Comics

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bigben666
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Comics

Beitrag von bigben666 »

Im 10 $-Goodie hat Sebastian nach Empfehlungen für Comics gefragt.

Es soll keine riesige Serie sein und er mag Transmetropolitan von Warren Ellis und Preacher von Garth Ennis. Für mich waren die beiden Serien auch der große Einstieg in die Comicwelt und seitdem bin ich dabei geblieben.

Meine Empfehlungen:

Rover Red Charlie von Garth Ennis: witzige Geschichte von einer Art Zombieapokalypse aus der Sicht von drei Hunden. Die dazu gehörige Hauptserie Crossed ist so lala, der Band steht aber für sich allein.

Mordmysterien von Neil Gaiman: schöne Kurzgeschichte um einen Mord im Himmel.

Der Unterwassertaucher von Jeff Lemire: berührende Geschichte ums Vater sein. Fand sie sehr toll, da ich selbst gerade Vater geworden bin, weiß deshalb aber auch nicht, inwieweit die ohne dem Vater werden funktioniert.

Der erste Zyklus von 5-6 Bänden der Serie Killer von Matz: geht um das Innenleben eines Berufskillers.

Saga von Brian Vaughn: wenn es doch eine Serie sein kann, die gerade hier in Deutschland veröffentlicht wird und noch nicht allzu groß ist. Die Serie ist für mich seit Jahren wieder eine Offenbarung wie es damals Transmetropolitan und Preacher waren. Eine ganz eigene Art von Science Fiction, fantastisch erzählt.

vielleicht ist ja was dabei. Noch wer eine Empfehlung?

PS: Dark Knight Returns ist von Frank Miller und nicht von Alan Moore.

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LegendaryAndre
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Re: Comics

Beitrag von LegendaryAndre »

bigben666 hat geschrieben:Saga von Brian Vaughn: wenn es doch eine Serie sein kann, die gerade hier in Deutschland veröffentlicht wird und noch nicht allzu groß ist. Die Serie ist für mich seit Jahren wieder eine Offenbarung wie es damals Transmetropolitan und Preacher waren. Eine ganz eigene Art von Science Fiction, fantastisch erzählt.
Saga ist phantastisch! Gehört auch zu meinen Lieblingscomics.

Ich persönlich kann noch die Reihe Monstress (Marjorie Liu, Sana Takeda) und Trough the Woods (Graphic Novel) von Emily Carroll empfehlen, die mich sehr begeistert haben.

Aber Saga gehört für mich auch definitiv zu den Höhepunkten im Bereich der Comics. Eine sehr intensive Leseerfahrung und außerdem originell und ungewöhnlich (für Leute die glauben schon fast alles gesehen zu haben).

vorübergehend
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Re: Comics

Beitrag von vorübergehend »

In Richtung Transmetropolitan oder Preacher, also schräg, zynisch und/oder bösartig, ist alles aus 2000AD einen Blick wert, am bekanntesten ist davon Judge Dredd (die englische Serie, nicht die amerikanische). Oder von Alan Moore z.B. Top 10 oder The League of Extraordinary Gentlemen. Und von Garth Ennis die bitterböse schwarzhumorige und pubertäre Superheldenparodie The Boys. Oder von Moebius der Incal-Zyklus ist auch so eine schräge Science-Fiction-Geschichte, die ich selber aber noch nicht gelesen habe, ist aber ein moderner Klassiker.

Saga ist wirklich extrem unterhaltsam und auch sehr schräg, im positiven Sinn (wenn auch nicht sonderlich tiefgründig meines Erachtens). Allerdings hat die Serie bislang schon 7 Bände und das Ende ist nicht absehbar.

Vom gleichen Autor gibt es auf panelsyndicate.com für einen frei wählbaren Preis die abgeschlossenen und recht kurzen Serien The Private Eye und Barrier als Digital-Comic. Die erste hat mir besser gefallen, aber auch Barrier ist ziemlich gut. Ebenfalls spannend, unterhaltsam und zu aktuellen Themen, namentlich Internet/Datenschutz/Anonymität/Identität im Falle von Private Eye und Immigration bei Barrier. Auch die Serie Universe! auf der Seite ist gut und sehr Science-Fiction-schräg.

Dann empfehle ich Sweet Tooth von Jeff Lemire. Ist in sechs Bänden abgeschlossen, dystopisch, spannend, ergreifend, halbwegs tiefgründig.


Mehr ins - Achtung persönliches Werturteil! - literarische gehend empfehle ich:

Habibi von Craig Thompson: Orientalische Märchengeschichte, die zwischen Humor und Schrecken oszilliert, tiefgründig, poetisch und wunderschön.

Blankets von Craig Thompson: Ebenfalls wunderschöne und ergreifende Liebesgeschichte.

Fun Home von Alison Bechdel: Autobiographische Geschichte vom Aufwachsen in einem Bestattungsunternehmen, dem schwierigen Verhältnis zum Vater und das Coming-Out als Homosexuelle. Wurde zu Recht auch vom Feuilleton hoch gelobt, und auch wenn man mit der Thematik auf den ersten Blick nichts anfangen kann, der Comic lohnt sich trotzdem und "transzendiert" die Thematik.

Alles von Adrian Tomine, z.B. Sommerblond oder Shortcomings/Halbe Wahrheiten: Schöne feinfühlige und einfühlsame bodenständige Geschichten, vielleicht mein persönlicher Favorit.

Vertraute Fremde von Jiro Taniguchi: Ein Mann reist wortwörtlich zurück in seine Kindheit. Herausragende und berührender Comic.

Und noch ein persönlicher Favorit, auch wenn es ganz anders ist und gar nicht "literarisch", sondern klassisch comicartig: Usagi Yojimbo von Stan Sakai, cartoonhafte anthropomorphe Samuraiserie, die man in jedem Alter lesen kann, gute Unterhaltung, meisterhaft "visuell" erzählt, wie gute Samuraifilme, nur eben als Comic und mit Tieren; nicht davon abschrecken lassen, denn es lohnt sich, sich darauf einzulassen. Zwar ist es eine lange Endlosserie, man kann aber im Grunde jede Geschichte unabhängig von der Gesamtserie lesen, da die Geschichten in sich abgeschlossen sind und die Serie nur sehr lose eine durchgehende Geschichte erzählt.


Kriminalgeschichten: Eine schöne düstere Noir-Geschichte im Hollywood der späten 1940er-Jahre ist The Fade Out von Ed Brubaker. Tolle Kriminalgeschichten vom gleichen Autor gibts in der Serie Criminal, bei der jeder Band eine eigene Geschichte erzählt, auch wenn es Überschneidungen gibt, so dass sich ein größeres Panorama in der Gesamtschau ergibt. Sin City von Frank Miller ist ein Pulp-Noir-Klassiker, der in die Parodie reingeht, auch wenn ich ihn persönlich leicht überbewertet finde.

Tut mir leid, dass es so viel wurde, und das ist nur, was mir spontan einfiel. Ich habe die Folge nicht gehört, weiß also nicht, inwiefern ich jetzt vielleicht am Thema vorbei empfohlen habe.

IceGrin

Re: Comics

Beitrag von IceGrin »

The long Halloween von batman hat mir immer gefallen. Ja.

Xyxyx
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Re: Comics

Beitrag von Xyxyx »

Ich belebe den Thread mal wieder für eine kleine Empfehlung. Als grosser Fan franco-belgischer Comics hat mich vor fast zehn Jahren ein Comic der Reihe "Spirou & Fantasio" sehr beeindruckt. Wie die meisten vielleicht wissen handelt es sich bei "Spirou" um eine klassische franco-belgische Reihe um den Pagen Spirou und den Journalisten Fantasio, die gemeinsam Abenteuer erleben.

Seit einigen Jahren erscheinen unter dem Label "Spirou & Fantasio Spezial" Sonderausgaben, in denen verschiedene Comickünstler einmal ein Spirou-Album gestalten können.

2009 erschien aus der Feder Emile Bravos der Band "Porträt einen Helden als junger Tor". Dabei handelt es sich um eine Origin-Story Spirous: Beldien am Vorabend des zweiten Weltkriegs, Spirou arbeitet in einem Hotel, Nazis planen den Überfall auf Polen, Spirou wird politisiert und man erfährt, warum er immer wieder in der Uniform eines Pagen herumläuft. Daneben quillt das Album über vor Anspielungen auf andere Serien, wie etwa "Tim und Struppi".

So weit, so gut. Jetzt legt Bravo eine Fortsetzung dieser Geschichte vor. Es wird vier Teile geben, der erste unter dem Titel "Spirou: oder die Hoffnung 1" ist letzten Monat erschienen und ist hervorragend. Der immer noch naive Spirou will nichts vom zweiten Weltkrieg wissen, lebt er doch im neutralen Belgien. Dann lernt er jüdische Flüchtlinge kennen, die Deutschen marschieren in Belgien ein. Eine coming-of-age-story um eine klassische Comicfigur, liebevoll konstruiert und sehr empfehlenswert.

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DexterKane
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Re: Comics

Beitrag von DexterKane »

Da Sebastian Transmetropolitan ja bereits kennt, fällt mir spontan "Y - the last man" ein.

Durch ein nicht näher geklärtes Phänomen sterben von jetzt auf gleich sämtliche Männer und männliche Säugetiere, bis auf einen Typen und seinen zahmen Kapuzineraffen. Vordergründig Postapokalypse, aber eigentlich ein soziologisches Gedankenexperiment, dass sich damit beschäftigt, welche Auswirkungen es auf die moderne Gesellschaft hat, wenn z.B. auf einmal über 90% aller LKW-Fahrer und über 80% aller Seeleute weg sind.
Zuletzt geändert von DexterKane am 20. Nov 2018, 21:52, insgesamt 1-mal geändert.
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schneeland
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Re: Comics

Beitrag von schneeland »

Ich bin kein großer Comic-Leser, allerdings bin ich vor einer Weile bei Mike Mignola's Hellboy-Universum hängen geblieben - teilweise etwas überdreht, aber der Zeichenstil spricht mich sehr an und immer wieder mit ein paar großartigen Momenten versehen.

Ansonsten liefen mir kürzlich noch Brian Woods "Sword Daughter" über den Weg (quasi eine Samuarai-Rache-Geschichte im Island der Vikingerzeit) und Jim Zubs Dungeons&Dragons-Comics. Ersteres kann ich auf jeden Fall empfehlen, letzteres vor allem dann, wenn man selber D&D spielt oder gespielt hat.
"Hello, my friend! Pay a while, and listen!" (BlizzCon 2018)
"And now our RPG even has NPCs!" (Bethesda, E3 2019)

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LegendaryAndre
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Re: Comics

Beitrag von LegendaryAndre »

Xyxyx hat geschrieben:
20. Nov 2018, 20:13
Ich belebe den Thread mal wieder für eine kleine Empfehlung. Als grosser Fan franco-belgischer Comics hat mich vor fast zehn Jahren ein Comic der Reihe "Spirou & Fantasio" sehr beeindruckt. Wie die meisten vielleicht wissen handelt es sich bei "Spirou" um eine klassische franco-belgische Reihe um den Pagen Spirou und den Journalisten Fantasio, die gemeinsam Abenteuer erleben.
Ich liebe diese Comic-Reihe seit meiner Kindheit! Besonders die Abenteuer die unter der Federführung von André Franquin entstanden sind, sind großartig! Die letzten Ausgaben von Yoann und Vehlmann habe ich nach langer Pause von Spirou & Fantasio wieder gelesen und finde dass sie gute Arbeit leisten. Tatsächlich habe ich die Spezial-Ausgaben bisher gemieden, aber ich überlege mal einen Blick darauf zu werfen. Welche Ausgabe wäre besonders zu empfehlen?

Xyxyx
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Re: Comics

Beitrag von Xyxyx »

LegendaryAndre hat geschrieben:
21. Nov 2018, 12:03


Ich liebe diese Comic-Reihe seit meiner Kindheit! Besonders die Abenteuer die unter der Federführung von André Franquin entstanden sind, sind großartig! Die letzten Ausgaben von Yoann und Vehlmann habe ich nach langer Pause von Spirou & Fantasio wieder gelesen und finde dass sie gute Arbeit leisten. Tatsächlich habe ich die Spezial-Ausgaben bisher gemieden, aber ich überlege mal einen Blick darauf zu werfen. Welche Ausgabe wäre besonders zu empfehlen?
Für dich als Franquin-Fan interessant ist sicherlich „Die Gruft derer von Rummelsdorf“ von Yann u. Fabrice Tarrin. Dabei handelt es sich um eine Hommage an die Franquin-Ära, sowohl im Zeichenstil als auch in der Art der Erzählung. Von Franquin ersonnene Figuren treten ebenso auf die die berühmten Fahrzeuge der Ära.

In vielen Spezial-Bänden finden sich ältere kurze Comicstrips aus Franquins Feder, die würde ich allerdings mit Vorsicht geniessen, da ist er noch recht weit von seinem künstlerischen Höhepunkt entfernt und die sind wohl eher aus comichistorischer Sicht interessant. Ein besonderes Kuriosum darunter ist „Robinson auf Schienen“, es handelt sich nicht um einen Comic, sondern um eine von Franquin illustrierte Kurzgeschichte um einen führerlosen Zug mit Atomantrieb, der gestoppt werden muss, wobei der Umgang mit Atomkraft sehr naiv ist.

Die von dir erwähnten „neuen“ Autoren der regulären Reihe, Yoann und Vehlmann, haben ihr erstes Spirou-Album auch im Rahmen der Spezial-Reihe geschaffen: „Die steinernen Riesen“ ist eine spannende Abenteuergeschichte und wohl der Grund dafür, dass Yoann und Vehlmann die reguläre Reihe übernehmen durften. Ihre „Short Stories“ füllen auch einen Band.

Sonst die mE besten Bände der Spezial-Reihe:

Meine absoluten Favoriten „Porträt einen Helden als junger Tor“ und „Spirou: oder die Hoffnung“ von Emile Bravo habe ich ja in meinem letzten Beitrag schon erwähnt.

„Spirou in Berlin“ hat vor ein paar Monaten für Aufmerksamkeit gesorgt, mit Flix hat zum ersten Mal ein deutscher Zeichner einen Spirou-Band gestaltet. Der Comic spielt in Ostberlin in den 80er Jahren und Fantasio ist sehr davon angetan wie sauber und ordentlich alles in der DDR ist.

„Operation Fledermaus“ von Yann und Olivier Schwartz spielt im von Nazis besetzten Belgien 1942. Es geht um den belgischen Widerstand, Kollaborateure und wie Spirou und Fantasio sich in der aufgeheizten Stimmung gegenseitig misstrauen. Es finden sich zahlreiche Anspielungen auf das Werk Hergés. Mit „Die Leopardenfrau“ und „Der Meister der schwarzen Hostien“ gibt es dazu gleich zwei Fortsetzungen, die sich mit Belgien in der Nachrkriegszeit und der belgischen Kolonialgeschichte beschäftigen.

„Panik im Atlantik“ von Lewis Trondheim und Fabrice Parme: Die Zeichnungen erinnern eher an 50er-Jahre Cartoons als an Franquins Spirou, die Handlung spielt auf einem Kreuzfahrtschiff und verbindet grossartigen Slapstick mit einer abenteuerlichen Geschichte.

Und schliesslich: „Sein Name war Ptirou“ von Yves Sente und Laurent Verron. Der Spirou-Schöpfer Rob Vel wurde Ende der 20er Jahre von einem Schiffsjungen zur Figur Spirou inspiriert. Die Geschichte dieses Schiffsjungen erzählt dieser Comic. Sehr dynamische und gelungene Zeichnungen, historische Hintergründe der 20er Jahre mit all ihren Problemen wie Arbeitskämfen und eine spannende wie auch rührende Geschichte.

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tsch
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Re: Comics

Beitrag von tsch »

Saga ist der beste Einstieg in Comics. Wobei ich sehr viele Comics lese, aber nur sehr bestimmte - z.B. eigentlich nichts mit Superhelden. Vielleicht also auch eher ein guter Einstieg für Leute wie mich, die am Medium interessiert sind, aber kein Interesse an Marvel oder DC haben.

Ansonsten:
  • Elric (von Julien Blondel): Geniale Umsetzung der Bücher
  • Kill or be Killed: Dummer Name, aber bereits abgeschlossene Serie (4 Bände) und durchgehend spannend
  • My Favorite Thing is Monsters: Für Liebhaber von kreativem Layout - alles ist handgeschrieben und handgezeichnet wie auf einem Schulblock.
Das wären die ersten 4 Empfehlungen, die ich jedem Neuling geben würde. Saga ist aber wohl der beste Test, ob man Comics mag oder nicht. Wenn man den nicht mag, dann mag man wahrscheinlich nichts :ugly: .

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LegendaryAndre
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Re: Comics

Beitrag von LegendaryAndre »

Xyxyx hat geschrieben:
21. Nov 2018, 18:57
Für dich als Franquin-Fan interessant ist sicherlich „Die Gruft derer von Rummelsdorf“ von Yann u. Fabrice Tarrin. Dabei handelt es sich um eine Hommage an die Franquin-Ära, sowohl im Zeichenstil als auch in der Art der Erzählung. Von Franquin ersonnene Figuren treten ebenso auf die die berühmten Fahrzeuge der Ära.

....

Und schliesslich: „Sein Name war Ptirou“ von Yves Sente und Laurent Verron. Der Spirou-Schöpfer Rob Vel wurde Ende der 20er Jahre von einem Schiffsjungen zur Figur Spirou inspiriert. Die Geschichte dieses Schiffsjungen erzählt dieser Comic. Sehr dynamische und gelungene Zeichnungen, historische Hintergründe der 20er Jahre mit all ihren Problemen wie Arbeitskämfen und eine spannende wie auch rührende Geschichte.
Vielen, lieben Dank für die ausführliche Beschreibung und die zahlreichen Empfehlungen! Von "Die steinernen Riesen" habe ich schon gelesen und tatsächlich war es zunächst der einzige Band bei dem ich mit dem Gedanken gespielt habe mir diesen zuzulegen. Aber deiner Beschreibung nach gibt es da wohl noch wahre Schätze zu entdecken.

Ich sehe schon, ich werde mir ein dickes Weihnachtspaket schnüren und in den Feiertagen lesen.

Eine Frage hätte ich allerdings noch. Wie gefallen wir dir die Bände die andere Autoren nach Franquin gestaltet haben?

Ich habe noch ein paar Bände von Jean-Claude Fournier gelesen und war nicht komplett enttäuscht oder so, aber Franqins Handschrift hat mir einfach gefehlt. Auch der Wegfall des Marsupilamis war für mich enttäuschend. Dennoch gab es auch in dieser Zeit ein paar Highlights. In den Ausgaben nach Fournier habe ich nur noch teilweise geschmökert und war nicht überzeugt. Habe ich etwas verpasst? Würde es sich lohnen da auch noch einzelne Abenteuer nachzuholen?

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SebastianStange
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Re: Comics

Beitrag von SebastianStange »

Uuuuh... danke für die Tipps. Ich muss mal schauen, ob und wann ich da mal wieder einsteige. Denn das e-book hat mich fest in seinen Klauen und es hat erfolgreich verhindert, dass ich einen ansatzweise bequemen Leseplatz in meiner Bude entwickelt habe, denn mit e-books ist es überall bequem. Aber ich habe keinen Ort mit gutem Licht, um Comics wirklich schön zu lesen. Außerdem brauche ich langsam wirklich ne Brille.

Aber seis drum. Ich habe eh noch Zeug auf dem Pile of Shame. Den Omnibus von Planetary etwa, weiß gar nicht mehr, warum ich das gekauft habe oder worum es ging. Wurde sehr gelobt, das weiß ich noch. Und Warren Ellis mag ich auch. Ach shit... ich muss da echt mal wieder zusehen, auch Comics in meine Medien-Diät beizumischen.

Cheers!

Xyxyx
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Re: Comics

Beitrag von Xyxyx »

Da es hier wohl Fans von Podcasts und franco-belgischer-Comickultur gibt, möchte ich einen Podcast empfehlen. In "Totally Tintin" besprechen die Comickünstler David Dedrick und Ian Boothby (u.a. Simpsons-Comic) jeden einzelnen "Tim & Struppi"-Band. Es gibt wenig Laberei, sie ordnen den Comic historisch ein und besprechen ihn dann Seite für Seite - quasi zum Mitlesen während der Podcast läuft. Das ist ganz interessant, weil man das aus der Perspektive von Comiczeichnern hört und Dedrick eine Art "Tim und Struppi"-Experte ist und Boothby die Alben zum ersten Mal liest. Der Podcast ist "fertig", d.h. sie haben schon vor über drei Jahren alle Bände fertig besprochen, aber wenn man sich für Comicgeschichte interessiert, dann lohnt sich das anhören auf jeden Fall.

Natürlich nur englisch: https://www.sneakydragon.com/category/p ... ly-tintin/

ClintSchiesstGut
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Re: Comics

Beitrag von ClintSchiesstGut »

Ich lese - noch heute - gerne die Horror Comics (früher die Gespenster Serie), die es meist an Bahnhöfen gibt. Allerdings sehe ich immer weniger ein DAFÜR 4-6 Euro zu zahlen. Für gefühlt 20 DIN A4 Seiten 4+ Euro zu zahlen, finde ich - 2019 - etwas viel.
:whistle:

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LegendaryAndre
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Re: Comics

Beitrag von LegendaryAndre »

ClintSchiesstGut hat geschrieben:
7. Apr 2019, 08:48
Ich lese - noch heute - gerne die Horror Comics (früher die Gespenster Serie), die es meist an Bahnhöfen gibt. Allerdings sehe ich immer weniger ein DAFÜR 4-6 Euro zu zahlen. Für gefühlt 20 DIN A4 Seiten 4+ Euro zu zahlen, finde ich - 2019 - etwas viel.
Ach, gibt es die wieder? Habe ich früher auch gerne gelesen (auch die Spukgeschichten mit Arsat). Damals waren die aber wirklich günstig und auch in Sammelbänden erhältlich, in denen drei Hefte enthalten sind. 4-6 Euro wären mir auch zu viel, aber ich würde mir zumindest mal eine Ausgabe kaufen.

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sleepnt
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Re: Comics

Beitrag von sleepnt »

Zur Klarstellung: Was war genau die Anfrage? Comic-Reihen, Comic-Büchet oder kurze One-Shots? Gerade Comic-Bücher gibt es unheimlich viele tolle.

Und: Besteht überhaupt noch interesse an Empfehlungen?

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