Wo und wie informiert Ihr Euch?

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philoponus
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Re: Wo und wie informiert Ihr Euch?

Beitrag von philoponus » 3. Jan 2018, 16:12

Sebastian Solidwork hat geschrieben:
Ich hätte gerne eine Zusammenfassung des Tages in 5 Minuten. Und/Oder ein ein- oder zweiwöchiges Format mit 30-60 Minuten. Sebastians Magazin für das Weltgeschehen.
Anhörbar als Podcast zu einem Zeitpunkt meiner Wahl.
Auch wenn ich Deutsch bevorzugen würde, wäre auch Englisch in Ordnung.
Dann würde ich als Podcast empfehlen die Nachrichten des Deutschlandfunks und/oder den täglichen Global News Podcast der BBC. Jeden Samstag gibt es eine wöchentliche Zusammenfassung: The World This Week.
Sebastian Solidwork hat geschrieben: The Economist scheint am ehesten das zu sein. Wie lang sind den deren Beiträge im Espresso? Das konnte ich nicht heraus finden.
Espresso sind fünf kurze Beiträge pro Tag. Ist aber nur zugänglich mit Abo. Das Englisch des "Economist" ist anspruchsvoll, da muss man einigermaßen sattelfest sein.

meisterlampe1989

Re: Wo und wie informiert Ihr Euch?

Beitrag von meisterlampe1989 » 3. Jan 2018, 17:23

bluttrinker13 hat geschrieben:Ich muss sagen, ich habe mir letztens Mal ein paar Folgen von "Jung & naiv" angeguckt, und war positiv überrascht von den Interviews (die er quer durch alle Lager macht, von Gysi bis Petry)
Ich stehe mittlerweile ein bisschen ambivalent zu seiner Art, wie er interviewt. Er stellt sich ja absichtlich naiv und unwissend und dadurch bekommen seine Interviewpartner sehr viel Raum und wirken fast durchgehend kompetent und sympathisch, selbst wenn sie den größten Bullshit reden. Er hakt kaum nach, konfrontiert seine Interviewpartner nicht mit Fakten, stellt viele Fragen auf persönlicher, anstatt sachlicher Ebene.
Wenn da, aus meiner Sicht, gescheite Leute reden, wie Gysi oder irgendwelche Philosophen, wie Precht, dann sind das echt schöne Interviews. Wenn er aber Leute wie Gauland oder Lindner interviewt, denke ich mir ständig "Warum lässt Du ihm das jetzt durchgehen?".
Deswegen bekommt er ja auch fast alle Politiker, weil die wissen, dass sie ihren Senf da ungefiltert ablassen können.

Seine Verteidigung dagegen heißt ja, dass sich die Politiker selber entlarven. Das beißt sich aber mit seinem Konzept, denn er will ja seine Sendungen für politisch Desinteressierte machen. Und um jemanden zu entlarven, brauche ich ja ein gewisses Wissen in der Politik.

Ich informiere mich wie folgt:

-Ich lese einmal die Woche den Print-SPIEGEL
-Ich höre "Aufwachen" den Podcast vom SPIEGEL
-Ich gucke jeden Abend die Tagesschau
-Ich gucke einmal mittags und einmal abends in die Facebook-Timeline, in der ich die Süddeutsche, SPIEGEL Online, Taggesschau, ZDF Heute, Heute +, Der Freitag, die FAZ, die Kolumnisten Sascha Lobo und Jakob Augstein und die New York Times abonniert habe
-Ich gucke Heute Show und Die Anstalt
-Auf Youtube habe ich noch ZAPP, das Medienmagazin, abonniert, sowie ARD und SPIEGEL Online, dazu noch den Wissenschaftskanal "TerraX, Lesch und Co." Die haben übrigens eins der besten Videos zum Thema Homöopathie gemacht; man merkt zwar, dass die Chemikerin sich zurückhalten muss nicht zu platzen, weil sie lachen muss, aber sie haben es einigermaßen respektvoll entlarvt: https://www.youtube.com/watch?v=vGLNQenxA1U" onclick="window.open(this.href);return false;
-Ich gucke auch gerne die "Sternstunde Philosophie" vom Schweizer Fernsehen
-"Augstein und Blome" auf Phoenix verpasse ich auch nie
-Und natürlich auch die besten Dokus von Arte. Zuletzt eine fast zehn Stunden lange Doku über den Vietnam-Krieg

Ich kann den Prügel, den der SPIEGEL bezieht, absolut nicht nachvollziehen. Ich finde, das ist das einzige Magazin, das noch halbwegs ausgewogen berichtet. Wenn man das mit taz von links oder der WELT von rechts betrachtet, machen die einen guten Job. Übrigens auch das einzige Magazin, dem dem die Mitarbeiter die Mehrheitsanteile am Unternehmen haben. Und der SPIEGEL bedient auch nicht meine Filterblase, da sind Artikel drin, da würde ich den am liebsten gegen die Wand werfen (Herr Fleischhauer, ich rede mit Ihnen!) ,aber dann hat er auch eben gute Reportagen und eben Berichterstattung.
Und ohne jetzt arrogant wirken zu wollen, ich interessiere mich seit meiner Jugend für Politik und ich weiß, wann mir Journalisten Käse erzählen. Ich kann das selber filtern, wenn der SPIEGEL mal wieder in das neoliberale Horn bläst oder unsachlich arbeitet. Aber er enthält eben auch guten Journalismus.

Für unsere "besorgten Bürger" würde diese Liste wohl für einige Lügenpresse-Herzinfarkte reichen, aber ich finde, dass ich mich gut informiere.
Zuletzt geändert von meisterlampe1989 am 3. Jan 2018, 18:26, insgesamt 3-mal geändert.

NDA
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Re: Wo und wie informiert Ihr Euch?

Beitrag von NDA » 3. Jan 2018, 17:30

LlamaCannon hat geschrieben:Twitter ist perfekt für sowas. Klar ist halt eine Filterblase und so, aber egal denn ich habe ja noch die Euronews-App und gelegentlich die Tagesschau. xD Sollte mich dann mal ein Thema näher interessieren, suche ich die betreffende Artikel über google oder benutze gleich wikipedia.
Filterblasen scheint es nach neueren Erkenntnissen gar nicht zu geben bzw. sie funktionieren anders als gedacht.

SPON
SPIEGEL ONLINE: Könnte man die Gruppe der Fake-News-Verbreiter nicht als Filterblase bezeichnen?

Kreil: Nein, jedenfalls wirkt die Filterblase nicht, wie häufig angenommen. Oft heißt es, durch die Filterblase bekämen Nutzer nur mit, was in ihr Weltbild passt. Das können wir in diesem Fall nicht bestätigen. Wir haben rekonstruiert, welche Tweets den Nutzern der verschiedenen Gruppen angezeigt wurden. Das Ergebnis: Die meisten Fake-News-Verbreiter können die Richtigstellung durchaus gesehen haben. Sie folgen nämlich auch den klassischen Medien wie SPIEGEL ONLINE oder der "Welt". Anders ist das bei den Nutzern, die die Richtigstellung verbreitet haben. Die haben nämlich mehrheitlich nichts von der ursprünglichen Fake News mitbekommen.

SPIEGEL ONLINE: Heißt das, nur die Richtigsteller, darunter viele Journalisten, stecken in einer Filterblase - die anderen aber nicht?

Kreil: Dazu müsste man weitere Untersuchungen machen. Ich denke aber, es hat weniger mit Online-Filterblasen zu tun, wenn sich Leute selektiv mit bestimmten Themen beschäftigen. In der Datenanalyse haben die Fake-News-Verbreiter die Richtigstellung offenbar gesehen und trotzdem nicht geteilt. Die Gründe dafür liegen wohl eher bei den Menschen.

SPIEGEL ONLINE: Ist der Begriff der Filterblase aus Ihrer Sicht Quatsch?

Kreil: Sicherlich hatten wir eine falsche Vorstellung von der Filterblase. Ich würde sagen, die Filterblase ist nicht die Ursache für wütende Leute. Sie macht vielmehr sichtbar, dass Leute wütend sind. Anders gesagt, die Leute sind schon wütend, bevor sie auf Twitter gehen.
Bái Zuô!

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LlamaCannon
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Re: Wo und wie informiert Ihr Euch?

Beitrag von LlamaCannon » 3. Jan 2018, 18:09

Naja doch, die gibt es. Im Interview wird ja nur angekreidet, dass der Begriff Filterblase auf die Thematik der "Wutbürger" falsch angewendet wird, da die scheinbar ein generelles Problem damit haben ausgebildeten Journalisten ihr vertrauen zu schenken.^^ Btw nimmst du ja auf twitter schon eine gezielte Personalisierung der gewünschten Neuigkeiten vor, indem du halt einen "follow" dalässt.
Aber stimmt schon, es ist ein relativ neuer Begriff, der wohl noch nicht solide definiert ist.
"It's an incredible technical achievement, but it's unfortunate that it's going to be used to kill people" Noel Sharkey, Professor of artificial intelligence and robotics at the University of Sheffield
(\/),;;,(\/)WooopwooP on the PC

Don Mchawi
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Re: Wo und wie informiert Ihr Euch?

Beitrag von Don Mchawi » 4. Jan 2018, 05:38

lipt00n hat geschrieben: Ich ordne mich politisch am ehesten als linksliberal ein (wenn man nach einer Ordnung verlangt) und muss sagen, dass ich in der taz viele gute, aber auch viele unglaublich nervige, plakative und auf "klischeelinks" gebügelte Artikel finde -genauso, wie sich im konservativen Schmonz einer anderen Tageszeitung auch ein sehr guter Artikel von einem sehr guten Autoren verstecken kann.
Gerade bezüglich der taz geht es mir genauso, würde noch eines hinzufügen, viele sehr banale Artikel und Reportagen. Bei denen ich vorher schon weiß, was drin stehen wird und die 'Moral der Geschichte' ist. Insbesondere der Relaunch vor ein paar Jahren der Wochenendausgabe hat diese häufig banal gemacht, finde ich. Dennoch die Zeitung, die ich abonniert habe und täglich lese, sogar nachhole. Zum Einen weilsie technisch ein digitales Format fürs kindle anbietet seit Jahren, das ich im Ausland auch beziehen kann.
Zum Anderen eben weil immer wieder auch gute gesellschaftlichliche Analysen und Themen auftauchen, vor allem aber da es keine andere deutsche Zeitung gibt, die so konsequent und informiert über die politische Lage in Ostafrika informiert, ein spezielles Interessensgebiet meinerseits. Kongo, Ruanda, Burundi, Südsudan, Kenia, Uganda (Tansania existiert allerdings auch für die taz nicht). Ich erinnere mich mal 2008 einen Artikel der faz über den angeblichen befriedeten Ostkongo gelesen zu haben. Das war zu der Zeit, als mit der FDLR eine Rebellengruppe gebildet von und aus Mördern des ruandischen Völkermords Dörfer überfiel und 'ethnische Säuberungen' durchführte. Der Korrespondent saß in Johannesburg, da hats mich dann auch nicht mehr überrascht.
Vollends enttäuscht war ich aber von Barbara Örtels Berichterstattung im Ukrainekonflikt, da ich selbst auch mal ein Jahr in Kiev gelebt hab für mich ebenfalls von besonderem Interesse. Dermaßen einseitig und unrelfektiert, irgendwann habe ich ihre Berichterstattung nur noch übersprungen.

Es gibt generell Quellen, die man meiden kann (bspw. Focus, Spon, ...) weil sie es an Seriösität missen lassen und mittlerweiler nurmehr "die Bild für Akademiker" sind.
meiner Meinung nach kann man das On bei SpOn in der Aufzählung auch weglassen, die Printausgabe mag zwar nicht ganz das Niveau ersteres erreicht haben, aber seriös finde ich sie nicht. Auch wenn sie immer mal wieder bestimmte Dinge aufdecken und Debatten anregen, das möchte ich nicht abstreiten.

Für längere, tiefgründige Berichte/Reportagen abseits des Nachrichtenmainstream greife ich dann aber doch auf die dunkelrote Kiste zurück: Ich lese gerne die konkret, wenn mich die Themen der aktuellen Ausgabe ansprechen (Ausland, Energie, Subventionen, ...).
Ha! Es ist sehr selten abseits linker Gruppentreffen mal einen konkretleser zu treffen. Witzig. Habe ich tatsächlich auch im Abonnement, das schöne an der konkret ist, dass sie doch auch viele sich teils stark widersprechende Sichtweisen der Autoren zulässt. Einige der Autoren schätze ich sehr, Kronauer, Später, wie da internationale mit einer anderen Perspektive analysiert werden ist sehr erfrischend und in der Tat erweitert es den Horizont. Auf der anderen Seite gibt es dann ein paar Autoren, die wirklich unter der Kategorie 'alles was Deutschland macht ist doof' und einen irgendiwe doch sehr verbitterten Altkommunisten Gremliza, der als Hobby hat, Sätze wie 'alles was Deutschland macht' auf wortklauberische Fragen, wer denn dieser Deutschland sei, auseinanderzunehmen. Und mit seinen Kolumnen kann ich auch nicht wirklich etwas anfangen.
Ungeschlagen sind einige der Titelblätter, sehr treffend und witzig.

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Veldrin
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Re: Wo und wie informiert Ihr Euch?

Beitrag von Veldrin » 7. Mär 2018, 21:10

Ich informiere mich nur wenn ich lustig bin aber nicht regelmäßig. Dazu nutze ich alle möglichen Quellen, aber eher die bekannteren als die exotischeren. Generell versuche ich den Nachrichtenkonsum auf einem gesunden Minimum zu halten. Gelegentlich geh ich dann mal auf gezielte Themensuche die mich interessiert. Prinzipiell bevorzuge ich aber keine Nachrichten, sondern andere Formen der Erkenntnis, Dokumentationen wie beispielsweise die Terra-X-Reihe oder Folgen von Harald Lesch oder eben das Parteienprogramm vor den Wahlen (Die Kurzfassung, bin ja nicht verrückt). Sowas finde ich viel gehaltvoller als Tagesnachrichten, die sowieso mit zu viel Belanglosem und Negativa gefüllt sind.

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Re: Wo und wie informiert Ihr Euch?

Beitrag von Noric » 7. Mär 2018, 22:52

Kurze zwischen Frage.
Kennt einer von euch Ken Jebsen? Und wie schätzt ihr ihn ein?
Bitte nur wer ihn kennt.

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TechniKadger
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Re: Wo und wie informiert Ihr Euch?

Beitrag von TechniKadger » 8. Mär 2018, 03:12

Sebastian Solidwork hat geschrieben:Ich hätte gerne eine Zusammenfassung des Tages in 5 Minuten.
Dazu empfehlen sich Newsletter sehr. Die wichtigsten Themen des Tages sind dabei in kurzen Meldungen zusammengefasst mit weiterführenden Links zu den vollständigen Beiträgen, falls man mehr wissen will.
Manche Newletter haben dann noch Empfehlungen für interne und externe Beiträge, Lesermeinungen etc. Ich zum Beispiel abonniere die Newsletter von Süddeutsche und The Atlantic.

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Re: Wo und wie informiert Ihr Euch?

Beitrag von TechniKadger » 8. Mär 2018, 14:07

goschi hat geschrieben:Aber wer nur Minuten erübrigen will, muss sich nicht wundern, wenn der Inhalt bis zur Verfälschung zusammengekürzt wird, gute, korrekte Informationen und super kurz schliessen sich gerne gegenseitig aus.
Der passiv-aggressive Ton war wirklich nicht nötig, goschi.

Dass solche Sachen nicht als einzige Quelle dienen dürfen, ist logisch. Es ging Sebastian ja auch in erster Linie darum, einen schnellen Überblick zu haben um zu wissen, was passiert.
Wie ich auch in meinem Post geschrieben habe, verweisen diese Newsletter auf die vollen Artikel und unterscheiden sich damit von bloßen Kurznachrichten.

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Re: Wo und wie informiert Ihr Euch?

Beitrag von VikingBK1981 » 8. Mär 2018, 18:41

Habe bis vorgestern Feedly benutzt, habe jetzt aber auf Twitter umgeschwenkt. Versuche mir eine Breite Übersicht zu verschaffen. Mit dabei sind Spiegel, Tagesschau, N-TV, einige Videospiel. und Technikseiten.
Auch eine Lokale Zeitschrift ist per Web-Auftritt vertreten.

Was mich stören sind die Einflüsse und Einbeziehungen von Kommentaren. Hatten mich immer gestört, ach mit auf blühen von AFD und Pegida sehe ich es nur als mögliche Verbreitung von kranken Gedanken.

Den Podcast zur Lage der Nation werde ich mir Mal anhören.
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Scipio
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Re: Wo und wie informiert Ihr Euch?

Beitrag von Scipio » 12. Mär 2018, 13:03

Ich bin eher den alternativen Medien zugewendet, wobei es da auch viel Schund gibt.

Positiv eingestellt bin ich gegenüber den bereits erwähnten und auch schon kritisierten http://www.nachdenkseiten.de/ , wo sich auch nach eigener Aussage gern Max Uthoff von "Die Anstalt" gerne für seine Sendungen informiert. Gefolgt von http://www.deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/ und http://www.hintergrund.de/ welche nach meiner Ansicht gut mit Quellen arbeiten.
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bluttrinker13
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Re: Wo und wie informiert Ihr Euch?

Beitrag von bluttrinker13 » 12. Mär 2018, 14:56

Scipio hat geschrieben:Ich bin eher den alternativen Medien zugewendet, wobei es da auch viel Schund gibt.

Positiv eingestellt bin ich gegenüber den bereits erwähnten und auch schon kritisierten http://www.nachdenkseiten.de/ , wo sich auch nach eigener Aussage gern Max Uthoff von "Die Anstalt" gerne für seine Sendungen informiert.
+1
Ich lese auch die FAZ. Aber gerade bei den Nachdenkseiten stecken so viele Infos und vor allem Quellennachweise und direkte Verlinkungen drin, dass es sich lohnt. Bspw wo erfährt man heute schon, dass die neue Koalition den Verlagen wieder ein kleines Geschenk gemacht hat, indem sie den AG-Beitrag zur Rentenversicherung aller Zeitungszusteller signifikant einkürzt? In der Tagesschau eher nich.
Mag Albrecht Müller ne Agenda haben (in dem Alter auch nachvollziehbar), ein Josef Joffe hat die auch.

Nach wie vor lese ich auch sehr gerne den Freitag, ist sogar spannender geworden jetzt wo ein (ehemaliger) Konservativer am Verlagsruder sitzt.
Nur den Spiegel, den mag ich mir (online) nicht mehr geben... ;)

dr.denton
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Re: Wo und wie informiert Ihr Euch?

Beitrag von dr.denton » 13. Mär 2018, 09:46

Ich halte die Seite auch für einigermaßen brauchbar, allerdings sind die Jungs für mich gestorben seit ich das hier lesen musste.
So viel tendenziöse Scheisse hat schon lange keiner mehr verzapft.

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Re: Wo und wie informiert Ihr Euch?

Beitrag von bluttrinker13 » 13. Mär 2018, 14:17

dr.denton hat geschrieben:Ich halte die Seite auch für einigermaßen brauchbar, allerdings sind die Jungs für mich gestorben seit ich das hier lesen musste.
So viel tendenziöse Scheisse hat schon lange keiner mehr verzapft.
Da stimme ich vollkommen zu. Habe sogar selbst bereits einen erbosten Leserbrief geschrieben, mit Gegenquellen. Mal sehen ob da was kommt.

Man beachte aber, dass das nur ein Gastautor ist (der eine Agenda hat, und ein reaktionärer Trottel ist).

meisterlampe1989

Re: Wo und wie informiert Ihr Euch?

Beitrag von meisterlampe1989 » 13. Mär 2018, 15:32

bluttrinker13 hat geschrieben:
dr.denton hat geschrieben:Ich halte die Seite auch für einigermaßen brauchbar, allerdings sind die Jungs für mich gestorben seit ich das hier lesen musste.
So viel tendenziöse Scheisse hat schon lange keiner mehr verzapft.
Da stimme ich vollkommen zu. Habe sogar selbst bereits einen erbosten Leserbrief geschrieben, mit Gegenquellen. Mal sehen ob da was kommt.

Man beachte aber, dass das nur ein Gastautor ist (der eine Agenda hat, und ein reaktionärer Trottel ist).
Ich habe mich mal ein bisschen durch die Seite geklickt... was habt Ihr denn erwartet? Da ist doch jeder Artikel ein Kommentar. Jede einzelne Überschrift ist eine Meinung.
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Das ist nur das, was sich jetzt gerade so auf der Titelseite tummelt. Das ist doch keine Berichterstattung, da will jemand seine Leser erziehen und in eine Richtung drängen; dasselbe, was man dann wahrscheinlich im selben Atemzug der Lügenpresse vorwirft.

dr.denton
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Re: Wo und wie informiert Ihr Euch?

Beitrag von dr.denton » 13. Mär 2018, 17:19

Nichts gegen Meinungen, auch stark formulierte, aber eine Seite, die für sich eine aufgeklärte, linke Haltung in Anspruch nimmt, sollte nicht solches Geschwätz wie von diesem komischen Hänsel verbreiten. Das wäre bei der "jungen freiheit" besser aufgehoben ... aber vielleicht gibt es die sagenumwobene Querfront halt doch xD

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Re: Wo und wie informiert Ihr Euch?

Beitrag von bluttrinker13 » 13. Mär 2018, 18:25

dr.denton hat geschrieben:Nichts gegen Meinungen, auch stark formulierte, aber eine Seite, die für sich eine aufgeklärte, linke Haltung in Anspruch nimmt, sollte nicht solches Geschwätz wie von diesem komischen Hänsel verbreiten. Das wäre bei der "jungen freiheit" besser aufgehoben
Sehe ich genauso. Deshalb bin ich nun sehr gespannt ob und wie die auf meine Kritik reagieren.

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Scipio
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Re: Wo und wie informiert Ihr Euch?

Beitrag von Scipio » 13. Mär 2018, 20:45

bluttrinker13 hat geschrieben:
dr.denton hat geschrieben:Nichts gegen Meinungen, auch stark formulierte, aber eine Seite, die für sich eine aufgeklärte, linke Haltung in Anspruch nimmt, sollte nicht solches Geschwätz wie von diesem komischen Hänsel verbreiten. Das wäre bei der "jungen freiheit" besser aufgehoben
Sehe ich genauso. Deshalb bin ich nun sehr gespannt ob und wie die auf meine Kritik reagieren.
Oh da bin ich auch neugierig wie sie Antworten. :-)

Nachdenkseiten sollte nicht als reinste Informationsquelle verstanden werden, sondern zeigt durch verschiedene Stimmen andere Sichtweisen auf die Dinge auf. Und wie im wirklichen Leben, gibt es niemanden mit dem man bei wirklich jedem Thema der selben Meinung ist. Aber es ist schon viel Wert, wenn die ethische Grundhaltung in einem Medium was ich konsumiere mit meiner größtmöglich zusammenpasst.
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Re: Wo und wie informiert Ihr Euch?

Beitrag von Ricer » 16. Mär 2018, 16:51

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Terranigma
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Re: Wo und wie informiert Ihr Euch?

Beitrag von Terranigma » 16. Mär 2018, 17:07

Die Zeit (Deutschland).
New York Times (Amerika).
The Guardian (UK).
Asahi Shinbun (Japan).


Damit bin ich bedient und kann zumindest das internationale Geschehen halbwegs aus verschiedenen Perspektiven mitbekommen. Ansonsten versuche ich in letzter Zeit nach Möglichkeit meinen "Nachrichtenkonsum" zu reduzieren. Ich habe nicht den Eindruck, dass es mein Leben in irgendeiner Form bereichert oder mir eine Meinungsbildung ermöglicht, wenn ich jeden Tag im Minutentakt mit neuen Geschichten, Berichten, News, Informationshäppchen, usw. versorgt werde. Man benötigt ja auch einmal Zeit zum Nachdenken.

Zumindest eine Veränderung kann ich feststellen: Wenn ich mal wieder eine Fastenzeit bzgl. Nachrichten einlege, steigt meine Stimmung nach wenigen Tagen. Und das Gefühl, irgendwas zu verpassen habe ich auch nicht. Ob ich die Story um einen ex-Doppelagenten der in UK vergiftet wurde nun kenne oder nicht, inwiefern beeinflusst das mein Leben? Daraus ergibt sich für mich rein gar nichts. Ich kann daraus keinerlei Handlung ableiten.


Früher las ich auch mal bei den Nachdenkseiten mit. Die hatten - und haben - teilweise gute Beiträge. Als "Meinungsseite" finde ich sie weiterhin lesbar, auch wenn ich meine Meinung selten dort wiederfinde. Aber das ist ja auch der Sinn, wenn man sich informiert: Wenn ich lesen und höre möchte, was ich bereits denke, dann kann ich auch Selbstgespräche führen. ;)
“All of humanity's problems stem from man's inability to sit quietly in a room alone.”
- Blaise Pascal, Pensées

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