Facebook, der Ort der Unwahrheiten und der Hetzer

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VikingBK1981
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Facebook, der Ort der Unwahrheiten und der Hetzer

Beitrag von VikingBK1981 »

Geht es euch euch so wie mir, könnt ihr Facebook auch kaum noch ertragen?

Ich schäme mich mittlerweile so sehr für weitere Teile meiner Mitbürger. Kaum noch ein Beitrag der nicht von unzähligen beleidigenden oder hetzerischen Kommentaren begleitet wird.

Gerade jetzt zur Wahl wird es auch noch von vielen Fake-Accounts verstärkt.

Nutzt ihr Facebook noch, wie geht ihr mit den Kommentaren um? Oder interessiert es euch überhaupt nicht.

Wird Facebook generell zuviel Aufmerksamkeit geschenkt?
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toxic_garden
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Re: Facebook, der Ort der Unwahrheiten und der Hetzer

Beitrag von toxic_garden »

ich nutze Facebook, um mit Leuten in Kontakt zu bleiben, mit denen ich befreundet bin. Nicht, um mich politisch erziehen zu lassen. In den letzten Wochen war es wirklich schlimm, wie viele dieser Leute plötzlich Links geteilt haben, deren Wahrheitsgehalt mit zwei Minuten Google-Recherche zu widerlegen war. Und das gilt bedauerlicherweise für JEDES politische Lager. Noch besser sind Aussagen wie "wer Partei xy wählt, der kann mich gleich mal entfreunden". Das mache ich natürlich gerne. Selbst, wenn ich nicht im Traum daran denken würde, besagte Partei zu wählen. Wer Freundschaften davon abhängig macht, was ich auf dem Wahlzettel ankreuze, der steht mir sowieso nicht besonders nahe. Da verzichte ich lieber auf einen Facebook-Kontakt und hoffe, dass der reale Kontakt mit der Person entspannter verläuft.

Grundsätzlich ist FB für mich ein denkbar schlechtes Medium für Politik. Deswegen nervt es mich barbarisch, wie sehr es momentan dafür genutzt wird. Hoffentlich ist der Spuk in ein paar Tagen tatsächlich vorbei und man kann wieder zum Tagesgeschäft (Katzenbilder, vice-Artikel, Nerdcore-Links) übergehen. Ich würde es mir sehr wünschen.
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VikingBK1981
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Re: Facebook, der Ort der Unwahrheiten und der Hetzer

Beitrag von VikingBK1981 »

Mich nervt da sogar nicht nur die politischen Kommentare. Auch die Kommentare unter Nachrichten zeigen auf erschreckender Weise, wie (man kann es leider nicht anders sagen) dumm viele Menschen sind. Und wie leicht gläubig.
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Jormungandr
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Re: Facebook, der Ort der Unwahrheiten und der Hetzer

Beitrag von Jormungandr »

Provokante Frage:

Wären all diese Meinungen plötzlich weg, wenn es Facebook nicht mehr gäbe?

Ja, es ist teilweise echt heftig und hässlich, und ja, ich möchte mit vielen dieser Leute auch kein "Wir" sein müssen - aber analog zu dem Vorwurf der rechten Filterblase mag es auch mal therapeutisch sein zu erkennen, dass auch die liberal-aufgeklärt-urbanen Ecken der Gesellschaft im Zweifel an der Grenze des Altbaukiezes und im Feuilleton der Süddeutschen enden und keineswegs die einzige, in der Bevölkerung vertretene Meinung darstellen.

Gerade wenn man AfD- und PEGIDA-Meinungen furchtbar findet, sollte man sich ihrer bewusst sein - und sei es nur, um immer wieder zu widersprechen oder den Leuten mal ihre Fehler deutlich aufzuzeigen.

Auch wenn der Vergleich hinkt: Besser, die Gesellschaft reagiert früh genug auf derartige Tendenzen, was jedoch zunächst ein Erkennen des Problems voraussetzt, als am Ende mit Donald Trump aufzuwachen und sich zu wundern, wer den denn alles gewählt hat. Man hat doch von allen Bekannten gehört...

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TechniKadger
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Re: Facebook, der Ort der Unwahrheiten und der Hetzer

Beitrag von TechniKadger »

Weiß nicht ob das an meinem Freundschaftskreis liegt, aber ich sehe sowas nie. Außer wenn ich mal so dumm bin, in die Kommentarspalte unter Posts von Zeitungen und Magazinen zu schauen.
Im Gegenteil, einige meiner FreundInnen führen intelligente Diskussionen, wie ich sie nur äußerst selten anderswo sehe.

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toxic_garden
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Re: Facebook, der Ort der Unwahrheiten und der Hetzer

Beitrag von toxic_garden »

Jormungandr hat geschrieben:Provokante Frage:
Wären all diese Meinungen plötzlich weg, wenn es Facebook nicht mehr gäbe?
Nein. Aber man würde sich sporadisch, im persönlichen Gespräch, über politische Themen unterhalten, wenn einem danach der Sinn steht. Kaum jemand käme aber auf die Idee (und wäre dann auch sicher nicht mehr mit mir befreundet) und würde unaufgefordert mehrmals täglich in den Raum plärren "DIE AFD SIND ALTNAZIS UND SARAH WAGENKNECHT IST IHRE POLIT-HURE!! HIER, GUCK DIR DIESEN INDYMEDIA ARTIKEL AN UND HIER SCHREIBT DIE VICE WAS DARÜBER!!". Was natürlich jetzt überspitzt ist, aber auf ungefähr diesem Level empfinde ich die Nervigkeit, mit der ich momentan zubombardiert werde. Der persönliche Diskurs findet halt immer noch, auch im eigenen Freundeskreis, kultivierter statt, wenn man ihn offline führt.
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VikingBK1981
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Re: Facebook, der Ort der Unwahrheiten und der Hetzer

Beitrag von VikingBK1981 »

Nein die verschiedenen Meinungen bleiben natürlich, aber man würde ihnen eine deutlich kleiner Bühne bieten. Das Problem ist ja auch, dass es das ganze verzehrt. Die glücklichen und zufriedenen Menschen sind ja meistens die ruhigen.
Wenn einem alles passt warum dann beschweren. So hat man nur eine kleine, aber laute Gruppe.
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JayTheKay
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Re: Facebook, der Ort der Unwahrheiten und der Hetzer

Beitrag von JayTheKay »

Man kann doch die Beiträge die einem nicht gefallen und auch Leute die Sachen posten die einem nicht gefallen ausblenden lassen. Sollte damit kein Problem sein sich seine Filterbubble nach belieben einzurichten, ich seh jedenfalls solche Beiträge sehr selten.
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toxic_garden
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Re: Facebook, der Ort der Unwahrheiten und der Hetzer

Beitrag von toxic_garden »

JayTheKay hat geschrieben:Man kann doch die Beiträge die einem nicht gefallen und auch Leute die Sachen posten die einem nicht gefallen ausblenden lassen. Sollte damit kein Problem sein sich seine Filterbubble nach belieben einzurichten, ich seh jedenfalls solche Beiträge sehr selten.
irgendwann kommt man aber einfach nicht mehr hinterher mit dem ausblenden. Und dann artet das in frustrierende Arbeit aus. Die spare ich mir dann lieber.
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derFuchsi
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Re: Facebook, der Ort der Unwahrheiten und der Hetzer

Beitrag von derFuchsi »

VikingBK1981 hat geschrieben:Geht es euch euch so wie mir, könnt ihr Facebook auch kaum noch ertragen?
Machs wie ich, habe meinen Account vor einem Jahr stillgelegt (Nein nicht gelöscht, es gibt auch eine Art Ruhezustand) weil ich den Mist dort nicht mehr ertragen habe. Witzebilder und philosopische Sprüche kann ich bei Bedarf auch auf den Seiten lesen wo es mal ursprünglich her stammt.
Ist die ersten paar Wochen vermutlich wie beim Rauchen abgewöhnen aber dann gehts, ist sehr befreiend.
Wer wegen dem Freundeskreis nicht radikal kündigen will, im "Ruhezustand" kann man immerhin noch den Messenger nutzen.
JayTheKay hat geschrieben:Man kann doch die Beiträge die einem nicht gefallen und auch Leute die Sachen posten die einem nicht gefallen ausblenden lassen. Sollte damit kein Problem sein sich seine Filterbubble nach belieben einzurichten, ich seh jedenfalls solche Beiträge sehr selten.
Die Filterblase selbst ist genau das Problem. Filterblasen sind anscheinend ok wenn man sie selbst benutzt. Aber wehe man sieht das bei anderen. Dann heißt es plötzlich "Schau doch mal über den Tellerrand!".
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XfrogX
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Re: Facebook, der Ort der Unwahrheiten und der Hetzer

Beitrag von XfrogX »

Nutze Facebook immer weniger. Aber finde es immer mal interessant dort zu lesen. Einfach weil es einem immer wieder dran erinnert es gibt auch Menschen die ganz anders ticken als ich.

Bei allen anderen Sachen hab ich mich echt gut in meiner Blase eingerichtet.

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cevio
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Re: Facebook, der Ort der Unwahrheiten und der Hetzer

Beitrag von cevio »

Ich nutze Facebook von Anfang an nicht sonderlich oft und eventuell sogar falsch. Mein Nutzungsverhalten beschränkt sich Twitter-typisch auf den News Feed, im Vergleich zu Familie & Bekannten ist Profil kaum ausgefüllt bzw. auch privat gehalten. Für das eine oder andere "social"-lastige Spiel ggf. mal den Account verknüpft, das wars dann aber auch schon.
Habe mich in diesem Sinne nahezu komplett abgeschottet. Ob das jetzt gut oder schlecht ist? hmpf...

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Brahlam
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Re: Facebook, der Ort der Unwahrheiten und der Hetzer

Beitrag von Brahlam »

Das kommt auf die Filterblase an die man sich schafft. Zeichnet sich irgendjemand durch das ständige Teilen von Inhalten die mich nicht interessieren wird er eben aus dem Feed geschmissen, dafür muss man denjenigen nicht mal "ent-freunden". Öffentlich auf Facebook zu diskutieren halte ich ohnehin für riskant. Egal was man schreibt kann irgendwer in den falschen Hals bekommen und einen Mini-"Shitstorm" daraus entstehen lassen. Zumal alles was man öffentlich teilt für einen späteren Arbeitgeber sichtbar ist, oder bei Ausmaß des Shitstorms sogar auf den jetzigen zurück fallen kann. Von daher ist FB für mich nur ein Werkzeug um Private Events zu planen und in der einen oder anderen Privat Gruppe über belangloses zu Reden. Aber sicher kein Ort für öffentliche Politische DIskussionen, schon gar nicht mit Wildfremden die nur Parolen und aktuelle Headlines von sich geben ohne sich jemals mit einem Thema genauer befasst zu haben, egal aus welchem Lager.

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