Liebe, Hass und Star Trek Discovery (Spoilerthread)

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TechniKadger
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Liebe, Hass und Star Trek Discovery (Spoilerthread)

Beitrag von TechniKadger » 10. Okt 2017, 01:23

Da die Posts im Serientipps-Thread zu Discovery reichlich Platz nehmen und teilweise Spoiler beinhalten, schlage ich vor, die Diskussion auszulagern.

@Mods: Wäre keine schlechte Idee, wenn man die Star Trek-Posts aus dem Serientipps-Thread hierhin verschiebt.
Zuletzt geändert von TechniKadger am 6. Nov 2017, 14:35, insgesamt 1-mal geändert.

tdiver
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Re: Liebe, Hass und Star Trek Discovery

Beitrag von tdiver » 10. Okt 2017, 08:52

Ich bin von der neuen Serie begeistert.
Das Konflikte bestehen und nicht nur mit friedlichen Mitteln gelöst werden können ist doch in der Realität auch schon so.
Die ablehnende Haltung einiger Trekker kann ich schon verstehen, allerdings betrachte ich mich auch nicht als Hardcorefan (habe aber (z.T. mehrfach) alle Folgen und Filme gesehen). Ich will unterhalten werden und keine philosophischen Gedankenspiele abhalten.
Daher bin ich auch kein Fan von TOS oder den ersten Staffeln von TNG. Bisher waren meine liebsten Serien DSN, VOY und ENT.
Wo ich mich schwer mit tue ist die klingonische (langsame) Sprachausgabe. Da wäre mir eine Synchro lieber.

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Blaight
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Re: Liebe, Hass und Star Trek Discovery

Beitrag von Blaight » 10. Okt 2017, 09:13

TechniKadger hat geschrieben:Da die Posts im Serientipps-Thread zu Discovery reichlich Platz nehmen und teilweise Spoiler beinhalten, schlage ich vor, die Diskussion auszulagern.

@Mods: Wäre keine schlechte Idee, wenn man die Star Trek-Posts aus dem Serientipps-Thread hierhin verschiebt.
Ist ne gute Idee, mache ich asap.

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echtschlecht165
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Re: Liebe, Hass und Star Trek Discovery

Beitrag von echtschlecht165 » 10. Okt 2017, 09:18

Ich sehe es bei Star Trek ähnlich wie tdiver, nur das Gegenteil. :)
Im Gegensatz zu ihm mag ich eher die ruhigen diplomatischen Folgen und Ansätze und weniger den Kampf.
Als Trekkie würd ich mich aber ebenfalls nicht bezeichnen. Mit den ganzen Paralleluniversen und welche Ereignisse wann und wo stattfinden, und von den ganzen grossen Kriegen, die in diversen Zeitleisten stattfinden, habe ich keine Ahnung.
Ich möcht ebenfalls nur unterhalten werden.
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Blaight
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Re: Liebe, Hass und Star Trek Discovery

Beitrag von Blaight » 10. Okt 2017, 09:41

Ist doch nicht so easy das gerade hier her zu verschieben, da sich die Diskussionen auf unterschiedliche Sachen bezieht...vll packe ich doch alles wieder in den Serien Ordner. Mhh ich hab gerade voll Kopfweh, das entscheide ich später.

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LePuedel
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Re: Liebe, Hass und Star Trek Discovery

Beitrag von LePuedel » 10. Okt 2017, 12:50

Die Probleme die ich mit Star Trek Discovery habe, ist nicht das was es ist, sondern das was es eben nicht ist.

Um mal einen Diskussionspunkt wegzuräumen: Kontinuitätsfehler interessieren mich in so weit nicht, wenn mir eine gute Star Trek Geschichte gegeben wird (da kommen wir später nochmal darauf zurück). Denn Star Trek war nie gut die Kontinuität zu halten und konzentrierte sich mMn. auch eh immer um andere, wichtigere Punkte.
Und Star Trek Discovery sieht top aus! Sei es das Schiff, die Aliens, die Effekte, Camerashots. Da wusste wer, was er tut. Chapeau!

Mein Problem jedoch: Discovery ist eine gute SciFi Serie, aber für mich leider kein Star Trek. Nun kann man ewig darüber diskutieren was Star Trek denn sei, denn jede Serie, jeder Autor brachte seine eigenen Ideen und Ansätze mit rein. Aber das Grundkonzept war immer Gene Roddenberrys Idee einer Utopie in der der Krieg, als auch Materialismus bezwungen wurden. In denen Menschen frei waren Entdecker und nicht Besitzstandswahrer zu sein.
Und wenn man jetzt entgegnet, dass gerade Sisko und Janeway sich durch die Gegend gephasert haben, so verkennt man, dass diese Beiden eine enorme Charakterentwicklung vollzogen haben (insbesondere Sisko - der zuerst ja ein offener, manchmal fast naiv gutgläubiger Mensch war). Zudem wurde immer die Frage gestellt wie viel man bereit ist an Menschlichkeit aufzugeben um seine eigenen Ziele zu verwirklichen. Vulkanier, Androiden, ehemalige Borg und Medzinische Notfallhologramme waren eben nicht nur als Gimmick da, sondern erforschten in Ihrer Beschränktheit oder Andersartigkeit ihr eigenes Wesen und nahmen den Zuschauer mit auf eine Reise zu ihrer Menschwerdung (und zwar dem moralisch / humanistisch gefestigten Menschen). Krieg war in Star Trek eben nicht nur eine Effekthascherei, sondern war auch immer ein Spiegelbild, eine Warnung vor Abgründen der Menschlichkeit.

Und all das kann ich leider (noch) nicht in Star Trek Discovery entdecken. Mein Star Trek, so wie ich die Idee von Gene Roddenberry verstanden habe und sie eigentlich bisher auf alle anderen Serien wie eine Schablone auflegen kann. Hier werden keine moralischen Fragen gestellt, sondern hier wird Krieg gegen Klingonen geführt, weil die Klingonen der Meinung sind, dass ein Krieg sie einigen würde... keine Geschichte, keine Moral - bisher. Es wäre so interessant gewesen die Zersplitterung der einzelnen Klingonenhäuser zu erforschen, deren Motivationen zu ergründen und deren Ziele. Stattdessen setzt man uns plumpe gläubige Fundamentalisten,oder Intrigranten vor. Wer ist oder war Kahless, warum ist diese Person so wichtig für die Klingonen - wer nicht diverse Bücher oder Hintergrundinfos bei Hand hat, muss doch zwangsgläubig an eine Gottgestalt, denn an eine historische Person der Klingonen glauben. Das kommt halt hinzu. Ist die Optik zwar opulent, so ist das Writing bisher sehr dürftig - oder anders: der Grundkonflikt dieser Staffel wurde schlecht erklärt, bzw. man hat sich nicht die Mühe gemacht ihn zu etablieren, sondern ist lieber gleich zur handfesten Action übergegangen.
Gerade die Figur der Michael Dunham ärgert mich, da sie ganz offensichtlich auf die klassische Pinocchio-Figur von Star Trek geeicht ist. Aber bisher sieht und spürt man davon überhaupt nichts. Sie benimmt sich entweder kalt wie ein Vulkanier oder bekommt Hysterie. Differenzierte ist sie derzeit nicht und ich sehe nach 4 Folgen bisher kein Stück an Charktertiefe oder Charakterentwicklung (was dazumal tragisch ist, dass sie ja auch die Haupt- und Identifikationsfigur ist.)
Natürlich ist Discovery eine moderne und modern geschriebene Serie. Düsterer, realistischer, für gute Utopien scheint derzeit kein Platz zu sein. Aber vielleicht wäre eine Star Trek Serie, die dem Geist von Gene Roddenberry folgt, genau jetzt das richtige. Denn immerhin hat man sich auch immer wieder gerne gegen Konventionen und dem Zeitgeist hinweggesetzt.
SpoilerShow
Klar, Micheal Dunham findet in Folge 4 heraus, dass dieses komische Vieh prinzipiell friedlich und eben nicht aggressiv ist. Aber für diese Erkenntnis brauchte sie mal wieder einen Arschlochmove in dem sie jemanden ausnutzt und der Endeffekt ist, dass man das Tierchen halt nicht als Angriffswaffe nutzt, sondern als Navigator missbraucht. Auch hier wieder bar jeder Moral.
Zuletzt geändert von LePuedel am 10. Okt 2017, 16:48, insgesamt 2-mal geändert.
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Darth_Mueller

Re: Liebe, Hass und Star Trek Discovery

Beitrag von Darth_Mueller » 10. Okt 2017, 15:16

Ich tippe mal darauf, dass Star Trek Discovery die Origin Story der Sektion 31 ist ;)

biaaas
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Re: Liebe, Hass und Star Trek Discovery

Beitrag von biaaas » 10. Okt 2017, 16:49

Die wurde aber schon bei Enterprise abgehandelt.

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Wudan
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Re: Liebe, Hass und Star Trek Discovery

Beitrag von Wudan » 10. Okt 2017, 19:47

Axel hat geschrieben: Für mich sind gerade solche Dinge essentiell. Ich bin mit Star Trek aufgewachsen, ich habe alle Serien mindestens dreimal komplett gesehen, habe bestimmt weit über 400 Bücher gelesen und und und. Für mich ist und war Star Trek ein großer Teil meines Lebens! Auch ein großer Teil meiner Werteerziehung. Genau deswegen sind mir die Werte, die Utopie, so unglaublich wichtig! Alles was den Namen STAR TREK hat, muss sich dem messen lassen.
Star Trek ist eine Reihe von SciFi-Geschichten, keine Religion. Seine Werteerziehung an einer TV Serie festzumachen halte ich für.. bedenklich. Da wird ein Unterhaltungsmedium zu etwas hochstilisiert was ist nicht ist, und auch gar nicht leisten kann. Demensprechend werden Erwartungshaltungen generiert die eine Serie wenn überhaupt nur schwer erfüllen kann.

Das nur nebenbei. Noch zweifelhafter finde ich seinen moralischen Kompass ausgerechnet auf ST auszurichten. Ich persönlich halte die angebliche Moral der bisherigen ST Serien nämlich für eher zweifelhaft. Und das ist auch das größte Problem das ich mit ST insgesamt habe. Es stimmt das in der Zukunft die Menschheit scheinbar zu etwas besseren geworden ist. Es gibt kein Geld mehr, keine Gier, kein Rasissmuss etc.. dafür wird der Rassismus quasi auf den galaktischen Maßstab ausgedehnt. Die Menschen sind quasi die moralische Instanz in der Galaxie und über alle anderen Rassen erhaben. Die Menschen sind einfach die tollsten. Keine andere Rasse kann da mithalten. Die Vulkanier sind zwar klug und friedlich, aber sehr eingeschränkt durch ihr "Gefühlsverbot". Es gibt wirklich zig Folgen in denen unter- oder überschwellig thematisiert wird das es viel besser ist Gefühle zu haben wie die Menschen.
Die Klingonen sind Barbaren, die Romulaner klug aber aggressiv und damit minderwertig, die Ferengi abgesehen von ihrem Geschäftssinn durchweg strunzdumm und von Gier und Neid angetrieben, usw. usw.; NUR die Menschen sind über all diese Schwächen erhaben, außer den paar Außerirdischen die scheinbar über sich selbst hinausgewachsen sind und zur Sternenflotte gegangen sind, wobei da aber auch nur eingeschränkt. Meistens erfüllen sie ja dann doch irgendwelche Klischees.

Wo immer es brennt im Universum weil die dummen barbarischen Rassen sich mal wieder nicht benehmen können, kommen die Menschen herbeigeritten um mit ihrer hohen Moral und Intelligenz sowie technischer Überlegenheit für Frieden zu sorgen. Obwohl ich ST immer recht gerne geguckt hab, ist mir das schon immer sauer aufgestoßen. Wenn das eine Serie jetzt mal bisschen anders macht, finde ich persönlich das sehr erfrischend und ist mir sehr willkommen.

Nun zu ST Discovery spezielll: Ist mir klar dass die Serie einigen Trekkies erstmal zuwider ist. Trekkies wollen im Prinzip immer nur "more of the same". Das Discovery scheinbar eine andere Richtung einschlägt und viele Dinge erst mal ganz anders macht, finde ich positiv, nein sogar geradezu notwendig für ein 50 Jahre altes Franchise. Stillstand ist der Tod. Wenn ST nochmal 50 Jahre machen will müssen sich Dinge verändern, weiterentwickeln, auch wenn es den hardcore Fans erst mal weh tut. Generell befürworte ich also die neue Richtung.

Nun aber zu den Problemen: Das sich die Serie scheinbar viel mehr auf nur einen Hauptcharakter konzentriert ist erstmal nichts schlechtes. Problematisch wird es aber wenn dieser Hauptcharakter derartig unsympathisch und überheblich auf mich wirkt. Ich hoffe Michael Burnham wird sich noch zum positiven entwickeln, sonst werd ich mit der Serie garantiert nicht warm werden wenn der Fokus derartig auf ihr bleibt. Ich finde die Frau bis jetzt unmöglich. Arrogant und aufsässig, keine sympathischen Züge. Allein wie sie aus purer Überheblichkeit ihrer Zimmergenossin nicht mal Antwort gibt macht mich... gah!

Zweitens, ja, die Klingonen. Generell ist es ja ok wenn die Maskerade augepeppt bzw. modernisiert wird. Nur haben die neuen Klingonen wirklich äußerlich überhaupt nichts mehr mit den "alten" Klingonen zu tun. Was auch nicht so schlimm wäre, wenn die neuen Klingonen nicht gar so schlecht aussehen würden und soooo langsaaaaam und neerviiig dahergrunzen würden. Ich hoffe sehr das sich zukünftige Folgen nicht immer zu 50% bei den Klingonen abspielen und damit die halbe Folge lang klingonisch geredet wird, das hat nämlich durchaus das Potential mir die ganze Serie zu verleiden.

Nichtsdestotrotz: Geduld ist angesagt. Viele Sachen an Discovery finde ich cool, man sollte nicht zu früh urteilen - nach 4 Folgen steckt die Serie geradezu noch in den Kinderschuhen. Es gab auch schon ST Serien die sind eigentlich erst nach 2-3 Staffeln cool geworden, also mal nicht zu früh hinschmeissen, da geht noch was! (hoffentlich)

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LePuedel
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Re: Liebe, Hass und Star Trek Discovery

Beitrag von LePuedel » 10. Okt 2017, 22:07

@wudan, mit der Fokussierung auf die Menschen hast du sicher schon recht, wenn es auch bei Star Trek lang nicht so eindimensional ist, wie du es gerade darstellst. Aber ohne Frage wird in den alten Serien die Sternenflotte von den Menschen dominiert (ein Fakt der zum Glück in einer Vielzahl der Bücher nicht so ist), aber auch hier wird der Menschheit sicherlich kein Strahlemann Image übergezogen.
Man könnte aber behaupten (Achtung extreme SJW Fundi Position) trotz aller Diversität in Sachen Raumschiffbesatzung haben wir erst bisher 2 Starfleetkapitäne und 2 Starfleet Generäle kennen gelernt und alle waren sie menschlich. Also auch hier immer noch die gleiche Problematik. (Und das obwohl sogar anscheinend Nebula nen Cameo Auftritt hat).
Aber ernsthaft: eine Serie über die U.S.S. Titan, über den Angriff der Borg auf die Sternenflotte und die entsprechenden Folgen... der Canon bietet so unfassbar viele Felder und Möglichkeiten eine Star Trek Serie zu erzählen, die eine komplett neue Ausrichtung bekommt, ohne die Wurzeln abzuhacken. Denn genau das tut Discovery derzeit.
Ein paar Goodies hier und da für die alten Fans und ansonsten versuchen wir alles anders zu machen... böse gesagt glaub ich manchmal, das die neuen Autoren Star Trek und den Wertekanon teilweise nicht verstanden haben und damit auch nicht wissen können, wie sie einer funktionierenden Star Trek Serie eine neue Ausrichtung geben können.

Somit haben wir hier eine SciFi Serie über paar ignorante Arschlöcher auf einem Forschungsraumschiff, dass Krieg führt und einen phantastischen (im Sinne von Phantasie) Antrieb hat.


Und da auch ab und zu mal gesagt wird, dass durch JayJay Star Trek endlich ansehbar und gutes Popcorn Kino ist, skizzieren wir den Fall doch mal andersrum. Machen wir aus Star Wars einfach mal knallharten Science Fiction, streichen alle Phantasieelemente (ja, auch Lichtschwerter, weil gegen die Physik und so) und schauen uns die Reaktionen an. Es wird ein Jammern und Aufheulen um die Welt gehen und dann kommt ein Pudel um die Ecke und erklärt euch dreist ins Gesicht: "endlich ist Star Wars mal realisitisch und ansehbar geworden und kein dummes Märchen mehr." Fühlt sich nicht gut an, oder?

P.s. ich mag Star Wars
P.p.s. Jede Star Trek Serie hatte ihre eigene Ausrichtung. Der Vorwurf, dass Star Trek bisher immer das Gleiche in Grün anbot greift daher nicht. Gerade bei DS9, Voy und Ent findet man auch immer wieder Trekkies, die die ein oder andere Serie nicht abkönnen. Aber unbestreitbar sind das trotz alledem klar erkennbare Star Trek Serien.
Zuletzt geändert von LePuedel am 13. Okt 2017, 22:53, insgesamt 4-mal geändert.
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Re: Liebe, Hass und Star Trek Discovery

Beitrag von Desotho » 14. Okt 2017, 12:32

Das Studio mit rosa Nebel vollpusten und schon hat man einen ausserirdischen Planeten.

Das größte Problem das ich mit Discovery habe sind die Klingonen. Das Problem hatte ich schon bei allen Star Trek Serien davor. Die waren scheisse, bleiben scheisse und werden immer scheisse sein =p
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toxic_garden
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Re: Liebe, Hass und Star Trek Discovery

Beitrag von toxic_garden » 16. Okt 2017, 20:47

grau-en-haft!!
Erstmal: warum ist der Captain am Anfang überhaupt in dem Shuttle? Hab ich da gerade geblinzelt, als das erklärt wurde?
Dann: die Klingonen entführen ihn. Und das schlaueste, was man so machen kann, ist genau DAS Schiff hin zu schicken, das die Geheimnisse an Bord hat, auf das die Klingonen scharf sind.
währenddessen im Gefängnis: zum Glück wird jeder Raum in einem GE-FÄNG-NIS-SCHIFF nur von einer Tür gesichert. Hat man die zwei Wachen erstmal übermannt, ist die restliche Flucht inkl. Star Wars-like Raumgleiter knacken ein Kinderspiel. Die Dinger sind scheinbar grundsätzlich schlechter gesichert als ein 1987er Skoda. Und man schießt natürlich nicht noch mal auf die Olle, damit sie wirklich tot ist, sondern lässt sie so "Phantom der Oper"-mässig mit halben Kopf liegen. What could possibly go wrong?!
krönende Mitte: "wir finden kein Lebewesen, dass genetisch kompatibel ist. Hmm....hach, ich spritz mir die Pampe einfach mal selbst!"
Danach so: das Vieh verliert bis auf 1% jegliches Wasser im Körper. Zum Glück ist das FUCKING WELTALL ja total voll von Wasser, deswegen quillt es da wieder auf, weil es ja "frei" ist. Argh!!

Die Pilotfolge fand ich ja echt gut und so, aber diese jetzt ist mal der totale Unfall. I am shocked!
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Frostkaktus
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Re: Liebe, Hass und Star Trek Discovery

Beitrag von Frostkaktus » 16. Okt 2017, 21:31

Ich habe mich ja bemüht Discovery gut zu finden. Aber... Klingonen bäh, Klingonensprache bäh, Krieg bäh, keine knuddelige Crew, bäh, keine soziale Interaktion, bäh, kein Data/Spock/Doctor/7of9-Klon? Oberbäh!

Klar, ich werde es mir weiter anschauen. Allerdings als SciFi-Serie, die nicht StarTrek ist.

Ich hoffe nun, dass The Orville möglichst bald bei uns gezeigt wird. Auch wenn mir ein richtiges ST weit lieber wäre als eine Parodie.
*seufz*
Und das Chaos sprach zu mir: "Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen."
Ich lächelte und war froh. Und es kam schlimmer.

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Re: Liebe, Hass und Star Trek Discovery

Beitrag von TechniKadger » 16. Okt 2017, 22:37

Habe The Orville noch nicht gesehen.

Axel, was sagst du denn zu diesen Kritikpunkten? https://en.wikipedia.org/wiki/The_Orvil ... l_response" onclick="window.open(this.href);return false;

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Re: Liebe, Hass und Star Trek Discovery

Beitrag von BummsGeordy » 17. Okt 2017, 06:47

wo/wie kann ma sich denn "the Orville" ansehen? habe weder bei iTunes, noch Netflix oder Amazon etwas dazu gefunden...

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Re: Liebe, Hass und Star Trek Discovery

Beitrag von LegendaryAndre » 17. Okt 2017, 08:11

Was Star Trek und The Orville anbelangt muss ich sagen, dass ich mit beiden Serien etwas anfangen kann, obwohl ich das zunächst nicht gedacht hätte. The Orville ist mein persönlicher Überraschungshit, der in Anlehnung an frühere Star Trek-Serien tatsächlich dessen Flair vermittelt und mit guten Drehbüchern, Retro-Spezialeffekten und liebenswerten Charakteren überzeugt. Die Serie funktioniert, weil sie ernsthafte Storys erzählt und Gags integriert ohne eine Parodie daraus zu machen. Dass nicht immer jeder Gag zündet und Schwächen erkennbar sind, verzeihe zumindest ich gerne, denn die Atmosphäre stimmt absolut und man hat in der Tat das Gefühl eine Serie aus dem Star Trek-Universum zu gucken, die eben durch diese unkonventionellen Gags eine angenehme Frische bekommt.

Was Star Trek: Discovery betrifft, hatte ich bereits im Vorfeld meine Erwartungshaltung aufgegeben. Viel von dem was geschrieben wurde, in Verbindung mit dem gezeigten Bildmaterial bzw. den Trailern hat mich nicht überzeugt. Umso überraschter war ich, dass die fertige Serie bislang tatsächlich einen guten Eindruck macht. Während der Auftakt noch zu wünschen übrig lässt (Logikfehler, schwache Dialoge), werden die Folgen danach interessanter und runder. Visuell größtenteils äußerst gelungen mit ungeschliffenen Charakteren und einer düsteren Story-Line ist die sechste Star Trek-Serie zwar nicht das was Star Trek eigentlich ausmacht, doch wenn man sich darauf einlässt, bekommt man meines Erachtens nach keine schlechte Serie geboten. Es bleibt auch noch abzuwarten in welche Richtung sich Discovery entwickelt, weshalb ein finales Urteil nicht möglich ist.

Ein neues zeitgemäßes TNG das nach Voyager spielt, wäre mein absoluter Favorit gewesen und darauf hoffe ich insgeheim immer noch, doch Star Trek: Discovery ist eine Serie die durchaus ansprechend ist, wenn man über gewisse Faktoren hinwegsehen kann (neues Klingonen-Design, allgemeine Schwächen, zu moderne Effekte, Logikfehler etc.). Wobei mir die neuen Klingonen sogar gefallen, aber mir fehlt auch der alte Look (warum keine Mischung?) ;)

Als Science Fiction-Fan freue ich mich jedoch über die beiden neuen Serie, die zwar nicht das Non-Plus-Ultra sind, mich aber dennoch in ihren Bann ziehen.

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Re: Liebe, Hass und Star Trek Discovery

Beitrag von toxic_garden » 17. Okt 2017, 08:40

nach dieser massiven Enttäuschung habe ich mir gestern nun auch mal die ersten beiden Orville-Folgen angesehen. Und was soll ich sagen....totally worth it! :D Man muss schon ein bisschen auf den MacFarlene-Humor stehen, damit es gefällt. Aber das tue ich zum Glück. Es ist halt weder eine Parodie, noch eine Kopie, es ist eher, wie schon irgendwo stand, eine humorvolle Verneigung für dem ursprünglichen ST-Franchise. In der ersten Folge noch ein bisschen albern, später dann aber mit einer recht entspannten Mischung aus Ironie und Ernsthaftigkeit. Allerbesten Dank für diesen Tipp, Axel! Damit wird die Montagabend-Netflix-Tradition wohl von STD (ungünstige Abkürzung) auf Orville umgeschwenkt, wenn sich das nicht bessert.
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Re: Liebe, Hass und Star Trek Discovery

Beitrag von echtschlecht165 » 17. Okt 2017, 09:04

Ich missbrauche den Thread kurz mal um meine Zwischenzeitliche Begeisterung für DS9 nochmals zum Ausdruck bringen.
Ich bin mitten in der dritten Staffel und die Story entwickelt grade einen Drive, wo Game of Thrones alt daneben aussieht.
Bisher war DS9 für mich immer einfach nur das dreckige Actionstartrek. Aber jetzt wo ich ein wenig die Zusammenhänge mitbekomme bin ich absolut begeistert, wenn das so weitergeht, wird DS9 meine absolute Lieblingsserie.....aus allen Genres.

Von Discovery habe ich mir aus Neugier mal den Piloten angesehen, und kann die Punkte aus dem Thread nachvollziehen, aber optisch gefällt's mir eigentlich ganz gut, und als SF Serie werd ich die mir die sicher anschauen.
Aber den Fehler, eine Serie noch vor Abschluss zum schauen zu beginnen, habe ich nur 1x gemacht.....bei GoT.
Also werd ich warten bis zumindest die 1. Staffel abgeschloßsn ist.
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tdiver
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Re: Liebe, Hass und Star Trek Discovery

Beitrag von tdiver » 17. Okt 2017, 09:27

ok, ich verstehe die eine oder andere Kritik, aber mich hat gestern die 5. Folge wieder ausgezeichnet unterhalten. Ja, es sind mehrere Logikfehler da, aber die haben andere Serien auch.

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LePuedel
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Re: Liebe, Hass und Star Trek Discovery

Beitrag von LePuedel » 17. Okt 2017, 09:34

tdiver hat geschrieben:ok, ich verstehe die eine oder andere Kritik, aber mich hat gestern die 5. Folge wieder ausgezeichnet unterhalten. Ja, es sind mehrere Logikfehler da, aber die haben andere Serien auch.
Es geht ja nicht ums Unterhalten, sondern ob das Label Star Trek gerechtfertigt ist.
Und ansonsten ganz ehrlich, nur weil andere Plotholes aufreißen, muss man das ja nicht selber machen, dazumal einige inhaltliche Fehler ohne Probleme hätten vermieden werden können. (Ich meine jetzt keine Kontinuitätsfehler zu früheren ST Serien)
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Jochen Gebauer - Auf ein Bier Podcast | 29 Mai 2016

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