Serientipps

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Axel
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Re: Serientipps

Beitrag von Axel »

MaxDetroit hat geschrieben: 28. Jun 2022, 15:32 Und, man merkt einfach wie besonders Voyager, noch vor Next Generation und Deep Space Nine eine Inspiration von The Orville gewesen sein muss. Da gibt es teils Folgen bei denen man denkt: Das Konzept hat The Orville aufgegriffen, und nochmal ausgebaut oder variiert. Ich werde mir nach Voyager auf jeden Fall Orville Staffel 3 geben (als großer Fan der ersten beiden Staffeln) - oder, ich schaue mir mal die vier Staffeln der Enterprise Serie von 2001 bis 2005 von der ich bisher noch gar nichts gesehen habe. Die ist damals ja total untergegangen, aber vielleicht sind da doch ein paar tolle Folgen dabei, die sich lohnen. Hat die hier jemand geschaut und kann einen Daumen rauf oder runter dazu geben?
Was ja nicht von ungefähr kommt: Brannon Braga, der ja damals echt viel Voy geschrieben hat und Executive Producer war und seit TNG an Star Trek mitgearbeitet hat, ist halt auch Executive Producer bei der Orville und hat auch einige Episoden geschrieben. :mrgreen: Und dann hast Du noch jemanden wie Andre Bormanis, der ebenfalls viel Star Trek gemacht hat. Dazu kommen noch die ganzen anderen Regisseure mit Star Trek Erfahrung, usw. Da haben schon echt viele Star Trek Alumnis bei The Orville mitgewirkt.

Enterprise ist IMO schlechter als sein Ruf. Das Problem war damals: Nach TNG, DS9, VOY und den Kinofilmen waren Rick Berman und Brannon Braga schlicht und ergreifend ausgebrannt und es kamen für die ersten beiden Ent Staffeln keine guten, frischen und neuen Ideen zusammen. Erst als Manny Coto ab der dritten Staffel Showrunner wurde und neue Autoren wie auch bekannte Buchautoren aus dem Star Trek Umfeld dazuholte, wurde es sehr viel besser. Aber es gibt auch in den ersten beiden Staffeln durchaus nette Episoden. Ich würde aber ne längere Pause zwischen Voyager und Enterprise machen!
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Coti86
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Re: Serientipps

Beitrag von Coti86 »

Ich bin gerade mit der 1. Staffel von Babylon 5 durch, dürfte glaube ich so mein dritter Rerun sein. Anders ist , dass ich mich diesmal dazu entschlossen habe wirklich jede einzelne Folge zu schauen, gerade die erste Staffel habe ich normalerweise zu fast 90% geskippt.

Muss sagen, bin überrascht wie gut eigentlich auch vieles in der 1. Staffel funktioniert, wenn man bereits um die späteren Handlungsbögen und Qualitäten der Serie weiß. Viele Dinge bleiben zwar nach wie vor objektiv schlecht (miese Gueststars, cheesige Plots, schlechtes Pacing, billige Sets) aber umgekehrt ist das World- und Characterbuilding hervorragend. In fast jeder Folge gibt es immer mal wieder kleinere Szenen oder Informationsschnippchen die dem wissenden Zuseher aufhören lassen. Interesasnt fand ich auch wie fröhlich und gutmütig Londo Mollari auf der einen wie "böse" und antagonistisch G'Kar auf der anderen Seite ist. Aber immer dann, wenn das ganze zur Karikatur zu werden droht, gibt es eben immer diese Szenen wo man merkt, dass beide mehr Tiefe und Selbstreflexion besitzen als man oberflächlich vermuten würde.

Ebenfalls interessant: ich bin ein richtiger Sinclair Fanboy geworden, wo ich mich eigentlich vorher eher zum Team Sheridan gezählt habe. Bruce Boxleitner ist zwar mNn der bessere Schauspieler(was wohl auch an der später bekannt gewordenen Erkrankung von Michael O'Hare liegen dürfte) und Sheridan der charismatischere Anführer, aber ich mag es wie geschickt Sinclair im diplomatischen Parket manövriert. Er hat immer ein Ass im Ärmel und man merkt ihm an wie sehr er bemüht ist eine vermittelnde Rolle einnzunehmen. Insgesamt mag ich wohl zwar Sheridan immer noch ein wenig mehr, aber mein Respekt von Sinclair ist eindeutig gewachsen.

Dann gibt es auch noch ein paar wirklich gute Folgen wie z.Bsp. Believers, Signs and Portens und natürlich das grandiose Staffelfinale mit dem vielsagendem Schlusssatz von Sinclair "nichts ist mehr so wie es war", wo ich immer noch Gänsehaut davon bekomme.

Ich bin ja mal gespannt wies mir dann in der 5. Staffel geht, wo ich normalerweise auch gut die Hälfte auslasse.

Eines noch: bin ich der einzige, der die Serie lieber auf deutsch schaut, weil die englische Stimme von Kosh so...unterwältigend normal ist :lol: ? Ich war richtig überrascht, dass er da nicht auch seinen coolen Robosynthesizer hat. Ist halt schade, weil so oft taucht die Figur nicht auf und ich lieber Peter Jurassics Centauriakzent aber für mich geht da so viel mystisches an den Vorlonen verloren, dass ich mir das einfach nicht antun kann.
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Guthwulf
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Re: Serientipps

Beitrag von Guthwulf »

Axel hat geschrieben: 28. Jun 2022, 16:32Da haben schon echt viele Star Trek Alumnis bei The Orville mitgewirkt.
Und trotzdem bin ich nie in Orville reingekommen. Seth McFarlane und der "Humor" waren für mich einfach zu viel, um über die Hürde der ersten Folgen hinwegzukommen. Allerdings bin ich auch kein Hardcore Trekkie. Ich mochte Star Trek aber immer und habe es eindeutig dem "Märchen" Star Wars vorgezogen. Beste Star Trek Serie für mich ist DS9 (aber im Vergleich würde ich trotzdem Babylon 5 vorziehen).
Axel hat geschrieben: 28. Jun 2022, 16:32Enterprise ist IMO schlechter als sein Ruf. (...) für die ersten beiden Ent Staffeln keine guten (...) Ideen (...) Erst (...) ab der dritten Staffel (...)
Enterprise ist IMO besser als sein Ruf. ;) Auch für die viel gescholtenen ersten beiden Staffeln. Fand ich damals direkt ab Episode 1 besser als Voyager. Aber es ist richtig, dass die Serie mit Staffel drei nochmal einen deutlichen Sprung macht.
Coti86 hat geschrieben: 28. Jun 2022, 16:49Ich bin gerade mit der 1. Staffel von Babylon 5 durch, dürfte glaube ich so mein dritter Rerun sein.
Nicht schlecht :) Babylon 5 zählt zu meinen Alltime-Favorites :D War damals in der DS9 vs. Babylon5 Fandom-Debatte immer ganz klar bei Babylon 5. Kann mir aber vorstellen, dass Babylon 5 mit den Computereffekten und den schon für damalige Zeiten eher "billigen" (Theater-)kulissen sehr viel schlechter gealtert ist, als die Star Trek Serien.
Coti86 hat geschrieben: 28. Jun 2022, 16:49Ebenfalls interessant: ich bin ein richtiger Sinclair Fanboy geworden, wo ich mich eigentlich vorher eher zum Team Sheridan gezählt habe.
Interessant. Ich war immer eher Team Sinclair und entsprechend damals erstmal enttäuscht, als er gegen Sheridan ausgetauscht wurde. Sheridan (und Bruce Boxleitner als Schauspieler) wirkten auf mich immer so "glattgebügelt" (und langweilig). Sinclair fand ich den interessanteren Charakter. Hab mich an Sheridan gewöhnt, aber Sinclair blieb mein Favorit.
Coti86 hat geschrieben: 28. Jun 2022, 16:49Eines noch: bin ich der einzige, der die Serie lieber auf deutsch schaut, weil die englische Stimme von Kosh so...unterwältigend normal ist :lol: ?
Kenne hier die englischen Stimmen nicht, aber ich würde sie vermutlich auch auf deutsch gucken, einfach, weil ich mich als Kind damals so an die deutschen Stimmen gewöhnt habe, dass alles andere komisch wäre. Würde ich sie heute das erste Mal sehen, hätte ich vermutlich aber im Originalton angefangen.
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Axel
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Re: Serientipps

Beitrag von Axel »

Guthwulf hat geschrieben: 28. Jun 2022, 17:28 Und trotzdem bin ich nie in Orville reingekommen. Seth McFarlane und der "Humor" waren für mich einfach zu viel, um über die Hürde der ersten Folgen hinwegzukommen.
Versuch doch auch mal in eine der angegebenen späteren Folgen reinzuschauen. :)
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Re: Serientipps

Beitrag von Guthwulf »

Axel hat geschrieben: 28. Jun 2022, 19:48
Guthwulf hat geschrieben: 28. Jun 2022, 17:28 Und trotzdem bin ich nie in Orville reingekommen. Seth McFarlane und der "Humor" waren für mich einfach zu viel, um über die Hürde der ersten Folgen hinwegzukommen.
Versuch doch auch mal in eine der angegebenen späteren Folgen reinzuschauen. :)
Hab ich schon... hat nix gebracht...
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Desotho
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Re: Serientipps

Beitrag von Desotho »

Eine nicht gedrehte Folge von Orville erscheint wohl demnächst als Novelle: https://books.disney.com/book/the-orvil ... the-devil/
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Axel
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Re: Serientipps

Beitrag von Axel »

Guthwulf hat geschrieben: 28. Jun 2022, 19:49
Axel hat geschrieben: 28. Jun 2022, 19:48
Guthwulf hat geschrieben: 28. Jun 2022, 17:28 Und trotzdem bin ich nie in Orville reingekommen. Seth McFarlane und der "Humor" waren für mich einfach zu viel, um über die Hürde der ersten Folgen hinwegzukommen.
Versuch doch auch mal in eine der angegebenen späteren Folgen reinzuschauen. :)
Hab ich schon... hat nix gebracht...
Nimm Dir mal die Zeit: Identity Part 1 & Part 2 aus Staffel 2. Kann man auch ohne Vorkenntnisse gucken, weil es eine neue Storyline aufmacht. Gilt unter Fans als das was "Best Of Both Worlds" seinerzeit für TNG war, also diese eine Doppelfolge damals wo Picard von den Borg assimiliert wurde.

Wenn Du Identity 1 & 2 doof findest, dann wird Dich die Orville nie erreichen können. Aber gib zumindest dieser einen Doppelfolge noch eine Chance! :) Einfach auch um sie mal gesehen zu haben. Das ist die eine Doppelfolge wo The Orville das erste mal die eigene Handschrift perfektionierte und zu einer quasi anderen Serie wurde.
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Axel
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Re: Serientipps

Beitrag von Axel »

Ganz großartige Beobachtungen und Analyse der letzten Orville Folge Gently Falling Rain von Der Ich, der allgemein viel zu wenige Zuschauer hat. Achtung, die ganze Handlung wird hart gespoilert. Muss aber sein um eine gute Analyse zu präsentieren (würde ich mir ganz allgemein im Unterhaltungs-Journalismus wünschen, diese Freude zur Analyse und der Spoilerfreude!): https://www.youtube.com/watch?v=bmE7cFdleo0

Der Ich erklärt dabei sehr schön die Bezüge dieser speziellen Orville Folge mit der derzeitigen US-Politik und der US-Gesellschaft. Und es gibt eine schöne Abhandlung über gelungene Charakterarbeit.

(Der Ich ist der YouTube-Kanal eines Users namens "Serienfan" der in den letzten Jahren auf Serienjunkies.de, Zukunftia & Co. mit zig langen Textanalysen in den Kommentarspalten aufgefallen ist. :mrgreen: Ich mag seine Analysen extrem gerne! Zudem seine Videos durch all die Szenen aus den Serien sehr lebendig aufbereitet sind.)



Bild

The Orville - Season 3, Episode 5: A Tale of Two Topas
(Drehbuch: Seth MacFarlane / Regie: Seth MacFarlane)

Die dieswöchige Folge hat eine Laufzeit von 75 Minuten und ist gleichzeitig der vorläufige Höhepunkt der ganzen Erzählung, die in der ersten Staffel mit "About A Girl" seinen Anfang nahm. Kurzer Recap: Die Moclans verkaufen sich nach außen als Volk, in dem es nur ein Geschlecht gibt: das Männliche. In Wahrheit werden in dieser Kultur auch Frauen geboren, jedoch kurz nach Geburt einer Geschlechtsumwandlung unterzogen. In der Vergangenheit sahen wir das auch bei Topa, dem Kind von Commander Bortus und seinem Lebensgefährten Klyden, der selbst als Frau geboren wurde. Während Bortus liberaler gegenüber Frauen denkt, ist Klyden glühender Verfechter der Ideologie seines Volkes.

Topa hat sich seit der zweiten Staffel ein wenig mit Kelly angefreundet. Am Anfang der Folge eröffnet Topa ihr, dass er Interesse hat in einigen Jahren eine Karriere bei der Union anzufangen. Auch weil er eine Leere in sich spürt und nicht genau fassen kann, warum eigentlich. Kelly findet das eine großartige Idee und nimmt Topa ein wenig unter ihre Fittiche. Schon bald entdeckt sie jedoch, dass Topa sehr stark unter diesem Gefühl leidet. Spätestens als Topa Isaac nach seinem Selbstmord befragt, klingeln bei ihr die Alarmglocken. Sie konfrontiert Topas Eltern mit den psychischen Problemen ihres Kindes und merkt an, dass es höchstwahrscheinlich damit zu tun hat, dass Topa als Frau geboren wurde und es nun die Zeit sei Topa die Wahrheit zu sagen. Bortus stimmt den zu, Klyden ist nicht nur kategorisch dagegen, sondern rastet förmlich aus und verbietet daraufhin Topa den Umgang mit Kelly. Doch es kommt wie es kommen muss: Topa findet, auch mit Hilfe von Bortus, die Wahrheit heraus und möchte, dass die Geschlechtsumwandlung rückgängig gemacht wird. Klyden droht, wenn das passiert, verlässt er die Familie. Außerdem wäre dies auch ein diplomatisches Problem, da dies die moclanische Regierung nicht mittragen und vielleicht sogar aus der Union austreten könnte. Im Angesicht der interstellaren Bedrohung seitens der Kaylon und dem schwelenden kriegerischen Komflikt mit den Krill, erteilen die Admirals der Union diesem Wunsch Topas eine Absage...

Nach den actionreichen Folgen der vergangenen Wochen, haben wir es hier wieder mit einer sehr ruhigen und intensiven Charakterfolge zu tun. Ein schönes Drama rund um Topa, der die Wahrheit um seine Geburt erfährt und um festgefahrene Ideologien eines Volkes. Die Folge brilliert dabei durch ruhige Szenen, in der es häufig nicht einmal Musikuntermalung gibt. Und Adrianne Palicki kann endlich mal wieder in einer intensiven Geschichte brillieren! Mit dieser Folge wird die Storyline, die seit About A Girl in diversen Folgen immer wieder Thema war, vorläufig zum Höhepunkt gebracht.

Es ist schon Interessant, wie in jeder Folge das Gefüge der Union weiter auseinander zu fallen droht. Würden sich jetzt die Moclans abwenden, könnte dies sogar einen Dominoeffekt beschwören. Und das, obwohl die Admirals und die Crew der Orville immer nur mit besten Absichten agiert. Aber wie war der Spruch: Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen flankiert. Ich mag, wie diese politischen Probleme mit jeder Folge ein klein wenig vorantreiben.

An sich wieder eine schöne Folge, diesmal aus dem Genre der Charakterstudie. Ich liebe es einfach, wie wandlungsfähig sich diese Serie immer wieder präsentiert.

Und: Auch wenn hier Seth wieder eine Folge über Geschlechtsidentität und der dem gesellschaftlichen Umgang damit geschrieben und inszenierte. Und diesmals sogar klar Stellung bezogen hat. Es fühlt sich alles dennoch nicht an, wie eine dieser ganzen woken Drehbücher in anderen Serien. Denn dankenswerterweise lässt Seth auch diesmal Holzhammer schön raus und konzentriert sich auf die Entwicklung seiner Charaktere, statt Ideologien und Buzzwords in den Mittelpunkt zu stellen! :clap: :clap: :clap:

Wertung: 7,5 / 10
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Dicker
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Re: Serientipps

Beitrag von Dicker »

Ich schau auch gerade die 3. Staffel von For all Mankind und in der aktuell verfügbaren 3. Folge macht die Serie was ganz komisches. Baut zuerst ein riesiges Drama mit einer der Figuren auf, nur um am Ende einen Zeitsprung von 2 Jahren zu zeigen. Damit hätte das Drama so gut wie keine Relevanz für die weitere Geschichte und ich frage mich, warum ich mir das 80% der Folge antun musste. Ganz komisch Entscheidung.
Rince81
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Re: Serientipps

Beitrag von Rince81 »

Wow, die Duffer Brothers haben sich im zweiten Teil der 4. Stranger Things selbst übertroffen. Was für ein irrer Ritt. Es ist faszinierend zu sehen, dassmehr Zeit und offensichtlich ein höheres Budget für so eine Serie wie Stranger Things tatsächlich etwas Gutes bedeuten kann und man zwei absolut fantastische Abschlussepisoden ins Spielfilmlänge bekommt! Die letzte Folge geht volle zweieinhalb Stunden und wow...
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Feamorn
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Re: Serientipps

Beitrag von Feamorn »

Rince81 hat geschrieben: 1. Jul 2022, 22:39 Wow, die Duffer Brothers haben sich im zweiten Teil der 4. Stranger Things selbst übertroffen. Was für ein irrer Ritt. Es ist faszinierend zu sehen, dassmehr Zeit und offensichtlich ein höheres Budget für so eine Serie wie Stranger Things tatsächlich etwas Gutes bedeuten kann und man zwei absolut fantastische Abschlussepisoden ins Spielfilmlänge bekommt! Die letzte Folge geht volle zweieinhalb Stunden und wow...
Hatte die Disziplin nicht beides zu bringen gestern, hab Folge 8 gesehen, ich denke die 9 gucke ich aber gleich, will wissen wie es weitergeht! :)
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Ich hab die vergangenen Staffeln nicht mehr sooo gut vor Augen, aber die Cinematographie hat sich auch enorm gesteigert, oder? Hatte im ersten Teil der Staffel schon den Eindruck (z.B. der "One-shot" im Myers-Haus), jetzt wieder, die Bilder sind teils Mal so richtig geil, z.B. die Sache mit dem Hubschrauber...
Und ich bin nervös, so viele potentielle Setups für sterbende Charaktere... Alleine die Szene der "Schlachtvorbereitung", das waren alles potentielle "letzte emotionale Gespräche"... 🫣
Dann Wills Monolog an Mike, da kam Noah Schnapp die ganze Staffel kaum vor, dann haut der sowas raus... Und die letzte Szene zwischen El und Brennan. Auch ganz stark!
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HerrReineke
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Re: Serientipps

Beitrag von HerrReineke »

Bin gerade auch schwer begeistert. Folge 8 gerade gesehen, gleich geht es weiter. Super gespannt, was die letzten 150 Minuten da bringen werden.
Feamorn hat geschrieben: 2. Jul 2022, 08:53
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Dann Wills Monolog an Mike, da kam Noah Schnapp die ganze Staffel kaum vor, dann haut der sowas raus... Und die letzte Szene zwischen El und Brennan. Auch ganz stark!
Oh ja, beide Szenen richtig groß! Fand erstere dabei sogar noch besser. Mit so wenig Screentime auf die Staffel das derart grandios aufzubauen und in diesem Moment zu komprimieren. Richtig geil.
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Kesselflicken
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Re: Serientipps

Beitrag von Kesselflicken »

Auch gestern Folge 8 gesehen. Das Finale folgt heute abend :).
HerrReineke hat geschrieben: 2. Jul 2022, 10:59
Feamorn hat geschrieben: 2. Jul 2022, 08:53
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Dann Wills Monolog an Mike, da kam Noah Schnapp die ganze Staffel kaum vor, dann haut der sowas raus... Und die letzte Szene zwischen El und Brennan. Auch ganz stark!
Oh ja, beide Szenen richtig groß! Fand erstere dabei sogar noch besser. Mit so wenig Screentime auf die Staffel das derart grandios aufzubauen und in diesem Moment zu komprimieren. Richtig geil.
Volle Zustimmung. Und hat meine Antipathie für Mike noch weiter gestärkt....
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Guthwulf
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Re: Serientipps

Beitrag von Guthwulf »

Axel hat geschrieben: 29. Jun 2022, 22:41Nimm Dir mal die Zeit: Identity Part 1 & Part 2 aus Staffel 2. Kann man auch ohne Vorkenntnisse gucken, weil es eine neue Storyline aufmacht. Gilt unter Fans als das was "Best Of Both Worlds" seinerzeit für TNG war, also diese eine Doppelfolge damals wo Picard von den Borg assimiliert wurde. Wenn Du Identity 1 & 2 doof findest, dann wird Dich die Orville nie erreichen können. Aber gib zumindest dieser einen Doppelfolge noch eine Chance! :) Einfach auch um sie mal gesehen zu haben. Das ist die eine Doppelfolge wo The Orville das erste mal die eigene Handschrift perfektionierte und zu einer quasi anderen Serie wurde.
Hat für mich nicht funktioniert. "Orville" wirkt auf mich immer noch wie (mittelmäßige) "Fanfiction" oder eine (ebenso mittelmäßige) Parodie. Ich finde sie unfreiwillig albern und seltsam billig. Letzteres betrifft insb. die Designs der Kulissen, Aliens, Uniformen und Schiffe. Qualität der Trickeffekte schwankt auch sehr stark. Vielleicht stecken sie ja mit den Designs nun in dem Kanon fest, den sie sich mit den ersten noch viel stärker als Parodie erkennbaren Folgen selber geschaffen haben? Der pubertäre Humor (die "Piss Ecke"? Ehrlich?) funktioniert für mich auch weiterhin nicht und ruiniert insb. das, was an "ehrlichem" emotionalen Drama versucht wird. Natürlich fehlt mir aber auch der Kontext oder die emotionale Bindung zu den Charakteren aus den fast zwei Staffeln zuvor. So sehr ich Seth McFarlane als Produzent respektiere, als Schauspieler insb. in dieser Rolle funktioniert er für mich gar nicht. War eh überrascht, wie hölzern und unglaubwürdig die Dialoge im Generellen rüberkommen, sogar bei Schauspielern (wie Adrianne Palicki oder Penny Johnson Jerald), die ich in anderen Rollen aus anderen Shows eigentlich sehr mag. Habe übrigens im Original geguckt und kann damit nix zur deutschen Synchro sagen. Man merkt der Serie aber immerhin auch an, dass hier Leute mit ehrlichem Enthusiasmus bei der Sache waren und das man hier außerdem Star Trek versteht. Wie bei Fanfiction halt. ;) Insofern bekommt die Show ein paar Symphatiepunkte und landet für mich persönlich bei 4/10 als Rating. Die "offiziellen" modernen Star Trek Serien wie Discovery oder Picard hätten Mühe und Not auf ne 2/10 zu kommen. So gesehen ist Orville also doppelt so gut. :D Freue mich natürlich für dich, dass du so viel Spaß mit Orville hast! Ist nur nix für mich.



Ich habe zuletzt die 7 Episoden von "Yakamoz S-245" geguckt:

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=FlezALT-uBk
Netflix: https://www.netflix.com/title/81281008

Ist eine türkische Science-Fiction-Serie in der Postapokalypse und Spin-off zu "Into the Night" (eine belgische Produktion). Erzählerisch wird bei "Yakamoz S-245" das Ende von "Into The Night" Staffel 2 aufgegriffen, weshalb man das natürlich kennen sollte. Diesmal geht es aber auf ein U-Boot anstatt auf ein Flugzeug. Das grundlegende Setting ist unverändert interessant. Es ist freut mich außerdem, dass wir hier eine weitere ordentliche europäische Produktion im Science Fiction Genre haben. Ansonsten hat es als Spin-Off aber leider die gleichen Stärken und Schwächen wie die Hauptserie und kommt damit nicht über "kann man gut weggucken" hinaus. Dafür sind es dann doch zu viele Klischees, zu viele "Zufälle", zu generische Inszenierung, zu vorhersehbare Story und zu flache Charaktere. Einzig der von Ertan Saban gespielte Umut hinterlässt Eindruck. Gefällt mir wegen dem U-Boot Setting am Ende aber etwas besser, als die Hauptserie. Bekommt damit ein Rating von 7/10 von mir.
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Re: Serientipps

Beitrag von Feamorn »

Kesselflicken hat geschrieben: 2. Jul 2022, 13:36 Auch gestern Folge 8 gesehen. Das Finale folgt heute abend :).
HerrReineke hat geschrieben: 2. Jul 2022, 10:59
Feamorn hat geschrieben: 2. Jul 2022, 08:53
SpoilerShow
Dann Wills Monolog an Mike, da kam Noah Schnapp die ganze Staffel kaum vor, dann haut der sowas raus... Und die letzte Szene zwischen El und Brennan. Auch ganz stark!
Oh ja, beide Szenen richtig groß! Fand erstere dabei sogar noch besser. Mit so wenig Screentime auf die Staffel das derart grandios aufzubauen und in diesem Moment zu komprimieren. Richtig geil.
Volle Zustimmung. Und hat meine Antipathie für Mike noch weiter gestärkt....
Ich weiß nicht, ob ich es Antipathie nennen würde, aber von den Freunden ist er mittlerweile eindeutig der Unempathischste/Egoistischste, ja.

Ich hab heute Vormittag jetzt auch Folge 9 geguckt.
Manoman.
Muss sich allerdings erst noch etwas setzen. Nicht falsch verstehen, war schon gut. ;)

Ich hab allerdings schon ein paar Kritikpunkte.
fette Spoiler für das Ende von Folge 9/FinaleShow
Es freut mich zwar, dass alle Hauptcharaktere noch (mehr oder minder) "da" sind, aber gleichzeitig bin ich auch etwas enttäuscht, dass es wieder den naheliegendsten Charakter erwischt hat am Ende, vor allem, weil es so krass vorhersehbar war. Sie haben das in Staffel 2, 3 und eben auch 4 gemacht, einen sympathischen Charakter aufgebaut und am Ende über die Klippe geschickt. Hatte etwas gehofft, dass sie hier die Erwartungen endlich mal unterlaufen, aber nein. Das finde ich ehrlich gesagt etwas doof, auch wenn Eddies Ruf in der Allgemeinheit nicht mehr zu retten war. So geil der "Master of Puppets"-Teil war, so unspektakulär dann das Ende. Wenn man es ganz gemein lesen möchte, war sein Opfer sogar unnötig. Das hätte man besser machen können.
Insgesamt wirkte der eigentliche Klimax in der Folge auf mich dann ohnehin merkwürdig "gehetzt" und etwas untererzählt, trotz der Folgenlänge, aber eben gerade im Kontrast zu den übrigen Folgen. Auch dieser merkwürdige Zeitsprung von zwei Tagen nach dem Klimax. Ich habe fast den Eindruck, dass sie da besser noch eine Folge mehr gehabt hätten. Mag sein, dass sich der Eindruck nochmal ändert, aber mit den Gedanken bin ich aus der Folge gekommen.
Da rein spielt auch der "nebenbei" Tod von Jason, wenn ich mir überlege, wieviel Zeit der über die Staffel eingenommen hat, fand ich sein tatsächliches Ende echt mies. Bis dahin war alles super, aber dann einfach, während er KO ist, beim Portalöffnen auseinander reißen? Really?
Naja, ich freu mich auf jeden Fall auf die letzte Staffel, aber ich finde sie haben im Finale eben ein paar unnötige Patzer drin. Mal sehen, ob sich mein Eindruck mit etwas Abstand noch ändert.

PS:
SpoilerShow
Ich bin gespannt, was sie mit Max jetzt machen. Staffel 5 mit wenig oder gar effektiv ohne Sadie Sink wäre echt bedauerlich...
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HerrReineke
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Re: Serientipps

Beitrag von HerrReineke »

Feamorn hat geschrieben: 2. Jul 2022, 15:38 Ich hab allerdings schon ein paar Kritikpunkte.
fette Spoiler für das Ende von Folge 9/FinaleShow
Es freut mich zwar, dass alle Hauptcharaktere noch (mehr oder minder) "da" sind, aber gleichzeitig bin ich auch etwas enttäuscht, dass es wieder den naheliegendsten Charakter erwischt hat am Ende, vor allem, weil es so krass vorhersehbar war. Sie haben das in Staffel 2, 3 und eben auch 4 gemacht, einen sympathischen Charakter aufgebaut und am Ende über die Klippe geschickt. Hatte etwas gehofft, dass sie hier die Erwartungen endlich mal unterlaufen, aber nein. Das finde ich ehrlich gesagt etwas doof, auch wenn Eddies Ruf in der Allgemeinheit nicht mehr zu retten war. So geil der "Master of Puppets"-Teil war, so unspektakulär dann das Ende. Wenn man es ganz gemein lesen möchte, war sein Opfer sogar unnötig. Das hätte man besser machen können.
Insgesamt wirkte der eigentliche Klimax in der Folge auf mich dann ohnehin merkwürdig "gehetzt" und etwas untererzählt, trotz der Folgenlänge, aber eben gerade im Kontrast zu den übrigen Folgen. Auch dieser merkwürdige Zeitsprung von zwei Tagen nach dem Klimax. Ich habe fast den Eindruck, dass sie da besser noch eine Folge mehr gehabt hätten. Mag sein, dass sich der Eindruck nochmal ändert, aber mit den Gedanken bin ich aus der Folge gekommen.
Da rein spielt auch der "nebenbei" Tod von Jason, wenn ich mir überlege, wieviel Zeit der über die Staffel eingenommen hat, fand ich sein tatsächliches Ende echt mies. Bis dahin war alles super, aber dann einfach, während er KO ist, beim Portalöffnen auseinander reißen? Really?
Naja, ich freu mich auf jeden Fall auf die letzte Staffel, aber ich finde sie haben im Finale eben ein paar unnötige Patzer drin. Mal sehen, ob sich mein Eindruck mit etwas Abstand noch ändert.

PS:
SpoilerShow
Ich bin gespannt, was sie mit Max jetzt machen. Staffel 5 mit wenig oder gar effektiv ohne Sadie Sink wäre echt bedauerlich...
Zu deinen Kritikpunkten:
SpoilerShow
- Die Todesszene von Eddie selbst fand ich gelungen und wirkungsvoll gemacht; gerade vom Dialog her. Bin da allgemein jedoch recht nah am Wasser gebaut und empfänglich für sowas. Aber ja: An sich war sein Ableben von der dramaturgie Murks und es war vor allem absolut vorhersehbar. Wie auch das Überleben der anderen Charaktere. Ich war ganz kurz erstaunt, dass Max eventuell doch auch "geopfert" wird, was ich nicht erwartet hatte. So entspricht es wiederum exakt meiner Erwartung, dass sie da maximal stark verletzt überlebt :? Aber ja: Ich hoffe auch darauf, dass sie in Staffel 5 dann wieder richtig mit am Start ist.
- An sich empfand ich die Klimax keinesfalls gehetzt, sondern als gut, dass das Pacing genau an der Stelle etwas anzieht. Den Zeitsprung war aus meiner Sicht aber wieder richtig doof. Habe es der Stadt als solcher nicht abgenommen, dass sie zwei Tage später noch in dieser "Hektik" und "Massenflucht" versinkt. Chaos, klar. Aber die Leute werden mal geschlafen und sich innerlich irgendwie gesammelt haben müssen. Einzelne der Szenen passten für mich eher so, als wären sie wenige Minuten bis Stunden nach dem Ereignis; und nicht zwei Tage. Und selbstverständlich wechselt niemand innerhalb von zwei Tagen irgendwelche Klamotten :roll:
- Jasons "nebenher"-Tod war wirklich sehr nebenher: Ich habe den komplett verpasst und erst durch deinen Post davon erfahren :ugly: Scheine genau in den zwei Sekunden, die man das sieht, kurz die Katze gestreichelt zu haben :lol: Wirklich traurig, dass das komplett unterging und mit dem Charakter nichts mehr gemacht wird.
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Re: Serientipps

Beitrag von Feamorn »

HerrReineke hat geschrieben: 2. Jul 2022, 16:01 Zu deinen Kritikpunkten:
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- Die Todesszene von Eddie selbst fand ich gelungen und wirkungsvoll gemacht; gerade vom Dialog her. Bin da allgemein jedoch recht nah am Wasser gebaut und empfänglich für sowas. Aber ja: An sich war sein Ableben von der dramaturgie Murks und es war vor allem absolut vorhersehbar. Wie auch das Überleben der anderen Charaktere. Ich war ganz kurz erstaunt, dass Max eventuell doch auch "geopfert" wird, was ich nicht erwartet hatte. So entspricht es wiederum exakt meiner Erwartung, dass sie da maximal stark verletzt überlebt :? Aber ja: Ich hoffe auch darauf, dass sie in Staffel 5 dann wieder richtig mit am Start ist.
- An sich empfand ich die Klimax keinesfalls gehetzt, sondern als gut, dass das Pacing genau an der Stelle etwas anzieht. Den Zeitsprung war aus meiner Sicht aber wieder richtig doof. Habe es der Stadt als solcher nicht abgenommen, dass sie zwei Tage später noch in dieser "Hektik" und "Massenflucht" versinkt. Chaos, klar. Aber die Leute werden mal geschlafen und sich innerlich irgendwie gesammelt haben müssen. Einzelne der Szenen passten für mich eher so, als wären sie wenige Minuten bis Stunden nach dem Ereignis; und nicht zwei Tage. Und selbstverständlich wechselt niemand innerhalb von zwei Tagen irgendwelche Klamotten :roll:
- Jasons "nebenher"-Tod war wirklich sehr nebenher: Ich habe den komplett verpasst und erst durch deinen Post davon erfahren :ugly: Scheine genau in den zwei Sekunden, die man das sieht, kurz die Katze gestreichelt zu haben :lol: Wirklich traurig, dass das komplett unterging und mit dem Charakter nichts mehr gemacht wird.
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Okay, ich hab mich da vorhin sehr kurz gehalten. Prinzipiell fand ich den Klimax jetzt auch nicht "schlecht" aber eben die genannten Nicklichkeiten, die dann eben schon etwas das Gesamtergebnis schmälern. Ich fand Eddies Tod auch nicht schlecht gemacht, aber eben, sagen wir mal ziemlich "unglücklich" in die Handlung eingebettet. Wie gesagt, kann man das eben unterschiedlich lesen, weil sie da meiner Meinung nach etwas nachlässig waren. Klar, die Charaktermotivation ist, dass Eddie eben nicht weiß, ob sie die Fledermäuse noch länger beschäftigen müssen oder nicht, dann komme ich als Zuschauer aber mit meinem Extrawissen, dass das zu dem Zeitpunkt vermutlich schon mehr oder minder "egal" sein wird, da an verschiedenen anderen Orten gerade sowieso alles den Bach hinunter geht (und die Fledermäuse ja auch nicht instantan wieder beim Haus wären, vom Haus zum Trailer haben sie ja auch eine Weile gebraucht). Im Charakterkontext ist Eddies Handeln also völlig nachvollziehbar, im dramaturgischen Kontext für den Zuschauer dann aber irgendwie doch, zumindest etwas, "doof". Das hätte man zudem relativ einfach abfedern können. Entweder indem er in dem Moment wirklich unter Druck steht Dustin zu retten, oder zu verhindern, dass die Viecher mit in unsere Welt kommen (man hätte ja einfach eins von denen mit Dustin rüber schicken können, das hätte der da erledigen können, aber Eddies Entscheidung, dort zu bleiben, und die Verbindung zu kappen und die Gefahr weg zu locken, wäre damit etwas "drängender" gewesen. Ebenso die Tatsache, dass die Fledermäuse gefühlt nur ein paar Augenblicke nachdem sie Eddie erwischt haben dann alle krepieren, weil Eleven Vecna gerade auseinander nimmt, das ist wieder schlechtes Timing, weil es sich noch viel mehr so anfühlt, dass Eddie hier nach Drehbuch sterben musste, nicht weil er etwas heroisches Getan hat. Wie gesagt, die Szene selbst für sich ist völlig i.O., aber die Einbettung in die Gesamthandlung haben sie meiner Meinung nach etwas versemmelt. Ich hatte noch kurz gehofft, dass er es vielleicht bis zum Haus schafft und zumindest noch eine Rolle spielt, Steve, Nancy und Robin zu befreien.
Dass Max dann, erst einmal, doch stirbt hat mich dann ehrlich gesagt auch völlig kalt erwischt und schockiert, da war ich kurz echt fassungslos, hat seinen Effekt also voll erreicht, Daumen hoch. Ich habe auch, zumindest vorerst, kein Problem damit, dass sie das mit Els "neuer(?)" Kraft wieder, teilweise, zurückgenommen haben. Da hängt die Schlussbewertung natürlich stark daran, was jetzt in Staffel 5 mit Max passiert. Aber ich bin da für alles offen, erstmal keine Kritik hier.
Vielleicht ist "gehetzt" für meine Kritik am Klimax auch ein falsches Wort, aber wie oben schon über das Timing mit Eddie geschrieben, da reibe ich mich an ein paar Stellen einfach. Das haben sie in den vorherigen Folgen und ihren Höhepunkten, meiner Meinung nach, meist souveräner gelöst. Das Problem hier war natürlich, dass effektiv noch viel mehr parallele Stränge als sonst auf die Gesamtlage eingewirkt haben. Vielleicht sollte ich es eher etwas unübersichtlich nennen, oder es sind eben doch schlicht kleinere Timingprobleme. Aber wenn ich das mit ein paar der anderen S4-Folgen nebeneinander lege, dann find ich schon, dass die am Ende einfach noch etwas runder wirkten (ich hab da besonders Folge 4 und 7 im Kopf, die für mich die besten der Staffel und (bislang) vielleicht auch der Serie sind, eigentlich wollte ich noch Folge 8 nennen, aber da hatten sie es leichter, weil es effektiv nur ein Strang war im Höhepunkt, das ist in Sachen Komplexität nicht vergleichbar und wäre nicht fair).

Zu dem Zeitsprung: da bringst Du mein Gefühl auch ziemlich auf den Punkt. Da wäre es, meinem Empfinden nach, cleverer gewesen, zumindest noch ein paar Minuten direkt nach dem Vorfall in Hawkins zu bleiben und etwas mehr der unmittelbaren Reaktionen der Bevölkerung zu zeigen, einfach um etwas mehr Kontext zu haben und sich den Zeitsprung etwas besser zu verdienen und ein besseres Fundament für die Lage zwei Tage nach dem Dammbruch zu haben. Sowas meine ich eben damit, dass man hier vielleicht mit zehn Folgen besser beraten gewesen wäre. Dann hätte man sich da noch etwas mehr Zeit lassen können. Natürlich stellt sich dann die Frage, wie man die Handlung sinnvoll aufteilt, am Ende braucht ja jede Folge wieder ihren Klimax etc., muss also nicht unbedingt die bessere Lösung sein, aber gerade, weil sie sich die übrige Staffel immer so viel Zeit für alles genommen haben, fällt das hier dann irgendwie stärker auf, wenn es so scheint, als wären da einzelne Dinge vielleicht etwas kurz gekommen.

Dein Punkt zu Jasons Tod bestätigt dann schlicht meine Kritik. Das war einfach billig, und vermutlich der Part, bei dem ich mir sicher bin: richtiger Patzer.

Ebenso, dass Yuri und Enzo einfach für den Rest der Folge aus dem Bild sind, und ganz ohne weitere Erwähnung, erneut die Frage: zu wenig Zeit?
Klar ist das jetzt nicht super dramatisch, aber lässt mich schon ein bisschen unzufriedener zurück, als notwendig war.

Und um es nochmal festzuhalten, ich bin jetzt nicht totunglücklich mit der Folge, aber sie haben eben so wahnsinnig gut vorgelegt in der übrigen Staffel, dass mich so Kleinigkeiten dann vielleicht auch einfach überproportional ärgern. :) Ich freue mich total auf die Fortsetzung und damit ja auch das Serienfinale, ich hoffe, sie behalten die großartige Form dieser Staffel bei! Hätte vorher niemals damit gerechnet, dass sie mich noch einmal derart abholen können, tatsächlich halte ich Staffel 4 wohl auch in der Gesamtsumme für die bislang stärkste, noch vor der Ersten. (Wobei sie natürlich auch den Luxus hatten, auf das Emotionskonto, in das in den vorherigen Staffeln beständig eingezahlt wurde, zugreifen zu können. Dazu kommen die wirklich vielen guten Darsteller, es ist ein Wunder, dass sie so ein glückliches Händchen bei ihren Jungdarstellern hatten, das ist ja auch absolut nicht selbstverständlich. Und die Wandlung, die eine Figur wie Steve über die vier Staffeln hinlegt hat, ist für mich immer noch bewundernswert!)
imanzuel
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Re: Serientipps

Beitrag von imanzuel »

Die letzten 2 Folgen Stranger Things auch gesehen und damit die gesamte, aktuell verfügbare Serie in den letzten 1 1/2 Monate angeschaut.

Puh, schwierig zu beurteilen. Staffel 1-3 fand ich bisher großartig. Eine richtig tolle Serie, bis dahin problemlos eine Top 5 Kandidat der besten Serien aller Zeiten (hab auch nicht so viel gesehen, dementsprechend sagt das jetzt nicht so viel aus :D ). Die 4. Staffel war nicht schlecht. Die war mindestens gut und hatte grandiose Momente. Produktionstechnisch ist das auf einen abartig hohen Niveau, gerade wenn man vorher von Obi-Wan Kenobi kommt. Und trotz allem fand ich die 4. Staffel mit Abstand am schwächsten. Was für mich persönlich an den Nebenhandlungen lag, sofern man diese überhaupt so bezeichnen kann. Mehr dazu im Spoilerkasten.
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Ich bin komplett ungespoilert an die Serie rangegangen. Dachte auch bis zum Abschluss der letzten Folge dass die 4. Staffel die finale Staffel ist, tja war wohl nichts :D Das Ende der dritten Staffel hat mich gepackt. Hoppers Tod war übel, ich fand den einfach grandios. Hab aber schon vermutet das er irgendwie zurück kommt, sei es auch nur als Flashback. Allerdings bin ich davon ausgegangen das er vor der Explosion durch das Portal gegangen ist. Das er einfach so da lag und von den Russen gefangen genommen wurde, meh. Die gesamte Russland-Handlung mit Hopper und Joyce war imo absolut gar nichts. Hätte man für meinen Geschmack komplett streichen können. Doppelt bitter das gerade die zwei Charaktere hierfür verschwendet wurden.

Dann der Roadtrip mit Mike und Co. Öde. Anders kann man das nicht bezeichnen. Überhaupt hat man mit den ganzen Figuren (also Will, Mike, Jonathan usw.) absolut gar nichts in der Staffel angefangen. Elevens Hawkin-Lab 2.0 Plotline, gut der führt am Ende immerhin wohin und das Ende von Papa in Folge 8 war nett. Aber auch hier, das hätte man so stark kürzen können. Die Verbindung zu Eins als Bösewicht bzw. zur ersten Staffel war allerdings super. Dagegen fand ich das Militär-Gedöns zum Kotzen. Was genau haben die da gemacht? Das hat auch nirgends hingeführt...

Was an sich durchweg mindestens gut oder noch darüber war war die eigentliche Vecna-Handlung. War spannend, war interessant. Fand es nur schade das Vecna anfangs so richtig mysteriös war, mit den Spinnen, wie er da aufgehängt irgendwas macht, warum er sich die Opfer sucht, usw. Das es am Ende ein relativ 08/15 Bösewicht ist, mit normalen Bösewichtabsichten, ja gut. Fand ich jetzt ehrlich gesagt auch nicht so toll. Das Finale war in Ordnung, für meinen Geschmack aber viel zu viel Plot Armor. Schon in der Mitte der Staffel konnte sich Max noch irgendwie retten. Und jetzt im Finale wieder? Dafür lässt man die Person (Eddi) sterben bei dem doch schon von Anfang an klar war das er draufgehen wird? Das war enttäuschend.

Insgesamt war das schon gut. Aber so wirklich bombastisch toll fand ich das jetzt nicht.
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Peter
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Re: Serientipps

Beitrag von Peter »

Für mich war die 4. Staffel von Stranger Things weder "die bislang stärkste", noch "mit Abstand am schwächsten". Sie reiht sich vielmehr klar hinter S1 ein und streitet sich mit S2+3 um den 2. Platz. Die Produktionsqualität ist herausragend, in ihren besten Momenten ist die Season echt klasse. Allerdings fand ich auch den einen Handlungsstrang absolut überflüssig und den anderen hätte man problemlos um die Hälfte kürzen können. Alles in allem genau wie S2+3 wieder eine gute 7/10, S1 ist dagegen eine 9/10.
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MaxDetroit
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Re: Serientipps

Beitrag von MaxDetroit »

Habe gestern auch das Stranger Things 4 Finale geschaut und habe mich teils sogar etwas gelangweilt dabei.
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Ich fand die Staffel insgesamt gut, aber das Finale hat sich wie das Ende von The Return of King hoch zwei für mich angefühlt. Für mich persönlich war da viel zu viel Rumgeheule und Emotions-Blabla, das mich einfach irgendwann nur noch gelangweilt hat. Ich bin mir aber auch bewusst das die Serie auch für andere Zielgruppen als mich gemacht wird, die auf so was wohl stehen. Wäre das jetzt die absolut finale Staffel gewesen, in der man die Chars wirklich für immer verabschiedet, okay, aber da kommt ja noch eine Staffel und dafür fand ich das einfach zu viel des guten. Ich steh halt mehr auf den Horror Stuff bei Stranger Things, und teils auch auf die Comedy, aber all der Romance und Drama Stuff hat das diesmal so hart überlagert auch während und vor dem Climax, da war ich dann ehrlich gesagt etwas genervt von irgendwann. Oh, jetzt müssen sich die beiden Charakter noch emotionsgeladen untereinander aussprechen, na gut. Und jetzt die beiden noch, okay. Und jetzt die beiden ... puh ... wurd mir irgendwann zu viel Rumgeheule. Aber wie gesagt, ich bin dann auch nicht mehr die Zielgruppe für diese Inhalte, was ich dann auch irgendwie akzeptieren muss.
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