifft noch einmal deutlich raus.

Hier mal meine Lieblingsstellen:

SpoilerShow
Lichtschwertkampf Darth Maul vs. Ahsoka
https://www.youtube.com/watch?v=JlFC8woFkTA&t
Die 501st malt sich ihre Helme im Ahsoka-Stil... Schnief :(
https://www.youtube.com/watch?v=A-Yn7ho1EHI
Die Order 66 und Captain Rex gibt in letzter Sekunde den entscheidenden Hinweis. Man beachte hier, wie sie noch die Helme, die sie ihr zu ehren aufhaben tragen :cry:
https://www.youtube.com/watch?v=EFDzpn8VL4k&t
Das grandiose Ende
https://www.youtube.com/watch?v=j-a_11fgcVo&t
https://www.youtube.com/watch?v=kDbHSxCCDvI
Geht es noch poetischer? Darth Vader ist noch mal für einen Moment Anakin als er sich an Ahsoka erinnert... mit dem Symbolbild des blauen Lichtschwerts.
Also. Ist lang geworden. Aber ich hoffe, dass nach dem Hype um Mandalorian jetzt mehrere genauso wie ich auf den Geschmack kommen und diese tolle Serie schauen.

Wertung... mmh Wertung ist schwer. Insgesamt würde ich 4 von 5 sagen. Die letzten 4 Folgen sind für mich ein Film und der würde von mir für sich stehend 5 von 5 kriegen.

Benutzeravatar
LegendaryAndre
Beiträge: 762
Registriert: 19. Feb 2017, 09:06
Wohnort: Graz

Re: Serientipps

Beitrag von LegendaryAndre »

Rince81 hat geschrieben:
24. Feb 2021, 15:43
Haplo hat geschrieben:
24. Feb 2021, 15:02
Nur mal interessenhalber: was genau ist daran denn mühsam gewesen?
Vielleicht die Bildqualität? Geht mir zumindest bei Friends so.
Mühsam impliziert etwas Anstrengendes und mag vielleicht etwas übertrieben klingen, aber tatsächlich habe ich es so empfunden! Es hat auch damit zu tun, dass Buffy in meiner Erinnerung erstklassig aussieht. Es ist wie bei alten Spielen, die dann eine Remastered-Edition erhalten die so aussieht wie man sie sich damals vorgestellt hat (Age of Empires ist ein gutes Beispiel). Spielt man dann das Original muss man mit gewaltigen Abstrichen leben und erkennen, dass das nicht mal ansatzweise das ist, an das man sich zu erinnern geglaubt hat.

Ganz ähnlich bei Buffy! Es ist mir schwer gefallen, mich an das grieselige Bild im 4:3-Format zu gewöhnen. Geärgert hat mich da auch, dass dann nur diese Version angeboten wird (davor bei Amazon). Interessanterweise habe ich mir auch andere ältere Serien angesehen (zum Beispiel Deep Space Nine) und da war es für mich nicht so extrem wie bei Buffy.

Die überarbeitete HD-Fassung mag zwar vor allem wegen der verkleinerten Bildausschnitte nicht optimal sein, aber trotzdem ist sie für mich eine Wohltat im Vergleich zu alten Version.

Antworten